BERLIN. Ein bundesweiter Abwärtstrend mit deutlichen Unterschieden: Die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in Deutschland beherrschen Mathematik und Naturwissenschaften schlechter als noch vor sechs Jahren. Kein Bundesland konnte sein Niveau halten, manche sackten dramatisch ab. Hier die Ergebnisse – Land für Land.

1. Sachsen – Spitzenreiter, aber mit Abwärtstrend
Sachsens Schülerinnen und Schüler bleiben Deutschlands Beste in Mathematik und Naturwissenschaften. Nur 21 Prozent verfehlen den Mindeststandard für den mittleren Schulabschluss – der bundesweite Anteil liegt bei 34 Prozent. In Biologie, Chemie und Physik gehören Sachsens Jugendliche ebenfalls zur Spitze (Biologie 5 %, Chemie 16 %, Physik 9 % unter Mindeststandard).
Doch auch im Freistaat sind die Leistungen zurückgegangen: Der Mittelwert in Mathematik sank auf 511 Punkte, in Biologie auf 507, in Chemie auf 506 und in Physik auf 513 – jeweils um 20 bis 25 Punkte weniger als 2018. Der IQB-Bericht spricht von einem „deutlichen Abfall auf hohem Niveau“.
2. Bayern – Stabile zweite Kraft
Bayern behauptet seine Position knapp hinter Sachsen. Die Neuntklässler liegen in allen Fächern über dem Bundesdurchschnitt. Besonders stark bleiben die Gymnasien, während an den Mittelschulen größere Rückgänge verzeichnet wurden. Auch hier ist die Tendenz rückläufig, allerdings weniger stark als in den meisten anderen Ländern. Bayern gilt damit weiterhin als Land mit der höchsten Bildungsstabilität in Westdeutschland.
3. Thüringen – Starke Naturwissenschaften
Thüringens Schülerinnen und Schüler erreichen in Chemie, Physik und Biologie deutlich häufiger die von der Kultusministerkonferenz festgelegten Mindeststandards als der Bundesdurchschnitt. Nur Bayern und Sachsen schneiden besser ab. Im Fach Mathematik liegt das Land etwa auf Bundesniveau. „Unsere Schulen verfügen über eine solide Leistungsbasis“, sagte Bildungsminister Christian Tischner (CDU), mahnte jedoch: „Der Bildungstrend ist ein Weckruf, die Basiskompetenzen noch gezielter zu fördern.“ Besonders wichtig sei, dass Kinder unabhängig von Herkunft gute Lernchancen erhielten.
4. Baden-Württemberg – Noch stark, aber mit Sorgenfalten
Der Südwesten bleibt überdurchschnittlich, hat aber wie alle Länder verloren. In Mathematik und den Naturwissenschaften liegen die Werte noch klar über dem Schnitt, doch die Abstände schrumpfen. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) erklärte: „Wir sehen insbesondere im Bereich der sozial Schwächeren und bei Kindern aus bildungsferneren Elternhäusern deutliche Kompetenzverluste, die wir uns sehr genau anschauen müssen.“ Die Schule allein könne es nicht richten: „Auch die Eltern müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und sich partnerschaftlich für gute Bildung engagieren.“
5. Sachsen-Anhalt – Gut in Bio, Chemie, Physik
Sachsen-Anhalts Schüler gehören in den Naturwissenschaften zur Spitzengruppe. In Biologie, Chemie und Physik erreichen sie deutlich häufiger die Mindeststandards als der Bundesschnitt. In Mathematik liegen sie im Mittelfeld. Doch der Rückgang ist auch hier sichtbar. Das IQB verweist darauf, dass „das Niveau bundesweit flächendeckend sinkt“. Der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund liegt mit 14,3 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt (40 %). Das könne die stabile Ausgangslage teilweise erklären.
6. Schleswig-Holstein – Aufsteiger des Jahres
Das nördlichste Bundesland machte fünf Plätze gut und liegt nun auf Rang sieben. Der Wert in Mathematik sank um zehn Punkte auf 476 – ein moderater Rückgang. In den Naturwissenschaften schnitten die Jugendlichen überdurchschnittlich ab. Damit gehört Schleswig-Holstein zu den wenigen Ländern, die den pandemiebedingten Leistungsabfall abfedern konnten.
7. Hamburg – Stabil über dem Durchschnitt
Hamburgs Schülerinnen und Schüler zeigen ähnlich stabile Ergebnisse wie die Nachbarn im Norden. Der Rückgang ist gering, das Leistungsniveau bleibt oberhalb des Bundesschnitts. Hamburg profitiert laut Studie von „vergleichsweise günstigen Schulstrukturen und zielgerichteten Fördermaßnahmen“.
8. Mecklenburg-Vorpommern – Solider Aufwärtstrend
Mecklenburg-Vorpommern verbesserte sich von Platz 13 auf Rang 8. In Mathematik liegt der Mittelwert bei 471 Punkten (–11 seit 2018). Der Rückgang ist geringer als im Bundestrend, was den Nordosten erstmals ins obere Mittelfeld bringt.
9. Brandenburg – Im Mittelfeld, aber rückläufig
31 Prozent der Brandenburger Neuntklässler verfehlen die Mindeststandards in Mathematik – etwas weniger als im Bund. In Biologie (10 %), Chemie (23 %) und Physik (14 %) liegen die Werte im Durchschnitt. Allerdings hat sich das Niveau seit 2018 deutlich verschlechtert. Besonders in Mathematik verlor Brandenburg an Boden, bleibt aber klar vor Berlin.
10. Berlin – Schwach in Mathe, solide in Physik
In der Hauptstadt verfehlen 36,9 Prozent der Neuntklässler die Mathe-Mindeststandards – mehr als im Bundesschnitt. In Biologie (17 %), Chemie (34 %) und Physik (27 %) liegen die Werte ebenfalls unter dem Durchschnitt. Seit 2012 ist ein kontinuierlicher Abwärtstrend zu beobachten, der sich 2024 beschleunigt hat. Besonders die heterogene Schülerschaft stellt die Schulen vor große Herausforderungen.
11. Rheinland-Pfalz – Unterdurchschnittlich in Mathe und Physik
Rheinland-Pfalz liegt leicht unter dem Bundesschnitt. Mathe: 466 Punkte, Physik: 467 Punkte, Biologie: 471, Chemie: 466. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund (40,4 %) entspricht dem Bundesmittel. Auch hier sanken die Werte zwischen 2018 und 2024 deutlich. Der Bildungstrend sieht „keine positiven Abweichungen“ in einem der getesteten Fächer.
12. Saarland – Durchgängig unterdurchschnittlich
Das Saarland liegt in allen Fächern rund zehn Punkte unter dem Bundesmittel (Mathe, Bio, Chemie je 463, Physik 465). Damit gehört es zu den Ländern, die „durchgängig signifikant unter dem Durchschnitt“ liegen, so das IQB. Die Ergebnisse zeigen keinen Fortschritt gegenüber 2018.
13. Niedersachsen – Unterdurchschnittlich, aber stabil
Niedersachsen verzeichnet 461 Punkte in Mathematik und 464–466 Punkte in den Naturwissenschaften. Damit bleibt das Land unter dem Bundesschnitt, aber stabiler als NRW oder Hessen. Die Studie weist auf wachsende Heterogenität hin: 36,8 Prozent der getesteten Schüler haben einen Migrationshintergrund. Pandemie- und Medienfolgen werden als zusätzliche Belastungsfaktoren genannt.
14. Nordrhein-Westfalen – Deutlich unter Durchschnitt
NRW ist eines der Problemkinder des Bildungstrends. In allen Fächern liegen die Werte unter dem Bundesschnitt. Besonders drastisch ist Mathematik: 40,8 Prozent der Schüler verfehlen die Mindeststandards – fast jeder zweite an Hauptschulen. Schulministerin Dorothee Feller (CDU) nannte die Ergebnisse „unbefriedigend“ und versprach eine Trendumkehr: „Die Schulen müssen gestärkt, die Lehrkräfte besser unterstützt werden.“ SPD-Fraktionschef Jochen Ott hielt dagegen: „Mit halbherzigen Maßnahmen wird man diesen Abwärtstrend nicht stoppen.“
15. Hessen – Schwache Leistungen, hohe Heterogenität
Hessens Neuntklässler schneiden ähnlich schlecht ab wie in NRW. Mathe: 462 Punkte, Biologie: 452, Chemie: 460, Physik: 462. Mehr als die Hälfte (51,9 %) der getesteten Jugendlichen hat einen Migrationshintergrund – der höchste Wert Deutschlands. Das IQB spricht von „besonders schwachen Ergebnissen“ in Mathematik und „überwiegend ungünstigen Abweichungen“ in den Naturwissenschaften.
16. Bremen – Bundesweites Schlusslicht
Bremen bleibt Letzter in allen Fächern: Mathe 436 Punkte, Biologie 443, Chemie 438, Physik 439. Fast 49 Prozent der Neuntklässler erreichen nicht den Mindeststandard in Mathematik – der schlechteste Wert bundesweit. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen hat einen Migrationshintergrund. Das IQB verweist auf „erhebliche Kompetenznachteile“ und einen besonders ausgeprägten Leistungsabfall seit 2018.
Bundesweite Bilanz
Der IQB-Bildungstrend 2024 offenbart einen flächendeckenden Leistungsrückgang – in allen Ländern, allen Schulformen, allen Fächern (ausführlicher News4teachers-Bericht dazu – hier). Bundesweit verfehlen 34 Prozent der Jugendlichen in Mathematik die Mindeststandards (2018: 24 Prozent), 25 Prozent in Chemie, 16 Prozent in Physik und 10 Prozent in Biologie. Das Institut sieht die Ursachen in den Pandemiefolgen, der sozialen Spaltung, psychischen Belastungen und zunehmender Mediennutzung. „Die Schule ist ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen“, so die Autoren. News4teachers / mit Material der dpa
NRW erneut auf Bildungsmonitor-Abstiegsplatz – Feller sieht das Land auf Kurs









NRW hier. Ich möchte die Hausaufgaben zurück. Danke. Und damit meine ich nicht Unverstandenes zuhause üben.
Wundert mich nicht. Der MINT- Unterricht ist heute noch schlechter als früher, wie ich an meinen Kindern sehen kann. Erklärungen bzw. Aufgabenlösungen sind nicht detailliert genug, und es wird zuwenig geübt. Der Ganztag raubt dann auch noch Zeit zum Lernen.
Immer diese Provokationen, aber bitte, lasse ich mich halt provozieren.
Hausaufgaben sind verboten, freiwilliges Lernen findet bei bestenfalls 10% statt. Detaillierte Besprechung einer Aufgabe bedeutet in der Praxis für die meisten SchülerInnen warten bis die Lösung an der Tafel steht, dann kommt die Hauptsache: abschreiben. Üben, aber gerne, jetzt schon in jeder Stunde, gerne auch immer wieder das Gleiche, denn in Nebenfächern wie Ph/Ch/Bi/Inf ist nach einer Woche in der nächsten Doppelstunde nicht mehr viel da. Wenn es denn nur eine Woche ist und die Stunde nicht wegen SV-Wahl/Wandertag/Konferenz(die Stunden liegen nämlich gerne mal am Nachmittag)/Feiertag ausfällt. Selbst perfekte Erklärungen brauchen mehr als 15 Sekunden, ganz schlechter Ansatz, so lange Aufmerksamkeit darf niemand erwarten. Eigenes Experimentieren ist zu viel Stress, nicht zu reden von brauchbaren Messungen oder Auswertung, geschweige denn Erklärungsansätzen und deren Diskussion.
Ja, die armen Kinder, früher gab es doch so spannende Lehrbücher! Heute sind da nur Videos, Simulationen, KI für detaillierte Fragen (wenn die nicht unbedingt fürs Gesamtverständnis und alle nötig sind), Schülerexperimente mit Videodokumentation zur Wiederholung, Kahoot und andere Quizformate als Auflockerung, Gruppenarbeiten, Präsentationen, alternative Prüfungsformate, sprachfördernde MINT-Aufgaben mit möglichst wenig Zahlen, ja, die armen Kinder, was für ein miserabler Unterricht, nur Langeweile. Ähnliche Leistungsrückgänge in D und E lassen doch eigentlich vermuten, dass es nicht so einfach ist.
Auch hier, wie die Politiker: es liegt immer an den Umständen oder anderen, ausschließlich.
Ich hätte da eine ebenso unbewiesene These: der MINT-Unterricht hat sich deutlich verbessert. Erkennbar daran, dass interessierte SchülerInnen Zusammenhänge weitaus besser begreifen und anwenden können als es zu meiner Schulzeit üblich war.
Noch eine These? Gerne: Eltern und Gesellschaft vermitteln vielen sehr früh, dass die eigene Einstellung keine Rolle spielt und ‘reicht doch noch’ eine großartige Leistung ist.
Danke für den Beitrag. Gerade in NAWI gibt es mittlerweile so viel schönes Material und Experimente. Nützt aber nix, wenn die SuS das Protokoll nicht verfassen wollen, wenn sie das Material vorne nach 3 Aufforderungen erst holen, wenn sie sich im NAWI Raum nicht angemessen benehmen können. Und Experimente mit 30+ SuS sind ebenfalls sportlich. Ausstattung könnte manchmal auch besser sein. Gibt mehrere Faktoren, aber das schwindende Interesse an NAWI und die fehlende Leistungsbereitschaft, wenn es mal knifflig wird oder man mal ein wenig Arbeit investieren müsste, die wird zum immer größeren Problem. Naturwissenschaften sind einfach bei vielen out, zu schwierig, für das eigene Leben unbedeutend, leidiges Übel.
Sie machen Experimente mit 30+-Schülern? Bei mir ist bis 29 Sense. RISU und fertig. Bei den NAWIS wurde in den Letzten 25 Jahren massiv inhaltlich zusammengestrichen und die Stunden gekürzt. Was hat man erwartet? Geliefert wie bestellt. Ich habe gerade wieder eine 11er in Chemie. Eine reine Katastrophe. Ich fange nochmals mit der chemischen Alphabetiersierung an.
Wenn das eigene Leben nur noch auf Snapchat und Tiktok stattfindet…
Hier wird häufig von vielen aufwendigen Experimenten gesprochen. Ich habe aufgrund der Rückmeldung meiner Tochter (ich weiß, anekdotische Evidenz 😉 ) den Eindruck, dass Naturwissenschaften nur noch per Arbeitsblatt und Buch gelehrt wird. Wenn meine Tochter ein Experiment pro Halbjahr pro naturwissenschaftlichem Fach hat, dann war das viel.
Also entweder machen sich die LuL an dieser Schule einen schlanken Fuß, wollen sich der riskanten Situstion mit sehr vielen SuS nicht stellen oder haben evtl. nicht genug Materialien.
Whatever, so wird NaWi nicht interessanter.
“…wollen sich der riskanten Situstion mit sehr vielen SuS nicht stellen oder haben evtl. nicht genug Materialien…” – damit haben Sie die Frage selbst beantwortet!
Vermutlich und traurig.. so wird das nix NRW!
Fragen Sie Ihre Tochter bitte mal nach dem Verhalten ihrer Klassenkameraden oder Schulkameraden über die Schuljahre. Sie werden einen weiteren Grund für “Riskante Situationen” bekommen.
Ja, diese kenne ich durchaus, aber kann man diejenigen, die immer Mist bauen, nicht einfach auf die eine Seite der Klasse setzen und diese ABs bearbeiten und auf der anderen Seite experimentieren lassen? Klingt vielleicht naiv, aber irgendwie werden da jetzt doch die Falschen die Leidtragenden. Das kann doch nicht richtig sein.
NRW ist nicht Letzter! Yeah, bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
Oder was Frau Feller eigentlich meint: Wir sind auf einem guten Weg.
Maßnahme Nr.1: Hauptschulen abschaffen. Schließlich verfehen die die Mindeststandards. Und wenn es keine Hauptschulen mehr gibt, dann gibt es auch keine Hauptschüler mehr. Ist doch logisch. Kann man in vielen Kommunen bewundern, wo die schon abgeschafft wurden, da ist alles supidupi.
Maßnahme Nr.2: Trendumkehr ankündigen.
Maßnahme Nr.3: Mindeststandards abesenken.
Maßnahme Nr. 4: Förderunterricht abgeschafft zugunsten des Klassenunterrichts (bringt sehr schwachen Kinder auch ganz viel)
Maßnahme Nr 5: Einstellungsstopp für neue Lehrer (obwohl es sie gibt). Zwangsversetzung in Ruhrpott für 2 Jahre. Schaffung von unattraktiven Vertretungsstellen für die, die nicht unbefristet eingestellt werden.
Maßnahme Nr. 6: Keine Entlastung für SL und Lehrer für mehr Aufgaben, weil Geld…..
Wir sollten zusammen nach Düsseldorf wechseln.
Als Hausbesetzer in der Völklinger Straße?
Ich komme mit – wenn ich darf ?
Müssen Sie @Hans Malz fragen. Ich wäre ja mehr für die Altstadt. Füchschen, Ürige ist mir zu überlaufen.
Dann geh ich aber nach Essen-Kettwig oder Stadtwald, wenn Pott Pflicht wird:)
Karnap, Stoppenberg und Katernberg is auch mehr watt für die Jüngeren, echte Erlebnispädagogik eben. Da bin ich zu alt für.
Noch so ein Spruch und es geht nach Oberhausen oder Gelsenkirchen 😉
In Essen gibt es tatsächlich noch sehr viele Stadtteile, in denen es nicht so schief läuft: Werden, Kupferdreh, Rüttenscheid oder Holsterhausen z.B. Aber das Nord-Süd-Gefälle ist schon sehr ausgeprägt – spiegelt sich auch sehr im Wahlverhalten wieder…
Diese Zahlen sind alle schlimm und fürchterlich. Da spielt es keine Rolle ob man nun in fürchterlich oder in katastrophal lebt.
Wesentlich interessanter ist die Frage und Feststellung, dass sehr viele der Schüler, die den Mindeststandard nicht erreichen, trotzdem ihren mittleren Schulabschluss erhalten. Und sie erhalten ihn!
Ich bin in NRW am BK und wir merken jedes Jahr wie die Schüler immer schlechter werden. Jeder bekommt die mittlere Reife. Wirklich jeder.
Woher kommen dann die Quoten für Schüler:innen ohne Abschluss?
OK, erwischt. Das “jeder” war leicht übertrieben.
Aber es ist so, dass die Schüler mit mittlerer Reife bei weitem nicht die Fähigkeiten und Kenntnisse haben, die dieser Abschluss eigentlich beinhaltet. Und zwar in jedem einzelnen Fach.
Bei den meisten Statistiken werden nur Abschlüsse an allgemeinbildendnen Schulen berücksichtigt, die Abschlüsse an beruflichen Schulen bleiben außen vor.
Wobei laut Bildungsmonitor*2025 in NRW z.B. nur ca. 31% das BVJ erfolgreich abschließen.
Meine Aussage bezieht sich auf die Schüler, die aus den Zubringerschulen zu uns kommen. Dies sind Abgänger von Real-, Sekundar- oder Gesamtschulen und alle haben auf dem Papier mit mittlerere Reife. Und kaum ein Schüler, vielleicht 10% haben die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse.
Alles klar. bitte entschuldigen Sie das Missverständnis. Es gäbe ja auch die Möglichkeit einen MSA über Berufsschulzeugnis + abgeschlossene Berufsausbildung zu erwerben und auch da wurden nach meinen Informationen die Kriterien immer weiter aufgeweicht.
Dann hätte @Einer ja zum Ausdruck gebracht, dass es die BBS selbst sind, die den Schüler:innen den Schulabschluss “schenken”.
Das war aber nicht gemeint.
Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.
Die Mindestfähigkeit für fließendes, d.h. automatisiertes, Lesen werden bis zum Ende der dritten Klasse je nach Bundesland von 25 bis 35 % nicht erreicht, sodass die Kinder sich in den weiterführenden Schulen nicht selbstständig das erforderliche Wissen aneignen können, wie es den gleichaltrigen guten Lesern gelinkt. Der Matthäus-Effekt nach Stanovich/Cunningham schlägt eben voll durch, zumal auch das Textverständnis bei mathematischen Aufgaben nicht in einem ausreichenden Maße vorhanden ist, dass die Kinder diese Texte bearbeiten können. Und richtig schwer haben es fremdsprachige Kinder, die von zu Hause aus keine Hilfen erhalten, weil da Fremdsprachler oder sogar Analphabeten als Eltern nicht viel ausrichten können.
Ich kenne mich aus, AvL, und ich sehe auch, woran es scheitert und sehe Kinder scheitern, in diesem Durchgang heftiger als je zuvor – trotz aller Anstrengung der Schule, aber auch wegen der Unterversorgung der Schulen.
Das ist sehr einfach erklärt:
Alles was Sie dazu brauchen um einem Abgänger den “ersten Schulabschluss” oder “erweiterten…” usw. zu bescheinigen (also in echt: HA bzw. Realschulabschluss) sind
– Mindestnoten
– Mindestmengen an “Niveaus” –> GK/EK
Das Niveau lässt sich am leichtesten faken, da dies nicht der FL, sondern die Konferenz per Abstimmung mit einfacher Mehrheit in offener Abstimmung entscheidet – also stimmen alle “Abhängigen” (ob Probezeitler oder emotional…) schon mal gerne dafür und die KL auch.
Jetzt gibt es zwar ZPs…aber, oh heilige Muttermariagottes, da gibt es ja glücklicherweise die VORNOTE, die genau 50% ausmacht. 😀
Und wie werden die Vornoten festgelegt? Riiiiiiichtig, ganz normal durch Lehrerentscheid.
Wenn ich also eine z.B. 3- ansetze (eine Notengebung, die man im NACHHINEIN niemals als mutwillig gefakt wird beweisen können) und der Prüfling absolviert die ZPs mit einer sauberen “5” (was bei HA schon fast unmöglich ist und bei Real auch schon schwer, da es quasi fürs Ausfüllen schon Punkte gibt)…und die am Ende gebenen Noten GLATTE Noten sind…kommen wir bei der 4 raus: “Hussa! Abschluß bestanden! Na, so ein Glück aber auch, dass niemand dem Kiiiiind ‘die Zukunft verbaut’ hat!”
Es ist also ganz simpel:
Die Noten sind faktisch (wenn auch nicht juristisch) schlicht gefälscht.
Natürlich bekommen die alle die mittlere Reife. Ansonsten würde die Schulaufsicht ja auch wirklich böse, böse werden. Die Schulen werden dann “beraten” … die Blinden sprechen da von der Farbe, aber es bedeutet einen wahnsinnigen Mehraufwand für die Kollegen und die können bei der Mangellage eigentlich gar nichts dafür.
Die Neuner, die jetzt unter Niveau waren, werden auch ihren Schulabschluss schaffen. Die Realität ist eben noch viel schlimmer… aber keine Sorge, Frau Feller hat die Trendumkehr bereits angekündigt.
“Jetzt sind die Abschlüsse halt da.”
/tröt
/abgehakt, nächster Arbeitsschritt
Man kann den Bayern nur raten, NICHT viel an ihrem Schulsystem zu ändern, sonst kriegt man das auch noch kaputt. Man sieht, dass es durchaus was bringt, an einem leistungsorientierten Schulsystem festzuhalten.
… oder an einem Schulsystem mit …
Die wenigen Ganztagesplätze betreffen nach meinen Informationen nur die Betreuung an Ganztagsgrundschulen.
Bei der Betreuungsquote von Grundschulkindern inkl. Grundschule und Hort läge Bayern im Mittelfeld der Bundesländer, noch vor anderern Flächenländern wie z.B. Niedersachsen etc.
Und wieder ein Ranking, und wieder werden sich PolitikerInnen aller Farben aufregen oder aufplustern, je nachdem. In jedem Land können natürlich die Zuständigen erklären, warum alles eigentlich super ist, jedenfalls in Anbetracht der Umstände und speziellen Bedingungen und Corona und…
Frau Feller will die Schulen u.a. mit mehr KI und digitaler Diagnostik stärken. Ein wirklich zukunftsweisender Schachzug, das wird sicherlich die Frage klären, ob es an Schulverweigerung, Konzentrationsunfähigkeit, Sprachproblemen oder Drogen liegt, die verschiedenen Erlasse und Lehrpläne/Schulverwaltung können es ja nicht sein (zugegeben, es könnte auch am schlechten Unterricht von 100% aller Lehrkräfte liegen, wenn man nicht an Wahrscheinlichkeit glaubt).
Der einzig wichtige Satz in dieser Meldung steht in der Überschrift: Kein Bundesland konnte sein Niveau halten,…
Schule braucht Menschen, die dort pädagogisch und didaktisch arbeiten und zwar genug davon, mit kleinen Gruppen. Gibt es in keinem Bundesland, fällt da irgendetwas auf? Konferenzen und Konzepte verdrängen die reale Arbeit, für die wir einmal das Ganze angefangen haben und das in einem gesellschaftlichen Umfeld, das immer mehr soziale Probleme mit sich bringt.
So ein Ranking lenkt nur von dem einen wichtigen Befund (s.o.) ab, alle haben ungefähr 6 Monate Lernzuwachs verloren! Ist da irgendwer ‘besser’? Ist ein Investmentbanker, der in einem 20%-Crash nur 15% verliert ein ‘Sieger’?
Das kommt auch darauf an wie die Depots vorher performt haben und von welchem Niveau der Absturz jeweils erfolgt ist.
“Frau Feller will die Schulen u.a. mit mehr KI und digitaler Diagnostik stärken.”
“Konferenzen und Konzepte verdrängen die reale Arbeit, für die wir einmal das Ganze angefangen haben (…)”
Von außen betrachtet ist genau das mein Eindruck. Unterricht entfällt für pädagogische Tage und Konferenzen, die augenscheinlich wenig bringen. Nun weiß ich nicht im Detail, was dort so diskutiert und bearbeitet wird, aber für mich als Elternteil und Sozialarbeiter sind nur wenige Dinge nachhaltig oder überhaupt nach außen hin sichtbar – von Schulveranstaltungen mal abgesehen. Uns bekannte Lehrkräfte sind von diesen Besprechungen eher genervt, statt hingebungsvoll angetan.
Die Politik wiederum scheint den Heilsbringer in mehr Diagnosen und natürlich der Digitalisierung zu sehen. Ich bezweifele, dass die Problemlösungen aus dieser Richtung kommen. Kids mit Diagnosen haben wir wahrlich genug, die müssen nicht mehrfach bestätigt und festgestellt werden. Stattdessen bräuchte es Zeit und Personal, um diese Probleme anzugehen. Nur verwendet man beide knappen Ressourcen lieber für Diagnosen und Konferenzen.
“Nun weiß ich nicht im Detail, was dort so diskutiert und bearbeitet wird,…”
Das ist besser so, glauben Sie mir.
„Schule braucht Menschen, die dort pädagogisch und didaktisch arbeiten und zwar genug davon, mit kleinen Gruppen. Gibt es in keinem Bundesland, fällt da irgendetwas auf? Konferenzen und Konzepte verdrängen die reale Arbeit, für die wir einmal das Ganze angefangen haben und das in einem gesellschaftlichen Umfeld, das immer mehr soziale Probleme mit sich bringt.“
Danke, genau so! Aber was ist passiert? Kein ausgewiesener Förderunterricht mehr in einer klitzekleinen Gruppe. Nein, alle Schüler sollen gefördert werden individuell in der Klassengemeinschaft…..kann man leisten….klar! Alle Förderstunden wurden in Deutsch und Mathe einkassiert….wie soll das gehen? Egal…..wir sind auf einen sehr guten Weg…..
In HH fällt die Diskrepanz zwischen Schüler*innen mit und ohne Migrationshintergrund auf. Während die Punktzahlen in Mathematik bei “ohne Migrationshintergrund” über dem Bundesschnitt liegen, schneiden die Schüler*innen mit Migrationshintergrund schlechter an als der Bundesschnitt ,
Zuwanderer der ersten Generation erreichten dabei ungefähr ein ähnliches Niveau wie in NRW oder HE.
“Das Institut sieht die Ursachen in den Pandemiefolgen, der sozialen Spaltung, psychischen Belastungen und zunehmender Mediennutzung.”
Wie gut, dass die Länder auf jeden einzelnen Punkt eine Antwort haben 😛
Tippfehler bei Hessen: Da ist bei der Positionierung des bestens Bildungslandes mit dem besten Kulturminister mit der besten Fachkenntnisse nicht nur in Deutschland, nicht nur in Europa, nicht nur der ganzen Welt, nicht nur ……(es folgen 19 weitere Punkt) doch glatt eine 5 nach der eins getippt worden. Also entweder das. Oder diese Plattform gehört zum deep state und versucht mit alternativen Fakten den Glanzschimmer über dem Haupt des Ministers zu beflecken.
Mich überrascht das alles nicht mehr. Wenn Kinder täglich zwei, drei, acht Stunden vor dem Smartphone verbringen, bedeutet dies:
1. Ablenkung
2. mentaler Stress
3. mangelnder echter sozialer Austausch
4. Verschiebung des Fokus von Schule auf den nächsten Tweet/Post/Vlog usw
Dann fehlt auch das Interesse und die Begeisterung, in der Schule Neues zu entdecken und zu lernen. Wenn TikTok&Co rufen, ist das Lernen für die Klassenarbeit nur an zweiter Stelle – Messages und Comments wollen geschrieben und gelesen werden.
Ich bin inzwischen stark für einen analogen, eher altmodischen Unterricht. Smartphone-Detox quasi. Ich sehe ja, wie Tablets im Unterricht genutzt werden – die Vorteile beschränken sich auf weniger Kopieraufwand, Copy&Paste und KI-Verfügbarkeit. Wirklich SINNVOLL und fähigkeitsbildend genutzt wird es in 5-max10 Prozent dee Unterrichtszeit, wenn überhaupt.
Exakt. Sehe ich auch so. Lemov auch. Wir müssen den Schülern einen digitalfreien Raum bieten, damit ihre Gehirne überhaupt noch lernen können, aufmerksam zu sein. Die können es wirklich einfach nicht mehr. Es ist unsere Pflicht unsere Schüler zu schützen vor langfristigen Schäden.
Aus der heutigen MAZ: „ Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) räumt ein: „Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 sind kein Grund zum Jubeln. Aber sie geben uns Anlass zur Hoffnung, dass Brandenburg auf dem richtigen Weg ist.“
Jo. Brandenburgs Schüler haben sich weiter verschlechtert. Aber der Bildungsminister sieht BB auf dem richtigen Weg. Verantwortlich ist Corona. Nicht etwa, dass es immer weniger qualifizierte Lehrkräfte gibt, manche Grundschulen nur noch zwei als solche ausgebildete Lehrer haben, die Klassen immer größer und die Finanzierung immer schlechter.
So gesehen ist Corona ein Glücksfall für die Politik.
Letztes Jahr standen wir noch vor dem Abgrund, dieses Jahr sind wir einen Schritt weiter.
In Brandenburg fällt die stark unterschiedliche Performance der einzelnen Gruppen auf.
Zum Beispiel in Mathematik :
Schüler*innen ohne Migrationshintergrund -16 Pkt unter dem Bundesschnitt
Schüler*innen mit Migrationshintergrund / 2. Gen. + 29 Pkt über dem Schnitt
Schüler*innen mit Migrationshintergrund / 1. Gen – 13 Pkt unter dem Schnitt
Abstand 2. Gen zu 1. Gen in BB = 75 Pkt, also doppelt so hoch wie im Bund.
Die 2. Gen schnitt in BB auch 2 Pkt besser ab als die Gruppe “ohne Migrationshintergrund”
Das zeigt wohl eher, dass auch Zufälle eine Rolle spielen. Wer sind die in BB in der 2. Generation? Vielleicht aufstiegsorientierte Leute aus Berlin, die sich ein Häuschen im sog. Speckgürtel zugelegt haben?
Kann ich Ihnen nicht sagen. Brandenburg gehörte aber zu den Bundesländern im Osten, in denen z.B. vietnamesischstämmige Kinder mit bis zu 75% Gymnasialquote weit überdurchschnittlich erfolgreiche Bildungskarrieren aufwiesen.
Könnte durchaus sein, dass sich die 2. Generation dort noch überwiegend so zusammensetzt wie in der Studie der MLU Hallte beschrieben.
https://www.news4teachers.de/2022/10/schueler-mit-migrationshintergrund-kommen-in-ostdeutschland-oefter-aufs-gymnasium-als-deutschstaemmige/
Vietnamesen?
Wenn ich lese “in sozial schwächeren Haushalte” dann bestätigt man meine Meinung: man nimmt in den GS zu viel in zu kurzer Zeit durch. Es wird nicht mehr richtig geübt, wer Zuhause keine Hilfe oder wenig Unterstützung bekommt bleibt hängen. Entmüllt endlich diese Stundenpläne (warum in der 3. Klasse bereits Brüche?) und lasst die Kollegen die Basics richtig gut einüben. Das bringt allen viel viel mehr.
Mathe und MINT-Fächer sind wichtig, aber es ist Unfug, sie als “Königsfächer” zu bezeichnen. Lesekompetenz und Verstehen der Texte rund um mathematisches und natrwissenschaftliches Regelwerk sind die Voraussetzung dafür, in Mathe und MINT-Fächern zurecht zu kommen. Und für die “Zukunftsfähigkeit” unseres Landes, zugleich für die Persönlichkeitsentwicklung und persönliche Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen sind Politische Bildung (die Politik, Geschichte, Recht, Geographie, Medienkompetenz umfasst), Ethik/Religion musische Fächer, Sport genau so wichtig.
Die Bildungsmisere speist sich aus einem ganzen Bündel von jahrzehntelangen Fehlenwicklungen:
Trotzdem müssen die, die’s besser wissen, für die notwendigen Reformen weiter argumentieren und eintreten. Für die “Zukunftsfähigkeit” unseres Landes und die Zukunft unserer – aller – Kinder.
Le roi est mort, vive le roi!
Der Herr des Himmels erhalte Ihren frommen Glauben, dass “im Rest der Welt” alles besser ist als in Deutschland. Die von Ihnen beanstandeten Privatschulen soll es dort auch reichlich geben.
Komisch. In NRW gibt es Ganztagsschulen ohne Hausaufgaben und trotzdem ist es fast Schlusslicht.
Hey, endlich mal ein Kommentar, der ohne zynischen Blick auf Kinder auskommt.
Tut gut zu lesen.
“Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 fallen besorgniserregend aus. In allen vier untersuchten Fächern werden die Regelstandards seltener erreicht und die Mindeststandards häufiger verfehlt als noch 2018 bzw. 2012. Im Jahr 2024 verfehlen im Fach Mathematik insgesamt knapp 9 Prozent aller Neuntklässler*innen den Mindeststandard für den Ersten Schulabschluss (ESA) und ungefähr 34 Prozent den Mindeststandard für den Mittleren Schulabschluss (MSA). Auch in der Teilpopulation der Neuntklässler*innen, die mindestens den MSA anstreben, sind die Entwicklungen ungünstig. Hier hat sich der Anteil der Jugendlichen, die den Mindeststandard für den MSA verfehlen, um rund 5 bis 9 Prozentpunkte erhöht und liegt im Jahr 2024 bei etwa 24 Prozent der Jugendlichen in Mathematik bzw. 10 Prozent in Biologie, 25 Prozent in Chemie und 16 Prozent in Physik (jeweils Fachwissen). Die Anteile der Neuntklässler*innen, die in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern die abschlussbezogenen Anforderungen der Bildungsstandards nicht erfüllen, sind also erheblich gestiegen und insbesondere in den Fächern Mathematik und Chemie im Jahr 2024 deutlich zu hoch.” aus IQB-Bildungstrend 2024 – IQB Homepage
Das sind die Durchschnittswerte aller 16 Bundesländer.
Die Werte der einzelnen Bundesländer unterscheiden sich ganz erheblich und zwischen den Gruppen “ohne Migrationshintergrund” , “mit Migrationshintergrund 2. Generation” und “mit Migrationshintergrund 1. Generation” gibt es zwischen den Bundesländern und innerhalb der Bundesländer erhebliche Diskrepanzen.
Die 2. Generation schnitt in Mathematik z.B. im Bundesschnitt -43 Pkt schlechter ab als “ohne Migrationshintergrund”, es gibt aber auch ein Bundesland, in dem die 2. Generation besser performte als die “ohne Migrationshintergrund”. Dort schnitt dann aber die 1. Generation deutlich unterdurchschnittlich ab.
Statt die Bundesländer über einem Kamm zu scheren, wäre ein Vergleich der Schulformen sinnvoll. Also Gymnasium, Gesamtschule usw. Gleichzeitig mit dem finanziellen Aufwand, der pro Schüler in diesen Schulformen getrieben wird (Personal, Gebäude, …). Auch der Vergleich mit dem einen oder anderen “Leuchtturmprojekt” (Rütli-Campus, Jenaplan, …) wäre aufschlussreich.
Wo gelingt Bildung am besten, wo ist der Nutzen (IQB-Punkt pro Euro) am höchsten?
Die dummen Wessis mal wieder! Große Fresse aber nix im Kopf.
Solange Kultusminister sich die Schule schön reden, nur die privaten Schulen besuchen um sich eine Realität anzusehen, die ihren Vorstellungen entsprechen kann man an der Anzahl der Schulen weiter sparen. Prrsonal wird dort nicht benötigt. 200 Etiklehrer aber nur 10 für Naturwissenschaften. Fachlich total kompetente Quereinsteiger, die keinen Plan haben und Direktoren die das nicht sehen wollen. Als Elternteil und Schüler fühlt man sich machtlos. 1 Jahr lang kein Chemieunterricht im zweiten Jahr schon nur die Hälfte der vorgesehenen Sunden eingeplant und trotzdem fällt noch ein haufen aus. Das die Schüler dass nicht mit Turbo-Unterricht aufholen können ist allen unterhalb der Behörden und Politiker klar.
Es gibt auch super Direktoren, die es schaffen mit Liebe und Einsatzbereitschaft sowie Kreativität mit ihrem Lehreren einen ordentlichen Schulbetrieb zu gewährleisten.
Weil Lehrer sich in neue Stoffgebiete einarbeiten und diese an die Schüler vermitteln. Ich habe mich speziell für eine solche Schule für meine Kinder entschieden.
Leider fällt das jetzt alles dem blinben und Realitätsfremden Beamten des Lasub und dem Kultusministerium zum Opfer. Statt zu schauen warum das in unserer Schule so gut funktioniert und diese Mechanismen zu verteilen, werden dieses Jahr 5 Lehrer abgezogen um sie an anderen Schulen zu verheizen und die Rahmenbedienungen für die Schule noch schlechter zu machen.
Ein schlauer Mann hat mal gesagt: “Dummes Volk regiert sich leichter”,
Es ist ihm aber auch egal von wem es regiert wird, möchte ich dazu geben.
Viele Grüße aus Sachsen
5. Sachsen-Anhalt – Gut in Bio, Chemie, Physik
Soll das ein Witz sein? An meiner Schule gibt es eine Bio-Lehrerin die 50% Bio unterrichtet und einen Seiteneinsteiger der ein paar Physikstunden macht. Die Fächer werden aber nur maximal bis zur 8. Klasse unterrichtet, Chemie halt gar nicht.
Stehe als Seiteneinsteiger/ Quereinsteiger/ Direkteinsteiger MINT zur Verfügung.
Kontakt gerne via wub.de Aett web.de.
Nach Maschinenbau Studium 6 Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Abschluss an Plasmatechniklabor inklusive Plasmaphysik.
Mathe und Physik auch Oberstufe und Leistungskurs.
Referenzen vorhanden sowie Hospitationen und verschiedene außerschulische Formate ABH assistierte Ausbildung Maschinenbau Metalltechnik Kfz-Bau/ Elektrotechnik
ASA flex.
Programmieren/ Informatik
Mit “Schülerinnen und Schülern” fing alles an.
Nein- vorher kam noch dass.
Gratulation, Nachrichten für Lehrer!
Jetzt ist die Existenz weiterer Geschlechter schon für verwirrte Beiträge verantwortlich zu machen…wo soll das alles enden !?
Als Germanistin sollten Sie das genau wissen.
Nö, auch Sie sollten um die Vorteile von vollständigen Sätzen wissen.