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Leistungsbewertungen: Präsentationen, Podcasts, digitale Portfolios – Kultusministerin erlaubt wegen KI neue Prüfungsformate an Schulen

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MÜNCHEN. Künstliche Intelligenz stellt Schulen vor ein Problem, das weit über die Frage nach Schummeln und Täuschen hinausgeht. Wenn Chatbots Texte schreiben, Informationen zusammenfassen und Aufgaben lösen können, gerät auch die traditionelle Prüfungskultur unter Druck. Das bayerische Kultusministerium reagiert darauf nun mit einer Reform der Leistungsbewertung. Debatten, Erklärvideos und digitale Portfolios sollen künftig stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig hält der Freistaat ausdrücklich an tradierten Formaten fest.

„Auch die Prüfungskultur an unseren Schulen muss mit der Zeit gehen“: Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Foto: StMUK

Die Prüfungskultur an Bayerns Schulen wird modernisiert. Künftig dürfen Lehrkräfte neue Formate wie Debatten, Erklärvideos oder digitale Portfolios als Leistungsnachweise nutzen. Weitere Beispiele sind Präsentationen oder Podcasts. Solche Formate sollen stärker erfassen, ob Schülerinnen und Schüler Wissen anwenden, einordnen und adressatengerecht vermitteln können.

Im Gymnasium soll sich das beispielsweise in einem stärker prozessorientierten Schreiben zeigen. Schülerinnen und Schüler verfassen einen Text, erhalten Rückmeldungen und überarbeiten ihre Arbeit anschließend. Bewertet wird nicht allein das Endprodukt, sondern auch die Fähigkeit, Feedback aufzunehmen und für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit zu nutzen.

Herkömmliche Formen der Leistungserhebung wie Klassenarbeiten, Klausuren und andere schriftliche Prüfungen bleiben jedoch weiterhin ein zentraler Bestandteil des Systems. Das betont das Kultusministerium bei der Vorstellung seiner Reform.

„Bewährte Formen der Leistungserhebung werden durch neue Methoden ergänzt“

Aus Sicht der Staatsregierung geht es dabei um weit mehr als um einzelne neue Prüfungsformen. Das Ministerium begründet die Neuausrichtung ausdrücklich mit den Folgen der Digitalisierung und insbesondere mit dem rasanten Aufstieg Künstlicher Intelligenz. „Mit Blick auf rasante gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und den Einfluss von KI ist klar, dass auch die Prüfungskultur an unseren Schulen mit der Zeit gehen muss“, heißt es. Schule müsse die Kompetenzen vermitteln und prüfen, „die Kinder und Jugendliche für Ausbildung, Studium und Beruf brauchen“.

Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) begründet die Reform mit veränderten Anforderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt: „Die Herausforderungen durch die Künstliche Intelligenz und den digitalen Wandel in all seinen Facetten nehmen in nahezu allen Lebensbereichen rasant zu“, erklärt sie. „Um in der Lebens- und Berufswelt der Zukunft bestehen zu können, brauchen unsere Schülerinnen und Schüler heute mehr denn je die Fähigkeit, Gelerntes anzuwenden, Informationen kritisch zu hinterfragen, eigenständig zu denken und zu urteilen und verantwortungsvoll mit digitalen Technologien umzugehen.“ Diese Fähigkeiten müssten sich nicht nur im Unterricht, sondern auch in Prüfungen widerspiegeln.

Das Kultusministerium beschreibt die Reform deshalb als Teil eines längerfristigen Umbaus. Bereits mit dem „LehrplanPLUS“ sei der Weg zu stärker kompetenzorientiertem Lernen eingeschlagen worden. „Die Förderung selbstgesteuerten Lernens, die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten und die Anwendung des Gelernten in realitätsnahen Kontexten sind heute selbstverständliche Bestandteile in schulischen Prüfungen“, heißt es in den Ministeriumsunterlagen.

Neu ist nach Darstellung des Ministeriums weniger die grundsätzliche Idee alternativer Leistungsnachweise als deren systematische Verankerung. Schon bislang hätten Schulen innerhalb bestimmter rechtlicher Spielräume etwa Projektprüfungen, Präsentationen oder Debatten einsetzen können. Die nun vorgesehenen Änderungen bauen auf diesen Erfahrungen auf.

Gleichzeitig bemüht sich das Ministerium erkennbar um die Botschaft, dass die Reform keinen Abschied vom Leistungsprinzip bedeutet. „Vergleichsstudien belegen regelmäßig die hohe Qualität des bayerischen Schulsystems. Bei der Weiterentwicklung der Prüfungskultur halten wir an dieser Qualitätsorientierung fest“, heißt es ausdrücklich.

An Zensuren etwa soll nicht gerüttelt werden. „Bei der Bewertung von Schulleistungen haben sich Ziffernnoten etabliert. Sie werden von Schülerinnen und Schülern wie auch Eltern als leicht verständliche Rückmeldung geschätzt. Auch in einer modernen Prüfungskultur dienen sie deshalb weiterhin als grundlegendes Bewertungsinstrument“, erklärt das Ministerium. Gleichzeitig allerdings soll sich ein verändertes Feedback etablieren. „Bewährte Formen der Leistungserhebung werden durch neue Methoden ergänzt“, heißt es in den Unterlagen. Noten sollen künftig stärker durch „verschiedene Formen von lernförderlichem, transparentem Feedback“ ergänzt werden.

Das Kultusministerium formuliert fünf Leitmotive, die künftig die Prüfungskultur prägen sollen. Genannt werden „Qualitätssicherung und Leistungsorientierung“, „Digitalisierung und KI“, „Vergleichbarkeit und Rechtssicherheit“, „Zukunftskompetenzen“ sowie „lernförderliches Monitoring und Feedback“.

„Oberstes Ziel ist es, Schule als Ort des Lernens zu gestalten und junge Menschen als Persönlichkeit mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten heranzubilden“

Das Ministerium versucht damit einen Spagat. Prüfungen sollen künftig stärker Kompetenzen erfassen, die in einer von KI geprägten Arbeitswelt an Bedeutung gewinnen – etwa Problemlösung, Urteilsfähigkeit, Kommunikation und die Fähigkeit, Rückmeldungen zu nutzen. Zugleich soll verhindert werden, dass die Vergleichbarkeit schulischer Leistungen verloren geht. Neue Prüfungsformen sollen deshalb nicht an die Stelle klassischer Leistungsnachweise treten, sondern diese ergänzen.

Allerdings wird die Zahl verpflichtender Leistungsnachweise teilweise reduziert. An den Realschulen sind künftig nur noch mindestens zwei statt drei kleinere Leistungsnachweise pro Halbjahr vorgeschrieben. An den Gymnasien sinkt die Mindestzahl der großen schriftlichen Klassenarbeiten im Fach Deutsch in den Jahrgangsstufen fünf bis acht sowie in Mathematik in Jahrgangsstufe neun von vier auf drei.

Die Debatte über die Zukunft schulischer Prüfungen hatte zuletzt auch außerhalb des Ministeriums Fahrt aufgenommen. Eine Schülerin gewann mit ihrer Petition zur Abschaffung der sogenannten Exen fast 60.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schloss eine Abschaffung unangekündigter Leistungsnachweise jedoch aus. Der Bildungsausschuss des Landtags lehnte die Petition später mit den Stimmen von CSU, Freien Wählern und AfD ab (News4teachers berichtete).

Das Kultusministerium gibt sich mit der jetzigen Reform zukunftsgewandt. „Oberstes Ziel ist es, Schule als Ort des Lernens zu gestalten und junge Menschen als Persönlichkeit mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten heranzubilden“, heißt es in den Erläuterungen.

Die rechtlichen Änderungen sollen zum 1. August 2026 in Kraft treten. Das Kultusministerium bezeichnet die Reform dabei ausdrücklich nicht als abgeschlossenen Vorgang. Die Weiterentwicklung der Prüfungskultur sei ein „offener, kontinuierlicher Prozess auf der Grundlage von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis“, an dem alle bayerischen Schulen mitwirken sollen. News4teachers / mit Material der dpa

„KI macht das Leben als Schüler zur Hölle“ – Gymnasiast, der ehrlich lernen will, sieht sich krass benachteiligt

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32 Kommentare
Götz
1 Monat zuvor

Es ist großartig, wie sehr das bayerische Kultusministerium auf der Höhe der Zeit ist. Sicher wird es auch aktuelle Gerichtsurteile zur Arbeitszeiterfassung demnächst berücksichtigen, darauf vertraue ich ganz fest.

Katze
1 Monat zuvor

„Das bayerische Kultusministerium reagiert darauf nun mit einer Reform der Leistungsbewertung. Debatten, Erklärvideos und digitale Portfolios sollen künftig stärker berücksichtigt werden.“
Bayern ersetzt damit klassische Prüfungen durch Formate, die garantiert niemandem wehtun. Ein Erklärvideo kann jeder drehen, ein Portfolio kann jeder füllen – und die Noten steigen ganz von selbst, weil die Formate es so wollen.
„Ich freu mich riesig über die Debatten, Portfolios, Podcasts, Erklärvideos besonders in Chemie.“
In Chemie ersetzt der Podcast die Rechnung, das Portfolio den Versuch und das Video das Verständnis. Hauptsache, es klingt engagiert. Fachliche Präzision wäre da nur störend.
„Leporellos und Lapbooks und Kahoot-Abfragen als Leistungserhebungen und Bewertungsgrundlage habt ihr noch vergessen.“
Bitte, Bayern, vergesst diese Schätze bei eurer Reform auf gar keinen Fall.
Lapbooks, Leporellos und Kahoot‑Klickduelle sind die perfekte Ergänzung für ein System, das Noteninflation nicht bekämpft, sondern dekorativ pflegt. Wer basteln, falten oder schnell tippen kann, hat bestanden. Wissen ist optional.
„Im Gymnasium soll sich das beispielsweise in einem stärker prozessorientierten Schreiben zeigen. Schülerinnen und Schüler verfassen einen Text, erhalten Rückmeldungen und überarbeiten ihre Arbeit anschließend.“
Rückmeldungen durch KI, Sofatutor oder irgendein Tool, das den Text praktisch fertig liefert. Bewertet wird dann die Überarbeitung eines Produkts, das kaum noch vom Schüler stammt. Leistung wird zur Dokumentation von Fremdhilfe.
„Gleichzeitig bemüht sich das Ministerium erkennbar um die Botschaft, dass die Reform keinen Abschied vom Leistungsprinzip bedeutet.“
Treppenwitz. Wenn Prüfungsformate so weich sind, dass niemand mehr durchfallen kann, bleibt vom Leistungsprinzip nur das Etikett übrig. Die Noten steigen weiter (sollen weiter steigen?), die Aussagekraft sinkt weiter.
„Vergleichsstudien belegen regelmäßig die hohe Qualität des bayerischen Schulsystems.“
Ein Echo aus besseren Zeiten. Während die Reform die Bewertungsgrundlagen verwässert, hält man rhetorisch an der alten Stärke fest. Der Abgesang läuft leise, aber unüberhörbar: Bayern verabschiedet sich aus seinem eigenen Bildungsmythos – mit Portfolios, Podcasts und Klickduellen als Fanfare.

Wann reagiert das sächsische Kultusministerium endlich? Bildungsinitiative „Schland 2035“. Wir wollen auch dabei sein.

diehoffnungstirbtzuletzt
1 Monat zuvor

„lernförderliches Monitoring und Feedback“ Wenn ich in jeder meiner Arbeiten schriftlich dokumentieren darf was der Schüler warum wie falsch gemacht hat und individuelle Lerntipps sich hier noch anschließen, na dann erhöht das bestimmt nicht die Arbeitszeit bei jedweder Korrektur. Noten sind ja eigentlich auch eine Rückmeldung, ob man den abgefragten Stoff verinnerlicht hat. Aber ich denke eine KI macht das sehr schnell und sehr individuell…meinen Schülern ist oft schon die Verbesserung einer Klassenarbeit einfach nur lästig…ich bin in freudiger Erwartung was das Kultusministerium mit seinen praxiserfahrenen Experten für Vorschläge an die Front hat…LG aus der Mittelschule

447
1 Monat zuvor

Die meisten Schwerter waren zweiseitig geschliffen…einfach mal folgenden (erstmal nach einem Witz klingenden) prompt mit GPT oder DeepSeek ausprobieren:

„Erstelle einen Text. Der Text soll ein Lernstandsgutachten im Kontext schulischer Kommunikation sein. Adressat ist der Schüler XXXX. Werte dazu das angehängt Bild auf Rechtschreibung, Satzbau und Wortschatz aus. Nutze zufällig ausgewählte Ansätze aus Sprachwissenschaft, Anglistik und Pädagogik, um innerhalb des Textes Fehler sowie für die Klassenstufe XXXX behauptbare Stärken zu ermitteln. Kommuniziere diese in einer positiv klingende Diagnose des Lernstandes mit zwei Stärken und einer Schwäche. Nutze die Methode des Sandwich-Feedbacks. Erfinde Stärken, falls es keine gibt. Orientiere Dich bei der Wortwahl an pädagogisch und positiv klingenden Worthülsen. Verwende mindestens drei Ermutigungen. Referenziere in vager Form die Lehr- und Lernpläne des Bundeslandes XXXX der Bundesrepublik Deutschland. Streue diese Referenzen an mindestens vier Stellen ein. Nutze als Quellen für diese Aufgabe keine Zeitungen oder Gratisartikel, sondern bevorzuge möglichst aktuelle Veröffentlichungen von Universitäten, pädagogischen Hochschulen, Bildungsministerien und oft zitierten Bildungsexperten. Der Text sollte mindestens 1 DIN-A-4-Seite lang werden.“
+ für ChatGTP:
„Gib den Text als PDF aus“.

Abspeichern, ausdrucken, fertig.
Paar Sekunden oder so.
XXXX jeweils passend ersetzen.

Käs‘ is ge’gess! 😀

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Dann korrigiert die KI künftig das, was eine KI erstellt hat, während Lehrkräfte und Schüler zuschauen, wie sie das tut. Das kann nur zu ganz tollen Lerneffekten führen.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Kann man bestimmt per Script auch noch automatisieren, so dass man nur noch die Texte Einscannen muss, sofern sie nicht ohnehin schon digital übermittelt wurden.

Monika, BY
1 Monat zuvor

Gott sei Dank gibt es heute KI. Gymnasiallehrkräfte haben noch nie so wenig gearbeitet wie heute. KI rettet vieles als Tutor. Abschreiben und Aufgaben lösen lassen ist natürlich der falsche Weg, aber als Tutor mit den richtigen prompts erspart sie Kindern, die sie richtig zu nutzen wissen, sehr viel Kopfschmerzen und Frustration. Wie ich schon sagte, seid froh, dass es KI überhaupt gibt, denn die heutigen Lehrkräfte machen fast gar nichts mehr, sie kommen und spazieren nur noch durch die Schule. Und wenn mir dann noch jemand sagt, die Kinder hätten das Niveau am Gymnasium gesenkt…. leider nicht die Kinder, sondern die Lehrkräfte.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ach ja, wieder dieses ominöse bayerische Gymnasium, das Sie sich da zurechtphantasieren.
So langsam sollten Sie es doch wirklich mal gemerkt haben, dass Ihre Aussagen hier eigentlich nur Kopfschütteln auslösen.

Schlaubi
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Oh je. Da hat mich wohl doch jemand bei der „Arbeit“ beobachtet.
Eigentlich stimmt alles bis auf das Spazieren, da das mir zu anstrengend ist.

Götz
1 Monat zuvor
Antwortet  Schlaubi

Das mit dem In-die-Schule-Kommen könnte man sich doch auch noch sparen. „Money for nothing (and chicks for free)“!

Mr. Smith
30 Tage zuvor
Antwortet  Schlaubi

Tipp: wir treffen uns immer im Lehrerzimmer und spielen Karten, während die KI Tutoren die Lehrer übernehmen. Der Roboter macht uns in der Lehrerküche Kaffee. So lässt es sich aushalten.Nee. Laufen finden wir auch alle nicht so toll. Der Weg zum Kaffee ist weit genug. Nachher muss man ja zum Auto laufen. Zum Glück können wir den Unterricht remote beenden

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Gymnasiallehrkräfte haben noch nie so wenig gearbeitet wie heute.“ Darauf stützen Sie sich auf welche Quelle (Arbeitszeitstudie?) genau?

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Gymnasiallehrkräfte haben noch nie so wenig gearbeitet wie heute.“ Woher nehmen Sie diese Gewissheit? Können Sie das irgendwie belegen? Ansonsten ist es nur Polemik!

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Gymnasiallehrkräfte haben noch nie so wenig gearbeitet wie heute.“

Nöö, im Kaiserreich hatten sie nur 18 Unterrichtstunden. Bei einer allgemeinen Wochenarbeitzeit von 50 Stunden.

Heutzutage unterrichten sie ca. 25 Unterrichtsstunden. Bei einer allgemeinen Wochenarbeitszeit von durchschnittlcih 39 Stunden (IG Metall: 35 Stunden, dafür gibt’s aber auch fette Subventionen, wegen der „unfairen“ Chinesen, die sicherlich noch 50 Stunden pro Woche arbeiten…)

Monika, BY
1 Monat zuvor

Einem kommt es vor Lachen beinahe zum Sterben, wenn man so etwas liest. Aber die Eltern unterstützen ihre Kinder überhaupt nicht – lol. Offenbar haben manche Lehrkräfte völlig vergessen, dass nicht die Kinder ihretwegen in der Schule sind, sondern sie wegen der Kinder. Das Ganze ist inzwischen einfach lächerlich geworden.
Ich sehe von Tag zu Tag, was man diesen Kindern antut. Es wird ihnen einfach alles vorgeworfen, ohne Sinn, ohne Struktur und ohne jede Ordnung. Die meisten sind nicht einmal in der Lage, ihr eigenes Fach vernünftig zu unterrichten. Die Sätze, die die Kinder nach Hause bringen, haben teilweise das Niveau eines Studiums – völlig ohne Kopf und ohne Schwanz. Kopien noch dazu, auf denen man die Buchstaben kaum lesen kann.
Neulich sagte der Chemielehrer, er sei furchtbar enttäuscht – könnten die Kinder denn nicht begreifen, dass Deutschland keine deutschen Führungskräfte mehr habe? Lol. Ja klar, die Kinder sind also schuld daran, dass die Generation von Lehrkräften, die dieses Schulsystem hervorgebracht hat, vom Unterrichten keine Ahnung hat.

Und es wird noch schlimmer – darauf können wir wetten. Die Kinder haben längst verstanden, worum es geht. Die heutige Generation von Lehrkräften hat offenbar vergessen, dass es vor gerade einmal zwanzig Jahren kaum Internet gab, geschweige denn KI, und dass sich die Welt der Kinder im Wesentlichen auf das Elternhaus und die Schule beschränkte – also auf das, was ihnen dort serviert wurde.

Aber schau mal genau hin…Die Welt hat sich verändert, und veraltete Strukturen sowie ihre Unterstützer haben jetzt ein großes Problem damit. Dieses Forum hier ist ein perfektes Beispiel dafür.

Mannkannesnichtfassen
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Einem kommt es vor Lachen beinahe zum Sterben, wenn man so etwas liest.“

Stimmt.

Mr. Smith
30 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Diese Nachricht erklärt das mangelnde Sozialverhalten mancher Schüler. Wohl ganz die Eltern…

Monika, BY
1 Monat zuvor

Und Bayern? Der Staat wirkt wirtschaftlich zunehmend wie ein Modell von gestern. In entscheidenden Zukunftsfeldern von Digitalisierung über neue Technologien bis hin zu internationaler Offenheit und struktureller Anpassungsfähigkeit wurden wesentliche Entwicklungen verschlafen.
Während andere wenige Regionen aktiv an ihrer Zukunftsfähigkeit arbeiten, hält Bayern vielerorts an überholten Strukturen fest. Die Folgen davon sind bereits sichtbar! sinkende Dynamik, schwindende Attraktivität für innovative Talente und ein zunehmender Rückstand im Wettbewerb um die Wirtschaft von morgen. Der Preis dafür wird nicht erst in Zukunft gezahlt, er wird längst bezahlt und dürfte sich in den kommenden Jahren noch deutlich erhöhen.
Berlin hingegen handelt strategischer. Dort werden internationale Technologieunternehmen gezielt angesiedelt, innovative Milieus gefördert und Rahmenbedingungen geschaffen, die besser zu einer globalisierten, digitalen Wirtschaft passen. Während Bayern noch versucht, alte Modelle zu verwalten, investiert Berlin bereits in die nächste Entwicklungsstufe.

„KI verändert das Lernen – Kultusministerin baut deshalb die Prüfungskultur der Schulen grundlegend um“
Bin gespannt.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Die bayerischen Schulen schneiden im Vergleich zu Berlin jedoch formidabel im Vergleich der Bundesländer ab – und das bereits seit Jahren. Aber gut, wenn Berlin der Maßstab sein soll, darf sich künftig vor allem um die letzten Plätze im Bildungsranking gestritten werden.

Maybe
1 Monat zuvor

Mehr Familie, Couch, Sport, …..Freizeit für mich, wie schön.
Danke fürs Bayern-Kompliment

Meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Berlin hingegen handelt strategischer.
Dann dauert es ja nicht mehr lang, und der Freistaat kann ja dann wieder mit Mitteln aus dem Länder finanzausgleich rechnen. Dann hat der zukünftige Ministerpräsident ein Thema weniger.

Warum sind sie eigentlich nicht in der Politik. Sie wissen doch wie es geht. Also auf gehts.
Wobei an die letzte Monika im bayrischen Kabinett, die für die Schulen zuständig war, sind die Meinungen immer noch sehr gespalten.

diehoffnungstirbtzuletzt
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Immer wenn ich höre wie toll an anderen Orten Probleme angepackt und gelöst werden, dann denke ich mir die Menschen sollten ihren Lebensmittelpunkt in dieses Paradies verlagern. Anpacken statt darüber reden oder? Es gibt immer tausend Ausreden, um sich vor Veränderungen zu schützen. Mein Sohn war auch auf dem Gymnasium in Bayern, Zeitaufwand und Ertrag standen in einem immer schlechteren Verhältnis…dann hat er halt an die FOS gewechselt. Hier muss er sich auch anstrengen, aber hat dann halt bessere Noten. Ihr pauschales Abkotzen über alle Lehrkräfte ist echt unerträglich. Wie überall im Leben gibt es doch tatsächlich auch an Schulen Menschen deren Einstellungen man nicht teilt. Aber kaum ein anderer Beruf muss sich ständig von allen Seiten so beleidigen und behandeln lassen. Wir haben eine echte Bildungskrise und statt konsequent zu handeln wird nur mit dem Finger aufeinander gezeigt. Funktioniert bestens und verhindert echtes Nachdenken…Wir brauchen mehr Personal, moderne Schulgebäude, kleinere Klassen echte Unterstützung für die Familien die mit ihrem eigenen Alltag oft hoffnungslos überfordert sind…“Wir schaffen das…“ ist der dämlichste Satz von einer unfähigen Politikerin des letzten Jahrzehnts. Wer schafft was? Kindergärten, Grundschulen und Hauptschule mussten von heute auf morgen Millionen Stühle dazustellen. Sondervermögen? Personal?Konzepte?Ideen?…wenig vorhanden. 10 Jahre später verlassen knapp 60000 Schüler jährich die Schulen ohne Abschluss…in einem der reichsten Länder der Welt…da könnte ich kotzen. Frau Stolz ist gelernte Juristin von Schule keine Ahnung! Schon gar nicht von Brennpunktschulen. Wie sollen Menschen Probleme lösen, die sie nicht verstehen? Den Praktikern vor Ort hört schon lange niemand mehr zu. Die Verbände, Schulämter und Personalvertretungen sind voll von Schulvermeidern, Konrektoren und Rektoren…Menschen die eben nicht mit dem Alltagsgeschäft der Schulen 2026 vertraut sind. 2026/2027 werden die Klassen an den Mittelschulen in Bayern anwachsen. Ich habe schon 27 Schüler…Und was ich echt nicht gebrauchen kann, sind Eltern, Rektoren,Kultusminister und Politiker, die immer wissen wie ich meinen Job besser machen kann ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, wie sich der Schulalltag anfühlt. Mit Ihnen liebe Monika, BY würde ich gerne mal ein längeres Gespräch führen, wo dieser Frust und Hass verwurzelt ist…  

Die Balkon
1 Monat zuvor

 Informationen kritisch zu hinterfragen“.

Mir hat noch niemand erklären können, wie das geht, wenn man nichts mehr weiß.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Balkon

… man fragt eine andere KI …

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Balkon

So ungewöhnlich ist das ja nun nicht, dass man auch kritisch sein muss, ohne Ahnung zu haben. Wenn man zu einem neuen Thema recherchiert, hat man zunächst auch keine Ahnung. Aber, wenn man gelernt hat, sich Quellen anzuschauen (oder diese von der KI einzufordern) und lieber einem wissenschaftlichen Institut traut, als einem Influencer auf tiktok, ist das schon die halbe Miete.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

Der Witz ist, dass es Schülys, also Menschen, aber immer auch darum geht, Zeit und Arbeit zu sparen, weshalb das mit dem Überprüfen von Quellen so eine Sache ist.
Kosten(Zeit)/Nutzen(Note) ist der entscheidende Faktor.
Ich finde es erstaunlich, dass viele diese Komponente gar nicht sehen.
Es ist leider so, dass KI hier einen so starken Nutzen zu haben scheint, dass es erstmal egal ist, wie sich das lang- oder mittelfristig auswirkt.

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das liegt an den Stromschlägen, die
LuL bei der Arbeit damit bekommen, nicht nur SuS im DU….Wussten Sie schon, alles mit Kabel ist nämlich gefährlich 😉 😉

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Natürlich ist das verführerisch und Hand aufs Herz, hätte wir das als SuS nicht auch so gemacht, wenn wir damals eine KI gehabt hätten.

Aber jetzt ist KI nun mal da und die SuS müssen lernen, die Anworten richtig zu bewerten, sich einen Standard anzueignen wie Quellen anzeigen lassen, diese überprüfen, nochmal nachfragen, KI selbst nochmal doppelt checken lassen (die findet oft ihre eigenen Fehler) usw.

Es wird wie immer auch faule SuS geben, aber auch viele, die nicht so sind und die sollten es richtig lernen.

PetraOWL
1 Monat zuvor

seht ihr! und deshalb nüssen wir digitaler werden, mit tablets arbeiten und online Unterricht üben 🙂

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PetraOWL

So mit Stromschlägen aus der Ferne, wenn die Schülys online ganz was anderes machen, als sie sollen? Ich weiß nicht, ob man uns das erlauben würde.//

Maybe
1 Monat zuvor

Schaumamal, dann segn mas scho.
Ablästern und bestimmt aber nicht beleidigen können wir dann, wenns Not tut, auch noch.
Allerdings nach Tatsachen, nicht nach Vorabinterpretation.
Wenns konkret wird, sind allemal bei Frau Stolz konstruktive Gedanken erwünschter als das andauernde lamentierende ‚Ichweißjetztschonwas passiert- Lehrerorakel‘.
Vielleicht wirds ja besser, als manche hier orakeln; may be.

HarneEinrichson
1 Monat zuvor

Also wechselt man wegen der KI zu Prüfingsformaten, die die KI besser bewältigen kann?

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