CDU verspricht (im Wahlprogramm), vermeintlich faulen Lehrern Druck zu machen

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HEIDELBERG. Wer dauerhaft als Lehrkraft wenig zu leisten scheint, soll an Schulen künftig Konsequenzen erleben – in Baden-Württemberg jedenfalls. Die CDU dort will Schulleitungen Instrumente zur Leistungssteigerung an die Hand geben, sollte sie die anstehende Landtagswahl gewinnen. 

Überdruck. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die Südwest-CDU will mehr Druck machen auf vermeintliche Drückeberger an den Schulen: Nach Plänen der Partei sollen sich die Verantwortung und das Leistungsprinzip im Lehrerberuf künftig stärker niederschlagen. «Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren und schaffen dafür nachvollziehbare Kriterien sowie geeignete Evaluationsinstrumente», heißt es im Entwurf des Regierungsprogramms, das der Parteitag in Heidelberg am Samstag beschließen und mit dem die CDU in den Wahlkampf ziehen will.

Dort steht auch: «Zugleich geben wir Schulleitungen wirksame, rechtskonforme Werkzeuge an die Hand, um dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen zu adressieren – von strukturiertem Feedback über verbindliche Entwicklungsvereinbarungen bis hin zu abgestuften Sanktionen.»

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Sturm, sagte, Schulleitungen und Bildungsverbände hätten der Partei zurückgespiegelt, dass man wenig Handhabe habe, wenn sich Lehrerinnen und Lehrer etwa weigerten, Fortbildungen zu machen. Dabei gebe es eine Fortbildungspflicht. Sturm nannte zudem einen hohen Krankenstand.

Die Möglichkeiten der Sanktionierung seien aber begrenzt, räumte er ein. So könne man Lehrern die Bezahlung nicht kürzen, da sie ja verbeamtet seien. Man werde versuchen, es über Anreize zu regeln – etwa, Fortbildungen auch in den Ferien anzubieten.

Die Parteispitzen blicken mit Sorge in den Wahlkampf. Im letzten BW-Trend Mitte Oktober des SWR lag die CDU im Land zwar bei 29 Prozent und damit auf Platz 1. Der Vorsprung schmilzt aber: Ein Jahr zuvor hatte die CDU noch bei 34 Prozent gelegen. Hauptgegner ist für die Konservativen neben den Grünen vor allem die AfD, die es laut Umfrage von Oktober mit 21 Prozent erstmals auf Platz Zwei schaffte. Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der nicht mehr zu Wahl antritt, lagen bei nur noch 20 Prozent. Deren Spitzenkandidat ist Ex-Bundeslandwirtschaftsminister (und Kurzzeit-Bundesbildungsminister) Cem Özedemir. Gewählt wird am 8. März 2026. News4teachers / mit Material der dpa

Dauerhaft krankgeschriebener Lehrer tritt als Musiker auf – darf er das?

 

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Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Inwiefern Fortbildungen in den Ferien ein Anreiz sein sollen, erschließt sich mir als Außenstehender nicht.

Dem Wähler gefällt es aber sicher, dass faule Lehrkräfte endlich zur Rechenschaft gezogen werden können. Allerdings wird durch diesen Punkt im Wahlprogramm suggeriert, dass viele Lehrer nichts arbeiten möchten. Die CDU wertet also den Lehrberuf ab. Da werden Erinnerungen an Bundeskanzler a.D. Schröder wach, der seinerzeit Lehrer als „faule Säcke“ bezeichnete.

Palim
1 Monat zuvor

Bestimmt unterstützt die CDU die Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte, so wie es dem EU-Recht entsprechen würde.
Wie sonst möchte sie denn nachweisen, dass Lehrkräfte über längere Zeit zu wenig arbeiten?
Welchen Zeitraum möchte sie dann betrachten? Jahresarbeitszeit oder einen 3-Jahres-Zeitraum?

Finde ich super, dass sie das nun in Aussicht stellen, weil es ja ohnehin schon geltendes Recht ist, die CDU also die rechtskonforme Umsetzung in Aussicht stellt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Zumal die CDU als Oppositionspartei die Personalpolitik hätte kritisieren und mehr Einsatz um Lehrkräfteausbildung versprechen können :/

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Zumal die CDU als Oppositionspartei “

Nach meinen Informationen wäre die CDU in “The Länd” keine Oppositionspartei.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sie haben Recht XD

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Jedenfalls ein guter Schachzug von der CDU, um den Lehrermangel in den Griff zu bekommen. Politik, die keiner mehr nachvollziehen kann.

dickebank
1 Monat zuvor

Squeeze out. Neue soziale Marktwirtschaft halt.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nee, das hat diesmal nichts mit “Wirtschaft” zu tun.

Die CDU macht sich Stück für Stück koalitionsfähig mit der AfD. Da fängt man natürlich in den Landesverbänden an.

Und vor der nächsten Bundestagswahl wird man uns erklären, dass eine “Brandmauer” undemokratisch sei und man ein Viertel der Wählerschaft nicht ausschließen dürfe…

HerrLampe
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Das halte ich für ein Gerücht, außerdem wird eine Koalition in manchen (Bundes)Ländern gar nicht mehr nötig sein und eine CDU als Juniorpartner gar nicht mehr benötigt. Der Zug für die CDU ist abgefahren.

Mario
1 Monat zuvor

Peter Heesen wollte damals faule Beamte bestraft, da Faulheit ein Dienstvergehen ist! Was ist der Mann von den eigenen Leuten angegangen worden!
Wichtig wäre es, ewig kranke Beamte konsequent in Frühpension zu schicken!
Die Union liebte das Beamtentum und ist schuldig daran, dass dieses nicht weitgehend demokratisiert wurde! Scheinbar merken nun auch Liberalkonservative, dass man Beamte nicht unbehelligt lassen kann, wenn allen Bürgern mehr Lasten und Reformen zugemutet werden sollen! Inwieweit überhaupt solche Verschlechterungen notwendig sind, ist natürlich noch einmal eine andere Frage!

Ellenbogen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Ist Frühpension nicht auch eher eine Belohnung, wenn man keine Lust hat zu arbeiten? Wie wäre es mit Entlassung aus dem Beamtenverhältnis?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Wer krank macht- ohne krank zu sein, der begeht ein Dienstvergehen!

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Ellenbogen….ist Ihr Nickname Programm? Kranke Menschen einfach zu entlassen, ist weder in der Privatwirtschaft noch beim Staat richtig.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Was ist denn ein “ewig kranker Beamter”? In manchen Medienberichten ging es in letzter Zeit auch um Beamte, die weniger als ein Jahr erkrankt waren.

Ob ein Beamter frühpensioniert wird sollte von seiner medizinischen Prognose abhängen, ob und wann mit einer Genesung zu rechnen ist und ob es eine alternative Beschäftigung für ihn gibt. Am Ende geht es immer um eine Einzelfallentscheidung.

Es ist nicht sinnvoll, Lehrkräfte in die Frühpension zu schicken, um einer populistischen Stimmung gerecht zu werden. Jede frühpensionierte Lehrkraft fehlt in den Klassen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nun ja, wer Jahre nicht mehr im Einsatz war, der ist für die Schule wohl nicht mehr geeignet! Eine vorübergehender Pensionierung wäre zu prüfen oder einzuführen! Jahrelang fehlen, was soll da weniger schlimm als die Frühpensionierung sein?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

vorübergehende Pensionierung

Mario
1 Monat zuvor

bestrafen

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Na ja, das wird wohl noch mehr zu Türschwellendidaktik und nachlässiger korrigierten Klausuren führen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Aber nur als äußersten Mittel. Für abgeordnete Lehrkräfte empfehle ich Autodidaktik, beim Pendeln mit dem eigenen Auto ist ausreichend Zeit.

Schlaubi
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Solange die Noten stimmen, wird es keine Beschwerden geben. Irgendwer schrieb: Fühlifühli

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Schlaubi

So ist es.
©Fühli-fühls

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Der Anreiz, Fobis auch in der Ferien anzubieten, löst bestimmt einen wahren Ansturm aus……nicht.
Ich gehe jede Wette ein, wenn die Qualität der Fobis steigt und dies während der allgemeinen Arbeitszeit eines Lehrers stattfindet, dann nehmen auch mehr LuL dran teil.
Ich habe in der Vergangenheit an unzähligen Fobis zu ganz unterschiedlichen Themen teilgenommen, kann aber für mich feststellen, dass vielleicht 10 % das Niveau hatten, wie ich es erwartet habe.
Ich bin auch schon öfter vor Ende gegangen, weil es Zeitverschwendung war (schlecht vorbereitet, schlecht gehalten, schlecht moderiert, endlose uneffektive Arbeitsphasen).

„Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren und schaffen dafür nachvollziehbare Kriterien sowie geeignete Evaluationsinstrumente“….
Wow, ganz tolle Idee….wo führt das hin? Zum „Mitarbeiter des Monats“?
Wer einen Keil zwischen SL und LuL treiben möchte, macht mit solchen Instrumenten alles richtig….
Man bedenke, SL ist nicht der Arbeitgeber, auch nicht der Personalchef. Wir dürfen nicht mal nach eigenem Ermessen Personal einstellen, sondern nur nach eng gesteckten Kriterien auswählen und zur Einstellung vorschlagen….
Schwachsinniger Populismus!

unfassbar
1 Monat zuvor

Also Gefälligkeitsbeförderungen für besonders folgsame Lehrer?

kazoo
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Was wäre daran neu?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Das gilt dann schon mal nicht für Grundschulen, da gibt es nur ein Beförderungsamt (und zwar zum SL)…..

dickebank
1 Monat zuvor

Vor allem werden sich die Dozenten der Fortbildungsveranstaltungen darum reißen während der Schulferien diese abhalten zu dürfen.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Das mit der Qualität der Fobis ist wirklich ein Problem. Die wenigsten brachten wirklich etwas. Sehr viele waren wirklich reine Zeitverschwendung, Aber man bekam eine Teilnahmebestätigung,(man musste ja immer eine gewisse Anzahl an Fobis nachweisen). Aber die Fobis sichern Arbeitsplätze 🙂

Na ja
1 Monat zuvor

“Zeitverschwendung”: Kann ich nur bestätigen. In meinem ersten Beruf habe ich jedes Jahr an einer Fortbildung teilgenommen, selbst bezahlt und am Wochenende. Ich habe sehr davon profitiert, sodass mir der Einsatz lohnend schien. Die Fortbildungen, die ich als Lehrkraft besucht habe, waren größtenteils katastrophal. Ich habe es aufgegeben, sinnvolle Veranstaltungen zu suchen.

Hysterican
1 Monat zuvor

Danke, liebes Fräulein Rottenmeier…. diese ganzen Vollpfosten haben keine Ahnung davon, was uns als “dienstliche Verpflichtungen” neben unserer eigentlichen Kernaufgabe alles verkauft wird.
Ich frage mittlerweile schlicht: “Wo steht das?” und unser Stellfix (der diese Art der Zurechtweisung von der SL aufgebürdet bekommen hat) ist schlagartig still.

Ich lasse mich zu solchen Dingen nur noch explizit schriftlich anweisen… allein das Aufschreiben verhagelt denen – also der SL – die Lust auf Erfüllung.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Das ist der Weg.

Bla
1 Monat zuvor

Sieht man eben wieder den Realitätsbezug einiger (CDU-)Politiker.
– Beamten an’s Bein schiffen?
– Fachkräftemangel? Trotz interessanter Datenerfassung und -interpratation?
– Mehr Pflichten/Aufwand? Dazu über Machtgefüge und Anprangerungstaktiken?
– Mehr Überwachung? Dazu Ressourcen- und Zeiteinsatz? Ohne wirklcih ernstzunehmende Konsequenzen? Den “Strafnahmenkatalog” will ich ja mal bei Beamten sehen, welcher im Extrem nicht zur Krankschreibung/Frühpensionierung führen könnte/würde
– Aufgabenübertragung an Schulleitungen? Als ob diese sonst nichts zu tun hätten … Sind auch viele sooo motiviert, wenn es zum einen Zwangsernennungen [Dienstälteste] gibt und zum anderen Doppelbelegungen an Schulen [Doppelte Schulleitung] und nicht zuletzt freie Schulleitungsstellen … Wer “kontrolliert” denn dort?
– Ich kenne ja auch gaaaaar keine Schule, bei der in und durch Realitätsbezug die Schulleitung nicht jede Lehrkraft mind. 1 mal “hospitiert”. Neeeee, schwöre … *Zwinker* *Zwinker*

Einfach unfassbar, wie man sich selbst bei den “eigenen Dienern” so eine Blöße geben will (und kann?). Und das schaffen manche immer und immer wieder. Erstaunlich eigentlich. Aber ernst nehmen? Glaubt doch keiner mehr.

Also an die Politik(er): Macht den Beruf noch unattraktiver. Den Ruf noch schlechter. Das funktioniert bestimmt super. Good luck.
Verbeamtet wollen sowieso immer weniger werden. Warum wohl nur? Flexibilität? Arbeitsanreize? Jobhobbing/-wechsel? Digitalisierung? Homeoffice? Konkurrenzunternehmen? Bedingungen – Lohn – Prozess?
Schade Banane.

the Dude
1 Monat zuvor

Auch wenn es nicht gerne gehört wird: SL sind sehr oft auch Ursache und Wirkung in Bezug auf ” Engagement, Verlässlichkeit und besonderer Leistung”

kazoo
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Richtig.
An unserer Schule ist nun auch dem/der letzten klar, dass wir das Karrieresprungbrett des Schulleiters sein sollen.
Manche spreizen sich zunehmend gegen das “MEHR! MEHR! MEHR!!”
(Auch, wenn der Gedanke, ihn möglichst bald loszuwerden, durchaus was Verlockendes hat).
Ohne die Junglehrer, die noch über genug Idealismus verfügen – bzw. noch auf wohlwollende Beurteilungen angewiesen sind – könnte er in manchen Belangen inzwischen einpacken.

447
1 Monat zuvor

– Gehalt kann nicht reduziert werden
– Kündigung sowohl juristisch als auch real (Personalmangel) nicht möglich
–> LOL

Sobald aus solchem Corpo-Geblubber irgendwas tatsächlich relevantes an Aktionen folgen sollte, wird es genug Leute (wie mich) geben, die dagegen einfach und schlicht klagen.
Und mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen werden.

Es ist so ein typischer “Renter-CDUler-haut-auf-den-Stamntisch-aber-nicht-zu-feste-weil-das-macht-Flecken-dann-meckert-die-Wirtin”-Moment:
– rechtskonservativ blinken (“jetzt aber!!!1!1” und “die faulen Lehrer!1”)
– mitte-links einknicken oder es nicht durchbekommen
– wenn es zum “Schwur” kommt.

Peter Parker
1 Monat zuvor

“Man werde versuchen, es über Anreize zu regeln – etwa, Fortbildungen auch in den Ferien anzubieten.”

Komische Vorstellung was die CDU unter Anreize versteht….

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Negativer Anreiz: Wer nicht spurt, muss seine Forbildungen in den Ferien absolvieren. Mit Präsenzpflicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Da bummel ich Überstunden ab oder korrigiere. Aber gut, ich kann mich nach gut 30 Jahren im Job gern in die Fortbildungen setzen – so bekomme ich dann wenigstens genug Schlaf, weil: was Neues erfahre ich da nur selten. Im Gegenzug bleiben dann halt die Korrekturen liegen. Die empörten Eltern/SuS verweise ich dann gern an die SL, welche entsprechende Priorisierung angeordnet hat.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Realitätsferne – nein eigentlich sogar schon realitätsallergische und damit realitäts-verweigernde – nicht mehr ernstzunehmende Nullchecker!

Klares Votum meinerseits: schickt sie in die Wüste … zu den ganz vereinzelten Kakteen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Der Würgereflex ist auch ein starker Reiz.
Als Lehrkraft kann man gar nicht so viel essen, wie man kotzen muss

Arno Handke
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

kommt auf die allgemeine Situation an … in den Ferien kann man Fortbildungen entspannt erleben. “AUCH in den Ferien” ist eine gute Sache.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Erstmal Fortbildungen und Dozenten finden. Und wer korrigiert dann in der unterrichtsfreien Zeit?

Delfinchen
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Dann gibt es halt nur noch Multiple Choice Tests. Schablone drauf.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Delfinchen

KI-generiert 😉

Muxi
1 Monat zuvor

Zuerst müsste man wissen, was die CDU unter Faulheit bei Lehrern versteht und woran sie das erkennen will.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Lehrer, die nur das Kerngeschäft machen, gelten mit höherer Wahrscheinlichkeit als faul, als die, die sich um die Außenwirkung kümmern.

Muxi
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich befürchte Sie könnten damit Recht haben.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Aus Erfahrung …. Vollste Zustimmung.

Ale
1 Monat zuvor

Irgendwie bin ich im Moment total sauer:
wie oft übernehme ich Klassen von Kollegen, die auf Grund eines starken Fortbildungsdranges im letzten Jahr vor den Prüfungen auf Grund selbiger im Lehrplan total hinten dran sind. Da bin ich auf zwei Arten der Blödmann: einmal weil ich keine richtige Zeit zum lehren hab und weil ich bei der Klasse unbeliebt bin, da ich “durchziehen” muss. Ich überlege es mir mittlerweile 2 Mal, ob ich an einer Fortbildung teilnehme, weil der Ausfall zeitlich kaum zu kompensieren ist. Dazu kommen die gewünschten Klassenfahrt/Ausflüge, die Abnahme von Prüfungen und die massiv gestiegene Zahl von Konferenzen.
Aber ich bin alles andere als faul (zumindest gefühlt), meine Klassen sind mit dem Stoff druch, sind auf die Prüfungen vorbereitet, können mich jederzeit (Nachts natürlich nicht) kontaktieren und Fragen stellen. Darin sehe ich mein Job, die Schüler in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Warum spielt das im Lehrerberuf nur noch eine untergeordnete Rolle?
Und mich ärgert noch etwas: erst was Corona schuld, jetzt der faule Lehrer (ich behaupte mal, dass um 90% der Kollegen sich massiv ins Zeug hängen): die echten Probleme werden nicht angegangen und somit immer schwieriger zu lösen.

Und dann wird der hohe Krankenstand bemängelt: wenn ich in meiner Schule das Lehrerzimmer so anhöre (Husten, kaum Stimme, Rückenschmerzen), dann würde ich behaupten, dass die meisten trotz Erkrankung eher arbeiten gehen als daheim sich auszukurieren.

Achin
1 Monat zuvor

Dass gerade der CDU- Landtagsabgeordnete Andreas Sturm über Lehrer, die nicht unterrichten wollen, schimpft, hat angesichts seiner Biografie eine höchst ironische Note:

https://www.landtag-bw.de/de/der-landtag/abgeordnete/abgeordnetenprofile/andreas-sturm-387058

Wer nach so kurzer Zeit nach dem Zweiten Staatsexamen als Lehrer zuerst ins hessische (!) Kultusministerium und dann an die hessische Lehrkräfteakademie versetzt wird, der hat den Schulalltag wohl nicht als so erfüllend empfunden.

GriasDi
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Oder den Schulalltag nicht geschafft.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Na immerhin hat er vier (in Worten: vier) Jahre im Job gearbeitet, bevor er sich verabschiedet hat… oh man, manchmal gruselts einen wirklich

Canishine
1 Monat zuvor

Könnte man dazu nicht z.B. auch die Arbeitszeit erfassen?

vhh
1 Monat zuvor

Was man so alles tut für Wählerstimmen…
Sturm nannte zudem einen hohen Krankenstand.’, ach so ist das, hoher Krankenstand bedeutet Leistungsverweigerung? Dieser ärgerliche Sozialstaat, nicht einmal sanktionieren darf man das.
Das ganze Gerede wird so nicht kommen, seine Mitarbeiter unter Generalverdacht zu stellen und gleichzeitig über alle Maßen zu belasten hat noch keinem Unternehmen geholfen. Andererseits, wer wird es nach der Wahl wieder hervorholen, wenn nicht viel geschieht, als Beleg für ‘Beamtenfilz’ und ‘Privilegierte da oben’? Ja, genau die. Richtig schlau, Herr Sturm!

Götz
1 Monat zuvor

Habe ein reines Gewissen und daher nichts dagegen einzuwenden. Wenn sich der Dienstherrr dann auch noch für die unbezahlten Überstunden im Korrekturbereich, für die Ergonomie am Arbeitsplatz und die Sanitäranlagen interessiert, brechen noch goldene Zeiten an.

GriasDi
1 Monat zuvor

Habe in den Ferien keine Zeit für Fortbildungen. Ich muss korrigieren und Unterricht vorbereiten.

kazoo
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Ich auch.
Oder, wie in den letzten Herbstferien, fast bis zum letzten Tag krank flachliegen, weder den Haushalt noch den Schulkram schaffen und sich nach den Ferien noch anranzen lassen, warum die Korrekturen und die Projektvorbereitung noch nicht fertig seien.
Ganz zu schweigen davon, dass man die Kranktage ja auch nicht irgendwie angerechnet und “erstattet” bekommt, wie es bei anderen (auch Beamten mit “Urlaubs”anspruch) Arbeitnehmern üblich ist.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  kazoo

Solches “Anranzen” kann zu psychischen Erkrankungen führen.
Klingt wie mobbing.

Ellenbogen
1 Monat zuvor

Druck machen steht im Titel. Anreize schaffen steht im Artikel. Also Belohnung, wenn man tut, was man eigentlich tun muss?

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Ellenbogen

Nein, wenn man es besonders gut macht. Ist überall so. Es gibt beispielsweise Geld oder Sachgutscheine.

Sepp
1 Monat zuvor

«Wir versetzen Schulleitungen in die Lage, Engagement, Verlässlichkeit und besondere Leistung zu honorieren und schaffen dafür nachvollziehbare Kriterien sowie geeignete Evaluationsinstrumente»

Cool, damit ist bestimmt mehr Geld gemeint, so dass eine Schulleitung bspw. mehr A14-Stellen verteilen kann. Oder es werden Möglichkeiten geschaffen, den entsprechend engagierten Lehrkräften zumindest Anrechnungsstunden zu geben, damit sie mehr Zeit für entsprechende besondere Leistungen, Projekte etc. haben.

Das wird doch ganz sicher so gemeint sein… oder?

«Zugleich geben wir Schulleitungen wirksame, rechtskonforme Werkzeuge an die Hand, um dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen zu adressieren – von strukturiertem Feedback über verbindliche Entwicklungsvereinbarungen bis hin zu abgestuften Sanktionen.»

Also wird es eine feste Arbeitszeiterfassung geben, um rechtskonform auch die tatsächliche Arbeitszeit zu quantifizieren. Da werden dann bestimmt alle Zeiten auf Klassenfahrten, Ausflügen, Abendveranstaltungen, Konferenzen und Dienstbesprechungen usw. eingerechnet werden.

Auch das ist doch bestimmt so gemeint… oder?
… oder?
… oder – etwa nicht?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Ich glaube, Sie haben da ein paar Dinge völlig Mißverstanden. Soooo war das natürlich nicht gemeint.

Karl Heinz
1 Monat zuvor

Au man
Da sieht man, wie blank da die Nerven liegen…
…und wie einfallslos da agiert wird.
Nach Migranten, Bürgergeldempfängern, Fußballfans nun noch die ach so faulen Lehrer als Feindbild für den sch(w)äb’sche Häuslebauer aufbauen…

Oder der ganze Unsinn hat tatsächlich Methode:
Man könnte fast denken, die wollen die nächsten Wahlen gar nicht mehr gewinnen.

447
1 Monat zuvor

Sprich:

Selbst WENN das alles so kommt, gibt es keine wirkliche Handhabe.

Und spätestens beim ersten ernsthaft prozessfreudigen Kollegen geht das Samtpfötchen-Konservativen-Getue wieder richtig nach hinten los.

Die CDU hat wirklich die seltene (und irgendwie seltsame, ehrlich!) Gabe, absolut zielsicher immer den peinlichstmöglichen Cringekompromiss aus “fett rechts blinken, links-mitte abbiegen” hinzubekommen.

Modell “Democratia Christiana” (IT) incoming.

OMG
1 Monat zuvor

…CDU verspricht (im Wahlprogramm), vermeintlich faulen Lehrern Druck zu machen …und die bsiher angefallen Überstunden für die FLeissigen zu bezahlen !

Mr. Smith
1 Monat zuvor

Das kann man sich natürlich leisten. Es gibt ja keinen bundesweiten Lehrermangel. Vielleicht sollte man das Raumschiff Stuttgart mal wieder verlassen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ach, die Lehrkräfte sind schuld und wenn sich nichts ändert, haften die Schulleitungen.
Ich dachte schon, es läge am Lehrkräftemangel, aber 80% am SBBZ sind wohl das neue 100% 😛

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

80%!!! Sind sie überbelegt? Davon träumen manche SBBZ

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Nennen Sie mir drei 😛

Hysterican
1 Monat zuvor

Spannend… ich fehle seit quasi 3 Jahrzehnten vllt 5 bis 8 Tage pro Schuljahr…(schnell auf Holz klopfen, da ich da bislang “Glück” gehabt habe) … mache meinen Unterricht an den curricularen Anforderungen der jeweiligen Abschlussprüfungen entlang… bringe mich dabei persönlich mit ner Menge Fach- und Sachkompetenz, Humor und Engagement ein … aber meine SL würde mir sicherlich unterstellen, dass ich nicht genug ins System investiere, weil ich dem ganzen Schwachsinn, der v.a. Zeit und Energie fordert nicht “nachgebe” und schlicht meine Job mache. Ich verweigere z.B. die Mitarbeit an “schulperspektivischen Arbeitsgruppen”, der “Leitbilderstellung”, den trendgemäßen Fortbildungsangeboten usw.

Entscheidet jetzt die SL, ob ich den geforderten Ansprüchen (nach der Definition meiner direkten Dienstvorgesetzten) gerecht werde, oder ob ich den “wünschenswerten Qualifications” entsprechend meine Zeit auch auf sinnlosen Scheiß verschwende, wie z.B. gendergerechtem Sportunterricht”?

Wir sind so dermaßen “fremdbestimmt” in unserer Arbeitszeit, dass ich eine darüber hinaus gehende Fremdbestimmung – z.B. was Fortbildungen, die üblicherweise in meine dienstfreie Zeit fallen” kategorisch ablehne.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Wie wäre es wenn mal SL einspringen würden und wenigsten ihre verpflichtenden Stunden absolvieren würden? (Bitte nicht persönlich nehmen-gilt natürlich nicht für alle)

Heinz
1 Monat zuvor

Man werde versuchen, es über Anreize zu regeln – etwa, Fortbildungen auch in den Ferien anzubieten.“

^^ Das war so gut, ich hab hier gerade Tränen in den Augen vor lachen gehabt.

JuanPhi
1 Monat zuvor

Wenn nun auch die Politik selbst dadurch das Narrativ der faulen, überbezahlten Lehrkräfte anfeuert, dann läuft hier aber gewaltig etwas schief. Anstatt die Arbeitsbedingungen zu verbessern und das Bildungssystem mit mehr Ressourcen auszustatten, damit Bildung wirklich funktioniert, schiebt man damit den Lehrkräften noch direkter die Schuld zu als es bisher schon der Fall war.

Als Lehrkraft ist man es ja gewohnt, aus Sch**ße Gold machen zu müssen, indem man in diesem veralteten, verknarzten, unterfinanzierten, bürokratischen, fehlgemanagten System den Kindern trotzdem versucht gerecht zu werden, da die sonst am meisten darunter zu leiden hätten. Weiter nach unten können die Kinder ja num nicht mehr treten. Hier wird mit Menschen gerabeitet, auch wenn die Schulpolitik sich eher selten sonderlich menschlich zeigt und man als Lehkraft nur irgendeine Personalnummer ist, die so lange vollkommen egal ist, wie sie funktioniert und nicht mit Burnout oder anderen stressbedingten Problemen ausscheidet (und auch dafür soll man dann ja anscheinend in Zukunft angeschwärzt werden können).

Ohne Lehrkräfte, die häufig über ihre Belastungsgrenzen gehen und mehr Arbeiten als sie sollten, würde dieses ganze System zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

Natürlich gibt, wie in jedem Beruf, auch hier Ausnahmen…allerdings ist das die Minderheit …und wenn man sich mal Gedanken machen würde, was die besagten Lehrkräfte in eine solche Resignation und Verweigerungshaltung geführt hat, müsste man ja etwas am System ändern. Man schaue sich nur einmal die neue Arbeitszeitstudie aus Hamburg an. Wer nicht resigniert und nur noch Dienst nach Vorschrift schiebt, kann nur noch seine Arbeitszeit (und damit auch Gehalt) reduzieren oder landet eben früher oder später in der Überlastung/ im Burnout. Das ist der Politik auch bekannt. Nicht umsonst gibt es in vielen Bundesländern verpflichtende Gefährdungsanalysen an Schulen, deren Ergebnisse ja häufig genau das zeigen. Wenn man die allerdings einfach ignoriert, muss man sich natürlich als Entscheidungsträger auch keine Verfehlungen eingestehen, geschweige denn etwas am System ändern.

Also lieber schön populistisch das Narrativ der faulen Lehrer schüren und dadurch Wählerstimmen abgreifen, anstatt sich einmal selbst an die Nase zu fassen und nachhaltig etwas verändern zu wollen.

Fortbildungen in den Ferien? Wie gütig und innovativ…weil Lehrkräfte da ja bekanntermaßen frei haben, genau wie an den Wochenenden und an jedem anderen Tag nach 12.

Versteht mich nicht falsch: Natürlich sollte man Lehrkräfte, die ihren Job nicht machen, disziplinieren können. Das geht aber bereits jetzt auch schon. Wäre ich Mitglied einer Schulleitung, würde ich mir vermutlich aber dreimal überlegen, wie weit ich da gehe. Es ist ja nicht gerade so, dass gut ausgebildete, noch nicht verschlissene und noch nicht desillusionierte Lehrkräfte einem gerade die Bude einrennen.

Fheuer
1 Monat zuvor
Antwortet  JuanPhi

Dem ist absolut nichts hinzuzufügen. Vielen Dank! ❤️

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Heißt das, das in BW jetzt die Arbeitszeiterfassung kommt?

Ohne kann man kaum feststellen, ob jemand zu wenig leistet.

Mondmatt
1 Monat zuvor

Der Anreiz zur Leistung sind Fortbildungen in den Ferien?

Die Strafe für Faulheit besteht dann wahrscheinlich darin, dass der Schulleiter die faulen Kollegen nicht mehr in sein Nachtgebet einschließt?

Einfach Populismus der übelsten Sorte. Da wird mal irgendwas raus gehauen um die vor Neid überquellende Wählerseele zu streicheln.

Polemik die einen ganzen Berufsstand diskriminiert.

Der einzige halbwegs vernünftige Vorschlag zu diesem Thema wäre es Kollegen die übermäßig oft und zum Teil jahrelang krank sind ab einem gewissen Alter (z.B. 63) zwangsweise zu pensionieren.

Das schützt echt erkrankte Kollegen mit schweren Einschränkungen vor sich selbst. Die Kollegien werden durch einsatzfähigen Ersatz entlastet und die extrem wenigen Drückeberger werden abgeschreckt.

Andererseits würden solche Regelungen zur Disziplinierung “fauler” Kollegen der Willkür durch das Ministerium und manche Schulleitungen Tür und Tor öffnen.
Jeder der nicht zu 100% nach der Pfeife der Ministeriums oder der Schulleitung tanzt wäre Ruck Zuck ein Faulenzer denn man jetzt mit irgendwelchen “Motivationsmitteln” drangsalieren könnte.

Heinrich der 9.
1 Monat zuvor

Wer sanktioniert dumme Politiker?
Hier wird schön mit Populismus und Vorurteilen gearbeitet. Da scheint eine Partei wirklich im Panik-Modus zu sein, wenn man verzweifelt nach Aufmerksamkeit schreit. Lehrer und Leistungsbewertung….
Bitte WIE genau soll das funktionieren? Da könnte ich jetzt stundenlang tippen, was alles geleistet wird, das nicht messbar ist….
Geht weg mit dem Mist.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinrich der 9.

Der Wähler kann dies! Politiker sind im Wettbewerb, Beamte in der BRD leider eher wie eine Kaste!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Im welchen Wettbewerb? Im Mist verzapfen? Und/oder: Wer haut mehr Stammtischparolen raus?

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Was reden Sie da? Politiker stellen sich der Wahl! Bin ich Beamter und fühle mich von einer Partei nicht vertreten, dann diese nicht! Als Bürger habe ich auf die Beamten keinen Einfluss, Wahlmöglichkeit da nicht gegeben!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Vor der Wahl ist nach der Wahl 😉

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

“Was soll ich t(h)un, Fisch?”
“Du hast die Wa(h)l, Fisch!”

<Gespräch zwischen zwei Meeresbewohnern>

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinrich der 9.

Ganz genau. Noch mehr Dokumentation. Gibt ja sowenig Schreibkram…

Romina
1 Monat zuvor

SL sollten echte Vorgesetzte werden. Dann schauen sie auch genauer hin, was in den Kollegien los ist.
Fortbildungen in den Ferien sind doch ok. Auch die Ferien sind Arbeitszeit, somit finden die Fobis während der Arbeitszeit statt.
Schule verkommt immer mehr zu einer Farce, getrieben von allerlei Dingen, die mit Unterricht und Bildung rein gar nichts zu tun haben.
Fortbildungen müssen qualitativ hochwertig und transferfähug sein und nicht als chillige Auszeit während der Unterrichtszeit erfolgen.
Ich unterstütze das Ansinnen, mehr Qualität und Leistung in das Unterrichtsgeschehen zu bringen. Das ist aber so einfach und schnell umsetzbar, wie mit einem vollen Öltanker durch eine Koordinatiosleiter zu springen.

Na ja
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Chillige Auszeit?! Ich muss den Unterricht für die Vertretungslehrkraft vorbereiten, nicht Erledigt es in den Folgestunden nachholen und eine total sinnlose Veranstaltung über mich ergehen lassen. Selten so gechillt!
Siehe auch meinen Post weiter oben

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Bin ich voll dabei. Nach 107 Arbeitsstunden allein in den letzten beiden Wochen gehe ich gern in den Ferien zur Fortbildung. Die Klassenarbeiten und Klausuren 11 bleiben dann leider liegen, weil: ich muss Überstunden abbauen. Deshalb bleibt mir nach der Fortbildung leider keine Zeit mehr fürs Korrigieren oder gar Vorbereiten des Unterrichts.

PS: Wenn die Kultusse weiterhin der Ansicht sind: „nur der billigste Fortbildner ist der beste Fortbildner“, weiß ich echt nicht, was ich da soll außer Schlaf nachholen. Nach ü30 Jahren im Job erfahre ich dort nur selten was Neues und vor allem Sinnvolles – die meisten Fobis verschwenden meine Zeit, die ich sinnvoller in andere Dinge gesteckt hätte!

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Chillige Auszeit während der Unterrichtszeit… Aha. Viel Meinung und wenig Ahnung. Die meisten Fortbildungen liegen bei uns ab 14 Uhr nachmittags. Also in der Zeit, in der ich nicht gechillt anhänge, sondern Vorbereitung, Korrekturen, E-Mails usw. abarbeite. Oder sie gehen bis 19 Uhr oder liegen Samstag. So viel dazu. Ach ja, und wenn sie was kosten gibt es Diskussionen, wer die Kosten trägt. Also meine Freunde in “normalen” Unternehmen bekommen ihre Fobia bezahlt und sie liegen nicht am Wochenende, sondern immer in der Arbeitszeit. Von der Qualität stimme ich zu, da sind viele Fortbildungen echt schlecht.

Delfinchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Chillige Auszeit?
Ernsthaft?
Man muss jede Stunde, die wegen Fobi ausfällt, vorbereiten (auch, wenn man so Begleitperson auf Klassenfahrt mitfährt), wenn man wieder kommt, grucken, was gemacht wurde, ggf nachbereiten usw. usw. Chillig war das noch nie!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Romina

Genau! Schön gesprochen 🙂 Erst mal den ausufernden Bürokratiemist abschaffen. Dann weniger Konferenzen, Besprechungen, etc – daür mehr Unterricht. Back to Basics! Von mir aus gerne auch mehrtätige qualitativ hochwertige Fortbildungen in der “chilligen” unterrichtsfreien Zeit. Bleiben Korrekturen und Bürokram halt liegen. “Samstags gehört Papi mir” 😉 Und in aller Konsequenz: 9-5! Beamtentum weg, Streik- und Kündigungsrecht her. Macht doch euren chillig priviligierten Mist alleine und erzieht eure Hochbegabten selbst 🙂

Ophelia Landmann
1 Monat zuvor

Schritt 1 ist dann wohl die Einführung der Arbeitszeiterfassung – sonst kann man ja gar nicht wissen, wer zu wenig arbeitet.
Über die “Maßnahmen” kann ich allerdings nur lachen! Feedback und Entwicklungsvereinbarungen, als wäre das nicht jetzt schon möglich… Und was, bitteschön, ist an FoBi in den Ferien attraktiv? Alles reiner Populismus.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Ophelia Landmann

Haben sie doch gerade gelesen. “Chillig” (ohne Korrekturzeit). Besonders effektiv mit Kleinkindern oder Pubertierern. Die schicken wir dann in die Ferienbetreuung)

Wiegleb
1 Monat zuvor

Moin zusammen, die Politik ist scheinbar überfordert; richtig ist, dass sich Schulleitungen bundesweit Instrumente zur Personalentwicklung wünschen (immerhin zugehört), gleichzeitig zeigen alle Arbeitszeitstudien der letzten Jahre, dass in dem System viel zu viel gearbeitet wird dies bei einer viel zu hohen Streubreite; und tatsächlich sind die Ferien ein arbeitsrechtliches Problem, denn die Studien zeigen, dass die Lehrerschaft in der Regel in den Schulwochen zu viel arbeitet und in den Ferien diese Mehrbelastung wieder abfeiert (oft mit poststresssymptomen); würde man mal die Emotionen raus lassen und überlegen, wie man a) eine gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeitmessung hinbekommt, b) die Arbeit an sich über das Jahr anders verteilt (liebe Lehrkräfte, Ich weiß, das hört sich gewöhnungsbedürftig an, ist aber sachlich sehr wahrscheinlich der richtige Weg – z.B. Unterrichtsarbeit runter, dafür in den Ferien Schulentwicklung und Fortbildung) c) die bisher eher geförderten „Ich-AGs“ der Lehrkräfte zu wahren Teamplayern entwickelt, d) Gruppendynamik und Beziehungsarbeit als zentrales Ausbildungselement etablieren (zur Erklärung: alle Lehrkräfte Deutschlands lernen obwohl sie ihr Berufsleben lang nur mit Gruppen und Menschen in Beziehung gehen, nichts(!) über Gruppendynamik und Beziehungsmanagement); ich könnte noch viel, sehr viel schreiben…, derzeit scheint nur die Panik in der Politik größer zu werden und wie in vielen Politikfeldern kommt es dann zu Aktionismus – Schade! Einen schönen Advent zusammen!

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Wiegleb

…und tatsächlich sind die Ferien ein arbeitsrechtliches Problem, denn die Studien zeigen, dass die Lehrerschaft in der Regel in den Schulwochen zu viel arbeitet und in den Ferien diese Mehrbelastung wieder abfeiert

Gibt es wirklich saubere Studien dazu? Von den Sommerferien mal abgesehen hat man doch eigentlich immer irgendwelche Korrekturen u.ä., was man mit in die Ferien schleppt:

In diesem Jahr hatten wir in Nds bspw. alle Abiturprüfungen in den Naturwissenschaften direkt vor Ostern, so dass man in den Oster-“ferien” korrigiert hat.

Jetzt habe ich gerade meine Vorabitur-Klausuren korrigiert. In der letzten Woche vor Weihnachten schreiben dann aber noch zwei meiner Kurse in Jg-10 eine Klassenarbeit, es wird außerdem eine Arbeit in Jg-9 geben und mein Kurs in Jg-11 schreibt ebenfalls noch eine Klausur. – Ich starte also mit vier Korrektur-Stapeln in die Weihnachts-“ferien”.

Darüber möchte ich mich nicht beschweren – denn es ergeht vielen Kollegen so. Nur sollte man nicht immer so tun, als wenn wir in den Ferien nicht auch arbeiten würden…

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Bei mir werden 1 Stapel Aufsätze, 1 Stapel Deutscharbeiten und 1 Stapel Mathearbeiten meiner Viertklässler liegen. Wenn die durchgeschaut sind, fange ich mit den Empfehlungstexten für die weiterführende Schule an. Außer an den Feiertagen und den Wochenenden (an denen ich außerhalb von Ferien arbeite, die aber in den Ferien konsequent frei bleiben) werde ich gut zu tun haben…

Wiegleb
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Moin, ja es gibt reichlich saubere Studien, hier nur einer der Forschenden:https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/dokumentation/forschungsstand-2022

Wiegleb
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

wir haben seit Jahrzehnten kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem; das Deputatsmodell (also die Anzahl der Unterrichtsstunden sind einzige Zählgröße) ist abzuschaffen und eine Jahresarbeitszeit einzuführen

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Wiegleb

Das eigentliche Problem ist vermutlich nicht die reine Arbeitszeiterfassung sondern deren Ergebnisse. Die Frage ist doch, wie man andere gesetzliche Regelungen auf Lehrkräfte übertragen kann. Das sind Regelungen zur maximalen Wochenarbeitszeit, Ruhezeiten zwischen Arbeitsende und Arbeitsanfang am Folgetag, Freizeitausgleich bei Mehrarbeit, unterschiedliche Wochenstundenzahl von Beamten und Angestellten etc.
Der letzgenannte Punkt würde nämlich zu einer Streichung des §44 des TV-L führen müssen, da dieser eine Sonderregelung im Arbeitsrecht darstellt, die es im sonstigen ÖD in dieser Form nicht gibt.
Ein Viertel aller Lehrkräfteim ÖD ist nicht verbeamtet, bei einer Gesamtszahl von etwa 800.000 Stellen. In NRW sind es im Schuljahr 24/25 rund 222.000 Lehrkräfte an staatlichen Schulen. Für NRW bedeutet das, dass mindestens 55.500 Lehrkräfte tarifbeschäftigt sind. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Angestellten im ÖD des Landes NRW beträgt 39 Wochenstunden, die der Beamten 41 Wochenstunen. Das Land NRW müsste bei seinen Lehrkräften also 110.000 Arbeitsstunden je Woche ausgleichen, wenn der §44 im TV-L entfällt. Das wären dann in etwa 2.800 zusätzliche Stellen für Angestellte oder 2.700 Stellen für Beamte.

Das sind ausreichend viele Gründe, um die geltende Rechtsprechung zu ignorieren.

GriasDi
1 Monat zuvor

Vielleicht sollte die Law and Order-Partei erstmal geltendes Recht umsetzen (Arbeitszeiterfassung).

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Hetzt die Union gegen Arbeitslose, bei allem Respekt, sind Beamte wohl eher auf der Seite herrschender Politik

Artner
1 Monat zuvor

Eigenartig, dass von den faulen Politikern nichts geschrieben wird. Alle Lehrer werden mal wieder über einen Kamm geschert, aber das ist bei den Poltikern normal. Mal schauen, wer sich noch zum Lehrer ausbilden lässt und in Regelklassen mit 80% Migrationsschülern auseinandersetzt. Ich habe da meine Zweifel. Der Staat hat versagt auf ganzer Linie. Ich kann es nicht mehr hören, dieses Geschwätz.

Schröderkanzler
1 Monat zuvor

Na endlich! ! Lehrer sind faule Säcke!
Oh, ihr armen denkfaulen Politiker.
Wie wäre es , wenn wir , ähnlich in Schweiz, eine Art Rätepoilitik einführen. Dann wäre nach dieser Aussage der Herr „CDU“ arbeitslos.

Schröderkanzler
1 Monat zuvor

Nochmal ich.

Führt die Arbeitszeiterfassung ein. Dann kommt die Antwort. Aber da ist die blanke Angst vor der Wahrheit.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Schröderkanzler

Die Wahrheit ist doch schon belegt. Die Angst besteht darin, keine machbare Lösung zu finden, diese zu verschleiern. Denn dadurch würde ja das Versagen der Verantwortlichen in den Ländern für die Wählerschaft sichtbar wie im Falle der “neuen Kleider das Kaisers”.
Die KuMis ständen plötzlich nackt da.

Salida
1 Monat zuvor

Die Lehrerschelte als Wahlkampf. Grandios. So sorgt man dafür, dass die nächste Generation “Lehrkräftemangel” nicht mal mehr buchstabieren kann. Statt mal eine längst überfällige Reform des Beamtenrechts anzugehen, haut man auf Lehrer*innen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Salida

Da haben Sie einen Punkt! Geht es gegen Beamte, dann meist oder sehr oft gegen Lehrer! Im Postbereich wurde bis kurz vor der Privatisierung verbeamtet, Frühpensionierungen ohne Ende, wird und wurde kaum beachtet!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Bahn nicht anders, Flugsicherung ebenso. Wird halt gerne übersehen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die Flugsicherung ist irgendwie in sich selbst privatisiert, ähnlich wohl der Bahn. Ich kritisiere hier das deutsche System im ÖD, nicht per se Lehrkräfte!
Bei der Flugsicherung, eine legendärer Dienst nach Vorschrift Aktion brachte das Fass zum Überlaufen, wurde über 1 Millionen DM geboten, um Beamte zum Verzicht auf den Status zu bringen, kaum Erfolg! Letzte Minute Postbereich ist allerdings der krasseste Fall, die Telekom als starker Teil hätte früher ausgebrochen werden müssen!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

“…Beamte zum Verzicht auf den Status zu bringen, kaum Erfolg!…” ?
Ein mir persönlich bekannter Fluglotse erinnert das anders. Die starke Gewerkschaft der Flugsicherung handelte so gute Bedingungen für den Verzicht auf den Beamtenstatus aus, dass nur ganz wenige diesen behielten (und sich danach ärgerten).

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Für die Fluglotsen waren durch die Privatisierungen gehaltssprünge möglich, die sie in den starren Besoldungsgrenzen niemals erlebt hätten.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Genau, die standen danach besser da.

Jogro
1 Monat zuvor

Die in BW lernen es wirklich nicht mehr, versuchen immer wieder Günstlinge des Schäuble/Strobl-clans in Position zu bringen, die könnens aber nicht .

Riesenzwerg
1 Monat zuvor

“Instrumente zur Leistungssteigerung” – Yippii! Endlich muss mich meine Drogen nicht mehr selber kaufen!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Welcher Esel fällt denn noch auf die Möhre rein, die vor seiner Nase baumelt?

S.B.
1 Monat zuvor

Zum Glück muss ich in Baden-Württemberg nicht wählen.

Mpunkt
8 Tage zuvor

Herr Hagel hat absolut recht. Und stehe ich als Lehrer 100% dahinter. Wir brauchen ein Leistungsprinzip, weil viele Lehrer eben nicht genug arbeiten und sich ausruhen. Natürlich nicht alle. Aber im aktuellen System belohnen wir diejenigen, die weniger arbeiten und das darf definitiv nicht bleiben.