Piratenpartei will alle Schulklassen auflösen

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DORTMUND. Die nordrhein-westfälische Piratenpartei geht mit der Forderung nach einem eingliedrigen Schulsystem und der Auflösung der Klassenverbände in den Landtagswahlkampf.

Die Piratenpartei zeigt erstmals Profil in der Bildungspolitik. Foto: Piratenpartei Deutschland / Flickr (CC BY 2.0)
Die Piratenpartei zeigt erstmals Profil in der Bildungspolitik. Foto: Piratenpartei Deutschland / Flickr (CC BY 2.0)

Ein Sonderparteitag in Dortmund stimmte diesem Konzept nun mit deutlicher Mehrheit zu. In ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl im Mai nahmen die Piraten zudem die Forderung auf, einen Großteil der Schüler mit mobilen Computern auszustatten. Die Piraten wollen keinen radikalen Umbau: «Wir brauchen eine Politik der kleinen Schritte», sagte Spitzenkandidat Joachim Paul.

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Er will das Konzept zunächst an einigen Modellschulen umsetzen. Die klassischen Klassenverbände sollen durch ein Kurssystem ersetzt werden. Jeder Schüler soll sich sein eigenes Lernprogramm zusammenstellen. Es soll kein Sitzenbleiben mehr geben, die Schüler müssten bei Bedarf einzelne Kurse wiederholen. Die Piraten fordern eine bessere Ausstattung von Schulen mit Computern, virtuellen Klassenzimmern und kostenlosem Lernmaterial aus dem Internet. Für alle Maßnahmen rechnet die Partei insgesamt mit Kosten in Höhe von 162 Millionen Euro.

In der Hochschulpolitik wollen die NRW-Piraten unter anderem die Finanzierung von Universitäten überdenken. Das Land müsse allen Universitäten genug Geld für Grundlagenforschung und Lehre zur Verfügung stellen. Die Finanzierung durch Drittmittel sieht die Piratenpartei kritisch. dpa
(14.4.2012)

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