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ASD: „Arbeitsbedingungen von Schulleitungen endlich zur politischen Priorität machen!“

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DÜSSELDORF. Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands (ASD) sieht sich durch den neuen „Schulleitungsmonitor Deutschland 2025/2026“ in seinen langjährigen Warnungen bestätigt. Deutschlands Schulleitungen seien weiterhin hoch motiviert und stark mit ihrer Aufgabe verbunden. Gleichzeitig arbeiteten sie jedoch unter Rahmenbedingungen, die mit den gewachsenen Anforderungen des Berufs nicht Schritt gehalten hätten. Die Ergebnisse der Studie seien deshalb ein bildungspolitischer Handlungsauftrag.

Stellenausschreibung Schulleitung. (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

„Die Ergebnisse sind eindeutig: Deutschlands Schulleitungen stehen weiterhin mit großem Engagement für ihre Schulen ein. Das eigentliche Problem liegt nicht in fehlender Motivation, sondern in Rahmenbedingungen, die mit den gewachsenen Anforderungen nicht Schritt gehalten haben“, erklärt ASD-Vorsitzender Sven Winkler in einer Stellungnahme des Verbandes. „Wer die Zukunft unseres Bildungssystems sichern will, muss die Arbeitsbedingungen von Schulleitungen endlich zu einer bildungspolitischen Priorität machen.“

Der Verband verweist darauf, dass sich die Rolle von Schulen und Schulleitungen in den vergangenen Jahren grundlegend verändert habe. Integration, Inklusion, Sprachförderung, Digitalisierung, Kinderschutz und die Unterstützung psychisch belasteter Kinder und Jugendlicher gehörten inzwischen selbstverständlich zum schulischen Alltag. Gleichzeitig würden von Schulleitungen umfassende Aufgaben der Personalführung, Organisationsentwicklung und Qualitätssteuerung erwartet. Nach Auffassung des ASD spiegele sich diese Entwicklung bislang jedoch nicht ausreichend in den vorhandenen Ressourcen wider.

Besonders kritisch bewertet der Verband die hohe Belastung durch Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben. Viele Schulleitungen verbrächten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Berichtspflichten, statistischen Erhebungen und administrativen Prozessen. Zeit für pädagogische Führung, Unterrichtsentwicklung und Schulentwicklungsprozesse gehe dadurch zunehmend verloren. Der ASD fordert deshalb einen konsequenten Bürokratieabbau sowie zusätzliche personelle Unterstützung.

Auch Schulen in sozial herausfordernden Lagen bräuchten aus Sicht des Verbandes deutlich mehr Unterstützung. Diese Schulen leisteten einen wichtigen Beitrag für Integration, Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt und müssten deshalb gezielt mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet werden. Zudem spricht sich der ASD für den Ausbau multiprofessioneller Unterstützungssysteme aus. Die Vielzahl gesellschaftlicher Herausforderungen könne nicht länger allein von Lehrkräften und Schulleitungen bewältigt werden.

„Das deutsche Bildungssystem lebt derzeit in hohem Maße vom außerordentlichen persönlichen Engagement seiner Schulleiterinnen und Schulleiter. Auf Dauer ist das jedoch kein tragfähiges Modell“

Mit Sorge blickt der Verband darüber hinaus auf die gesundheitliche Situation vieler Schulleitungen. Der Schulleitungsmonitor zeige erneut, dass zahlreiche Führungskräfte dauerhaft an der Grenze ihrer Belastbarkeit arbeiteten. „Das deutsche Bildungssystem lebt derzeit in hohem Maße vom außerordentlichen persönlichen Engagement seiner Schulleiterinnen und Schulleiter. Auf Dauer ist das jedoch kein tragfähiges Modell“, betont Winkler.

Die nun veröffentlichten Daten des Schulleitungsmonitors (News4teachers berichtete) liefern Zahlen zu den Problemen, auf die der Verband hinweist. Die Ergebnisse zeichnen zunächst ein vermeintlich widersprüchliches Bild. Einerseits berichten Schulleitungen von hoher Arbeitszufriedenheit und starkem beruflichem Engagement. Andererseits steigt die wahrgenommene Arbeitsbelastung seit Jahren kontinuierlich an.

Fast jede zweite Schulleitung (43,1 Prozent) arbeitet allerdings nach eigenen Angaben mehr als 50 Stunden pro Woche. Im Durchschnitt kommen Schulleitungen auf eine Wochenarbeitszeit von 52 Stunden. Damit liegt ihre Arbeitszeit deutlich über dem Durchschnitt vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland.

Die hohe Belastung spiegelt sich auch in den Antworten zum Arbeitsalltag wider. 86 Prozent der Befragten geben an, zu wenig Zeit für ihre Aufgaben zu haben. 85,2 Prozent stimmen der Aussage zu, Arbeiten erledigen zu müssen, die ihnen unsinnig erscheinen. Knapp die Hälfte erklärt zudem, ihre Aufgaben trotz voller Anstrengung nur unzureichend erfüllen zu können. News4teachers 

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3 Kommentare
SuMa
7 Tage zuvor

Besonders problematisch ist die nach wie vor unzureichende Besoldung von Grundschulleitungen, die ihrer hohen Verantwortung und den vielfältigen Aufgaben in keiner Weise gerecht wird.

Lera
7 Tage zuvor

Insbesondere an Grundschulen in SH einfach nur lächerlich: netto 150 Euro mehr und maximal 8 Anrechnungsstunden (außer an den drei Grundschulen mit mehr als 200 Schülern).

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Da ist NRW ja richtig fortschrittlich…..A14 und mindestens 14 Anrechnungsstunden….wow…..
Für 150 € und 8 Anrechnungsstunden würde ich sofort hinschmeißen…..

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