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Initiative für mehr Lehrer mit ausländischen Wurzeln

LÜNEBURG. In vielen Städten hat jeder dritte Schüler ausländische Wurzeln – doch bei Lehrern hat nach Schätzungen nur jeder zwanzigste einen Migrationshintergrund. Die Leuphana Universität in Lüneburg will jetzt Jugendliche aus Zuwandererfamilien für den Lehrerberuf gewinnen. Unter dem Motto «Mehr Migranten werden Lehrer» soll dort in diesem Jahr ein Schülercampus veranstaltet werden.

Das viertägige Orientierungsseminar im November soll rund 30 Schüler der Oberstufen mit erfahrenen Pädagogen zusammenbringen. Die Teilnehmer sollen in Expertengesprächen, Diskussionsrunden und Schulbesuchen erfahren, welche Perspektiven der Lehrerberuf bietet. Bis zum 15. Oktober können sich Interessenten beim Kultusministerium in Hannover bewerben.

Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte werden dringend gebraucht, betonen die Organisatoren. «Pädagogen, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte erlebt haben, sind ganz wichtig als Vorbilder und Brückenbauer», erklärt Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). «Sie können zur Verbesserung der Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen einen großen Beitrag leisten». Der Schülercampus ist eine Initiative der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, des niedersächsischen Kultusministeriums und des Netzwerks Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte. dpa
(9.9.2012)

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