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Spaenle will Überstunden an Bayerns Gymnasien durchsetzen

MÜNCHEN. An den bayerischen Gymnasien sind im vergangenen Schuljahr fast vier Prozent aller Unterrichtsstunden ersatzlos ausgefallen – doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Schularten in Bayern. Dies berichtet die „Augsburger Allgemeine“.

Will den Unterrichtsausfall bekämpfen: Kultusminister Ludwig Spaenle. Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Will den Unterrichtsausfall bekämpfen: Kultusminister Ludwig Spaenle. Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Die Zahlen gehen aus einer Erhebung hervor, die Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle nun vorgestellt hat. Waren es danach im Schuljahr 2009/2010 in Bayern noch 3,4 Prozent aller Stunden, die ausfielen, stieg die Zahl 2010/2011auf 3,9 Prozent. Den Grund sieht Spaenle in den Belastungen durch den doppelten Abiturjahrgang. Die Landtags-Opposition und Lehrerverbände verlangen dem Bericht zufolge die Einstellung zusätzlicher Lehrer.

Spaenle hingegen hat angekündigt, die Zahl der sogenannten mobilen Reserven aufzustocken sowie die Mittel zu erhöhen, mit denen Schulen Aushilfslehrkräfte beschäftigen können. Derzeit gibt es laut „Augsburger Allgemeine“ in Bayern ein Kontingent von 110 Lehrern, die als Aushilfen von Schule zu Schule geschickt werden. Außerdem will Spaenle durchsetzen, dass die Gymnasiallehrer mit mehr bezahlten Überstunden einspringen, wenn ein Kollege kurzfristig durch Krankheit oder einen Unfall ausfällt. „Es sind einmal die Schulen selbst in der Pflicht“, sagte Spaenle der „Augsburger Allgemeinen“. Jedem Gymnasium stünde heute schon ein Budget zwischen 20.000 und 40.000 Euro für Aushilfen zur Verfügung. (red)

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