
Mulmige Erinnerungen an die Corana-Pandemie werden plötzlich wach. Für landesweit etwa 2,5 Millionen Schüler heißt es von einem Tag auf den nächsten: Distanzunterricht. Die Schulen blieben mit Ausnahme einer Notbetreuung am Montag geschlossen. Was bleibt von dem Tag hängen?
«Passwort vergessen» dürfte eine häufige Rückmeldung gewesen sein, als es um die digitalen Formate des Unterrichts ging. Die Routine aus der Pandemie ist verflogen, der eine oder andere empfand das Verfahren als «eingerostet». Für viele Grundschüler flatterten Aufgabenpakete ins Postfach.
An manchem Küchentisch drohte schlechte Stimmung, wenn das eine Kind nur wenige Blätter und das andere gleich einen dicken Stapel an Aufgaben zu erledigen hatte. Auch so manches Elternteil geriet ins Stöhnen, weil der Tag kurzfristig neu organisiert werden musste, um die Kinder zu betreuen.
Warum gab es nicht früher Informationen? Fehlende Vorwarnung an Eltern in der Kritik
NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) verteidigte die Schulschließung wegen Glatteisgefahr, die anhand einer Unwetterwarnung erfolgt sei. Es gehe um die Sicherheit auf dem Schulweg. Am Freitag seien die Schulen sensibilisiert worden, dass die Entscheidung kommen könnte, sagte sie im WDR2.
Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern einzubinden, sagte Vorsitzende Josephine Behrens.
Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon einmal über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken. So sei die Information über den landesweiten Distanzunterricht erst mit der Entscheidung der Landesregierung am Sonntagnachmittag erfolgt. Das sei gerade für berufstätige Eltern zu spät.
Distanzunterricht ist nicht gleich Distanzunterricht
Für den Distanzunterricht müssen nach Ansicht der Gewerkschaft GEW mehr Geld in die Hand genommen und bessere, nachhaltige Konzepte vorgelegt werden. Einheitliche, verbindliche Qualitätskriterien, klare didaktische Leitlinien und realistische Lernziele seien bislang nicht konsequent genug verankert.
«Trotz vorhandener Standards bestehen weiterhin große Unterschiede bei technischer Ausstattung, Endgeräten sowie der Qualität von Internet- und WLAN-Zugängen – sowohl an Schulen als auch in den Haushalten der Lernenden», erklärte die GEW-Landesvorsitzende Ayla Celik.
Sowohl die Landeselternschaft der Grundschulen als auch die GEW bewerten die Entscheidung zum Distanzunterricht als nachvollziehbar. Kritik von der FDP: «Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?», schrieb Landeschef Henning Höne auf der Plattform X.
«Es ist uns bewusst, dass das für jeden eine neue Herausforderung ist, aber wir haben uns letztendlich für die Sicherheit der Kinder und der Schülerinnen und Schüler entschieden, wie im Übrigen ja auch andere Bundesländer», sagte Feller im WDR2. Sie sei beim Distanzunterricht offen für Optimierungsvorschläge.
Regen ja, Glatteis-Katastrophe nein – Entwarnung für die nächsten Tage
Regen sorgte auf den gefrorenen Böden in weiten Teilen von NRW für gefährlich glatte Straßen. Im Berufsverkehr ging es auf mehreren Autobahnen etwa im Oberbergischen Land und im Sauerland nur sehr langsam voran. Die Polizei wurde zu einigen Unfällen alarmiert. Der Winterdienst war im Dauereinsatz.
Nach der Glätte am Montagmorgen wurde das Wetter mild und regnerisch. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnten die Temperaturen am Dienstag und Mittwoch sogar auf bis zu elf Grad steigen. Es bleibe bewölkt und grau, immer wieder gebe es leichte Regenschauer. News4teachers / mit Material der dpa
Distanzunterricht gesetzlich verankern – Schulleitungen: Aber nicht als Billig-Lösung!









Warum üben wir das nicht und warum verankern wir Distanzunterricht nicht in unserem Stundenplan? Alle machen Homeoffice und Schule schafft es nur analog?
Es gibt vorbildliche Beispiele in unserem Land, da wird es geprobt, da gibt es ihn anteilig und da wird bei Winterwetter von zuhause gearbeitet.
Diese Minusstundengeschichte ist ein Unding, weil Lehrer auch im Homeoffice arbeiten und auch Aufgaben geben! 🙂
Wie ich Sie eben schon fragte, wer stellt allen Kindern Tablets und Internet zur Verfügung?
Komisch, ich war da und mein Material war online – von den Kids haben nur 10 % reingeschaut, aber keiner hat die online-Aufgaben erledigt!
Aber klar… die Lehrer haben es verbockt???
Heute im WDR mehrfach Äußerungen von Hörern in Richtung “die Lehrer haben ja wieder mal frei gehabt”, “viel zu oft frei wegen Wetter”, “Arbeit am Samstag nachholen”, “den Kindern geht Unterrichtszeit verloren” — och, die armen Kinder…
Ich möchte das Heulen und Zähneknirschen hören, wenn etwas passiert wäre: den Kindern, dann sind es die Lehrer schuld, die unbedingt auf Anwesenheit bestehen – den Lehrern, dann fallen die wochenlang mit gebrochenem Bein und damit wieder Unterricht aus…
Wenn wir ein Warnsystem aufbauen, die Wetterdienste warnen – dann sollten wir spätestens nach dem Ahrtal gelernt haben, dass man auf sie hören sollte.
Nicht mehr und nicht weniger hat die Ministerin gemacht und das war gut so.
Sollen wir mal zählen, wie viele Stunden Unterrichtszeit verloren geht, weil man Handys etc. konfiszieren muss, darüber diskutiert, vollkommen sinnlose Konflikte schlichtet, verspätete SuS nachträglich einträgt, verhaltenskreative Kinder ständig wieder an ihren Platz zurück komplimentiert, die Inhalte des Unterrichts rechtfertigt, über unlesbare Schrift diskutiert, alles hundert Mal wiederholt, weil unter Schülern und Eltern die Ansicht verbreitet ist, Schule sei “überflüssig und uncool”, man “brauche das alles nicht”, lesen/schreiben/rechnen können brauche man auch nicht mehr, mache ja der Computer/das Handy/die KI…
Lehrer sollen nacharbeiten? Was denn? Den Präsenzunterricht nachholen, weil sie den nicht halten konnten, dafür aber am Sonntagnachmittag kurzerhand alles umwerfen und online (bei abgestürzter Plattform) vorbereiten mussten?
Wer arbeitet an jedem Wochenende, weil die Woche nicht ausreicht? Ohne Mehrbezahlung, geschweige denn Bezahlung für Nacht-/Wochenend- und Feiertagsarbeit.
Wer rennt den Kindern wöchentlich, wenn nicht täglich, mit ihren Passwörtern hinterher, weil wieder mal weg?
Wer stellt wöchentlich Aufgaben in die Lernplattform, damit alle, auch die Kranken, lernen könn(t)en – und sieht jede Woche, das kein A… je reinguckt?
Bin auch sehr dafür, dass man Distanzunterricht übt – je nach Alter und Zielgruppe live oder per Material.
Dann muss es aber auch Konsequenzen geben, wenn die SuS sich einfach ausklinken!
Aber die gibt es ja auch im Präsenzunterricht nicht.
Selbst ohne Vorbereitung, wenn es plötzlich kommt, alle Server abstürzen und Eltern sich nicht kümmern können, kann jedes Kind jederzeit Vokabeln lernen oder wiederholen, ein Buch lesen, einen Aufsatz/ein Referat schreiben, Matheaufgaben üben… und wenn alle Stricke reißen… dann haben die Kids halt mal einen freien Tag! Wem tut das weh bei all der verschenkten Zeit, die sie schon im Normalbetrieb nicht nutzen (wollen) und dabei gerne von Erwachsenen in ihrem Umfeld bestärkt werden, wie doof Schul doch sei, wie blöd alle Lehrer. (Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel!)
Stattdessen könnten sich benachbarte Familien zusammentun und Betreuung organisieren.
Die Erfahrung lehrt, dass kaum Kinder wirklich Notbetreuung brauchen. Bei Hitzefrei oder so stehen von jetzt auf gleich 300 Autos vor der Schule, um die lieben Kleinen (bei mir ab Jg. 5) abzuholen… nicht mal ein Prozent verbleibt in der Betreuung…
Ich stimme hundertprozentig zu! Beinahe jede Schule hat spätestens seit Corona eine Lernplattform, die die Schülerinnen und Schüler permanent nutzen können. An unserer Schule werden darüber auch die Wochenplanaufgaben aller Fächer hochgeladen, es weiß also jede/r, was sie oder er zu tun hat. Zudem wurden alle Schülerinnen und Schüler bereits am Freitag vorsichtshalber darauf hingewiesen, ihr Unterrichtsmaterial mit nach Hause zu nehmen. Trotzdem stellt man die entsprechenden Buchseiten nochmal online, damit es keine Ausreden gibt. Und wie kanndochnichtwahrsein gesagt hat, es handelt sich um einen Tag! Meine Erfahrung ist, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler ihre Aufgaben über die Lernplattform erledigen, Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber da besteht kein Unterschied zum Normalbetrieb. Witterungsbedingten Unterrichtsausfall gab es auch schon vor 40 Jahren zu meiner Schulzeit, da hat kein Hahn nach gekräht! Im ländlichen Raum fällt dann halt auch heute noch der Busverkehr aus und viele Kinder hätten überhaupt keine Möglichkeit, zur Schule zu kommen.
Über die Vorschläge aus der Realitätsferne der FDP kann ich nur müde lächeln. Bei uns fährt auch bei normalem Wetter einmal am Tag ein Schulbus hin und einer zurück…
Vielleicht müsste man den geneigten WDR-Hörern klarmachen, dass sich „die Lehrer“ das nicht selbst ausgedacht haben, sondern die Order vom MSB kam. Keinem vernünftigen Menschen würde es einfallen, per Rundfunk andere ArbeitnehmerInnen dafür zu kritisieren, dass sie den Anweisungen ihrer Vorgesetzten Folge leisten.
Ganz genau. Ich gebe jede Woche Online-Aufgaben. Es würden sie 20-30% machen, wenn nicht alle Faulpelze sie in der Schule nacharbeiten müssten. Nur dann sitze ich ja doch mit ihnen in der Schule daran.
Also bei uns hieß es, wir dürfen nicht einfordern, dass die Schüler die Aufgaben Zuhause bearbeiten. Kann man sich ausrechnen, wie viele dann das Material bearbeitet haben, dass ich extra Sonntagabend noch hochladen musste
komme auf 12 Minusstunden, ein Wahnsinn 🙁
wir müssen diesen Distanzunterricht endlich etablieren und üben.
überall gibt es schon online Formate und Konferenzen auch mit Kameras.
Winter und heiße Sommertage muss es andere Möglichkeiten geben, online.
So ein Mist 🙁
Ganz genau!
Und Sie kaufen allen Kindern Tablets und bezahlen für alle die Internetverbindung? Legen Sie auch die Leitungen für eine schnelle Verbindung in den ländlichen Raum?
Tja. Augen auf bei der Berufswahl.
Aber Schule hat auch ihre schönen Seiten.
Wie schaffen Sie 12 Minusstunden an einem Distanztag?
Sie hat die Vor- und Nachbereitung daheim hinzugerechnet.
Freitag und Montag sind 2 Tage
Dass man für so einen Tag Minusstunden bekommt, kann nicht sein. Das war höhere Gewalt. Ich würde dringend mal beim Personalrat nachfragen.
Minusstunden sind eine Frechheit, wer zählt denn die ganzen zusätzlichen Stunden, die sich nicht auf Unterrichtsstunden beziehen und die regelmäßig geleistet werden?
Zudem ist Distanzunterricht für mich immer mehr Arbeit als der normale Präsenzunterricht.
Heute war der Distanzunterricht auf jeden Fall gerechtfertigt. Unsere Straße und der Bürgersteig war eine reine Eisfläche.
Insgesamt waren viel weniger Autos, Busse etc. auf der Straße, sodass nicht so viel passieren konnte.
Lass mal einen Schulbus in den Graben rutschen mit schwerverletzten oder sogar toten Kinder…dann wird aber ganz anders diskutiert.
Die Stunden in der Schule bekommen Sie konkret bezahlt. Die Stunden Zuhause pauschal. Niemand schaut, ob Sie da wirklich was gemacht haben. Seien Sie froh.
Gerade im Winter ist die Sicherheit wichtig. Wie viele andere bleiben in der dunklen Jahreszeit im Homeoffice, viele jeden Freitag und Montag, arbeiten von zuhause und flexibel.
Ich hoffe, es wird jetzt klar, dass wir das ausbauen und üben müssen.
4-Tage Woche, 30 % Homeschoolinganteil, Gehälter rauf und auch DB‘s und GK‘s online!
Naja, gestern Mittag waren sowohl LogineoLMS, als auch LogineoNRW offline. Ging erst irgendwann abends wieder. “Bildungsland NRW” halt…
Landessoftware halt. Denk ich an mein Bundesland bei der Nacht, bin ich – vor Lachen – um den Schlaf gebracht.
Hat vor Jahren ein ehemaliger Düsseldorfer so oder zumindest so ähnlich formuliert. Und dem können vermutlich sogar die Kölner zustimmen, obwohl bei denen noch weniger klappt.
LogineoLMS schätze ich normalerweise sehr, ist aber auch keine Landessoftware.
Selbst LogineoNRW wäre mitte der 90er richtig geiler Scheiß gewesen.
Bei unshaben längst nicht alle SuS digitale Endgerät ausser dem privaten Handy. Um Distanzunterricht sinnvoll durchführen zu können, müssen erstmal alle SuS sinnvoll ausgestattet sein.
Trotzdem denke ich, dass es richtig war Vorsicht walten zu lassen, auch wenn eine frühere Information vieles erleichtert hätte.
Dann müssen diese dringend angeschafft werden!
Homeschooling muss klappen
Vom wem? Muss das alles wieder der Staat kaufen? Sie wollten doch aber weniger Steuern zahlen und nicht mehr? Oder woher nimmt der Staat das Geld?
Wenn die Kinder keine Endgeräte haben, dann ist halt mal ein einziger Tag in ihrem Schülerleben schneefrei. Vergisst man nie. Einfach Füße hoch und Bücher lesen.
Minusstunden würden auch nicht entstehen, wenn es endlich Arbeitszeitkonten gäbe.
Bildung priorisieren, dann ist auch genug Geld da
Priorisieren heißt aber nicht, ein Sujet auf Plaatz eins oder zwei zu setzen. Man priorisiert auch, wenn einzelne Punkte weiter hinten rangieren. Das ist nämlich die Folge von Priorisierung.
Die dämlichste aller Forderungen ist immer die, etwas zur Chefsache zu machen. Denn dann muss alles durch den Flaschenhals, was automatisch zu Verzögerungen führt, außer Cheffe entscheidet ausschließlich nach Bauchgefühl. Motto lieber schnell als richtig entscheiden. Nur wie lange kann er sich so halten?
Also bei uns wurde letztes Schuljahr noch groß angekündigt, dass ab der 5. Klasse ab dem Schuljahr 2026/2027 alle SuS ein iPad bekommen sollen.
Jetzt wissen wir noch nicht einmal, ob die neue 7. Klasse ausgestattet werden kann, da die alten Geräte aussortiert werden müssen.
Haben denn die Lehrkräfte die entsprechenden Geräte vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommen? Ich bezweifle das!
Warum wird immer stillschweigend akzeptiert, dass Lehrkräfte sich ihr Arbeitsmaterial vom Einkommen finanzieren müssen?
Wie schon jemand schrieb, wurden Dienstlaptops für 500 Millionen Euro angeschafft. Die meisten bei uns nutzen sie nicht. Da ist zu vieles blockiert und verboten.
Waren das denn nur 500 Millionen für Berlin? Ich dachte, so viel kosten die Dienstlaptops in ganz Deutschland.
Sind Sie kein Lehrer? Sie müssen doch einen bekommen haben.
In Berlin wird nun gestritten, dass das völlig unnötig war. Und dass man das am Abend, als die Nachricht vom Senat kam, aber schon absehen konnte. Allerdings hatten einige/manche/viele Schulen bist dahin ja schon selbst den Eltern freigestellt, ihr Kind zur Schule zu schicken oder nicht.
Wie gerade geschrieben, wenn Distanzunterricht, also Onlineunterricht verordnet wird, muss auch garantiert werden, dass ALLE Kinder ein Tablet oder so haben, um teilnehmen zu können. Das bedeutet, der Staat muss allen Kinder, die keins haben, eins zur Verfügung stellen. Da können Sie sicher sein, plötzlich haben die meisten angeblich kein eigenes Gerät.
Die Dienstlaptops der Lehrer sollen rund 500 Millionen gekostet haben. Schüler gibt es doch wohl 20x mehr?
Ich schließe mich Ihnen an! Das ignorieren Petra & ihre “Vereinsmitglieder” total.
Die Schulen sind offen – dort können die SuS ggf. die dortigen Geräte nutzen.
Sie meinen, die Lehrer bleiben zuhause und machen Homeoffice und die Schüler gehen zur Schule, um die dortigen PCs dafür nutzen zu können?
Wie kommen Sie auf die Idee, dass wir als Lehrer Zuhause bleiben dürfen? Klare Ansage vom Ministerium, dass Witterung, egal welche, kein Grund ist, vom Dienst fernzubleiben.
Übrigens bestand bzw. besteht bei nachgewiesenem Anspruch die Möglichkeit, schuleigene Laptops zu leihen (als Schüler natürlich).
Nein, es waren auch Lehrer für die Notbetreuung eingesetzt und damit vor Ort.
500Mio für Dienstgeräte ist kein Geld und stimmt so nicht.
Es wären sinnlose und nicht brauchbare Ipads angeschafft, dessen Apps die Welt kosten und große Umstellung mit sich bringen.
Stattdessen könnte der Arbeitgeber alle vier Jahre die Angestellten mit 500€ Dienstgerätzuschuss unterstützen. (MÜSSTE)
Dumm sind die Lehrkräfte, die aus eigener Tasche die Geräte kaufen.
Ich kaufe mir noch nicht mal einen Stift für die Arbeit. Wieso auch?
Wie viel kostete es denn? Ich habe auch in Erinnerung, dass von 500 Millionen geredet wurde. Nur wenn die auch für die Schüler angeschafft werden müssen, wie viel wird es dann kosten. Es gibt 800.000 etwa Lehrer und etwa 11 Millionen Schüler.
Es stimmt. Das war 2021. Hab’s eben in einem Kommentar verlinkt: 500 Millionen für Dienstlaptops.
https://www.cio.de/article/3689014/geld-fuer-lehrer-notebooks-koennen-bald-fliessen.html
… und wo kommen die ganzen Netzanschlüsse her?
Wenn alle Familienmitglieder gleichzeitig Videokonferenzen zuhause abhalten sollen, müssen auch die Anschlüsse passen und jeder braucht ein eigenes Zimmer.
Das ist bei weitem in vielen Familien nicht gegeben!
Alle können gleichzeitig auf Ihren Geräten Netflix und Youtube gucken, natürlich jeder was anderes. Aber bei Videokonferenzen im Distantzunterricht klappt das natürlich nicht … genau mein Humor.
Die Anschaffung ist eine Sache.
Hinzu kommen Wartung, Betreuung, Software ….
Wer soll das leisten?
Haben alle Schüler einen entsprechenden Internet-Anschluss zu Hause. Was passiert, wenn eine Gerät defekt ist (Ursache noch nicht mal einberechnet -Haftungsfragen).
Nur so ein kleiner Gedanke: Wenn ich sehe, wie manche Schüler mit den “Kostenfreien”Büchern umgehen, möchte ich nicht wissen, wie sie mit den Geräten umgehen.
Wäre schön, wenn man in dieser Sache mal etwas über die reine Anschaffung weiterdenkt.
Doch, stimmt. Hier nachzulesen.
https://www.cio.de/article/3689014/geld-fuer-lehrer-notebooks-koennen-bald-fliessen.html
Nur mal so. Neben einem voll ausgestatteten Arbeitsplatz inklusive sämtlicher Technik bekommt meine Frau auch sämtlichen supp
Support der IT.
Und nein, nicht freie Wirtschaft, kommunale Beamtin mit Home-Office-Anteil
Wie viele andere sind tagtäglich im Homeoffice. Sehe ich täglich bei Hasi mit seinen 3 Tagen.
Viele Schulen in NRW zeigen, dass wir weiter sind und dass der Homeofficeunterricht funktionieren kann. 1-2 Tage mal online und in Eigenverantwortung sind definitiv möglich.
Schule geht also auch von zuhause aus. Nebenher besteht auch eine Ungerechtigkeit, wenn in vielen Branchen Homeoffice etabliert ist und sich für Lehrer nix ändert. Irgendwas wollen wir auch abhaben, also höhere Gehälter, weniger Deputat oder die 4 Tage Woche!
Wieso haben Sie sich nochmal für diesen Beruf entschieden? Fünf Tage Präsenz und persönlicher Kontakt zu den Schülern, genauso muss es sein.
Es gibt übrigens unendlich viele Berufe, in denen Home Office nicht möglich ist: Pflege, Handwerk, Transport… Sie jammern auch nicht rum.
Es gibt auch unendlich viele Berufe wo das möglich ist, sogar mein Allgemeinarzt bieten Online-Sprechdtunden an!
Wer nicht mit der Zeit geht ,geht mit Dr Zeit (hoffentlich)
Der Fahrer des Räum- und Streufahrzeugs macht jetzt auch Homeoffice.
Vermutlich hatte Petra OWL keine Idee, was sie sonst machen kann und hat dann ihre Lieblingsfächer studiert. Dann hat sie ihren BMI getrimmt, um die Gesundheitsprüfung zu bestehen, mit ihren Lieben auf die Verbeamtung angestoßen und endlich alle Behandlungen endlich als Privatpatientin durchführen lassen, die sie lange aufgeschoben hat.
Petra wird auch allen, die es hören wollen (oder nicht) permanent aufs Brot schmieren, wie hoheitlich ihre Tätigkeit ist und dass der ganze Staat zusammenbrechen würde, wenn es sie nicht gäbe.
Mein Bekanntenkreis – auch viele Akademiker drunter: 40 Stunden/Woche, Überstunden, Urlaubsgeld kennt man aus Märchen, Gehaltserhöhung deckt nicht mal Inflation ab und Arbeitgeber fordert wieder Präsenz. Die wenigen Home Office Tage gehen zB drauf, um mit Kind und Kegel oder für sich selbst mal Arzttermine zu planen. Welcome ro reality. Bei Distanzunterricht müssen unendlich viele Menschen sehen, wie sie das leisten können. Gern kann Hasi denen angeben, wenn sein Arbeitgeber Jobs bietet.
@Petra OWL
“Sehe ich täglich bei Hasi mit seinen 3 Tagen.”
Finde den Fehler, Peti! 😉
„Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen.“ Können diese Eltern keine Wetterkarten lesen, sind sie wirklich mit den Aufbereitungen von wetteronline und Co. überfordert? Wie unselbstständig geben sich diese gewählten Vertreter…
„ Kritik von der FDP: «Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?», schrieb Landeschef Henning Höne auf der Plattform X.“
Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht heißt bei solchen Witterungsbedingungen einfach sehr wenige Kinder werden in der Schule sein – und in der nächsten Stunde muss das Ganze nochmals unterrichtet werden, damit die anderen 25 es auch mitbekommen… Oder soll dann lieber nichts für die ganze Klasse Relevantes unterrichtet werden? Wo ist dann der Unterschied zur Notbetreuung?
M.E. ist es längst überfällig, dass Schulen so ausgestattet sein müssen, dass solche Ausnahmetage gewuppt werden können. Und wenn hier im Forum darauf hingewiesen wird, dass nicht alle Grundschüler die notwendige technische Ausstattung für Distanzunterricht hätten, kann das doch nur heißen, dass in Vorbereitung entsprechend analoges Material mit Arbeitsauftrag bei gutem Wetter unters Volk gebracht werden muss- wenn das dann nicht den tagesaktuellen Stoff abdeckt, macht das in einer Zeit, in der Übungsphasen immer zu kurz kommen, nichts, denn Grundlagentraining ist immer sinnvoll.
Es wäre TOLL, wenn nicht alle Grundschüler die notwendige Technik hätten. Allein mir fehlt der Glaube
Hinterher wissen es natürlich wieder alle besser. Sollen wir tatsächlich regelmäßig Distanzunterricht üben, nur weil einmal im Jahr ein Schultag ausfällt? Es gibt immer Möglichkeiten für Aufgaben zuhause, auch ohne dass jedes Kind die perfekte Technikausstattung zuhause hat, z.B. total verrückt mal Aufgaben im Schulbuch. Außerdem haben wir heute allen Familien mitgeteilt, dass sie die Aufgaben bearbeiten können, aber nicht müssen.
Der Vorschlag der FDP, erst zur 2. Stunde anzufangen, ist völlig realitätsfern, schon allein wegen der Schulbusse.
Jetzt gab es mal “Schneefrei” (morgen dann “Frostfrei” oder “Glättefrei”). Es gab schon seit Jahrzehnten “Hitzefrei”. Ich glaube, die Schüler werden sich bedanken, wenn dann immer Onlineunterricht angesetzt wird. Die Armen………
Das denke ich auch. Im Ganztag gibt es schon kein hitzefrei mehr. Ich hatte früher ständig hitzfrei oder smogfrei. Da hat niemand gefordert, dass wir was Zuhause machen. Da war einfach frei und gut.
Zum Glück war die Schule meiner Tochter auch eher pragmatisch und hat für Sek I einfach gesagt, dass die Kids die Zeit zum Wiederholen nutzen können. Keine Extraaufgaben, kein Onlineunterricht (trotz Laptop). Das war recht sinnvoll, da jetzt noch einige Arbeiten und Tests anstehen und endlich mal Zeit zum konzentrierten Wiederholen nach erholsamen Ausschlafen war. Gerade nach den Ferien hat man doch Einiges wieder verdrängt.
„Am Freitag seien die Schulen sensibilisiert worden, dass die Entscheidung kommen könnte.“ Ich weiß ja nicht, wen und wann sie „sensibilisiert“ haben will – bei uns kam davon nichts an. Wie in Coronazeiten haben wir die Info am Sonntag nachmittag zuerst aus der Presse erfahren.
Bei uns das Gleiche…wir hatten keine Info. Sonst hätte ich allen Kinder schon die Bücher mitgegeben.
Ja wir auch
Wer hat es NICHT kommen sehen, dass man die wenigen Erkenntnisse aus Corona nachhalten muss?
Ganz genau: die Schulen.
Es ist einfach nur zum Speien, wie stümperhaft das alles ist!
Kultusministerium bzw. Schulbehörde und Schulträger ist nicht gleich Schule – Sie haben falsch adressiert.
Meine Güte….ein Tag…..und so ein Hallas….
Die Schulen sind am Freitag NICHT sensibilisiert oder informiert worden. Es wurde am Freitag gegen 18.00 Uhr über die sozialen Netzwerke des „Bildungsland“s die Nachricht verbreitet, dass es evtl. zu Distanzunterricht kommen kann.
Es war mal wieder abends, es war mal wieder zuerst über die Presse. Die erste und einzige offizielle Information wurde am Sonntag gegen 14.45 Uhr heraus gegeben.
Ich dachte eigentlich, Frau Feller würde nicht die gleichen Fehler, wie ihre Vorgängerin machen…
Also kA wer da informiert wurde. Ich habe jedenfalls vom WDR davon gehört als ich mit meinen Kindern spazieren war. Da hatte ich schon wieder viele Std am Wochenende an der Vorbereitung für Montag gesessen, die nun für die Katz war. Achja mein Mann durfte dann noch seine ganze Klasse einzeln anrufen und informieren. So stellt sich doch jeder sein Wochenende vor.
Übrigens meckert IMMER irgendwer. Entweder man stört das Wochenende oder man meldet sich zu spät oder sonstwas.
Die Frage ist doch, ob alle Erziehungsberechtigten noch in der Lage sind, sich in Ausnahmesituationen ihre Kinder zu betreuen oder eine Betreuung ohne staatliche Hilfe zu organisieren? Nicht alle Kinder und Jugendliche leben in urbanen Ballungsräumen und sind auf die eine oder andere Form der Schülerbeförderung angewiesen.
Ein großer Anteil erwachsener Berufstätiger hat den großen Vorteil flexibler Arbeitszeiten oder sogar die Möglichkeit mobil zu arbeiten bzw. individuelle Absprachen mit dem AG zu treffen, um überstundenfrei zu nehmen, verlorene Arbeitszeit nachzuholen etc.
Natürlich trifft das nicht auf alle und jeden zu, weiß ich. Worum es mir geht, ist mehr Flexibilität. Das Schulgesetz in NRW sieht vor, dass Eltern in bestimmten Situationen (Wetterlage) eigenständig entscheiden können, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder nicht. Warum also die zentrale Regelung?
Für die Schulen hingegen bringt die angesprochene Flexibilität wenig. Schulen können nicht so ohne Weiteres beschließen, wir fangen wegen des wetters halt zwei Stunden später an oder wir lassen z.B. den Monzag ausfallen, um den entgangenen Unterricht am folgenden Samstag nachzuholen. Es bringt auch nichts, wenn die eine Hälfte in der schule sitzt und der Rest der Klasse zuhause im homeschooling. Die beiden Formen Präsenz- und Distanzunterricht sind aus vielerlei Gründen nicht miteinander vereinbar. – Außer in der Form des absolut verpönten Frontalunterrichtes. Klassisches Beispiel Univorlesungen, bei denen es egal ist, ob diese im Hörsaal oder am heimischen Endgerät live oder zeitversetzt on demand verfolgt werden.
Es sind also nicht die Wetterbedingungen sondern vielfältige Gründe und mangelnde Resilienz, die die Probleme verursachen.
Die Angst bei wetterbedingten Unfällen in Regress genommen bzw. verklagt zu werden, schwingt bei all diesen Entscheidungen mit. Typisches Beispiel die DBAG. Komischerweise nimmt es Flughafenbetreibern oder Airlines keiner Übel, wenn die Starts verschieben oder ausfallen lassen. Aber Wehe der reibungslose Umstieg im ÖPNV bei schlechten Witterungsbedingungen klappt nicht, wo doch der eigene Zeitplan so eng getaktet ist. Keiner käme auf die Idee die Spediion oder den LKW-Fahrer zu verklagen. der sich festgefahren hat und die Fahrbahn versperrt. Aber welches juristische und versicherungstechnische Schauspiel wird aufgeführt, rutscht der Linienbus den Abhang runter und aufgrund der Witterungsbedingungen werden die Hilfsfristen der rettungsdienst nicht eingehalten, die Wartezeiten in den Notaufnahmen sich hinziehen und dergleichen mehr.
Es ist also vollkommen egal, wie die verantwortlichen entscheiden, im Nachhinein wissen es so oder so alle besser.
Es ist interessant, wie leicht das Alltagsleben in unseren hochtechnisierten, modernen Gesellschaften ins Wanken gerät, nur weil Winter endlich mal wieder Winter ist.
Ich erinnere mich an meine einstige Schulzeit in den siebziger und achtziger Jahren.
Es war Winter. Es hatte geschneit. Die Straßen waren glatt.
Wir standen an der Bushaltestelle. Der Bus war fünf Minuten über der Zeit, dann zehn, dann eine Viertelstunde…..
Der Hoffnungspegel stieg. Kommt er etwa gar nicht mehr?
Wir vertrieben uns, warm eingepackt, die Zeit mit unseren Freunden an der Haltestelle. Nach einer halben – oder war es eine ganze Stunde? – war klar – das wird nix mehr, und wir gingen nach Hause und freuten uns über einen freien Tag. Das ging, weil imner irgendwer da war. Meistens die Mütter. Oder die Großeltern. Und wenn nicht, ging mam mit zu einem Freund oder einer Freundin.
Keine vorherigen Warnungen, kein Distanzunterricht – war halt Winter. Da mußte man immer mit ungünstigen Straßenverhältnissen rechnen.
Vielleicht hatten es die ein oder anderen Lehrer in die Schule geschafft – dann standen sie halt ohne Kinder da. Oder mit ein paar wenigen, die zu Fuß da waren. Die konnten ja wieder nach Hause geschickt werden. Pech. Oder Glück, weil dann Liegengebliebenes endlich mal in Ruhe aufgearbeitet konnte.
Schulterzuck. Vielleicht war das aber schon damals alles viel komplizierter, und ich hab’s nur nicht mitgekriegt, weil ich nun mal Kind war. Ich erinnere mich halt nur nich an dieses stetig ansteigende Glücksgefühl, je länger der Bus über der Zeit war und die überschäumende Freude, als klar war, der kommt nicht mehr: Einen ganzen, aus Kindersicht herrlicher Schneetag, frei zu haben, war einfach grandios.