Schule bis 2030: Weniger Faktenwissen, mehr Kompetenzen, Hybridunterricht und selbstorganisiertes Lernen

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DRESDEN. An Schulen sollen künftig stärker Zukunftskompetenzen vermittelt werden – und weniger Faktenwissen. Schülerinnen und Schüler sollen darin geschult werden, selbstorganisiert zu lernen. Auch soll mehr fächerverbindend unterrichtet werden, um das vernetzte Denken zu fördern. Das – und mehr – geht aus einer umfassenden Gesamtstrategie zur Weiterentwicklung der schulischen Bildung in Sachsen hervor, die Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in Dresden vorstellte. Die GEW lobt das Konzept, teilweise jedenfalls.

Sachsens Schule der Zukunft setzt auf die Digitalisierung – auch wenn dabei „das Primat der Pädagogik“ gelten soll. Illustration: Shutterstock

„Die globalisierte Welt, die Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch die Gesellschaft insgesamt entwickeln sich sehr dynamisch“, meint Piwarz und betont: „Unsere Schulen müssen Schülerinnen und Schüler heute auf die Welt von morgen vorbereiten. Genau dazu soll die Gesamtstrategie dienen. Die Umsetzung der Maßnahmen werden wir nun unmittelbar vorbereiten, wobei das kommende Schuljahr als ein Übergangsjahr zu betrachten ist. Bis 2030 soll das Projekt abgeschlossen sein.“

Insgesamt 64 Maßnahmen sieht das Konzept vor, darunter:

Mehr Eigenverantwortung und Freiräume für Schulen (z. B. Globalbudget): „Wir stärken die Eigenverantwortung der Schulen sowohl in pädagogischer als auch finanzieller Hinsicht“, sagt Piwarz. Die Schulen sollen zugleich von Bürokratie und Bestimmungen entlastet werden. Sie sollen mehr Flexibilität erhalten und mehr Eigenverantwortung leben können. Mit einem Globalbudget soll dieses Ziel erreicht werden. In dem Globalbudget (Handlungsfeld Steuerung – Maßnahme 1.4*) werden Mittel aus drei bestehenden Töpfen, die zu unterschiedlichen Konditionen und Zeitpunkten ausgezahlt werden, zusammengeführt. Mit dem Globalbudget können Schulen eigenverantwortlich externes Personal vertraglich binden, individuelle Lernangebote für Schüler finanzieren und die schulische Qualität fortentwickeln.

Mehr Vermittlung von Kompetenzen und weniger Faktenwissen: „In den Lehrplänen soll die Vermittlung von Zukunftskompetenzen stärkeres Gewicht bekommen als das Lernen von Fachwissen. Auch im Unterricht soll der Lebensweltbezug größer werden“, so Piwarz. Statt den Fokus auf reines Fachwissen zu legen, soll der Blick zudem auf Wissen gerichtet werden, das vernetzt angewendet werden kann und hilft, Probleme zu lösen. „Es nützt nichts, Dinge nur zu wissen, Schüler müssen das Wissen auch anwenden können. Auch müssen sie zielgerichtet und kompetent Lernstrategien kennen und einsetzen, um neues Wissen selbstständig zu erwerben“, meint der Kultusminister. Deshalb sollen die Lehrpläne laufend aktualisiert und der fächerverbindende Unterricht fest verankert werden. „In einer dynamischen Wissensgesellschaft müssen wir künftig gesellschaftliche Entwicklungen stärker im Blick behalten und bei Bedarf die Lehrpläne anpassen. Wir müssen in der Lage sein, flexibel auf die neuen Anforderungen zu reagieren.“

Fächerverbindender Unterricht und Stundentafeln: Schulen sollen künftig eigenständig die Stundentafeln im Rahmen von zwei bis sechs Stunden wöchentlich für fächerverbindendes Lernen anwenden.

Etablierung von selbstbestimmten Lernphasen: Schulen sollen künftig feste Zeiträume und Lernorte für selbstbestimmte Lernphasen im Schultag integrieren. Selbstbestimmtes Lernen wird bei der Aktualisierung der Lehrpläne ausgebaut. „Das selbstorganisierte Lernen ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts. Deshalb muss es sowohl in den Lehrplänen als auch in der Umsetzung der Stundentafeln mehr Gewicht bekommen“, betont Piwarz.

Digitalität: Schulen und Bildung werden digitaler – es gilt aber das Primat der Pädagogik. Die Schule der Zukunft wird eine Kultur der Digitalität leben. Dazu soll den Schulen eine nachhaltige digitale Infrastruktur zur Verfügung stehen. Digitale Lehr- und Lerninhalte sollen selbstverständlich im Unterricht integriert werden, wobei eine gute Mischung aus analogen und digitalen Lehr- und Lernmethoden zum Einsatz kommen soll.

Selbstlernen: Die Stundentafeln und Lehrpläne aller weiterführenden Schularten weisen zukünftig Bereiche mit besonderem Potenzial für digital gestütztes Selbstlernen aus.

Hybrider Unterricht: Für flächendeckende Unterrichtsangebote werden die Rahmenbedingungen für schulübergreifenden hybriden Unterricht geschaffen, in denen Schülerinnen und Schüler an unterschiedlichen Schulen gemeinsam digital gestützt sowie in Präsenz mit einer Lehrkraft lernen.

E-Campus: Es wird ein E-Campus geschaffen, der modern und digital Professionalisierung unterstützt und flexible und individuelle Fortbildungen für Lehrkräfte ermöglicht.

Multiprofessionelle Teams: Dynamische Veränderungen in der Gesellschaft und die damit einhergehenden Herausforderungen können laut Konzept von den Schulen nur durch multiprofessionelle Teams bewältigt werden. Schulleitungen sind mittlerweile auch „Manager“ kleiner bis mittelständischer Bildungsunternehmen, die neben der Organisation von Unterricht für zahlreiche Kooperations- und Administrationsaufgaben zuständig sind. Auch die pädagogischen Anforderungen haben sich durch eine heterogene Schülerschaft und den Anspruch auf eine inklusive und integrative Bildung weiterentwickelt. In der Schule der Zukunft arbeitet deshalb ein multiprofessionelles Kernteam. „Wir werden die Schulen durch den Auf- und Ausbau multiprofessioneller Teams mit zusätzlichen Fachkräften stärken“, verspricht Piwarz. Dazu wird das System aus Assistenzen für die Verwaltung und pädagogische Arbeit auf- und ausgebaut.

Leistungsbewertung: Auch in der Schule der Zukunft herrscht dem Papier zufolge zukünftig eine schülerorientierte Leistungskultur. Noten werden nicht abgeschafft. Sachsens Schulen sollen jedoch die Möglichkeit bekommen, alternative Bewertungssysteme zu erproben, wenn sie eine differenziertere und objektive Einschätzung der Schülerinnen und Schüler ohne Mehraufwand für Lehrkräfte ermöglichen wollen. In Grundschulen kann dies in Abstimmung mit der Schulaufsicht erfolgen, wenn sich Schulkonferenzen dafür entscheiden. Die Ziffernnoten in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde wird es jedoch weiterhin geben. Weiterführende Schulen können alternative Bewertungssysteme in ausgewählten Fächern und unter wissenschaftlicher Begleitung voraussichtlich ab dem Schuljahr 2025/2026 erproben.

Kopfnoten: Ebenso wie die Ziffernnoten beibehalten werden, wird es auch weiterhin Kopfnoten geben. Allerdings wird die Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens weiterentwickelt, um die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts, wie Selbstorganisation, Kommunikations- und Teamfähigkeit besser einschätzen zu können. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wissenschaft, Schulpraxis und Wirtschaft soll dazu eine Konzeption entwickeln. Ziel ist ein für die Schulen effizientes und für die Schüler transparentes Bewertungsverfahren des Arbeits- und Sozialverhaltens.

Mehr Mitbestimmung: Möglichkeiten und Formate zur Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler im Schultag und bei der gemeinsamen Unterrichtsgestaltung werden in den Schulen, in der Lehrkräftebildung und in Fortbildungen gestärkt. Für jede Schulklasse wird eine fachunterrichtsfreie Stunde als »Klassenrat« im Stundenplan ausgewiesen und der jeweiligen Klassenleitung im Regelstundenmaß angerechnet. Die Einführung der Klassenratsstunde erfolgt in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Personalressourcen sukzessive und gegebenenfalls zunächst 14-tägig. Die Schülermitwirkung wird in allen Schularten gestärkt. Insbesondere wird die Rolle des Vertrauenslehrers als „Verbindungslehrkraft“ geschärft und das Engagement im Rahmen der Schülermitwirkung gewürdigt.

„Pädagogisch stärker auf die Kompetenzentwicklung, auf individuelle Förderung und eine Strategie zum digitalen Lernen zu entwickeln, zielt in die richtige Richtung“

GEW-Landesvorsitzender Burkhard Naumann begrüßt das Konzept – teilweise: „In den Vorschlägen finden sich viele Maßnahmen, die wir seit längerem fordern. Das betrifft etwa ein umfassendes Personalentwicklungskonzept, die Aktualisierung der Lehrpläne und der konsequente Ausbau von multiprofessionellen Teams an allen Schulen. Auch begrüßen wir die geplante Einrichtung einer Klassenratsstunde, die der Klassenleitung angerechnet wird. Pädagogisch stärker auf die Kompetenzentwicklung, auf individuelle Förderung und eine Strategie zum digitalen Lernen zu entwickeln, zielt ebenso in die richtige Richtung.“

Er betont aber auch: „In vielen der angekündigten Maßnahmen wird ausschließlich auf die Eigenverantwortung der Schulen gesetzt. Die Anforderungen an Schulen sind in den letzten Jahren bereits immens gestiegen. Deshalb benötigen wir stärkere Entlastungen, die in der vorgelegten Strategie deutlich zu kurz kommen. Die Umsetzung des Ziels der eigenverantwortlichen Schule wird allein davon abhängen, wie stark die Schulen entlastet und mit zusätzlichen Personal ausgestattet werden. Für uns steht deshalb die Strategie zur Personalentwicklung, der Ausbau multiprofessioneller Teams und zusätzlich zur Klassenratsstunde die lang versprochene Klassenleitungsstunde an erster Stelle.“

Zudem berge die Stärkung der Eigenverantwortung der Schulen die große Gefahr, dass die Lösung von zentralen Problemen in der Bildung nach unten delegiert wird. Naumann: „Lehrkräfte und Schulleitungen wünschen sich jenseits von Informationsmaterial bei zentralen Fragen auch klare Vorgaben. Hier muss in der Umsetzung besser abgewogen werden, wo die Grenzen der Eigenverantwortung sind.”

Dem Strategiepapier ging im Rahmen des Projektes „Bildungsland Sachsen 2030“ ein umfangreicher interner und öffentlicher Beratungsprozess voraus, an dem sich neben Experten aus der Wissenschaft, Lehrkräfte, Schulleitungen, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern beteiligt hatten. Auch Vertreter der kommunalen Schulträger waren eingebunden. Ausgangspunkt für den Prozess waren gesamtgesellschaftliche Veränderungen, wie die Digitalisierung, Individualisierung in der Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Migration und die Komplexität einer globalisierten Welt, wodurch Schulen vor große Herausforderungen gestellt werden. News4teachers

Sieht so die Schule der Zukunft aus? „Wir gehen weg vom angeleiteten Lernen“ – sagt der Schulleiter

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Pit2020
1 Monat zuvor

Wer braucht schon Faktenwissen?! – Weg mit dem ollen Gelumpe!!!

Bahn frei für (man denke sich einen dreifachen Tusch):
ZukunftsKOMPETENZEN.
YEAH.

Wenn man Licht sieht am Ende des Tunnels, kann es das Ende des Tunnels sein.

Oder ein heranrasender Zug.

Oder die Titanic, nachdem sie die Zukunftskompetenz erworben hat „Wir schwimmen doch alle nur so rum und jetzt auch auf dem falschen Gleis, wenn wir eh schon gut 😉 drauf sind“

Ssänk ju vor träwellink. 🙁

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Dank für den lustigen Kommentar !

Unfassbar
1 Monat zuvor

Die Ausbildungsbetriebe werden sich bedanken, wenn ihre Auszubildenden außer googlen und ki fragen kaum noch etwas können. Aber geliefert wie bestellt.

Dejott
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Glaube kaum, dass es darum geht.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Noch mehr bedanken ? Wir sind jetzt schon soweit, dass viele Betriebe zu Einstellungstests übergehen. In der 10ten wird nicht nur oft nach der Deutschkompetenz unserer Migranten sondern fast öfter der Muttersprachler gefragt. Außerdem : könntet Ihr bitte Dreisatz, Prozentrechnen, Vektoren, Diagramme, einfache Formeln, Verstehen von Anleitungen, Staatstheorie für Anfänger, grundlegendes EDV-Wissen, Knigge
…….wiederholen ?
Die Betriebe bräuchten viel mehr Leute, gehen langsam aber dazu über, nicht mehr jeden zu nehmen – und testen.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Das sind aber Fakten und keine Kompetenzen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Mangelnde Kompetenzen führen in diesen Fällen zu Fakten – und Ärger – und weniger ständigem Wirtschaftswachstum eines exportabhängigen Landes ….
( wirtschaftspolitische Ziele hinken nach )
🙂 und das alles NUR, wirklich nur weil es die Schulen wieder nicht auf die Reihe bringen.
Und die 16 Glorreichen können sich trotzdem nicht für Walzer rechts- oder linksrum entscheiden.
Leute, wir steppen in den Schulen den ganzen Tag auf hohem Niveau – bewegt euch endlich.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

So ist es.
Nicht nur zum kompetenzorientierten Stepp-Tanz auch zum Niveau-Limbo nötigt man uns.
Manches wollen wir einfach nicht mehr auf die Reihe bringen, weil uns die aufgedrückten „Herausforderungen“ von Kultus zunehmend auf die Ketten gehen.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Und mangeldes Wissen führt zu mangelnden Kompetenzen.
Ist eigentlich nicht schwer zu verstehen, aber dieser „Praxisbezug“ aus dem realen Leben fehlt offensichtlich so manchem Bildungstheoretiker.

RSDWeng
28 Tage zuvor
Antwortet  Besseranonym

Zu „und testen“: Ein mit mir befreundeter Arzt und ein Handwerksmeister meinten dazu, dass unsere Zeugnisse nichts anderes als Gefälligkeitsgutachten seien, und testen mögliche Auzubildende vor allem auf Belastbarkeit – drei Tage hintereinander. Ergebnis: Am dritten Tag erscheint kaum noch ein Bewerber.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

In Zukunft sind nur noch folgende Kompetenzen erforderlich: Sich selbst daran erinnern, das Smartphone zu laden, und Arbeitsaufträge richtig/für einen selbst hilfreich (kann je nach Situation auch ein Downgrade sein) bei ChatGPT eingeben zu können.

Alles andere scheitert daran, dass die Kids ja nicht 24/7 in Bildungseinrichtungen sind.

447
1 Monat zuvor

Das Bild ist sehr passend gewählt:
Bildungsdrohnen wie mir gehört die Zukunft!

Erzittert, Fleischsäck….beeeeep, äh, willkommen, verehrte biologische Mitgeschöpfe!

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Stimmt, und darunter steht
> das Primat der Pädagogik
Da kann ja nix mehr schiefgehen – ob die wissen was > Primat heißt ? Mein ja nur, so als pädagogische Drohne: ich habe Vorfahrt, äh Vorflug 🙂

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Muss das nicht „der“ Primat der Pädagogik heißen? – Nur mal so..

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

primas/ lat. müsste der Erste, der beste bedeuten.
Im Deutschen geht der und das Primat, aber egal – ich mag hchentwickelte Affen /Primaten.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ich dachte auch mehr an das Ziel der beworbenen Maßnahmen 😉

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wer wird denn immer gleich das Schlimmste vermuten;)
Selbst der Primas inter pares hats bei Lehrers nicht leicht.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Unsere Verwaltungsasse setzen derartig kompetenzorientiert
angelernte Mitarbeiter als OTAS und ATAS im OP ein.
Die können dann nur instrumentierend tätig werden.
Das Fachwissen zu Erkrankungen fehlt denen nahezu vollständig.
Menschen werden mit „die Galle“ oder „das Sigma“ bezeichnet.
Wie sagte ein kompetenter Anästhesiefachpfleger:
Die da aus der Verwaltung wollen nur noch dressierte Affen
haben, die auf Kommando schneller arbeiten und ggf. auf Kollegen losgehen und diese in der Verwaltung anschwärzen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Am liebsten hätten sie wohl beliebig programmierbare Roboter- präzise, nie nicht widersprechend, allseits einsetzbar, mit billigen Programmierern und Rundumdieuhr-gratis-wartung (testgeräte wie anfangs bei den R2D2putzgeräten).

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Mit meinten Sie aber die Verwaltungsasse.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Freilich

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Ihre Sprache ist nicht sensibel und Sie argumentieren mit Hassfakten, die nicht kompetenzbasiert sind. Ihr Bildungsterminal wird ab jetzt besonders durch Liebeswaechter.exe unterstützt. Weiterhin wird ihr Digitalgeld für 3 Tage gesperrt, da Sie konsumverdächtig sind.
Bitte arbeiten Sie weiterhin hart daran, ein geschätzter Teil der Gesellschaft zu sein und konstruktiv zu bleiben. Wir unterstützen Sie dabei.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  447

🙂 irgendwie haben unsere Fakten- und Kompetenzspezialisten das nicht gemerkt und mich immer wieder befördert, so dass ich sowohl manchmal den Konsum- als auch stets den Konstruktivitätsverdacht bestätige. Unterstützung ist durch innere Sicherheit und Balance gegeben: Die letzte Stufe will und brauche ich nicht; bei Nötigungsversuchen schlage ich das horrende Honorar aus und gehe früher.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ja, der Primat ist für alle „Ungläubigen“ die Krone der Erschöpfung.
Nach den Evolutionstheoretikern werden alle Organismen durch Umweltfaktoren angepasst. Anpassung ist kein aktiver Vorgang. Man hat zumindest die unerschütterliche Gewissheit, wohin die Reise in unserer Bildungsumwelt geht. Die Kriterien der Höherentwicklung z.B. Leistungseffizienz müssen wir wohlwollend ausblenden.

Dejott
1 Monat zuvor

Ich bin skeptisch. Das sächsische Schulwesen ist normalerweise resistent gegenüber Veränderungen. Die Mentalität schreckt eigentlich vor allen Veränderungen zurück.
Wenn Veränderungen an die Schulen delegiert werden, im Sinne von: Schule mach mal. Dann wird das nichts werden. Schafft ja keiner.
Kernbestandteile des CDU Parteibuchs bleiben der Schule, wie überraschend, natürlich erhalten. Frühe Teilung, Zensuren, Kopfnoten. Damit sind wesentliche Pfeiler natürlich gesetzt.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Wir sehen ja sehr deutlich, wohin diese progressiven Veränderungen führen. Und wenn diese Veränderungen irgendwelchen Ideologen überlassen werden, die von Tuten und Blasen mangels Erfahrung an der Basis keine Ahnung haben, dann kommt so etwas heraus. Aber ganz einfach: am Ende sind immer die Lehrer schuld, die einfach nicht spuren wollen und auch sonst völlig unfähig sind.

Lisa
1 Monat zuvor

„Für jede Schulklasse wird eine fachunterrichtsfreie Stunde als »Klassenrat« im Stundenplan ausgewiesen und der jeweiligen Klassenleitung im Regelstundenmaß angerechnet. Die Einführung der Klassenratsstunde erfolgt in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Personalressourcen sukzessive und gegebenenfalls zunächst 14-täglich“
Gab es früher, die Klassenlehrerstunde. Wurde abgeschafft. Hätte mich sehr gewundert, wenn so etwas Nützliches wieder ohne Vorbehalte eingeführt worden wäre.
Was das mangelnde Faktenwissen betrifft: Versucht man, das Nichtwissen der Schüler gerade positiv umzudeuten? “ Das sie wenig wissen, das war ABSICHT. Dafür sind sie selbstständig und kompetent und soo teamfähig“ Je weniger Weltwissen vorhanden ist, desto größer ist übrigens die Anfälligkeit für Geschwurbel.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Jo, Kruger-Dunning eben.

PaPo
1 Monat zuvor

Tschüss, Sachsen.

Und nachdem hier insb. der Punkt des in Zukunft fehlenden Faktenwissens (grandiooose Idee – nicht) von anderen Foristen bereits zerlegt wird: „Hybrider Unterricht: Für flächendeckende Unterrichtsangebote werden die Rahmenbedingungen für schulübergreifenden hybriden Unterricht geschaffen, in denen Schülerinnen und Schüler an unterschiedlichen Schulen gemeinsam digital gestützt sowie in Präsenz mit einer Lehrkraft lernen.“
Ich freue mich auf die ersten Verfassungsbeschwerden, wenn der Dienstherr hier das Recht am eigenen Bild (und Ton) nach Art. 2 GG ignorieren will, indem er meint, Lehrer vor Kamera u./o. Mikro zwingen zu können. 🙂

Dejott
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Das sehe ich tatsächlich auch so. Oder anders: wo blöd muss ich als Lehrer sein, um da mitzumachen? Stunden für 2 Klassen halten, mich mit der Technik rumeseln, in 2 Klassenbücher einschreiben, statistisch top und nur einfach bezahlt.
Vom Recht am eigenen Bild mal abgesehen.

Clemens Lange (HH)
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Vor allem, mal abgesehen vom Recht am eigenen Bild, wenn mich der Dienstherr zwingen will per „Schalte“ an mehreren Schulorten gleichzeitig zu arbeiten, eventl. weil ich einer der wenigen Mohikaner in einem bestimmten Fach bin, dann stellte sich mir irgendwann die monetäre Gerechtigkeitsfrage.
Wieso sollte ich das bei dem aktuellen Gehalt mitmachen bzw. akzeptieren, dass ich weiter wie alle anderen bezahlt werde?

Lisa
1 Monat zuvor

Evtl können die zustehenden Schüler Sie liken. Je mehr Likes desto mehr Geld. Klappt bei YouTube auch.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Und Tschüss, Sachsen.

Wir pochen auf unser Recht am eigenen Bild und Ton.
Die Faktenvermittlung stagniert doch lange schon.
Ob selbstorganisiert, hybrid oder digital grandiose Kompetenzen winken,
last uns gemeinsam fachlich aber kompetenzorientiert weiter sinken.
Die MINT-Leistungen sind zwar schon massiv eingebrochen,
da wird die nächste „Unbildungsreform“ vom Zaun gebrochen.
Wissen und Anstrengung dürfen sich nicht mehr lohnen,
die Zukunft gehört den low-performing Bildungsdrohnen.
Easy Peasy, mit Chancengerechtigkeit zum Einheitsbrei
hurra, wir sind jetzt mit dabei.
Ich kenne viele ältere Kollegen und ziemlich renitente,
die flüchten jetzt in Sachsen noch schneller in die Angestelltenrente.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

dto

Tamara HH
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

So kann die Lehrkraft aus dem Arbeitszimmer zuhause direkt in 1-2 Klassen geschaltet werden. Die Kinder müssen dann nicht mehr weit zur Schule fahren.
Praktisch.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Man muss auch die Vorteile sehen: Ich schalte die Schüler stumm und habe endlich Ruhe für einen pädagogisch wertvollen Lehrervortrag. Ich brauche die Namen nicht zu lernen, sie stehen ja unter dem Videobild, das aber aus Datenschutzgründen ausgeschaltet ist) z.B. rhs34343 (aus Datenschutzgründen). Vielleicht misst ein Tool die Beitragsstatistik der SuS, dann habe ich eine Notenbasis, falls die KI nicht wie versprochen die Qualität der Schülerbeiträge automatisch bewertet.

Heuwägelchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Hm.

Ein wertvoller Lehrervortrag enthält Fakten …. Ist das denn noch „erlaubt“?

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Gefällt mir richtig gut 🙂
Der Kaffee nebenher , das Dillern auf dem Handy meinerseits, 100 gemalte Bilder, die nebenbei erledigte Lohnsteuer –
Sie bringen mich auf ungeahnte Möglichkeiten – Dankeschön.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Besseranonym

Man kommt sich fast wieder wie ein Schüler vor :-).

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Ja und manchmal denke ich, so manchen besseren Streich hätte ich noch drauf. Auch da fehlt 🙂 zum Glück ? meist mittlerweile die Kreativität. Unsere Mausibären leben auch in der Schule oft in ihrer Welt; was um sie herum vorgeht, ist oft nicht so wichtig und wir reden über fehlenden Lernerfolg und mangelnde Kenntnisse – no wonder. Sie sind also selbstgesteuert;
beim selbstgesteuerten Lernen dagegen steuern viele dagegen – bei mir seit zig Jahren eine Thematik, die ich in vielen Varianten ausprobiere, mal funzts, mal auch nicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Think big! Wieso nur zwei Klassenzimmer? Was für eine Verschwendung! Das wird landesweit gestreamt, und schon haben wir statt Lehrermangel ne Lehrerschwemme! Und die lieben Kleinen werden wunderbar erholt sein, weil sie endlich nach dem Einschalten des PCs weiterschlafen können. Ich hab grad ein Deja vu zur Corona-Zeit…

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ok, dann schule ich um auf
> Lehrer- booking- Berater statt freiwilliger DvD für alle Fälle.
Castingtermine erscheinen nächste Woche. Anforderungsspektrum ( auch Lehrplan genannt), einsehbar auf der Homepage des KuMi, muss geringfügig wegen Schmink- und mehr Rhetorikkursen zusammengekürzt werden.
( Söder und Aiwanger für coaching gewinnen, steht noch auf meinem businessletter ganz oben 🙂

Liebe @ Mika: think bigger 😉 wir können ja den meistbenutzten handyton 5minütig in die Session einbauen, dann werden die lieben Kleinen ganz schnell wach…….
Ohje, bin ferienreif.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Klar, mein Arbeitszimmer zu Hause ist ja auch mit digitaler Tafel und allem anderen Schnickschnack vom Arbeitgeber ausgestattet. Ach, nicht? Na, dann…

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Das Kultusministerium in Stuttgart hat eine Änderung des Schulgesetzes durch den Landtag gebracht:

§ 115b Schulgesetz:

(1) … Organisatorische Gründe nach Satz 1 sind auch die Sicherstellung der Beschulung von Schülerinnen und Schülern durch Lehrkräfte oder die Sicherstellung des schulübergreifenden Unterrichts in Fächern mit geringer Schülerzahl.  …

(7) Der Unterricht und die außerunterrichtlichen Angebote und Veranstaltungen können in Form eines nicht gleichzeitigen sowie eines gleichzeitigen Informationsaustausches, auch mittels Bild-, Ton- und Videoübertragung nach Absatz 6, in Räumen der Schule oder an einem anderen geeigneten Lehr- und Lernort erfolgen.

(12) Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes) wird durch die Absätze 6 und 7 eingeschränkt.«

Da hält der Lehrer doch gerne das Gesicht in die Kamera, mit Absatz 12 auch gerne von daheim aus.

https://www.landesrecht-bw.de/perma?j=SchulG_BW_!_115b

R.Wadel
1 Monat zuvor

Dazu passt:
Mathe-Leistungen bei 15-Jährigen massiv eingebrochen
https://www.mdr.de/wissen/bildung/mint-faecher-nachwuchsbarometer-schueler-mathematik-100.html

Individualist
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und warum ist das so? Ein Erfolg der Maßnahmen nach dem PISA-Schock? Vielleicht hätte man lieber alles beim alten lassen sollen?

Frau Schmidt
1 Monat zuvor

Endlich Homeoffice im Standbymodus. Also ich meine mich, die nichtbenötigte Lehrkraft.
Ach und wenn ich es recht bedenke, muss ich auch gar nicht anwesend sein, um Erzieher auszubilden Die machen das selbstgesteuert. Läuft.

Tamara HH
1 Monat zuvor
Antwortet  Frau Schmidt

Endlich homeoffice für Schule möglich!

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Da besteht dann allerdings die Gefahr, dass die Schülerleistungen wie in Baden-Württemberg abstürzen werden. SOL überfordert halt viele Schüler.

GriasDi
28 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

SOL = chillen und nix machen

Einer
1 Monat zuvor

Wissen anwenden können ist sehr wichtig, aber wer nichts weiß, kann auch nichts anwenden. Also muss das Fach- und Faktenwissen im Fordergrund stehen. Wenn dies vorhanden ist können Strategien für die Anwendung vermittelt und geübt werden.

Ich glaube das Problem der Forderung nach Kompenzorientierung liegt darin, dass sich gebildete und studierte Menschen Fach- und Faktenwissen im vorbeigehen aufnehmen. Unsere Schüler können dies aber nicht. Für sie ist das Aufnehmen von Fach- und Faktenwissen mit Arbeit verbunden.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ihre kompetenzfeindliche Äusserung wurde registriert.
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass gute digitale Gefühle und eine richtige, demokratisch-klimafreundliche Haltung gefordert sind, um den zunehmenden Herausforderungen der Schule zu begegnen.
Außerdem ist es auffällig, dass in ihren gehaltenen Stunden 5,3% zu wenig Lob für Schülerleistungen und in mindestens drei Fällen frontales Lehrverhalten durch die automatisierte Unterrichtsmitschrift festgestellt wurden.

Außerdem liegen mittlerweile 13 dislikes von SuS zu Ihrem Unterricht vor. Dies ist kein kundenorientiertes Verhalten.

Finden Sie sich bitte am Montag, 09:30, in Raum 13 Ihrer Bezirksregierung ein.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Bitte beachten Sie, dass Sie für Ihren Besuch Passierschein A38 vorlegen müssen.

Leviathan
1 Monat zuvor

Davon ließt sich einiges gut, aber hinter dem Hybridunterricht wittere ich mehr Personaleinsparungen als didaktischen Reformwillen.

Tamara HH
1 Monat zuvor
Antwortet  Leviathan

Seien sie froh über homeoffice.
Junge Refs fordern das auch und zweifeln, weil sie 5 Tage arbeiten und ihr Freundeskreis teils 4 Tage im Haus / homeoffice bleibt.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Wer spricht denn von homeoffice? Die LK steht vor der einen Klasse im Klassenraum und die anderen wahlweise 2,3,4…Klassen werden zugeschaltet.

Heuwägelchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Hat ja auch den Vorteil, dass man mit den SuS nicht so viel zu tun hat….

(Ironie – oder nicht? Bin unentschlossen.)

Spirale
1 Monat zuvor

Weniger Wissen, mehr Kompetenzen: Ah, der Hamburger Weg. Schön, dass Sachsen jetzt auch darum strebt, seinen Spitzenplatz in der Bildung aufzugeben und eher ins Mittelfeld zu bewegen. Willkommen im Durchschnitt!

Das macht den Standort Sachsen in allen belangen für Arbeitgeber wie Intel attraktiver. Und die nördlichen Versagerländer und Berlin bekommen dann auch die „Zchanze“ (So neulich in einer Arbeit gesehen) endlich mal nach oben zu kommen in der Statistik.

Allen ist also geholfen. 🙂

TaMu
1 Monat zuvor

Zukunftskompetenzen entwickeln ohne Faktenwissen.
Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich habe beim Gedanken an solche Entwicklungen in der Zukunft ein sehr flaues Gefühl wie im freien Fall.

Hans Malz
1 Monat zuvor

Wenn die Medizin nicht hilft, muss man nur mehr davon nehmen.
Ich zitiere mal Rötger Feldmann: „Hurra wir verblöden, für uns bezahlt der Staat!“

FL62
1 Monat zuvor

Da fragt man sich unwillkürlich, ob Faktenwissen auch negativ werden kann.

AvL
1 Monat zuvor

Was bitte nützt es einem Menschen wenig bis gar
kein fachliches Vorwissen zu haben, um dann die
vermeintlich neu angearbeiteten KOMPETENZEN
miteinander zu verknüpfen ?

Und was da so allgemein formuliert zu Papier gebracht wurde,
klingt wie oberflächliches Salbadern.
„In einer dynamischen Wissensgesellschaft müssen wir
künftig gesellschaftliche Entwicklungen stärker im Blick
behalten und bei Bedarf die Lehrpläne anpassen.
Wir müssen in der Lage sein, flexibel auf die neuen
Anforderungen zu reagieren.“

Selbstorganisiertes Lernen wird zur Schlüsselkompetenz
des 21.Jahrhunderts erklärt und soll weiter ausgebaut werden,
hier formuliert als Ausbau der Stundentafel.
Da kann man nur hoffen, dass die sächsischen Lehrer
diese glorreichen Zielsetzungspläne im Sinne der Schüler
unterlaufen werden.
Zudem sollen alternative Bewertungssysteme ab 2025/26
eingeführt werden, also keine Noten mehr.
Na prima, weiter so.
Eine schülerorientierte Leistungskultur soll implementiert werden.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

„Da kann man nur hoffen, dass die sächsischen Lehrer
diese glorreichen Zielsetzungspläne im Sinne der Schüler
unterlaufen werden.“
Also ich bin schon mal dabei, beim konstruktiven Unterlaufen.
So lange der Lehrplan in meinen MINT-Fächern noch nicht ganz geleert ist, werde ich auch noch Faktenkenntnisse als renitenter, vorne sitzenden Oldschool-Lehrer an interessierte SuS analog und frontal vermitteln.
Mal schauen, wann die Bildungsagentur meinem kompetenz- und zeitgeistfeindlichen Agieren den Riegel bzw. Maulkorb vorschiebt.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Ich wünsche Ihnen Kraft und Ausdauer! Das kollektive Schwarmwissen hat seine eigenen, alternativen Fakten und arbeitet an der Verbreitung neuer Theorien, beispielsweise der Flacherdentheorie, der MRNA- Impfungstheorie und der Theorie des Great Reset.
Die Menschen studieren in der Schule des Lebens, promovieren bei Telegram und haben ihren „eigenen Kanal“, auf dem sie „die Wahrheit“ verkünden.
Wissenschaft, wie wir sie kennen, halten sie für von den „Eliten“ indoktriniert und gesteuert. Diese Menschen arbeiten mit dem mindset der Inquisition und haben ein Feindbild. Da kann ein neuer Hustensaft auf den Markt kommen, dessen Inhaltsstoffe durch Sie und Ihre Klasse einfach dargestellt werden können, aber wenn „in Wahrheit“ dadurch ein im Saft verborgener Wirkstoff zu „Turbokrebs“ führt und Sie den Saft im Unterricht als harmlos bezeichnen, sind Sie Teil des Systems, das vernichtet werden muss.
Ich staune und erschrecke über den verheerenden Einfluss alternativer Medien und den direkten Niederschlag auf die Zahlen der Wahlprognosen und ich behaupte, dass populistische Parteien gerade deshalb so viel Zulauf haben, weil Fakten, auch geschichtliche Fakten, einfach keine Rolle mehr spielen.
Deshalb bin ich dankbar, dass Sie an Ihrer oldschool- faktenbasierten Lehrmethode festhalten!

Heuwägelchen
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Vielleicht sollte die Frage sein: Wem nützen die Nichtswisser

Tamara HH
1 Monat zuvor

Na endlich auch Hybridunterricht verankern.
Im Kollegium grummelt es gewaltig, weil die Eltern dauernd im homeoffice rumsitzen udn die Kollegen 5 Tage weite Strecken pendeln und dabei oft viel weniger verdienen als Väter im homeoffice, die kein Auto oder Benzin brauchen.
Kinder fordern auch homeoffice und schauen die Vorteile bei ihren Eltern ab.

Andererseits müssen wir den Lehrberuf wieder akktraktiv machen. Wir müssen mit 4 TZage Woche und Hybridunterricht locken. Dazu gehört eine gute Bezahlung!
Sonst kommt kein Nachwuchs mehr und andere kündigen und gehen in andere Betriebe. Die Unzufriedenheit in der Lehrerschaft ist leider da und da müssen wir was machen, Freunde!

JoS
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Auch ohne Hybridunterricht gibt’s zumindest für Lehrkräfte im Sek II-Bereich genug Tätigkeiten, für die man 1-2 Tage Homeoffice pro Woche bräuchte. Derzeit werden die in der Regel spätabends und am Wochenende erledigt, das ist aber kein Zukunftsmodell.

Fränkin
1 Monat zuvor
Antwortet  JoS

Das sehe ich auch so und stimme dem zu.
Diese Überstunden, unbezahlte Wochenendarbeit muss ein Ende haben.
Bin für 4-Tage Woche und mehr Homeoffice.

Marielle
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

„Im Kollegium grummelt es gewaltig, weil die Eltern dauernd im homeoffice rumsitzen udn die Kollegen 5 Tage weite Strecken pendeln und dabei oft viel weniger verdienen als Väter im homeoffice, die kein Auto oder Benzin brauchen.“

Was soll denn diese Neiddebatte?
Andersrum gehen hier alle durch die Decke, wenn jemand die Pension, die Unkündbarkeit, die Zuschläge, … anspricht.

Wenn es ums gleichziehen geht, dann sollte das in beide Richtungen gefordert werden.

Anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Marielle

Das zählt schon lange nicht mehr bei Generation Z.
Es stimmt schon, dass der Lehrberuf seit der Pandemie keine Veränderung erfährt, die Verwaltung oder Wirtschaft aber schon.
Wer ein hohes Gehalt hat, eine 35 Stunde Woche und 40% Ho, hat seine Vorteile. Das muss ich leider zugeben und auch zugeben, dass sich das sehr viele im Bewerbungsgespräch wünschen.

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Anka

Sie sind aber nicht the real anka 🙂

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Tun Sie doch nicht so, als wenn Sie unterrichten würden! Das ist ja peinlich, was Sie hier ablassen! Ich kenne keinen einzigen Lehrer, und ich kenne über hundert, der ernsthaft Videounterricht fordert! Der ist nämlich maximal ineffektiv und deutlich aufwändiger als „echter“ Unterricht. Ich kenne übrigens auch keinen Schüler, der sowas toll findet: es sei denn, er will ausschlafen.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Volle Zustimmung. Schüler mit Interesse am Lerngegenstand (solls noch einige geben) und Anspruch an die eigene Leistung mögen auch die analogen, vorne sitzenden „Oldschool-Frontalinstrukteure“ als effektive Faktenvermittler. Hat sich ja nun bald erledigt das mit den Faktenwissen in Sachsen.

Heuwägelchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Tamara HH

Was soll denn faktenlos in mehreren Klassen/Schulen mit Bewertung der Kompetenzen (Irgendwer kann prima die Kamera ein- und ausschalten, A475 kann leider noch nicht mit der Lautstärke des Mikros umgehen, A und C3PO schreiben ständig im Chat miteinander, fachfremd, aber zum Glück nicht faktenbasiert, der Rest kriegt eine gute Zwei, weil kompetent nicht abgeschaltet oder gut vertuscht, dass niemand von war…).

Was mache ich im HO? Korrigieren? Bezahkt? Bin dabei!

Maria
1 Monat zuvor

Jetzt melde ich mich auch mal zu Wort hier:
Veränderungen sind positiv und es ist ein erster Anfang.
Wir erleben seit einiger Zeit Ungerechtigkeiten, die nur noch frustrieren.
Da kann Hybridunterricht, Homeoffice, Stundenpptimierung helfen.
Eine 4 Tage Woche wäre sinnvoll, so dass es einen praktischen Tag gibt oder einen Selbstlerntag.
Während viele Benefits von Homeoffice genießen und sich die Fahrtwege sparen, ist Schule 5 Tage lang und für Lehrer ca. 45-50 Std pro Woche insg.

Das ist im Vergleich zu vielen anderen Branchen unfair, ungerecht und eine Deplatzierung.
Das muss sich ändern und fairer werden, auch für junge Kolleginnen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Maria

Und wer beaufsichtig die Kids? Die Lehrkräfte werden nicht zuhause bleiben können, wenn die Hälfte der Kids doch in die Schule kommt.
Das Problem ist, dass zu viele Eltern diese Lösung gar nicht befürworten.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Maria

Hier sind wohl echt nur Sek 1 / Sek 2   KuK unterwegs?
Oder????? ☹
 
Homeoffice, speziell für die Erst- und Zweitklässler?
Grundschulkinder an nur vier Tagen in der Schule?

  • Da freuen sich die Eltern im HO!
  • Oder/und es freuen sich die, die keinen Hortplatz o.ä. haben.
  • Oder/und es freuen sich manche Großeltern, die endlich (!!!) lernen „dürfen“, wie das mit dem Computer, Laptop, Tablet, Smartphone funktioniert!
  • Und die EuE im Hort freuen sich auch, weil sie dann mit den GS- Kids zusammen den OnlineUnterricht „mitgestalten dürfen“, wo die lieben Kleinen dann geparkt werden, wenn die Eltern kein HO machen können/dürfen/ wollen …
  • …und wie freuen sich erst die Lehrkräfte, die dann überrascht werden, wer denn nun vielleicht „anwesend“ ist, … oder eben nicht?

Wenn mir irgendjemand erklären kann, wie das in einer GS erfolgreich durchgeführt werden kann, fange ich an darüber nachzudenken!

Unabhängig davon, ob nun „Fakten oder Kompetenzen“ vermittelt werden sollen – ich verstehe das „Gewünsche“ nach der 4- Tage- Woche nicht wirklich!
Aber ich muss (und will) auch nicht alles verstehen.

 

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Nein, hier sind einfach eine Menge Trollis unterwegs. Kaum ein echter Lehrer will Schüler per Videokonferenz beschulen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ja, es war der Horror während Corona. Ich hatte zwei Matheklassen und habe sie gedrittelt, so dass ich eine Mathestunde sechsmal gehalten habe….Die erste Gruppe kam im Schlafi vor den Rechner mit Kakao, die letzte Gruppe war nicht mehr aufnahmefähig….und dann noch schriftliche Rechenverfahren….es war zum verzweifeln…..ständig hat ein Kind mein Whiteboard gekapert oder plapperte lustig drauflos….
Nein, ich will definitiv kein Online-Unterricht….nie wieder!

GriasDi
28 Tage zuvor

Ich auch nicht. Viele meiner SchülerInnen haben ihre Kacheln auf schwarz geschaltet und sich wieder ins Bett gelegt.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

@Mika

Ich finde mehrmals täglich Troll-News mittlerweile ganz amüsant und diese 2- bis 3-Zeiler (selten mehr) mit diesen extrem verknappten Sätzen ohne stringenten Zusammenhang auf der Inhaltsebene … (Inhalt, hihi. 😉 ) köstlich.

pfk
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Es kommt schon drauf an, als Lehrer für was und für wen. Und ja, ich wäre glücklich gewesen als Schüler, Student und als Reffi, wenn ich so manche miese Performance von vortanzenden echten Lehrern nicht in live mit hätte ansehen müssen und dabei zu spüren, wie ich aufgrund des Vorgeführten instant massiv altere, für blöd verkauft werde und oder von trolldoofen LuL/Nebensitzern zum Fremdschämen genötigt werde, weil es halt Scheine braucht, also die mit den Stempeln aus Beamtentempeln, wenn man die anderen Scheine nicht hat. Kann man sich später dann nen Papiertiger draus basteln.

Ohne all die Vorteile der direkten Vermittlung in Abrede zu stellen. Schon rein beziehungstechnisch. Ich bin da auch definitiv ein Fan von. Aber eben nicht immer.
Und es ist ein großer großer Unterschied ob Grundschule, oder alles was danach kommt. In der Grundschule sollte man den Videoquark so gut es geht vermeiden.

Und es wäre nice, würden man gemeinsam an einem Strang ziehen. Diversität muss demokratisch abgebildet werden und das geht nur wenn es eine Wahl gibt. Auch über die Art und Weise des Lehren & Lernens.
Die abgekämpft röchelnde Raucherlunge einer Kollegin im 4. Stock mit dem Berserkerhusten nach der Verpopkornung der Lunge hinter den Mülltonnen mittels Elektro-Dampfkartusche, das diabetisch schwärende Bein des Kollegen, der Alkoholatem des Kollegen, nach der siebten Willkommensklasse im Raum mit der Säule schräg vor der Tafel, die Kollegin die eine Fehlgeburt erlitt oder Endometriose hat, die nacht Moschus Aftershave stinkende Schulleitung, die ihrer anstrengenden Familienpflege leider nicht mehr in regelmäßigen Abständen mit einer Dusche begegnet und auch durch die Schulklingel ärmer an Nerven und jeden Tag graduell aggressiver wird, bis zu den nächsten Ferien, alles Gründe für Videoteaching.
Aber auch andersherum, für die SuS die erst mal Sprache lernen müssen und wo einem das „fick dich du so und so“ erst mal die eigene Zunge vor Scham fast verdorren lässt.
Das bedeutete dann aber auch: in 2er Teams, in jeder Klasse! dann ist das fast gar kein Problem mehr. Ab der 10ten Klasse muss das bei jedem SuS ankommen, dass das normal ist/ sein kann so Videoteaching.

Ein Problem von Lehrern scheint mir oft ein Verhaften an einem Friede-Freude-Eierkuchen-Dauerverfügbarkeits-everbodys-Darling-Murkel Bild zu sein, das, absolut grotesk überzogen, eben nicht zu erfüllen ist.
Da gibt es ganz unterschiedliche Schwerpunkte und Modelle von.

Der größte Gegner der notwendigen guten Beziehung des Lernens, die wenigstens von Respekt und Fairness geprägt ist, ist der eklante Dichtedruck, der in unseren Schulen herrscht. Einheiten von ca. 300/400 SuS in einer GS sind das absolute Maximum des ethisch Vertretbaren, meiner Meinung nach. An den SEK 1 und SEK 2 dürfte man gerne auch räumlich etwas voneinander weg bauen und ebenfalls max. 500 SuS aufeinander „loslassen“.

Wenn wir nicht zeigen, als Erwachsene, wie man sich abgrenzt und wie man Dinge sozialverträglich nutzen kann, dann ist es auch kein Wunder, dass die Kids entgrenzt sind und das in überfüllten und übernutzten Klassenzimmern vor sehr sehr viel verbrauchten und verbrannten Lehrpersonal das all die schlimmen Zustände, die wir gerade beklagen in ihrer Genese und ihrer Konsolidierung zu beobachten und dem nur mit übler Selbstausbeutung überhaupt begegnen zu können.

Ja, warum also nicht auch Videoteaching. Is ja nicht so, dass man das nur auf einer Arschbacke absitzen muss, wenn man das nicht kann der will.
Aber halt die Wahl haben, das wär cool. Die Grenzen der Vorstellung, und so weiter…

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Wer will, dass die SuS nach der Stunde schlauer sind als vorher, der wird Heimbeschulung ebenso ablehnen wie den Telekolleg Schule.
Für die 4 Stunden-Woche, liebe Gen-Zs, ist der Beruf nicht gemacht.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Maria

Wahrscheinlich hätten Sie jetzt lieber
im Nachhinein geschwiegen.
Vorher kann man noch überlegen,
was man da so an Entsetzlichem zu Papier bringt.
Keine mir bekannte Lehrperson will in dieser Weise
unterrichten, und der gesamte Arbeitsaufwand
ist noch sehr viel größer als der übliche Unterricht.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Danke, wesentlich größer, der wichtige direkte menschliche Kontakt fehlt und es ist unmöglich auf Schwächere einzugehen.
Selbst meine Großen meinten: Schön Sie wieder richtig live zu sehen.

Heuwägelchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Maria

Mal ehrlich – ein Selbstlerntag? An dem niemand lernt? Und keine Konsequenzen folgen?

Haben wir doch schon – täglich und seit Jahren.

Nannte sich Hausaufgaben und war kein ganzer Tag.

Geklappt? Nö.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Maria

Ist das ernst gemeint? Z.B das mit dem Selbstlerntag?

Und warum sollten Veränderungen per se positiv sein? Wie undifferenziert ist das denn?

AvL
1 Monat zuvor

Nein, hier haben sich wieder einige Trolle eingeschlichen,
und Lehrpersonen sind diese auf Grund der Begründungen
schon gar nicht.

GriasDi
28 Tage zuvor
Antwortet  Maria

Selbstlernen bedeutet für die SchülerInnen gar nicht lernen.

Der KLAUS
1 Monat zuvor

Hybridunterricht ist einfach Zahn der Zeit.
In Mitteldeutschland haben manche Schulen eine 4 Tage Woche, manche Unis in Deutschland stellen auf 4 Tage Woche um, viele Unis haben homeoffice bzw. homeschooling. Kinder sollen auch lernen, mit digitalen Medien klar zu kommen. Nichts anderes erwartet sich dann an Unis, in Firmen oder bei der Arbeit.
Homeoffice hat sich etabliert.
Warum Schule alles, aber auch alles in Präsenz machen muss, ist fraglich?
Warum DBs und alle Schulbesprechungen nicht mal online sind, ist auch fraglich.
Das Unternehmen neben an hat Schaltungen nach Australien und in der Schule soll das nicht klappen. Also voin daher ist einfach nur der richtige Weg und es wird digitaler, flexibler sowie selbstorganisierter 🙂 🙂

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Der KLAUS

Sehr geehrter Klaus ,
uns allen sind noch die schlechten Ergebnisse des Hybridunterricht
mit Homeoffice während der Corona-Zeit noch allzu gegenwärtig.
Und da waren die Lernergebnisse überwiegend vom Engagement
der Eltern abhängig.
Man muss uns schon für sehr dumm halten, um ihrer Logik
folgen zu wollen.
Wahrscheinlich können im Zuge der Einführung von Hybridunterricht
auch noch etliche lehrerstellen gestrichen werden.
Ihre Ideen können sie gerne ans Zukunftsministerium
für angewandtes Selbstlernen in Bullerbü schicken oder
gleich an die KMK.
Die haben für Sparvorhaben immer offenes Ohr, siehe die
Umsetzung der verkorksten Inklusion.
Solch tolle Ideen wie ihre finden immer wieder einen
dankbaren Abnehmer.

Frohe Pfingsten und vielleicht kommt ja
auch noch der Heilige Geist über Sie.

Fränkin
1 Monat zuvor
Antwortet  Der KLAUS

Das frage ich mich auch
und Flexibilität ist das Motto.
Für Muttis ist es auch schwierig um 7:30 auf der Schulmatte zu stehen

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Fränkin

Wäre Ihnen „liegen“ lieber? Die „Muttis“ brauchen auch nicht auf der „Schulmatte“ sein: es reicht, wenn die Kinder zur Schule kommen. Schlafen Sie gern weiter, nachdem Sie Ihr Kind abgefrühstückt zur Schule geschickt haben.
Oder: Trollen Sie einfach woanders rum. Diese ganzen Klause, Marien, Sabrinen und wie sie alle heißen….

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

dto

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Solche trolligen Klause, Marien, Sabrinen usw. sind in meinem Kollegium auch in Lehrersprechstunden zahlreich präsent und sehr willkommen. Es reicht, wenn deren Kinder zur Schule kommen.

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Trollten sich die Trolle, wäre es aber auch wieder langweilig.
„Diese ganzen Klause, Marien, Sabrinen und wie sie alle heißen….“
Wette, kaum einer von denen hat das 2. Staatsexamen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  anka

Ich setze mich echt lieber inhaltlich mit Leuten auseinander, denen es ums Thema geht und nicht darum, das Berufsbild des Lehrers noch weiter zu beschädigen. Also ja, ich wäre definitiv nicht gelangweilt vom Entschwinden der Trolle.
Der Berufsabschluss meines Gegenüber ist mir eigentlich egal, warum bringen Sie den ins Spiel? Standesdünkel passt doch gar nicht zu Ihnen.

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nicht-Lehrer* (von manchen als hier zuweilen auch als Trolle bezeichnet) habe kein 2. Staatsexamen Lehramt (od. alternativ einen Masterabschluss).
Ich meine damit schlicht die Nicht-LuL, die mit absurden und praxisfremden Vorschlägen vieles vollkleistern: 4 Stunden Tag, 4-Stunden Woche, Heimbeschulung per Telekolleg u.v.a.m.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Der KLAUS

„Warum DBs und alle Schulbesprechungen nicht mal online sind, ist auch fraglich.“

Ja, warum eigentlich nicht? Wir machen nahezu alle LKs und perse alle Schukos online, auch mache Elterngespräche, wenn kein guter Termin gefunden werden kann und auch die Jahresgespräche, wenn man terminlich nur schwer übereinkommt.
Auch so manche SLDB machen wir online ….
Das klappt super…..einige der wenigen Errungenschaften aus Corona-Zeiten!

Heuwägelchen
1 Monat zuvor

Toll. Brauchtalles Strom und alle paar Jahre neue Geräte.

Ob das soooo gut ist?

Ich wage den Sinn dieses Trends mal anzuzweifeln – vor allem im Hinblick auf Müll, Klima, seltene Erden….

Und DAS soll bereits bei den Kids etabliert werden?

Das ist – m.E. – sowas von falsch!

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Heuwägelchen

Ach so, wenn ich abends mit meinem Auto zum zweiten Mal in die Schule fahre, dann verbraucht es keine Energie? Und wenn das außer mir auch alle involvierten Kollegen und Eltern tun, ist das kein klimaschädliches und sehr nachhaltiges Verhalten? Die kommen ja nicht in die Schule gebeamt….
Die Endgeräte haben wir, die paar Watt Strom (mehr sind es tatsächlich nicht) beziehen manche tatsächlich schon von ihrer PV-Anlage. Das ist meiner Ansicht nach sehr viel nachhaltiger…..
Und von Kids habe ich nicht gesprochen…..Ich sprach eher von den Eltern…..lesen hilft….

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Der KLAUS

Lehrer?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  anka

Troll!

Schulmeister
1 Monat zuvor
Antwortet  Der KLAUS

Warum Schule alles, aber auch alles in Präsenz machen muss, ist fraglich?
Macht sie ja gar nicht, denken wir an Hausaufgaben, Erarbeiten von Referaten, Präsentationen etc.
Vor allen Dingen hat Schule ja eine große soziale Komponente. Das Zusammensein mit Freunden ist für die SuS schon sehr wichtig

Individualist
1 Monat zuvor

Ich habe den Eindruck, man postuliert viele von den Dingen, die sich schon in der Vergangenheit eben nicht bewährt haben, z.B. das selbstorganisierte Lernen. Und das „vernetzte Denken“ soll künftig wohl Fähigkeiten in Lesen, Schrieben, Rechnen eretzen.
Lustig ist, dass die Schülermitbestimmung gestärkt werden soll, aber von Lehrermitbestimmung hört man nie was. Die werden nicht gefragt, was sie denken.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das stimmt, jedoch gibt es viele Bereiche, wo PR nicht mitbestimmungspflichtig sind. Die PR haben nur in Angelegenheiten, die das Personal betreffen, ein Stimmrecht.
Und in der Schulkonferenz machen die Stimmen der Lehrkräfte aber nur ein Drittel aus. Wenn Eltern und Kids zusammenhalten, dann wird das nichts mit den guten Ideen;-)
Das, was @Individualist anspricht, können Lehrkräfte nicht allein bestimmen.

Ruhrgebiet
1 Monat zuvor
Antwortet  Individualist

Ja, ich dachte auch, vieles wird hier vorgeschlagen, dass schon lange Teil der Lehrerausbildung war/ist – eben u.a. gerade das selbstbestimmte Lernen – z.B. ermöglicht durch Tagespläne, Wochenpläne oder Freiarbeitsphasen. Und meine Ausbildung, die ich durchaus als solide empfand, ist nun schon 30 Jahre her. Das „Narrativ“ , wie es heute so schön heißt, des selbstbestimmten Lernens ist also wahrlich nicht neu. Neu/anders ist jedoch die Schülerschaft. So gern ich Freiräume einrichte, so wenig sind Kinder (ich unterichte in der Grundschule) heute in der Lage, diese für das effektive Lernen zu nutzen.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Ruhrgebiet

An der weiterführenden Schule ist das nicht besser oder sogar schlechter, weil bei den meisten Kindern während der Pubertät die Arbeitseinstellung leidet und es bei allen freien Methoden gerade darauf ankommt.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Wie läuft das dann mit den Inklusionsschülern (v.a. mit denen die Förderbedarf im kognitiven und/oder em-soz. Bereich haben)? Werden die dann von einem Sonderschullehrer in extra Gruppen online unterrichtet? Wenn ja, ist das dann noch inklusion? Wenn nein, wie schaffen diese Schüler es dann, sich selbst zu organisieren? Oder macht das dann der „normale“ Online-Fach-Lehrer so nebenbei zu den 2-3 Klassen, die er dann gleichzeitig unterrichten kann?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das macht der online. Wie er das macht, ist den Glorreichen egal: war es ja bisher auch.

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

was machen eigentlich E-Schüler so ganz ohne Klasse, die sie aufmischen können?
Woher bekämen die im Homeschooling ihre Aufmerssamkeit?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  anka

Gute Frage!

Ruhrgebiet
1 Monat zuvor

sorry, dass = das

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ruhrgebiet

Nix passiert. Tat nicht mal weh.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

„Weniger Faktenwissen, mehr Kompetenzen, Hybridunterricht und selbstorganisiertes Lernen“… klingt fast wie eine Ausschreibung.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Lehrer brauchen dann doch auch viel weniger Faktenwissen. Welches sind dann die wichtigsten Kompetenzen, die ein guter Lehrer haben muss?

anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Genau: für eine/n Fachleiter_in (m/w/d/x) in der Bezirksregierung K für die Schulentwicklung der Zukunft.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Nur für was?

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Viel Zeit für das Aneignen alternativer Fakten, ganz easy von zu Hause aus. Aber dem Dil würde seine Fraulau fehlen.

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ist wohl auch eine,
für alle, die die Tücken, Hinterhältchen, Vorgehensschläfereien der Glorreichen noch nicht kennen ( >Sie sind also ungeeignet) –
Denn ich höre heraus: Kommet in Scharen , ihr arbeitswütigen Jungpädagogen, wir haben diesen bisherigen Nichtkönnern ( soll heißen LehrerInnen ) gezeigt, wos lang geht und werden weiter beständig nur dem Wissen zugeneigt vor der Wirtschaft Buße tun (vom Elfenbeinturm aus) – wer nicht mitspielt – bleibt eben; wir haben alles, inclusive fürstlichem Salaire versucht.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Klingt für mich auch nach Ausverkauf und Verramschung von einstigen Bildungsidealen.
„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“
Benjamin Franklin
Deutschland investiert nicht mehr! Liegts an den närrischen, possenreißenden Bildungsideologen und Bildungspolitikern, die nicht mal aus Erfahrungen lernen wollen?
„Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.“
Benjamin Franklin

Ich und viele KuK in Sachsen haben keine Lust mehr uns zum Narren halten zu lassen und das närrische Treiben als bevormundete Clowns und Clowninnen (dt. Kasperle*innen) im Bildungszirkus zu unterstützen.
Viele werden das Narrenschiff so schnell wie möglich verlassen.
Für Hybridunterricht reicht ja auch ein Kasperle mit großer Reichweite. Dessen Botschaften lassen sich auch in Länder transformieren, welche hunderttausende Kilometer entfernt sind.

Marhat
1 Monat zuvor

Übersetzung:
„Gobalbuget- Mittel aus drei Töpfen werden zusammengelegt“
Mehr Geld gibts nicht! Seht zu, wie ihr damit klarkommt!

„Eigenverantwortung stärken„

Was interessieren uns eure von uns gemachten Probleme! Findet gefälligst Lösungen!

„Multiprofessionelle Teams“
Es gibt immer jemand, der ahnungslos ist. Findet sie!

„Zwei bis sechs Stunden fächerverbindender Unterricht „
Es wird unterrichtet, wofür eben Lehrkräfte da sind. Punkt.

„Digital gestütztes Selbstlernen“
Tolle Möglichkeit zur Kostenreduktion und Lehrkräfteeinsparung.

„Hybridunterricht“
Tolle Möglichkeit zur Kostenreduktion und Lehrkräfteeinsparung.

„E-Campus“
Tolle Möglichkeit zur Kostenreduktion.

„Mehr Vermittlung von Kompetenzen und weniger Fachwissen“
!!!

„Klassenrat“
Dann redet mal!

„Leistungsbewertung und Kopfnoten“
Noten müssen sein. Der Schein muss gewahrt bleiben!

Lösungsansätze für Lehrpersonen:
1. „Worum ging es da? Habe ich nicht verstanden.“

2. „ Wieviel Tage sind es bis zum Ruhestand?“

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Marhat

Danke für das Lachschmunzeln.

Uralter Zusatz, der immer noch funktioniert – jedenfalls bei mir.
3. “ Stell Dir die übelsten Rabauken, nicht nur bei den Schülern sondern auch bei … weiteren Schulbeteiligten 😉 in der Unterhose vor. „

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor

Ich vergleiche Faktenwissen gerne mit einem riesigen Puzzle. Je mehr Puzzlestücke am richtigen Platz sind, desto klarer wird das Gesamtbild.

Woher kommt nur diese schräge Vorstellung, man könne die Komplexheit des individuellen wie auch des gesamtgesellschaftlichen Lebens ohne Wissen auch nur annähernd erfassen? (Antwort: Vielleicht von mangeldem Wissen?)
Unvergessen bleibt mir z B. der junge Mann (laut Bericht Student!), der in einem Straßeninterview zur Politik und hier besonders zu Fragen des Staatsetats und dessen Verteilung, antwortete, er verstehe das Problem gar nicht. Da könne der (etwas klamme) Staat doch einfach mehr Geld drucken.
Wissen und Bildung ist das Handwerkszeug, um die Welt zu verstehen, „Kompetenzen“ (das Wort wird in meinem Umfeld eigentlich nur noch ironisch benutzt) kann man, wenn es gut läuft, daraus entwickeln.

Canishine
1 Monat zuvor

Wie schon Andere hier geschrieben haben: Kompetenzen basieren auf Fachwissen, am Beispiel Physik NRW z.B. die Kommunikation oder die Bewertung. Und selbst das Wissen über Kompetenzen und Strukturen ist ein Fachwissen.
Die Kompotenzorientierung ist natürlich wichtig, aber sie ersetzt nicht das Fachwissen, sie ergänzt und erweitert es auf einer übergeordneten Ebene. Das heißt, dass mit der Kompetenzorientierung etwas zusätzlich vermittelt werden muss, aber wie immer ohne zusätzliche Resourcen.

Hysterican
1 Monat zuvor

Wir übersetzen das mal in Basisdeutsch:
Listen and repeat:
„Wir stärken die Eigenverantwortung der Schulen sowohl in pädagogischer als auch finanzieller Hinsicht“

Wir werden die Schulen jetzt noch mehr alleine lassen … sollen die doch sehen, wie sie aus dem Schlammassel herauskommen, in den wir sie gebracht haben … und das Schöne dabei ist, dass wir gleich nen Schuldigen haben,wenn das aufgrund der mehr als mangelhaften Rahmenbedingungen in die Hose geht.

„In den Lehrplänen soll die Vermittlung von Zukunftskompetenzen stärkeres Gewicht bekommen als das Lernen von Fachwissen. Auch im Unterricht soll der Lebensweltbezug größer werden“

Wir verschleiern Notwendiges mit „Wölkchengelaber“, um die erwartbaren und gewünschten Fertigkeiten maximal unkenntlich zu machen – was man nicht konkret fasst kann man auch nicht konkret abprüfen … das erspart uns den Ärger beim Festlegen von Qualifinationsnachweisen.

„Selbstbestimmte Lernphasen, Digitalität, Sekbstlernen und hybrider Unterricht“

Wir verweisen darauf, dass mit dem weiterhin bestehenden Lehrkräftemangel ein geordneter und professionell durchgeführter Unterricht zugunsten / zulasten der SuS immer mehr in die Hände der Zielgruppe – nämlich der SuS (sic!) – gelegt wird … das erspart uns die Ausbildubg und Einstellung von scheißteuren LuL, die eh nix geregelt bekommen und horrende Ansprüche formulieren.

„Multiprofessionelle Teams“

Aufgrund der immer weiter ausufernden Belastungen und externen Anforderungen an Lehrkräfte ist erwartbar, dass diese psychische Auffälligkeiten entwickeln, wie z B. Persönkichkeitsstörungen (bipolaren und schizophrene Phänomene), die wiederum eine Einzelperson dazu in die Lage versetzt, mit sich alleine in drei bis vier verschiedenen Zuständigkeiten zu sprechen. Weiterer Vorteil: die „multiprofessionellen Teams“ können immer und überall tätig werden, weil sie immer an einem Ort versammelt sind.

So, liebes Publikum…
… und jetzt mit frischem Mut voran … wir reformieren mal wieder … hat zwar bereits in den letzten 25 Jahren nix gebracht – aber ein Konzept ist ja immer wieder was Schönes – v.a, wenn es das bestehende System mit fröhlicher Konzeptiinsarbeit beschäftigt.

Philine
1 Monat zuvor

„Fächerübergreifend“, „vernetzt“, zukunftsorientiert – das ist doch alles „old hat“ und primär Verbalgeplänkel. Im Übrigen wird bereits jetzt kaum Faktenwissen vermittelt.

Schulmeister
1 Monat zuvor

„Weniger Faktenwissen, mehr Kompetenzen“
Fakten zu wissen, bzw. diese zu pauken, ist sicherlich dann unsinnig wenn diese Fakten reiner Selbstzweck sind oder lediglich dazu dienen, bei der nächsten Leistungsmessung gut auszusehen. Dann sind sie nicht nur entbehrlich, sondern dem Lernen  eher hinderlich, weil sie den Kanal verstopfen für Fakten – ich ergänze hier: Sachverhalte, Namen und manches mehr -, die wirklich notwendig sind, um bestimmte Dinge zu verstehen. Kompetenzerwerb ganz ohne Faktenwissen geht in vielen Bereichen m.E. nicht.
Es ist natürlich wünschenswert davon auszugehen, die SuS können sich die Fakten ja aus dem Internet holen. Das mag für einen Teil der Schüler auch zutreffen. ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass Schüler mit der Erwartung an die Schule kommen, (Fakten -) Wissen auch dort vermittelt zu bekommen. Fehlt zuviel an Wissen, müsste also zuviel  erst noch gegoogelt werden, haben wir die Situation wie bei einem fremdsprachigen Text, bei dem jedes zweite oder dritte Wort nachgeschlagen werden muss. Es ist erstens mühsam, zweitens verlieren die SuS irgendwann die Lust und schließlich ist noch nicht mal gewährleistet, dass so etwas wie ein Grundverständnis überhaupt vorhanden ist. 

Finagle
1 Monat zuvor

… aber an den Abschlussprüfungsformaten, sowie den fachinhaltlichen Inhalten ändern wir selbstversändlich nichts, denn immerhin erwarten wir von den jungen Menschen heute weiterhin dieselben Fähigkeiten zusätzlich zu der Kompetenz diese kreativ und selbständig weiteremtwickelnd einzusetzen. Oh, und natürlich möglichst ein Jahr früher als andere Länder – man muss ja im Globalismus konkurrenzfähig bleiben.