IHK: Landesregierung vernachlässigt betriebliche Ausbildung

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STUTTGART. Die Industrie- und Handelskammern Baden-Württemberg sorgen sich um den Auszubildendennachwuchs und fordern von der grün-roten Landesregierung eine bessere Förderung der betrieblichen Ausbildung.

Betriebe im Südwesten haben zunehmend Schwierigkeiten, Auszubildende zu finden. Wie der Industrie- und Handelskammertag am Montag in Stuttgart berichtete, stieg die Zahl der Ausbildungsverträge bis Ende September deutlich langsamer als noch im Vorjahr. Landesweit wurden 46 900 Lehrverträge eingetragen – ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Im Vorjahr war die Zahl der Neuverträge noch um satte 8 Prozent gestiegen.

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«Es könnte bis auf weiteres der letzte Zuwachs gewesen sein», sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, Andreas Richter. Ihm zufolge standen 16 500 offene Lehrstellen in der Region zuletzt lediglich 10 800 Bewerber gegenüber.

Besonders groß sei der Bedarf im Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch in Berufen, für die eine hohe Qualifikation vorausgesetzt werde. Die Kammer sieht dies auch als Folge der grün-roten Schulpolitik, die höhere Schulabschlüsse stärker als die betriebliche Ausbildung fördere. Richter: «Wir wünschen uns von der Landesregierung, dass sie sich stärker zum dualen Ausbildungssystem bekennt.» dpa

(1.10.2012)

 

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