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Grundschülerin weigert sich, Hausaufgaben zu machen – Vater ruft die Polizei

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LANDSHUT. Eine Neunjährige weigert sich strikt, ihre Hausaufgaben zu machen. Weil die Eltern den Konflikt nicht lösen können, greift ihr Vater zu einem drastischen Mittel.

Tatütata (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Ein handfester Streit um Hausaufgaben zwischen einer Mutter und ihrer Tochter hat in Niederbayern einen Polizeieinsatz ausgelöst. Laut den Beamten weigerte sich das neun Jahre alte Mädchen in Landshut am Freitag, ihre Hausaufgaben zu machen. Mutter und Tochter gerieten darüber so heftig aneinander, dass der Vater «keinen anderen Ausweg» gesehen habe, als die Polizei zu rufen, teilten die Beamten mit.

Den Polizisten sei es gelungen, den Streit zu schlichten. Ob das Mädchen ihre Hausaufgaben am Ende erledigte, blieb laut Polizei aber unklar. News4teachers / mit Material der dpa

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56 COMMENTS

  1. Wenn die Eltern schon mit einem neunjährigen Kind nicht klar kommen, was soll erst werden, wenn das Kind in die Pubertät kommt?

  2. Immerhin passt diese Aktion zum aktuellen Zeitgeist: Weil man die Erziehung der eigenen Kinder vernachlässigt (und eventuell lieber bester Freund seines Kindes sein möchte), sollen andere das Problem lösen. Im Zweifel wär das Kind eben ohne Hausaufgaben in die Schule gegangen und hätte dort Konsequenzen von der Lehrkraft erfahren.

    • Genau! Und dann schimpfen die Eltern gemeinsam mit dem Kind auf den bösen Lehrer und sind wieder beste Freunde! Wie deprimierend wäre die Welt für Eltern und Kinder, wenn es keine Sündenböcke (aka Lehrer) für alles gäbe. 🙂

      • Diese Amtsbezeichnung gibt es schon lange nicht mehr. Der einfache Polizeidienst ist gestrichen. In einigen Bundesländern und beim Bund ist der unterste Dienstgrad der Polzeimeister nach der Ausbildung im mittleren Dienst. In allen anderen Bundesländern beginnt der Dienst bei der Polizei als Kommissar im gehobenen Dienst nach dem Studium mit Bachelor-Degree.

          • Wen das interessiert ?

            Nur weil irgendwer irgendwelche Bezeichnungen abgeschafft haben will, heißt das noch lange, dass diese für alle nicht mehr zu existieren haben.

          • Es geht doch gar nicht um meinen Sprachgebrauch. Es geht um die Denkweise, die sprachlich abgebildet wird. Die Wachpolizei von anno Tobak gibt es nicht mehr, genauso wenig wie den Schupo. Die Zeiten der mit Tschako ausgestatteten Polizisten will keiner zurück. Und das andere Extrem ist die Auflösung der Wachpolizei. Dieses Segment ist heute vollkommen privatisiert und Geschäftsfeld des Sicherheitsgewerbes. Also Sicherheit für die, die sie sich leisten können.

          • Ich zitiere @unverzagte:
            „Dass Sprache Handlung ist, die Wirklichkeit konstruiert, ist seit dem Linguisten Chomsky längst bekannt. Ein Konzept im Kern verändern zu wollen, beginnt mit bewusster Sprachwahl .“
            Wenn @unverzagte bewusst das Wort „Wachtmeister“, für eine gegenwärtige Situation verwendet, …. welche Wirklichkeit möchte sie da konstruieren und welches Konzept im Kern verändern?
            Bei jedem anderen Foristen würde mir das nicht zu denken geben, aber wenn eine Linguistin so etwas sagt, gehe ich von bewusster Wortwahl aus… 🙂

          • Sehr gut aufgepasst, das gibt ein Extra Sternchen. Es ist ungefähr so, wie Sie schreiben. Mir gefällt die etwas naive Vorstellung, dass da wer ist und auf alle aufpasst, also Wache hält.

          • Wenn Linguistin, warum dann umgangssprachlich?
            Wachtmeister als Synonym für die Polizei oder für die Obrigkeit. Wenn letzteres gemeint sein sollte, dann wäre Bütten die bessere Wahl gewesen.

          • Merke: Als Linguistin niemals umgangssprachlich schreiben, es könnte Mitforist*innen irritieren.

          • Sie wissen doch, ich bevorzuge das generische Maskulinum. Da gibt es weniger Missverständnisse, da die Mehrheit immer noch diese Form (und evtl. Doppelnennungen) bevorzugt. Es werden also weniger Menschen irritiert oder vom Sprachverständnis ausgeschlossen als beim Gendern mit Sonderzeichen, meine persönliche Meinung.

          • Ja, ist bekannt. Wenn es allerdings weniger Missverständnisse gäbe, dann hätte sich meine Frage erübrigt, was aber nicht der Fall war…

            Wenn angebliche Mehrheit ein Argument für Sie ist, dann empfiehlt sich auch Verdautes als Verzehr, da Millionen Fliegen sich nicht irren können.

          • Als Linguistin sollte Ihnen das generische Maskulinum bekannt sein und da Sie wissen, dass ich diese Form bevorzuge/ benutze, … tscha… wie können Sie es dann missverstehen? Man kann es nur missverstehen, wenn man es missverstehen will!
            Anders ist es bei Ihren Aussagen. Es ist (nicht nur mir) bekannt, dass Sie das Gendern mit Sonderzeichen bevorzugen. Wenn Sie dann plötzlich nur die männliche Form (Wachtmeister, Täter, ….) benutzen, muss man als Leser davon ausgehen, dass Sie nur Männer meinen.
            Wenn schon Gendern, dann bitte konsequent!
            Oder, Sie machen es wie ich – konsquent generisches Maskulinum und wenn es wichtig ist und/oder Sinn macht, Doppelnennungen oder Zusatz (m/w/d).

          • Damit beenden wir diese Diskussion hier – sie hat nichts mit dem Beitrag oben zu tun.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Im Zweifel hilft die Browsererweiterung „binnen-i-be-gone“. Dann sieht man nur noch das generische Maskulinum. Die Texte werden wieder deutlich lesbarer.

      • Warum soll die Lehrkraft eigentlich den Wachtmeister rufen und nicht d* Wachtmeister*in? Also das mit dem konsequenten Gendern müssen Sie noch üben! 🙂 Sie sind doch sonst so pngelig bei anderen!

    • „Hausaufgabenterror“? Sie meinen das eigenständige Üben und Vertiefen von Lerninhalten zuhause? Schön, dann bleibt noch mehr Zeit für das Smartphone und soziale Medien 🙂

      Ich glaube, Lehrer haben an sich kein Problem damit, keine Hausaufgaben mehr aufzugeben. Nur dann kommen die nächsten Jammerer um die Ecke und wundern sich, dass mangels weiterer Übung die Noten noch schlechter werden… Oh, ich vergaß: Die sollen ja auch abgeschafft werden. Sorry, mein Fehler.

      • Der Punkt „Hausaufgaben – ja – nein“ ist tatsächlich ein berichtigter Punkt, welchen man diskutieren kann und immer wieder diskutiert.

        Bei vielen Schulen/Unterrichten würde ich die tatsächliche Effektivität von Hausaufgaben ebenfalls sehr kritisieren und anzweifeln.

        Haben Sie Lust auf diesen Diskurs? Wenn auch nicht Thema des Artikels.

    • Im Arbeitsberei dieser Friedensdrohne nicht nötig: Bei mir gibt es keine Hausaufgaben.

      Wie immer schwebt diese Plastikeinheit ganz vorne vor der pädagogischen Welle – *summ-schwirr*

  3. Vielleicht sollte die Familie Hilfe zur Er- und Beziehung bekommen? Da war der Schritt zur Polizei möglicherweise sogar gut, um die Symptomatik nach außen sichtbar zu machen. Eventuell ist jetzt noch rechtzeitig das Jugendamt und damit sozialpädagogische Unterstützung mit an Bord.
    Eltern, die so reagieren, brauchen Hilfe und die Kinder sowieso.

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