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Regisseur Wortmann: Lehrer beurteilen Kinder besser als Eltern

BERLIN. Der deutsche Regisseur Sönke Wortmann findet, dass Lehrer die Kinder besser beurteilen können als Eltern, weil sie viel neutraler sind. Das sagte der Filmemacher in einem Interview mit „Welt Online“ anlässlich seiner Inszenierung des Theaterstücks „Frau Müller muss weg“ am Berliner Grips Theater, einer Komödie über einen Elternabend mit verzweifelten Müttern und Vätern, die nur das Beste für ihr Kind wollen.

 

Regisseur Wortmann: Lehrer sind neutraler und können Kinder deswegen besser beurteilen als Eltern; Foto:  thomaswanhoff / flickr (CC BY-SA 2.0)

Regisseur Wortmann: Lehrer sind neutraler und können Kinder deswegen besser beurteilen als Eltern; Foto: thomaswanhoff / flickr (CC BY-SA 2.0)

Dass Eltern voreingenommen seien und ihre Kinder anderes sehen als Lehrer, liegt laut Wortmann in der Natur von Eltern. Schon nach der Geburt fänden sie ihre Kinder „immer wahnsinnig süß“, obwohl dies nicht bei jedem Baby tatsächlich der Fall sei, so der Filmemacher. Das sei ein Beschützerinstinkt, den die Natur eingerichtet habe, um das Überleben zu sichern. Und dazu gehöre auch, das Beste für das Kind zu wollen, auch wenn die Eltern das eigene Kind nicht gerecht beurteilen könnten.

Wortmann, der selbst Vater von drei Kindern ist, wurde unter anderem durch Filme wie „Das Wunder von Bern“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“ und „Die Päpstin“ bekannt. (kö)

 

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