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Seifhennersdorf klagt wegen fehlender 5. Klasse gegen Ministerium

SEIFHENNERSDORF.38 Kinder sind nicht genug für eine fünfte Klassenstufe, findet das sächsische Schulministerium.  Die betroffene Kommune Seifhennersdorf und Eltern sind anderer Ansicht.

Die ostsächsische Stadt Seifhennersdorf klagt weiter gegen die Schulnetzplanung für den Landkreis Görlitz. Am 8. November will das Verwaltungsgericht Dresden über die Klage verhandeln. Das geht aus der am Wochenende veröffentlichten Prozessübersicht des Gerichts hervor.

Sachsens Kultusministerium hatte verfügt, dass an der Mittelschule in Seifhennersdorf in diesem Schuljahr keine fünfte Klasse gebildet wird. Da nur 38 Kinder dafür angemeldet waren, sei die Mindestzahl von 40 Schülern pro Klassenstufe nicht erreicht, hieß es zur Begründung. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen bestätigte die Entscheidung des Ministeriums. Seifhennersdorf legte Widerspruch ein.

Für Aufmerksamkeit sorgt der Fall auch deshalb, weil die betroffenen Eltern der Kinder einen «Protestunterricht» organisiert haben. Sie hatten dafür mit Beginn des neuen Schuljahres pensionierte und freiberufliche Lehrer engagiert. News4teachers hat bereits darüber berichtet. Die parteilose Bürgermeisterin von Seifhennersdorf, Karin Berndt, sagte den Eltern zu, dass sie vorerst keine Zwangsmaßnahmen zu befürchten hätten. dpa

(23.9.2012)

Zum Bericht: „Keine 5. Klasse: Eltern engagieren sich Lehrer selbst“

5 Kommentare

  1. Die Kinder in Seifhennersdorf werden nach Presseberichten durch eine tschechische (!) Lehrkraft seit einigen Wochen wild beschult. Das kann doch auf Dauer nicht gut gehen. Wo bliebt das Wohl der Kinder? Es geht schliesslich um Schüler der 5. Klasse einer Mittelschule, die von ihren Eltern von einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Schule bewusst und vorsätzlich ferngehalten werden. Ich warte nur darauf, dass hier Gerichte und Staatsanwaltschaft wegen Verletzung der elterlichen Fürsorgepflicht tätig werden.

    • wild beschult? Das hätten wohl einige gerne, es gibt Unterricht unter Einhaltung des sächsischen Lehrplans in allen Fächern, bisher gab es noch keine einzige Ausfallstunde, die Nationalität der Lehrer ist überwiegend deutsch und die tschechische Lehrkraft spricht diese Sprache übrigens auch hervorragend. Verletzung der elterlichen Fürsorgespflicht, harter Tobak, aber nein, wir vertreten die Interessen unserer Kinder und sind uns unserer Fürsorgepflicht sehr viel bewußter wie so mancher.

  2. So einen unqalifizierten Beitrag wie den von Johannis
    sollte man nicht ernst nehmen. Er zeugt nur davon, daß
    er sich in keinster Weise mit den Hintergründen vertraut
    gemacht hat. Mir scheint eher, er ist beim Kultus-
    ministerium angestellt. Der Meinung von Renate kann man
    nur zustimmen, hier kämpfen Menschen um das ´richtige`
    Wohl ihrer Kinder. Die Zeiten von Behördenwillkür ist
    zwar noch nicht ausgerottet, es lohnt sich aber in diesem
    Fall wirklich, zu kämpfen. Den Streitern in Seifhennersdorf wünsche ich Durchhaltevermögen, lasst euch
    nicht von Strafandrohungen einschüchtern. Die ganze Welt
    schaut auf Seifhennersdorf und je länger der Kampf dauert,
    um so grösser werden die Erfolgsaussichten !
    Derjenige, welcher sich hier im Kultusministerium auf den
    Schlips getreten fühlt, wird hoffentlich irgendwann einsehen, daß es hier um mehr geht, als um verletzte
    Eitelkeiten !

  3. Mein Sohn hat mehrere Lehrer, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Das ist eine Bereicherung und keinesfalls ein Nachteil. Ich wünsche allen Seifhennersdorfern viel Kraft und Erfolg, das gegebene Versprechen der Ministerin einzulösen.

  4. Beate Angenendt

    Bravo! Machen Sie weiter so. Bin Lehrerin in Hessen an einer Grundschule und kann nur sagen, dass alles immer schlechter wird und das zu Lasten unserer Schüler!Kämpfen Sie um Ihre Schule, meine Unterstützung haben Sie. Es kann nicht sein, dass Schulen immer größer und anonymer werden und unsere Schüler keine Heimat mehr haben. Es leben unsere kleinen regionalen Schulen, in denen die Kinder noch gemeinsam mit ihren Klassenkameraden zu Fuß in die Schule gehen können und nicht mit dem Bus fahren müssen.

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