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„Schwarze Pädagogik“: Frühere Heimkinder fordern Entschädigung

OSNABRÜCK. (Mit Leserkommentaren) Bis zu 800.000 Kinder und Jugendliche lebten in Westdeutschland von 1949 bis 1975 in Heimen. Aus heutiger Sicht waren die Verhältnisse dort oft unmenschliche Quälerei. Seit Anfang des Jahres gibt es einen Entschädigungsfonds – doch nicht alle der Opfer sind zufrieden.
Kinder in einem Heim 1948. Foto: Hans Lachmann / Deutsches Bundesarchiv / Wikimedia Commons

Kinder in einem Heim 1948. Foto: Hans Lachmann / Deutsches Bundesarchiv / Wikimedia Commons

Wenn Jürgen Beverförden aus seiner Kindheit berichtet, treten dem gestandenen Mann immer wieder Tränen in die Augen. Er wurde 1944 als uneheliches Kind in Osnabrück geboren, seine Mutter ging mit einem anderen Mann ins Ausland und ließ ihre beiden Kinder zurück. Brigitte und Jürgen kamen ins Kinderheim, in dem es für kleinste Dinge drakonische Strafen und Prügel gab.

«Schwarze Pädagogik» nennen Erziehungswissenschaftler inzwischen dieses Konzept. Für viele Kinder und Jugendliche hat der Aufenthalt in solchen Erziehungsanstalten körperliche und seelische Narben hinterlassen. Beverförden ist heute Sprecher ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen.

Du bist ein Nichts!» So fasst eine heute 62 Jahre alte Frau aus Oldenburg, die ihren Namen nicht nennen will, ihren rund drei Jahre dauernden Aufenthalt in einem evangelischen Erziehungsheim am Niederrhein zusammen. Sie sei ein rebellisches junges Mädchen gewesen, das auch Widerworte gegeben habe, erzählt sie. «Ich komme aus einer klassischen Arbeiterfamilie der 50er Jahre.» Die Verhältnisse waren beengt, die Mutter schwer krank. Als sie starb, sei ihr Vater überfordert gewesen. Sie kam ins Heim. «Man hat meinem Vater vorgegaukelt, es wäre das beste, wenn ich da hin käme», sagt sie. In dem Heim erlebte sie größte Erniedrigungen und Isolation. Keine Bücher, keine Zeitungen, kein Kontakt nach Hause. Vom Tod ihres Vaters habe sie erst nach drei Wochen gehört.

Mit dem Schicksal der Heimkinder in Westdeutschland beschäftigte sich seit 2009 ein Runder Tisch, an dem Betroffene, Träger, Wissenschaftler, Verbände, Vertreter des Bundes, der Länder und der Kirchen teilnahmen. In der Folge wurde ein Fonds von 120 Millionen Euro aufgelegt. Seit Anfang des Jahres können von den früheren Heimkindern Anträge gestellt werden. Für die Opfer der Kinderheime in der DDR soll zum 1. Juli ein 40 Millionen Euro schwerer Fonds eingerichtet werden.

120 Millionen vor allem für therapeutische Hilfe

Ein Großteil der 120 Millionen Euro seien für therapeutische Hilfe vorgesehen, und nur ein kleiner Teil für Rentenausgleichszahlungen, sagt Pastor Thomas Feld, der beim Diakonischen Werk Oldenburg Ansprechpartner für Opfer ist. Dass der Schwerpunkt bei dem Fonds auf Therapieleistungen liege, stoße bei vielen Betroffenen auf Unverständnis, sagt er. Die früheren Heimkinder seien heute zwischen 50 und 80 Jahre alt. «Die haben ihr Leben gelebt und haben ein erfolgreiches Leben gelebt», sagt Feld.

Das Angebot einer Trauma-Therapie empfänden die meisten Heimkinder als Anmaßung, berichtet Feld. Wichtig sei, dass ihr Schicksal anerkannt werde. Auch materielle Hilfen seien für viele Betroffenen wichtiger – etwa die Anerkennung der Arbeit in den Heimen als Rentenausfallzeit.

«Vielen ist wichtig, dass ihnen geglaubt wird», sagt Rüdiger Scholz, Bereichsleiter für Kinder und Jugendhilfe von Bethel im Norden. Seit vier Jahren bietet er früheren Heimkindern aus Freistatt bei Diepholz ein regelmäßiges Treffen an. Bethel habe auch ein Buch veröffentlicht und sich zur schlimmen Geschichte bekannt. Neben therapeutischer sei auch materielle Hilfe wichtig. «Da sind viele Menschen, die am Existenzminimum kratzen. Wenn die 1000 oder 2000 Euro bekommen, ist denen schon viel geholfen.»

Die Arbeit von Bethel sei vorbildlich, sagt Beverförden. «Die haben auch die alten Akten noch.» Denn das Problem sei, dass viele Betroffene nachweisen müssten, in einem Heim gewesen zu sein. Die Aufhebepflicht der Dokumente sei aber schon längst verjährt. Für die Heimkinder beginne damit erneut ein entwürdigender Kampf mit der Bürokratie. Manchmal habe er den Eindruck, dass manche das Problem durch den natürlichen Tod der Opfer lösen wollten, sagt er bitter.

An dem Fonds lässt er kein gutes Haar. «Wir fordern eine echte Entschädigung, und das Eingeständnis, dass die Kinder und Jugendlichen in den Heimen Zwangsarbeit leisteten und dort gegen die Menschenwürde verstoßen wurde», sagt Beverförden. Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht die entsprechende Beschwerde eines Heimkindes vor einigen Tagen zurückgewiesen. Aber Beverförden ficht das nicht an. «Wir gehen bis zum Europäischen Gerichtshof», sagt er. Kämpfen hat er im Kinderheim gelernt. ELMAR STEPHAN, dpa
(16.4.2012)

146 Kommentare

  1. fiel mein leserbrief der zensur zum opfer?

    • Sehr geehrter Helmutj50.

      wir freuen uns sehr über jeden Diskussionsbeitrag – sofern er mit dem Thema zu tun hat. Und Aussagen wie „Außerdem bin ich fassungslos darüber, dass die dpa Ihre Artikel annimmt“ haben nichts mit dem Thema zu tun, sondern verunglimpfen den Autor. Dafür bieten wir kein Forum.

      Ich bitte um ihr Verständnis
      Andrej Priboschek, Herausgeber

      • @ redaktion
        „Aus heutiger Sicht waren die Verhältnisse dort oft unmenschliche Quälerei.“

        Ich sehe hier eher eine Verunglimpfung von 1 Mio. Heimkinder. Was denkt sich der Autor dabei so etwas zu veröffentlichen? Geht er gerne zur Kirche ?
        Und das Foto dazu vom Kindergarten ….. naja… daran erkennt man schon einiges….

        Ein Autor, der so etwas veröffentlicht muss auch Kritik einstecken können oder geht nur austeilen ?

        @ Helmut Jakob

        Sie haben vollkommen Recht ! Vielen Dank für Ihren Bericht… Sie sehen die Dinge so wie sie sind ! Leider gilt hierzulande immer noch: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen und wer etwas gegen die Kirche sagt ist ja meist eh schon der Bösewicht oder?

        A U C H aus DAMALIGER SICHT waren die Verhältnisse unmenschliche Quälerei !!!! Jedenfalls für den denkenden und menschlichen Teil der Bevölkerung !

        Selbst GRUNDSCHÜLER haben damals schon gemerkt wie unmenschlich dieses System war und sich sofort auf meine Seite als Heimkind gestellt !!!

        Deshalb bekam ich ja auch Hilfe und mehrere Eltern merkten schon, dass ich meine Heimzeit damals nicht mehr lange aushalten konnte.

        Ich habe heute noch Beweisfotos von mir zu Zeiten meiner Heimzeit und auch kurz danach und der Unterschied ist gravierend !

        Leider wusste der Vater meines besten Schulfreundes als Diplomat damals nicht, was sich zu dieser Zeit bundesweit für ein unfassbares Drama abspielte….und das ausgerechnet in einem System, dessen direkter Vorgänger das 3. Reich war !

        Allerdings reichte ihm das schon, was Schule und Heim mit MIR anstellten.

        Warum ich übrigens in der Schule gemobbt wurde ? Es war die BONZENgrundschule im BONZENviertel ! Deshalb ! Heimkinder waren die Bösewichte damit die BONZENschüler besser da standen ! Es hat sich ja nach Schulwechsel schnell herausgestellt wie verlogen das System war!

        Und wie korrupt kleine Beamte sein können musste ich später leider immer wieder feststellen.

        Auch bei mir hat die 4-jährige Heimzeit Spuren hinterlassen und ich ermahne dieses deutsche System hierfür endlich Schadenersatz und Schmerzensgeld zu zahlen; und zwar für sämtliche Heimkinder !

        Ich muss Frau Merkel doch wohl nicht an ihren Amtseid erinnern ?

        Zitat (Auszug): “ und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

        Ja, dann mal los… die Opfer des Rechtsstaates warten immer noch auf Entschädigung.

        Der Rechtsstaat hat sich in Komplizenschaft mit der dt. Kirche damals an den wehrlosesten und hilfsbedürftigsten Menschen überhaupt vergriffen und das SYSTEMATISCH !!! Kindern, die ohne Eltern aufwachsen mussten.. DAS alleine ist schon grausame FOLTER !

        Die Weigerung für eine Entschädigung (sogar höchstrichterlich???) halte ich für antidemokratisch !!!!!

        Und solange dieser untragbare Zustand anhält werde ich auch weiterhin im Ausland darüber berichten !!

        Schon damals vergriff man sich an uns wehrlosen Heimkindern und heute zieht man uns durch den Dreck !!! Die meisten sind eh verfrüht verstorben und hierbei sollte ein internationaler Menschenrechtsgerichtshof prüfen ob viell. wegen Verbrechen gegen das Völkerrecht geurteilt werden muss !!!!!

        War das klar genug an alle Staats- und Kirchendiener ?

        Als damalig jüngster (5-8 Jahre) in meiner Heimgruppe werde ich heute keine Ruhe mehr geben bis zur Not jeder Mensch in der letzten Ecke dieser Welt erfahren hat, was uns widerfahren ist !

        Ich habe das Pack (Lehrerin und Direktorin) mit 8 – 9 Jahren schon dran gekriegt !!!
        Da drauf bin ich heute noch stolz !

        Der Kampf geht weiter !

    • Klaus Mietzner

      Ich war in lobetal Celle.Als Kind in Hetendorf Lobetal.Misshandlung Gewald war bei uns angesagt.Missbrauch auch.Arbeiten mussten wir.Schule neben Sache.Dann wurde das Heim verkauft.Und zogen nach Celle Lobetal.Mit 14 wurde ich in die Malerrei geschickt.(Stunden8 und Samstag 5Stunden.Angeblich von Arbeitsamt Finatziert.Taschengeld nein.Rente gezahlt nein.Mit 20 und5Monate wurde ich nach Visselhövede bei Rotenburg Wüme Zu der Firma Huss Gebracht.Da bin ich als Maler angefangen.Für 3DM Die Stunde.

  2. Sehr geehrte Redaktion,

    die Berichtserstattung zum Thema frührere Heimkinder ist meiner Meinung nach tendenziös, und ich nehme zu anderen Medien kaum Unterschiede war, was diesen Artikel betrifft.

    Gerne wird mit dem Begriff Entschädigung argumentiert, aber darum handelt es sich keineswegs. Dafür ist die der zur Verfügung gestellte Fonds zu gering, und ausserdem geht ein nicht unerheblicher Betrag für Bürokratie und Verwaltungskosten drauf.

    Es sind nur Hilfsleistungen und Rentenersatzleistungen angedacht, aber nur wenn zweifelsfrei geklärt ist, ob die Mittel nicht an anderer Stelle erbracht werden können, etwa durch das Sozialamt oder durch die Krankenkassen.

    Ausserdem gibt es keinerlei Rechtsanspruch auf irgendwelche Leistungen. Die müsste man gegebenenfalls einklagen, nachdem man zuvor eine Verzichtserklärung unterschrieben hat.

    Es ist wie mit dem Tropfen auf dem heissen Stein, und der Gesellschaft wird suggeriert, dass der Staat sich fürsorglich um ehemalige Heimkinder kümmert.

    Ich sage mal, dem ist nicht so, und die und es wird zu grossen Ungerechtigkeiten bei der Vergabe der sehr eingeschränkten Mittel kommen. Denn jedes Einzelschicksal ist nahezu vollkommen anders, und lässt sich nicht nach genormten Kriterien ermitteln.

    Mit freundlichen Grüssen
    Manfred Zielke

  3. Korrektur/Ergänzung:

    Ich sage mal, dem ist nicht so, und es wird zu grossen Ungerechtigkeiten bei der Vergabe der sehr eingeschränkten Mittel kommen. Denn jedes Einzelschicksal ist nahezu vollkommen anders, und lässt sich nicht nach genormten Kriterien ermitteln. Ehemalige Heimkinder sind in der Beweispflicht – und viele Akten sind vernichtet oder nicht auffindbar.

    Mit freundlichen Grüssen
    Manfred Zielke

  4. ehem. Heimkind

    Als ehemaliges Heimkind (18 Jahre ohne Unterbrechung – vom Säuglingsheim bis zum Jugendlehrheim) habe ich vor einem Jahr einen zweiten Anlauf unternommen und nach meiner Heimakte gefragt. Der Landkreis in Niedersachsen hat meine schriftliche Anfrage urschriftlich zurückgeschickt, mit dem Vermerk, dass meine ‚Akte vermutlich vernichtet wurde‘. Die Damen und Herren hatten sich nicht mal die Mühe gemacht nach zu sehen. – Als ich in den 70er Jahren nach meiner Heimakte fragte (ich war noch nicht einmal 20 Jahre), wurde ich ‚kaltschnäuzig‘ vom Jugendamt damals abgewiesen.

    Die Vorsitzende des Runden Tischs (RTH), Frau Vollmer, hat bei der Problemlösung die Belange für uns Heimkinder leider aus den Augen verloren, weil beide Kirchen (ev. und kath. sowie andere Träger) unbedingt verhindert wollten, dass Entschädigungen gezahlt werden, für eine mangelhafte Ausbildung (Hilfsschule oder Volksschule reichten für uns hospitalisten und traumatisierten Kinder völlig aus), Essens-Entzug, Prügel- und Körperstrafen (die auch schon damals gegen Gesetzte verstossen haben).

    Wenn ich die Ergebnisse des RTH richtig verstanden habe, soll es eine Entschädigungszahlung nur für

    a) geleistete Kinderarbeit geben (Nachzahlung bei den Rententrägern)
    b) sexuellen Missbrauch geben

    Und das war’s auch schon!

    Weitere Entschädigungen gegen Geld sind nicht vorgesehen. Mit der nur ‚verpfuschten‘ Biographie eines ehem. Heimkindes, kann, darf und soll keine Anspruchsgrundlage konstruiert werden können. Dies ist auf der politischen Ebene ausdrücklich so gewünscht, einvernehmlich mit den Kirchen auch so abgestimmt.

    Ganz abgesehen von der unzulänglichen Schulausbildung, sind viele ehem. Heimkinder zum Teil bis heute nicht fähig ihr Leid schriftlich oder mündlich darzulegen und vorzutragen. Sie verharren weiter in ihrer Wut und Ohnmacht. Es ist beschämend, wie akademisch ausgebildete Kirchenträger und Politiker (einschließlich Frau Vollmer) mit einer zum größten Teil sprachlosen, traumatisierten Gruppe ehemaliger Heimkinder umgeht, von daher ich den barschen Ton vieler Heimkinder gut nachvollziehen kann.

    Ehemalige Kinder, die über ihr Leid bis heute nicht sprechen können, werden vermutlich auch keine Entschädigungsanspüche stellen. Die Rückmeldungen beim RTH waren damals beschämend zurückhaltend, von daher Therapiezahlungen kaum ins Gewicht fallen werden.
    Bei uns ehemaligen Heimkindern bleibt ein Gefühl zurück der billigen und preiswerten ‚Abspeisung‘.

  5. Ich war als 13 jähriger in Heim,Dominikus Savio heimmPfafendorf,,war ca. 3 jahre dort,,wir wurden fast regelmäsig geschlagen und schikanirt,,,wo kann ich mich an wem wenden und auskunft zu holen,was ich da unternehmen kann,,zumindest das die jehnigen bestraft werden,,Danke

  6. @ Ranko, das tut mir leid für dich. Leider kann ich dir nicht weiterhelfen. Da du jetzt anscheinend erwachsen bist, könntest du ja sicherlich Anzeige bei der Polizei erstatten. Auf alle Fälle wissen die bestimmt, an wen du dich (noch) wenden kannst.

  7. P.S Möchte auch noch alle die im Dominikus Savio Heim im jahre 1979-80-81-82 waren (wenn sie das hier lesen) sich hier melden,Danke.

  8. @Ranko
    Bei allem Verständnis für Ihre Leidensgeschichte halte ich es für äußerst bedenklich, jetzt dieses Forum zu nutzen und den Mann an den Pranger zu stellen. Auch wenn Sie es möglicherweise schwer aushalten können, aber wir leben in einem Rechtsstaat und da gilt immer noch die Unschuldsvermutung. Ihre Idee gefällt mir da schon viel besser, jetzt einen Anwalt einzuschalten. Haben Sie sich in der Sache bisher niemals rechtlichen Rat geholt?

    Ich bitte die Redaktion ganz dringend zu prüfen, ob der Link von Ranko rechtlich überhaupt zulässig ist!

    • Lieber Pfiffikus,

      Sie haben Recht – der Link ist uns durchgerutscht. Wir haben ihn von der Seite genommen.

      Sehr geehrter Ranko,

      es ist in der Tat problematisch, Vorwürfe – selbst in so allgemein gehaltener Form wie in Ihrem Kommentar – zu veröffentlichen, ohne dem Beschuldigten Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Deshalb haben wir Ihren Kommentar mit dem Link entfernt. Danke für Ihr Verständnis.

      Die Redaktion

    • Lieber Ranko,

      bitte werde in deinen Kommentaren nicht persönlich. Wir bitten um Verständnis, dass wir deshalb deinen Kommentar von der Seite nehmen. Viele Grüße die Redaktion

      • @redaktion
        Warum wird Pfiffikus gesiezt, während Sie Ranko gegenüber ins „du“ fallen?
        Hat Ranko Ihnen das „du“ angeboten?
        Oder ist Ranko „nur“ ein ehemaliger Heimzögling, der auf die Höflichkeitsform selbstredend keinen Anspruch hat?

      • Ich muss da noch mal etwas zu sagen.
        Jemanden mit den Worten
        „… bitte werde in deinen Kommentaren nicht persönlich.“
        persönlich anzugreifen und klein zu machen, indem man en passant statt des (Erwachsenen) „Sie“ das (Kinder) „Du“ verwendet, alle Achtung, das ist gekonnt!
        Was viele Pädagogen nicht wissen:
        Respekt funktioniert nicht als Einbahnstraße.

    • @ pfifikus ^^ „Wir leben in einem Rechtsstaat“

      Schade, dass davon um 1 Million Heimkinder nichts gemerkt haben.
      von wegen „Würde des Menschen“ „körperliche Unversehrtheit“ „Freiheit'“ „freie Entfaltung der Persönlichkeit“ etc. etc. etc.

      Da wurde doch MILLIONENFACH auf MASSIVSTE und brutalste Art und Weise gegen nicht nur gegen die Rechtsstaatlichkeit verstoßen sondern auch international geltende Menschenrechte mit Füßen getreten.

      Versuchen Sie nicht Ex-Heimkindern etwas über den Rechtsstaat zu erklären !!!!

      Aber schön…. dass Sie den Link (was auch immer das war ) G E M E L D E T haben damals…..

      MELDEN !!!! Schön zu sehen, dass es noch Aufpasser gibt die auf Recht und Ordnung schauen….

      Schade, dass es 1945-1985 und teils darüber hinaus im Rechtsstaat keine Aufpasser gab und dort millionenfache Misshandlung Schutzbefohlener stattfinden konnte !!!

      übersetzt galt damals auch: „nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“ und eine große Bevölkerungsschicht fand es sogar gut, dass die Kinder für ihr Essen schuften mussten.. sogar in den goldenen 70ern wo es der BRD verdammt gut ging.. selbst da dieser furchtbare Hass auf eine Bevölkerungsgruppe wie anno dazumal ??

      heute gegen Opfer die den Mund aufmachen… da wird sehr oft und sehr gerne die Meinung unterdrückt… es darf einfach nicht sein, dass der Rechtsstaat so unartig war … ^^

      Warum ist der RECHTS-staat heute nicht in der Lage eine angemessene Entschädigung zu zahlen oder sich gar zu entschuldigen, wie das die Republik Irland getan hat?

      In Irland wurde die Heimkindergeschichte aufgearbeitet und die Opfer werden dort mit Anstand und Respekt behandelt..

      In Deutschland ernten die Opfer eher RespektLOSIGKEIT !! Müssen als Bittsteller zum Amt laufen und mittellosigkeit nachweisen… GEHT´S NOCH ???

      Die meisten haben es ja eh nicht überlebt.. und für die meisten noch lebenden gibt´s eh nix…

      Warum ist eine Entschuldigung so schwer ? Es handelte sich bei der brutalen „Heimkindererziehung“ um das schlimmste deutsche Verbrechen seit dem 3. Reich !!! Wann geht das endlich in alle Köpfe rein ???

      Vorherige Opfer anderer deutscher Schandtaten haben reichlich Entschädigung erhalten… … die armen Ex – Heimkinder haben keinen Rückhalt in der Bevölkerung … wie schon damals !

      Die durch Kinder und Jugend Zwangsarbeit ERGAUNERTEN Gelder müssen zurück gezahlt werden. Bis heute hat der RECHTSSTAAT dies nicht veranlasst… wir warten alle immer noch auf eine Kanzler- und Präsidenten entschuldigung die international veröffentlicht werden MUSS.

      Durch die schlimmen Verbrechen der RAF kamen ungefähr 34 Menschen ums Leben..
      durch die „Heimkindererziehung“ kam wohl tausende Menschen um´s Leben …

      ok, die RAF war schon schlimm aber selbst die haben sich nicht an Minderjährigen vergriffen.. das waren andere !!!!!!!!!!!!!!

      Die Schandtaten die im Rechtsstaat an Kindern und Jugendlichen begangen wurden sprengen das Vorstellungsvermögen eines jeden Menschen der das nicht erlebt hat !!

      Setzen Sie sich doch mal genauso für die Rechte der ehemaligen Heimkinder ein wie Sie sich dafür einsetzen LINKS zu MELDEN und Opfer zu belehren …

      Ok, das kostet natürlich mehr Überwindung oder? Ist es nicht so, dass man nicht wahrhaben möchte, dass der Rechtsstaat so eine dunkle Vergangenheit hat ?

  9. Beschuldigten Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben ???
    Das er und geschlagen hat und getreten hat und vieles mehr??? was gibt es da noch zu reden??
    Darum weredn so vilele Kinder mishandelt weil solche leute geschützt sind,von Gerichten und Presse,Ich weis was ich und andere erlebt haben,,Solche menschen gehören an die öfentlicket damit wir unsehre Kinder Schützen könen.Ich bleibe auf jeden fal dran egal wie es ausgeht.

    • @ Ranko

      glaube mir… du wirst hierzulande diesbezüglich nie zu deinem Recht kommen. Dafür sorgt schon in den allermeisten Fällen die skandalöse „Verjährung“ von Kindesmisshandlung die ja vor allem der Kirche zugute kommt so wie auch die staatlich eingezogene Kirchensteuer schon der Kirche zugute kommt.

      Du wirst immer gefragt werden „Haste denn Zeugen und Beweise?“ und meist stehen die Opfer noch als Bösewichte da die einfach nur falsche Behauptungen aufstellen.

      ich war selbst 1977 – 1980 im Heim und wurde dort tagtäglich von so einer asozialen „Erzieherin“ geschlagen; und das schon als 5-jähriger (!!!). Das war in so einer unfähigen ev. Diakonie in Bonn-Bad Godesberg. Dort trieb kurze Zeit VOR meinem Eintritt sogar ein Kinderf.. sein Unwesen.

      Ich bekam täglich Ohrfeigen und auch sehr häufig Prügel so wie andere Insassen auch. In dem Heim wurden auch junge Bettnässer die aus Angst sich nachts einpssten am folgenden Morgen verprügelt und am darauffolgenden Abend massiv bedroht ihr „Verbrechen“ zu wiederholen…

      Ich lag mit starkem Husten im Bett und wurde durch die geschlossene Türe mit Prügel bedroht wenn ich weiter husten würde. Oft wurde ich eingeschlossen in meinem Zimmer und Repressalien wegen der „drohenden“ Adoption bekam ich auch zu spüren.

      Dazu wurde ich auch noch in der örtlichen katholischen Grundschule vor allem seelisch mißhandelt und zwar auf so dermaßen brutalste Art und Weise, dass ich öfter mit einem Nervenzusammenbruch aus der Schule weglief… Wohin…. Richtung Godesberg Heim um mir dort dann noch die körperliche Mißhandlung einzufangen.

      Körperliche Mißhandlungen gab es auch hin und wieder bei den Katholiken in der Grundschule.. Ich kann mich ncoh daran erinnern wie ich vor allem einmal in der Turnhalle gegen eine Holzbank geschleudert wurde dass ich ziemliche Schmerzen im Rücken bzw. Nieren gegend hatte.

      Heute bezeichne ich das als versuchten Totschlag !!!

      Die Verbrecher werden leider niemals zur Rechenschaft gezogen. Auf Entschädigung bzw. Schmerzensgeld für die vielen Straftaten bzw. Verbrechen darf man in diesem Land auch nicht hoffen.
      Die bekommen ja nicht einmal eine Kanzler und Präsidenten-Entschuldigung hin. Ist wohl zu peinlich …

      Wir befinden uns ja hier leider nicht in der Republik Irland. Dort liefen die Entschädigungen anders ab …

      Nach 4 Jahren Heimterror wurde ich adoptiert und kurze Zeit später erdreistete die asoziale Grundschule mich von der Schule zu werfen… Ich muss dazu sagen, dass ich als 8 jähriger die letzten Monate auch massiven Widerstand gegen jegliches Unrecht leistete und mir dieser Widerstand den Schulwechsel und somit die spätere Empfehlung für´s Gymnasium einbrachte.

      OHNE meinen damaligen Widerstand wäre ich auf der Sonderschule gelandet. Als 8-jähriger war ich damals so weitsichtig dies zu verhindern. Ich befand mich im Krieg… ich kämpfte ….. ich gewann diesen Krieg….

      Die ganzen falschen Behauptungen der 1. Grundschule stellten sich als übelste Verleumdungen heraus. Die Frau Grundschullehrerin war eh dumm und unfähig bis zum geht nicht mehr…

      Jetzt kommt zum Schluss noch die Krönung des Ganzen.

      Heim-Diakonie hat 4 Jahre lang meine körperliche Kurzsichtigkeit nicht bemerkt
      Grundschule hat es 3 Jahre nicht bemerkt

      Neue Grundschule bemerkte es sofort…. OHNE WORTE ! Ihr Bonn-Bad Godesberger LOOSER !!!!

      Aber gefälschte Zeugnisse und Gutachten hinschmieren …. Dafür gibt´s halt heute keine Kirchensteuer von mir !

      Und noch etwas…

      Ich habe heraus bekommen, dass unmittelbar nach meinem Abgang aus der ev. Diakonie ein gleichaltriger 8-jähriger Junge meine Nachfolge antrat …. Er landete später wegen Diebsstahl jahrelang im Knast und seine Peiniger bekommen heute Rente…

      Da kannte die Justiz keine Gnade einen 18jährigen wegzusperren… oder besser gesagt… vom Heimknast in den Knast …

      Ich hatte als einer der ganz wenigen Opfer ein Riesenglück.. Ohne 3 sehr gute Schulfreunde die übrigens keine Heimkinder waren hätte ich vllt auch Selbstmord begangen. Zum Glück war einer davon der Sohn
      eines Botschafters und der deutsche Sumpf wurde damals wenigstens im Ausland schon bekannt !

      Bei zwei Schulfreunden bekam ich regelmäßig was zu essen wenn man wieder das Mittagessen wegen „Zuspätkommen“ oder anderer „Verbrechen“ ausfiel.. haha diese feigen Arh.löcr wussten nie was da im Hintergrund noch alles so ablief und die Adoption wurde auch durchgezogen gegen die „Mühlen des Systems“

      Mich haben diese feigen Terr.stn nicht erlegt !

  10. @Ranko:
    Du kannst die Adresse des im Artikel oben erwähnten Jürgen Beverförden ergoogeln und dich dann an ihn direkt wenden. Er scheint ja direkt in der Sache sehr aktiv zu sein und kann dir sicher Tipps geben, an wen du dich wenden kannst. Viel Erfolg!! klexel

    • auch ich hätte gerne die email von jürgen beverförden. kann aber nichts ergoogeln. haben sie vielleicht die email für mich. danke

  11. Na gut,,schreibe nict mehr hier rein und komme nie wieder auf diese seite,,ist alles so komisch hier,,irgendwie habe ich das gefühl das viele zu andere seite halten als zu kinder die schlechtes erlebt haben,,Viel spass noch allen.

  12. @ Ranko (10.10., 20.26 Uhr): Zumindest wirkt diese Stellungnahme (dieses Beleidigtsein, weil einem die anderen nicht alle zustimmen), nicht sehr erwachsen. Als Nicht-Beteiligter, als Außenstehender hat man oft einen nüchternen Blick auf die Sache. Es fällt einem dann auch leichter, sich an die Grundregeln zu halten: immer beide Seiten hören, keine Vorverurteilungen … Gerade Pädagogen sind mitunter auch mit ungerechtfertigten, erpresserischen Vorwürfen von Misshandlung ect. zerstört worden. Wir hatten hier auf diesen Seiten erst jüngst so einen Fall, wo ein Lehrer auf diese Weise kaputt gemacht wurde. Er ist jetzt tot.

  13. @Ranko
    Hallo. Ich bin auch ehemaliger Heimzögling, 15 Jahre, von 3 bis 18.
    Von 1958 bis 1962 Alten- und Kinderwohnheim in Rendsburg, Schleswiger Chaussee, dann von 1962 bis 1973 vom Jugendamt „outgesourct“ in das private Kinderheim „Kinderglück“, eine hammerharte gruselige Kinderhölle im Moor bei Schülp/Nortorf, dann 1 Jahr, bis ich 18 und mit der Schule fertig war, im Schülerwohnheim Neumünster.
    Wir Outgesourcten gelten laut Rundem Tisch nicht als Heimkinder. Denn an uns haben Staat und Kirche nichts verbrochen. Tja, Pech gehabt, outgesourct.
    Wat den een sin Ul, is den annern sin Nachtigall.
    Schläge, harte Haus- und Feldarbeit, seelische und körperliche Verkrüppelung, das alles war nun mal „privat“. Wir waren Privateigentum, man kann sich eben nicht um alles kümmern.
    Kleiner Einschub, du weißt schon, Radko, die Zensur … :
    Nichts von dem, was ich oben berichte, wurde je gerichtlich festgestellt. Gegen keine der o.g. Einrichtungen des Kindeswohls wurde je ein Verfahren wg Kindesmisshandlung o.ä. eingeleitet oder eröffnet.
    Ranko, du bist hier auf einer Pädagogenseite gelandet, da kannst du kaum auf Verständnis hoffen.
    Ich find’s gut und richtig, dass du das Pack drankriegen willst und wünsche dir viel Kraft und Glück dafür.

  14. Was für ein tendenziöser Artikel.
    Alleine das hier:
    „Die haben ihr Leben gelebt und haben ein erfolgreiches Leben gelebt», sagt Feld.“

    Und das Foto (ein Bild sagt mehr als 1000 Worte) mit den fröhlichen gutgenährten Kinderlein.
    Laut Quellennachweis
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_194-0191-31,_Kindergarten,_Kinderheim.jpg?uselang=de

    wurde das Foto in einem evangelischen Kindergarten aufgenommen (abgebildeter Ort: Kindergarten).

    Kindergarten, Kinderheim, als Journalist darf man mit Worten nicht so pingelig sein, fängt ja immerhin beides mit K an …

    Allein das Foto ist eine freche Verhöhnung des Leidens und der Geschichte der Heimkinder.
    Da geht einem das Messer in der Tasche auf.
    Ich verstehe nicht, wie man angesichts eines derart widerlich schön-geklitterten Artikels die Wut der Betroffenen nicht verstehen und sie im Gegenteil noch wegzensieren kann.
    Immerhin passt der Titel zum Vorgehen:
    Schwarze Pädagogik.

  15. Man hätte ein Foto aus dem Heim Glückstadt (1943 – 1974) nehmen können.
    Dort trugen die Heiminsassen schwarz-weiss gestreifte Kleidung, teils mit der Aufschrift „Außenkommando“.
    Wer als Ausreißer galt, bekam ein rotes Dreieck aufgenäht, noch 1969.
    Auszug aus der Gedenkmessingtafel am Jungfernstieg in Glückstadt:
    1949 ERFOLGTE DIE UMBENENNUNG IN LANDESFÜRSORGEHEIM.

    DIE KZ-WÄRTER UND WACHTMEISTER WURDEN ALS „ERZIEHER“

    ÜBERNOMMEN. DIESES HAUS WURDE BIS ZUM 31.12.1974

    WIE EIN KZ UND ARBEITSHAUS WEITERBETRIEBEN.

    IM KZ GLÜCKSTADT GAB ES NACHWEISLICH KEINE TOTEN.

    IM LANDESFÜRSORGEHEIM WURDEN 6 MENSCHEN

    IN DEN SUIZID GETRIEBEN UND EINER AUF DER FLUCHT ERSCHOSSEN.
    Am 18.7.66 erschienen mehrere Zeitungsberichte. zwei Heiminsassen waren ausgerissen. Die Bevölkerung wurde informiert. Ein Jungbauer aus Hodorf ging mit Gewehr auf einen Hochsitz und erschoss einen der Jugendlichen, die sich zuvor getrennt hatten, mit einem „gezielten Warnschuss“ in die Brust.
    Man bekommt eine Ahnung, dass die Flucht aus einem KZ, sei es als Kommunist, als Jude, als Jugendlicher, mit dem Überwinden der Mauern und Zäune längst nicht vorbei war.

    Vom 7. auf den 8. Mai 1969 gab es einen Aufstand der Heiminsassen. Er wurde niedergeschlagen. Verschiedene Quellen sprechen von Tränengaseinsatz gegen die kinder und Jugendlichen.
    Ein als „Rädelsführer“ Verdächtigter wirde wenig später erhängt in seiner Zelle aufgefunden. „Selbstmord“ behauptete die Heimführung.

    Ich selbst war zum Glück nie dort untergebracht. Bei meinem zweiten Ausreißen wurde mir „Glückstadt“ angedroht.

    Wir damaligen Heimkinder im „Kinderglück“ Schülp/Nortorf haben alle um den auf der Flucht erschossenen Heimbruder gewusst und uns gefürchtet und getrauert.
    Wir haben auch im Mai 69 alle von dem Aufstand erfahren. Sie waren unsere Helden.

  16. http://www.schlaege.com
    am 4.3 um 20.15 uhr im zdf: und alle haben geschwiegen
    für entschädigung:
    http://www.fonds-heimerziehung.de/
    bin selber betroffener habe 5400 euro bargeld und 10.000 euro für sachleistung völlig unproblematisch erhalten

  17. Martin MITCHELL

    WICHTIGER HINWEIS FÜR ALLE BETROFFENEN MISSHANDELTEN UND AUSGEBEUTETEN EHEMALIGEN HEIMKINDER, INTERESSIERTE UND UNTERSTÜTZER !

    Ich, der Australier Martin MITCHELL ( Jg. 1946 ), auch vielen als »martini« bekannt, selbst ein Betroffener der Kinderheimhöllen Deutschlands der 1960er Jahre ( der sich schon 10 lange Jahre mit diesem Thema beschäftigt ! ) – u.a. auch selbst ein ex-Freistätter ist – habe am Freitag, 22. September 2013, um 01:51 Uhr (MEZ) folgenden Thread zu diesem Thema im HEIMKINDER-FORUM.DE eröffnet: »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film „Und alle haben geschwiegen“ ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. — Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/?s=b18b3e813c17d7914a27ec86cf8aaa6abfafbcfd und trage alles was mit diesem Thema zu tun hat DORT zusammen.

  18. Martin MITCHELL

    „Und alle haben geschwiegen“ — Und jetzt?

    Die am Ende des ZDF-SPIELFILMS „Und alle haben geschwiegen“ von Paul (Matthias Habitch) erwähnte ZWANGSARBEITSSTÄTTE IM MOOR, das ev.-luth. Bethel-eigene FREISTATT IM WIETINGSMOOR – heute „Bethel im Norden“ genannt – wurde schon in dem im Jahre 1984 ausgestrahlten ZDF-SPIELFILM „Das Ende vom Anfang“ wahrheitsgemäß und realitätsnah dargestellt und porträtiert, aber danach – weil derzeit von Bethel einfach abgestritten – einfach wieder zugebuddelt und vergessen, d.h. weiterhin totgeschwiegen.

  19. Martin MITCHELL

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    „Und alle haben geschwiegen“ — Und jetzt?

    GERMANY – Bundesrepublik Deutschland.

    ZDF-SPIELFILM „Und alle haben geschwiegen“ EINE EINTAGSFLIEGE !

    Großes Interesse seitens der deutschen Gesamtgesellschaft an diesem Thema bestand noch nie; damals nicht und auch heute nicht; und das flüchtige Interesse einiger Weniger der deutschen Gesamtgesellschaft die sich kurz dafür interessiert haben ist verflogen. Somit war der Film und die Message des Films eindeutig eine EINTAGSFLIEGE.

    Ohne Zweifel – es wird in der Bundesrepublik Deutschland klar und deutlich auch weiter zu diesem Thema geschwiegen. Selbst viele der Opfer, die vielleicht noch dazu fähig gewesen wären und die sich durchaus für ihr eigenes Recht hätten einsetzen können schweigen und lassen die Verantwortlichen und Mitverantwortlichen somit jeglicher Sanktion für die ihrerseits begangenen Verbrechen ( im zivilrechtlichen und moralischen Sinne ! ) entkommen.

    Für die Aufrichtigkeit der Nation als Ganzes tut dies natürlich nichts.

    Die ganze Nation scheint sich jedoch überhaupt nicht daran zu stören.

    .
    KURZBERICHT dazu in Deutsch und in Englisch :

    „Und alle haben geschwiegen“ / „Keiner war bereit das Schweigen zu brechen.“
    = „And all kept their silence.“ / „And all kept silent.“ / „And all kept quiet.“ / „And everyone kept quiet.“ / „And everybody turned a blind eye.“ / „Conspiracy of silence.“
    „Und alle schweigen sie weiter“
    = „And all continue to maintain their silence.“ / „The cover-up continues.“ / „They are all still in denial.“ / „The denial continues.“ / „The silence continues.“
    „Das Schweigen ist ohrenbetäubend.“ = „The silence is deafening.“
    „Das ganze Land zeigt diesbezüglich völlige Gleichgültigkeit“
    = „The whole community does not speak up (against)…“ / „The whole population is turning a blind eye and a deaf ear.“ / „The whole country couldn’t care less.“ / „The entire nation simply does not give a damn.“
    .

  20. Wenn man sich die Foren zu diesem Thema mal genau ansieht dann wundert es doch nicht wirklich jemanden das sich immer noch viele zurück halten und lieber schweigen über ihre Erlebnisse.Wer bitte sollte uns verstehn wenn wir es doch selbst nicht können ? Hier schreibt man von Entschädigung und Hilfe und meint doch „nur“ Geld.Die Verantwortlichen werden jetzt als Opfer der damaligen Gesellschaft hingestellt und dadurch geschützt.Es waren Erwachsene Menschen die uns hätten schützen sollen und dieser Aufgabe sind sie nicht nachgekommen.Wie bitte will man uns Entschädigen wenn die Täter jetzt plötzlich auch Opfer sind und Niemand mehr dafür zur Verantwortung gezogen wird?Ich habe mich als Kind gegen solche Menschen gestellt um andere zu schützen , egal was mit mir passierte und die, die es hätten ändern können und müssen sind heute arme Opfer denen alles ja so leid tut ?
    Geht es nur mir so oder findet noch jemand das ganze etwas verwirrend ?Es mag gut sein das Geld vieles erleichtert , aber eine solche Zeit entschädigen kann es nicht zumal die schuldigen sich hinter ihren Opfern verstecken und das nicht sein kann und darf.

  21. Martin MITCHELL

    .
    „Und alle haben geschwiegen“ — Und jetzt?

    GERMANY – Bundesrepublik Deutschland.

    ZDF-SPIELFILM „Und alle haben geschwiegen“ ( 04.03.2013 ) EINE EINTAGSFLIEGE !

    Großes Interesse seitens der deutschen Gesamtgesellschaft an diesem Thema bestand noch nie; damals nicht und auch heute nicht; und das flüchtige Interesse einiger Weniger der deutschen Gesamtgesellschaft die sich kurz dafür interessiert haben ist verflogen. Somit war der Film und die Message des Films eindeutig eine EINTAGSFLIEGE.

    Ohne Zweifel – es wird in der Bundesrepublik Deutschland klar und deutlich auch weiter zu diesem Thema geschwiegen. Selbst viele der Opfer, die vielleicht noch dazu fähig gewesen wären und die sich durchaus für ihr eigenes Recht hätten einsetzen können schweigen und lassen die Verantwortlichen und Mitverantwortlichen somit jeglicher Sanktion für die ihrerseits begangenen Verbrechen ( im zivilrechtlichen und moralischen Sinne ! ) entkommen.

    Für die Aufrichtigkeit der Nation als Ganzes tut dies natürlich nichts.

    Die ganze Nation scheint sich jedoch überhaupt nicht daran zu stören.

    .
    KURZBERICHT dazu in Deutsch und in Englisch :

    „Und alle haben geschwiegen“ / „Keiner war bereit das Schweigen zu brechen.“
    = „And all kept their silence.“ / „And all kept silent.“ / „And all kept quiet.“ / „And everyone kept quiet.“ / „And everybody turned a blind eye.“ / „Conspiracy of silence.“
    „Und alle schweigen sie weiter“
    = „And all continue to maintain their silence.“ / „The cover-up continues.“ / „They are all still in denial.“ / „The denial continues.“ / „The silence continues.“
    „Das Schweigen ist ohrenbetäubend.“ = „The silence is deafening.“
    „Das ganze Land zeigt diesbezüglich völlige Gleichgültigkeit“
    = „The whole community does not speak up (against)…“ / „The whole population is turning a blind eye and a deaf ear.“ / „The whole country couldn’t care less.“ / „The entire nation simply does not give a damn.“

    Es gab einen Film und das war’s dann auch. Mehr gibt’s nicht.
    .

  22. .
    SCHWEIZ zahlt Ehemaligen Heimkindern echte Entschädigung.

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    SCHWEIZ zahlt Ehemaligen Heimkindern echte Entschädigung. ( steht auch schon SO in mehreren Foren, auch in meinem ).

    ANFANG DES ZITATS DES NEUESTEN BEITRAGES – DER NEUESTEN BEKANNTGEBUNG.

    Achtung – SCHWEIZ will Ehemaligen Heimkindern (a.) „Soforthilfe“ sowohl wie (b.) „Entschädigungsrente“ zahlen.

    In der Schweiz soll es für Ehemalige Heimkinder (a.) einen „Soforthilfefonds“ geben sowohl wie (b.) „Entschädigungsrenten“ geben. – BEIDES !

    .
    Tages Anzeiger – SCHWEIZ

    @ http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879 ( längerer Artikel )

    Durchbruch für ehemalige Verdingkinder

    Aktualisiert am 25.10.2013

    Die Schweiz wird die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen finanziell entschädigen. Darauf haben sich Vertreter des Bundesamtes für Justiz, des Bauernverbandes und von Betroffenen geeinigt.

    Beim zweiten Runden Tisch für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen stand die Entschädigung der Betroffenen im Zentrum. Die Teilnehmenden wollen denn auch einen Härtefall- oder einen Solidaritätsfonds und planen, bis in wenigen Monaten eine Soforthilfe für Betroffene aufzubauen.

    Dazu sollen Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden, die keine vorgängige Schaffung einer gesetzlichen Grundlage erfordern, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) mitteilte. Bis zum nächsten Runden Tisch am 29. Januar 2014 sollen diese Möglichkeiten konkretisiert werden. Ziel sei es, bereits im ersten Halbjahr 2014 Gesuche um Soforthilfe entgegenzunehmen und zu bearbeiten.

    [ ……… ]

    .
    WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Durchbruch-fuer-ehemalige-Verdingkinder/story/11350879 ( längerer Artikel )

    ENDE DES ZITATS DES NEUESTEN BEITRAGES – DER NEUESTEN BEKANNTGEBUNG.
    .

  23. .
    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen!

    .
    Geschätzte Werteschöpfung und Profitmaximalisierung unserer damaligen unfreiwilligen Arbeit für Kirche, Staat und Industrie während unseres Eingesperrtseins in ihren Anstalten und totalen Institutionen.

    Moderne Sklaverei („Arbeitsausbeutung“) im Nachkriegsdeutschland von der die Nutznießer in Milliardenhöhe profitierten.

    .
    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen!

    .
    Bezüglich der Bundesrepublik Deutschland!

    ANFANG DES ZITATS

    Der Superbeschiss

    Wir haben uns mal ein paar Überlegungen zu den schändlichen Zahlungen des “Hilfefonds ehemaliger Heimkinder” gemacht – und zu den Geldern, die wir als Kinder und Jugendliche Staat und Kirchen in die Kassen gespült haben. Mit unserer Arbeit!

    Unter Zugrundelegung eines Hilfsarbeiterstundenlohnes (1965) von
    3,91 DM

    gelangt man auf einen Jahresbruttolohn von
    18.768,00 DM

    abzüglich 38 % Steuern und Sozialabgaben = Jahresnettolohn
    11.636,00 DM

    Gehen wir auf eine untere Grenze, machen uns die Berechnungen einfach und legen einen Jahresnettolohn von 10.000,00 DM zu Grunde.

    Weiter geht’s:

    Seriöse Schätzungen gehen aus von 800.000 bis 1.000.000 Heimkinder der Jahre 1949 – 1975 aus.

    Für unsere Berechnungen nehmen wir auch hier den unteren Wert von 800.000 Heimkindern und gehen davon aus, dass diese im Durchschnitt 1 Jahr gearbeitet haben.

    Weiter geht es mit den Berechnungen:

    800.000 Heimkinder x 10.000 DM Jahresnettolohn = 8.000.000.000 DM (in Worten: acht Milliarden DM)

    Da Kirchen, Institutionen, Staat und Industrie uns diese Löhne nie ausgezahlt haben, berechnen wir einen Zinssatz von 6% und eine mittlere Laufzeit von 50 Jahren und kommen so zu dem Betrag von

    147.361.234.199,93 DM oder – wieder großzügig gerechnet – 73.500.000.000 Euro.

    Das also ist die Summe, die uns geschuldet ist.

    Wenn wir diese Summe jetzt mal auf 800.000 ehemalige Heimkinder zurückrechnen, kann man leicht ersehen, dass jedem – JEDEM – Heimkind eine Summe von 91.875 Euro mindestens zusteht!

    Das deckt noch keine Vergewaltigungen, keine zerbrochenen Biografien, keine lebenslangen Pein, keine erzwungene Frührente, keine verminderten Berufschancen ab. Es ist lediglich das Geld, was Kirchen, Staat und Industrie uns SCHULDEN!

    Zum Vergleich: in ihren Fonds eingezahlt haben sie 120.000.000 Euro. Sofort abgezogen haben sie 20.000.000 für die Anlauf- und Beratungsstellen, ergibt 100.000.000 Euro.

    Würden sich tatsächlich die 800.000 Ehemaligen melden, die Anrecht auf diesen Fonds haben, ergäbe dies einen Betrag von 125,00 Euro pro Überlebenden ihrer Höllen.

    ENDE DES ZITATS
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    Veröffentlicht am 16. Mai. 2014

    QUELLE dieser Veröffentlichung: Vereinswebseite des Verein ehemaliger Heimkinder e.V. @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/
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  24. .
    Weiterer Spielfilm bezüglich „HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT“ in der BRD, d.h. in „Westdeutschland“, dem „unmenschlichen System“ der nachkriegsdeutschen »Fürsorgeerziehung«.

    ANFANG DES ZITATS DIESER BEKANNTGEBUNG.

    „Von jetzt an kein Zurück“ eröffnet das 21. Internationale Filmfest Oldenburg

    26.08.2014

    Regisseur Christian Frosch feiert mit „Von jetzt an kein Zurück“ in Oldenburg seine Weltpremiere.

    Mit einem Ausflug in die 60er und 70er, in dem eben nicht der Aufbruch von Flower Power, Rock’n‘Roll und Protesten, sondern der Missbrauch von Recht und Ordnung im Mittelpunkt stehen, eröffnet „Von jetzt an kein Zurück“ das 21. Filmfest Oldenburg. Der neue Film des österreichischen Regisseurs Christian Frosch („Weiße Lilien“) erzählt mit der tragischen Liebesgeschichte zweier Teenager von einem erschreckenden aber kaum beachteten Kapitel unserer Geschichte.

    Die beiden Schüler Martin und Ruby lassen sich vom Schwung ihrer Zeit mitreißen – sie lieben und berauschen sich, doch ihr jugendliches Aufbegehren wird mit aller Härte zunächst von ihren Eltern, insbesondere von Ben Becker als unbarmherzigem Patriarchen, und von der bundesrepublikanischen Jugendwohlfahrt brutal gestoppt, indem sie in eine Klosterschule und er in ein Erziehungsheim zwangseingewiesen werden.

    „Erst als ich auf eine Geschichte eines jugendlichen Paares stieß, das kein anderes Vergehen beging, als sich zu lieben und noch nicht volljährig zu sein, war bei mir der Groschen gefallen: Ich wollte einen Film über Liebende drehen. Über jene erste große Liebe, die antritt, die Welt aus den Angeln zu heben.“ – Christian Frosch

    Die Schauspielentdeckungen Victoria Schulz als Ruby und Anton Spieker als Martin sowie Star-Unikat Ben Becker als Rubys Vater führen das eindrucksvolle Ensemble an, das Frosch für seinen Film versammelt hat – ein pulsierendes Liebesdrama und ein Stück erschreckender Zeitgeschichte, das unter anderem auch in Oldenburg an verschiedenen Orten wie der Dreifaltigkeitskirche, der Kaserne Donnerschwee und dem Fliegerhorst filmisch realisiert wurde. Ein leidenschaftliches Feature, das mit einer berührenden „Romeo-und-Julia“-Geschichte zeigt, mit welcher Wucht die Generationen Ende der 60er Jahre aufeinanderprallten und welche Narben dieser Zusammenstoß hinterließ.

    Am Mittwoch, den 10. September, [2014] eröffnet „Von jetzt an kein Zurück“ ab 19.00 Uhr das 21. Internationale Filmfest Oldenburg mit einer feierlichen Galapremiere in Anwesenheit von Regisseur und Hauptdarstellern.

    Karten für die Opening-Gala in der kleinen EWE-Arena gibt es jetzt bereits auf unserer Homepage unter http://www.filmfest-oldenburg.de/service/tickets/ und an allen ADTicket-VVK-Stellen.

    Für alle weiteren Events beginnt der Kartenvorverkauf ab dem 31. August auf unserer Homepage und ab dem 1. September bei den offiziellen VVK-Stellen bei der Oldenburg Tourist-Information ( Schloßplatz 16; Tel: 0441-36161366 ) und im Staublau ( Staugraben 9 bei Tante Käthe’s Kaffee Bar; Tel: 01573 7943448 ), in der es zudem Karten für Sondervorstellungen und Parties gibt.

    ENDE DES ZITATS DIESER BEKANNTGEBUNG.

    QUELLE: Oldenburg FILMFESTIVAL @ http://www.filmfest-oldenburg.de/news/newssingle/datum/2014/08/26/von-jetzt-an-kein-zurueck-eroeffnet-das-21-internationale-filmfest-oldenburg/
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  25. .
    Antje Vollmer, diejenige, die jetzt Biographische Romane über Widerstand und Widerstandskämpfer im Dritten Reich schreibt, und jetzt DAMIT ihr Geld verdient, hatte als Schirmherrin am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010) selbst kein Interesse daran gehabt und gezeigt gegen das heutige elitäre System und Machtgebilde, dem auch sie angehört, Widerstand zu leisten, und sich für die Schwachen und Schwächsten in unserer Gesellschaft einzusetzen, und sich wirklich mit solchen Dingen und Geschehen in ihrem Lande wie „Heimkinderhöllen“ / „Kinderheimhöllen“, „Heimkinderfolter“ / „Kinderheimfolter“ – torture of children in care – „Heimkindersklaven“ / „Kinderheimsklaven“, „Heimkinderzwangsarbeit“ / „Kinderheimzwangsarbeit“ zu befassen, und all diese Dinge und Geschehen, wie sie beweisbar und bewiesen seit 1949 jahrzehntelang in der Bundesrepublik Deutschland existierten, stattfanden und gegen Kinder und Jugendliche angewandt wurden, beim Namen zu nennen, und eine angemessene Wiedergutmachung und Entschädigung für die Opfer für all dieses ihnen widerfahrene Unrecht und Leid zu empfehlen und einzufordern.
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  26. .
    Das Märchen von der „Entschädigung“.

    Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V.«) gibt bekannt.

    Auf Facebook @ http://www.facebook.com/VeHeV

    ANFANG DES ZITATS DER VERÖFFENTLICHUNG DES SCHREIBENS VON DIRK FRIEDRICH AN – VEH e.V. – AN DAS ZWEITE DEUTSCHE FERNSEHEN (ZDF).

    Hi!

    Dieses Schreiben an das ZDF war meine Reaktion auf den Beitrag in „mona lisa“. – Von wegen Entschädigung! – LG Dirk F.

    Beginning of quote.

    Von: d.friedrich@veh-ev.eu
    An: zuschauerredaktion@zdf.de

    Datum: 30:11:2014
    ———————————

    Verein ehemaliger Heimkinder e. V.
    c/o Dirk Friedrich, Hauptstr. 98 , 63110 Rodgau
    Tel.: 06106-15379
    E-Mail: d.friedrich@veh-ev.eu
    Homepage: http://www.veh-ev.eu/
    Facebook: http://www.facebook.com/VeHeV

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir ehemaligen Heimkinder würden uns freuen, wenn es – wie sie behaupten – eine Entschädigung, für die furchtbaren brutalen Misshandlungen, sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit und Ausbeutung geben würde.

    In ihrer Sendung am Samstag [ 29.11.2014 ] sprachen sie mehrmals von Entschädigungen. NEIN! Es gibt keine Entschädigung! – Begreifen sie das endlich einmal.

    Was wir bekommen sind Hilfsgelder. Daher wurde am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ein HILFSFONDS beschlossen. Weit ab von dem, was eine Entschädigung bedeuten würde.

    Auch die ständigen Wiederholungen, das es eine Entschädigung wäre, ändert nichts daran, dass es Almosen sind, die wir zu schlucken haben.

    Almosen, die uns von den Nachfolgern der Täternachfolgeorganisationen aus Kirchen und Staat oktroyiert wurden.

    Wir, der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. mit gut 400 Mitgliedern der größte Heimkinderverein in Deutschland, dessen Vorsitzender ich bin, kämpfen für eine wahrhaftige Entschädigung. Die Hilfsfonds WEST und OST können nur ein erster Schritt dorthin sein.

    Bis zum heutigen Tag haben weder die Industrie, Firmen und Betriebe, noch die in die damalige Zwangsarbeit von Kindern und Jugendlichen in den Heimen involvierten landwirtschaftlichen Betriebe – sprich Bauern – je ein Wort darüber verloren.

    Die von den Kindern und Jugendlichen erbrachte Arbeit, insbesondere ihr Anteil zum damaligen „Wirtschaftswunder“ wurden bisher mit keinem Wort gewürdigt.

    Die erarbeiteten Löhne aus den Zwangsarbeiten, wurden von den Heimträgern in „die eigenen Taschen“ gesteckt. Die Sozialabgaben gleich mit dazu. Sodass es heute viele Grundsicherungs- und Hartz IV – EmpfängerInnen gibt, die am Tropf der Gesellschaft, ihr schon als Kinder und Jugendliche durch die Heimerziehung verpfuschtes Leben, hängen müssen.

    Die Almosen, die vom Hilfsfonds verteilt werden, spotten jeder Beschreibung.

    Es gibt eine „Rentenausgleichszahlung“ sowie einen „Sachwertefonds“. Der „Rentenausgleichsfonds“ kommt zum Tragen, wenn das ehemalige Heimkind ab dem 14. Lebensjahr in den Heimen arbeiten musste. Pro gearbeiteten Monat stehen dafür 300 € zur Verfügung.

    Da aber die Kinder schon oftmals mit 6 Jahren zur Arbeit – auch schon an Bauern „vermietet“ herangezogen wurden – steht ihnen kein Entgelt zu.

    Der „Sachwertefonds“ ist ein geldloser Fonds. Das heißt, das die in Frage kommenden Ehemaligen sich um Kostenvoranschläge kümmern sollen, damit ihnen nur das bezahlt wird, was ihnen die „Landesgeschäftsstelle Heimfonds“ in Köln genehmigt. Die genehmigten Gelder gehen nicht an den/die Ehemalige/n. Sie werden an die rechnungsstellende Firma ausbezahlt.

    Diese Art und Weise der Handhabung ist genau die, die wir schon in den Heimen hatten. Der überwiegende Teil der Ehemaligen sieht dies wiederum als Drangsalierung an!

    Sicherlich helfen wir als Verein jedem ehemaligen Heimkind, das sich uns anvertraut. Vielen konnten wir schon helfen. Das tun wir gern mit viel Engagement und Herzblut.

    Unsere Arbeit als Verein ist aber auf eine Entschädigung gerichtet. Vor 10 Jahren, als sich im Okt. 2004 der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. gründete war dies die Zielsetzung.

    Dem werden wir auch in Zukunft nachkommen und darauf bestehen!
    Genauso wie die ehemaligen irischen Heimkinder, die sich eine Entschädigung erkämpfen mussten, werden wir handeln. Wir werden alle zuständigen Gerichtsinstanzen bemühen und dort klagen.

    Sollte dies nicht fruchten, gehen wir bis zu den höchsten internationalen Gerichten.

    Wir möchten sie nicht belehren, aber schauen sie doch einfach mal nach, was das Wort Entschädigung bedeutet!

    In diesem Sinn!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dirk Friedrich
    Vorsitzender

    End of quote.

    ENDE DES ZITATS DER VERÖFFENTLICHUNG DES SCHREIBENS VON DIRK FRIEDRICH AN – VEH e.V. – AN DAS ZWEITE DEUTSCHE FERNSEHEN (ZDF).

    QUELLE: Facebook @ http://www.facebook.com/VeHeV
    .

  27. .
    Wer trägt die Verantwortung ausreichend zu informieren ?

    Für den OSTEN sind all die folgenden Persönlichkeiten vom Lenkungsausschuss dafür verantwortlich alle relevanten Fragen bezüglich dem »Fonds Heimerziehung-OST« zu beantworten:

    http://www.fonds-heimerziehung.de/fonds/fonds-heimerziehung-in-der-ddr/errichter-des-fonds-heimerziehung-ddr/lenkungsausschuss-ddr.html

    Für den WESTEN sind all die folgenden Persönlichkeiten vom Lenkungsausschuss dafür verantwortlich alle relevanten Fragen bezüglich dem »Fonds Heimerziehung-WEST« zu beantworten:

    http://www.fonds-heimerziehung.de/fonds/errichter-des-fonds/lenkungsauschuss.html

    Tut mir leid, aber ich, ein Betroffener der in in Australien ansässig ist, weiß die Antwort zum WARUM „der kleckerweisen Verteilung der Fondsgelder an Betroffene“ ebensowenig.
    .

  28. .
    MICH WUNDERT MITTLERWEILE GAR NICHTS MEHR

    Der Evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog – was die Verantwortlichen für die FONDS HEIMERZIEHUNG und die aktuelle Umsetzung dieser Almosen-FONDS betrifft – bringt es auf den Punkt @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/07/mich-wundert-mittlerweile-gar-nichts-mehr/#comment-6364, am So. 07.12.2014, um 15:40 Uhr (MEZ), an die Verantwortlichen.

    ANFANG DES ZITATS.

    Mich wundert mittlerweile gar nichts mehr

    Der Lahme muss dem Blinden helfen.

    Aus einem Mail: »Von der Anlauf-u.Beratungsstelle beim LVR Köln, erhielt ich 2 Plakate von Prof.DR. Schruth (Ombudsmann/Lenkungsausschuss), sowie DIN A 4-Anmeldeformulare (s.Vorder-Rückseite) auf Hochglanzpapier. Damit habe ich erstmal 10 ehemalige Heimkinder postalisch, bei der Anlaufstelle angemeldet, die kaum oder gar nicht lesen und schreiben können, sowie über kein Internet verfügen. Somit können sie auch nicht die Seite http://www.fonds-heimerziehung.de aufrufen, um für sich die zuständige Anlaufstelle abzurufen.

    Ich teile dies mit, um aufzuzeigen, was jetzt alles noch auf den letzten Drücker, für ein Aufwand betrieben wird, damit der Lenkungsausschuss sein Gesicht wahren kann. Aber auch, was für ein Aufwand von den ehemaligen Heimkindern betrieben werden muss! Dank einer Spende von einem ehemaligen Heimkind (Frau) aus München, bin ich in der Lage, die Porto-u. Telefonkosten zu bestreiten, sowie Umschläge und Papier. … Die meisten Anfragen erhielt ich aus den Obdachlosen-Treffs und vom Arbeitslosenzentrum in Mönchengladbach.«

    ———————–

    Die so exzellenten erzieherischen Bemühungen in den Kinderheimen haben dazu geführt, dass eine ganze Reihe der ehemaligen Heimkinder am unteren Ende der Sozialskala und auch am unteren Ende der Bildungsskala zu suchen sind. Das dürfte den Verantwortlichen für den Fonds Heimerziehung bekannt sein. Also muß man die sozialen Anlaufstellen problembewußt und sprachfähig machen und mit Informationsmaterial ausstatten, das sind Sozialämter, Obdachloseneinrichtungen, Job-Center, die Vesperkirchen oder Tafeln, die Drogenanlaufstellen – und auch die Haftanstalten. Es muß aktiv informiert werden. Aufklärung von Bedürftigen muß immer eine Geh-Struktur haben, doch die Fondsverantwortlichen warten darauf, dass die Kunden kommen. Kommt ja auch billiger – und man hat doch alles getan – oder etwa nicht?

    .
    Die Juristen unter den Lesern sollten doch bitte einmal die Rechtsfigur „Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“ überprüfen. Könnte man damit in solchen Fällen Erfolg haben?

    TAGS/LABELS: Anlaufstelle, Äufklärung von Bedürftigen, dead-line, Fonds-Heimerziehung, Info-Politik, Lenkungdausschuss

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE: Dierk Schaefers Blog @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/07/mich-wundert-mittlerweile-gar-nichts-mehr/#comment-6364 ( So. 07.12.2014, um 15:40 Uhr (MEZ) ).
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  29. .
    Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« gibt bekannt.

    Das Märchen von der „Entschädigung“.

    Nicht nur die Medien, aber auch Öffentliche Ämter verbreiten dieses Märchen:

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    Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder
    »Hamburger Versorgungsamt bietet Beratung und Entschädigung«
    ( Di. 17.01.2012, um 21:45 Uhr ) @ http://www.infoarchiv-norderstedt.org/kurzmeldungen/beratungsstelle-fur-ehemalige-heimkinder.html

    .
    [ Memmingen ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben ] Der zuständige Oberbürgermeister der Stadt Memmingen, Dr. Ivo Holzinger, in einer Pressemitteilung vom Mi. 05.11.2014, lässt mitteilen: »Ehemalige Heimkinder erhalten Entschädigung« @ http://www.memmingen.de/125.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4880&cHash=27f5d153b7dab540 b6c77ac14a0026f8

    .
    [ Bayern. Der Landkreis Unterallgäu liegt zentral im Regierungsbezirk Schwaben. Der oberschwäbische Landkreis gehört zur Planungsregion Donau-Iller. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Mindelheim, größte Stadt (Stand: 30. Juni 2011) ist Bad Wörishofen. ] Das Unterallgäuer Kreisjugendamt gibt bekannt am Mi. 19.11.2014, um 11:16 Uhr: »Ehemalige Heimkinder können Entschädigung beantragen«
    @ http://www.landratsamt-unterallgaeu.de/aktuelles/pressemitteilungen/pressemitteilung-detail-ansicht/article/ehemalige-heimkinder-erhalten-entschaedi.html?type=44&width=700&height=500
    .

  30. .
    Entschädigungsfonds für Westheimkinder ebenso leer.

    LVR-Jugenddezernent Lorenz Bahr vom (LVR) Landschaftsverband Rheinland / Landesjugendamt Rheinland / Anlauf- und Beratungsstellestelle für ehemalige Heimkinder teilt erstmalig öffentlich mit: „Der Fonds ist im Moment überzeichnet.“

    ZDF – »Volle Kanne« ( Mo. 01.12.2014 ) MEDIATHEK-VIDEO @ http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2294642/Entschaedigung-fuer-Heimkinder#/beitrag/video/2294642/Entschaedigung-fuer-Heimkinder ( Länge: 3 Min. und 42 Sek. )

    SPRACH-BEISPIEL aus linguee.de: „Die Anleihe war in Folge großer Nachfrage überzeichnet.“ = „As a result of strong demand, this bond was oversubscribed by several times.“
    QUELLE: http://www.linguee.de/deutsch-englisch/uebersetzung/anleihe+ist+%C3%BCberzeichnet.html
    .

  31. .
    ACHTUNG, Heimkinderfonds-Anmeldefrist endet 31.12.2014 !

    ACHTUNG, ehemalige Heimkinder, Heimkinderfonds-Anmeldefrist endet 31.12.2014, unwiderruflich !!

    Für alle von Euch die den Antrag auf Rentenausgleich und Sachzuwendung immer noch nicht gestellt haben, hier ein aktuelles Video von Peter Henselder für Euch:

    Aufruf der Anlauf-und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Berlin

    https://www.youtube.com/watch?v=LvgD1Emfq9g&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ
    ( Länge: 3 Min. und 50 Sek. )
    .

  32. .
    *Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014.*

    Demo am Sa. 20.12.2014 in Köln

    Wir fordern: Sofortige Leistungen für ehemalige Heimkinder, die in Behinderteneinrichtungen und in der Psychiatrie leiden mussten!

    Seit Bestehen der Bundesrepublik respektive der Deutschen Demokratischen Republik lebten etwa ein Million Kinder in Säuglings- und Kinderheimen, in Waisenhäusern, in Heimen für Jugendliche mit oder ohne Behinderungen, in Heimen für „schwererziehbare“ Jugendliche und in der Psychiatrie. Die Heime waren mehrheitlich in Händen der Kirchen beider Konfessionen (BRD), des Staates und in privater Hand.

    Die Kinder waren oftmals schlecht ernährt, schlecht gekleidet, kaum bzw. schlecht medizinisch versorgt. Sie bekamen Medikamente, um im Sinne der Heimbetreiber zu funktionieren und es wurden an ihnen medizinische Experimente durchgeführt.

    Viele mussten bereits vom sechsten Lebensjahr an Zwangsarbeit leisten – vor der Schule, nach der Schule oder anstatt Schule, in den Ferien, an Sonn- und Feiertagen. Für ihre Arbeit bekamen sie weder Lohn ausbezahlt, noch wurden für sie Sozialabgaben entrichtet. Entsprechend sieht für sie heute ihre Rente aus!

    Ihnen wurde psychische, physische und sexuelle Gewalt angetan. Sie wurden tage- bis monatelang eingesperrt, allein, im Dunkeln.

    Beziehungen zu Familienangehörigen wurden verhindert oder erschwert, Briefe zensiert, Pakete oder Päckchen erreichten sie kaum. Selbst Freundschaften innerhalb des Heimes wurden unterbunden. Oftmals standen die Kinder unter einem rigorosen Schweigegebot und sie wurden zwangsmissioniert.

    Die Überlebenden dieser „schwarzen Pädagogik“ haben seit 2 Jahren und noch bis Ende dieses Monats die Möglichkeit, zumindest einen Ausgleich für die Rentenzahlungen und eine „Hilfe in Anerkennung für das erlittene Leid“ zu beantragen.

    Allerdings gibt es gravierende Ausnahmen:

    ● Kindern, die in Behinderteneinrichtungen leben mussten, stehen heute keine Rentenausgleichszahlung zu!

    ● Kinder, die in die Psychiatrie gezwungen wurden, gehen ganz leer aus!

    Immer wieder wurden sie vertröstet, immer wieder hingehalten von Kirchen und Politik. Nun hat die Arbeits- und Sozialministerkonferenz sich wieder eine neue Hinhalte-Taktik ausgdacht:

    Eine bereits 2013 eingerichtete Arbeitsgruppe soll nun „neue Vorschläge“ einholen, wie das erlittene Unrecht und Leid „mithilfe von Anpassungen der Regelsysteme anerkannt werden kann“.

    Wie lange müssen diese geschundenen Menschen noch warten?

    Warum wurden sie nicht von Anfang an bei dem Fonds Heimerziehung mit bedacht?

    Wie viele müssen noch sterben, bevor sie Leistungen bekommen?

    .
    Zur Erinnerung: Artikel 3 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Von Ausnahmen steht da nichts !!

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    Liebes Mitglied,

    Wir hoffen auf rege Beteiligung an dieser Demo in Köln! – Treffen ist auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln. – Wenn wir nicht „in die Puschen“ kommen, wird es niemand für uns tun!

    Wir arbeiten unter Hochdruck an der Organisation und hoffen, die Nonne „Candida“ – auch „Prügelnonne“ genannt – nach Köln schaffen zu können, so dass uns einiges an Beachtung gewiss sein wird!

    Wir werden Faltblätter zum Verteilen mitbringen und wer es kann, sollte Plakate und/oder Transparente mitbringen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Vorstand

    »VEH e.V.«
    ( »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« )
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  33. .
    Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014.

    Unsere »Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014« findet statt auf dem „Bahnhofsvorplatz“ des „Hauptbahnhofs in Köln“, und beginnt um 09:30 Uhr ( das Ende der Demo bleibt offen ).

    Interessiert ? … dann schließe Dich uns an.
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  34. .
    ANFANG ZITAT.

    Entschädigung für Verbrechen an die Hilflosesten der Gesellschaft! – Demo in Köln

    Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014 ( 09:30 Uhr )

    Ziel: Forderung nach echten Entschädigungen. Behinderte Kleinkinder und Schulkinder, so wie zwangsweise in Psychiatrien eingewiesene Kinder und Jugendliche waren zu Hunderten psychischer, physischer und teils auch sexueller Gewalt ausgesetzt. Sie erhalten weder Entschädigungen noch Leistungen aus irgend einem Opferfonds. Ehemalige Heimkinder und Sympathisanten demonstrieren für sie, die selbst nicht mehr demonstrieren können, in Köln. ZEIGEN SIE IHRE SOLIDARITÄT AM 20.12.2014 !

    [ ……… ]

    Interessiert ? … dann schließe Dich uns an.

    ENDE ZITAT.

    QUELLE: http://www.gewalt-im-jhh.de/hp3/Aktuelles_-_Rund_ums_Thema_Hei/aktuelles_-_rund_ums_thema_hei.html
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  35. .
    „Ehemalige Heimkinder“+“unterstützen“+“Ehemalige Behinderte Heimkinder“+“und auch diejenigen ehemaligen Heimkinder, die damals ausgesondert und in die Psychiatrien gesperrt wurden“

    Interessiert ? … dann schließe Dich uns an.
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  36. .
    ZDF – Frontal21

    Sendung vom 16. Dezember 2014

    [ also am Dienstag, um 21:00 Uhr ]

    Gut gemeint und schlecht gemacht – Entschädigung für Heimkinder

    Über 700.000 Kinder wuchsen in der Bundesrepublik Deutschland bis 1975 in staatlichen und kirchlichen Erziehungsheimen und Waisenhäusern auf, viele von ihnen wurden dort verprügelt, misshandelt, missbraucht. Lange wurde am Runden Tisch [Heimerziehung] um einen angemessenen Umgang mit den Opfern gerungen. Das Ergebnis: Statt einer Entschädigung gibt es Sachleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro, um die Folgen des damals erlittenen Leids zu lindern. Doch so einfach können die Betroffenen die Leistungen aus dem Hilfsfonds nicht in Anspruch nehmen. Viele sprechen von einer demütigenden Bürokratie. Hinzu kommt: Viele haben die versprochene Leistungen noch nicht erstattet bekommen.
    Bis Ende des Jahres [ d.h. bis Mitternacht, Mi. 31.12.2014 ] können und sollen sich Betroffene melden, ihren Anspruch geltend machen, dafür werben sie auch beim Hilfsfonds – und hoffen, dass im nächsten Jahr der Fonds ausreichend aufgestockt wird. Denn die ursprünglichen 120 Millionen Euro sind verbraucht.
    Frontal21 zeigt, wie das „niedrigschwellige“ Angebot des Hilfsfonds in der Praxis aussieht.

    QUELLE: ZDF – Frontal21 @ http://www.zdf.de/frontal-21/themen-der-frontal21-sendung-vom-16.-dezember-2014-36375576.html ( das zweite in dieser Sendung behandelte Thema )
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  37. .
    Für all diejenigen, die diese im unmittelbar vorhergehenden Beitrag erwähnte Sendung verpasst haben oder sich diese noch einmal genau ansehen möchten:
    ZDF – »Frontal21« ( Di. 16.12.2014 ) MEDIATHEK-VIDEO @ http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2306774/Hilfsfonds-fuer-Heimkinder#/beitrag/video/2306774/Hilfsfonds-fuer-Heimkinder ( Länge: 9 Min. und 10 Sek. )
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    Der »Verein ehemaliger Heimkinder e.V.« gibt bekannt.

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    ACHTUNG! – WICHTIG!

    ZEITZEUGEN DRINGEND GESUCHT!

    Wie wir schon des Öfteren hier mitgeteilt haben, sollen damaligen Zwangsarbeitsfirmen an ihre Mitverantwortung erinnert und zu einer anteiligen Entschädigung aufgefordert werden. Sie haben sich an der Aufklärung der Geschehnisse zu beteiligen! Die Verantwortlichen der Firmenleitungen sind nicht damit „aus dem Schneider“, das sie Leugnen und/oder über dieses schlimme Kapitel in ihren Firmen schweigen.

    Zur Aufklärung der damaligen Geschehnisse haben sie bis heute, nicht einmal einen Ansatz von Anstand und Verantwortung gezeigt. Hauptsache war wohl, dass der „Rubel rollte“ und die Firmengewinne aus der Zwangsarbeit der Kinder und Jugendlichen sich sehr wohl in den Bilanzen rechneten.

    Hinzu kommt noch, dass sie keine Sozialabgaben abführten (Wie auch die Heimträger aus Staat und Kirchen!). Das war schon damals ein Verbrechen und bleibt es bis heute!

    Im Zuge unserer Recherchen, die Zwangsarbeitsfirmen betreffend, suchen wir Ehemalige die Auskünfte geben können und wollen!

    Hierbei geht es um unterstützende Recherchen für verschiedene TV-Anstalten, Radiosendern und Printmedien.

    Frage! – Wer hat [ an welchem Heim-Standort auch immer ] für oder in diesen Firmen, in Baden-Württemberg gearbeitet [ und Teile oder Fertigprodukte für diese Firmen hergestellt , ob im Heim oder ausserhalb des Heims ] ?

    Bosch (Stuttgart)
    Leitz (Stuttgart)
    Scheufelen (Lenningen, Baden-Württemberg)
    Paul Hartmann AG (Heidenheim, Baden-Württemberg)
    TIPON Vertriebs-GmbH (Gundelsheim, Baden-Württemberg)
    Badische Plastikwerke/Bötzinger Kunststoffverarbeitung (Bötzingen)
    Peguform-Werke GmbH/Tarkett/Cross Industries (Bötzingen)
    Zeiss Ikon/Carl Zeiss AG (Oberkochen)

    Fragen!
    1. Gab es Lohn ? – Wenn Ja, in welcher Höhe ?
    2. Wurden Sozialabgaben entrichtet oder einbehalten ? (Siehe Rentenberechnung)
    3. Haben sie noch Unterlagen über die Arbeit ?

    Bitte melden Sie sich bei Dirk Friedrich – Tel.: 06106-15379 oder per Mail: d.friedrich@veh-ev.eu oder Heidi Dettinger – Tel.: 05032-964647 oder Mail: h.dettinger@veh-ev.eu

    Ich wiederhole hier noch einmal, dass wir WISSEN wollen, wie sich die Firmen heute dazu stellen. NEIN! WIR WERDEN KEINE RUHE GEBEN! Das wissen wir mit Gewissheit!

    Herzlichen Dank!
    Mit lieben Gruß
    Dirk Friedrich
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    QUELLE: https://www.facebook.com/VEHeV
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  39. .
    16.12.2014 – ZDF-Frontal21: re Hilfsfonds Heimerziehung-WEST

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    ERSTENS:

    Und es gibt jetzt auch ein vollständiges Manuskript dieser Sendung:

    Und man beachte: Die Überschrift des Manuskripts lautet:

    »Beitrag: Gut gemeint und schlecht gemacht – Hilfsfonds für Heimkinder«

    16.12.2014 – ZDF-Frontal21: re Hilfsfonds Heimerziehung-WEST.

    @ http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/36412582/1/data.pdf ( insgesamt 6 Seiten )

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    ZWEITENS:

    Einige ehemalige Heimkinder und ihre Unterstützer, die sich nicht damit abfinden wollen, dass wichtige MEDIATHEK-VIDEOS früher oder später wieder aus dem Internet verschwinden, haben auch dieses Video, an verschiedenen Stellen, bei YouTube hochgeladen, unter anderem auch hier

    @ https://www.youtube.com/watch?v=YhRJJnVSzAw ( Länge: 10 Min. und 28 Sek. )
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  40. .
    Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014.

    Auch der hpd – Humanistische Pressedienst gibt jetzt die am Samstag, 20. Dezember 2014 – um 09:30 Uhr beginnende – in Köln stattfindende Demonstration ehemaliger Heimkinder und ehemaliger Behinderten ( Kinder und Jugendlichen ! ), damals eingesperrt in Heimen und Anstalten und Behindertenheimen und Psychiatrien, bekannt. – Treffpunkt für diese Demo ist am Bahnhofsvorplatz am Kölner Hauptbahnhof.

    Siehe @ http://hpd.de/artikel/10810?nopaging=1

    Und siehe @ http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=1150&tab=cal_single

    Interessiert ? … dann schließe Dich uns an.
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  41. .
    Warum die Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo notwendig war.

    Der Evangelische Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe in seinem Blog, dem Dierk Schaefers Blog, mit Bezug auf die Veröffentlichung seitens des hpd – Humanistischen Pressedienst am 18.12.2014 veröffentlichten Artikel »“Gut gemeint – schlecht gelaufen“«, formuliert @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/18/gut-gemeint-schlecht-gelaufen/, am Do. 18.12.2014, um 22:58 Uhr (MEZ), was wir seither alle wissen …

    HIER BEGINNT DIE STELLUNGNAHME VON DIERK SCHÄFER.

    „Gut gemeint, –– schlecht gelaufen“ …

    … so der Titel des [ hpd ] Artikels über den Heimkinderfonds[1].
    [ es handelt sich hier um den »Fonds Heimerziehung-WEST«, von den Errichtern »Fonds „Heimerziehung in den Jahren von 1949 bis 1975″« benannt ]

    Doch das ist falsch. Schlecht gemeint, gut gelaufen müsste es heissen.

    Der Runde Tisch [Heimerziehung] [ RTH ] als Umsetzung eines Beschlusses der Petitionskommission war von Beginn an schlecht gemeint. Er sollte die Rechtsnachfolger der Heimeinrichtungen möglichst wenig kosten. Das ist x-mal geschrieben und nachvollziehbar belegt, auch hier im Blog[2].

    Im Sinne der Heimträger ist die Sache glimpflich und damit gut gelaufen. In der „Moderatorin“ Antje Vollmer fanden sie eine Komplizin, und sie hat ihre Sache glänzend gemacht[3].
    ● Keine Rechtsberatung der ehemalige Heimkinder,
    ● keine Entschädigung,
    ● keine Anerkennung der Zwangsarbeit,
    ● kein Blick auf teurere Lösungen im Ausland,
    ● keine Information der Betroffenen durch öffentliche Bekanntgaben in Zeitungen oder Plakaten,
    ● keine Berücksichtigung der ehemaligen Heimkinder aus Behindertenheimen und psychiatrischen Einrichtungen, auch nicht auf die Säuglingsheime.

    Dafür die Nötigung zur Unterschrift.

    Wenn das nicht gut gelaufen ist – allerdings nicht für die Opfer.

    Staat und Kirche arbeiteten Hand in Hand, um gemeinsam die ehemaligen Heimkinder über den Runden Tisch zu ziehen. Hat doch gut geklappt.

    [1] http://hpd.de/artikel/10810?nopaging=1

    [2] https://dierkschaefer.wordpress.com/2009/04/05/anhorung-runder-tisch-2-april-2009/ mit weiterführenden Links

    [3] https://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/31/der-runde-tisch-heimkinder-und-der-erfolg-der-politikerin-dr-antje-vollmer/

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Antje Vollmer, Ehemalige Heimkinder, Fonds für Opfer, Rechtsnachfolger,

    HIER ENDET DIE STELLUNGNAHME VON DIERK SCHÄFER.

    QUELLE: Dierk Schaefers Blog @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/18/gut-gemeint-schlecht-gelaufen/, am Do. 18.12.2014, um 22:58 Uhr (MEZ), formuliert formuliert, was wir seither alle wissen …
    Kommentarmöglichkeit besteht auch dort und wird auch reger Gebrauch von gemacht.

    Daraufhin gibt die 2. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V., Heidi Dettinger, dann am Fr. 19.12.2014, um 10:43 Uhr (MEZ) und um 10:51 (MEZ), die folgenden zwei Kommentare dort ab:

    ANFANG DES ZITATS.

    “Amtsblätter” sind in der Regel regionale Käseblätter und ich glaube kaum, dass Ehemalige eine besondere Abneigung gegen diese Blättchen haben. Da hätten Anzeigen über den Fonds regelmäßig erscheinen können und sollen. Zumal solche Anzeigen ebenso gratis sind, wie die Blätter selbst, die so ziemlich alle Haushalte erreichen.

    3 x darf man raten, warum dies nicht geschehen ist…

    Sinnvoll wäre auch eine regelmäßig alle 3 oder 4 Monate wiederholte Bekanntmachung in großen Anzeigen in überregionalen Zeitungen und Illustrierten wie FAZ, (meinetwegen auch) BILD, SZ, Spiegel, Stern etc. gewesen.

    Hier reicht 1 maliges Raten…

    – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    Im Übrigen stimme ich mit so ziemlich jedem Wort Dierk Schäfers überein:

    ● A. Vollmer ist die ideale Besetzung für den Runden Tisch [Heimerziehung] gewesen
    ● Es ist gelungen, die Ehemaligen auf geradezu wundervolle Weise über den Tisch zu ziehen
    ● Die Kosten für Bund, Länder und Kirchen sind gerade zu lächerlich
    ● Große Gruppen Ehemaliger sind weiterhin außen vor – das dient der Kostenreduzierung
    ● In der Öffentlichkeit wird stets mit freundlichem Nicken auf den [ RTH ] verwiesen
    ● Mit Befristung des Fonds, Ausklammerung von Behinderten und Psychiatrisierten, Kinderarbeit unter 14 Jahren und insgesamt Ausschluss all derjenigen, die nach 1975 im Heim waren, ist es gelungen, die Beteiligung am Fonds auf 2 – 4 % zu reduzieren.

    Und die Sektkorken knallen!

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE dieser beiden Kommentare: Dierk Schaefers Blog @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/18/gut-gemeint-schlecht-gelaufen/#comment-6412 und @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/12/18/gut-gemeint-schlecht-gelaufen/#comment-6414
    .

  42. .
    Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014.

    ERSTENS:

    Erst einmal jetzt ein erster kleiner Bericht-Schnipsel auf YouTube:

    01 eh. Heimkinder Demo Köln 20.12.2014

    https://www.youtube.com/watch?v=NWPMzzZpZCE

    ZWEITENS:

    Es steht aber auch schon ein weiteres YouTube-Video bezüglich der Kölner-Demo zur Verfügung ( Länge; 4 Min. ):

    Heimkinderfonds Behindertenheime

    https://www.youtube.com/watch?v=CM1y2DQHxjs
    .

  43. .
    Weitere »Aussagen ehemaliger Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrie« auf der Demo in Köln

    2 eh Heimkinder Demo 20 12 2014
    https://www.youtube.com/watch?v=VmZm53so1rA&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&index=4

    3 eh Heimkinder Demo 20 12 2014
    https://www.youtube.com/watch?v=lSJooWLIzgE&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&index=3

    4 eh Heimkinder Demo 20 12 2014
    https://www.youtube.com/watch?list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&v=TdEotCTMr-w

    alle hochgeladen von: Joachim Krutzeck
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  44. .
    Im WESTEN wie im OSTEN: Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen

    Zwangsarbeit in Ost und West, was sind die Unterschiede?

    Auf der Heimkinder-Webseite ehemaliger Heimkinder der DDR, die damals im „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ ( von den damaligen DDR-Staatsbehörden ‚Spezialkinderheim‘ genannt ! ) eingesperrt waren und dort während ihrer Internierung haben Zwangsarbeit leisten müssen, wird berichtet

    @ http://kindergefaengnisbadfreienwalde.ibk.me/2.html

    ANFANG DES ZITATS DIESER VERÖFFENTLICHUNG.

    30.11.2012 16:47:55

    Bahn-Chef Rüdiger Grube hat ehemalige Zwangsarbeiter bei der DDR-Reichsbahn um Entschuldigung gebeten. Es sei offensichtlich, dass Unrecht geschehen sei, sagte Grube am Samstag 29. November 2014 bei einem Treffen mit Vertretern der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG). Dafür bitte er im Namen der Deutschen Bahn AG um Entschuldigung – unabhängig davon, wer juristisch Nachfolger der Reichsbahn sei.

    YouTube Video @ https://www.youtube.com/watch?v=sDaYEyZOlQc ( Länge: 46 Sek. )

    ANFANG DES ZITATS DIESER PRESSEERKLÄRUNG.

    Presseerklärung

    [ d.h. Presseerklärung der UNION DER OPFERVERBÄNDE KOMMUNISTISCHER GEWALTHERRSCHAFT e.V., vom 29.11.2014 ]

    29. November 2014

    Bahnchef Grube bittet um Entschuldigung für Zwangsarbeit durch die Deutsche Reichsbahn der DDR

    Am 29. November versammelten sich in Berlin politische Häftlinge und des Dachverbandes der SEDOpfer (UOKG).

    Im Namen der Deutschen Bahn bat der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube um Entschuldigung für die Haftzwangsarbeit, die in der DDR für die Reichsbahn geleistet werden musste. Um das offensichtliche Unrecht beim Namen zu nennen, müssten spezielle Untersuchungen nicht erst abgewartet werden. Mit dieser Entschuldigung entspreche die Bahn ihrer Verantwortung für ihre Geschichte, „unabhängig davon, wer nun juristisch Nachfolger der Reichsbahn ist und wer wem gegenüber rechtliche Ansprüche geltend machen könnte“. Die Deutsche Bahn hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die Ende 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Grube wörtlich:
    „Die Aufarbeitung des geschehenen Unrechts sind wir Ihnen, die aus politischen Gründen ins Gefängnis mussten, schuldig. Und die Aufarbeitung des Unrechts liegt auch im ureigenen Interesse unseres Unternehmens.“

    Der Bundesvorsitzende der UOKG, Rainer Wagner, erinnerte an die bis heute andauernden Schäden, die politische Häftlinge beim Gleisbau, in den Reichsbahnausbesserungswerken und Gleismontageplätzen erlitten haben. Wagner sagte:
    „Es ist an der Zeit, dass die deutsche Öffentlichkeit diese schweren Verletzungen der Menschenrechte zur Kenntnis nimmt.“

    Wer zu als politischer Häftling zu Unrecht verurteilt worden sei, habe Wagner zufolge auch zu Unrecht Häftlingsarbeit leisten müssen. Wagner erklärte, dass mittelfristig über einen Härtefonds oder andere materielle Entschädigungen nachgedacht werden müsse. Kurzfristig muss die weitere Aufarbeitung der UOKG durch die Firmen gewährleistet werden.

    Kai Wegner (MdB) [ CDU ] sprach sich für gemeinsame Gespräche über einen Opferfonds aus. Es solle darüber nachgedacht werden, ob die Ehrenpension für die ehemaligen politischen Häftlinge und das Thema Haftzwangsarbeit nicht in engerem Zusammenhang gesehen werden müssten. Daniela Kolbe (MdB) [ SPD ] regte gemeinsame Gespräche zwischen den Vertretern der Betroffenen, den Firmen und der Politik an.

    Die Gespräche, darin waren sich alle Beteiligten einig, sind in Gang gekommen und sollen fortgesetzt werden.

    http://www.UOKG.de
    info@uokg.de
    Vorsitzender: Rainer Wagner
    Ehrenvorsitzende:
    Gerhard Finn (†), Horst Schüler
    Stellv. Vorsitzende:
    Roland Lange
    Ernst – O. Schönemann
    Bundesgeschäftsstelle:
    Ruschestraße 103, Haus 1
    D-10365 Berlin
    Tel: (030) 55779351
    Fax: (030) 55779340
    Geschäftszeiten:
    Montag bis Freitag
    10.00 – 18.00 Uhr
    UOKG e.V. – Ruschestr. 103 – 10365 Berlin
    Ansprechpartner: UOKG-Geschäftsstelle, 030 / 55 77 93 – 51

    ENDE DES ZITATS DIESER PRESSEERKLÄRUNG.

    QUELLE: http://www.are-org.de/are/files/UOKG-PM%20vom%2029.11.2014%20-%20Bahnchef%20Grube%20bi.pdf

    ENDE DES ZITATS DIESER VERÖFFENTLICHUNG.

    QUELLE @ http://kindergefaengnisbadfreienwalde.ibk.me/2.html
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  45. .
    Lasst uns auch noch einmal zurückkommen auf die Heimkinder-Demo / Behinderten-Demo in Köln, Sa. 20.12.2014.

    T.o.p. Aktuelles berichtet

    @ http://www.top-medien-berlin.de/

    ANFANG DES ZITATS DIESER BERICHTERSTATTUNG.

    Geschrieben von: Peter ……….
    Donnerstag, den 18. Dezember 2014 um 21:45 Uhr

    Am Samstag, 20. Dezember 2014, demonstrierten ehemalige Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie neben dem Kölner Dom gegen ihre wiederholte Ausklammerung aus den Entschädigungsregelungen für ehemalige Heimkinder. Während für ehemalige Kinder aus Waisenhäuser, Kinderheimen, Jugendheimen und Erziehungsanstalten in Ost- und Westdeutschland Fonds zur Entschädigung für erlittenes Leid und Demütigungen eingerichtet wurden, hatte man die ehemaligen Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie selbst vom „Runden Tisch Heimerziehung“ ausgeschlossenen und für sie bereits damals keine Entschädigung vorgesehen. Dies wird von den Betroffenen als ein großes Unrecht und als ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz empfunden.

    [ Foto der Demo auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz ]

    http://www.myvideo.de/watch/11600408/Demo_ehemaliger_Heimkinder

    Anders als die Kinder aus den „normalen“ Heimen konnten die ehemaligen Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie aufgrund ihrer Behinderungen bzw. aufgrund mangelnder Bildung kaum etwas zur Verbesserung ihrer Lebenssituation tun. Sie wurden doppelt betraft, und dies allein aus dem Grund, daß sie am unteren Rand der ehemaligen Heimkinder angesiedelt sind. Viele Kinder kamen aus „normalen“ Heimen nur deshalb in die Psychiatrie, weil man glaubte, daß eine Auffälligung (etwas der sogenannte Zappel-Philipp) eine psychiatrische Erkrankung sei. Man schob schlicht unliebsame Kinder aus den „normalen Heimen“, mit denen man sich nicht belasten wollte, in die Psychiatrie ab. Sie hatten nun nicht nur mit der Stigmatisierung als Heimkind, sondern auch mit der Stigmatisierung als „Unnormal“ zu kämpfen. Ihre Ausklammerung aus den Entschädigungsregelungen verstößt gegen jegliches Gerechtigkeitsempfinden.

    [ Weiteres Foto zweiter Demonstranten ]

    Wenn eine Gruppe von Heimkindern Anspruch auf Entschädigung hat, dann gerade die ehemaligen Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie. Nachdem man eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht hatte und die Hoffnung geweckt wurde, daß man für sie zumindest eine Entschädigung wie für die ehemaligen Heimkinder in Aussicht nehmen wolle, entschieden die Sozialminister der Länder auf ihrer Konferenz am 26. und 27. November 2014 in Mainz, daß für ehemalige Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie kein Entschädigungsfonds eingerichtet wird. Die Erfahrungen mit den bestehenden Heimkinderfonds hätten Zweifel ergeben, ob dieser Weg geeignet sei, das erfahrene Leid und Unrecht auszugleichen. Man wolle Vorschläge erarbeiten, wie eine Entschädigung durch Anpassungen in den Regelsystemen geschehen könne. Darin sehen viele Betroffene, daß man sie auf die Regeln des Opferentschädigungsgesetzes verweisen wolle.

    Doch kaum einer der Betroffenen ist in der Lage, mit diesem komplizierten Regelwerk zurecht zu kommen; kaum einer von ihnen ist in der Lage, die enorme psychische Belastung, die ein solches Verfahren mit sich bringt, auszuhalten. Das, was die Konferenz den Betroffenen in Aussicht stellt, wirkt wie die Verlagerung der Entschädigung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Zumindest empfinden viele Betroffene so und fordern deshalb eine zügige Entscheidung einer Entschädigung, wie sie für die übrigen ehemaligen Heimkinder umgesetzt wurde. Wir können die Forderungen der ehemaligen Kinder aus Heimen der Behindertenhilfe und Psychiatrie nur unterstützen.

    Interviews einzelner ehemaliger Heimkinder:

    01: https://www.youtube.com/watch?v=NWPMzzZpZCE&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&index=4

    02: https://www.youtube.com/watch?v=VmZm53so1rA&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&index=3

    03: https://www.youtube.com/watch?v=lSJooWLIzgE&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ&index=2

    04: https://www.youtube.com/watch?v=BzZFxKcGCaI&list=UUYfQDxLFqzfnX4WoyTMO3hQ

    Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 11:06 Uhr

    ENDE DES ZITATS DIESER BERICHTERSTATTUNG.
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  46. .
    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen

    Was die nachkriegsdeutsche HEIMERZIEHUNG IM WESTLICHEN DEUTSCHLAND betrifft.

    Während sie nicht vorgibt vollständig zu sein, Boardnutzer »brötchen« hat diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN und ich, Boardnutzer »martini«, habe diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN, über die letzten paar Jahre, schon unzählige Male immer und immer wieder bekanntgegeben, d.h. insbesondere ins HEIMKINDER-FORUM.DE gestellt und auch sonstwo überall ins Netz gestellt !! – Einige Medien haben sogar einige DIESER FIRMEN ( leider nicht alle, sondern nur einige davon ! ) ebenso namentlich genannt und als SOLCHE identifiziert !!

    Keine dieser genannten damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN hat es bisher geleugnet oder gar kategorisch abgelehnt, dass dem so war, und dass sie sich diesbezüglich schuldig gemacht hat !!

    UND HIER JETZT NOCH EINMAL DIEZE LISTE ZITIERT.

    SHORT LIST: Firms profiting and profiteering from the “forced labour of children in care” ( Firmen die von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ profitiert und sich auf diese Weise bereichert haben ) : CARITAS; Hella; Claas; Miele; Rowenta Sunbeam; Braun; Grundig; Siemens; Recticel Schalfkomfort, Schlaraffia Matratzen; GROßWÄSCHEREI VOSS GMBH in WUPPERTAL Elberfeld; Leitz; Quelle; Schwab; Neckermann; Stollwerck; BKS Schlösser; nordrohr; Oellerking; Mewes & v. Eitzen; Kölln Flocken; Holzland Gehlsen; Steinbeis Temming, Steinbeis Papier Glückstadt; Meyer-Lippinghausen, Meylip; Ölmühle; Osram GmbH; VDO – Continental Automotive GmbH; DER – Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG; Tipon; Wanderer-Werke, Exacta Continental, Nixdorf Computer; Maddaus, Rottapharmgruppe; Gebra; Backhaus & Grass; Grasolin-Lackfabrik; Escho-Plast Kunstofferzeugnisse; Roller + Schneider in Biedenkopf; Lahnwerk in Biedenkopf; Varta Consumer Batteries, VARTA Batteriengroßhandel; DEA, RWE-DEA, RWE Dea, Shell Deutschland Oil GmbH; elasta & florex marketing GmbH; Sprick GmbH & Co; Dr.-Ries-Gruppe / BADISCHEN PLASTIC-WERKE IN BÖTZINGEN / Peguform-Werke GmbH / Pergaform / Tarkett / CEREBUS; Dr. Johann Koch Hähnchenfabrik, Dorsten; SOLID Rudolf Meutgens GmbH, Köln, Schreibgeräte; NIVEA = Beiersdorf AG [ ein paar weitere sind seither noch hinzugekommen – aber noch nicht dieser schon seit längerer Zeit bestehenden Liste hinzugefügt worden ]

    ENDE DES ZITATS.

    Kürzlich ( in einem Interview am 1. Mai 2014 ! ) ließ Ralf Kleindiek, Staatssekretär im zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verlauten ( was sich wohl, es ist anzunehmen, auf HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT [Arbeit im Alter von 14-21 Jahren] sowohl wie VERBOTENE KINDERARBEIT [Arbeit im Alter von 8-14 Jahren] bezieht ):
    ZITAT ANFANG. – “Wenn der Bundestag sich des Themas annehmen würde und es dann zu einer Verständigung käme, dass dann die Firmen, die damals diese Kinder beschäftigt haben, dann auch sich an Geldzahlungen beteiligen, dann sind wir natürlich die letzten, die was dagegen hätten, ganz im Gegenteil, wir würden das sehr befürworten.” – ZITAT ENDE.

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    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen

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    Weiterführend zu meinme unmittelbar vorhergehenden Beitrag in dieser Chronologie zum Thema »HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT« im damaligen Westdeutschland.

    Hallo Boardnutzer [ (nominell) »Ehemaliges Heimkind« ]

    Du hattest schon einmal zuvor berichtet, dass Du während Deiner Heimzeit, u.a., für die Firma »Braas Monier« hast arbeiten müssen.

    Wo, in welchem ‚Heim‘ [ an welchem Ort ? ] ( oder ausserhalb welches ‚Heims‘ ? [ an welchem Ort ? ] ) und über welchen Zeitraum insgesamt, hast Du und andere Zöglinge für die Firma »Braas Monier« arbeiten müssen ? – Was alles hat diese Firma »Braas Monier« derzeit produziert ? – Und was hast Du selbst und andere Zöglinge derzeit herstellen müssen ? – Wo genau war der derzeitige Standort dieser Firma »Braas Monier« für die ihr alle habt damals arbeiten müssen ? – Welcher war der damals für Euch zuständige Landschaftsverband oder Landeswohlfahrtsverband oder sonstige kommunale Aufsichtsbehörde ? – Was war Euer damaliger wöchentlicher Lohn für diese Arbeit, die ihr für diese Firma »Braas Monier« habt verrichten müssen und an wen wurde dieser Lohn tatsächlich ausgezahlt ? – Wie alt warst Du derzeit selbst ? – Was war das durchschnittliche Alter der Zöglinge, die für diese Arbeit eingesetzt wurden ? – Wie viele Zöglinge insgesamt wurden zu Deiner Zeit für diese Arbeit in Deiner Kolonne eingesetzt ? – Für welche andere Firmen wurde in diesem ‚Heim‘ sonst noch gearbeitet und produziert ? – Was sind deren jeweilige genauen Namen ?

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    Dies sind auch die Fragen, die jeder andere Zögling und Insasse ( Junge und Mädchen ! ) in Bezug auf jede HEIM-ZWANGSARBEIT beantworten und aufschreiben und sicher aufbewahren sollte.
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    Es sei unbedingt zu beachten:

    Auch heute feststellbare damalige Sozialversicherungabgaben und diesbezüglich existierende Rentenversicherungsbelege sind keine Guarantie und Beweis dafür, dass damalige Arbeit unter Verdingung oder Leibeigenschaft, und ohne Lohn, innnerhalb oder ausserhalb eines ‚Heims‘ oder einer ‚Anstalt‘ keine ZWANGSARBEIT war: „Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht. Sklaverei und Leibeigenschaft beschreiben ein ähnliches Abhängigkeitsverhältnis, bei dem der Mensch als Eigentum und Objekt des Menschenhandels im Vordergrund steht.“
    QUELLE: Einfach jetzt nur mal WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit ( Das genügt jetzt erst einmal für diese Zwecke ).
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    Bezüglich der im vorletzten Beitrag von mir erwähnten Firma »Braas Monier«.

    Wie ich gerade vor kurzem erst wiederentdeckt habe, habe ich ja selbst schon einmal zuvor, anderswo, im Netz ( so um den 19./20.07.2013 ) folgenden Beitrag bezüglich der Firma »Braas Monier« getätigt und, u.a., derzeit auch im HEIMKINDER-FORUM.DE abgegeben:

    ( @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/268-Dorsten-Kreskenhof/?postID=393188#post393188 )

    ANFANG DES ZITATS MEINER DIESBEZÜGLICHEN NETZVERÖFFENTLICHUNG.

    19. Juli 2013, um 15:52 Uhr

    LESERKOMMENTAR von dem Australier Martin MITCHELL, Ehemaliges Heimkind ( Jg. 1946 ), seinerseits getätigt bei DORSTEN-Transparent.de @ http://www.dorsten-transparent.de/2013/03/der-kreskenhof-in-holsterhausen-romerlager-%E2%80%93-fischereihof-%E2%80%93-ausgewanderte-familie-kresken-%E2%80%93-keramitwerk-%E2%80%93-landeserziehungsheim-%E2%80%93-moderne-wohnsiedlung/ ( am 19. Juli 2013 ) [ ein LESERKOMMENTAR zu einem längeren kürzlich dort veröffentlichten diesbezüglichen Artikel ]:
    Das Landeserziehungsheim „KRESKENHOF“ in Dorsten-Holsterhausen, im Verantwortungsbereich des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in Münster [LWL], wurde 1965 in Betrieb genommen. Der unter den vielen, vielen verschiedenen von den damals dort festgehaltenen Jugendlichen verrichteten gewinnbringenden und gewinnmaximierenden Produktionsarbeiten und Herstellungsaktivitäten – ALLES UNENTLOHNTE ZWANGSARBEIT IN DER PRODUKTION VON VERBRAUCHSGÜTERN UND LEBENSMITTELN ! – mussten u.a. damals dort im „KRESKENHOF“ auch massenhaft und im Akkord Holzpaletten für MONIER BRAAS GmbH in Oberursel/Taunus ( „BRAAS – Dachziegel- und Eternitplatten-Herstellung und -Verwertung“ ) gefertigt werden und, ohne Atemschutz, asbesthaltige Eternitplatten hantiert und zurechtgeschnitten werden — und dies auch noch Mitte bis Ende der 1970 Jahre !

    ENDE DES ZITATS MEINER DIESBEZÜGLICHEN NETZVERÖFFENTLICHUNG.
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    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen.
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    Und nicht nur die Dachziegel-Hersteller-Firma Brass Monier ( Braas Monier Building Group ) produziert seit langen Jahren schon „weltweit“; „mit vielen Produktionsstandorten auf jedem Kontinent der Welt vertreten“, aber auch die Hersteller-Firmen Hella, Claas, Shell, Siemens, Bosch, Miele und viele andere mehr, befinden sich, was internationale Produktionstätigkeiten und Vermarktung betrifft, seit vielen Jahrzehnten schon am Weltmarkt in einer ebenso hervorragenden finanziellen Position: they are all worldleaders in their field of manufacturing and marketing worldwide.

    Ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer, fungierende Schirmherrin am »RTH« ( »Runden Tisch Heimerziehung« 2009/2010 in Berlin ), wusste dies, Prof. Dr. Peter Schruth am »RTH« wusste dies, Prof. Dr. Christian Schrapper am »RTH« wusste dies, Dr. Hans-Siegfried Wiegand am »RTH« wusste dies, und alle anderen an diesem »Runden Tisch Heimerziehung« sitzenden Vertreter der Täterorganisationen, viele von ihnen Volljuristen – und so, z.B., auch Rechtsanwalt Georg Gorrissen – wussten dies !!

    Und die Täterorganisationen anweisenden und beratenden Bundesministerien: „Bundesministerium für Justiz“ („BMJ“), „Bundesministerium für Arbeit und Soziales“ („BMAS“) und „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ („BMFSFJ“) wussten dies ebenso !!

    Die vollständige Liste der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN ist und war auch zur Zeit der Tagung des »Runden Tisches Heimerziehung« ihnen allen bekannt !!

    Schirmherrin Antje Vollmer jedoch hatte am »RTH« in Absprache mit den anderen ‚Elitären‘ den Agenda gesetzt und der schloß die Firmen nicht mit ein !!

    »Und alle haben geschwiegen« !!

    Die Einzigen am »RTH«, die es vielleicht nicht wussten, waren ehemaliges Heimkind Frau Sonja Djurovic und ehemaliges Heimkind Eleonore Fleth; aber Dr. Hans-Siegfried Wiegand, der sich allen voran schlußendlich für „den Spatz in der Hand“ entschied, wusste es ganz bestimmt.
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    HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT: systematische freiheitsentziehende Unterbringung flächendeckend im ganzen Lande: Arbeitsstelle: Einkommen, Lohn, Verdienst, Bezahlung, „Taschengeld“; Einbehaltung des Einkommens; Vorenthaltung des Lohns; Nichtabführen von Sozialabgaben.

    Welche Gelder durften Heimkinder in der bundesrepublikanischen Heimerziehung ( d.h. in Westdeutschland ) damals persönlich besitzen ? – Und was wurde ihnen damals tatsächlich als Lohn für ihre Arbeit ( „an einer gewöhnlichen Arbeitsstelle“ ) gezahlt und auch tatsächlich an sie ausgezahlt, d.h. ihnen auch tatsächlich in die Hand gegeben als Etwas über das sie selbst ohne Bevormundung verfügen durften ?

    Wer bestimmte diesbezüglich was ? – Und von wem wurden die jeweiligen Lohngelder der männlichen und weiblichen Zöglinge / Heimbewohner / Arbeitnehmer / Lehrlinge, jeweils, verwaltet und für wessen Nutzen und auf welche Weise für wen angelegt, verwendet und ausgegeben ?

    ( HINWEIS: Bis zum 01.01.1975 erreichte man seine Volljährigigkeit in Westdeutschland erst mit Vollendung des 21. Lebensjahrs; erst vom 01.01.1975 an mit Vollendung des 18. Lebensjahrs. )
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    ANFANG DES ZITATS EINES OFFIZIELLEN SCHREIBENS AUS DEM JAHRE 1962.

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    DER DIREKTOR DES LANDSCHAFTSVERBANDES RHEINLAND

    Landesjugendamt
    Köln-Deutz, Landeshaus
    Constantinstr. 2
    den 20.2.1962
    Fernruf: Zentrale 8991
    Bearbeiter unmittelbar: 899 573 Hei.
    Fernschreiber: 8 873 335
    Zeichen: 41.0 – 437 -12/33-

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    An die
    mit schulentlassenen Minderjährigen
    der öffentlichen Erziehung belegten Heime
    im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland

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    Betr.:
    Verwendung und Verrechnung des Arbeitsverdienstes oder der Erziehungsbeihilfe (Lehrlingsvergütung) der Minderjährigen der öffentlichen Erziehung die in Heimen oder Fremdfamilien untergebracht sind

    Nachstehende Regelung gilt mit Wirkung vom 1.4.1962 für diejenigen Minderjährigen der öffentlichen Erziehung, die

    – von einem Heim aus ohne Leitung eines Erziehers in einer außerhalb des Heimbereichs gelegenen Arbeitsstelle (Lehrstelle) mit Ziel einer auf die Dauer angelegten Beschäftigung tätig sind

    – gegen Pflegegeld in einer Fremdfamilie untergebracht sind und von da aus eine Arbeitstelle oder Lehrstelle besuchen.

    1) Minderjährigen, die einen monatlichen Netto-Arbeitsverdienst oder als Lehrling eine Erziehungshilfe bis DM 140,– beziehen, wird ein Freibetrag belassen in Höhe der aus der Anlage ersichtlichen Sätze für
    a) ein Taschengeld zur Bestreitung kleinerer persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens,
    b) Instandhaltung und kleinere Ergänzungen der Bekleidung,
    c) Fahrgeld von und zur Berufsschule oder Arbeitsstelle.
    d) Lernmittel.

    Für Mütter in öffentlicher Erziehung kommt als Sonderbetrag der unter e) in der Anlage genannte Anteil vom Lohn oder der Lehrlingsvergütung hinzu.

    2) Liegt der Arbeitsverdienst oder die Erziehungsbeihilfe unter der Summe der Beträge von a) bis e) der Anlage, so ist der ungedeckte Betrag dem Landesjugendamt in Rechnung zu stellen.

    3) Übersteigt das Nettoeinkommen des Minderjährigen den Betrag von DM 140,–, so wird

    a) bei einem Verdienst bis zu DM 200,– die Hälfte des übersteigenden Betrages dem Minderjährigen zusätzlich zu dem Freibetrag nach Ziff. 1) belassen; die andere Hälfte wird zusätzlich auf die Unterbringungskosten verrechnet,

    b) bei einem Verdienst von über DM 200,–
    – vorab ein Freibetrag gemäß Ziff. 1) belassen, von der Einnahme zwischen diesem Betrag und DM 140,– die Hälfte dem Minderjährigen belassen; die andere Hälfte auf die Unterbringungskosten verrechnet,

    – von dem weiteren die DM 200,– Grenze übersteigenden Einkommen bis zur Deckung der vollen Unterbringungskosten 2/3 verrechnet und 1/3 dem Minderjährigen belassen.

    4) Die vereinnahmten Beträge werden bei der Heranziehung der Unterhaltenspflichtigen zu den Kosten der öffentlichen Erziehung zugunsten des Zahlungspflichtigen berücksichtigt.

    5) Die mit einzelnen Heimen auf Widerruf getroffenen Einzelregelungen werden mit dieser Verfügung aufgehoben.

    6) Für die in der Meisterfamlie wohnenden Lehrlinge ergeht eine besondere Regelung.

    7) Die bisherigen Einzelregelungen über die Verrechnung des Arbeitsverdienstes oder der Erziehungshilfe (Lehrlingsvergütung) treten mit Wirksamwerden dieser Regelung außer Kraft.

    In Vertretung

    [ Landesrat ] Dr. [ Karl-Wilhelm ] Jans

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    Anlage zu dem Rundschreiben vom 20.2.1962
    41.0 – 437 -12/33-

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    Betr.:
    Verwendung und Verrechnung des Arbeitsverdienstes oder der Erziehungsbeihilfe (Lehrlingsvergütung) der Minderjährigen der öffentlichen Erziehung die in Heimen oder Fremdfamilien untergebracht sind

    1) Für Minderjährige der öffentlichen Erziehung, die von einem Heim oder einer Fremdfamilie aus in Arbeits- oder Lehrstellen tätig sind, werden neben den für diese Minderjährigen jeweils gültigen Pflegesätzen folgende Beträge gezahlt für

    a) Taschengeld:
    1. Lehrjahr bzw. für Jugendliche bis zu 16 Jahren … DM 15,–

    2. Lehrjahr bzw. für Jugendliche bis zu 18 Jahren … DM 22,–

    3. Lehrjahr bzw. für Jugendliche über 18 Jahren ……DM 30,–
    monatlich

    b) Instandhaltung und kleinere Ergänzungen der Bekleidung 25,– DM monatlich; sofern Schuhreparaturen aus dem Pflegesatz oder als Nebenkosten gezahlt werden, 15,– DM [ monatlich ]

    c) Fahrgeld von und zur Berufsschule bzw. Arbeitsstelle in tatsächlich entstehender Höhe,

    d) Lernmittel 5,— DM monatlich,

    e) Müttern in öffentlicher Erziehung wird vorweg aus ihrem Verdienst oder der Lehrlingsvergütung ein Betrag von DM 20,– monatlich belassen.

    2) Der für diese Minderjährigen gezahlte Heim-Pflegesatz ermäßigt sich

    a) wenn der Jugendliche in der Arbeits- oder Lehrstelle volle Beköstigung erhält, um täglich 2,40 DM,

    b) bei nur teilweiser Beköstigung in der Arbeits- oder Lehrstelle für

    2. Frühstück um ……… DM 0,30
    Mittagessen …………… DM 1,–
    Nachmittagskaffee …… DM 0,20
    Abendessen …………… DM 0,60

    c) Wird dem in einer Fremdfamilie untergebrachten Minderjährigen in seiner Arbeits- oder Lehrstelle Verpflegung gegen Bezahlung gewährt, so ist dies aus dem Pflegegeld zu bestreiten.
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    ENDE DES ZITATS EINES OFFIZIELLEN SCHREIBENS AUS DEM JAHRE 1962.

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    QUELLE des Ganzen: Photokopie einer mit der Schreibmaschine geschriebenen Durchschrift dieses offiziellen Dokuments aus dem Jahre 1962 öffentlich online gestellt ( am So.04.01.2015, um 15:28 Uhr (MEZ) ) für alle damaligen Fürsorgezöglinge und/oder sich anderweitig in der damaligen Heimerziehung in Westdeutschland befindenden Personen, die es heute noch interessiert @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Attachment/21724-Arbeitsverdienst-pdf/
    Erreichbar über diesen Beitrag vom So. 04.01.2015, um 15:28 Uhr von Boardnutzerin »kliv« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17728-Beweise-gegen-Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen-festmachen/?postID=449769#post449769.

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: freiheitsentziehende, Unterbringung, freiheitsentziehende Unterbringung, systematische freiheitsentziehende Unterbringung, flächendeckend, flächendeckend im ganzen Lande, Einkommen, Verdienst, Bezahlung, Einbehaltung des Einkommens, Vorenthaltung des Lohns, Nichtabführen von Sozialabgaben, ehemalige Heimkinder, Heimkinder, Gelder, Heimerziehung, Westdeutschland, besitzen, in die Hand, Lohn, Lohn für ihre Arbeit, Arbeit, Arbeitsstelle, gewöhnlichen Arbeitsstelle, gezahlt, ausgezahlt, in die Hand gegeben, Bevormundung, ohne Bevormundung, verfügen, durften, bestimmte, Lohngelder, Zöglinge, Heimbewohner, Arbeitnehmer, Lehrlinge, verwaltet, Nutzen, angelegt, verwendet, ausgegeben, 01.01.1975, Volljährigigkeit, Vollendung, 20. Lebensjahrs, mit 21 Jahren, 17. Lebensjahrs, mit 18 Jahren, Landschaftsverband, Landschaftsverbandes, Landschaftsverband Rheinland, schulentlassenen, Minderjährigen, öffentlichen Erziehung, Erziehung, Heime, Verwendung, Verrechnung, Arbeitsverdienstes, Erziehungsbeihilfe, Lehrlingsvergütung, Heimen, Fremdfamilien, untergebracht, Regelung, 20.2.1962, mit Wirkung vom 1.4.1962, 1.4.1962, Heim, außerhalb des Heimbereichs, außerhalb, Lehrstelle, Beschäftigung, Pflegegeld in einer Fremdfamilie, monatlichen, Netto-Arbeitsverdienst, Lehrling, Freibetrag, Taschengeld, Bestreitung, Bedürfnisse, des täglichen Lebens, Instandhaltung, Ergänzungen, Bekleidung, Fahrgeld, Berufsschule, Lernmittel, Sonderbetrag, Anteil vom Lohn, Summe, Summe der Beträge, Landesjugendamt, Rechnung, Rechnung gestellt, Nettoeinkommen, übersteigenden Betrages, Unterbringungskosten, verrechnet, Einnahme, Unterhaltenspflichtigen, Kosten, Zahlungspflichtigen, Einzelregelungen, Meisterfamlie, besondere Regelung, Verrechnung des Arbeitsverdienstes, Wirksamwerden, Landesrat, Dr. Karl-Wilhelm Jans, Karl-Wilhelm Jans, Jans, Rundschreiben vom 20.2.1962, 41.0 – 437 -12/33-, Arbeits- oder Lehrstellen, tätig sind, gültigen Pflegesätzen, Pflegesätzen, Beträge gezahlt, 1. Lehrjahr, Jugendliche, Jugendliche bis zu 16 Jahren, 2. Lehrjahr, Jugendliche bis zu 18 Jahren, 3. Lehrjahr, Jugendliche über 18 Jahren, monatlich, Nebenkosten, Heim-Pflegesatz, Beköstigung, Verpflegung gegen Bezahlung, Fürsorgezöglinge, damaligen Heimerziehung,
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    HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT: systematische freiheitsentziehende Unterbringung flächendeckend im ganzen Lande: Arbeitsstelle: Einkommen, Lohn, Verdienst, Bezahlung, „Taschengeld“; Einbehaltung des Einkommens; Vorenthaltung des Lohns; Nichtabführen von Sozialabgaben.

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    Eine weitere Tatsache muß bei der HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT IM WESTEN, ebenso, noch unbedingt in Betracht gezogen werden !!

    Volljährigkeit im WESTEN trat erst mit Vollendung des 21. Lebensjahrs ein !!

    Wer, z.B., im WESTEN, in den 1960er Jahren geboren ist, kann sich so etwas wohl kaum vorstellen.

    Und wer, z.B., im OSTEN, in den 1940er Jahren oder 1950er Jahren geboren ist, kann sich so etwas erst schon garnnicht vorstellen.

    Im OSTEN trat schon seit dem 17.05.1950 Volljährigkeit mit Vollendung des 18. Lebensjahrs ein !!

    Die DDR war dem WESTEN, diesbezüglich, also um 25 Jahre voraus !!

    Im WESTEN durften die Jugendämter / Jugendwohlfahrtsverbände und Betreiber der Heime (zu 80% in Händen der Kirchen), die Jugendlichen – bis zu 1,000,000 Jugendliche – über einen Zeitraum von 25 Jahren, drei weitere Jahre länger als im OSTEN, in ihren Einrichtungen festhalten, und, zusammen mit ihren verbündeten Haushalten der Reichen, Geschäftsleuten, Fabrikanten und Bauern, NACH BELIEBEN AUSBEUTEN;

    und diejenigen im WESTEN, die im Zeitraum von Mitte Juni 1962 bis Mitte Juli 1967 – auch wenn sie in der Zwischenzeit ihre Volljährigkeit erreicht hatten – nach ihrer „Fürsorgeerziehung“ dem derzeit über mehr als 5 Jahre hinweg gültigen »Bewahrungsgesetz« unterstanden, sogar bis zur Vollendung ihres 35. Lebensjahrs (glaube ich mich erinnern zu können, war vorgesehen), NACH BELIEBEN AUSBEUTEN.

    Das WESTDEUTSCHE »Bewahrungsgesetz« wurde aber dann am 18.07.1967 vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswiedrig deklariert.

    So viel nur zum „Rechtsstaat“ „Bundesrepublik Deutschland“ im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der »Totalen Institution« Nachkriegsdeutschland-WEST.
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    Heimkinder massiv ausgebeutet und um Milliarden betrogen.
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    HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT: systematische freiheitsentziehende Unterbringung flächendeckend im ganzen Lande: Arbeitsstelle: Einkommen, Lohn, Verdienst, Bezahlung, „Taschengeld“; Einbehaltung des Einkommens; Vorenthaltung des Lohns; Nichtabführen von Sozialabgaben.

    Ein ehemaliges Heimkind, Michael Jahnke-Fox, berichtet aus eigener Erfahrung bezüglich der Einbehaltung von Arbeits- bzw. Lehrlingsgeldern in der westdeutschen Heimerziehung, am 07.01.2015, um 14:23 Uhr, im Dierk Schaefers Blog

    @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/01/07/der-amtliche-umgang-mit-den-von-armut-betroffenen/#comment-6506

    wie folgt:

    ANFANG DES ZITATS EINER AUSSAGE EINES DAMALIGEN FÜRSORGEZÖGLINGS DER 1960ER JAHRE.

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    [ in dem von Dierk Schäfer angegebenen und von ihm designierten Thread-Thema »Der amtliche Umgang mit den von Armut Betroffenen« ]

    Dem Beitrag des Herrn Martin Mitchell, Australien, bezüglich der Einbehaltung von Arbeits- bzw. Lehrlingsgeldern kann ich mit ruhigen Gewissen bezeugen!
    Ich selbst habe noch in der Zeit 1966 bis 1968 im Evangelischen Johannesstift in Berlin-Spandau von meinem Lehrlingsgeld bis auf den amtlichen Taschengeldsatz nichts davon zu sehen bekommen.
    Der damalige Taschengeldsatz im Evangelischen Johannesstift betrug 25 DM. Erst durch diesen Hinweis wurde mir deutlich, dass ich während dieser Zeit durch Einbehaltung/ Einzug meiner Lehrvergütung meine Unterbringungskosten selbst zahlen musste.
    Lehrlingsgelder und Arbeitseinkommen wurden während dieser Zeit immer noch vom Arbeitgeber bzw. ausbildenden Betrieb direkt an die Heimeinrichtung gezahlt oder überwiesen, sodass ich als damaliger Lehrling dieses Geld erst garnicht in die Hände bekam.
    Das Heranführen zur Eigenverantwortung mit diesem Geld gab es im Ev. Johannesstift in Berlin-Spandau nicht. [ und auch in anderen ‚Heimen‘ nicht! – M.M. ]
    Ich will damit sagen, dass es nicht nur in den alten Bundesländern so gewesen war, sondern auch im damaligen Berlin-West.

    Wie hoch meine damalige Lehrlingsvergütung gewesen war kann ich heute nicht mehr mit an Sicherheit grenzender Genauigkeit sagen, aber es muss so um die 400 DM monatlich gewesen sein. Ich belegte damals eine Lehre zum Elektriker.
    Meine Erkenntnis aus diesem Vorgang bezeugt mir erneut, dass [ es ] nur durch derartige Machenschaften seitens der Behörden wie Jugend- und Sozialämter möglich gewesen war uns ehemalige Kinder und Jugendliche von einer Einrichtung in die nächste verschleppen zu können. Und wir ehemalige Heimkinder hatten derartiges durch unser selbst verdientes Geld den Behörden und Einrichtungen ermöglicht.
    Alles Geld was ein damaliges Mündel welches sich unter der Fuchtel eines Jugendamts [ befand ] oder [ unter ] Amtsvormundschaft stand wurde rücksichtslos von diesen für Heimkosten mit herangezogen! Auch [ für ] zweckgebundene Rücklagen.
    Skrupel kannten diese Behörden und Einrichtungen nicht.
    Warum also sollen wir ehemalige Heimkinder Skrupel gegenüber den Behörden heute aufbringen?
    Welche Berechtigung gibt es seitens dieser Behörden und Einrichtungen derartiges von uns ehemalige Heimkinder einzufordern?

    Spricht man diese Behörden nebst Einrichtungen auf jene Machenschaften an, so erhält man heute immer noch ein Achselzucken und die Aussage “Es war eben so damals gewesen!” und damit hat sich die Sache für diese Leute [ erledigt ]. Kein Bedauern oder Entschuldigen dafür, sondern nur ein leeres Kopf nickendes Lippenbekenntnis wie überall öffentlich bekannt.

    Berücksichtigt man die zuvor erfolgte Kinderarbeit sowie das Einbehalten der Lehr- bzw. Arbeitslöhne der ehemaligen Heimkinder, so kommt man zu der Erkenntnis dass die Öffentlichkeit – damit sind Jugendämter, Vormundschaften sowie die staatlichen wie auch kirchlichen Heimeinrichtungen gemeint – ein sehr gutes und gewinnbringendes Geschäft mit dem Leid der Heimkinder gemacht hatten. Und dass in Milliardenhöhe!
    Und ich wundere mich heute noch wie das sogenannte Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre an uns ehemalige Heimkinder auf so wundersamer Weise dabei so vorbei gehen konnte?

    mjf
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    ENDE DES ZITATS EINER AUSSAGE EINES DAMALIGEN FÜRSORGEZÖGLINGS DER 1960ER JAHRE.

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    Textformatierung, zur leichteren Lesbarkeit in den vielen verschiedenen Foren wo es hiernach ebenso veröffentlicht wird, etwas anders als im Original. – M.M.
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  54. Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

    ZITAT.

    Projekt Fürsorgeerziehung der 1950er und 60er Jahre

    Universität Koblenz
    Dipl. Päd. Melanie Mangold
    Leitung: Prof. Dr. Christian Schrapper
    Expertise, November 2010
    »Zeitgenössische Positionen des AFET – Allgemeiner Fürsorgeerziehungstag e.V. (bis 1971) und seiner Nachfolger: Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe (AFET) sowie AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. zur Heimerziehung im Zeitraum 1945 bis 1970«

    @ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2011/00.AFET-Heimerziehung1950er-60er.pdf (Umfang: 86 Seiten)

    [Auszüge von Seite 11, Seite 12 und Seite 13, (bzw. digital Seite 14, Seite 15 und Seite 16)]

    Nach der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten suchte auch der AFET Anschluss an die neuen Ideen und das Gedankengut der Machthaber. Unmittelbar nach der Machtübernahme verfasste ein Ausschuss des AFET die Denkschrift „Die Gestaltung der Fürsorgeerziehung“11, die sich mit durch die politische Umstellung und Veränderungen der Verhältnisse bedingten Fragen zur Durchführung der Fürsorgeerziehung befasste. In dieser Denkschrift war nichts mehr zu spüren von den reformerischen Gedanken Pastor Wolffs von 1931. Man unterstützte die Idee, die Fürsorgeerziehung positiv in die nationalsozialistischen Pläne einzuordnen:

    „Die Fürsorgeerziehung (FE) als staatliche Ersatzerziehung hat sich in ihrem Wesen und Charakter nach der Zielsetzung des Führers Adolf Hitler für den nationalsozialistischen Staat und für seine Erziehungsgrundsätze einzufügen.“ (S. 100)

    Der AFET befürwortete die Differenzierung zwischen Erziehbaren und Unerziehbaren. Für die Verwahrung der Letzteren forderte auch der AFET ein entsprechendes Bewahrungsgesetz. Für die Erziehbaren sollte das Mittel der Unterbringung in Familienerziehung verstärkt in Anspruch genommen werden, um so die Zöglinge wieder in die Volksgemeinschaft einzugliedern; Anstaltserziehung sollte nur erfolgen, soweit die erzieherische Lage des Zöglings dies notwendig mache. Die Erziehung der Zöglinge sollte nach nationalsozialistischen Maßstäben erfolgen; bei den Jungen sollte größter Wert auf körperliche Ertüchtigung gelegt werden und die Liebe zu Volk und Vaterland geweckt werden; bei den Mädchen sollte auf die „Entfaltung echter deutscher Frauenart, Dienst und Opferbereitschaft in Familie und Volk“ geachtet werden. Auch seien in Zukunft die Pflichten und Anforderungen an die Zöglinge wieder mehr hervorzuheben statt der Betonung der Zöglingsrechte. Die Erziehung der Zöglinge sei durch eine durch sorgfältige Auswahl und entsprechender Fachbildung geprägte Erzieherschaft zu leisten. Grundsatz in der Anstaltserziehung sei dabei äußerste Sparsamkeit. Eine Vergütung in Form einer Entlohnung der durch die Zöglinge in der Anstalt geleisteten Arbeit schließe sich dadurch aus; diese Arbeit sei als „gemeinsame Angelegenheit“ zugunsten der Volksgemeinschaft anzusehen. Darüber hinaus empfahl der AFET die Durchführung der Fürsorgeerziehung durch Reichsrichtlinien für die Fürsorgeerziehungsbehörden zu vereinheitlichen, um einer zunehmenden Zersplitterung entgegenzuwirken.

    Andererseits schaffte es der AFET über Jahre hinweg die von den Machthabern geforderte Anpassung der Organe des AFET an die neuen politischen Verhältnisse hinauszuzögern. Die Frage der organisatorischen Neugestaltung wurde zwar von 1934 bis 1939 immer wieder verhandelt12, zu einer Anpassung kam es jedoch nicht. Mit Kriegsausbruch 1939 verloren die Machthaber das Interesse, den AFET gleichzuschalten, lediglich die Geschäftsstelle musste 1941 von Hannover nach Berlin umziehen. Seine organisatorische Selbständigkeit schaffte der AFET jedoch über die gesamte NS-Zeit hinweg zu erhalten.

    Wozu ein Blick auf die Gründungsgeschichte des AFET, die Weimarer und die NSZeit?

    Auftrag dieser Expertise ist es, die Rolle, die Tätigkeit und die Positionen des AFET in der unmittelbaren Nachkriegszeit, den 1950er und 1960er Jahren herauszuarbeiten. Warum ist es dann wichtig, auch einen Blick auf die Gründungsgeschichte des AFET und seine Rolle in der Weimarer und NS-Zeit zu werfen? Reicht es nicht aus, im Jahr 1945 zu beginnen?

    Nein, es reicht nicht aus. Um die Diskussionsthemen, die Bemühungen und die Positionen des AFET in der unmittelbaren Nachkriegszeit und auch in den Jahren bis etwa 1970 verstehen zu können, ist es erforderlich, diese vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Gründungszeit des AFET, während des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik und der NS-Zeit zu untersuchen.13

    Sozialrassistische Debatten und Theorien vom Unter- und Übermenschentum, zur Vererbung und Entartung, die bereits in den 1920er Jahren begannen, wurden von den Nationalsozialisten übernommen, weiterentwickelt, radikalisiert und pervertiert. Es erfolgte eine Umdeutung sozialer Auffälligkeiten in genetisch bedingte Krankheiten, um somit eine Eugenik und Rassenhygiene zu rechtfertigen. Die nationalsozialistische Pädagogik war zwiespältig und eindeutig zugleich: sie bedeutete die Zuwendung und Förderung der Erziehbaren sowie die Aussonderung der Unerziehbaren. Fachvertreter schlossen sich mehr oder weniger unkritisch diesen sozialrassistischen Deutungsmustern an, im Versuch einer „Endlösung“ auch der sozialen Frage.14

    Der rassenhygienische Rahmen verschwand zwar nach 1945, jedoch nur oberflächlich. Die nach dem Zerfall des Nationalsozialismus weiter andauernden Diskussionen um ein Bewahrungsgesetz und ein Arbeitserziehungsgesetz zeigten ebenso wie die bis in die 1960er Jahre hinein dauernden Debatten zur Unerziehbarkeit eine starke Analogie zum nationalsozialistischen System und deren Idee von Rassenhygiene und Erbbiologie. Schildt spricht von einer „untergründig fortlebenden Virulenz von Denkformen und Überheblichkeit gegenüber Slawen, des Antisemitismus, der Ablehnung der Demokratie und so fort“.15 Diese sozialen Ausschließungsprozesse, die sich während des Nationalsozialismus vor allem gegen die Slawen und Juden richteten, wurden nach dem Zerfall des 3. Reiches gegen innergesellschaftliche Gruppen gerichtet. Über moralische Abwertungen wurden Kranke, „Irre“, „Asoziale“, „Krüppel“ oder Schwererziehbare aus der Gesellschaft ausgeschlossen und zum Schutz der Gesellschaft weggesperrt.16 Bei drohender oder bereits eingesetzter Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen reagierte man nach dem alten Muster. Man bediente sich den der Jugendhilfe zur Verfügung stehenden gesetzlichen Eingriffsgrundlagen und isolierte die Kinder und Jugendlichen, ob mit oder ohne Einverständnis der Eltern von der übrigen Gesellschaft. Die Diagnose „Verwahrlosung“ wurde dabei von einer Gesellschaft gestellt, deren Bezug zum Nationalsozialismus und dessen Vorstellungen gegenüber abweichendem Verhalten weitgehend affirmativ war.

    Die Übernahme von Konzepten aus den 1920er Jahren und der NS-Zeit zog sich durch die Jugendhilfe der Nachkriegszeit durch wie ein roter Faden. So wurden sowohl an die Debatte über ein Bewahrungsgesetz, an Konzepte zur Verwahrlosung und Unerziehbarkeit sowie an gängige Termini, an Erziehungsgrundsätze und -methoden aus den 1920er Jahren angeknüpft, ohne sich mit dem rassenpolitischen und erbbiologischen Missbrauch dieser Ideen während der Jahre des Nationalsozialismus kritisch reflektierend auseinanderzusetzen.

    Das deutsche Psychoanalytikerehepaar Mitscherlich führte diese Beharrungstendenzen auf der Ebene gesellschaftlicher Institutionen und auf der Ebene von Gefühlen und Einstellungen der Nachkriegsgesellschaft auf die Unfähigkeit der Deutschen zurück, Trauerarbeit zu leisten über den Zusammenbruch des Nationalsozialismus und dem damit einhergehenden Verlust ihrer Ideale.17 Die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus blieben unreflektiert oder wurden verdrängt, die nationalsozialistische Terrorherrschaft erschien als „Betriebsunfall“. Eine Restauration der Gesellschaft erfolgte nur oberflächlich, worüber die Konzentration auf den Wiederaufbau und das einsetzende Wirtschaftswunder jedoch hinweg täuschte.

    Auch der AFET knüpfte nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes im Mai 1945 nicht an die kritischen und reformorientierten Forderungen Wolffs von 1931 an, sondern ordnete sich in die repressiven Traditionen der Debatten über ein Bewahrungsgesetz sowie der Konzepte zur Verwahrlosung und Unerziehbarkeit ein. Versuche einer Vergangenheitsbewältigung oder einer kritischen Reflektion der NS-Zeit sind auch beim AFET nicht erkennbar. Die NSZeit wurde verdrängt und verschwiegen und der AFET knüpfte 1945 – ungeachtet des menschenverachtenden Gebrauchs der sozialrassistischen Deutungsmuster der Nationalsozialisten und ungeachtet der modernen, zukunftsweisenden und reformträchtigen Ideen Wolffs von 1931 – an Ideen und Konzepte repressiver und autoritärer Fürsorgeerziehung der 1920er Jahre an.

    ––––

    11 Denkschrift, Die Gestaltung der Fürsorgeerziehung, 1933; in 100 Jahre AFET 1906-2005, S. 100/101
    12 Siehe Geschäftsberichte 1934-1939; in 100 Jahre AFET 1906-2005, S. 105-109
    13 Vgl. dazu auch: Christian Schrapper, Sozialpädagogik und Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren; in: Damberg/Frings/Jähnichen/Kaminsky, Mutter Kirche – Vater Staat?, 2010, S. 108-130
    14 Vgl. dazu: Carola Kuhlmann, Soziale Arbeit im nationalsozialistischen Gesellschaftssystem; in: Werner Thole (Hrsg.), Grundriss Soziale Arbeit, 2002, S. 77-96
    15 Axel Schildt, Ankunft im Westen (1999); zitiert nach Arbeitsgruppe Heimreform, Aus der Geschichte lernen: Analyse der Heimreform in Hessen 1968 – 1983 (2000)
    16 Vgl. Arbeitsgruppe Heimreform, Aus der Geschichte lernen: Analyse der Heimreform in Hessen 1968 – 1983 (2000), S. 43
    17 Vgl. Arbeitsgruppe Heimreform, Aus der Geschichte lernen: Analyse der Heimreform in Hessen 1968 – 1983 (2000), S. 32; vgl. Mitscherlich und Mitscherlich, Die Unfähigkeit zu Trauern, 1977

    ENDE.

  55. Heimkinder. – Wer bekam damals welche Gelder für was?

    ANFANG TEILZITAT.

    Projekt Fürsorgeerziehung der 1950er und 60er Jahre

    Universität Koblenz
    Dipl. Päd. Melanie Mangold
    Leitung: Prof. Dr. Christian Schrapper
    Expertise, November 2010
    »Zeitgenössische Positionen des AFET – Allgemeiner Fürsorgeerziehungstag e.V. (bis 1971) und seiner Nachfolger: Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe (AFET) sowie AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. zur Heimerziehung im Zeitraum 1945 bis 1970«
    @ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2011/00.AFET-Heimerziehung1950er-60er.pdf (Umfang: 86 Seiten)

    [Auszüge von Seite 50, Seite 51 und Seite 52 (bzw. digital Seite 53, Seite 54 und Seite 55)]

    Arbeitserziehung und Berufsausbildung der Zöglinge in der Fürsorgeerziehung

    [präsentiert hier als: ERSTE TEIL VON ZWEI TEILEN]

    In den 1950er Jahren gab es in Fachkreisen eine Debatte über die Arbeit und Berufsausbildung der Zöglinge in Erziehungsheimen. Im Hinblick auf diese Diskussion druckte der AFET Beiträge der Direktoren zweier Erziehungsheime ab, die einen exemplarischen Einblick in die aktuelle Situation der Arbeit und Berufsausbildung der Zöglinge in der Fürsorgeerziehung lieferten.115

    Im ersten Beitrag stellte Oberin Herrmann, Leiterin des Ev. Mädchenheims Bretten, die Möglichkeiten der Berufsausbildung in ihrem Heim vor:
    Demnach seien in Bretten eine hauswirtschaftliche sowie eine handwerkliche Ausbildung in einer Schneiderei und einer Gärtnerei möglich. An der handwerklichen Ausbildung bestehe jedoch von Seiten der Mädchen nur wenig Interesse.
    23 % aller Mädchen legten eine Hauswerkprüfung ab. Es wurde der Vorwurf gemacht, diese hauswirtschaftliche Ausbildung habe nur einen ideellen Wert und die Mädchen hätten nach ihrer Entlassung aus dem Heim keine weiteren beruflichen Aufstiegschancen. Oberin Hermann merkte dazu an, diese Mädchen hätten durch ihre Ausbildung sehr gute Kenntnisse im hauswirtschaftlichen Bereich erworben, die ihnen im Hinblick auf ihre spätere Rolle als Hausfrau und Mutter sehr wertvoll sein könne. Daher sei diese Ausbildung von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung.116

    An diesem Beitrag wird deutlich, dass eine Berufsausbildung für Mädchen 1956 noch fast ausschließlich auf den hauswirtschaftlichen Bereich beschränkt war. Die Mädchen sollten später die Rolle der Ehefrau, Hausfrau und Mutter übernehmen. Daher wurde eine hauswirtschaftliche Ausbildung als sinnvoll und erstrebenswert betrachtet. Einen gewerblichen Beruf zu ergreifen war für Frauen (wieder) die völlige Ausnahme geworden und wurde daher bei der Berufsausbildung in der Heimerziehung nicht berücksichtigt. Es gab zwar seltene Angebote einer Handwerksausbildung, jedoch nutzten auch die Mädchen diese Möglichkeit seltener.

    Im zweiten Beitrag gab Dr. Schaubert, Leiter des Ev. Jugendheims Rummelsberg, einen Einblick in den Umgang mit der Berufsausbildung der männlichen Zöglinge in seinem Heim:
    Dort stehe die Erlernung eines Berufes im Mittelpunkt des Erziehungsprogramms, da der Heimaufenthalt für die Jungen durch eine Berufsausbildung einen Sinn erhalte und somit eine positive Einstellung zum Heim und eine aktive Mitarbeit der Jungen aufgebaut werden könne. Schaubert betonte, die Erlernung eines Berufes sei die beste Voraussetzung für die spätere soziale Bewährung der Jungen nach ihrer Entlassung. Im Jugendheim Rummelsberg befanden sich im Jahre 1956 85,1 % der Zöglinge in einem Lehr- bzw. Anlernverhältnis in einer der insgesamt elf Heimwerkstätten.

    Laut Schaubert wurden dem Jugendheim Rummelsberg von den Jugendämtern besonders gern solche Jugendlichen zugewiesen, die für eine handwerkliche Ausbildung in Frage kommen, da das Heim über elf verschiedene handwerkliche Werkstätten verfügte.
    Diejenigen Jugendlichen, die nicht für eine Lehrausbildung in Frage kamen, arbeiteten in der heimeigenen Landwirtschaft. Den pädagogischen Wert sah Schaubert darin, dass man die Zöglinge durch die Landarbeit zu einer brauchbaren Arbeitseinstellung erziehen kann.
    Gleichzeitig diene diese Arbeit auch der Bewährung der Zöglinge: Man erkenne, wenn ein Junge arbeiten könne und wolle und ggf. könne dieser dann auch in ein Ausbildungsverhältnis in eine der Heimwerkstätten vermittelt werden.

    Anhand der verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten des Jugendheims Rummelsberg (Schlosserei, Flaschnerei, Schreinerei, Baubetrieb, Malerwerkstatt, Schneiderei, Polsterei, Bäckerei, Metzgerei, Gärtnerei und Landwirtschaft), lässt sich der Schwerpunkt der Berufsausbildung der männlichen Zöglinge in der Heimerziehung im handwerklichen und landwirtschaftlichen Fach festlegen.

    Notwendige Anpassung an die sich verändernde Wirtschaftsstruktur

    In den 1950er Jahren deutete sich eine Veränderung der Wirtschaftsstruktur an, die eine Anpassung der Berufsausbildung der Jugendlichen in den Heimen erforderte. Die traditionell handwerklichen Berufe waren immer weniger gefragt, Stellenangebote in der industriellen Arbeit nahmen immer mehr zu.

    Der AFET reagierte in der April-Ausgabe 1958 des Mitglieder-Rundbriefes darauf, in dem die Frage der Notwendigkeit eines Strukturwandels der Heimerziehung in beruflicher und pädagogischer Hinsicht erörtert wurde. Um den aktuellen Stand der Berufsausbildung in der Heimerziehung festzustellen, wurden 200 Heime angeschrieben und nach der Ausbildungssituation in ihrem Heim befragt. [Es ist durchaus möglich, dass derzeit nur ein Bruchteil der in Westdeutschland und in Berlin-West existierenden Heime befragt wurden. – M.M.] 132 Heime mit insgesamt 10.612 schulentlassenen Zöglingen (5.297 Jungen und 5.315 Mädchen) hatten darauf geantwortet.

    Die Befragung ergab, dass sich von den 5.297 männlichen Jugendlichen
    4.742 in einer Berufsausbildung befinden,
    davon 1.970 in Volllehre
    468 in einem Anlernverhältnis
    und 2.304 ohne anerkanntes Ausbildungsziel.

    4.742 Jungen befanden sich in einer Ausbildung innerhalb des Heims, 555 außerhalb des Heims. Der Schwerpunkt der männlichen Ausbildungsberufe lag dabei im Bereich des Handwerks.

    Von den 5.315 Mädchen befanden sich insgesamt
    5.297 in einer Berufsausbildung,
    davon 455 in Volllehre
    634 in einem Anlernverhältnis
    und 4.208 ohne anerkanntes Ausbildungsziel.

    Auch bei den Mädchen stand der Großteil (5.297) in einem meist hauswirtschaftlichen Ausbildungsverhältnis innerhalb des Heims und 18 außerhalb.

    Die Mehrheit der männlichen und weiblichen Heimzöglinge (6.512) befand sich in einem Arbeitsverhältnis ohne anerkanntes Ausbildungsziel.

    Davon wurden bereits 333 Jungen und 337 Mädchen auf die industrielle Fertigung vorbereitet. Die Jungen arbeiten z.B. in der Torfwirtschaft (180), im Bergbau (50) oder in der Holzindustrie (18). Der Einsatz der Mädchen erstreckt sich z.B. auf die Textilindustrie (25), Bügelanstalten (43) oder Nähereien (96).

    Anschließend stellte der AFET Überlegungen an, wie man die Heimerziehung dem Strukturwandel in der Arbeits- und Berufswelt anpassen kann.

    So wollte man prüfen, ob eine Handwerkslehre überhaupt noch sinnvoll ist oder ob ein Anlernverhältnis mit einer Grundausbildung im industriellen Bereich ausreicht. Die Wirtschaft stelle immer mehr auf industrielle Fertigung um, welche auch bessere Verdienstmöglichkeiten als das Handwerk für die Arbeitnehmer biete.

    Auch in der Ausbildung der Mädchen nahm die Bedeutung einer Spezialisierung der Berufe im Gegensatz zu einer allgemein-hauswirtschaftlichen Ausbildung zu. Es bestand die Tendenz zur Doppelrolle der Frau, zum Einen als Hausfrau und Mutter, zum Anderen als Arbeitnehmerin. Daher sei auch in diesem Fall die Vorbereitung auf industrielle Arbeit, z.B. in Bügelanstalten oder in der Textilindustrie, notwendig.

    Die dafür nötigen Ausbildungsbetriebe sollten nach Möglichkeit Produktionsbetriebe sein, um die Zöglinge auf die Arbeitsanforderungen der freien Wirtschaft vorzubereiten.117

    Arbeitserziehung und Berufsausbildung in den 1960er Jahren

    Diese in den 1950er Jahren geforderte Anpassung der Berufsausbildung der Zöglinge an die sich wandelnde Wirtschaftsstruktur schien sich bis in die 1960er Jahre vollzogen zu haben.

    ––––

    115 AFET-Mitgliederrundbrief Nr. 3, August 1956
    116 Vgl. a.a.O.
    117 Vgl. dazu: AFET-Mitgliederrundbrief Nr. 1/2 , April 1958

    ENDE TEILZITAT.

    [fortgesetzt im nächstfolgenden Beitrag]

  56. Heimkinder. – Wer bekam damals welche Gelder für was?

    [fortgesetzt vom unmittelbar vorhergehenden Beitrag]

    ANFANG TEILZITAT.

    Projekt Fürsorgeerziehung der 1950er und 60er Jahre

    Universität Koblenz
    Dipl. Päd. Melanie Mangold
    Leitung: Prof. Dr. Christian Schrapper
    Expertise, November 2010
    »Zeitgenössische Positionen des AFET – Allgemeiner Fürsorgeerziehungstag e.V. (bis 1971) und seiner Nachfolger: Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe (AFET) sowie AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. zur Heimerziehung im Zeitraum 1945 bis 1970«
    @ http://www.afet-ev.de/aktuell/AFET_intern/2011/00.AFET-Heimerziehung1950er-60er.pdf (Umfang: 86 Seiten)

    [Auszüge von Seite 52, Seite 53 und Seite 54, (bzw. digital Seite 55, Seite 56 und Seite 57)]

    Arbeitserziehung und Berufsausbildung der Zöglinge in der Fürsorgeerziehung

    [präsentiert hier als: ZWEITE TEIL VON ZWEI TEILEN]

    Der Aufsatz Gertrud Sauerborns „Das Arbeitsverhältnis des Jugendlichen im FE-Heim“.118 von 1965 gibt einen Überblick über die Berufs- und Arbeitssituation der Zöglinge in den 1960er Jahren. Sauerborn berichtet, die Lehrbetriebe und Arbeitsstätten in den Heimen seien technisiert und automatisiert worden. Für die Zöglinge bestände, neben der hauswirtschaftlichen Beschäftigung der Mädchen und den handwerklichen bzw. landwirtschaftlichen Ausbildungsmöglichkeiten der Jungen, die Möglichkeit, die Jugendlichen in Arbeitseinsätze in Betrieben außerhalb des Heims zu vermitteln. Darüber hinaus befänden sich häufig Werkshallen auf dem Heimgelände, in denen die Jugendlichen Arbeiten im Auftrag von Großbetrieben durchführen konnten:

    „Zu diesem Zweck vermieten sie Räume, im Heim oder auf dem Heimgelände, die der Auftraggeber selbst – nicht das Heim – nach den geltenden gesetzlichen Bedingungen einrichtet. Die jungen Menschen werden nach dem Arbeitsschutzgesetz erst nach ärztlicher Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung und nach Überprüfung der Arbeitsstätte durch das Gewerbeaufsichtsamt ihrem Arbeitsplatz innerhalb oder außerhalb des Heimes zugeführt.“119

    Zu den rechtlichen Bestimmungen dieser Arbeitsverhältnisse der Jugendlichen innerhalb und außerhalb des Heims schrieb der Jurist Dr. [Manfred] Rehbinder:

    „So sind bei Beurteilung der Rechtslage die Anstalten nicht berechtigt, Dienstverschaffungsverträge mit Dritten abzuschließen und in Erfüllung dieser Verträge eine bestimmte Anzahl ihrer Zöglinge dem Vertragspartner zur Arbeit zu schicken. Das gleiche gilt, wenn sich Werkstätten privater Firmen auf dem Anstaltsgelände befinden. Die Anstalt muss also, gem. § 69 Abs. 4 JWG, mit den betreffenden Firmen Arbeitsverträge im Namen bestimmter Zöglinge abschließen.“120

    Auch der AFET bekräftigte in seiner Ausschusssitzung 1963 in Kassel:

    „Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse des Jugendlichen außerhalb des
    Heimes sind grundsätzlich Arbeitsverhältnisse im arbeitsrechtlichen Sinn.
    Beschäftigung in gewerblichen Betrieben innerhalb des Heimes begründet in jedem
    Fall ein Arbeitsverhältnis im Rechtssinn.“121

    Demnach hatten diese Jugendlichen, die in einem solchen Beschäftigungsverhältnis standen, Anspruch auf geregelte Arbeitszeiten, Sozialversicherung und Tariflohn.

    Kritik an den Regelungen der Arbeitserziehung und Berufsausbildung

    Ende der 1960er Jahre geriet jedoch das Arbeitsprämiensystem [d.h. die Zahlung an „Zöglinge“ von nur „Taschengeld“ und das auch noch nur nach „Strafabzügen vom Taschengeld“ – M.M.] als Bezahlung der während der Heimerziehung tätigen Zöglinge in Kritik. Der AFET schrieb:

    „Der Jugendliche selbst fühlt sich in seiner Arbeit nicht ernst genommen. Er hat das Gefühl, ungerecht behandelt und ausgenutzt zu werden, da ihm bei dem bisherigen Prämien-System [d.h. „Taschengeld-System“ – M.M.] nicht deutlich wird, daß und in welchem Umfange er mit seiner Arbeit zur Deckung der Heimkosten beiträgt.“122

    Der AFET forderte eine Anpassung der arbeitsrechtlichen Verhältnisse im Heim an die Regelungen in der freien Wirtschaft und macht im August 1970 einen Vorschlag zur Abänderung des bisherigen Prämiensystems [d.h. „Taschengeldsystems“ – M.M.] in eine Arbeitsvergütung123:

    Diejenigen Jugendlichen, die eine regelmäßige Arbeit im Heim verrichteten, sollten eine Arbeitsvergütung erhalten. Diese sollte sich in drei Leistungsgruppen staffeln: Spitzen-, Durchschnitts- und Minderleistung. Der Durchschnittsleistende sollte eine angemessene Arbeitsvergütung von ca. 2 DM / Stunde erhalten; die beiden anderen Leistungsgruppen je nachdem einen Zuschlag bzw. Abzug von 0,50 DM. Vom erwirtschafteten Lohn sollten die Zöglinge einen Beitrag zu den Heimkosten leisten.

    Ebenfalls setzte sich der AFET für die Verbesserung der sozialrechtlichen Stellung der Heimzöglinge ein. Um festzustellen, wie viele Zöglinge sozialrechtlich versichert waren, sollten alle Heime in Deutschland einen Fragebogen vom 1. Juni 1969 zur Erfassung beantworten.

    Die Befragung ergab, dass 1969 insgesamt 7.109 Mädchen und 9.049 Jungen in Heimen untergebracht waren.

    12.411 Jugendliche waren innerhalb des Heims beschäftigt,
    davon waren 3.343 sozialversichert
    und 9.068 nicht sozialversichert.

    3.275 Jugendliche waren außerhalb des Heims beschäftigt,
    davon waren 2.972 sozialversichert
    und 303 nicht sozialversichert.

    Dabei ist aufgefallen, dass die 303 Zöglinge, die außerhalb beschäftigt, aber nicht sozialversichert waren, eigentlich hätten versichert sein müssen. Der AFET setzte sich für alle nicht versicherten Zöglinge ein, die im oder außerhalb des Heimes beschäftigt waren.

    Dazu machte der AFET einen Vorschlag zur Ergänzung der Reichsversicherungsordnung §1227, Abs. 1 zur Regelung der Rentenversicherung der Arbeitnehmer. Nach dieser Ergänzung sollten nun auch „Zeiten einer nach Vollendung des 16. Lebensjahres liegenden Heimunterbringung im Rahmen der Freiwilligen Erziehungshilfe, der Fürsorgeerziehung oder der Hilfe zur Erziehung nach §§ 5, 6 JWG, soweit nicht eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit ausgeübt wurde“124 sozialversicherungsrechtlich anerkannt werden.

    ––––

    118 Unsere Jugend, Nr. 9, Sept. 1965
    119 a.a.O.
    120 Dr. Manfred Rehbinder, Fürsorgeerziehung und Arbeitsrecht, in: „Recht der Arbeit“ – Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis des gesamten Arbeitsrechts, Heft 6/1963; zitiert nach: Gertrud Sauerborn, Das Arbeitsverhältnis des Jugendlichen im FE-Heim, in: Unsere Jugend, Nr. 9, Sept. 1965
    121 AFET-Auschusssitzung, 1963 in Kassel; zitiert nach: Gertrud Sauerborn, Das Arbeitsverhältnis des Jugendlichen im FE-Heim, in: Unsere Jugend, Nr. 9, Sept. 1965
    122 AFET-Mitgliederrundbrief Nr. 5/6 , August 1970
    123 Vgl. AFET-Mitgliederrundbrief Nr. 5/6 , August 1970
    124 Vgl. a.a.O.

    ENDE TEILZITAT.

  57. .
    (kath.) Bürgermeister legte einen Fürsorgezögling in Ketten

    Bundesrepublik Deutschland, Ende der 1960er / Anfang der 1970er Jahre:
    Ein vom Heim an einen Bauern verdingtes Heimkind von dem Bauern, der auch der Bürgermeister ist, gefoltert und in Ketten gelegt.

    » ZEIT ONLINE

    Folterkammer auf dem Bauernhof

    Bürgermeister legte einen Fürsorgezögling in Ketten

    VON KILIAN GASSNER

    Aktualisiert 17. Juli 1970 – 07:00 Uhr

    Traustein «

    Der Bürgermeister der 886 Einwohner zählenden Gemeinde Emertsham im oberbayerischen Chiemgau, Thomas Mayr (63), wurde angeklagt und vom Schöffengericht der »fortgesetzten Verletzung der Obhutspflicht, Körperverletzung und Freiheitsberaubung« (geschehen im Sommer 1968) für schuldig befunden; seine Frau und Tocher Anna Mayr (28) und sein Sohn Karl Mayr (31) wurden ebenso angeklagt und gleichsam für schuldig befunden. Die Presse sprach dabei von einem „Sklavenprozeß“; das Heimkind, Detlev Kozian, war der „Sklave“ von dem hier die Rede ist und den man gefoltert hatte.

    Das Heim war das kaltholische Glonner Pius-Heim, das dem Landwirt und Bürgermeister von Emertsham, Thomas Mayr, den sich im „Vollzug der freiwilligen Erziehungshilfe“ befindenden 17jährigen Zögling, Detlev Kozian, als landwirtschaftlichen Arbeiter auslieh.

    Die ganze horrende Geschichte im Original lesen (berichtet am 17. Juli 1970 – 07:00 Uhr )
    (Seite 1) @ http://www.zeit.de/1970/29/folterkammer-auf-dem-bauernhof und
    (Seite 2) @ http://www.zeit.de/1970/29/folterkammer-auf-dem-bauernhof/seite-2

    Zu diesem katholischen Erziehungsheim »Piusheim Glonn« / Glonn Piusheim« / »Piusheim 85625, Erziehungsheim bei Glonn Ebersberg« gibt es mindestens vier verschiedene Threads im HEIMKINDER-FORUM.DE

    http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15260-Piusheim-Glonn/

    http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/14378-Jugenddorf-Piusheim/

    http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/16520-Suche-Ehemalige-vom-Piusheim-Glonn-war-von-1962-1966-und-Schlo

    http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15179-Hat-Jemand-Informationen-zum-Erziehungsheim-in-Glonn-Bayern/
    .

  58. .
    Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung „FREISTATT“

    ANFANG DER AUFZEICHNUNG ZU ALLEM WAS DU WISSEN SOLLTEST WAS DIESEN HISTORISCHEN FILM BETRIFFT.

    SR – Saarländische Rundfunk @ http://www.sr-online.de/sronline/extrawebs/max_ophuels_preis_2015/neues_vom_festival/interview_rosenkoetter_wolfgang_zeitzeuge_freistatt_mop100~print.html [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 – 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

    .
    „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten“

    [ bezüglich dem westdeutschen evangelisch-lutherischen Bethel-eigenen Arbeitslager „FREISTATT im Wietingsmoor“, in dem auch ich in den 1960er Jahren ein jugendlicher Zwangsarbeiter war, bevor es mir gelang im Alter von 17½ Jahren nach Australien zu entfliehen. ]

    Unterdrückung, Gewalt, Verzweiflung – in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare, sollten Jugendliche zu „anständigen Jungen“ werden. Dabei hatten sie nichts zu lachen. Erziehungsmethode war schwere Arbeit und gewaltsame Züchtigung. Wolfgang Rosenkötter war einer dieser Jungen. Sein Leben ist Grundlage des Films „Freistatt“, der am Donnerstagabend [ 22. Januar 2015 ] beim Max Ophüls Preis Premiere feiert.

    (21.01.2015) Der Film thematisiert den Widerstand des 14-jährigen Wolfgangs gegen ein System der Unterdrückung und Gewalt in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare.

    Das Drehbuch zum Film basiert auf den Erinnerungen des Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter. Rosenkötter war insgesamt 14 Monate in der Diakonie Freistatt, in der den Jugendlichen Gewalt angetan wurde und sie schwere Arbeit leisten mussten: „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten – von morgens bis abends, sechs Tage die Woche. Sonntags Kirche und das war es. Schule gab es nicht.“ Er unternahm drei Fluchtversuche – bei allen kam er immer bis nach Hause, wurde aber vom Vater immer wieder zurück gebracht. Nach dem dritten Mal resignierte er und blieb dann bis zur Entlassung.

    Max Ophüls Preis 2015

    Rezension: Freistatt
    [ @ http://www.sr-online.de/sronline/extrawebs/max_ophuels_preis_2015/filme/freistatt100.html ]
    [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 – 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

    Über die SR-Koproduktion „Freistatt“
    [ @ http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=30335 ]

    Im Film übernimmt Louis Hofmann die Rolle von Wolfgang Rosenkötter, der am Premierenabend seinen 70. Geburtstag feiert. Wir haben bereits vorher mit ihm über Vergangenheitsbewältigung und den Film gesprochen.

    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

    SR-Online: Herr Rosenkötter, wie viel Wahres ist dran am Film?

    Wolfgang Rosenkötter: Was im Drehbuch steht, ist alles wahr. Allerdings war meine Lebensgeschichte nur ein Anhaltspunkt und ein roter Faden für das Drehbuch. Natürlich mussten die Filmemacher wegen der Dramaturgie ein bisschen Action reinbringen, aber die Inhalte sind alle so passiert. Es ist nichts beschönigt, nichts überzeichnet. Alles ist so geschehen, aber nicht unbedingt mir.

    SR-Online: Regisseur Brummund ist 2009 mit seiner Filmidee an Sie herangetreten. Wie haben Sie reagiert?

    Rosenkötter: Ich war natürlich mit dem Film einverstanden. Es hat gut getan, dass jemand da war, der Interesse daran hatte, die Dinge, die uns damals geschehen sind, zu zeigen. Ich fand das sehr gut. Wir haben uns dann über 1,5 Jahre etwa alle zwei Monate einen ganzen Tag lang zusammengesetzt. Ich habe einfach meine Geschichte erzählt, Herr Brummund hat aufgeschrieben. Daraus ist mit Nicole Armbruster [Buch] dann zusammen das Drehbuch entstanden.

    SR-Online: Ist es Ihnen nicht schwer gefallen über ihre Erlebnisse in Freistatt zu sprechen?

    Rosenkötter: Die Gespräche mit dem Regisseur waren eine Aufarbeitung. Das war schon manchmal sehr heftig für mich; es hat mir aber trotzdem geholfen. Der Film bedeutet für mich eine Anerkennung in der Form, dass gezeigt wird, was wir erleben mussten, welches System damals geherrscht hat.

    SR-Online: Welche Wirkung beim Publikum erhoffen Sie sich von dem Film?

    Rosenkötter: Der Film soll bewirken, dass das Publikum darüber nachdenkt, was geschehen ist, das auf sich wirken lässt und daraus den Schluss zieht, dass so etwas nie wieder passieren darf. Dass man Kinder und Jugendliche nicht einfach ins Heim stecken und vergessen darf, sondern, dass man mehr tun muss.

    SR-Online: Sie selber haben den fertigen Film bisher noch nicht gesehen, sind Sie aufgeregt oder vielleicht sogar ängstlich?

    Rosenkötter: Ängstlich bin ich auf keinen Fall. Ich empfinde eher Vorfreude bzw. Spannung, besonders nachdem ich einige Ausschnitte gesehen hab, ist die Spannung noch größer geworden. Und ich habe natürlich den Wunsch, dass der Film prämiert wird. Das wäre natürlich das Schönste.

    SR-Online: Das damalige Freistatt heißt heute Bethel im Norden. Dort wohnen Jugendliche in Wohngruppen. Sie arbeiten dort als Vertrauensperson für die Jugendlichen. Wieso haben Sie diese Aufgabe übernommen?

    Rosenkötter: Ich habe sofort zugesagt, weil wir früher niemanden hatten, an den man sich mit seinen Sorgen und Nöten wenden konnte. Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen einen Ansprechpartner haben, der das selber erlebt hat und im Heim war, der das dann vielleicht ein bisschen besser verstehen kann, wie man sich fühlt, wenn man von zu Hause weg ist. Es ist wichtig, dass man sich aussprechen kann.

    SR-Online: Sie sind regelmäßig vor Ort, um mit den Jugendlichen zu sprechen und auch bei den Dreharbeiten für den Film haben Sie den Schauplatz Ihrer Vergangenheit wieder besucht. Ist das nicht unglaublich belastend?

    Rosenkötter: Zu Anfang war es natürlich schwer. Inzwischen kann ich damit gut umgehen. Ich habe von 2006 bis 2009 eine Therapie gemacht. Ich wollte die Vergangenheit aufarbeiten. Das ist auch gut gelungen. Jetzt sind das natürlich immer noch Erinnerungen und diese sind auch schmerzhaft, aber ich kann damit umgehen.

    SR-Online: Hatten Sie nach ihrer Zeit in Freistatt jemals wieder Kontakt zu Ihren Peinigern?

    Rosenkötter: Viele Diakone sind mittlerweile verstorben. Die meisten haben das wahrscheinlich genauso wie wir verdrängt. Es ist ja nicht angenehm damit konfrontiert zu werden. 2006 gab es eine Lesung des Buches „Schläge im Namen des Herren“ zur Geschichte der Heimkinder in Deutschland. Bei der Lesung waren nur noch zwei ehemalige Diakone da, die auch zu meiner Zeit in Freistatt waren. Einer davon hat sich anschließend bei mir entschuldigt. Die Entschuldigung habe ich angenommen, weil mir klar war, dass er damals auch ein junger Diakon war. Die Diakone waren zum Teil strafversetzt und mussten sich auch dem System unterordnen und haben das gemacht, was man ihnen gesagt hat. Eine Entschuldigung vom Hausvater und seinem Stellvertreter hätte ich aber nicht angenommen. Die haben mich so gequält. So etwas kann man nicht verzeihen.

    SR-Online: Sie werden am Premierenabend 70 Jahre alt. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    Rosenkötter: Ich wünsche mir viele gute Jahre, andere Jahre als bisher. Mein neues Leben hat erst relativ spät, nämlich 2006 angefangen. Das vorherige Leben war einfach geprägt durch die Zeit im Heim.

    (Das Gespräch führte Lisa Tüch)

    ANFANG DER AUFZEICHNUNG ZU ALLEM WAS DU WISSEN SOLLTEST WAS DIESEN HISTORISCHEN FILM BETRIFFT.
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  59. .
    Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung „FREISTATT“

    ANFANG DER AUFZEICHNUNG ZU ALLEM WAS DU WISSEN SOLLTEST WAS DIESEN HISTORISCHEN FILM BETRIFFT — [ Fehler korrigiert].

    SR – Saarländische Rundfunk @ http://www.sr-online.de/sronline/extrawebs/max_ophuels_preis_2015/neues_vom_festival/interview_rosenkoetter_wolfgang_zeitzeuge_freistatt_mop100~print.html [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 – 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

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    „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten“

    [ bezüglich dem westdeutschen evangelisch-lutherischen Bethel-eigenen Arbeitslager „FREISTATT im Wietingsmoor“, in dem auch ich in den 1960er Jahren ein jugendlicher Zwangsarbeiter war, bevor es mir gelang im Alter von 17½ Jahren nach Australien zu entfliehen. ]

    Unterdrückung, Gewalt, Verzweiflung – in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare, sollten Jugendliche zu „anständigen Jungen“ werden. Dabei hatten sie nichts zu lachen. Erziehungsmethode war schwere Arbeit und gewaltsame Züchtigung. Wolfgang Rosenkötter war einer dieser Jungen. Sein Leben ist Grundlage des Films „Freistatt“, der am Donnerstagabend [ 22. Januar 2015 ] beim Max Ophüls Preis Premiere feiert.

    (21.01.2015) Der Film thematisiert den Widerstand des 14-jährigen Wolfgangs gegen ein System der Unterdrückung und Gewalt in der Diakonie Freistatt, einem Heim für Schwererziehbare.

    Das Drehbuch zum Film basiert auf den Erinnerungen des Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter. Rosenkötter war insgesamt 14 Monate in der Diakonie Freistatt, in der den Jugendlichen Gewalt angetan wurde und sie schwere Arbeit leisten mussten: „Wir mussten nur arbeiten, arbeiten, arbeiten – von morgens bis abends, sechs Tage die Woche. Sonntags Kirche und das war es. Schule gab es nicht.“ Er unternahm drei Fluchtversuche – bei allen kam er immer bis nach Hause, wurde aber vom Vater immer wieder zurück gebracht. Nach dem dritten Mal resignierte er und blieb dann bis zur Entlassung.

    Max Ophüls Preis 2015

    Rezension: Freistatt
    [ @ http://www.sr-online.de/sronline/extrawebs/max_ophuels_preis_2015/filme/freistatt100.html ]
    [ Letzte Aktualisierung: 23.01.2015 – 15:56:28 Uhr (MEZ) ]

    Über die SR-Koproduktion „Freistatt“
    [ @ http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=30335 ]

    Im Film übernimmt Louis Hofmann die Rolle von Wolfgang Rosenkötter, der am Premierenabend seinen 70. Geburtstag feiert. Wir haben bereits vorher mit ihm über Vergangenheitsbewältigung und den Film gesprochen.

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    SR-Online: Herr Rosenkötter, wie viel Wahres ist dran am Film?

    Wolfgang Rosenkötter: Was im Drehbuch steht, ist alles wahr. Allerdings war meine Lebensgeschichte nur ein Anhaltspunkt und ein roter Faden für das Drehbuch. Natürlich mussten die Filmemacher wegen der Dramaturgie ein bisschen Action reinbringen, aber die Inhalte sind alle so passiert. Es ist nichts beschönigt, nichts überzeichnet. Alles ist so geschehen, aber nicht unbedingt mir.

    SR-Online: Regisseur Brummund ist 2009 mit seiner Filmidee an Sie herangetreten. Wie haben Sie reagiert?

    Rosenkötter: Ich war natürlich mit dem Film einverstanden. Es hat gut getan, dass jemand da war, der Interesse daran hatte, die Dinge, die uns damals geschehen sind, zu zeigen. Ich fand das sehr gut. Wir haben uns dann über 1,5 Jahre etwa alle zwei Monate einen ganzen Tag lang zusammengesetzt. Ich habe einfach meine Geschichte erzählt, Herr Brummund hat aufgeschrieben. Daraus ist mit Nicole Armbruster [Buch] dann zusammen das Drehbuch entstanden.

    SR-Online: Ist es Ihnen nicht schwer gefallen über ihre Erlebnisse in Freistatt zu sprechen?

    Rosenkötter: Die Gespräche mit dem Regisseur waren eine Aufarbeitung. Das war schon manchmal sehr heftig für mich; es hat mir aber trotzdem geholfen. Der Film bedeutet für mich eine Anerkennung in der Form, dass gezeigt wird, was wir erleben mussten, welches System damals geherrscht hat.

    SR-Online: Welche Wirkung beim Publikum erhoffen Sie sich von dem Film?

    Rosenkötter: Der Film soll bewirken, dass das Publikum darüber nachdenkt, was geschehen ist, das auf sich wirken lässt und daraus den Schluss zieht, dass so etwas nie wieder passieren darf. Dass man Kinder und Jugendliche nicht einfach ins Heim stecken und vergessen darf, sondern, dass man mehr tun muss.

    SR-Online: Sie selber haben den fertigen Film bisher noch nicht gesehen, sind Sie aufgeregt oder vielleicht sogar ängstlich?

    Rosenkötter: Ängstlich bin ich auf keinen Fall. Ich empfinde eher Vorfreude bzw. Spannung, besonders nachdem ich einige Ausschnitte gesehen hab, ist die Spannung noch größer geworden. Und ich habe natürlich den Wunsch, dass der Film prämiert wird. Das wäre natürlich das Schönste.

    SR-Online: Das damalige Freistatt heißt heute Bethel im Norden. Dort wohnen Jugendliche in Wohngruppen. Sie arbeiten dort als Vertrauensperson für die Jugendlichen. Wieso haben Sie diese Aufgabe übernommen?

    Rosenkötter: Ich habe sofort zugesagt, weil wir früher niemanden hatten, an den man sich mit seinen Sorgen und Nöten wenden konnte. Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen einen Ansprechpartner haben, der das selber erlebt hat und im Heim war, der das dann vielleicht ein bisschen besser verstehen kann, wie man sich fühlt, wenn man von zu Hause weg ist. Es ist wichtig, dass man sich aussprechen kann.

    SR-Online: Sie sind regelmäßig vor Ort, um mit den Jugendlichen zu sprechen und auch bei den Dreharbeiten für den Film haben Sie den Schauplatz Ihrer Vergangenheit wieder besucht. Ist das nicht unglaublich belastend?

    Rosenkötter: Zu Anfang war es natürlich schwer. Inzwischen kann ich damit gut umgehen. Ich habe von 2006 bis 2009 eine Therapie gemacht. Ich wollte die Vergangenheit aufarbeiten. Das ist auch gut gelungen. Jetzt sind das natürlich immer noch Erinnerungen und diese sind auch schmerzhaft, aber ich kann damit umgehen.

    SR-Online: Hatten Sie nach ihrer Zeit in Freistatt jemals wieder Kontakt zu Ihren Peinigern?

    Rosenkötter: Viele Diakone sind mittlerweile verstorben. Die meisten haben das wahrscheinlich genauso wie wir verdrängt. Es ist ja nicht angenehm damit konfrontiert zu werden. 2006 gab es eine Lesung des Buches „Schläge im Namen des Herren“ zur Geschichte der Heimkinder in Deutschland. Bei der Lesung waren nur noch zwei ehemalige Diakone da, die auch zu meiner Zeit in Freistatt waren. Einer davon hat sich anschließend bei mir entschuldigt. Die Entschuldigung habe ich angenommen, weil mir klar war, dass er damals auch ein junger Diakon war. Die Diakone waren zum Teil strafversetzt und mussten sich auch dem System unterordnen und haben das gemacht, was man ihnen gesagt hat. Eine Entschuldigung vom Hausvater und seinem Stellvertreter hätte ich aber nicht angenommen. Die haben mich so gequält. So etwas kann man nicht verzeihen.

    SR-Online: Sie werden am Premierenabend 70 Jahre alt. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    Rosenkötter: Ich wünsche mir viele gute Jahre, andere Jahre als bisher. Mein neues Leben hat erst relativ spät, nämlich 2006 angefangen. Das vorherige Leben war einfach geprägt durch die Zeit im Heim.

    (Das Gespräch führte Lisa Tüch)

    ENDE DER AUFZEICHNUNG ZU ALLEM WAS DU WISSEN SOLLTEST WAS DIESEN HISTORISCHEN FILM BETRIFFT — [ Fehler korrigiert].
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  60. .
    Mal etwas zur damaligen ‚Heimerziehung‘ = *Umerziehung zur Konformität in der ehemaligen DDR*, und der jetzigen Rehabilitation der damaligen jugendlichen Insassen dieser Umerziehungseinrichtungen im Osten, gemäß dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG).

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    Bundesverfassungsgerichtsbeschluss 2 BvR 2063/11, 18.12.2014 (insbesondere für alle Ehemaligen Heimkinder-OST)

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    Insbesondere für alle Ehemaligen Heimkinder-OST: Ein weiterer aufschlußreicher und sehr hilfreicher Beschluss des Bundesverfassungsgerichts -2 BvR 2063/11- vom 18. Dezember 2014, steht jetzt jedem frei zur Verfügung, u.a., im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=809#p809

    Dieses dort aufgeführte Exemplar dieses Bundesverfassungsgerichtsbeschlusses -2 BvR 2063/11- vom 18. Dezember 2014, in dieser Ausführung und Formatierung, wurde in mühseliger Kleinstarbeit und unter größter Konzentration von dem ehemaligen Heimkind-WEST, Martin MITCHELL (Jg. 1946) – einem Australier ansässig in Australien seit März 1964 – auf der Basis des Originals dieses Bundesfassungsgerichtsbeschlusses hergestellt. Alle darin in rechteckigen Klammern gesetzten Worte und Phrasen in diesem Exemplar sind Hinzufügungen und Hervorhebungen von M.M., die zum besseren Verständnis des Ganzen auch für interessierte Laien beitragen sollen; unter Bezugnahme auch zusätzlicher Recherchen angestrengt von M.M. selbst.

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Bundesverfassungsgericht, 2 BvR 2063/11, 2 BvR 2063/11 vom 18.12.2014, Rehabilitierung, Rehabilitierungsgericht, Ausgangsverfahren, Strafrechtliche Rehabilitierung, Strafrechtliches Rehabilitierungsgesetz, StrRehaG, Einweisung, Unterbringung, politischen Motiven, politische Gründe, Unterbringung aus sachfremden Gründen, Freiheitsentziehung, D-Heim Berlin-Stralau, Durchgangsheim Berlin-Stralau, Gefangenenabteilung, Krankenhaus, Berlin-Buch, Durchgangsheim, Bad Freienwalde, Durchgangsheim Bad Freienwalde, D-Heim Bad Freienwalde, Kindergefängnis Bad Freienwalde, Verfassungsbeschwerde, Deutschen Demokratischen Republik, DDR, Jugendwerkhof, Jugendhilfe, Jugendamt, Jugendhilfeausschuss, Heimerziehung, Landgericht, Beschluss des Landgerichts, Oberlandesgericht, nicht linientreuen Verhaltens, Ministerium für Staatssicherheit, Strafverfolgungsmaßnahmen, rechtsstaatswidriger Strafverfolgungsmaßnahmen, Rechtsstaatsprinzip, Gebot, wirksamen Rechtsschutz, Rechtsschutz, effektiven Rechtsschutz, Sachverhaltsfeststellung, Prüfung, sachliche Prüfung, Aufklärung des Sachverhalts, von Amts wegen verpflichtet, Amtspflicht, Amtsermittlungspflicht, Fürsorgepflicht des Gerichts, Amtsermittlung, Aufgabe zur Amtsermittlung, Mitwirkungspflicht des Antragstellers, Erkenntnisquellen, sämtliche Erkenntnisquellen zu verwenden, Überprüfung erheblicher Tatsachen, Glaubhaftmachung, Glaubhaftmachung genügen, Wahrscheinlichkeit, überwiegende Wahrscheinlichkeit, Erkenntnismöglichkeiten, alle Erkenntnismöglichkeiten ausgeschöpft, ineffektives Rehabilitierungsverfahren, Landgericht Frankfurt (Oder), Brandenburgisches Oberlandesgericht, 2 Ws (Reha) 13/11, BVerfG, BVerfGG, Grundgesetz, GG, Verwaltungsrecht, Effektiver Rechtsschutz im Rehabilitierungsverfahren,
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  61. .
    Antje Vollmer – Schirmherrin über RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG

    Antje Vollmer (* 31. Mai 1943 in Lübbecke, Westfalen) ist eine deutsche evangelische Pastorin, Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen und freie Autorin.

    MEHR ZUM THEMA

    „denn der »Runde Tisch Heimerziehung« war eine absolute Farce“ @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=30&t=78

    „Könnte es sein… Fragen zum Thema Heimopfer.“ – „Der Heimkinderskandal und Fragen zur Rolle von Antje Vollmer.“ – an vielen Stellen im Internet – u.a. auch @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=30&t=53 und @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/16826-K%C3%B6nnte-es-sein%E2%80%A6-Fragen-zum-Thema-Heimopfer-Der-Heimkinderskandal-und-Fragen-zur-/

    „Weitere Ehrung der Leugnerin von HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT.“ – an vielen Stellen im Internet – u.a. auch @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=22&t=88

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Leugnerin, Antje Vollmer, Vollmer, Schirmherrin, RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG, RUNDEN TISCH, HEIMERZIEHUNG, Lübbecke, Westfalen, Pastorin, Politikerin, Bündnis 90, Die Grünen, freie Autorin, Bundestagsvizepräsidentin, Runde Tisch Heimerziehung, absolute Farce, Farce, Runder Tisch Heimerziehung, Ehemalige Heimkinder, Heimkinder, Ehemalige-Heimkinder-Tatsachen, Heimopfer, Heimkinderopfer, Heimkinderskandal, Ehrung, Ehrung der Leugnerin, HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT, ZWANGSARBEIT,
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  62. .
    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    Der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“, Christian FROSCH, schrieb mich an am Sa. 14.02.2015 bezüglich genau diesem seinem KINOFILM über die Heimerziehung in der BRD — wie folgt:

    ANFANG DES ZITATS DIESER MAIL AN MICH.

    Lieber Martin Mitchell,

    ich bin der Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“.
    Der Film thematisiert die geschlossene Heimerziehung in der BRD. Ich schreibe Ihnen deshalb, da ich bei der Recherche unzählige Male auf Ihren Namen gestoßen bin.

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ entstand auf der Basis von Gesprächen mit Opfern und Tätern. Konkret werden die Zustände im berüchtigten Heim der Diakonie “Freistatt” und in einem katholischen Mädchenheim der sog. „Barmherzigen Schwestern“ exemplarisch gezeigt. Der Film beginnt im Jahr 1967 und endet 1977. [ vergleiche: „Dortmunder Vincenzheim“ – M.M. ]

    Der erste Anstoß zu dem Film war, dass ich vor 7 Jahren jemanden kennen lernte, der Opfer dieser “Erziehung” wurde und ich darauf hin unbedingt wollte, dass dieser dunkle Teil der Geschichte mit einem Spielfilm gewürdigt wird. Es ging mir in dem Film nicht nur um die Rekonstruktion der äußeren Tatsachen, sondern auch darum, zu zeigen, was für (innere) Konsequenzen und Traumata die Folge sind. Ferner wollten wir den gängigen Bildern der 60er Jahre, die durch Pop, Revolte und Sexuelle Revolution dominiert werden, etwas entgegen halten. Das Bewusstsein über Geschichte wird ja wesentlich auch durch Bilder aus Filmen geprägt. Unser Film will die Ereignisse im Bewußtsein halten und Diskussionen und Kontroversen auslösen.

    Die Geschichte soll auch nach dem “Runden Tisch” nicht ad acta gelegt werden!!!!!

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ ist auch das Portrait einer Zeit in der Bundesrepublik, in der die Gegensätze aufeinander prallten.

    „Die Geschichte ist nicht tot. Sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten. Da wir nicht die Mittel für eine große PR- Maschinerie haben ist es wichtig, dass der Film sich über diejenigen verbreitet, denen dieses Thema am Herzen liegt. Denn es gibt auch mächtige Gegner, die kein Interesse daran haben, dass das Thema in der Öffentlichkeit bleibt.

    Vielen Dank im Voraus und auch vielen Dank für die großartige und wichtige Arbeit, die Sie geleistet haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christian Frosch

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ KINOSTART 12. März 2015

    vorausgewählt für den Deutschen Filmpreis, Seymour Cassel Award für Victoria Schulz,

    Lola at the Berlinale, Eröffnungsfilm Int, Filmfestival Oldenburg, Festivals u.a. Int. Filmfestival Mannheim/Heidelberg, Diagonale (Graz)

    Official Trailer @ https://www.youtube.com/watch?v=DVWduLYcbBM

    ENDE DES ZITATS DIESER MAIL AN MICH.

    Ich dachte, dieser KINOFILM verdient seinen eigenen Thread, wo man dann später – wenn man ihn gesehen hat – auch mal darüber diskutieren kann.

    Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
    .

  63. .
    Vorstellung des Kinospielfilms „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ von den Filmemachern selbst.

    ANFANG DES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN FILMEMACHER’S TEXTES.

    [ hauptsächlich wechselnde schwarz-weiß Stillfotos selektiert aus den Filmszenen ]

    Kinospielfilm „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

    von Christian Frosch

    Kamera: Frank Amann
    mit VICTORIA SCHULZ, ANTON SPIEKER, BEN BECKER, ERNI MANGOLD, WALFRIEDE SCHMITT, MARKUS HERING, THORSTEN MERTEN, CORA FROST
    Buch und Regie: CHRISTIAN FROSCH
    Produzent: JOST HERING (Jost Hering Filme)
    Co- Produzenten: VIKTORIA SALCHER, MATHIAS FORBERG (Prisma Film, Wien)
    mit Unterstützung von Cine+ und weltfilm

    Förderer:
    Hamburg/SWH Nordmedia BKM DFFF ÖFI Niederösterreich Kultur
    Drehbuchentwicklung unterstützt durch EQUINOXE GERMANY

    Christian Froschs neuer Spielfilm „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“, gefördert vom BKM, DFFF, der Nordmedia, der Filmförderung Hamburg/SWH, der Niederösterreichischen Filmförderung, sowie des ÖFI – in Coproduktion mit PRISMA Film, Wien und Cine+, wird im Rahmen der LOAL Vornominierungen auf der Berlinale

    am 10.02.2015 um 16:15 Uhr im Zoopalast Berlin, Kino 2 zu sehen sein.
    [ d.h., war, wie gesagt, auch schon dort zu sehen ]

    Premiere am 11.03.2015 in Berlin

    Kinostart 12.03.2015

    SYNOPSIS [ d.h. Synopse ]

    Ruby und Martin sind jung und proben den Aufstand. Der Preis, den sie dafür bezahlen, ist hoch: Schulverweis, elterliche Gewalt und schließlich die Heimeinweisung. Doch sie sind bereit, den Kampf für ihre Liebe aufzunehmen.

    Deutschland 1967.
    Zwei Jugendliche in der deutschen Provinz: Martin träumt davon, Schriftsteller zu werden und mit seiner Literatur die Welt aus den Angeln zu heben. Rubys Leidenschaft ist die Musik. Wer Ruby, die eigentlich Rosemarie heißt, einmal singen gehört hat, weiß, dass sie wirklich das Zeug zur Sängerin hat.
    Martin und Ruby treffen sich heimlich so oft es geht, aber mit jedem Tag wird dieser Zustand unerträglicher. Rubys Vater ist ein unerbittlicher Tyrann, streng-katholisch, vom Krieg und von der Wiederaufbaumoral geprägt.
    Ruby wagt es deshalb nicht, offen zu ihrer Liebe zu Martin zu stehen.
    Für ihren Vater verkörpert Martin all das Böse, wovon er seine Tochter fernhalten will.
    Die Schlinge beginnt sich langsam zuzuziehen. Martin und Ruby hauen ab.
    Sie wollen in Berlin untertauchen. Der Traum ist kurz.
    Ruby landet in einem geschlossenen katholischen Heim bei den „Barmherzigen Schwestern“ und Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingeliefert. Ruby und Martin müssen nun getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen – in einer Welt, die nur darauf abzielt, sie zu brechen.
    Deutschland 1977.

    Aus Ruby ist eine mittelmäßig erfolgreiche Herz/Schmerz – Schlagersängerin geworden. Sie hat sich arrangiert. Doch die glamouröse Maske lässt sich nur mit Alkohol und Tabletten aufrecht erhalten.
    Martin ist hingegen unversöhnt, selbstzerstörerisch und gewalttätig. Nach dem Heim schloß er sich einer militanten Gruppe an und landete im Knast.
    Noch immer verbindet die beiden eine Liebe, die unmöglich zu leben ist, aber auch durch nichts ausgelöscht werden kann.
    Vor einem wichtigen Auftritt, wird Ruby von ihren Gespenstern heimgesucht. Das Vergangene ist nicht tot….

    WRITER´S STATEMENT [ d.h., Zusammenfassung des Drehbuchauthors ]

    Godard sagte einmal, dass die interessantesten Filme wohl die weggeworfenen Ideen der Drehbuchschreiber wären, die nie die Schublade verlassen.
    Auf meiner Festplatte, das heutige Äquivalent zur Schublade, entsorgte ich vor längerem die Idee zu einem Film über eine Schlagersängerin, die eher zufällig als gewollt in der Maschinerie der Unterhaltungsindustrie landet. Die Musik, die sie eigentlich machen will, verkauft sich nicht. Hinter der heilen Schlagerfassade macht sich Selbsthass breit, den sie mit Alkohol und Drogen „kuriert“, bis es zur Katstrophe kommt.

    Eine weitere Karteileiche war eine Geschichte, stark autobiographisch geprägt, in der ich meine Jugend in der Provinz thematisierte.
    Unter anderem meinen kläglich missglückten Versuch, mit 15 von zu Hause abzuhauen. Da ich als Nachzügler relativ alte Eltern habe, die noch von Krieg und Nachkrieg geprägt waren und Provinz damals noch wirklich von der Welt abgeschnitten zu sein bedeutete, sind die Themen und Widerstände, mit denen ich mich herumschlagen musste, nicht so verschieden von dem, womit Ruby und Martin im Film zu kämpfen haben. „Die Menschen ändern sich nämlich langsamer als die Verhältnisse, unter denen sie leben“ (Friedrich Heer).
    Diese Drehbuchidee scheiterte an meiner inneren Stimme: „Nur, weil es dir passiert ist, muss es noch nicht interessant sein!“
    Dann gab es vor einigen Jahren eine folgenreiche Begegnung mit einem Mann, den man als Jugendlichen in ein Heim eingewiesen hatte und der mir seine traumatischen Erlebnisse erzählte.
    Mein erstes Gefühl war Wut.
    Wie konnte man so mit Kindern und Jugendlichen umgehen?
    Wie konnte es geschehen, dass man so viele Leben systematisch zerstörte?
    Nicht in einer fernen Zeit und einem exotischen Land, sondern in der BRD bis in die 70er Jahre hinein.
    Ich fing Feuer für dieses Thema. Ich wollte unbedingt diese verborgene Geschichte sichtbar machen.
    Die Recherche begann zu einer Zeit, als kaum noch etwas über das Thema publiziert war und meine Hauptquelle die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern darstellte.
    Das hatte den Vorteil, dass der unmittelbare emotionale Aspekt beim Schreiben im Vordergrund stand.
    Ich wurde so mit Geschichten und Details konfrontiert, die schwer auszuhalten sind.
    Und eines war mir von Anfang an klar: die Vorgänge im Heim müssen im Film authentisch erzählt werden. Erfindungen oder Übertreibungen verbieten sich.
    Dann wurde durch das Buch „Schläge im Namen des Herren“ Heimerziehung zum bundesweiten Thema. Ein Runder Tisch befasste sich mit der Geschichte der Opfer. Ein verschwiegenes Kapitel, die Geschichte von ca. 500.000, wurde endlich thematisiert. Ehemalige Heimkinder gingen an die Öffentlichkeit. TV-Filme entstanden…
    Die Stärke von Fernsehen ist die Aktualität. Die Stärke von Kino ist die Intensität.
    Die 500.000 ehemaligen Heimkinder könnten Stoff für einen Dutzend Filme liefern.
    Die Schreibkrise ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten. Denn Heimfilme und auch Gefängnisfilme sind ja ein eigenes Genre: Protagonist landet in einer Umgebung, in der eigene Gesetze herrschen. Er/sie wird unerträglichen Zuständen ausgeliefert und kämpft dagegen an. Ein Szenario von Macht und Ohnmacht, das eigentlich nur wenige befriedigende Schlüsse zulässt: Die (gescheiterte) Revolte, den (versuchten) Ausbruch oder den (Selbst)mord. Es ist zwar richtig, dass alle Geschichten im Grunde schon einmal erzählt wurden, aber um so wichtiger ist es, eine Geschichte anders zu erzählen. „Film bildet nicht die Realität ab, sondern eine Vorstellung der Realität “ (Enno Patalas).
    Anfänglich dachte ich, dass die Idee, die Geschichte eines Paares zu erzählen schon ausreicht, die Perspektive zu erweitern.
    Immerhin kann man dadurch verschiedene Aspekte beleuchten. Die katholischen Nonnen, die mit Strenge, Schlägen und Gebeten den „gefallenen Mädchen“ den rechten Glauben einbläuen und die protestantischen, am soldatischen Ideal von Männlichkeit orientierten Heime wie Freistatt haben zwar das gleiche Ziel, aber andere Verfahrensweisen und Vorstellungen. Gemeinsam ist ihnen, dass durch harte körperliche Arbeit und die absolute Kontrolle die Jugendlichen gebrochen werden sollten. Durch Gebete, Schläge und Drill sollten aus ihnen angepasste Untertanen werden.
    Alles interessant, trotzdem hatte ich das Gefühl, in einer Sackgasse zu sein: Schublade!

    Eines Tages erwachte ich und ich wusste es: Die Kleinstadterzählung, die kaputte Schlagersängerin und die Heimgeschichte sind Teile eines Films.
    Als ich dann einige Tage später ein Stück der „Fehlfarben“ hörte, blieb mir eine Textzeile hängen. „Von jetzt an kein zurück“.
    Nun hatte ich auch den passenden Titel für den Film gefunden.
    [ http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlfarben – M.M. ]

    DIRECTOR´S STATEMENT [ d.h., Zusammenfassung des Regisseurs ]

    Papier ist geduldig. Es gab nicht wenige Momente, in denen ich den Drehbuchautor, also mich selbst, verfluchte. Szenen mit 100 Statisten, viele Schauplätze und das Ganze im historischen Ambiente sind für einen Low-Budget Film eine schwere Zumutung. Zusätzlich noch ein Ensemble von 30 tragenden Rollen, was ein mehrmonatiges extrem intensives Casting bedingte.
    Ruby und Martin müssen ferner eine Spanne von 10 Jahren und einen emotionalen Bogen von jugendlicher Naivität bis zur desillusionierten Alkoholikerin und einem Ex-Knacki glaubwürdig darstellen. Schon beim ersten Casting von Victoria Schulz, die Britt Beyer vorschlug, bekam Ruby ein Gesicht. Es gab keine Zweifel. Als Anton Spieker zum Casting kam, war ich zuerst skeptisch, Anton entsprach nicht nur äußerlich in keiner Weise meinem inneren Bild von Martin. Der Autor hatte Martin als dunkelhaarig und schlacksig beschrieben. Doch Antons Talent und die Energie, mit der er sich die Rolle aneignete, brachten das ursprüngliche Bild zum Verschwinden, bis kein anderer mehr als Anton für die Rolle vorstellbar war.
    Normalerweise entwickle ich beim Schreiben eine klare visuelle Vorstellung des Films. Im Kopf ist der Film gedreht und dann muss ich nur versuchen, diese Vorstellung umzusetzen. In diesem Fall wollte sich der Film vor meinem geistigen Auge nicht einstellen. Ich wusste alles über die Psyche und Biographien meiner Figuren, was sie in jedem Moment sagen und – genauso wichtig – was sie verschweigen.
    Der Befreiungsschlag kam aus einer unerwarteten Richtung: ökonomischer Zwang. Wenn wir den Film „normal“ gedreht hätten, wäre es in der Drehzeit unmöglich zu schaffen gewesen. Streichungen wären die naheliegende Antwort gewesen, doch ich wusste, dass dies den Film zerstören würde. Der Kameramann Frank Amann brachte es auf den Punkt: Nur, wenn wir hauptsächlich Handkamera einsetzen gäbe es die Möglichkeit, dieses Pensum zu schaffen.
    Da ich eine gewisse Aversion gegen den pseudoauthentischen Dogma-Stil habe, brauchte es einige Zeit, mich mit der Tatsache anzufreunden. Ich kannte aber Franks Arbeit als Dokumentarkameramann. Er hat die Begabung auch in nicht planbaren Situationen großartige Kinobilder zu machen und intuitiv immer die wichtigen Momente zu finden. Den Film in dieser Weise zu drehen war eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen hatte.

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ war für die Schauspieler und die Techniker eine riesige Herausforderung, weil fast alle Szenen von A-Z durchgedreht wurden.
    Die Vorgabe war: Egal was passiert, wir werden einen Take nicht wiederholen, sondern ihn aus einer anderer Perspektive wieder zur Gänze durchdrehen. So lange, bis wir soviel Material haben, dass wir für jeden Moment aus einem Take einen perfekten Moment für den Schnitt haben.
    Zusätzlich gewöhnten wir uns an, Takes nicht mit dem im Drehbuch vorgesehenen Ende abzubrechen, sondern die Kamera weiter laufen und die Darsteller improvisieren zu lassen. Manchmal war der Nachlauf 15 Minuten lang. Dies waren magische Momente, in denen die Figuren plötzlich zu einem Leben jenseits des Scripts erwachten.
    So konnten wir nicht nur alle Szenen drehen, sondern hatten für den Schnitt noch einen Überschuss an Material, von dem sehr viel in den Film Eingang gefunden hat.
    Wir konnten beim Montieren des Filmes in die Vollen greifen und unter vielen Optionen auswählen.

    Christian Frosch

    PRODUCER´S STATEMENT [ d.h., Zusammenfassung des Produzenten ]

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ hat einen genau recherchierten, dokumentarischen Kern über ein enorm wichtiges Thema. Betrachtet man den Skandal um die Brandenburger Haasenburg-Heime von 2013, erscheint die Problematik leider sogar weniger historisch, als man im ersten Moment denkt.
    Der Film erzählt das Scheitern einer Beziehung unter nicht verschuldeten Umständen. In diesem Fall die unheilige Allianz von Eltern, Schule und Fürsorge, Kirche und Heimen.
    Das für mich Berührende an dem Film ist, dass man ganz bei den Figuren ist und sich vergegenwärtigt, wie so wunderbare junge Menschen (seelisch) zerstört wurden.
    Ich halte „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ vor allem für eine große und berührende Kinogeschichte.
    Und es ist eben die Art, wie Geschichten erzählt sind, die Filme zu Ereignissen machen. Das Erstaunliche an dem Buch war für mich von Anfang an die harmonische Verbindung von sehr unterschiedlichen Elementen.
    Der erste Teil: ein “Coming of Age-Drama”, das uns eintauchen lässt in die Konfliktwelt von Jugendlichen. Diese ist dramatisch, aber auch frech, witzig und voller ironischer Dialoge.
    Dann der Mittelteil mit neuen Settings und vielen neuen Charakteren, fast dokumentarisch erzählt, in denen wir unmittelbar erleben, wie die beiden Protagonisten mit gegensätzlichen Strategien zu überleben versuchen.
    Der dritte Teil, der mich persönlich an Fassbinder-Melodramen erinnert, stellt die letzte formale Wende dar, in der die unterschiedlichen Zeitebenen sich vermischen.
    Die Erzählung wird nun sprunghaft und assoziativ.
    Dieses Unvorhersehbare macht für mich die eigentliche Kraft des Films aus.

    Es gibt nichts Schöneres als Tränen im Kino und bei einem guten Melodram schämt man sich nicht dafür, denn es sind bittere Tränen, die unseren Blick schärfen für die Widersprüche und Ungerechtigkeiten.

    Jost Hering

    ENDE DES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN FILMEMACHER’S TEXTES.

    QUELLE: http://www.josthering.de/jhf/node/79
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  64. .
    Und noch mehr zu diesem Kinospielfilm „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“, der Biographie des Drehbuchautors und Regisseurs Christian Frosch und eine vollständige Liste seiner anderen bisherigen Spielfilme, sind in einer Veröffentlichung im PDF-Format @ http://www.salzgeber.de/presse/pressehefte/VONJETZTAN_ph_Web.pdf zu finden; insgesamt 9 Seiten —– und dies schließt auch die Biographien der Hauptdarsteller und vieler anderer in dem jetzigen Kinospielfilm „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ mitwirkenden Personen mit ein.
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  65. .
    I would like to recommend a movie more than on the par with „THE MAGDALENE SISTERS“.
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    The Start.

    I highly recommend:

    BEGINNING OF QUOTE OF MY RECOMMENDATION AS PLACED BY ME ONLINE (in several places).

    Movie-Theatre-Film: „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ by CHRISTIAN FROSCH.

    International Title: „ROUGH ROAD AHEAD“

    AUSTRIAN FILM COMMISSION @ http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159

    SYNOPSIS:
    Germany 1967. Ruby and Martin are young and setting out for rebellion. The price they have to pay for this is high: Expulsion from school, parental violence, and eventually the juvenile detention centre. But they are ready to fight for their love.

    TECHNICAL DATA:
    Running time/min 108

    Format: 35 mm

    Screen ratio: 16:9

    Language spoken: German

    Year of production: 2014

    Credits:

    Director(s): Christian Frosch

    Writer(s): Christian Frosch

    Cinematographer(s): Frank Amann

    Producer(s):
    Viktoria Salcher, Mathias Forberg, Jost Hering

    Production Company:
    Prisma Film-und Fernsehproduktion GmbH
    Rathausstraße 3/18
    1010 Vienna, Austria
    Tel: (+43 1) 406 37 70
    Fax: (+43 1) 406 37 70-20
    E-Mail: office@prismafilm.at
    Web: prismafilm.at

    with Jost Hering Filme

    World Sales
    Paul Thiltges Distributions
    Filmland, 25 zone industrielle
    8287 Kehlen, Luxembourg
    Tel: +352 25 03 93
    Fax: +352 25 03 94
    E-Mail: info@ptd.lu
    Web: http://www.ptd.lu

    END OF QUOTE OF MY RECOMMENDATION AS PLACED BY ME ONLINE (in several places).

    SOURCE: AUSTRIAN FILM COMMISSION @ http://www.afc.at/jart/prj3/afc/main.jart?rel=de&reserve-mode=active&content-id=1164397024469&filme_id=1381318366159

    I, Martin – Martin MITCHELL (who himself was incarcerated in this very evangelical-lutheran *boys’ institution* situated in a peat-bog, in “Freistatt” on the moors, in West Germany, in the 1960s, featuring in this film) – recommend !!

    The Finish.
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    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12 März 2015).

    KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#

    ANFANG DES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN FILM-REVIEWS.

    Von jetzt an kein zurück – Kinostart 12.03.2015

    Unerbitterlich!

    Das Mädchen kommt ins Heim, der Junge in die Anstalt. Es geht ausgesprochen rigoros zu im deutsch-österreichischen Jugenddrama Von jetzt an kein Zurück.

    Rosemarie leidet zuerst unter ihrem tyrannischen Vater (Ben Becker) und dann im Heim der Barmherzigen Schwestern, die doch kein Erbarmen kennen. Als sie noch zu Hause wohnt, jobbt sie heimlich im Plattenladen und hört The Monks. Im Heim fällt sie durch ihren inbrünstigen Gesang auf. Ihr Sopran sticht hell aus dem Chorgesang der Klosterschülerinnen heraus und rührt sogar die verbissen strenge Oberin Mutter Benedikta (Erni Mangold) an.

    Trailer (1) ……………… Fotogalerie (17)

    Martin (Anton Spieker) aus der Nachbarschaft hat es mit seinem Vater (Thorsten Merten) nicht ganz so schwer. Er ist mit Rosemarie befreundet und haut mit ihr ab. Sie wollen in Berlin untertauchen, doch ihr Traum ist kurz. Martin wird ins berüchtigte Erziehungsheim der Diakonie in Freistatt eingewiesen, militärischem Drill unterzogen, zu schwerer körperlicher Arbeit herangezogen und lernt vor allem: Erziehung ist Gewalt.

    Rosemarie und Martin müssen getrennt voneinander um ihr geistiges Überleben kämpfen, in einem Umfeld, das allein darauf abzielt, sie zu brechen. Sie wird schließlich eine Schlagersängerin, die ihre glamouröse Maske nur mit Alkohol und Tabletten aufrechtzuerhalten weiß. Von ihm ist zu hören, dass er später umsetzte, was er im Heim selbst erfahren hat, sich einer militanten Gruppe anschloss und im Knast landete.

    Nach Dora – Die sexuellen Neurosen unserer Eltern [ @ http://www.kino-zeit.de/filme//trailer/dora-oder-die-sexuellen-neurosen-unserer-eltern ] ist Von jetzt an kein Zurück bereits der zweite Film mit Victoria Schulz in der Hauptrolle, der im Frühjahr 2015 ins Kino kommt. Ihre Rosemarie oder Ruby, wie die junge Frau selbst sich nennt, ist es vor allem, die das kräftig plakative Drama lohnenswert macht. Neben ihr kennt der Film von Christian Frosch (Weisse Lilien) keine differenzierenden Zwischentöne, kein Grau, nur Schwarz und Weiß, Gut oder Böse. Von Freddy Quinns unsäglich platter, aber inzwischen doch hinlänglich bekannter Single-B-Seite Wir an, die den Vorspann untermalt, stellt der Film Bigotterie aus und kämpft noch einmal längst geschlagene Schlachten. Von Abtreibung über Bulimie, Missbräuche aller Art, Verleumdung, Verlogenheit, Verrat bis Züchtigung sind hier alle Untugenden versammelt und schreien einen von der Leinwand herab an wie Schlagzeilen der Bild-Zeitung. Der Film lebt nicht von Nuancen, sondern vom Kontrast. Als Pastiche zahlloser naheliegender Versatzstücke aus Film, Musik und Literatur ist Von jetzt an kein Zurück immerhin konsequent.

    (Stefan Otto)

    DATEN & FFAKTEN

    Produktionsland: Deutschland, Österreich

    Produktionsjahr: 2014

    Länge: 108 (Min.)

    Verleih: Salzgeber

    Kinostart: 12.03.2015

    CAST & CREW

    Regie: Christian Frosch

    Drehbuch: Christian Frosch

    Kamera: Frank Amann

    Schnitt: Karin Hammer, Daniel Scheimberg

    Musik: Andreas Ockert

    Hauptdarsteller: Ben Becker, Erni Mangold, Walfriede Schmitt, Victoria Schulz, Anton Spieker

    ENDE DES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN FILM-REVIEWS.

    QUELLE: KINO-ZEIT.DE ( 19.02.2015 ) @ http://www.kino-zeit.de/filme/von-jetzt-an-kein-zurueck#
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    „Wenn Jugendhilfe zum Geschäft wird“ – ARD 23.02.2015

    DOKUMENTATION: Die Story im Ersten – Mit Kindern Kasse machen. ( 23.02.2015 ) @ http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/wenn-jugendhilfe-zum-geschaeft-wird-100.html

    ANFANG DES ZITATS DIESER WICHTIGEN UND AUGENÖFFNENDEN NEWS-STORY.

    [ ARD – MEDIATHEK VIDEO @ http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Mit-Kindern-Kasse-m/Das-Erste/Video?documentId=26694946&bcastId=799280 ( Länge: 43 Min. und 48 Sek. ) ]

    Die Story im Ersten – Mit Kindern Kasse machen.

    Sendetermin: Mo., 23.02.15 | 22:45 Uhr

    [ FOTO: Die Story im Ersten: Mit Kindern Kasse machen | Video verfügbar bis 23.02.2016. ]

    Jeden Tag werden im Durchschnitt 100 Kinder und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in Einrichtungen untergebracht. Die Jugendämter wollen sie vor ihren Eltern schützen und verhindern, dass sie vernachlässigt oder gar misshandelt werden. Diese „Inobhutnahmen“ sind seit 2005 um 64 Prozent gestiegen. Sie sind traumatisierend für die Seelen der Kinder. Aber nötig und sinnvoll, wenn sie zuhause wirklich in Not sind und in Heimen besser betreut werden und sich entfalten können.

    [ FOTO: Wakiya, heute 16, verbrachte drei Jahre und drei Monate im Heim. ]

    Die Jugendämter, die diese „Inobhutnahmen“ beschließen, sind unter Druck: Fehlentscheidungen können das Leben der Kinder und ihrer Familien zerstören. Doch sie sind allerorts überlastet. Nicht selten betreuen Mitarbeiter bis zu 90 Familien. Sie beauftragen freie Träger, sich um die Unterbringung der Kinder zu kümmern. Eine der sensibelsten Aufgaben des Staates, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Not, ist nahezu komplett privatisiert.

    [ FOTO: Jeden Tag werden im Durchschnitt 100 Kinder und und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in meist privaten Einrichtungen untergebracht. ]

    Der Markt der stationären Einrichtungen wächst und ist lukrativ. Ein einziger Platz in einem Heim kostet die Kommunen im Jahr rund 50.000 Euro. Doch ob dieses Geld wirklich zum Wohl der Kinder und Jugendlichen verwendet wird, wird kaum überprüft: Den Jugendämtern fehlt die Zeit und ihre Eltern sind dazu nicht in der Lage.

    Wenn junge Menschen über Missstände in ihren Einrichtungen klagen, dann wird ihnen wenig Gehör geschenkt. So gerät das Heer der freien Jugendhilfeträger – darunter Privatunternehmer, Verbände, gemeinnützige Vereine – selten ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Doch nicht allen geht es allein um das Wohl der ihnen anvertrauten 140.000 Kinder und Jugendlichen. Längst ist die Jugendhilfe auch ein großes Geschäft geworden.

    Ein Film von Nicole Rosenbach und Anna Osius

    Das Manuskript ist als PDF-Datei per E-Mail erhältlich über:

    inland@wdr.de

    oder per Post anzufordern über:

    WDR Fernsehen, PG Inland, 50600 Köln.

    ENDE DES ZITATS DIESER WICHTIGEN UND AUGENÖFFNENDEN NEWS-STORY.

    Alternativer Link Alternativer zu dem zuvor oben angegebenen Link zu diesem Film: »Die Story im Ersten – Mit Kindern Kasse machen. [Doku]« @ https://www.youtube.com/watch?v=OugU19pdsvc ( Länge: 43 Min. und 49 Sek. ) ( Eingestellt von »eberwaschanlage« am 23. Februar 2015 )

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS:
    Die Story im Ersten, Mit Kindern Kasse machen, Kinder und Jugendliche, aus ihren Familien genommen, in Einrichtungen untergebracht, Jugendämter, vernachlässigt, misshandelt, Inobhutnahmen, Heimkinder, Heim, Heimen, Fehlentscheidungen, das Leben der Kinder, und ihrer Familien, zerstören, freie Träger, Unterbringung, Betreuung von Kindern, Jugendlichen in Not, komplett privatisiert, Kinder und Jugendliche, aus ihren Familien genommen, Einrichtungen untergebracht, Markt, stationären Einrichtungen, wächst und ist lukrativ, Missstände, Jugendhilfeträger, freien Jugendhilfeträger, Privatunternehmen, Verbände, gemeinnützige Vereine, Nicole Rosenbach, Anna Osius, WDR Fernsehen, Gutachter Robert Filz, TheraVia, Leuchtfeuer, Auslandsmaßnahme,
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  68. .
    Zwei kurze Rezensionen / Film-Kritik bisher erschienen im Internet (d.h., die ich habe aufspüren können) zum “KINOSPIELFILM” “VON JETZT AN KEIN ZURÜCK”
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    ERSTENS:

    CINEMA.DE – CINEMA Verlag GmbH, Hamburg, BRD

    ICH ZIETIERE. – ANFANG DES ZITATS.

    @ http://www.cinema.de/film/von-jetzt-an-kein-zurueck,6408188.html

    Von jetzt an kein zurück (2014)

    Zwei Jugendliche proben 1967 den Aufstand – ihre Revolte wird brutal unterdrückt.

    Bilder zu “Von jetzt an kein zurück” – 16 Bilder

    Nicht nur in Berlin, auch in der Provinz rebellieren Jugendliche gegen die autoritären Strukturen in Elternhaus und Schule. Ruby, die eigentlich Rosemarie heißt, ignoriert das Verbot ihres tyrannischen Vaters (Ben Becker) und trifft sich heimlich mit ihrem Freund Martin. Als die beiden zusammen durchbrennen, schlägt die staatliche Fürsorge zu: Die Teenager landen in geschlossenen Erziehungsheimen. Durch Gebete, Prügelstrafe und Arbeitsdrill soll der Wille der Aufrührer gebrochen werden. Die rauen Handkamerabilder, das assoziative Erzählen, die sprunghafte Dramaturgie – all das erinnert an die Aufbruchstimmung der Nouvelle Vague, an die frühen Filme von Truffaut und Godard. Es ist kein Zufall, dass Christian Frosch in Schwarz-Weiß gedreht hat, denn im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die vom jugendlichen Aufbegehren in den wilden 60ern erzählen, verzichtet er darauf, die Verhältnisse nostalgisch zu verklären. Sein unversöhnlicher Blick auf die Lebenswirklichkeit der damaligen Zeit liefert einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der westdeutschen Nachkriegsgeschichte.

    Fazit: Schonungslos und erschütternd: So brutal war der Generationskonflikt in den 60er-Jahren.
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    ZWEITENS:

    SPIELFILM.DE – Think-Media GmbH – Nierstein, Rheinland-Pfalz, BRD

    ICH ZIETIERE. – ANFANG DES ZITATS.

    @ http://www.spielfilm.de/filme/3000464/von-jetzt-an-kein-zurueck

    Von jetzt an kein zurück (2014)

    »Tatjana_1« – [ Bewertung und Kommentar abgegeben Mitte Februar 2015 ]

    Da der Film der Eröffnungsfilm beim Filmfestival in Oldenburg war, habe ich ihn schon vor einiger Zeit gesehen. Die beiden Hauptdarsteller sind unglaublich toll! Victoria Schulz und vor allem Anton Spieker sind echte Entdeckungen! Sogar Ben Becker, den ich sonst nicht mag, ist verkraftbar. Die Geschichte ist eine Zeitreise in die 60er Jahre. Hart, aber ehrlich und auf alle Fälle total berührend. Eine Liebesgeschichte ohne Kitsch! Es sind einige Szenen im Film, die sich bei mir echt eingebrannt haben. Obwohl der Film in der Vergangenheit spielt hat er was Gültiges. Denn die beiden müssen sich behaupten gegen eine Umwelt, die nicht will, dass sie sich lieben. Das sind zuerst die Eltern und dann die ganze Behörde und schließlich die Heime, die sie brechen wollen. Jeder versucht auf seine Art dem Druck stand zu halten. Martin rebelliert und Ruby versucht die bigotten Nonnen zu täuschen und auszutricksen. Die Erziehungsmethoden in den Heimen sind unheimlich krass. Da möchte man nicht landen. Dagegen sind heutige Knasts wahrscheinlich Erholungsheime. Aber vor die Scheinheiligkeit hält man schwer aus. Für mich war es das Highlight des Festivals und der beste deutsche Film seit langem. Fünf Sterne auf alle Fälle!

    ENDE DES ZITATS.
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    “KINOSPIELFILM” “VON JETZT AN KEIN ZURÜCK” – Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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  69. .
    Schon am 2. Februar 2015 wurde entschieden:

    Das Goethe-Institut hat den Film erworben als Teil seines internationalen Förderprogramms und plant ihn beim Australischen Film Festival vorzustellen und die australische Öffentlichkeit weitgehend daran teilhaben zu lassen.

    Goethe-Institute has acquired the film as part of its international programme and is planning to screen it as part of the Australian Film Festival so that the Australian public may greatly benefit from its screening.

    GERMAN: „Von jetzt an kein zurück“ /
    ENGLISH: „Rough Road Ahead“

    Auf der deutschen Webseite des Filmemachers Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191 wird seit dem 20.02.2015 dazu berichtet ( diesmal weitgehend in Englisch ).

    ANFANG DER TERMINANSAGE DIESES KINOSPIELFILMS AUCH IN AUSTRALIEN.

    Von jetzt an kein zurück von Christian Frosch ist auf dem Audi Festival deutscher Filme in Australien eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Australien sind folgende Termine in Australien geplant.

    The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities. The planned dates for 2015 are as follows:

    SYDNEY 13 – 28 May 2015
    Chauvel Cinema / Palace Norton Street

    MELBOURNE 14 – 29 May 2015
    Palace Cinema Como / Kino Cinemas

    BRISBANE 21 – 27 May 2015
    Palace Centro Cinema

    CANBERRA 20 – 27 May 2015
    Electric Cinema

    ADELAIDE 27 – 31 May 2015
    Palace Nova East End

    PERTH 28 – 31 May 2015
    Cinema Paradiso

    BYRON BAY 29 – 30 May 2015
    Palace Byron Bay

    HOBART 29 – 30 May 2015
    State Cinema

    ENDE DER TERMINANSAGE DIESES KINOSPIELFILMS AUCH IN AUSTRALIEN.

    SOURCE / QUELLE: Jost Hering @ http://www.josthering.de/jhf/node/191

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    ANFANG EINES WEITEREN ZITATS BEZÜGLICH DIESEM KINOSPIELFILM.

    The Audi Festival of German Films, orchestrated by the Goethe-Institut Australia, is the German key event in Australia’s cultural calendar, and the largest German-language film festival outside of Germany. Now in its 14th year, the festival showcases a fine selection of contemporary, internationally acclaimed German-language movies with English subtitles to Australian cities and their communities.

    ENDE EINES WEITEREN ZITATS BEZÜGLICH DIESEM KINOSPIELFILM.

    QUELLE / SOURCE: http://www.goethe.de/ins/au/lp/prj/fia/ffg/enindex.htm?wt_sc=ozfilmfest

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    „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ – Kinostart, deutschlandweit, 12. März. 2015.
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    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD.

    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

    ANFANG DES ZITATS DIESER LISTE WO DER FILM GEZEIGT WIRD.

    Start bundesweit am 12.03.2015 in 16 Städten und ausgewählten Programm-Kinos:
    ● Augsburg: Savoy
    ● Berlin: Moviemento, Central Kino, Kino in der Kulturbrauerei, Tilsiter Lichtspiele, Filmkunst 66, Kino in der Brotfabrik;
    ● Dresden: Kino im Dach
    ● Dortmund: sweetSixteen-Kino
    ● Düsseldorf: Bambi-Filmstudio
    ● Erfurt: Kinoklub am Hirschlachufer
    ● Frankfurt/Main: Mal sehn Kino
    ● Freiburg/Breisgau: Friedrichsbau_Apollo
    ● Hamburg: 3001 Kino
    ● Hannover: Kino im Künstlerhaus
    ● Köln: Filmhauskino
    ● Leipzig: Schaubühne Lindenfels
    ● Lüneburg: Scala Programmkino
    ● Mannheim: Cineplex Mannheim
    ● München: Monopol Kinos
    ● Nürnberg: Casablanca Filmkunsttheater

    ENDE DES ZITATS DIESER LISTE WO DER FILM GEZEIGT WIRD.

    QUELLE: hpd – Humanistischer Pressedienst @ http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=1239&tab=cal_single [ Kinofilm-Terminansage erstmalig veröffentlicht hier Anfang März 2015 ]

    Von den christlichen Kirchen um deren damalige Erziehungseinrichtungen es sich ja in diesem „KINOSPIELFILM“ handelt, hört man DAZU bisher garnichts.
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    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

    „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

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    ANFANG DES ZITATS.

    Franziska01 – am 25.02.2015

    Empfehlung

    Hatte den Film in Oldenburg beim Festival gesehen und finde Victoria Schulz hat den Preis für die beste Schauspielerische Leistung mehr als verdient. Ein deutscher Film, der einem nicht nur zu Herzen geht, sondern sich in jeder Beziehung vom üblichen Fernsehbrei und Till Schweiger Nonsense abhebt.

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE: http://www.cinema.de/film/von-jetzt-an-kein-zurueck,6408188.html ( bitte dort runter scrollen )

    ANFANG DES ZITATS.

    „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

    Event in Berlin

    Richard-Sorge-Straße 25a, Berlin-Friedrichshain

    Samstag, 14 März 2015, 20:30 Uhr

    Organisiert von: Tilsiter Lichtspiele

    Kino in Friedrichshain seit 1908! – Das über 100 Jahre alte Berliner Kultkino mit Kneipe versorgt euch jeden Abend mit Filmkunst und selbstgebrautem Bier. Tilsiter Käse gibt es keinen, nur den Namen von der früheren Tilsiter Straße. Gehört zur Kino-Troika Friedrichshain TILSIT – POMPEJI – ZUKUNFT.

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“
    http://www.vonjetztan-film.de
    14. März in Anwesenheit von Regisseur Christian Frosch und Hauptdarsteller Anton Spieker

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE: http://www.wherevent.com/detail/Tilsiter-Lichtspiele-VON-JETZT-AN-KEIN-ZURUeCK-in-Anw-von-Regisseur-Christian-Frosch-und-Anton-Spieker

    Die TAGESSPIEGEL Redakteurin, Christiane Peitz (Jg. 1959), die das Kulturressort des Tagesspiegels leitet, kürzlich, summierte den FILM wie folgt:

    ANFANG DES ZITATS.

    Gut, dass der FILM erneut das Schweigen über die Heimkinder bricht. Nicht gut, dass er seine Helden auf den Opferstatus reduziert. Ruby, die alkoholsüchtige Schlagersängerin in den Siebzigern, Martin, der bei der RAF und im Knast landet – sie sind verloren. Ist der Mensch nicht mehr als das Ergebnis seiner Erziehung?

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE: DER TAGESSPIEGEL @ http://www.tagesspiegel.de/kultur/schwarz-weiss-film-von-jetzt-an-kein-zurueck-wer-ins-heim-kommt-ist-ein-nichts/11490796.html
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  72. .
    Ich persönlich habe beim TAGESSPIEGEL zum „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ folgenden Leserkommentar abgegeben:

    Beitrag getätigt von MartinMITCHELL am Fr. 13.03.2015, um 04:31 Uhr
    @ http://www.tagesspiegel.de/kultur/schwarz-weiss-film-von-jetzt-an-kein-zurueck-wer-ins-heim-kommt-ist-ein-nichts/11490796.html

    ANFANG DES ZITATS MEINES DORTIGEN BEITRAGS.

    Wer ins Heim kommt, ist ein Nichts

    Ich als ex-FREISTÄTTER der frühen 1960er Jahre bin folgender Meinnung: Dieser Kinospielfilm „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ ist mit ziemlich kleinem Budget gedreht und hat auch nicht unbedingt den Zuspruch der Kirchen. Zumindest ist dieser Kinospielfilm aber realitätsnah und nicht an der Wahrheit vorbei. Diese verbrecherische Art von Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung in den Nachkriegsjahrzehnten in Westdeutschland – sowohl wie auch in der DDR – hat tatsächlich vielfach ihr weiteres Leben zerstört; und nur dadurch sind sie zu Opfern geworden; und auch viele leben daher schon lange nicht mehr; und wieder andere von ihnen fristen daher heute nur noch ihr Dasein (auch weil Kirche und Staat, und die an ihrer Zwangsarbeit beteiligten Firmen, Landwirte und Großgrundbesitzer, sie einfach nicht „angemessen entschädigen“ wollen). Es ist also nicht, dass die Opfer ihren „Opferstatus“ feiern. Es kann einfach nicht unter diesen hunderttausendfachen gleichlautenden Umständen und Biographien ein »Happy End« geben. Der Film ist »exactly on the mark«.
    Dieser Beitrag wurde verfasst und getätigt von Martin MITCHELL in Australien, der im Alter von 17½ Jahren, unmittelbar aus FREISTATT kommend, im März 1964 nach Australien entfliehen konnte.

    ENDE DES ZITATS MEINES DORTIGEN BEITRAGS.
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    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (beginnt 12. März 2015)

    „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“

    DIE WELT @ http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article138313929/Die-Brutalitaet-einer-Generation-ist-die-Verrohung-der-naechsten.html

    ANFANG DES ZITATS.

    DIE WELT

    12.03.2015

    Von Reiner Reitsamer [ http://about.me/reiner.reitsamer ]

    Die Brutalität einer Generation ist die Verrohung der nächsten

    Der Kinofilm „Von jetzt an kein zurück“ schickt ein Liebespaar in die Schrecken der christlichen Heimerziehung

    Freddy Quinn verliert fast die Fassung. „Ihr lungert herum in Parks und in Gassen, wer kann eure sinnlose Faulheit nicht fassen? Wir!“, brummt er. „Wer ist so gelangweilt, so maßlos verblendet? Ihr! Ihr! Ihr!“ So wettert der Schlagersänger gegen Nichtstuer und Gammler, gegen all die jungen Menschen, die in seinen Augen „nur protestieren, bis nichts mehr da ist zum protestieren“.

    Mit Quinns Lied „Wir“ beginnt dieser Film. Es erschien 1966. Quinn, damals selbst erst 35, stellte sich damit auf die Seite der Generation, die Deutschland nach dem Krieg aufgebaut hatte. Recht und Ordnung waren wieder hergestellt, die Wirtschaft blühte. Da drohten die eigenen Kinder, alles wieder umzuwerfen. Sie rauchten Hasch und proklamierten freie Liebe. Kein Wunder, dass es die Eltern mit der Angst zu tun bekamen.

    In der westdeutschen Provinz regieren 1967 noch Zucht und Moral. Doch auch hier schleichen sich erste subversive Elemente ein: lange Haare, kurze Röcke, lärmende Beatmusik. Rosemarie (gespielt von Victoria Schulz) ist schon davon angesteckt. Sonntags singt sie im Kirchenchor, unter der Woche arbeitet sie heimlich im Plattenladen. Sie nennt sich Ruby und steht auf den krachenden Garagen-Rock der Monks. Klar, dass jemand wie sie sich in Martin (Anton Spieker) verliebt. Der philosophiert im Unterricht über Rimbaud und schreibt renitente Gedichte für Ruby: „Beiß in den Apfel, Schneewittchen, willst du ewig mit Zwergen leben?“

    Martin hat selbst allen Grund auszubrechen: Seine Mutter hat die Familie verlassen, sein Vater ist als psychisches Wrack aus dem Krieg heimgekehrt. Bei Ruby sieht es nicht rosiger aus. Ihr Vater regiert den Haushalt mit strenger Hand. Martin und Ruby beschließen, zusammen abzuhauen. Doch das Vorhaben misslingt: Nach einem Unfall werden die beiden von der Polizei aufgegriffen. Das Jugendamt steckt sie ins Heim. Begründung: „drohende sexuelle Verwahrlosung“ und „Arbeitsbummelei“. Martin kommt in die Erziehungsanstalt der Diakonie Freistatt, Ruby landet statt bei den Monks bei den Barmherzigen Schwestern. Dort geht der Terror erst richtig los: Die Nonnen schikanieren die „gefallenen Mädchen“. In einer zermürbenden Szene wird Ruby gezwungen, ihr Mittagessen hinunterzuwürgen. Als sie sich übergibt, verrührt die aufsichtshabende Schwester das Erbrochene im Teller und befiehlt ihr, weiterzuessen.

    Währenddessen muss Martin in Freistatt Torf stechen. Im Moor patrouillieren die Erzieher mit Peitsche und Pistole wie KZ-Aufseher. Wenn die Zöglinge nicht parieren, werden sie geschlagen oder in die Isolierzelle gesteckt.

    Bis in die frühen 70er-Jahre ging es Hunderttausenden Jugendlichen wie Martin und Ruby. Schon ein Verdacht auf einen unsittlichen Lebenswandel konnte dazu führen, dass junge Menschen über Jahre hinweg in einer der rund 3000 Erziehungsanstalten der Bundesrepublik verschwanden. Unter dem Vorwand, sie als nützliche Mitglieder der Gesellschaft mit christlichen Werten zu rehabilitieren, wurden sie misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele trugen bleibende Schäden davon. Manchmal gingen psychisch gestörte Straftäter wie der Kindermörder Jürgen Bartsch aus den Heimen hervor.

    Jahrzehntelang war wenig über das volle Ausmaß des Missbrauchs bekannt. Erst als der „Spiegel“-Journalist Peter Wensierski das verdrängte Kapitel 2006 in seinem Buch „Schläge im Namen des Herrn“ aufrollte, begann eine öffentliche Diskussion darüber, die dazu führte, dass ein Hilfsfonds von 120 Millionen Euro für die Opfer eingerichtet wurde.

    Bereits 1970 hatte die Journalistin Ulrike Meinhof ein Drehbuch über die Missstände in Fürsorgeheimen geschrieben: In „Bambule“ organisieren die Insassinnen eines Heims eine Revolte gegen die Erzieherinnen. Zehn Tage, bevor der Film am 24. Mai 1970 in der ARD gezeigt werden sollte, beteiligte sich Meinhof an der gewaltsamen Befreiung des inhaftierten Andreas Baader. Meinhof wurde selbst zur Gesuchten, „Bambule“ verschwand bis 1994 im Archiv.

    Der Österreicher Christian Frosch („Weiße Lilien“) ist nun der erste Regisseur, der das Schicksal der deutschen Heimkinder in einem Kinofilm verarbeitet hat. Die mit der Handkamera gedrehten Schwarz-Weiß-Bilder erinnern an den dokumentarischen Stil von „Bambule“. Inhaltlich hat „Von jetzt an kein zurück“ mehr mit Michael Hanekes „Das weiße Band“ gemeinsam: Beide Filme erzählen wie die Brutalität einer Generation zur Verrohung der nächsten führt. Bei Haneke reifen jene heran, die den Ersten Weltkrieg auslösen. Bei Frosch werden die Kinder zu Alkoholikern und Terroristen herangezüchtet. „Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht“, lautet die Erkenntnis, die der anfangs so einfühlsame Martin im Heim gewinnt.

    Als er Ruby nach Jahren wiedersieht, ist nichts mehr übrig von den romantischen jungen Menschen, die sie einmal waren. Er verspottet sie, weil sie ihre Liebe für Rock `n` Roll einer Karriere als Schlagersängerin geopfert hat. Sie kontert, indem sie eines seiner Gedichte verhunzt. Die Neulinge Schulz und Spieker spielen ihre Rollen sehr natürlich, besonders in dieser Szene, die eine der glaubwürdigsten im ganzen Film ist.

    An anderen Stellen wirkt „Von jetzt an zurück“ etwas plakativ. Ben Becker ist als Rubys polternder Vater so vorhersehbar besetzt wie Erni Mangold als hexenhafte Oberschwester. Die Antagonisten bleiben eindimensional, das Drehbuch gesteht ihnen nur zwei Charaktereigenschaften zu: Sadismus und Feigheit.

    „Von jetzt an kein zurück“ ist dennoch einfühlsam und spannend erzählt. Es ist ein ehrenwerter Versuch, einem wichtigen Thema gerecht zu werden.

    ENDE DES ZITATS.

    QUELLE: DIE WELT @ http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article138313929/Die-Brutalitaet-einer-Generation-ist-die-Verrohung-der-naechsten.html

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    Und siehe auch den gleichen Artikel noch einmal in DIE WELT, unter einer noch anderen Überschrift und Einleitung, in der Rubrik, „KULTUR“ und „HEIMERZIEHUNG“, am 13.03.2015:

    DIE WELT @ http://www.welt.de/kultur/kino/article138345160/Gewalt-kennt-keine-Generationengrenzen.html

    ANFANG DES ZITATS.

    DIE WELT

    13.03.2015

    Von Reiner Reitsamer [ http://about.me/reiner.reitsamer ]

    Gewalt kennt keine Generationengrenzen

    Der Film „Von jetzt an kein Zurück“ schickt ein Liebespaar zurück in die Sechzigerjahre und die Schrecken der christlichen Heimerziehung. So weit zurück reicht die Debatte. Nun kommt sie ins Kino.

    ENDE DES ZITATS.
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  74. .
    Der Drehbuchautor und Regisseur des “KINOSPIELFILMS” “VON JETZT AN KEIN ZURÜCK”, Christian Frosch, hat ja schon am 07.03.2015 ein sehr detailliertes öffentliches Interview zu diesem seinem Film gegeben:

    SUSANNE BURG: “Von jetzt an kein Zurück” heißt ein Film, der am Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft. Und der Film zeigt: In der deutschen Provinz der späten 60er-Jahre aufzuwachsen, weit weg von den großstädtischen Zentren der 68er-Bewegung, war alles andere als ein Vergnügen für Jugendliche, die Beatmusik liebten und gegen alle Spießigkeit randalierten. “Von jetzt an kein Zurück” erzählt die Geschichte der beiden Schüler Martin und Ruby, die infiziert sind vom Schwung ihrer Generation, die sich lieben und die die Repressalien mit aller Härte zu spüren bekommen. Ruby, gespielt von Victoria Schulz, landet in einem geschlossenen katholischen Heim, Martin, gespielt von Anton Spieker, in der gefürchteten Erziehungsanstalt der Diakonie Freistatt.

    [ ……… ]

    BURG: Der Drehbuchautor und Regisseur des Films ist Christian Frosch. Und er ist jetzt hier im Studio, guten Tag!

    CHRISTIAN FROSCH: Schönen guten Tag!

    BURG: Ja, der Film ist lange in Ihnen gereift. Sie haben sich mit der Situation der Heimkinder schon auseinandergesetzt, bevor es zum öffentlichen Thema wurde. Wie haben Sie sich diesem Thema angenähert?

    FROSCH: Na ja, die erste war wirklich eine persönliche Begegnung, dass mir jemand, der in so einem Heim war, diese Geschichte erzählt hat, und ich das wirklich nicht glauben konnte, dass in der Bundesrepublik Deutschland in den 60er-Jahren so was möglich war. Und dann fängt man an zu recherchieren und merkt, oh, das hat es alles gegeben, und zwar nicht als Randphänomen, sondern die Schätzungen von Jugendlichen, die in diese Art von Erziehung geraten sind in der Nachkriegszeit, sind so zwischen 800.000 und einer Million. Also, das ist kein so ein kleines Phänomen.

    BURG: Und dann kam 2006 das Buch “Schläge im Namen des Herrn” von Peter Wensierski heraus, die Situation der Heimkinder in der Bundesrepublik war plötzlich überall in den Medien. Wie hat das Ihre Pläne für den Film beeinflusst?

    FROSCH: Ja, so als Künstlerschwein ist es natürlich schon so, dass man denkt, diese Art von Aktualität brauche ich für einen Spielfilm eigentlich nicht. Ein Spielfilm muss sozusagen jenseits der Aktualität Qualitäten haben. Das Thema zum Film ist vielleicht ein Denken, was im Fernsehen funktioniert, aber das Kino muss meiner Meinung nach andere Spannungen aufbauen.

    “Eine reine Heimgeschichte bringt nicht so wahnsinnig viel”

    BURG: Und das heißt, Sie haben ja dann noch die Geschichte von Ruby und Martin vor ihrer Einweisung ins Heim erzählt. War das dann auch die Überlegung, diese Geschichte zu erweitern?

    FROSCH: Ja, ich bin dann halt irgendwie zu dem Schluss gekommen, dass eine reine Heimgeschichte auch nicht so wahnsinnig viel bringt. Mir war dann aber wichtig, dass es ein Zeitporträt wird. Es spielt ja zwischen 67 und 77, also wirklich in der Bundesrepublik zehn wichtige Jahre, wo sehr viel passiert ist. Diese politischen Dinge spielen nur am Rand rein, aber sie sind eigentlich doch präsent. Und mir wurde dann halt wichtiger zu zeigen, dass es ein Vorher, Nachher, einen Kontext gibt. Man könnte auch sagen, der Film geht um die Wiedergabe des Traumas, oder Weitergabe des Traumas.

    BURG: Des Traumas der Elterngeneration, die aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause gekommen sind und eigentlich damit nie gelernt haben umzugehen und das dann auch an ihre Kinder weitergegeben haben.

    FROSCH: Genau. Das ist irgendwie … mir eigentlich … Ich bin 66 geboren, also, es ist nicht so wahnsinnig weit weg, aber mir ist es eigentlich – und das ist eigentlich ein bisschen peinlich – in der Recherche erst auch bewusst geworden, wie nahe der Krieg ist. Also, dass das so ein paar Jahre sind letztendlich. Und irgendwie hat man immer so ein Gefühl, die 60er-Jahre sind schon ganz weit weg vom Zweiten Weltkrieg. Und dass das so nahe ist, das ist mir erst mal so richtig emotional bewusst geworden. Und ich glaube, das ist auch in dem Film eine wichtige Schiene, dass man spürt, der Krieg und der Nachkrieg sind noch präsent.

    Ob Katholizismus oder Protestantismus – “genauso brutal”

    BURG: Sie schneiden die Erfahrungen von Ruby und Martin abwechselnd so gegeneinander, als sie dann im Heim sind. Sie ist eben im katholischen Heim, muss bügeln und singen, er ist in Freistatt, muss im Moor Torf stechen. Die körperlichen Torturen sind vor allem für Martin enorm, auch die Jungs untereinander sind unglaublich brutal. Bei den Mädchen geht es körperlich nicht ganz so brutal zu, aber wie vergleichbar sind die Systeme dieser Züchtigung dennoch?

    FROSCH: Na ja, ich würde mal sagen, die protestantische Tradition oder ein Teil der protestantischen Tradition hat ja so einen Verdammnisaspekt, also jemand, der verdammt ist und deshalb auch hart angefasst werden muss. Das Katholische kennt das in der Form nicht, hat sozusagen immer so einen vermeintlich pädagogischen Ansatz oder Rettungsansatz, Seelenansatz. Letztendlich kommt es auf dasselbe hinaus, letztendlich ist es genauso brutal.

    BURG: Nun kann man sich fast diese Enge der Welt, diese Züchtigung in den Heimen heute kaum mehr vorstellen. Sie machen es dann in einzelnen Szenen deutlich, indem Sie zum Beispiel Ruby beim Essen zeigen: Sie bekommt das Essen vorgesetzt, sie kriegt es nicht runter, eine Nonne steht neben ihr und zwingt sie, Ruby erbricht das Essen in den Teller hinein und die Nonne verrührt es dann seelenruhig, stellt den Teller wieder vor Ruby. Diese Szene geht gefühlt relativ lange. Wie viel wollten Sie dem Zuschauer denn auch bewusst, ich sage mal, mitquälen, um diese Atmosphäre nachfühlbar zu machen?

    FROSCH: Ich habe keine Horrorshow … Die hätte man auch machen können. Es passieren in diesen Heimen so wahnsinnig viel Sachen, man könnte da eine Aneinanderreihung von Sadismen machen, das wollte ich nicht. Ja, ich glaube, die Szene tut weh, aber die war notwendig.

    BURG: Sie sagten eben, Sie wollten keine Horrorshow daraus machen. Es ist ja auch interessant, was Sie nicht zeigen. Also, beim Höhepunkt des Films, ich will jetzt nicht verraten, wie der aussieht, aber so abstrakt gesagt, wo Repression und Ausbruchsversuch kulminieren, brechen Sie radikal ab und arbeiten dann mit Sounds und mit roten, blinkenden Bildern. Wie haben Sie entschieden, was Sie zeigen und was nicht?

    FROSCH: Ich habe die ganze Schiene des sexuellen Missbrauchs nicht erzählt. Das ist so noch mal ein ganz eigenes, sehr sensibles Feld, das wollte ich nicht auch noch reinpacken. Und dann, an dem Höhepunkt abzubrechen, das hat damit zu tun, dass im dritten Akt das Trauma aktiv wird. Da springt die Zeit auch permanent. Und Traumata sind ja irgendwie Ereignisse aus der Vergangenheit, die sich eine Gegenwart verschaffen. Und diesen Ansatz habe ich formal realisiert im dritten Akt. Deshalb gibt es da plötzlich so eine gewisse zeitliche Desorientierung.

    “Es kann kein Happy End geben”

    BURG: Genau, diesem Teil, dem räumen Sie eigentlich gar nicht so viel Zeit ein. Und da geht es eben, genau, um diese Traumata. Das ist 1977, die beiden sind älter geworden und man merkt irgendwie so, sie haben Schwierigkeiten, mit ihrem Leben klarzukommen. Ich habe mich gefragt, kann man diese Wunden denn tatsächlich auch darstellen, die die Heimkinder davongetragen haben?

    FROSCH: Also, für mich war es klar – und jetzt verrate ich auch wieder was –, dass es kein Happy End geben kann. Also, dass sie zum Schluss – Romeo und Julia – sich finden und war nicht so schlimm und unsere Liebe rettet uns, das kam mir doch verlogen vor.

    BURG: Martin radikalisiert sich, das zeigen Sie, beginnt, sich terroristisch zu engagieren. Ulrike Meinhof hat ja 1970 ein Drehbuch zum Film “Bambule” geschrieben, in dem es auch um die autoritären Methoden bei der Heimerziehung in einem Mädchenheim geht, und im Film wird auch in gewisser Weise zum Klassenkampf aufgefordert. Wie sehr wollten Sie auch diesen Bezug zur Radikalisierung der Linken in der Zeit darstellen?

    FROSCH: Wenn man eine Geschichte im Heim erzählt in den späten 60er-Jahren, da war das sozusagen eine wirkliche Bewegung von der APO, und auch die spätere RAF hat sich wahnsinnig engagiert gegen diese geschlossene Erziehung. Also, da gab es Heimkinder, die dann zur RAF gingen, wie Boock oder so. Also, nach dem, was Martin durchmacht, dass er zu dem Punkt kommt, dass er nur mehr in Gewalt eine Möglichkeit sieht, ist jetzt nicht an den Haaren herbeigezogen, weil er nichts anderes erlebt hat. Genauso wie Ruby eigentlich gläubig ist und die Nonnen ihr den Glauben austreiben. Das ist die Ironie des Films.

    BURG: Der Film ist mit ziemlich kleinem Budget gedreht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es ja auch … dass der Film eine große Zeitspanne einnimmt, dass er viele Statisten hat, auch ein historisches Ambiente rekreiert. Wie schwierig war es, das umzusetzen?

    FROSCH: Also, Leidensgeschichten von Filmemachern sind das Uninteressanteste, was es gibt. Es war die Hölle und ich hatte halt wirklich Leute, die mitgemacht haben und Unmögliches wahr gemacht haben. Das klingt jetzt auch wie ein blödes Klischee, aber in dem Fall war das so.

    Auf die Handkamera vertraut

    BURG: Sie haben beschlossen, dann vor allem auch auf die Handkamera zu vertrauen.

    FROSCH: Ja, das war sicher auch eine Budgetgeschichte. Das andere war, dass ich wollte, dass der Film eine gewisse Rauigkeit hat und auch erinnert an 60er-Jahre-Filme. Wenn man jetzt so eine historische Geschichte macht, gibt es sozusagen zwei Möglichkeiten: Entweder man steckt alles in die Ausstattung, oder man versucht, den Geist und das Formale auch wiederzugeben. Und das ist eine Budgetgeschichte. Ich musste mich sozusagen für die formale Lösung entscheiden.

    BURG: Was daraus geworden ist, das kann man sich jetzt im Kino anschauen ab nächstem Donnerstag. “Von jetzt an kein Zurück”, so heißt der Film, und der Drehbuchautor und Regisseur ist Christian Frosch. Vielen Dank für Ihren Besuch!

    FROSCH: Ich danke!

    QUELLE: EINE EINFACHE GOOGLE-SUCHE wird auch sofort zutage fördern auf welchem öffentlich-rechtlichen-Sender in Deutschland dieses Interview stattgefunden hat.
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    Antwort

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    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (ist am 12. März 2015 in Deutschland in die Kinos gekommen).

    Neues zu dem „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ von dem österreichischen Filmemacher Christian Frosch.

    Diesmal sind es News über die Österreich-Premiere des Films, am 18.03.2015, in Wien.

    ORF.at – ORF Online und Teletext GmbH & Co KG mit Sitz in Wien
    Stiftung öffentlichen Rechts – Österreich
    @ http://orf.at/diagonale/stories/2269792/

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    ANFANG DIESES ORF.at-MEDIENBERICHTS ZU DIESEM FILM.

    Zu den Nonnen statt zu den Monks

    Drangsalierte Jugend im Schatten des Kalten Krieges: Lange unterdrückt und unterspielt wurden die Grausamkeiten in kirchlichen „Erziehungsheimen“ in Deutschland, Christian Frosch vermittelt diese in seinem schwungvollen Jugenddrama „Von jetzt an kein Zurück“.

    Mit viel Applaus bedacht wurde am Mittwochabend [ 18.03.2015 ] die Österreich-Premiere von „Von jetzt an kein Zurück“, Christian Froschs Drama über ein Pärchen jugendlicher romantischer Rebellen in der alten Bundesrepublik Deutschland des Jahres 1967, die, von Jugendamt und Eltern eingewiesen, durch die autoritären Mühlen geschlossener „Erziehungsheime“ geschliffen werden. Und es gab eine überraschende Volte bei der Premiere der deutsch-österreichischen Koproduktion nach einem Hinweis und aus Anlass des Tages: ein spontanes Geburtstagsständchen des Publikums.

    Sturm und Drang … und Einweisung

    Ein harmonischer Abend am Ende einer äußerst langen Entstehungsgeschichte, wie Frosch erzählte: Das Thema beschäftigte ihn seit langem, lange hielt er Kontakt zu ehemaligen Heimkindern, die oft wegen läppischer Delikte zwecks „Fürsorge“ eingesperrt wurden – und zwei Drittel jener Heime wurden von den Kirchen geführt. Sechs Jahre zog sich die Entwicklung des Films hin, es hagelte serienweise Absagen.

    Die Geschichte, die niemand fördern wollte, ist im Grunde EIN KLASSISCHES STURM-UND-DRANG-MELODRAMA:

    [ ……… ]

    [ ……… ]

    „Schwarze Pädagogik“ mit Freunden und Gegnern

    „Von jetzt an kein Zurück“ mit dem Etikett Historienfilm abzuheften, wäre zu bequem, dazu sind Freiheitswüsche junger Leute zu zeitlose Selbstverständlichkeit – Frosch dazu: „Die beiden Jungen sind ja die einzig Normalen unter lauter Verrückten.“ Für eine Kindererziehung mittels Drucks und Zwangs, die das Faustrecht fördert, die neben einzelnen soziopathischen „Führerfiguren“ vor allem eine Menge angstvoller Jasager erzeugt, gibt es seit den 1970er Jahren den Begriff der „Schwarzen Pädagogik“.

    Schön wär’s, wären deren Verfechter seither Geschichte. In den 1960er Jahren wurde der Popmusik die Schuld gegeben, wenn bei Jugendlichen „drohende bzw. beginnende Verwahrlosung“ festgestellt wurde, heute ist es das Internet, und schon haben Erziehungs-„Experten“ wieder Oberwasser, die „Disziplinierung“ und „wahre Werte“ mit Zwangsmaßnahmen durchsetzen wollen. Ohnedies haben viele Firmen ein Faible für Mitarbeiter, die durch eine „Schwarze Pädagogik“ gingen – denn die sind ja so schön marktkonform.

    Revolte, „Bambule“, „Heimkampagne“

    Proteste gegen die Heimerziehung gab es bereits früher, und zwar markante: In dem TV-Film „Bambule“ von 1970 proben Insassinnen eines Mädchenheims in Berlin den Aufstand. Er wurde aber kurz vor seiner Ausstrahlung zurückgezogen und für Jahrzehnte ins Archiv verbannt, weil sich Drehbuchautorin Ulrike Meinhof zu dem Zeitpunkt bereits zu sehr radikalisiert hatte. Im Jahr davor gab es die sogenannte „Heimkampagne“, Initiativen, eine Revolte, ein großer gelungener Ausbruchsversuch – ein Auslöser für die Liberalisierung in paar Jahre danach.

    Weil aus den Studenten hinter der Kampagne aber Prominente der terroristischen RAF wurden – neben Meinhof etwa Andreas Baader und Gudrun Ensslin -, geriet jede Kritik an der militärischen Struktur von Heimen in den Verdacht der Linksradikalität, eine Debatte versandete. Und die Kirchen schwiegen ohnedies zu ihrer in der Nachbetrachtung peinlichen Rolle als Einpeitscher „christlicher Werte“.

    Schrittweise Aufarbeitung

    Eine breitflächige Aufarbeitung des Themas erfolgte im deutschen Sprachraum nämlich mit recht auffälliger Verzögerung etwa im Vergleich zu Großbritannien: 2002 war bei den Filmfestspielen von Venedig Peter Mullans „The Magdalene Sisters“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden, ein Leidensdrama zweier weiblicher Teenager in einem Heim jenes katholischen Ordens, auf den Leonhard Cohen in seinem Debütalbum mit einem Liedtitel anspielte, nach dem sich wiederum die Gothic-Rock-Band The Sisters of Mercy benannte.

    In Deutschland erschien ein paar Jahre darauf, 2006, ein Buch des „Spiegel“-Journalisten Peter Wensierski, „Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“, welche sich mit dem Westdeutschland in den Jahren zwischen 1945 und 1970 befasste. Als eine Konsequenz der aufrüttelnden Veröffentlichung äußerte der deutsche Bundestag dann 2008 ein hochoffizielles Bedauern über „erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen (…) widerfahren ist“ und richtete einen Entschädigungsfonds in neunstelliger Höhe ein.

    Alte Zielgruppe, junge Zielgruppe

    Wensierskis Buch und seine Folgen wurde bereits für einen TV-Film aufbereitet: In „Und alle haben geschwiegen“ (Regie: Dror Zahavi, ZDF-Erstausstrahlung 2013) spielen Senta Berger und Matthias Habich zwei Bundestagsausschusszeugen. Einst, vor der Einweisung in traumatisierende kirchliche Heime, waren sie ein jugendliches Liebespaar gewesen, nun treffen sie einander nach Jahrzehnten der Verdrängung wieder.

    „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ erzählt im Grunde eine ganz ähnliche Geschichte, bloß mit anderer Ausrichtung: Richtete sich die Rückblickstruktur des TV-Films primär an ein eher älteres Publikum, wendet sich Frosch konsequent an ein junges. Er illustriert mit Schwung das hoffnungsvolle Aufbegehren von Ruby und Martin, begleitet sie dann in die Heimsphäre, deren Aussehen und Arbeitsabläufe hochgradig detailgenau nachgezeichnet sind – in ihrem Fall die katholischen Barmherzigen Schwestern (mit einer denkmalhaften Erni Mangold als Oberin), in seinem Fall die Erziehungsanstalt der evangelischen Diakonie Freistatt. Wichtig war ihm, so Frosch, neben der Art der Zwangsarbeit auch, den Einsatz „erzieherischer“ Gewalt genau zu rekonstruieren – wobei er die bekannte Fülle an sexuellen Übergriffen nur andeutet.

    Holzschnitzartig getextet ist das dem Vorspann unterlegte Wutbürger-gegen-„Gammler“-Lied „Wir“ von Freddy Quinn – weil dem das, so Froschs geäußerte Vermutung, mittlerweile peinlich scheint, ließ man es im Film von einem Quinn-Imitator singen. Und eindimensional werden auch einige Charaktere gezeichnet, Ben Becker und Ursula Ofner als Rubys bittere Eltern, Thorsten Märten als Martins apathischer Vater – aber letztlich dient das dem gewinnenden Zusammenspiel von Schulz und Spieker.

    Hans Christian Leitich, ORF.at

    ENDE DIESES ORF.at-MEDIENBERICHTS ZU DIESEM FILM.
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    QUELLE: ORF.at @ http://orf.at/diagonale/stories/2269792/

    Leider kommt der Film in die regulären Kinos in Österreich erst am 12. Juni 2015. Also müßt Ihr Euch in Österreich alle noch ein bißchen gedulden.
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    NEWS: Kinofilm re FREISTATT (boys) u. re VINCENZHEIM (girls)

    KINOFILM über die damalige Heimerziehung in der BRD (ist am 12. März 2015 in Deutschland in die Kinos gekommen).

    Neues zu dem „KINOSPIELFILM“ „VON JETZT AN KEIN ZURÜCK“ von dem österreichischen Filmemacher Christian Frosch.

    Und hier jetzt der neueste österreichische Medienbericht zu diesem wichtigen Film:

    ( Diese verheerende „Heimerziehung“ [ „Heimerziehungsgeschichte“ ] war von 1945 bis in die 1980er Jahre in Österreich genau die gleiche wie in Deutschland ! )

    ANFANG DES ZITATS DIESES BERICHTS AUS ÖSTERREICH.

    KLEINE ZEITUNG @ http://www.kleinezeitung.at/s/kultur/wohin/kino/diagonale/4691559/DIAGONALE_Publikumspreis-fur-Von-jetzt-an-kein-Zuruck?_vl_backlink=/s/index.do

    Zuletzt aktualisiert: 22.03.2015 um 19:53 Uhr

    Publikumspreis für „Von jetzt an kein Zurück“

    „Von jetzt an kein Zurück“ von Regisseur Christian Frosch ist der beliebteste Film der Diagonale. Der auf einer wahren Lebensgeschichte basierende Film schildert, wie ein junges Liebespaar zu Ende der 60er im Erziehungsheim landet.

    [ FOTO: Regisseur Christian Frosch, Koproduzent Mathias Forberg ]

    Ein Verleiher hatte ihm prophezeit, es würde schwer, für „diese schwierige Nische“ ein Publikum zu finden. Weit gefehlt: „Man soll das Publikum nie unterschätzen“, freut sich Regisseur Christian Frosch. Der gebürtige Waldviertler hat mit seinem Film „Von jetzt an kein Zurück“ zum Diagonale-Finale den Publikumspreis der Kleinen Zeitung gewonnen.

    Für den überraschten Sieger ist der Publikumspreis „die Königsdisziplin. Egal, wie hoch der künstlerische Anspruch ist: Was kann man sich mehr wünschen, als dass die Leute den Film mögen?“ Mehr als 1300 Kinobesucher bestimmten per Abstimmungskarte über den beliebtesten Film des Festivals.

    Der in Berlin lebende Regisseur erzählt in „Von jetzt an kein Zurück“ in kantigem Schwarzweiß von einem jungen Liebespaar in der deutschen Provinz zu Ende der 60er-Jahre. Ruby und Martin, zart rebellisch, landen wegen Bagatellen in Erziehungsheimen. Der Film schildert die Zustände dort, die Demütigungen durch Ordensschwestern und Ex-Nazis – und die Spätfolgen für ihre Opfer im radikalisierten Deutschland der ausgehenden 70er-Jahre. Keine leichte Kost, aber ein hinreißend erzähltes, toll gespieltes, hoch politisches Melodram um Liebe, Verrat und Schuld.

    Entstanden ist der Film aus der spätnächtlichen Begegnung in einem Lokal: „Dort hat mir ein Typ sein Leben erzählt – im wesentlichen die Geschichte von Martin“, die Biografie eines Mannes, der nach dem Erziehungsheim ins linke Terrormilieu geriet. Bei Recherchen fand Frosch dann heraus: Eine Million Jugendliche wurden in den 60er und 70ern in deutschen Erziehungslagern „diszipliniert“, in Österreich dauerte der Schrecken gar bis in die 80er-Jahre.

    Überraschend die Besetzung: Schauspielstar Ben Becker ist, ganz gegen den Strich gebürstet, als überforderter, prügelnder Vater zu sehen. „Er hatte erst Angst vor der Rolle“, sagt Frosch, „weil die Figur alt und unsympathisch ist. Außerdem hat Becker selbst eine Tochter im Alter von Ruby, das war für ihn also schwierig. Ich fand aber das Bipolare, das Grobe und dann wieder so Sentimentale, wie es so übergangslos hin und her springt, an seiner Figur interessant. Dafür braucht man einen brachialen Typen, und Becker hat dafür gut gepasst.“ Letztlich mochte der Schauspieler seine Rolle und den Film.

    Nicht als einziger: „Von jetzt an kein Zurück“ steht bereits auf der Longlist zum Deutschen Filmpreis. Vormerken: Am 19. Juni läuft der Film regulär im Kino an.

    UTE BAUMHACKL

    ENDE DES ZITATS DIESES BERICHTS AUS ÖSTERREICH.

    QUELLE: KLEINE ZEITUNG @ http://www.kleinezeitung.at/s/kultur/wohin/kino/diagonale/4691559/DIAGONALE_Publikumspreis-fur-Von-jetzt-an-kein-Zuruck?_vl_backlink=/s/index.do

    Bei der KLEINE ZEITUNG besteht eine Kommentarmöglichkeit zu diesem Filmbericht, und auch direkt Betroffene dieser damaligen „Heimerziehung“ in Deutschland und in Österreich – und vieler andererorts ebenso – dürfen von dieser Kommentarmöglichkeit rege Gebrauch machen.
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    Eines der wichtigsten EuGMR-Urteile überhaupt – EuGMR 027 (2014)

    Eines der wichtigsten EuGMR-Urteile überhaupt ! — jetzt in Deutsch !

    EuGMR – Hoffnung auf betroffenenfreundlichere Rechtsprechung

    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Louise O’Keeffe gegen Irland EuGMR 027 (2014), entschieden am 28.01.2014. — Das Urteil in Deutsch.

    Das Urteil in Deutsch ist jetzt hier zu finden @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=867#p867 ( sehr langer Beitrag, der einschließlich dem im Hintergrund laufenden HTML-Quelltext insgesamt 32558 Zeichen umfaßt, einschließlich Leerzeichen ).

    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“

    Louise O’Keeffe gegen Irland EuGMR 027 (2014), entschieden am 28.01.2014.

    Übersetzung des Urteils vom Englischen ins Deutsche.

    Der irische Fall Luise O´Keeffe
    vor dem
    Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Große Kammer, Beschwerdesache O’Keeffe gg. Irland, Urteil vom 28.1.2014, Bsw. 35810/09

    Das ORIGINAL in deutscher Sprache (d.h. diese Übersetzung) ist in dieser österreichischen Datenbank zu finden @ http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_20140128_AUSL000_000BSW35810_0900000_000/JJT_20140128_AUSL000_000BSW35810_0900000_000.html
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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“

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    Dieses EuGMR-Urteil – EuGMR 027 (2014) vom 28.01.2014 – auf das ich im unmittelbar vorhergehenden Beitrag verweise, und welches jetzt auch in Deutsch zur Verfügung steht, ist eines der wichtigsten EuGMR-Urteile überhaupt:

    Das Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

    im Fall von Beschwerdeführerin Louise O’Keeffe gegen Irland EuGMR 027 (2014), entschieden am 28.01.2014 (Beschwerde: Bsw. 35810/09)

    in einfacher und für alle verständlicher Sprache:

    Das Urteil läuft darauf hinaus, dass nicht nur der Staat selbst nicht foltern darf, aber auch nicht das Foltern durch andere zulassen oder auch nur tolerieren darf. Der Staat ist verpflichtet seine Bürger zu schützen und jegliches Foltern aktiv zu verhindern, und auch das Foltern von Kindern in seinem Land aktiv zu verhindern. Ein Staat, der diesen seinen Pflichten nicht nachkommt – nicht nachgekommen ist – muß Schadenersatz leisten. Ein Staat, der diesbezüglich auf ganzer Ebene verfehlt, begibt sich ausserhalb der akzeptierten Normen der Staatengemeinschaft und läuft damit die Gefahr als „Schurkenstaat“ („rogue state“) bezeichnet zu werden.

    Und hier jetzt noch einmal für alle der Link (ein weiterer Link ! ) zu diesem überaus wichtigen Urteil: http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=867#p867
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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“

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    Für all diejenigen, die TWITTERN / ZWITCHERN können und das auch des öfteren tun: Könnt Ihr mal bitte die folgenden zwei sich jeweils auf 160 Zeichen beschränkenden NACHRICHTEN verbreiten, und überall weiterverbreiten.
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    IN DEUTSCH:
    » „Rechtsstaat“ Westdeutschland verfehlt über Jahrzehnte hinweg die Folter seiner Kinder zu verhindern. – Ein wichtiges Urteil dazu in Deutsch „EuGMR 027 (2014)“. «
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    IN ENGLISCH:
    » West Germany 40 long years failed to protect its children against torture. – Highly relevant judgment of the European Court of Human Rights: „ECHR 027 (2014)“. «
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    Viele Leute werden dann, hoffentlich, einfach „EuGMR 027 (2014)“ (für DEUTSCH) oder „ECHR 027 (2014)“ (für ENGLISCH) googeln und das Urteil dann an einer oder anderer Stelle sofort, wie gewünscht, in Deutsch und / oder in Englisch im Internet finden.

    Danke / Thank you

    Martin
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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“
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    Es ist wirklich beschämend:

    Wie aus dem Internet hervorgeht und ersichtlich ist:

    Dieses Urteil, Louise O’Keeffe gegen Irland EuGMR 027 (2014), entschieden am 28.01.2014 im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, scheint nicht einen einzigen Rechtsanwalt im deutschsprachigen Raum zu interessieren:

    Für dieses Urteil in Deutsch siehe @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=867#p867

    Obwohl eine Übersetzung dieses Urteils in die deutsche Sprache schon seit Ende letzten Jahres im Internet zur Verfügung steht, hat keine Anwaltskanzlei im deutschsprachigen Raum dieses Thema – bei dem es sich um „Koventionsverpflichtungen“ und „Staatshaftung“ handelt – bisher aufgegriffen, veröffentlicht oder auch nur mit einem einzigen Wort erwähnt.

    Ähnlich verhält es sich, in dieser Sache, was die Juristen und Rechtswissenschaftler im deutschsprachigen Raum betrifft.

    Sind die Anwälte, Juristen und Rechtswissenschaftler in bestimmten europäischen Ländern tatsächlich so feige, dass sich niemand von ihnen an dieses Thema herantraut?
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    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“
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    Desweiteren, siehe auch unbedingt die neue diesbezügliche Stellungnahme von dem Evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, in seinenm Blog, Dierk Schaefers Blog vom Sa. 28.03.2015 – »Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und die staatliche Verantwortung für Schutzbefohlene in privaten (kirchlichen) Einrichtungen« @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/03/28/der-europaische-gerichtshof-fur-menschenrechte-und-die-staatliche-verantwortung-fur-schutzbefohlene-in-privaten-kirchlichen-einrichtungen/

    ANFANG DES ZITATS DER STELLUNGNAHME VON DIERK SCHÄFER.

    Das nun auch auf Deutsch vorliegende Urteil dürfte wegweisend sein in zweierlei Hinsicht:

    Rückwirkend sollte es Klagemöglichkeiten eröffnen für die Unterlassung staatlicher Aufsicht in verschiedenen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche (Kinderheime, Psychiatrien).

    Wird man einen Rechtsanwalt finden, der das für deutsche Verhältnisse aufarbeitet und durchsetzt?

    Prospektiv warnt dieses Urteil alle staatlichen Behörden, die die Einweisung von Kindern und Jugendlichen in solche Einrichtungen veranlassen oder anordnen.

    Angesichts der föderativ-gesplitterten Zuständigkeiten des Staates in Kinder- und Jugendlichenangelegenheiten wird man wohl vergeblich darauf warten, dass eine entsprechende Information über die Aufsichtspflicht der Jugendämter[1] über die Träger von Jugendhilfemaßnahmen zentral ergeht. Diese Lektion werden die Jugendämter jedes für sich lernen müssen. Die „Kunden“ der Jugendämter werden diesen Bewußtseinswandel erkämpfen müssen. Im Krieg bei der Eroberung einer Stadt würde man von Häuserkampf sprechen. Der ist aufwendig und fordert viele Opfer auf beiden Seiten.

    Hier ist das PDF des Urteils, von mir teilweise gelb unterlegt, sonst unverändert. *Der irische Fall Luise O´Keeffe*: [ https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2015/03/der-irische-fall-luise-oc2b4keeffe.pdf ]

    Mein Dank geht wieder einmal an Martin Mitchell/Australien für den Hinweis auf das Urteil.

    –––––––––––––––––––––––––––––––––––––

    [1] Jugendämter, die selber keinerlei Aufsicht unterliegen.

    Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Aufsichtspflicht, Heimerziehung, Heimkinder, Jugendhilfe, Kirche, Staat

    ENDE DES ZITATS DER STELLUNGNAHME VON DIERK SCHÄFER.
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    „So quälten mich die Nonnen im Kinderheim“ in der BRD

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    BrandZeilen
    Magazin für Menschen und ihre Geschichten

    @ http://www.brandzeilen.de/topstories/6/So_quaelten_mich_die_Nonnen_im_Kinderheim.html ( längerer Artikel )

    ***Triggergefahr besteht möglicherweise für manche Leute.***

    ANFANG DES ZITATS DER EINLEITUNG ZUM ARTIKEL.

    „So quälten mich die Nonnen im Kinderheim“
    Von Bianca von Heyden

    Datum: 07.04.2015

    [ mit Bilderstreifen – 12 Bilder insgesamt ]

    Carola K. (54) gehört zu den etwa 500.000 Kindern, die in kirchlichen Kinderheimen körperlich und seelisch misshandelt wurden. Die Nonnen und Schwestern, denen Carola hilflos ausgeliefert war, führten ein grausames Regiment. Auf BrandZeilen.de berichtet das ehemalige Heimkind über ihr Leid und die Qualen, die man ihr im Namen des Herrn zufügte.

    ENDE DES ZITATS DER EINLEITUNG ZUM ARTIKEL.

    BITTE WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.brandzeilen.de/topstories/6/So_quaelten_mich_die_Nonnen_im_Kinderheim.html ( längerer Artikel )
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    Vergangenheitsschuld re der BRD-Jugendwohlfahrtsgeschichte.

    »Fachtagung vom 6.-8. Mai 2015: Soziale Arbeit – (k)ein Ort der Menschenrechte«

    Die Bekantgebung dieser »FACHTAGUNG« ist, seit dem 14.04.2015, 13:12 Uhr, hier zu finden:

    @ http://www.juraforum.de/wissenschaft/fachtagung-vom-6-8-mai-2015-soziale-arbeit-kein-ort-der-menschenrechte-513952

    Im Mittelpunkt dieser FACHTAGUNG steht die Aufarbeitung der Gewalt- und Missbrauchserfahrung in der Fürsorge der Nachkriegszeit in Deutschland und Österreich.

    ANFANG DES ZITATS DIESER TERMINANSAGE.

    Fachtagung vom 6.-8. Mai 2015: Soziale Arbeit – (k)ein Ort der Menschenrechte

    Vom 6. bis 8. Mai 2015 findet die Fachtagung „Soziale Arbeit – (k)ein Ort der Menschenrechte. Stand der Aufarbeitung und Formen der Vermittlung“ an den beiden Veranstaltungsorten Katholischen Stiftungsfachhochschule München Abteilung Benediktbeuern und Herzogsägmühle (in Peiting-Herzogsägmühle) statt.
    Die dreitägige Fachtagung ist eine KOOPERATIONSVERANSTALTUNG der KSFH in Benediktbeuern, der Heimatpflege des Bezirks Oberbayern und des Vereins Dorfentwicklung und Landespflege Herzogsägmühle e.V. [ Diakonie ].

    Benediktbeuern, 14.04.2015 – Im Mittelpunkt steht die Aufarbeitung der Gewalt- und Missbrauchserfahrung in der Fürsorge der Nachkriegszeit in Deutschland und Österreich.
    Die Fachtagung beschäftigt sich dabei mit den Fragen: Was ist der Stand der Aufarbeitung? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Betroffenen und die Einrichtung? Welche Rolle spielen Zeitzeugen- und Ausstellungsprojekte, um Öffentlichkeit herzustellen?

    Die Fachtagung ist Teil eines Museums- und Lernortprojektes der sozialen Einrichtung Herzogsägmühle [ damalige Erziehungsanstalt der Inneren Mission / Diakonie ] und der Hochschule (KSFH) und richtet sich an Fachleute, Lehrende, Studierende, die Mitarbeiter in Einrichtungen der Sozialen Arbeit und an alle Interessierte.
    „Die drei Fachtage beleuchten den Status quo: Inwiefern haben sich die verschiedenen Bereiche der Sozialen Arbeit mit ihrer prekären Vergangenheit auseinandergesetzt? Sind die dunklen Schatten der NS-Zeit aufgearbeitet und hat die Praxis der Nachkriegszeit daraus gelernt?
    Die Frage nach der Handhabe von Menschenrechten in der Sozialen Arbeit ist aktueller denn je“, sagt Prof. Dr. Annette Eberle, Mitorganisatorin und Professorin an der KSFH in Benediktbeuern.

    Auftakt der Tagung ist die Ausstellungseröffnung „Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre Herzogsägmühle“, am 06.05.2015 um 19.00 Uhr an der KSFH in Benediktbeuern.
    Die Ausstellung, ebenfalls Teil des Museums- und Lernortprojektes am Beispiel der sozialen Einrichtung Herzogsägmühle ( http://www.lernort-herzogsaegmuehle.de ), ist eine historische Aufarbeitung und Darstellung der Entwicklung der sehr unterschiedlichen Fürsorgebereiche (u. a. Fürsorge für Jugendliche, Obdachlose, Menschen mit Behinderungen). Diese Entwicklungen sollen als relevant für gegenwärtige Grundfragen der Sozialen Arbeit reflektiert werden.
    Ergänzt wird die Ausstellung von der Videoinstallation „Heimerziehung“ des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.

    Am 7. Mai 2015 werden – im Rainer-Endisch-Saal der Herzogsägmühle – mit dem Schwerpunkt „Die 50er und 60er Jahre. Stationen der Aufarbeitung – Konsequenzen für die Orte/Einrichtungen?“ aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt.
    Dr. Uwe Kaminsky (Bochum) führt mit einem Überblick zum Stand der Aufarbeitung der Heimerziehung in der BRD und DDR in das Thema ein. Zur Situation der Heimkinder in Österreich stellen Marion Wisinger und Ernst Berger (Wien) aktuelle Studien vor.
    Noch am Anfang steht die Aufarbeitung in der Behindertenhilfe. Einblicke in aktuelle Projekte geben Laura Arnold und Michael Kramer (Freiburg) und Stefan Plangger (Innsbruck).
    Pionierstatus hat das Forschungsprojekt von Anne Kirchberg (Göttingen) zur Situation von Jugendlichen im Strafvollzug.
    Über die Erfahrungen von Betroffenen und ihre Einschätzung zum Stand der Aufarbeitung des erlittenen Unrechts berichten ehemalige Heimkinder.
    Susanne Nothhafft (KSFH Abteilung München) stellt ihr Recht auf Aufarbeitung und Entschädigung in den Kontext der Menschenrechtskonvention.
    In den sich anschließenden Workshops werden aktuelle Projekte zur Aufarbeitung vorgestellt, u. a. zur Aufarbeitung und Prävention sexueller Gewalt in kirchlichen Einrichtungen (Günther Schatz, Franz Schmid).

    Am 8. Mai 2015 liegt der Fokus – an der KSFH in Benediktbeuern – auf „Eine Sprache finden – Erfahrungen mit Ausstellungen und Zeitzeugenprojekten“ in Kooperation mit der Bayerischen Museumsakademie, vertreten durch Dr. Josef Kirmeier.
    In Workshops werden Zeitzeugen- und Ausstellungsprojekte vorgestellt und aus pädagogischer Sicht reflektiert. Josef Kirmeier (Museumspädagogisches Zentrum München) gibt Einblick in Erfahrungen, wie mit Schülern Ausstellungsprojekte durchgeführt werden können.
    Ingolf Notzke (Torgau) stellt Ausstellungsprojekte über die Heimerziehung in der DDR als Teil der pädagogischen Arbeit an der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau vor.
    Weiter stehen die Ausstellungprojekte „Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre Herzogsägmühle?“ und „Die Installation ‚Heimerziehung‘“ (Landeswohlfahrtsverband Hessen) zur Diskussion.
    Zudem besteht die Möglichkeit, mit Sonja Djurovic (Niddatal) über ihre Erfahrungen als Heimkind zu sprechen.

    Weitere Informationen:
    http://www.ksfh.de/wir-ueber-uns/ksfh-standorte/standort-benediktbeuern/fachtag-6-8-mai-2015

    Quelle: idw [ Informationsdienst Wissenschaft ]

    ENDE DES ZITATS DIESER TERMINANSAGE.

    Siehe auch unbedingt den diesbezüglichen FACHTAGUNGS-Flyer @ http://www.ksfh.de/files/Presse/Flyer_Fachtag_SozArb_6_8_Mai15.pdf ( 567.5 KB )

    Nachträglich habe ich dann auch noch das ORIGINAL dieser Bekanntgebung gefunden @ http://www.ksfh.de/node/1794

    Es geht als allererstes darum auf jede mögliche Weise einander zu helfen !!
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    „Wenn Jugendhilfe zum Geschäft wird“, auch AUSLANDSMAßNAHMEN.

    Mit Kindern Kasse machen? Wie Heimkinder ins Ausland verbracht werden.

    Die „Schwarze Pädagogik“ der 50er, 60er und 70er Jahre wiederholt sich in 1980 – 2006.

    Abschiebung: Outsourcing deutscher „Problemkids“ – im Alter von 11- bis 17 Jahren zur „Arbeitstherapie“ / „Knechtschaft“ ins Ausland (unentlohnt), unter anderem auch nach Kirgisien, Namibia, Nicaragua, Rumänien, Estland, Portugal, Italien, Griechenland, Island, Russland und Kanada – für die Vermittler und Träger eine lukrative Einnahmequelle.
    „Damals fehlte die Kontrolle“ was „Fremdplatzierung“ betraf, und heute fehlt sie ebenso.

    http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Die_SCHWARZE-PAEDAGOGIK_wiederholt_sich_-_Outsourcing_deutscher_Problemkids_zur_Arbeitstherapie_ins_Ausland_-_besonders_nach_Schwellenlaendern_-_1980-2006.html [ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 3. November 2006 ]

    Ich wurde hier in Australien bezüglich diesem Thema schon Ende 2006 von jemanden aus Deutschland kontaktiert mit der Bitte zu versuchen den SPIEGEL-Journalisten Peter Wensierski davon zu überzeugen darüber im SPIEGEL zu berichten. Peter Wensierski tat dies dann auch ( aber nicht im Internet ! —- nur in der derzeitigen Ausgabe des SPIEGELS 44/2006 vom Oktober 2006 ! ). ***Ich stellte das Ganze dann selbst in Netz.***

    Diese Geschäftemacherei der „Auslandsmaßnahmen“ („Erziehungshilfen im Ausland“) – „Mit Kindern Kasse machen“ – hatte seinen Anfang in Deutschland Ende der 1970er Jahre / Anfang der 80er Jahre; und mindestens 50% aller Jugendämter in ganz Deutschland machen heute von diesen „Auslandsmaßnahmen“ Gebrauch !! – Das geht also alles so vor sich her schon für insgesamt 35 Jahre !!

    Wer erinnert sich noch an Antje Vollmers Assistent und Schriftführer am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010), Holger Wendelin (Leiter der „Geschäftsstelle des »Runden Tisch Heimerziehung«“ in Berlin) ?? – Er, Holger Wendelin, ist schon seit vielen Jahren einer der Experten dieser „Auslandsmaßnahmen“ / „Erziehungshilfen im Ausland“ und als Pädagoge / Erzieher / Betreuer persönlich daran beteiligt. Und auch das war während der Laufzeit des »Runden Tisches Heimerziehung« (2009/2010) jedem, und auch Antje Vollmer, durchaus bekannt.

    Zu Holger Wendelin siehe Beitrag vom Freitag 16. Juli 2010, um 02:58 Uhr @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/10944-Heimkinder-Entschädigung-LÖSUNGSVORSCHLÄGE-seitens-der-zwei-weiblichen-Betroffen/?postID=177251#post177251 [ einfach auf der dortigen Seite nach „Wendelin“ suchen ]

    Zu Holger Wendelin siehe Beitrag vom Donnerstag 15. Juli 2010, um 05:14 Uhr @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/10944-Heimkinder-Entschädigung-LÖSUNGSVORSCHLÄGE-seitens-der-zwei-weiblichen-Betroffen/?postID=176947#post176947 [ einfach auf der dortigen Seite nach „Wendelin“ suchen ]
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    KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT ( „Freistatt im Wietingsmoor“, Niedersachsen, BRD )

    FREISTATT (TRAILER OFFICIAL) YouTube
    Hochgeladen von EditionSalzgeber

    https://www.youtube.com/watch?v=b72pSA7aGyY (Länge 2 Min. und 27 Sek.)

    Der damit in Zusammenhang stehende Kommentar der Person/Organisation, die es hochgeladen hat:

    ANFANG DES DIESBEZÜGLICHEN KOMMENTARS IM SOZIALEN NETZWERK YOUTUBE.

    Published on Apr 29, 2015

    FREISTATT
    ein Film von Marc Brummund
    Deutscher Kinostart: 25. Juni 2015
    mit Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt, Katharina Lorenz, Stephan Grossmann, Uwe Bohm u.a.
    D 2015, 104 Minuten, deutsche Originalfassung
    UA: Max Ophüls Preis Saarbrücken, Wettbewerb

    KURZINHALT

    Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene, kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

    Category
    Film & Animation

    License
    Standard YouTube License

    ENDE DES DIESBEZÜGLICHEN KOMMENTARS IM SOZIALEN NETZWERK YOUTUBE.

    Beschlagwortet mit TAGS / LABELS:
    Haus Gottes, Bethel, Hölle, FREISTATT, Kinofilm, ev. Erziehungsanstalt FREISTATT, Erziehungsanstalt, Salzgeber, FREISTATT YouTube, YouTube FREISTATT, Marc Brummund, ein Film von Marc Brummund, Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt, Katharina Lorenz, Stephan Grossmann, Uwe Bohm, Max Ophüls Preis Saarbrücken, Publikumspreis, Preis der Jugendjury, kirchliche, Fürsorgenanstalt, kirchliche Fürsorgenanstalt, kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT, abgeschoben, Freiheitsdrang, verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill, Erziehung, Arbeitseinsätze in den Mooren, Moor, Torf, Torf stechen, Torfgewinnung, Sehnsucht nach Freiheit, Freiheit, Keine Freiheit in FREISTATT, Beklemmendes Jugenddrama, grausame Praktiken, Grausamkeiten, Gewaltanwendung, Brutalität, 1960er Jahre, wahren Begebenheit, grausamen Geschehnisse, Kindesmissbrauch, Kindesmissbrauch in kirchlichen Einrichtungen, kirchlichen Einrichtungen, Forderungen der Opfer auf Entschädigung, Forderungen der Opfer, Entschädigung, dunkelsten Kapitel in der modernen Geschichte deutscher Erziehungsmethodik, Erziehungsmethodik, Fürsorgeheim, Fürsorgeheim für Schwererziehbare, Schwererziehbare, geballten Härte schwarzer Pädagogik, schwarzer Pädagogik, Pädagogik, sexueller Missbrauch, körperliche Züchtigung, knochenharte Zwangsarbeit im Moor, knochenharte Zwangsarbeit, Zwangsarbeit, despotische Anstaltsleiter, Anstaltsleiter, diabolischen Helfer, Diakone, Brüder, Diakonschüler, Willen brechen, anvertrauten Schützlinge, anvertrauten, Schützlinge, Regisseur Marc Brummund, norddeutsche Moorlandschaft, Moorlandschaft, Kamerafrau Judith Kaufmann, Judith Kaufmann, Hausvater, Schutzbefohlenen, Jugendlichen, eingekerkerten Jugendlichen, die Hölle auf Erden, Hölle auf Erden, Gefangenschaft,
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    KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT ( „Freistatt im Wietingsmoor“, Niedersachsen, BRD )

    ANFANG DER FILM-KRITIK ZU DIESEM FILM VERÖFFENTLICHT SEITENS epd-film.

    epd film @ http://www.epd-film.de/filmkritiken/freistatt

    Kritik zu „FREISTATT“

    Marc Brummund gelang ein eindrücklicher Film über gewalttätige Heimerziehung in den späten 60er Jahren. Gedreht wurde an den realen Schauplätzen [ im Bethel-eigenen FREISTATT im Wietingsmoor (Niedersachsen) ]

    13.05.2015

    Rudolf Worschech

    Wer an die späten 60er Jahre in der Bundesrepublik denkt, dem kommen unweigerlich Bilder in den Sinn von protestierenden Studenten, jungen Männern mit langen Haaren, Rockkonzerten mit kreischenden Jugendlichen. 1967 schon drehte Peter Fleischmann seinen legendären Dokumentarfilm Herbst der Gammler, ein Blick auf jene Gruppe der Wohlstandsverweigerer – und vor allem die Reaktionen auf sie. Aber bis der Aufbruch wirklich in der Gesellschaft ankam – darüber sind Jahrzehnte vergangen.

    [ BILD: Filmzene aus dem Film „FREISTATT“ ]

    Nicht umsonst beginnt Freistatt im Sommer 1968. Der Umbruch war noch ganz weit weg von der norddeutschen Kleinstadt, in der der 14-jährige Wolfgang (Louis Hofmann) von seinem Vater (Uwe Bohm) und mit Billigung seiner Mutter (Katharina Lorenz) in die Diakonie Freistatt, ein sogenanntes Fürsorgeheim für schwer erziehbare junge Männer, abgeschoben wird. Als er mit dem VW-Bus im Heim ankommt, bietet sich eher eine Idylle: Der Heimleiter beschäftigt sich mit der Pflege seines Gartens, und über dem Ganzen liegt eine sonnendurchflutete Friedfertigkeit.

    [ BILD: Filmzene aus dem Film „FREISTATT“ ]

    Aber die hält nicht lange an. Im Heim regiert die Gewalt. Die Erzieher, die sich mit »Bruder« anreden, prügeln und strafen drakonisch, und unter den Jungs gibt es ein genau abgestuftes Machtgefüge. In das sich Wolfgang nicht einpassen will. Die echte Anstalt Freistatt, in der der Film auch gedreht werden konnte, war eine Dependance der Betheler Bodelschwinghschen Anstalten – und schweißtreibende Arbeit war Teil des Konzepts. Die Jungs müssen im Moor Torf stechen, den der Anstaltsleiter Herr Brockmann an lokale Bauern verkauft.

    [ BILD: Filmzene aus dem Film „FREISTATT“ ]

    Es kommt nicht von ungefähr, dass im Zuschauer unweigerlich Assoziationen an KZ-Häftlinge aufsteigen, wenn die Zöglinge in Draisinen und mit Holzpantinen bekleidet ins Moor fahren. Und noch dazu das Lied von den Moorsoldaten singen, das im KZ Börgermoor entstand. Das kommt aber nicht als billige Kirchenkritik herüber (80 Prozent aller Heime waren damals in kirchlicher Trägerschaft), sondern wirkt eher als Hinweis auf die Kontinuität autoritärer Strukturen, die sich von der faschistischen in die Nachkriegsgesellschaft – die ja alles andere als liberal war – herübergerettet haben.

    [ BILD: Filmzene aus dem Film „FREISTATT“ ]

    Man merkt dem Film sein Anliegen durchaus an – ein Thesenfilm ist daraus aber nicht geworden. Das liegt auch an seinen Darstellern, allen voran Louis Hofmann als Wolfgang und Alexander Held als Anstaltsleiter, der eine umwerfende Performance in Sachen subtilem und explizitem Sadismus hinlegt. 3000 solcher Heime hat es, informiert der Nachspann des Films, in den 60er Jahren noch gegeben; ihre gewalttätige Geschichte ist aber erst spät ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen. Es gibt heute noch Menschen, die die Folgen der Studentenbewegung infrage stellen. Die sollten sich schleunigst diesen Film anschauen.

    ENDE DER FILM-KRITIK ZU DIESEM FILM VERÖFFENTLICHT SEITENS epd-film.
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    KINOFILM ausschließlich über ev. Erziehungsanstalt FREISTATT

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    Mein gestriges [vom 07.07.2015] diesbezügliches Schreiben an die deutschen Medien generell:

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    ANFANG DES ZITATS DES VON MIR AUFGESETZTEN SCHREIBENS.

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    KINOSPIELFILM “FREISTATT” erzählt viel, mehr als jeder bisherige Film zum Thema – aber doch noch nicht alles.

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    Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure und Journalisten in der deutschen Medienlandschaft,

    in Bezug auf den auch von Ihnen im Internet vorgestellten, jetzt seit dem 25.06.2015 in deutschen Kinos laufenden, KINOSPIELFILM “FREISTATT”, mache ich als ein australischer Staatsbürger ansässigig in Australien seit dem 24.03.1964 – nach einem meinerseitigen 12-Monate lang andauernden auf Zwangsarbeit im Moor ausgerichteten Aufenthalt in der FÜRSOREGEHÖLLE “FREISTATT” IM WIETINGSMOOR direkt zuvor – auf einen offiziellen Tatsachenbericht aus dem Jahre 1938 (vorgestellt vom Reichsführer Adolf Hitler selbst!) aufmerksam, ein Tatsachenbericht, der genau beschreibt wie es damals im „ TEUFELSMOOR“ zuging; genau die gleichen Zustände und der gleiche Tagesablauf wie im Bethel-eigenen “FREISTATT” von 1901 bis Mitte der 80er Jahre oder sogar bis Mitte der 90er Jahre noch! – zumal das Bethel-eigene Freistätter Torfwerk ja erst in 1995 geschlossen wurde!

    Hier der direkte Link zu dieser offiziellen amtlichen Veröffentlichung der „Wohlfahrtsbehörde“ in Bremen unter den Nationalsozialisten – aus dem Jahre 1938 @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Auszuege_vom_Wohlfahrtsblatt_Dez1938_re_Zwangsarbeit_im_Teufelsmoor_No1.html ( Wenn notwendig können Sie sich, sicherlich, auch ganz einfach eine Kopie des Originals dieser offiziellen amtlichen Veröffentlichung aus dem bremischen Landesarchiv oder dem Bundesarchiv zustellen lassen! )

    Ich und sicherlich auch viele andere Betroffene wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dann aufgrund dieses Tatsachenberichtes die gesamtgesellschaftliche deutsche Öffentlichkeit, für Bildungszwecke, jetzt ganz speziell, auch mal DARAUF aufmerksam machen würden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Martin MITCHELL (Jg. 1946)
    ( Betreiber, u.a., auch von EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com )

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    [ Empfänger dieser E-mail von Martin MITCHELL vom 07.07.2015, unter anderen: ]

    KREISZEITUNG (DIEPHOLZ) onlineredaktion@kreiszeitung.de
    [ “FREISTATT” befindet sich im Landkreis Diepholz ]
    WESER-KURIER (BREMEN) chefredaktion@weser-kurier.de und chefredaktion@bremer-nachrichten.de und onlineredaktion@weser-kurier.de
    [ Der WESER-KURIER ist die größte Tageszeitung in der nächstgelegenen Großstadt zu “FREISTATT”, BREMEN (Entfernung 70km) ]
    DEUTSCHLANDRADIO presse@deutschlandradio.de und info@deutschlandradio.de
    KLATSCH-TRATSCH (FILM REVIEW) info@klatsch-tratsch.de
    NDR ndr@ndr.de und internet@ndr.de
    BERLINER MORGENPOST redaktion@morgenpost.de und leserbriefe@morgenpost.de und julius@digitalerwandel.de
    FRANKFURTER NEUE PRESSE info@fnp.de und thomas.ruhmoeller@fnp.de und michael.forst@fnp.de
    DEUTSCHE WELLE info@dw.com
    ABENDZEITUNG (MÜNCHEN) info@abendzeitung.de und info@abendzeitung.de und info@az-muenchen.de und redaktion@az-muenchen.de und online@az-muenchen.de
    SWR info@swr.de und online@swr.de
    OBERPFALZ TV info@otv.de
    YAEZ.DE redaktion@yaez.de und info@yaez.de
    PASSAUER NEUE PRESSE info@pnp.de
    NWZ.ONLINE – NORDWEST ZEITUNG red.online@nordwest-zeitung.de
    DIE WELT redaktion@welt.de
    DIE ZEIT kontakt@zeit.de
    STERN info@stern.de
    HAMBURGER ABENDBLATT hadigital@abendblatt.de
    FREIE PRESSE (CHEMNIZ) die.tageszeitung@freiepresse.de und buero.chefredakteur@freiepresse.de
    THÜRINGER ALLGEMEINE chefredaktion@thueringer-allgemeine.de
    MDS-MEDIENGRUPPE (einschließlich, u.a., KÖLNER RUNDSCHAU, KÖLNER STADT-ANZEIGER, MITTELDEUTSCHE ZEITUNG und BERLINER ZEITUNG) joachim.frank@mds.de
    WESTFALEN-BLATT wb@westfalen-blatt.de
    FRANKFURTER RUNDSCHAU leserbrief@fr-online.de
    KÖLNER RUNDSCHAU online@kr-redaktion.de
    GENERAL-ANZEIGER (BONN) online@ga-bonn.de
    SHZ.DE – PINNEBERGER TAGEBLATT (SCHLESWIG-HOLSTEIN) redaktion@a-beig.de
    Filmregisseur Marc Brummund brummund@yahoo.com
    Drehbuchautorin Nicole Armbruster armbruster@aol.com

    ENDE DES ZITATS DES VON MIR AUFGESETZTEN SCHREIBENS.
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    Short English language summary of the German CINEMA-FILM „FREISTATT“ by the film director Marc Brummund.

    Full length MOVIE, set in the year 1968, about a still existing WEST-GERMAN EVANGELICAL-LUTHERAN INSTITUTION FOR TEENAGE BOYS – „FREISTATT“ – in Lower Saxony ( County of Diepholz ) – part of the „von Bodelschwinghschen Antalten, BETHEL“ ( = „HOUSE OF GOD“ ) ( founded in and existing since 1899 !! ) – situated in a peat bog, run and ruled throughout „with an iron fist“ by ʻbrethren of the evangelical-lutheran faithʼ as a lucrative peat-harvesting-and-manufacturing-enterprise. A LITERAL CHILD WELFARE HELL-HOLE OF THE WORST KIND !!
    This full length MOVIE „FREISTATT“, named after the INSTITUTION „FREISTATT“, which literally translated means, of all things, „REFUGE“ or „SANCTUARY“, depicts the indescribable suffering of the boys undergoing this slave labour in this Christian institution more than two decades after the Fall of the Third Reich.

    I myself, born in July 1946, was interned in this institution and subjected to this slave labour and abuse in this very peat bog in 1963.

    The BETHEL-OWNED peat manufacturing plant in „FREISTATT“ did not cease production until 1995.

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    Ich habe diese Zusammenfassung in englischer Sprache absichtlich an vielen Stellen ins Internet gestellt, damit auch das englisch sprechende Publikum weiß und erfährt um was es hier geht und was damals für lange Zeit, was Kinder und Jugendliche in totalen Institutionen betrifft, im Nachkriegsdeutschland vor sich ging. – Es wird natürlich immer wieder Leute geben, die dieser Öffentlichkeitarbeit auf eine oder andere Weise entgegen wirken wollen.
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    I deliberately placed this English language summary in many places all over the Internet so that the English speaking public too will become aware of what went on in postwar Germany as far as the treatment (mistreatment!) of children and youth in its institutions is concerned. – Of course, there will always be people who will try to obstruct this publicity and who in one way or another work against it.
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  89. Hallo ihr Ehemaligen
    Vielleicht habe ich Glück und irgend jemand liest diesen Eintrag, denn ich habe diese Seite erst jetzt enddeckt.
    Bin ebenfalls Betroffener und war einige Jahre in Klausheide und ca. 3-4 Monate in Appelhülsen.
    Eine tolle Botschaft erreichte mich vor einigen Jahren über einen Anruf eines ehemaligen Heimkindes aus Klausheide der mich auf die Geschichte der „Wiedergetmachung“ aufmerksam machte.
    So habe ich dann im laufe von ca.4-5 Jahren Bearbeitungszeit eine sogenannte Entschädigung von ca 19 000 Euro erhalten, wovon 9000,- Euro für meine Arbeit und Rentenbeitrag als Kind und Jugendlicher am Fließband der Firma Hella aus Lippstadt berechnet wurden.
    Weitere 10 000 Euro habe ich für Möbel , Umzug usw. ausgegeben.
    An der Beratungsstelle in Münster wurde ich gut beraten und die Sachbearbeiterin war kompetent und tat auch nur ihre Pflicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
    Wenn ich jedoch zurückdenke an die Akkordarbeit die wir als Kinder an diesem extra für Klausheide errichteten Fließband/Halle geleistet haben, sind 9000 Euro viel zu wenig.
    Diese Jahre haben sich mir unvergessen in meinem Gedächnis eingebrannt und auch die Prügel die wir als Kinder von einigen „Erziehern“ besonders von einem Behinderten mir Klumpfuß bezogen haben, werde unvergessen sein.
    Ein chinesischer Priester, ebenfalls als „Erzieher“ in unserer Gruppe eingesetzt, auch mit Klumpfuß trat sofort zu, auch wenn man schon halbtot am Boden lag.
    Ich werde heute manchmal nachts noch wach und fühle mich verprügelt und mißbraucht.
    Mißbrauch war auch eine der Dinge die so ganz „nebenher“ passierten , die aber so gut wie immer totgeschwiegen wurden.
    Da nehme ich auch die Nonnen die uns Kinder betreuten NICHT aus.
    Ich kann mich entsinnen wie einige meiner Mitschüler ganz verstört aus dem Zimmer de Nonne kamen und sich nicht trauten auch nur den Mund aufzumachen weil die Nonne mit der Strafe Gottes gedroht hatte.
    Geglaubt hat uns damals niemand , die Eltern nicht, das Jugendamt nicht und sonst auch niemand.
    Wir waren einfach nicht glaubwürdig, wir waren doch die sogenannten Kriegskinder oder auch Bastarde genannt.
    Heute nach mehr als 50 Jahren habe ich immer noch teilweise Albträume, und ich werde nie vergessen und verzeihen hann ich diesen Typen erst recht nicht.

    • Das kann ich mehr als nur verstehen, war ja selbst in Klausheide. Alles Gute für Dich.

    • Lieber Ludwig,

      schön, dass Du Dich mal meldest. Ich hatte vor 4 Jahren bei unserer Heimkinder-Demo in Münster von einem anderen Klausheider Deine Telefonnummer bekommen und wir hatten mal zusammen telefoniert.
      Für die anderen Leser: Ludwig und ich saßen, wenn ich das recht erinnere in der Klasse nebeneinander. Ludwig war unter Lehrer Böcksteeger der Beste in Mathe. Wir waren dann in der Obergruppe unter Schwester Iphigenia.

      Der Chinese in Klausheide auf der Untergruppe war Pater Bonaventura, der später auf Missionstour in China umgebracht wurde. Der Klumpfuß war Erzieher in Appelhülsen auf der 5 und hieß Schuhmacher, er fuhr einen kleinen DAF, wohnte in Hövelhof und war auch im Betonwerk als Aufseher.

      Ich habe noch zu einem weiteren Ehemaligen aus der Untergruppe Kontakt, der sogar im gleichen Schlafsaal neben mir schlief, auf der Gruppe von Schwester Hermenegildis.

      Viele andere Jungs aus unserer Zeit findest Du hier: http://www.heimkinderforum.de oder ruf mich einfach mal an: 0177-4107127 Bis bald mal…Gruß an Dich….Reiner (Im Heimkinderforum bin ich: Brötchen)

      • Hallo Reiner
        Verdammt das tut gut mit jemanden Kontakt zu haben der die Geschichte von uns Heimkindern kennt bzw. selbst betroffen ist.
        Also, ausgestanden ist die Sache für mich noch lange nicht, denn es ist eine Zeit die man mir ( oder auch allen anderen ) gestohlen hat, nur weil diverse Jugendämter der Meinung waren die Kröten müssen ins Heim, oder weil die Eltern keinen Draht zu uns Kindern hatten.
        Ich werde dich in den nächsten Tagen mal anrufen, da kann man offener miteinander reden

        • Hallo Ludwig, schön von Dir zu hören…..Freitag früh bis Sonntagabend bin ich auf einer Konferenz und dort nicht zu erreichen, aber sonst immer!. Vielleicht hast Du noch meine Festnetznummer, ist billiger. Sonst gebe ich sie Dir nach deinem Anruf auf dem Handy.
          Alles Gute wünscht Dir
          Reiner

        • Das Alter, lieber Ludwig, da habe ich etwas verwechselt: Der Junge der damals neben mir in der Klasse saß hieß Jürgen Pfeiffer und der war in Mathe so gut, der Name ist mir gestern Abend wieder eingefallen…also Du bist unschuldig 🙂 Jetzt versuche ich natürlich die Erinnerung zu befragen, was ich von Dir weiß. Du warst in Münster zuhause, richtig…ach hilf mir mal auf die Sprünge…Gruß Reiner

          • Ja Reiner das mit der Mathe war der Jürgen, der ist ja im Allgäü, mit dem habe ich vor kurzem telefoniert als unser alter Kumpel Eugen ( du wirst ihn noch kennen) gestorben ist.Der Eugen war auch aus Münster, wo Ich heute aber nicht mehr bin.
            Auch Freddy Werthmann lebt noch.
            Leider ist das alles zu lange her , aber ich möchte noch einmal dorthin um damit abschließen zu können.
            Aber das können wir am Tel. erläutern.
            Ich werde nächste Woche anrufen, dann kannst du mir auch deine Festnetznr. geben. Bis dahin, bleib gesund und wir reden nach deiner Konferenz miteinander.
            Gruß : Ludwig

  90. .
    Die sich weiterhin fortsetzende „Blindheit des Staates“ den Heimopfern gegenüber, und die Hintergründe dafür.

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    DIES IST JETZT ÜBERALL IM INTERNET FESTGESCHRIEBEN, u.a. auch hier im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1010#p1010

    ANFANG DES ZITATS DIESES RELEVANTEN POSTS.

    gefunden / wiedergefunden

    nach nochmaliger GOOGLE-Suche mit dem Suchstrang: „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

    Fachbuch / Lehrbuch: Das blinde Auge des Staates: die Heimkampagne von 1969 und die Forderungen der ehemaligen Heimkinder
    Marita Schölzel-Klamp, Thomas Köhler-Saretzki
    Perfect Paperback
    Publisher: Klinkhardt, Julius (1. März 2010)
    Taschenbuch / Broschiert
    Seitenzahl 159
    ISBN-10: 3781517101
    ISBN-13: 978-3781517103

    Und hier kann man schon mal wichtige Teile dieses Fachbuches / Lehrbuches ONLINE lesen:
    @ https://books.google.de/books?id=gG4GiqpJ7K0C&pg=PA46&lpg=PA46&dq=%22Heimkinder%22%2B%22Staatsverbrechen%22%2B%22Verj%C3%A4hrung%22&source=bl&ots=Vk-tQc723J&sig=Exxk2B_DHiGgoXANOvS_1zWgCx4&hl=en&sa=X&ved=0CCgQ6AEwAmoVChMI4tyb-o-AyAIVzJ2UCh3z6gG8#v=onepage&q&f=false
    beginnend auf Seite 39: »Exkurs: Verwahrlosung«
    insbesondere auch Seite 45-46
    [ Hintergründe der diesbezüglichen, auch heute noch, sich weiterhin fortsetzenden „Blindheit des Staates“ – MM ]
    und dann geht es dort weiter bis Seite 56

    Bei Weltbild.de @ https://www.weltbild.de/artikel/buch/das-blinde-auge-des-staates_16269336-1 heißt es bezüglich diesem Fachbuch / Lehrbuch:

    ZITAT ANFANG.

    Die restaurative Politik der frühen Bundesrepublik hatte den Erhalt nationalsozialistischen Geistes in Form von personeller Kontinuität in allen wichtigen politischen und gesellschaftlichen Bereichen etabliert, was besonders in der Fürsorgeerziehung zum Tragen gekommen is.

    ZITAT ENDE.

    Desweiteren heißt es bei Buch.de @ http://www.buch.de/shop/home/suche/?fq=3781517101 bezüglich diesem Fachbuch / Lehrbuch:

    ZITAT ANFANG.

    Beschreibung

    Die restaurative Politik der frühen Bundesrepublik hatte den Erhalt nationalsozialistischen Geistes in Form von personeller Kontinuität in allen wichtigen politischen und gesellschaftlichen Bereichen etabliert. In der Fürsorgeerziehung ist dies besonders zum Tragen gekommen. Hier wurden von so genannten Erziehern, die häufig über keinerlei pädagogische Kenntnisse verfügten und zum Teil schon von den Nationalsozialisten eingesetzt worden waren, brutale Erziehungsmethoden praktiziert. Die Geschichts- wie auch die Politikwissenschaft sind in ihrer neueren Forschung zum Umgang mit der Entnazifizierung in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik zu niederschmetternden Ergebnissen gekommen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der neuen Erkenntnisse, die die aktuelle Forschung bezüglich der Situation in Heimen der 50er, 60er und auch 70er Jahre aufweist, erfolgt in dieser Untersuchung die historische Einordnung der Heimkampagne von 1969. Darüber hinaus zeigt sie gegenwärtige Reaktionen von Trägern der Heime und staatlichen Organen auf die Beschuldigung durch die ehemaligen Heimkinder auf und reflektiert sie unter Berücksichtigung des rechtsphilosophischen Essays Vergangenheitsschuld von Bernhard Schlink und der Überlegungen zum Umgang mit Vergangenheitsschuld in der Kinder- und Jugendhilfe von Manfred Kappeler.

    Das vorliegende Buch leistet mit genau diesem Thema und diesem Inhalt einen Beitrag zu der Diskussion, deren Anliegen ist aufzuzeigen, warum Erinnern und gegebenenfalls Wiedergutmachen für das Funktionieren einer Gesellschaft „not-wendig“ sind.

    Autorenportrait

    Dr. Thomas Köhler-Saretzki arbeitete nach dem Studium der Psychologie in Wuppertal viele Jahre in einer stationären Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. Schwerpunkt dieser Tätigkeit war neben der psychologischen Beratung und Führung von interdisziplinären Teams die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen. Anfang 2012 übernahm er die Leitung einer Familienberatung in Köln mit dem Aufgabengebiet Beratung und Therapie von Kindern, Eltern und Paaren. Er promovierte an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln zum Thema Heimerziehung und ist Mitglied verschiedener Arbeitskreise und Gremien im Bereich Frühe Hilfen. Dr. Köhler-Saretzki hält Vorträge und Fortbildungen, u.a. zum Thema Bindung und ist Autor von Büchern und verschiedener Fachartikel.

    ZITAT ENDE.

    Familisieren Sie sich diesbezüglich – bezüglich diesen nachkriegsdeutschen Staatsverbrechen und dem Blinden Auge des Staates (was sich vollens auf Westdeutschland bezieht!) – unbedingt auch noch einmal mit dem detaillierten darauf hinweisenden Bericht des Humanistischen Pressedienstes – hpd vom 24.01.2011 betitelt »Deutschland Deine Kinder (Teil 3) « @ http://hpd.de/node/11023?nopaging=1

    ENDE DES ZITATS DIESES RELEVANTEN POSTS.
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  91. .
    Responsibilität der Staaten für völkerrechtswidrige Handlung

    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

    ANFANG DES ZITATS DER AUSFÜHRUNGEN WIE DER DEUTSCHE STAAT WIEDER MAL MINDERHEITEN SEINER BÜRGER DISKRIMINIERT UND SIE BESCHEIßT.

    Der Superbeschiss

    [ der Opfer von Staatsverbrechen im Nachkriegsdeutschland – Westdeutschland! ]

    [ was den von Kirche und Staat eingerichteten »[Hilfs]Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“« betrifft ]

    [ Errechnet und ] Veröffentlicht am 16. Mai 2014

    [ Erstveröffentlichung @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/fonds-heimkinder/der-superbeschiss/ ]

    Wir haben uns mal ein paar Überlegungen zu den schändlichen Zahlungen des “Hilfefonds ehemaliger Heimkinder” gemacht – und zu den Geldern, die wir als Kinder und Jugendliche Staat und Kirchen in die Kassen gespült haben. Mit unserer Arbeit! [ Zwangsarbeit! / „Zwang zur Arbeit!“ ]

    Unter Zugrundelegung eines Hilfsarbeiterstundenlohnes (1965) von
    3,91 DM

    gelangt man auf einen Jahresbruttolohn von
    18.768,00 DM

    abzüglich 38 % Steuern und Sozialabgaben = Jahresnettolohn
    11.636,00 DM

    Gehen wir auf eine untere Grenze, machen uns die Berechnungen einfach und legen einen Jahresnettolohn von 10.000,00 DM zu Grunde.

    Weiter geht’s:

    Seriöse Schätzungen gehen aus von 800.000 bis 1.000.000 Heimkinder der Jahre 1949 – 1975 aus.

    Für unsere Berechnungen nehmen wir auch hier den unteren Wert von 800.000 Heimkindern und gehen davon aus, dass diese im Durchschnitt 1 Jahr gearbeitet haben.

    Weiter geht es mit den Berechnungen:

    800.000 Heimkinder x 10.000 DM Jahresnettolohn = 8.000.000.000 DM (in Worten: acht Milliarden DM)

    Da Kirchen, Institutionen, Staat und Industrie uns diese Löhne nie ausgezahlt haben, berechnen wir einen Zinssatz von 6% und eine mittlere Laufzeit von 50 Jahren und kommen so zu dem Betrag von

    147.361.234.199,932 DM oder – wieder großzügig gerechnet – 73.500.000.000 Euro.

    Das also ist die Summe, die uns geschuldet ist.

    Wenn wir diese Summe jetzt mal auf 800.000 ehemalige Heimkinder zurückrechnen, kann man leicht ersehen, dass jedem – JEDEM – Heimkind eine Summe von 91.875 Euro mindestens zusteht!

    Das deckt noch keine Vergewaltigungen, keine zerbrochenen Biografien, keine lebenslangen Pein, keine erzwungene Frührente, keine verminderten Berufschancen ab. Es ist lediglich das Geld, was Kirchen, Staat und Industrie uns SCHULDEN!

    Zum Vergleich: [ Stand: 16. Mai 2014 ] in ihren Fonds eingezahlt haben sie 120.000.000 Euro. Sofort abgezogen haben sie 20.000.000 für die Anlauf- und Beratungsstellen, ergibt 100.000.000 Euro.

    Würden sich tatsächlich die 800.000 Ehemaligen melden, die Anrecht auf diesen Fonds haben, ergäbe dies einen Betrag von 125,00 Euro pro Überlebenden ihrer Höllen

    ENDE DES ZITATS DER AUSFÜHRUNGEN WIE DER DEUTSCHE STAAT WIEDER MAL MINDERHEITEN SEINER BÜRGER DISKRIMINIERT UND SIE BESCHEIßT.

    QUELLE: Vereinswebseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/fonds-heimkinder/der-superbeschiss/
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  92. .
    Die Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen ist natürlich IMMER NUR bei den mündigen Bürgern dieser Staaten zu suchen.

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    In Bezug auf den unmittelbar vorhergehenden Beitrag, den ich auch in so einigen relevanten Blogs unter der Einleitung »ANFANG DES ZITATS DER AUSFÜHRUNGEN WIE DER DEUTSCHE STAAT WIEDER MAL MINDERHEITEN SEINER BÜRGER DISKRIMINIERT UND SIE BESCHEIßT.« gepostet habe — und daher auch dementsprechend im Dierk Schaefers Blog gepostet hatte — vertritt der ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, die Meinung:

    ( am 21. September 2015 um 09:33 Uhr @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/09/17/kritik-an-verjaehrung-bei-missbrauch-in-heimen/#comment-7138 )

    ANFANG DES ZITATS DER MEINUNG DES UNS ALLEN BEKANNTEN EVANGELISCHEN PFARRERS.

    Diese Abrechnung ist nicht plausibel. Sie geht davon aus, dass alle ehemaligen Heimkinder hätten Zwangsarbeit leisten müssen. Es fehlen jedoch ernstzunehmende Schätzungen über den Anteil zwangsarbeitender Kinder und Jugendlicher in den Heimen. Zudem dürfte es schwierig sein, die Leistungen gegeneinander abzugrenzen. Wirklich „haushaltsnahe“ Leistungen inform von Mithilfe bei alltäglichen Aufgaben, wie sie auch in Familien anfallen und gesetzlich erwartet werden dürfen, wird man nicht als Zwangsarbeit ansetzen [und] verrechnen können. Was anderes sind Arbeitseinsätze, für die die Einrichtungen Geld eingenommen haben oder nicht kindgemäße schwere oder umfangreiche Arbeiten im Eigenbetrieb der Anstalten. Darüber gibt es Angaben, die man jedoch nicht ohne weiteres hochrechnen kann. Es gibt auch glaubwürdige Angaben über richtige KINDER-Arbeit, die vom Fonds nicht berücksichtigt werden.
    Es ist nicht hilfreich, unplausible Forderungen zu erheben. Das untergräbt die Glaubwürdigkeit. Und wo wir nichts begründet wissen, dürfen wir keine Tatsachen behaupten. )

    ENDE DES ZITATS DER MEINUNG DES UNS ALLEN BEKANNTEN EVANGELISCHEN PFARRERS.

    Worauf ihm die 1. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.), Heidi Dettinger, antwortete:

    ( am 21. September 2015 at 16:32 Uhr @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/09/17/kritik-an-verjaehrung-bei-missbrauch-in-heimen/#comment-7139 ) x

    ANFANG DES ZITATS DER STELLUNGNAHME DES VEREINS EHEMALIGER HEIMKINDER E.V.

    Die erste Frage müsste doch lauten: Warum gibt es keine ernst zu nehmenden Angaben bzw. nicht einmal Schätzungen?

    Plausibel wird die Rechnung, wenn man bedenkt, dass sie von jeweils nur von EINEM Jahr der Zwangsarbeit ausgeht – es gibt jedoch zahllose Berichte, die von sieben, acht bis hin zu 10 und mehr Jahren Arbeit erzählen. Plausibel wird die Rechnung auch dann wieder, wenn man Berichte von KINDER-Zwangsarbeit (zwischen 6 und 14 Jahren) hinzuzieht, die nirgendwo berücksichtigt werden.

    Hinzukommt, dass schlichtweg jede in den Heimen geleistete Arbeit, die über “Mithilfe bei täglichen Aufgaben, wie sie auch in Familien anfallen” eine Form von Kinder- und Zwangsarbeit darstellt. Und ich habe bislang noch keinen Bericht gehört oder gelesen, in dem Ehemalige davon berichteten, dass sie ihre Arbeit als “haushaltsnahe” Leistungen betrachtet haben. Sie [Herr Schäfer] waren – wie ich im übrigen auch – der Meinung, dass z.b. Schuhe putzen durchaus “haushaltsnah” sein könne – aber 100 Paar am Tag? Auch dürfte tagelanges Kartoffelschälen kaum mehr als “haushaltsnah” betrachtet werden. Dazu könnten noch etliche Beispiele genannt werden.

    Im Übrigen erhebt die Berechnung keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, sondern soll allenfalls einen Denkanstoß geben und den Bruch zwischen dem, was ehemaligen Heimkindern (rein finanziell) gestohlen wurde und dem, was der Fonds für sie “leistet” verdeutlichen! ) x

    ENDE DES ZITATS DER STELLUNGNAHME DES VEREINS EHEMALIGER HEIMKINDER E.V.
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  93. .
    »Kritik an Verjährung bei Missbrauch in Heimen«

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    Responsibilität der Staaten für völkerrechtswidrige Handlung.
    Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen.

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    DAMALS: „UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN!“

    HEUTE: Soll heute weiter DARÜBER geschwiegen werden? – Oder nur halbwegs DARÜBER berichtet werden?

    Wer genaustens informiert sein möchte – und auch genaustens DARÜBER informiert sein möchte wer wem was schuldet und warum – lese bitte auch hier:

    @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1013#p1013 (oder auch an vielen gleichlautenden Ausführungen im Netz).

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    Rechtsexperten sagen: »Staat könnte problemlos auf diese „Verjährung“ verzichten.«

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    *** Die Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen ist natürlich IMMER NUR bei den mündigen Bürgern dieser Staaten zu suchen. ***
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  94. .
    »Kritik an Verjährung bei Missbrauch in Heimen«

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    Responsibilität der Staaten für völkerrechtswidrige Handlung.
    Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen.

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    „Österreich“+“Deutschland“+“Restitution“+“NS-Raubgut“+“Lösung“

    So wurde es seit den 1990er Jahren in Bezug auf die im Dritten Reich seinerzeit (1933-1945) von Deutschland und Österreich gestohlene Kunst gehandhabt: siehe alle diesbezüglichen Texte und detaillierten Auseinandersetzungen dazu @ http://kurier.at/kultur/kunst/bestaetigt-kunstmuseum-bern-nimmt-das-erbe-des-kunstsammlers-cornelius-gurlitt-an/98.864.763

    Vergleiche:

    Die in der Bundesrepublik Deutschland und in der Zweiten Republik Österreich zwischen den späten 1940er und den späten 1980er Jahren von minderjährigen Heiminsassen seitens diesen beiden Staaten, im jeweiligen eigenen Lande, gestohlenen Löhne, jedoch, werden bisher nicht zurückgegeben / restituiert. Diese beiden Rechtsstaaten vertreten diesbezüglich, jeweilig, einfach, die Meinung, diese systematische Dieberei, Hehlerei und Betrügerei sei „verjährt“, d.h. DIESE „STAATSVERBRECHEN“ seien „verjährt“.

    Rechtsexperten sagen: »Staat könnte problemlos auf diese „Verjährung“ verzichten.«

    Siehe diesbezüglich (1.) nochmals die österreichische Tageszeitung DER STANDARD (vom 26.07.2015) @ http://derstandard.at/2000019685934/Missbrauch-in-Heimen-Rechtsexperten-kritisieren-Verjaehrung?ref=rec (behandelt schon zuvor in zuvorherigen meinerseitigen Beiträgen zu diesem Thema).

    Siehe diesbezüglich (2.) nochmals die relevanten Auslegungen von Univ. Prof. Dr. Annette Guckelberger, Professorin für Verwaltungswissenschaften und Öffentliches Recht an der Universität des Saarlandes, in ihrem (2004) Fachbuch »Die Verjährung im Öffentlichen Recht«, teilweise wiedergegeben at @ http://books.google.de/books?id=wSwwbHCKY3EC&pg=PA146&lpg=PA146&dq=%22Verj%C3%A4hrung%22%2B%22Zwangsarbeit%22&source=bl&ots=-P7m-9prwO&sig=3iB0ycG6by8mwlXt41u-KQEMOso&hl=en&ei=BixNTZ_TO5G3cfySqfsF&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=5&ved=0CDQQ6AEwBA#v=onepage&q=%22Verj%C3%A4hrung%22%2B%22Zwangsarbeit%22&f=false (behandelt schon zuvor in zuvorherigen meinerseitigen Beiträgen zu diesem Thema).

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    *** Die Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen ist natürlich IMMER NUR bei den mündigen Bürgern dieser Staaten zu suchen. ***
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  95. Diverse Ämter sind der Meinung daß sie mit der Nachzahlung von Rentenbeiträgen und Sachleistungen der Kinder und Jugendlichen aus den damaligen Jahren aus dem Schneider sind.
    Ich denke auch das damit die Sache NICHT aus der Welt sein kann.
    Meiner Meinung nach sind 10 000Euro für mehrere Jahre Prügel,Mobbing,und Zwangsarbeit, ( auch schon als Schulkind) viel zu wenig.
    Mißbrauch und Sklavenhaltung ist seit Jahrzehnten in Deutschland verboten, hat aber die damaligigen Verantwortlichen nicht gestört, sie haben munter drauflos geprügelt und ihren „Spaß“ mit den Zöglingen gehabt.
    Sehr viele damalige Heimkinder haben sich garnicht getraut den Mund aufzumachen daß ihnen einer der Pfaffen an die Wäsche wollte, denn man hat ihnen nicht geglaubt weil sie von vornherein als Bastarde und Lügenkinder abgestempelt wurden.
    Viele der Firmen die in den verschiedenen Heimen von den Heimkindern ihre Produkte fertigen ließen, haben sich in diesen Jahren eine goldene Nase verdient denn wir Heimkinder bekamen , wenn überhaupt monatlich 5,- (fünf) DM für unsere Knochen und Akkordarbeit.
    Nur heute will weder die Kirche noch der Staat weiterhin die Verantwortung übernehmen für die seelischen und auch körperlichen Schäden die sie durch ihr verbrecherisches und unverantwortliches Verhalten
    verursacht haben.

    • Sehr geehrter Herr Adorf, sehr geehrter Herr Mitchell,

      wir freuen uns, dass Sie news4teachers nutzen, um von Ihren schrecklichen Erfahrungen in Kinderheimen in den 50er und 60er Jahren zu berichten und wir verfolgen Ihre Kommentare mit großem Interesse. Auf eins muss ich jedoch hinweisen: Wir dürfen ungeprüft keine Beschuldigungen gegenüber namentlich genannten Personen oder Unternehmen veröffentlichen. Auch wenn Sie die Absender sind: Als Verantwortliche für das Portal können wir auch für Leserzuschriften haftbar gemacht werden. Wir haben deshalb Kommentare, die solche Namen enthalten, nicht veröffentlicht bzw. um die entsprechenden Angaben gekürzt. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

      Herausgeber news4teachers

  96. Bedauerlicherweise interessiert das alles weder die Rechtsnachfolger der damaligen Jugendämter noch die Regierung und schon garnicht beide christlichen Kirchen.
    Ich möchte auch bezweifeln das die Bevölkerung in irgendeiner Art mehr in unserer damaligen Geschichte erkennt, als eine heutige schnelle
    Medieninformation, kurzlebig und schnell vergessen. Es ändert sich also nichts, wir waren damals allein in unserem Elend und sind es noch heute.

  97. .
    »Kritik an Verjährung bei Missbrauch in Heimen«

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    Responsibilität der Staaten für völkerrechtswidrige Handlung.
    Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen.

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    Ist die Bundesrepublik Deutschland, mit ihrer dunklen Vergangenheit bezüglich den Heimkindern in ihren Institutionen (in der Nachkriegszeit!) – mit Kirche vielfach und weitgehend ihr ausführendes Organ – , wirklich ein Rechtsstaat?

    Ist die Zweite Republik Österreich, mit ihrer dunklen Vergangenheit bezüglich den Heimkindern in ihren Institutionen (in der Nachkriegszeit!) – mit Kirche vielfach und weitgehend ihr ausführendes Organ – , wirklich ein Rechtsstaat?

    Kann die Bundesrepublik Deutschland, bezüglich den Staatsverbrechen begangen an Heimkindern in Institutionen (in der Nachkriegszeit!), völkerrechtlich gesehen, wirklich als ein vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft angesehen werden?

    Kann die Zweite Republik Österreich, bezüglich den Staatsverbrechen begangen an Heimkindern in Institutionen (in der Nachkriegszeit!), völkerrechtlich gesehen, wirklich als ein vollwertiges Mitglied der Staatengemeinschaft angesehen werden?

    Denn beide dieser ja auch geschichtlich verflochtenen Staaten pochen heute, diesbezüglich, weiterhin willkürlich auf „Verjährung“.

    Sind das etwa die Prinzipien und Merkmale von Menschlichkeit, Ethik und Moral, von Menschenrecht und Rechtsstaatlichkeit?

    Rechtsexperten sagen: »Staat könnte problemlos auf diese „Verjährung“ verzichten.«

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    re „Heimkinder“+“Staatsverbrechen“+“Verjährung“

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    *** Die Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen ist natürlich IMMER NUR bei den mündigen Bürgern dieser Staaten zu suchen. ***
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  98. .
    Heimkinder! – Eines der wichtigsten Sachbücher überhaupt!

    Nicht nur die Gesamtgesellschaft als solche aber auch Ehemalige Heimkinder selbst scheinen dieses Sachbuch / Fachbuch wohl weitgehend übersehen zu haben.

    VORWORT von Peter Wensierski zum Sachbuch / Fachbuch
    »Psychologie der Menschenrechte: Menschenrechtsverletzungen im deutschen Heimsystem (1945-1973)«
    von JÜRGEN EILERT, V&R unipress GmbH, Göttingen (erstmalig erschienen Ende 2011).

    Vorwort aufgezeichnet @ https://books.google.com.au/books?id=goBOSdQVEM4C&pg=PA23&source=gbs_toc_r&cad=2#v=onepage&q&f=false ( Vorwort vom 14. September 2014 – auf Seite 23, 24, 25, 26 und 27 dieses Sachbuchs / Fachbuchs )

    ANFANG DES ZITATS DES VORWORTS ZU DIESEM SACHBUCH / FACHBUCH.

    Vorwort

    An einem Tag im August des verregneten Sommers 2011 traf ich in einem Café nahe dem Berliner SPIEGEL-Büro am Pariser Platz den Jesuitenpater Klaus Mertes. Mertes hatte im Januar 2010 nach langem Schweigen den Missbrauchsskandal am Canisius-Kolleg bekannt gemacht. Eine Welle von Enthüllungen im ganzen Land war die Folge. Hunderte von Opfern machten auf einmal öffentlich, was jahrzehntelang verschwiegen und vertuscht worden war.

    Seit Anfang 2011 überwies die Kirche etlichen von ihnen als »Anerkennung erlittenen Leids« eine einmalige Geldsumme, meist 5000 Euro, mal mehr, mal weniger, manchmal auch nichts. Auch die ehemaligen Heimkinder sollen in ähnlicher Höhe ausgezahlt werden.

    Für die Öffentlichkeit signalisieren derartige Zahlungen ein »abgehaktes« und damit offensichtlich »erledigtes« Problem – und damit wohl auch ein Ende der Debatte. Unser Gespräch drehte sich um solche Fragen und darüber, dass eine befriedigende Antwort nach den Ursachen von Gewalt und Vertuschung in Internaten, Heimen und Gemeinden der Kirche noch aussteht.

    Ich wollte von Mertes wissen, was denn für ihn persönlich die wichtigste Lehre bisher gewesen sei. Mertes antwortete: »Genauer hinhören, was die Opfer uns zu sagen haben, jeden ihrer Sätze zur Kenntnis nehmen und gründlicher darüber nachdenken, als wir es bisher gemacht haben, um an die eigentlichen Ursachen heranzukommen.«

    Genau dies und viel mehr macht nun Jürgen Eilert in seiner hier vorliegenden Arbeit. Was Mertes fordert – was eigentlich Aufgabe einer großen Institution wäre – , genau das liegt mit dieser Arbeit vor.

    Ich habe soeben die letzte Seite des umfangreichen Werkes gelesen, habe es beiseite gelegt und bin von der Weite, der Tiefgründigkeit und Radikalität, wie Eilert den Fragen konsequent nachgeht, beindruckt.

    Er analysiert die Aussagen ehemaliger Opfer der Heimerziehung mit höchster Genauigkeit und Aufmerksamkeit, nimmt sie ernst, ordnet sie ein und stellt sie in einen klärenden größeren Zusammenhang. Eilert erkennt den dahinter stehenden Sinn, er ermöglicht Deutungen in anderen Horizonten beim Blick auf ein bis vor kurzem beinahe übersehenen Problem, das seine Wurzeln viel tiefer hat, als manchen lieb ist: Tiefer in unserer Gesellschaft und tiefer auch in Anteilen unserer menschlichen Natur, zu denen wir in ein kritisches Verhältnis zu treten haben, wenn uns an der Nachhaltigkeit von Menschenwürde und Menschenrechten gelegen ist. Eilert wagt eine brisante These: Im Heimsystem hatten die Deutschen das rassehygienisch-eugienische Paradigma – eine kulturell kodierte evolutionspsychologische Dynamik und geschaffen zur Vernichtung der osteuropäischen Völker und des europäischen Judentums – habituell auf ihre eigenen Kinder gerichtet. Ist das nicht vielleicht überspitzt?

    In einem Gespräch spitzte Eilert diese These auf das Beispiel der deutschen Kriegswaisen zu. Wer durch Hitlers Krieg ohne Eltern, komplex traumatisiert, verarmt, durch Kriegserfahrungen vielleicht verhaltensauffällig, heimatlos und verlassen war, wurde mitsamt seinen kriegsbedingten Verhaltensschwierigkeiten in den Heimen der Nachkriegszeit nun noch einmal durch eine implizit eugienisch-rassehygienische Brille begutachtet und entsprechend behandelt. Die Kinder der 50er Jahre wurden durch ihre eugienisch verblendete Elterngeneration – zwar abgeschwächt aber dem Richtungssinn nach – genauso behandelt, wie die deutsche Besatzungsmacht slawische Kinder und Jugendliche vor 1945 behandelt hat.

    Teils geschah dies bis weit in die 60er Jahre hinein, vereinzelt bis in die Anfänge der 70er. Eilert kommt zu der Ansicht, man könne das Leiden der deutschen Kriegswaisen und anderer verlassener und verarmter Kinder in den Heimen der Nachkriegszeit nur ganz verstehen, wenn man auch bereit ist, das Leiden der slawischen Kinder anzusehen.

    Erst im Blick auf das »osteuropäische Original« entschlüsseln sich die Leiden der Heimkinder als »ermäßigte Form« eines im Osteuropa des Zweiten Weltkrieges vollständigen Vernichtungswillens für die als unwert erklärten Kinder.

    Die deutschen Opfer fügen sich mit ihrem Leid ein in das Leiden, das die Deutschen über ganz Europa gebracht haben und das den Deutschen – falls sie diesen inneren Zusammenhang zur Kenntnis nehmen wollen – eine affektive Brücke auch zu den osteuropäischen Opfern bauen kann. Wenn sie diesen Zusammenhang zulassen, so wäre dies auch ein nachhaltiger Schritt für die Aussöhnung Deutschlands mit den osteuropäischen Völkern. Und die erschreckende Kenntnis: Was sie den osteuropäischen Kindern angetan haben, das haben sie auch ihren eigenen Kindern angetan. Manchmal sogar am gleichen Ort. Mir fällt da sofort der Kalmenhof in Idstein/Hessen ein. In der Nazizeit schon Erziehungsheim und zugleich Zwischenstation für eugienisch ausgesuchte, zum Töten bestimmte minderjährige Euthanasie-Opfer. In der Turnhalle des Kinderheims war sozusagen der Stauraum für Hadamar. Hier kamen die Busse mit den ausgesonderten Kindern an, die als lebensunwert galten, hier warteten sie noch ein paar Tage oder Wochen auf ihren Tod.

    Ein Arzt machte hier seine Experimente mit Kindern, eine Schwester tötete sie direkt im Klamenhof, bis die amerikanischen Soldaten Idstein eroberten. Und nach 1945? Die Heimkinder hatten als »Erzieher« frustrierte Ex-Wehrmachtssoldaten, ehemalige KZ-Aufseher, Altnazis aller Art. Bis weit in die 60er-Jahre hinein gab es sadistische Folterszenen, blutige Schlagorgien, bestialische Bestrafungen – Menschenrechtsverletzungen, die nicht geandet wurden.

    Die Deutschen haben ihre eigenen Kinder umgebracht, weil sie rassehygienisch verblendet waren und in ihrem Wahn noch nicht einmal mit den »eigenen« deutschen Opfern menschlich umgehen konnten. Diese Ausgrenzung und Trennung von Menschen in »eigen« und »fremd«, die Auskoppelung von Menschen und Menschengruppen aus den ethischen Verpflichtungen einer Gesellschaft gehorcht evolutionären Prozessen, die sich unter bestimmten Bedingungen Geltung verschaffen können. Eilert beschreibt sowohl evolutions-psychologische Originale dieser Aussonderungsprozesse als auch deren kulturgeschichtliche Kontextualisierungen: die Aussonderung von Schwachen und Wehrlosen als Schattengeschichte menschlicher Zivilisationen. Naturgeschichte in Chiffren und soziokulturellen Mustern der Kulturgeschichte, zugespitzt schließlich auf den Heimskandal und seine eugienische Geistes- und Institutionengeschichte im deutschen 19. Jahrhundert. Eilerts Arbeit kommt zur Konsequenz: Leiden ist universal und trennt nicht zwischen Leiden der je variabel kodierten »in-group« und dem Leiden der »out-group«. Leiden trennt nicht zwischen slawischen und deutschen Kindern.

    Erst wenn wir das anzuerkennen bereit sind, kann echtes Mitgefühl entstehen. Mitgefühl aber ist der erste Schritt zur Aussöhnung von Völkern. Er fragt: Gibt es eigentlich überlebende Jugendliche des Polen-Jugendverwahrlagers Litzmannstadt? Gibt es überlebende Kinder und Jugendliche von Lidice, die durch Wehrmacht und SS ebenfalls in deutsche (horribile dictum!) »Fürsorgeeinrichtungen« verbracht wurden?

    Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie geht es ihnen? Sind sie verarmt? Gibt es Spätschäden aus ihrer Zeit in der deutschen »Fürsorge«? Wie sind die gesundheitlich versorgt? Welche Botschaft haben sie für die Deutschen?

    Und am Ende steht die Frage: Wie gehen wir heute mit Menschen um, die nicht »zu uns gehören« weil sie »anders« sind? Am Ende steht die bedrohliche Möglichkeit offen, dass es auch in der Postmoderne zu Markierungen unwertiger Menschen kommen kann und dass die Aussonderung solcher Menschen nicht an eine nationalsozialistische Weltanschauung gekoppelt sein muss. So gesehen handelt es sich bei den Geschehnissen nicht um ein Spezialthema einer Betroffenengruppe und ist daher auch nicht mit Entschuldigungen, Entschädigungen und dergleichen aus der Welt zu bringen. Das wird mit der hier vorliegenden Arbeit erstmals deutlich. Es geht auch nicht darum, ob die Erziehung zu streng war, es geht nicht um »Schwarze Pädagogik«, es geht überhaupt nicht um Pädagogik, sondern um Menschenrechtsverletzungen, die die deutsche Gesellschaft mit all ihren Institutionen, die Kirchen voran, drei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs mitten unter sich gedultet hat, ja sogar systematisch gewollt und praktiziert hat und die ihre Ursachen in evolutionspsychologischen Dynamiken hat, denen es um Ausgrenzung, Absonderung, Vernichtung alles Fremden, alles Nicht-Dazugehörenden geht. Diese stammesgeschichtlich überkommenen Dynamiken beschreibt Eilert ohne das Kulturwesen Mensch biologistisch zu reduzieren. Er benennt sie aber eindeutig und weist dem Menschen die Aufgabe zu, sich zu diesen Dynamiken in ein kritisches Verhältnis zu setzen, unter welchem soziokulturellen Deckmantel sie sich auch immer neu entfalten mögen.

    Ich habe die Leiden der Heimkinder in meinem Buch »Schläge im Namen des Herrn« damit beschrieben, dass sie gleich generationenweise zur falschen Zeit am falschen Ort waren, ob das die Edelweißpiraten in der Nazizeit waren oder die Halbstarken in den 50er Jahren oder die Gammler in den 60ern. Sie wurden eingesperrt, weggeschafft, gebrochen, weil für sie in der perfekten Wirtschaftswunderwelt ihrer Elterngeneration kein Platz war. In den 50er- und 60er-Jahren tobte der Kampf in Deutschland zwischen den Anhängern der Nazizeit, zwischen den Deutschen, die für Zucht und Ordnung waren und denen, die sich schon am demokratischeren westlichen Lebensstil und kulturell an Amerika orientierten. Die Jugendlichen, die ein anderes Leben als ihre Eltern wollten, waren da nur eins: Sie waren störend und kamen deswegen ins Heim. »Störenfriede« war ein Buchtitel, über den ich alternativ zum Gewählten nachgedacht hatte. Hunderttausende wurden dort dann zerrieben, weil die Gesellschaft sich so gegen den Wandel wehren konnte – bis die Revolte der Studenten von 1968 den endgültigen Wandel brachte – , wenn man so will, auch das Ende der Nazizeit in den Köpfen – und in den Heimen.

    In der evangelischen »Diakonie Freistatt« bei Diepholz stehen noch die mit Torf gefüllten Loren, die minderjährige Fürsorgezöglinge wie Zwangsarbeiter bis 1972 ins Moor geschoben haben. Dort wurden Tausende von Kindern und Jugentlichen – noch heute ist das bei einem Besuch vor Ort unübersehbar – geographisch-physisch wahrhaft »ausgegrenzt«. Weit abgelegen vom nächsten Zivilisationspunkt, vollkommen abgetrennt von der Gesellschaft, ein gigantisches Isolationslager der »Störenfriede«.

    Im Mädchenheim Fuldatal bei Kassel gibt es noch immer die »Besinnungszimmer« zu sehen. Orte der Isolation, in denen bis 1970 Kinder eingesperrt wurden, wie zuvor schon in den Zeiten der Fürsorge in den 20er- und in den 40er-Jahren, als die Nazis hier ein KZ und Arbeitslager betrieben.

    Im Kalk der Wände dieser Zellen sind die Hilfeschreie von Kindern und Jugendlichen eingeritzt, die hier fast ein ganzes Jahrhundert unter wechselnden politischen Verhältnissen in Deutschland als »wertlos« abgeschoben worden waren. Ein Musem oder besser eine Gedenkstätte wäre hier wie dort angemessen. Dort könnte man nachempfinden was Jürgen Eilert auf den nachfolgenden Seiten beschrieben hat.

    Berlin, 14. September 2011 – Peter Wensierski x

    ENDE DES ZITATS DES VORWORTS ZU DIESEM SACHBUCH / FACHBUCH.

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    Psychologie der Menschenrechte: Menschenrechtsverletzungen im deutschen Heimsystem (1945-1973); mit einem Vorwort von Peter Wensierski (German Edition)

    Taschenbuch: 958 Seiten
    Verlag: V&R Unipress
    Auflage: 1. Auflage (1. Nov. 2011; 7. Dez. 2011)
    Sprache:: Deutsch
    ISBN-10: 3899719026
    ISBN-13: 978-3899719024
    v 16,2 x 5,6 x 24,1 ccm

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    Psychologie der Menschenrechte: Menschenrechtsverletzungen im deutschen Heimsystem (1945-1973); mit einem Vorwort von Peter Wensierski (German Edition)

    Paperback: 958 pages
    Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
    Edition: 1. Edition (1 Nov. 2011; 7 Dez. 2011)
    Language: German
    ISBN-10: 3899719026
    ISBN-13: 978-3899719024
    Product Dimensions: 6.4 x 2.2 x 9.5 inches
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  99. .
    Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. steht zur Verfügung!

    BITTE teilen! und/oder an die entsprechenden Institutionen schicken! – DANKE!

    ANFANG DES ZITATS.

    Aufruf an Universitäten, Fachhochschulen, Schulen und Studierende mit dem Studienziel – Fachbereich Pädagogik und/oder Psychologie!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    der Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V.) hat sich 2004 gegründet, um die Interessen ehemaliger Heimkinder zu vertreten. Nach der Gründung wurde der Verein in Aachen in das Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
    Anlass für die Gründung des Vereins waren systematische Straftaten an Heimkindern und massive Menschenrechtsverletzungen, die Kindern und Jugendlichen in der Zeit von 1945 bis 1975 und darüber hinaus in kirchlichen und staatlichen Heimen widerfahren sind. Im VEH e.V. vertreten sind Ehemalige aus Waisenhäusern, Kleinkinderheimen, Kinderheimen, Jugendheimen, Erziehungsheimen, Behindertenheimen, Kinder- und Jugendpsychiatrien, sowie auch aus Spezialheimen und Jugendwerkhöfen in der Ex-DDR.

    Die Heime in den alten Bundesländern waren kirchlich (beide großen Konfessionen, ca. 80%), staatlich, kommunal und privat, die Heime in der ehemaligen DDR hingegen waren überwiegend staatlich organisiert.

    Der Verein will das Unrecht aufklären und öffentlich bekannt machen sowie Kontakte unter den Betroffenen ermöglichen. Er setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen Entschädigungen in Form von Opferrenten, Lohnnachzahlungen, Schmerzensgeld erhalten.

    Weiter sieht der Verein es als seine Aufgabe, aufzuklären, zu berichten, durch die Geschichte zu sensibilisieren, sich aktiv um Veränderung, Prävention und Aufklärung des Erziehernachwuchses zu kümmern.

    Wir sind sicher, dass es einen großen Bedarf gibt, ein Bewusstsein für die in Ausbildung stehenden zukünftigen pädagogischen Kräfte auch – und vielleicht besonders – für die horrenden Fehler der Vergangenheit zu schaffen, die Hunderttausende mit deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität zahlen mussten und heute noch zahlen.

    Unser Angebot richtet sich an Schulen, FHS, Unis und Studierende, die InterviewpartnerInnen für Masterarbeiten und ähnliches suchen.

    Der VEH e.V. kann Kontakte zu Opfern und Überlebenden der Schwarzen Pädagogik vermitteln, um im begrenzten Rahmen Projekte an Schulen und Unis im Bereich Pädagogik und Psychologie zu unterstützen.

    Projektthemen könnten sein:
    ● Bindungsproblematiken in Kindheit und Jugend
    ● Gewalt unter HeimbewohnerInnen
    ● Gewalt ausgehend von ErzieherInnen und anderen Angestellten
    ● Mobbing
    ● Übergriffigkeit
    ● sexuelle Gewalt
    ● Missbrauch
    ● Zwang
    ● Isolierung
    ● Aus der Heimzeit resultierende Konflikte

    Weiter kann in solchen Projekten sehr nachhaltig gezeigt werden, welche oftmals lebenslangen Schäden entstanden sind, welches Leid noch heute bei den Opfern vorhanden ist, welche Kämpfe Ehemalige mit Behörden, Trägern, Kirchen haben, wie sie um Entschädigungen und Anerkennung kämpfen müssen.

    Wir bieten GesprächspartnerInnen, die in vorzugsweise kleinen Projektgruppen ihre Geschichte erzählen und damit Möglichkeiten zur Ausarbeitung wirksamer Prävention aufzeigen können.

    Bitte wenden Sie sich an den Vorstand um Gesprächspartner vermittelt zu bekommen.

    Kontakte:
    Heidi Dettinger – Mail: h.dettinger@veh-ev.eu
    Dirk Friedrich – Mail: d.friedrich@veh-ev.eu

    Mit freundlichen Grüßen

    Der Vorstand

    Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V)

    DAS ZITAT IST HIERMIT ABGESCHLOSSEN.

    QUELLE: https://web.facebook.com/VEHeV/posts/703635363070288

    BITTE teilen! und/oder an die entsprechenden Institutionen schicken! – DANKE!
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    Lobenswerte Beiträge denen wir uns alle anschließen können:

    Auf der Facebook-Seite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V) ist jetzt auch zu lesen:

    ZITAT ANFANG.

    getätigt Sonntag, 10.01.2015, um 06:14 Uhr

    Hi!
    Die Empörung über das was in Köln und anderswo – in der Silvesternacht [ 2015 zu 2016 ] – geschehen ist ist absolut berechtigt. Es ist abscheulich und muss geahndet werden! – Wir wünschten uns genauso die gleiche Empörung über das, was hunderttausenden Heimkindern seit 1945 (auch davor) erleiden und erdulden mussten. Sexuelle Gewalt. Die geistige „christliche“ und körperliche Vergewaltigung von schutzlosen Kindern und Jugendlichen. Missbrauch und Misshandlungen bis aufs Blut. Vornweg die kirchlichen Institutionen und dann die staatlichen Einrichtungen. In widerlichster Art und Weise, wurden diese furchtbaren Geschehnisse jahrzehntelang vertuscht, verleumdet und durch Drohungen und Desinteresse ad absurdum geführt. – Bis heute ist keine Aufklärung und Wiedergutmachung der damaligen Zwangsarbeit möglich. Die Firmen, Konzerne (heute sind manche weltweit tätig) und Bauern, die kräftig davon profitierten und bis heute davon zehren, stellen sich nicht ihrer Verantwortung. Die Pharmakonzerne die sich mit ihren perfiden Medikamentenmissbräuchen und Versuchen an Heimkindern schuldig gemacht haben, müssen verantwortlich gemacht werden. All die, die sich an den Verbrechen beteiligt haben ducken sich seit Jahren weg und wollen davon nichts gewusst haben. Die Politiker stehen ihnen stramm zur Seite. Warum wohl? Sie schützen die damaligen Verbrechen [ / Verbrecher ] bis heute! Sie wollen keine Wiedergutmachung! Schon gar nicht eine Entschädigung für diese Verbrechen an die Kinder und Jugendlichen zahlen. – Das kennt man nur zu gut in diesem Land! – ES IST NUR NOCH JÄMMERLICH! – Als was zählt hier in diesem Land ein ehemaliges und heutiges Heimkind? Anscheinend wenig bis gar nichts! Heute “züchten“ sie, mit Hilfe der Jugendämter, wieder eine neue Generation der Schutz- und Hilflosen. SIE HABEN NICHTS AUS DER VERGANGENHEIT GELERNT! – Der VEH [ Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ] wird so lang es noch Ehemalige aus der Zeit ab 1945 gibt, nicht aufhören auf diese systematisierten Verbrechen an Kindern und Jugendlichen hin[zu]weisen! Dafür kämpfen, dass es eine finanzielle Wiedergutmachung geben muss! Mag die biologische Uhr auch ticken. Ihr werdet uns dennoch nicht los! – NIEMALS! – In diesem Sinn! – LG Dirk F. [ 2. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) ]

    ZITAT ENDE.

    QUELLE: Facebook @ https://de-de.facebook.com/VEHeV/posts/715724448528046
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    Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. teilt mit und gibt weitestgehend bekannt.

    ZITAT ANFANG.

    Betrifft: Aufruf an Ehemalige wegen OEG = Opferentschädigungsgesetz!

    Wir freuen uns riesig, das wir ein juristisch wie auch wissenschaftlich fundiertes Team gefunden haben, dass sich um ehemalige Heimkinder, die den Weg zum OEG gehen wollen unterstützen wird; [dass] alle ehemaligen Heimkinder, die keinen Beratungshilfeschein bekommen oder keine Prozesskostenhilfe erhalten, unentgeltlich vertreten werden können.

    Interessierte Ehemalige sollten sich beim Vorstand des VEH e.V. [ Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ] melden und sich informieren. Der Vorstand wird vermitteln!

    Wichtig hierbei ist, das die Ehemaligen mitarbeiten und sich bemühen ihre Unterlagen und anderweitiges Material, das zur Klageerhebung wichtig ist – dem juristisch-wissenschaftlichen Team – zur Verfügung (z. B. Kopien) [zu] stellen. – Es fallen bis zum gerichtlichen Abschlußbescheid keine Kosten an. Bei Erfolg der Klage ist ein tariflich vertraglich vereinbartes Honorar an das außerhalb des Vereins arbeitende Team zu zahlen. – Der VEH e.V. – um allen Gerüchten vorzubeugen – wird keine Zahlungen erhalten. Er ist und bleibt nur Vermittler!

    Noch ein wichtiger Hinweis!

    Wir werden ab und an gefragt, warum wir auf das OEG hinweisen. Das wäre doch keine Entschädigung, die wir immer wieder fordern würden. Stimmt! Aber solang wir noch kämpfen, sollte jede/r zumindest die Chance bekommen die wenigen Möglichkeiten die einem als Opfer bleiben auszuschöpfen. Dies gilt genau so auch für die Almosen aus dem Hilfsfonds. – Egal wie lang es dauern wird, wir bestehen auf eine wahrhaftige Entschädigung! Basta!

    Bei Interesse melden sie sich bitte erst einmal schriftlich bei:

    Heidi Dettinger – Mail: h.dettinger@veh-ev.eu
    und / oder
    Dirk Friedrich – Mail: d.friedrich@veh-ev.eu

    Der Vorstand

    Verein ehemaliger Heimkinder e. V. (VEH e.V.)

    ZITAT ENDE.

    QUELLE: https://de-de.facebook.com/VEHeV
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    DIGITALES FALTBLATT ZUR INFORMATION FÜR ALLE

    ZITAT ANFANG.

    Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
    Aktuelle Informationen und Nachrichten

    Veröffentlicht am 18. Januar, 2016

    Juristische und psychologische Hilfen beim OEG-Verfahren

    Wir freuen uns riesig, dass wir ein juristisch wie auch wissenschaftlich fundiertes Team gefunden haben, das ehemalige Heimkinder, die den Weg zum OEG gehen wollen, unterstützen wird.

    Alle ehemaligen Heimkinder – besonders diejenigen, die keinen Beratungshilfeschein oder Prozesskostenhilfe erhalten – werden auf Wunsch vertreten und beraten.

    Formaler Ablauf:

    Wie bislang auch, wird der VEH e.V. den Ehemaligen, die sich entscheiden, einen Antrag nach dem OEG zu stellen, bei den ersten Schritten behilflich sein:

    1. Was ist das OEG überhaupt?
    2. Für wen ist das OEG zuständig, wer kann einen Antrag stellen?
    3. Wo bekommt man weiterführende Informationen, wo die nötigen Formulare?
    4. Wo und wie kann man die Entschädigung beantragen?
    5. Wie kommt man an die notwendigen Unterlagen zur Heimunterbringung, welche Unterlagen sind überhaupt notwendig, braucht es Zeugenaussagen?

    Manche dieser Fragen sind schnell geklärt und gelten allgemein:

    1. Das Opferentschädigungsgesetz (OEG) ist ein allgemein und in der ganzen Bundesrepublik gültiges Gesetz, es ist nicht auf ehemalige Heimkinder zugeschnitten, trifft aber in den meisten Fällen auch auf diese zu.

    2. Das OEG ist für alle zuständig, die eine Gewalttat erlitten haben und nicht privat durch den Schädiger entschädigt wurden/werden konnten. Einen Antrag kann prinzipiell jeder und jede stellen.

    3. Man bekommt reichlich weiterführende Informationen im Internet, besonders gut und umfassend sind diese auf der Seite des Bundeslandes Bayern.
    http://www.zbfs.bayern.de/opferentschaedigung/gewaltopfer/antrag/index.php
    Falls ein/e Ehemalige/r keinen Internetzugang hat, kann man sich an das zuständige Versorgungsamt wenden.

    4. Ein erster Schritt zur Beantragung ist das Ausfüllen, Unterzeichnen und Einsenden des Formulars, dem möglichst alle vorhandenen Unterlagen (Atteste, vorhandene Gutachten, Beschädigungsausweis etc.) in Kopie beigefügt werden sollten.

    5. Diese Frage ist nur individuell zu klären und ist außerdem häufig die schwierigste Frage. Aber in der Regel gibt es auch hier Lösungen, die diskutiert und angegangen werden können und müssen.Bei all diesen Punkten kann der VEH e.V. falls nötig und so gut es geht behilflich sein. Sollten wir einzelne Fragen nicht klären können, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen.

    Im besten Fall läuft nun alles reibungslos ab: Eine Rentenzahlung z.B. wird dem/der Ehemaligen zugesprochen, diese/r ist damit einverstanden und alle sind glücklich.

    Leider aber zeigt die Erfahrung, dass es höchst selten so unkompliziert abläuft. In dem Falle sollte überlegt werden, ob ein Widerspruch eingelegt wird. Dann (und in komplizierten Fällen natürlich früher) sollte eine fundierte Rechtsberatung hinzugezogen werden.

    Und hier kommt das Angebot des Juristen zum Tragen: Dieser hat mit seiner Kanzlei eine Vereinbarung getroffen, ehemalige Heimkinder, auf welche die o.g. Konditionen zutreffen, zu vertreten. Und zwar ausschließlich gegen ein Erfolgshonorar, welches zu Beginn der Vertretung mit den Ehemaligen ausgehandelt werden wird, aber nicht über 700 Euro liegen wird.

    Um das zu verdeutlichen:

    Eine Rente nach OEG wird rückwirkend vom Tage der Klageerhebung gezahlt. Bei einer angenommenen Opferrente nach dem OEG von monatlich 200 Euro und einer Verfahrensdauer von einem Jahr fällt also eine rückwirkende Zahlung von 2.400 Euro an, aus der dann die 700 Euro für den Juristen bezahlt werden. Diese Zahlen sind natürlich rein fiktiv. Fällt die Rente höher aus, sind die Rückzahlungen höher, ebenso, wenn das Verfahren länger dauert oder sich über mehrere Widersprüche hinziehen sollte. Das vereinbarte Honorar für die juristische Vertretung jedoch bleibt dieselbe und es fällt nur im Erfolgsfall an.

    Psychologische Gutachten

    Einen rein medizinischen Schaden festzustellen, ist relativ einfach. Um das mal banal zu sagen: Arm ab ist Arm ab. Da gibt es wenig zu deuten. Schwieriger wird dies, wenn es sich um einen psychologischen Schaden handelt (der aber durchaus auch körperliche Konsequenzen zur Folge haben kann) – und/oder wenn die Schädigung so lange zurück liegt, wie bei ehemaligen Heimkindern. Hier fordert das Gericht nicht selten ein psychologisches Gutachten ein.

    Nun kommt es auf das Gericht bzw. den Richter an, ob er einen Gutachter bestellt oder man selbst die Wahl eines Gutachters hat. Bei gerichtsbestellten Gutachtern passiert es regelmäßig, dass diese einseitig und deutlich unvorteilhaft für den Klagenden ausfallen. In diesem Fall kann es durchaus angesagt sein, ein eigenes, gerichtsunabhängiges Gutachten erstellen zu lassen.

    Hierbei kommt nun der zweite Teil unseres Vorschlages zum Tragen: Die Mitarbeiterin eines engagierten Psychologen, Lehrbeauftragter an der Bochumer Universität, hat sich bereit erklärt, diese Gutachten zu erstellen. Natürlich müssen auch diese honoriert werden, aber auch hier wird sich die Bezahlung in Grenzen halten und können aus der rückwirkenden Zahlung der Rente nach OEG beglichen werden. Über die genaue Höhe der Zahlung für solch ein Gutachten stehen wir noch in Verhandlungen.

    Welche Rolle spielt der VEH e.V. bei all diesem?

    Wir werden lediglich die Vermittler zu juristischen und psychologischen Fachkräften sein und im Prinzip das tun, was wir auch bislang getan haben: Im Vorfeld beraten und Hilfestellungen geben. Der Verein kann natürlich keine Rechtsberatungen leisten, aber wir werden uns weiterhin bemühen, für Ratsuchende da zu sein und die ersten Schritte zu begleiten.

    Wie immer sind unsere Beratungen und Hilfen selbstverständlich kostenlos!

    Wichtig ist uns vor allem, den Ehemaligen Möglichkeiten aufzuzeigen. Sollten wir etwas nicht wissen, leiten wir selbstredend an kompetente Menschen weiter. Wichtig ist uns auch, eine mögliche Flut von Vorab-Anfragen von der Kanzlei bzw. der Gutachterin fern zu halten, um es diesen zu ermöglichen, sich den wirklich wichtigen – und von uns nicht zu klärenden – Fragen und Arbeiten zu widmen.

    Was wird von den Ehemaligen erwartet und was kommt auf sie bei einer Klage zu?
    Ehemalige Heimkinder, die diese – wir meinen wirklich großartigen Angebote – von Jurist und Psychologin aufnehmen wollen, werden gebeten, sich beim Vorstand des VEH e.V. zu melden. Am besten unter den E-Mail-Adressen von Dirk Friedrich d.friedrich@veh-ev.eu oder Heidi Dettinger h.dettinger@veh-ev.eu[color=#000040], notfalls auch telefonisch bei Heidi Dettinger unter 05032-964647. Sie werden von uns dann an Juristen bzw. Gutachterin weitervermittelt.

    Wie oben bereits angesprochen, soll diese Vermittlung dazu dienen, Kanzlei und Gutachterin vor einem unnötigen Aufwand zu schützen, um diesen ein möglichst umfassendes und effektives Arbeiten zu ermöglichen.

    Es wird die Mitarbeit des Klägers/der Klägerin erwartet. Das heißt, dass diese sich bemühen, ihre Unterlagen und anderes Material, das zur Klageerhebung wichtig ist, dem Juristen und, falls notwendig, auch der Psychologin zur Verfügung zu stellen und die erforderlichen Auskünfte zu geben.

    Jeder und jede, der/die eine Klage nach dem OEG anstrebt, muss sich mit Geduld wappnen, da es durchaus zu einer ziemlich langen Verfahrensdauer kommen kann. Wir können hier nur raten, nicht den Mut sinken zu lassen und, soweit möglich, sich Personen im privaten Umfeld zu suchen, die unterstützen und Kraft geben können.

    Natürlich sind wir auch weiterhin bereit, uns mit allen auseinanderzusetzen, die dies brauchen oder sich mit einem von uns aussprechen wollen – auch über den Prozess.

    ZITAT ANFANG.

    QUELLE: http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/gerichtsverhandlungen/juristische-und-psychologische-hilfen-beim-oeg-verfahren/
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  103. .
    Vorstellung meiner selbst und des von mir angesprochenen Themas / des hier behandelten Themas.

    Für all diejenigen, die mich noch nicht so richtig kennen, veröffentliche ich jetzt das folgende Vorstellungsschreiben ÜBER MICH, ÜBERALL. – Ich weiß nicht mehr wo ich mich in den letzten 13 Jahren meiner Arbeit schon überall im Internet vorgestellt habe (oder ob ich es auch hier und da vergessen habe), deshalb hole ich es jetzt hiermit noch einmal ÜBERALL nach:

    Hallo alle zusammen …

    Ich, Martin MITCHELL, bin ein Ehemaliges Heimkind-WEST, am 28.07.1946 zu staatenlosen Eltern in Berlin-West geboren; ein Senior also; und schon seit ein paar Jahren in Rente jetzt. Ich lebe seit dem 24.03.1964 in Australien.

    Seit dem Jahre 2006, ungefähr, bin ich offiziell Mitglied in dem größten deutschen eingetragenen Verein für Betroffene, dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.).

    Ich beschäftige mich schon seit dem Jahre 2003 (nachdem ich mir zu diesem Zeitpunkt erst einmal wieder die deutsche Sprache, sowohl wie Komputernutzung, beibringen musste), beinahe vollzeitig mit dem Thema »Institutionelle Kindesmisshandlung«, d.h. »systematische systemische Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in totalen Institutionen / Erziehungseinrichtungen im Nachkriegsdeutschland – jahrzentelang !! (im Westen 1945-1985 mindestens, soweit ich habe feststellen können)«.

    Ich, und mehr als eine Millionen deutsche Mädchen und Jungen – Kinder und Jugendliche jeden Alters – haben diese Art der Erziehung der alten Garde der meistens unausgebildeten und völlig untauglichen ‘Erzieher’ und ‘Erzieherinnen’, in diesen totalen Institutionen, an Leib und Seele gespürt und erlitten (das war die gewollte institutionelle Erziehung im Christlichen Abendlande!). „Über eine Millionen“ bezieht sich allein auf Westdeutschland! – In der DRR waren es nochmals ungefähr eine halbe Millionen (das war die von der kommunistischen Elite gewollte institutionelle Erziehung!). Und das weitgehende Schweigen der Gesellschaft zu diesen Erziehungsmethoden war auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze OHRENBETÄUBEND!

    Aus meinem damaligen Wunsch Architekt zu werden, ist leider nach meinen Erziehungsheim-Erfahrungen in nachkriegsdeutschen ‘Heimen’ und ‘Anstalten’, und meiner Auswanderung nach Australien mit 17½ Jahren (1964), um diesem Unrecht und Leid in Deutschland zu entkommen, nichts geworden. Akademiker bin ich also nicht; just vielseitiger Handwerker im Baugewerbe ( „Jack of all trades, master of none.“, sagen wir hier in Australien ).

    Ich hoffe, das heute tätige Erzieherinnen und Erzieherinnen und auch die noch auszubildenden Pädagoginnen und Pädagogen, denen man zukünftig die öffentliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen anvertraut aus meiner Geschichte und meinen Beiträgen in diesem Forum – sowohl wie auch anderswo im Internet – etwas lernen können und dadurch zu einer besseren Welt beitragen können. – Mag es ebenso verhindern, dass was all den damaligen Opfern in Deutschland in OST und WEST, in ihrer Minderjährigkeit wiederfahren ist, heute nicht wieder geschieht. – Jeder kann sein Bestes tun dazu beizutragen, dass es sich nie wieder wiederholt!

    Mit freundlichen Grüßen allerseits aus dem Land DOWN UNDER.

    Martin MITCHELL
    .

  104. Auch ich bin ein ehemaliger Heimzögling.
    Niemand den ich kenne,
    ist derart intensiv und beharrlich im Thema wie Martin. Dafür bedanke ich mich und dafür schätze ich ihn.

  105. .
    DIAKONIE – Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

    Ein damals ungefähr 45-jähriger Freistätter Erzieher (ev. Pfarrer), der DIE IN FREISTATT BEGANGENEN VERBRECHEN auch schon damals als solche erkannte, und sich weigerte mitzumachen, meldet sich zu Wort :

    Bezüglich den VERBRECHEN in der Bethel-eigenen Jugendwohlfahrts- und Erziehungsanstalt FREISTATT – der jetzigen TOURISTEN-ATTRAKTION „FREISTATT“ / „BETHEL IM NORDEN“
    in Deutschland :

    ANFANG EINES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN ARCHIVIERTEN LESERKOMMENTARS AUS DEM JAHRE 2008.

    Braunschweiger Zeitung, 22. September 2008

    „VERBRECHEN IM NAMEN DER KIRCHE“

    Erinnerungen eines Pfarrers im Ruhestand

    Sechs Wochen lang hat [der im Jahre 1923 geborene] Erich Helmer 1968 als Pfarrer IM DIAKONISCHEN HEIM IN FREISTATT IM KREIS DIEPHOLZ gearbeitet. Dort waren Jugendliche untergebracht, die als kriminell galten, und Jugendliche, die von ihren Eltern abgeschoben wurden.

    Helmers Auftrag lautete, die Jugendlichen zu betreuen und mit ihnen Wege aus der Kriminalität zu finden. Dazu kam er aber nicht. Die Jugendlichen mussten von morgens bis abends im Moor schuften. Freizeit gab es nicht, Räume für Einzelgespräche oder einen Hauch von Privatsphäre auch nicht.

    Helmer erlebte, wie die Jugendlichen geschlagen und getreten wurden, wie sie mit Zahnbürsten den Boden schrubben und sich abends damit die Zähne putzen mussten.

    Seine Erinnerungen an diese Zeit fasst er so zusammen:

    ANFANG DER ÄUSSERUNG EINES DIREKT INVOLVIERTEN ZEITZEUGENS.

    „Mit Überraschung und mit einem Gefühl der Scham nahm ich Ihren Artikel vom 16. September über die Misshandlung von Kindern in kirchlichen Heimen zur Kenntnis.
    Überraschung deshalb, weil die dort geschilderten Misshandlungen erst jetzt nach mehr als vierzig Jahren zur Sprache kommen.
    Scham, weil die damals verantwortlichen kirchlichen Institutionen einen Mantel des Schweigens über die Ereignisse ausgebreitet haben.
    Die geschilderten Ereignisse kann ich nur bestätigen, denn auf Votum meines damaligen Militärbischofs wurde ich 1968 für eine kurzfristige Tätigkeit in eins der genannten Heime entsandt. Die Behandlung der dort untergebrachten Jugendlichen kann man kaum wiedergeben.
    Die damals tätigen Diakone sahen in den Jugendlichen nicht mehr den Menschen als Geschöpf Gottes, sondern betrachteten sie als den Abschaum der Menschheit. Ich kritisierte seinerzeit die Heimleitungen und Diakone.
    Aufgrund der Vorkommnisse beendete ich eigenmächtig meine dienstliche Beauftragung und trug meine in dem Heim erlebten Erfahrungen sowohl dem Militärbischof als auch meiner damaligen Kirchenleitung vor. Ich wies darauf hin, dass dort im Namen der Kirche VERBRECHEN an jugendlichen Menschen vorgenommen werden.
    Meine Kritik wurde zurückgewiesen mit der Begründung, die dort untergebrachten Jugendlichen müssten äußerst hart angefasst werden, mir fehle sicher eine entsprechende Erfahrung im Umgang mit kriminellen Jugendlichen.
    Ich schäme mich, nicht schärfer und lauter protestiert zu haben.“

    ENDE DER ÄUSSERUNG EINES DIREKT INVOLVIERTEN ZEITZEUGENS.

    Dieser altgewordene Kirchenmann muß sich fragen lassen, warum er in diesen vierzig Jahren nie einen Weg gesucht hat, DAS VERSCHWEIGEN [ DIESER VERBRECHEN IN FREISTATT ] aufzubrechen.

    ENDE EINES ZITATS EINES DIESBEZÜGLICHEN ARCHIVIERTEN LESERKOMMENTARS AUS DEM JAHRE 2008.

    QUELLE: Rubrik „Zeitungsberichte“ @ http://www.spurensuche-meinung-bilden.de/index.php?id=4&topic=10&key=2
    .

  106. .
    DIAKONIE – Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

    IM JAHRE 1973 GAB ES IN FREISTATT EINEN ERSTEN BRANDANSCHLAG GRÖßEREN AUSMAßES.

    DIE 65 JAHRE ALTE HISTORISCHE MOORKIRCHE IN DER BETHEL-EIGENEN ARBEITSERZIEHUNGSANSTALT FREISTATT GING IN FLAMMEN AUF.

    WER HAT MITTE 1973 DIE MOORKIRCHE IN DER BETHEL-EIGENEN ARBEITSERZIEHUNGSANSTALT FREISTATT NIEDERGEBRANNT UND WARUM?

    Image – Abbildung eines lokalen Zeitungsartikel vom Mo. 16.07.1973, MIT VIER FOTOS DER BRANDSTÄTTE, anzuschauen auf der Freistätter-Feuerwehr-Webseite @ http://www.feuerwehr-freistatt.de/cms/download.php?cat=26_Chronik%20-%20Besonderes&file=Kirche_komplett_2.JPG

    ANFANG DES ZITATS AUS DER ABBILDUNG EINES DIESBEZÜGLICHEN ARTIKELS AUS DEM JAHRE 1973.

    Freistätter Moorkirche ging in Flammen auf

    Der gesamte Umkreis im Einsatz – Der Glockenturm blieb erhalten.

    Freistatt (u) – In ganz Freistatt, auch darüber hinaus in weiten Kreisen der Bevölkerung, herrscht große Betroffenheit: [Freitag 13.07.1973] In der Nacht zum Sonnabend brannte die Moorkirche, ein in das Grün ragender Bäume eingebeltetes Kleinod unter den Kirchen des Sullinger Landes, nieder. Im Laufe des Vormittags mußten die vom Einsturz bedrohten Mauerreste niedergelegt werden. Das besonders Betrübliche: Vorsätzliche Brandstiftung ist nicht auszuschließen, doch sind die Ermittlungen der Kriminalpolizei noch nicht abgeschlossen.

    Um Mitternacht schien alles in Freistatt normal. Um die Zeit verliesen Gäste das Haus Herzfeld an der Von-Bodelschwingh-Straße, das etwa 200 m von der Kirche entfernt steht. Zwar hatte man — etwas weiter — im Pastorenhaus merkwürdige Geräusche gehört, doch überzeugte sich Frau Lähnemann durch einen Rundblick aus dem Zimmer im Dachgeschoß, daß nichts Außergewöhnliches wahrzunehmen war.

    Aber Minuten später bellte der sonst so ruhige Hund im Hause Herzfeld, so daß Frau Herzfeld aus dem Fenster blickte. Hinter der Kirche — so meinte sie — sah sie Feuerschein und veranlaste unverzüglich Feueralarm. Inzwischen war auch die Ehefrau von Bürgermeister Hügel durch prasselnde Gräusche aus dem Schlaf aufgeschreckt. Es stand bereits das ganze Dach der Moorkirche in hellen Flammen. Da — es war 0:27 Uhr — heulten auch schon die Sirenen, und im Hause Lähnemann eilte die Hausfrau erneut ins Dachgeschoß. Ihr Ruf: „Die Kirche brennt!“ schreckte die Familie zusätzlich auf.

    17 Stahlrohre bekämpfen Brand

    Stellvertretender Gemeindebrandmeister Dieter Enders — Gemeindebrandmeister Kolwei, der vor einer Woche getraut worden war, befindet sich auf Hochzeitsreise — ließ sofort den gesamten Umkreis Gr. Lessen zu Hilfe rufen. Beim ersten Löschangriff waren die Tanklöschfahrzeuge aus Varrel und Kl. Lessen eine bedeutende Hilfe. Auch die Freiwillige Feuerwehr Barver fand sich ein, brauchte aber nicht eingesetzt werden.

    Zeitweise verfügte Enders über 17 Stahlrohre am Brandherd. Wasser wurde zunächst aus dem 200 m entfernten Löschteich an der Bodelschwingh-Straße durch viè-Spritzen gefördert, später aus dem 400 m entfernten Teich am Rodelberg. Trotz des ständigen Funkenregens gelang es, den nur wenige Meter von der Kirche entfernten, vor acht Jahren errichteten hölzernen Glockenturm vor dem Übergreifen des Brandes zu bewahren, auch das etwas weiter entfernte Leichenhaus auf dem Friedhof. Gefahr bestand zeitweise auch für die Moorpension wegen ihres Flachdaches.

    Aber die Moorkirche, ein außen mit Holzbrettern verkleideter Ziegel-Fachwerkbau, der mit Torf gegen Wärme und Kälte isoliert war, konnte trotz des massiven Einsatzes nicht gerettet werden. Schon bald nach 1 Uhr war jede Gefahr beseitigt und ab 3 Uhr konnte Enders nacheinander die Nachbarwehren entlassen. Die Freistätter Feuerwehrmänner blieben jedoch an der Brandstätte.

    Kreisbrandmeister Kettler-Barver überzeugte sich ebenso so wie Unterkreisbrandmeister Harms-Wehrbleck von dem zweimäßigen Einsatz der Wehren. Auch Unterkreisbrandmeister Schuhmacher-Barver war gekommen.

    Moorkirche nur 65 Jahre alt

    Nach der Gründung der Anstalt Freistatt 1898 entstand 1901, eine Holzkapelle, die Weinachten geweiht wurde. Sie wurde einbezogen in den Erweiterungsbau, der sieben Jahre später aufgeführt und am 26. Juli 1908 durch eine Predigt von Pastor Friedrich von Bodelschwingh, dem Sohn des Anstaltsgründers, eingeweiht wurde.

    Das Gotteshaus, dessen Mittelschiff 9 mal 35 m maß und das ein Querschiff nach osten hatte, ist also fast genau 65 Jahre alt geworden. Das scheint der Geistliche, der die Kirche als Ort bezeichnete, an dem der Weg zur Heimat angetreten und an dem sich der Vater finden lassen wird, gerade seherisch vorausgefühlt zu haben, als er seine Einweihungspredigt mit diesen Worten schloß: „Auch diese schöne Kirche ist von kurzer Dauer. Es kommt die Stunde, wer weiß, wie bald, daß, sie in Trümmer fällt. Dann hat diese Kirche von Freistatt ihren Dienst getan, wenn sie ein Sinnbild gewesen ist von jener anderen Freistatt, die ewig ist, im Himmel und wegweisend zu jener anderen Heimat, in der alles, was heimatlos war, müde, krank, elend sich sammeln soll vor Gottes Angesicht.“

    Damals predigte der Pastor über die Worte aus dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Und auch die letzte Predigt vor dem Brand stellte Pastor Funke der Leiter der Gesamtanstalt, unter Worte desselben Gleichnisses. Diese Paralellität entdeckte Pastor Lähnemann am Morgen nach dem Brande, als er in den Akten der Kirchengemeinde Freistatt blätterte.

    Wertvolle Kostbarkeiten barg die in Flammen aufgegangene Moorkirche, die kürzlich renoviert wurde und 700 Hundert Besuchern Platz bot, nicht gerade, doch stellte die Orgel gewiß ein Instrument großen Wertes dar. Als Besonderheit darf die Taufe aus Holz erwähnt werden. An der Altarwand befand sich ein etwa lebensgroßer handgeschnitzter Kruzifixus mit der gerade für Freistatt bezeichnenden Aussage „Es ist das Kreuz von Golgatha Heimat für Heimatlose.“

    Die Freistätter Moorkirche veriet unverkennbar, daß sie von norwegischer oder schwedischer Kirchenbaukunst beeinflußt wurde. Alte Einwohner Freistatts überlieferten mündlich, daß Teile von Schweden gekommen sein sollen. Pastor Lähnemann fand darüber keine schriftlichen Aufzeichnungen. Wohl laß er, daß Kaiser Wilhelm II für den Erweiterungsbau ein „Gnadengeschenk“ von 10000 Reichsmark gewährte, weil ein Betrag von 16000 Mark nicht gedeckt war.

    Am gestrigen Sonntag [15.07.1973] versammelte sich die Kirchengemeinde Freistatt zum Gottesdienst im Speisesaal der Arbeiter-Kolonie Freistatt. Pastor Lähnemann stellte in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen das schreckliche Geschehen in der Nacht zum [Sonnabend] 14. Juli 1973.

    ENDE DES ZITATS AUS DER ABBILDUNG EINES DIESBEZÜGLICHEN ARTIKELS AUS DEM JAHRE 1973.

    Die Betitelung des ersten von vier dazugehörenden Fotos liest: „DIE MOORKIRCHE FREISTATT, wie sie den Anstaltsbesuchern in Erinnerung bleiben wird.“

    Die Betitelung des zweiten von vier dazugehörenden Fotos liest: „LÖSCHEINSATZ AM QUERSCHIFF. Während die Seitenwand schon einstürzte, hält sich der Ostgiebel noch.“

    Die Betitelung des dritten von vier dazugehörenden Fotos liest: „DIES VON OSTEN aufgenommene Foto vermittelt einen Eindruck von dem Ausmaß des Brandes, der die Moorkirche einäscherte, und dem Funkenregen. Auf dem Ostgiebel hält sich noch das Kreuz, rechts davon der Nordgiebel mit dem Schornstein.“

    Die Betitelung des vierten von vier dazugehörenden Fotos liest: „EIN GEWIRR von angebranntem Balkenwerk und nur wenige stehengebliebene Mauerreste — das waren am Sonnabend morgen die Überbleibsel der einst ansehnlichen Moorkirche in Freistatt. Rechts der Ostgiebel des Querschiffs. – Foto Zingler“

    ZU DEM „WARUM“ DER ABFACKELUNG DER KIRCHE IN FREISTATT IN 1973:

    Kurzer Auszug aus dem Artikel von Peter Wensierski »Heimkinder-Schicksale: „Wie geprügelte Hunde“« im SPIEGEL (vom 11.02.2006) @ http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/heimkinder-schicksale-wie-gepruegelte-hunde-a-400215-2.html

    ANFANG DES ZITATS AUS EINEM DIESBEZÜGLICHEN SPIEGEL-BERICHTS AUS DEM JAHRE 2006.

    1970 schufteten noch immer 300 Menschen im Moor. Die „Hausväter“ sind weiterhin ohne pädagogische Ausbildung. Hinter den vergitterten Fenstern werden die Jugendlichen in zellenartigen Schlafräumen nachts eingeschlossen. Drei Jahre später [ in der Nacht vom Freitag 13.07.1973 zum Sonnabend 14.07.1973 ] geht die Moorkirche in Flammen auf – zwei Zöglinge haben sie als Fanal des Protestes angezündet. Kurz darauf feiert man in Freistatt den 75. Geburtstag und errechnet, dass genau 92716 „Betreute“ die Moorburg durchlaufen haben, allesamt „abgeschobene Unbequeme“.

    ENDE DES ZITATS AUS EINEM DIESBEZÜGLICHEN SPIEGEL-BERICHTS AUS DEM JAHRE 2006.
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  107. .
    DIAKONIE – Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

    WER HAT MITTE 1980 DAS TORFWERK IN DER BETHEL-EIGENEN ARBEITSERZIEHUNGSANSTALT FREISTATT NIEDERGEBRANNT UND WARUM?

    Image – Abbildung eines lokalen Zeitungsartikel vom Di. 20.05.1980, MIT FOTO DER BRANDSTÄTTE, anzuschauen auf der Freistätter-Feuerwehr-Webseite @ http://www.feuerwehr-freistatt.de/cms/download.php?cat=26_Chronik%20-%20Besonderes&file=Torfwerk.JPG

    Welche Lokalzeitung das damals war, die darüber berichtete hat, ist momentan nicht genau festzustellen.

    ANFANG DES ZITATS AUS DER ABBILDUNG EINES DIESBEZÜGLICHEN ARTIKELS AUS DEM JAHRE 1980.

    Torfwerk in Freistatt bis auf Grundmauern abgebrannt

    Schaden wird zunächst auf 500000 DM geschätzt

    Freistatt (If) – Bis auf die Grundmauern vernichtet wurde in der Nacht zu gestern das Torfwerk in Freistatt. Kurz nach 22 Uhr brach am Montag aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer in dem Gebäude aus, in dem während dieses Tages nicht gearbeitet worden war. Mit zehn Löschfahrzeugen und rund 100 Feuerwehrmännern waren sechs Wehren am Einsatzort damit beschäftigt, daß der umliegende Wald [nicht] ebenfalls ein Opfer der Flammen wurde. Diese Gefahr bestand wegen der bereits seit über 14 Tagen anhaltenden Trockenheit. Der durch das Feuer angerichtete Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 500000 Mark.

    Entdeckt wurde der Brand von einem Mitarbeiter des Torfwerks und von Mitgliedern eines Sportsvereines, die mit dem Fahrrad unterwegs waren. Aus etwa 450 Metern Entfernung nahmen sie die starke Rauchentwicklung wahr. Bald darauf konnte man auch in den Häusern, die nicht zu weit entfernt waren, das Krachen der berstenden Bedachung des Torfwerkes hören.

    Die Ortswehr Freistatt und ihr Ortsbrandmeister Dieter Enders, der den Einsatz leitete, waren zuerst an der Brandstelle. Das Feuer hatte sich in dem größtenteils aus Holz gestellten Gebäude jedoch schon soweit ausgebreitet, das zu dem Zeitpunkt bereits zu erkennen war: Da ist nichts mehr zu retten. Der Brand sei gleich sehr großflächig gewesen sein und nicht etwa erst und nicht etwa erst nur ein Gebäudeteil umfaßt haben.

    Kurz nachdem auch in den umliegenden Ortschaften Alarm ausgelöst worden war rückten die Wehren aus Wehrbleck, Dörrieloh, Varrel, Barrenburg und Kirchdorf an. Am Einsatzort waren außerdem Kreisbrandmeister Adolf Wilkens, Diepholz, Brandabschnittsleiter-Süd Fritz Hasselhop, Brake, und Gemeindebrandmeister Heinrich Brockmann, Barenburg. Der Einsatz dauerte bis zum nächsten Morgen gegen 10 Uhr.

    Die Maschinen im Produktionsgebäude sowie die Loren und die Transporteinrichtung sind nicht mehr brauchbar. Zwei Güterwaggons und ein Benzintank brannten ebenso aus. Etwa 1000 Ballen Torf — davon war ein Teil noch ungefertigt — wurden ein Raub der Flammen.

    Das Gebäude selbst war nicht mehr neu. Es jedoch wieder aufzubauen, mit allen Einrichtungen, würde mehr als eine halbe Millionen Mark kosten. Davon müsse man ausgehen, hieß es von Seiten der Torfwerksleitung.

    Die Arbeit im Moor muß trotz alledem weitergehen, der reife Torf muß abgetragen werden, damit das Stechen und Planieren auf dem Feld wieder aufgenommern werden kann. Man wird sich bemühen müssen, eine Zwischenlagerstätte zu finden.

    ENDE DES ZITATS AUS DER ABBILDUNG EINES DIESBEZÜGLICHEN ARTIKELS AUS DEM JAHRE 1980.

    Die Betitelung zu diesem dazugehörenden Foto liest: „VÖLLIG ZERSTÖRT wurde in der Nacht zu gestern das Torfwerk in Freistatt, nachdem dort aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer ausgebrochen war. – Foto Heike Rohlfs“

    ANFANG DREIER ZITATE AUS EINER DIESBEZÜGLICHEN IM JAHRE 2005 GEFERTIGTEN CHRONOLOGIE.

    1864
    Johann Georg Kohl schreibt in seinem Buch »Nordwestdeutsche Skizzen« über die Torfarbeiten in den niedersächsischen Mooren: »Die Beschäftigung der Leute ist so schwer, so eintönig und so wenig poetisch wie die Sklavenarbeit der Neger beim Diamantenwaschen in Brasilien«.
    Buch in Nachdruck v. 1990 als Leihgabe im [Bethel Haupt]Archiv vorhanden.

    Dezember 1982
    Das neu errichtete Torfwerk [ für die Verarbeitung von Weißtorf als Garten und Düngetorf ] wird in Betrieb genommen.
    Chronik Gossing.

    Ende des Jahres 1995
    Die Torfwirtschaft wird aufgegeben und das Torfwerk geschlossen.
    Information Gossing, 31.01.1997.

    ENDE DREIER ZITATE AUS EINER DIESBEZÜGLICHEN IM JAHRE 2005 GEFERTIGTEN CHRONOLOGIE.

    Die letzten drei Hinweise stammen aus der Chronologie @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Freistatt_-_Was_entspricht_der_Wahrheit_und_was_nicht.html (meiner eigenen seit dem Jahre 2003 bestehenden Webseite).
    .

  108. .
    Seitens den VON BODELSCHWINGHSCHEN ANSTALTEN BETHEL und seitens seiner Teilanstalt der DIAKONIE FREISTATT IM WIETINGSMOOR, jedoch, bleibt die Abfackelung der Freistätter Kirche („Moorkirche“), niedergebrannt in 1973, und die Abfackelung des Freistätter Torfwerkes, niedergebrannt in 1980, weitgehend unerwähnt im Internet.
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  109. .
    Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

    ANFANG DES ZITATS DES RELEVANTEN MEINERSEITIGEN BEITRAGS.

    Dieser Thread »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND« @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=30&t=151&hilit=Medikamententests (Siehe einleitenden Beitrag oben) wurde von mir aus gutem Grund hier im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum schon am Mittwoch, 3. Februar 2016, um 08:43 Uhr (MEZ/CET) eröffnet. Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.

    Jetzt schon mal erscheint diesbezüglich folgende Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Sozial.Geschichte Online 19 (2016) S. 61–113

    ANFANG EINES AUSZUGS AUS DIESER STUDIE.

    Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte – Arzneimittelstudien an Heimkindern, SILVIA WAGNER, Sozial.Geschichte Online 19 (2016) [ @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf (insgesamt 54 digitale Seiten — anfangend auf Seite 61 der Drucksache selbst — Abschluss auf Seite 113 der Drucksache selbst) ]

    [ „Dies ist eine Veröffentlichung der Sozial.Geschichte Online lizenziert nach [Creative Commons – CC BY-NC-ND 3.0]“ — Dieser Hinweis, am Ende des Originals dieses Artikels ist noch etwas länger und detaillierter. Jeder sollte selbst dort nachsehen und sich genau informieren. ]

    1. Einleitung

    Obwohl ehemalige Heimkinder immer wieder berichteten, dass ihnen in den Erziehungseinrichtungen in dem Zeitraum von 1950 bis etwa Mitte der 1970er Jahre zum Teil über Jahre sedierende Arzneimittel verabreicht wurden, ist dieser Aspekt der Heimgeschichte bisher nur ansatzweise aufgearbeitet worden. Einige der Betroffenen äußerten die Vermutung, dass an ihnen Arzneimittelstudien durchgeführt worden seien. Als der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) im Jahre 2009 seine Arbeit aufnahm, forderten ehemalige Heimkinder deshalb, dass auch das Thema Arzneimittel dort Beachtung finden sollte. Dies wurde jedoch abgelehnt. Im Abschlussbericht des RTH finden nur die Verabreichung der Medikamente und eine Arzneimittelstudie an Heimkindern über die Prüfung des Neuroleptikums Truxal in dem Heim Neu-Düsselthal Erwähnung.1 In dieser Studie heißt es:

    „Wenn es im Rahmen der Heimerziehung zu generellen und kollektiven Behandlungen bzw. Sedierungen gekommen ist, die weniger den Kindern und Jugendlichen als der Disziplin im Heimalltag oder gar der Erforschung von Medikamenten zuträglich waren, ist dies als Missbrauch zu beurteilen und erfüllt ggf. den Tatbestand der (schweren) Körperverletzung – auch nach damaligen Maßstäben. Ob und in welchem Umfang eine solche Praxis vorkam, kann jedoch so viele Jahre später schwer beurteilt werden“. 2

    In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zusammengefasst, die eine neue Perspektive auf die Prüfung von Arzneimitteln in Heimen zwischen den 1950er und Mitte der 1970er Jahre ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studie von Neu-Düsselthal keine Ausnahme war, sondern dass in dem genannten Zeitraum in deutlich größerem Ausmaß als bisher bekannt Arzneimittelstudien an Heimkindern durchgeführt wurden. Der Beitrag rückt die Rolle der Medizin und Mediziner, die in der bisherigen Aufarbeitung der Geschichte der Heimkinder weitgehend unberücksichtigt blieb, in den Fokus.

    Untersucht wird in dieser Arbeit zunächst die Situation in der BRD. Einen Vergleich zur DDR ist nur ansatzweise möglich (siehe Abschnitt 5.1). Eine Studie von Karsten Laudien und Christian Sachse liefert erste Hinweise über Arzneimittelstudien in den dortigen Kinderheimen.3 Ebenso gibt es Anhaltspunkte für entsprechende Praktiken in anderen Staaten. Ein Forschungsprojekt in der Schweiz widmet sich gegenwärtig der historischen Aufarbeitung von Arzneimittelstudien, die in den 1960er und 70er Jahren unter der Leitung des Psychiaters Roland Kuhn, dem Entdecker des ersten Antidepressivums, unter anderem an Heimkindern durchgeführt wurden.4 In den USA erschien 2004 eine Reportage über HIV-positive Kinder in New Yorker Heimen, an denen bis dahin unerprobte Medikamente getestet worden seien.5

    Diese Studie versucht in erster Linie, das Versäumnis des RTH aufzuarbeiten. Im Forschungsprozess kam zudem die Frage auf, inwieweit in den durchgeführten Arzneimittelstudien an Heimkindern in der BRD eine Kontinuität des Menschenbildes festzustellen ist, das während der Zeit des Nationalsozialismus zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit geführt hat. Die Studie untersucht daher den beruflichen Werdegang der an den Versuchen beteiligten Forscher, Ärzte und Mitarbeiter institutioneller Träger und stellt in zahlreichen Fällen bruchlose Berufsbiographien von an NS-Verbrechen verantwortlichen Medizinern in der BRD fest. Drittens beleuchte ich, inwieweit Arzneimittelstudien an Heimkindern dazu beitrugen, durch eine systematische Medikalisierung die Funktionsweise der Heime als „totaler Institution“ nach Erving Goffman zu optimieren (siehe die Abschnitte 8.2 und 8.3).6 Auch diese Perspektive sollte nicht übersehen werden.

    [ ……… ]

    –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

    [ Fußnoten ]

    1 Vgl. Uwe Kaminsky, Die Verbreiterung der „pädagogischen Angriffsfläche“, in: LVR (Hg.), Verspätete Modernisierung; Öffentliche Erziehung im Rheinland – Geschichte der Heimerziehung in Verantwortung des Landesjugendamtes (1945–1972), Essen 2011, S. 485–494.
    2 Abschlussbericht RTH, Berlin 2010, S. 20.
    3 Karsten Laudien / Christian Sachse, Expertise zur „Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR“, Berlin 2012, S. 248ff.
    4 Simone Rau, Medikamententests an Heimkindern werden untersucht, Tages-Anzeiger, 29. Mai 2015.
    5 Dominik Groß, Ethische Grenzen humanmedizinischer Forschung, in: Volker Schumpelick / Bernhard Vogel (Hg.), Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen, Freiburg 2010, S. 415–439, hier 427.
    6 Erving Goffman, Asyle – Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt am Main 1981.

    ENDE EINES AUSZUGS AUS DIESER STUDIE.

    BITTE SELBST WEITERLESEN UND STUDIEREN IM ORIGINAL @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf

    ENDE DES ZITATS DES RELEVANTEN MEINERSEITIGEN BEITRAGS.
    .

  110. .
    ● Medikamententests und jedliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern!

    SLIGHTLY OFF-TOPIC

    Vorgestellt habe ich mich ja schon vielfach über die vielen Jahre meiner Anwesenheit hinweg in auch auf dieser Plattform NEWS4TEACHERS.DE . Zusätzlich stelle ich jetzt auch – aus gegebenen Anlass (der seinen Ursprung in einem anderen Forum hat) – auf alle Plattformen wo ich im Internet tätig bin (zugeschnitten auf jede jeweilige Internetplattform), folgenden Hinweis:

    Für alle die es interessiert.

    Ich nutze die NEWS4TEACHERS.DE-Plattform, sowie jedes andere Forum und jede Social Network Site wo ich mich betätige, *ausschließlich zu Bildungs- und Lehrzwecken* aller dort Anwesenden über die DIE SCHMERZHAFTE NACHKRIEGSDEUTSCHE GESCHICHTE DER ʹKINDER UND JUGENDHILFEʹ (jahrzehntelang noch „JUGENDWOHLFAHRT“ genannt); und alle Beiträge, die ich jeweilig wo auch immer diesbezüglich tätige und zur Diskussion stelle und jedwede Diskussion an der ich mich beteilige oder die ich versuche anzukurbeln, dienen *ausschließlich diesem Bildungs- und Lehrzweck*; und ich habe nicht vor irgend etwas daran zu ändern.

    Ich betreibe nirgens Werbung und beziehe nicht den geringsten finanziellen Gewinn aus dieser meiner *Aufklärungsarbeit*/*Bildungsarbeit* mit der ich jetzt schon dreizehn Jahre lang beschäftigt bin: innerhalb meinen eigenen beschränkten persönlichen Möglichkeiten, Wissen und Können (auch meinem nicht so voll ausgeprägten deutschsprachlichen Können).

    *Meine Arbeit und wie ich sie ausführe ist überall hochgeschätzt*, aber natürlich nicht von jedem, insbesondere nicht von denjenigen die etwas zu verbergen, zu verschweigen und zu verschleiern haben. Gegen Drohungen von Letzteren, und denjenigen die sich mit ihnen verbunden fühlen, jedoch bin ich völlig immun.

    Gezeichnet

    Martin MITCHELL
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  111. .
    ● Medikamententests und jedliche(r) weitere(r) Misshandlung und Missbrauch an nachkriegsdeutschen Heimkindern!

    Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. informiert Betroffene auf seiner Webseite @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?page_id=1888 . Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.

    ANFANG DES ZITATS DER INFORMATION DIESBEZUGLICH ZUR VERFUGUNG GESTELLT VOM VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER e.V.

    Medikamente 6: Versuche in Heimen auch in NRW

    Medikamentenversuche an Heimkindern auch in NRW

    Von Carolyn Wißing

    Mehr als 50 Medikamentenversuche an Kindern wurden in deutschen Heimen in den Fünfziger- bis Siebzigerjahren durchgeführt. Dafür hat die Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner Belege gefunden. Auch in Heimen in NRW hat es Testreihen gegeben – teils auf Anordnung der Politik.

    [ Ein Foto zeigt die Krefelder Pharmazeutin Silvia Wagner ]

    Was Sylvia Wagner bei Recherchen im Rahmen ihrer Doktorarbeit herausgefunden hat, klingt unglaublich: Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien sollen zwischen 1950 und 1975 Opfer von Medikamententests geworden sein. Die Pharmazeutin untersuchte systematisch medizinische Fachzeitschriften aus dieser Zeit. Darin berichten Mediziner ganz offen von den Präparaten, die den Heimkindern versuchsweise verabreicht wurden, und den Wirkungen. „Ein Unrechtsbewusstsein scheint es damals nicht gegeben zu haben“, sagt Sylvia Wagner.

    Impfstoffe und Psychopharmaka mit gefährlichen Nebenwirkungen

    Bei den Medikamenten handelte es sich um Impfstoffe etwa gegen Kinderlähmung sowie Psychopharmaka und Neuroleptika, die normalerweise bei der Behandlung von schweren psychischen Störungen wie Wahnvorstellungen oder Schizophrenie verabreicht werden.„Es ist höchst unwahrscheinlich, dass all die Kinder, die die Medikamente bekamen, unter so massiven Störungen gelitten haben“, sagt Sylvia Wagner. Viel wahrscheinlicher kam es bei den Versuchen auf die sedierende Wirkung der Medikamente an. Die Kinder und Jugendlichen sollten ruhiggestellt werden.

    Die Opfer litten damals als Kinder unter den Medikamentenversuchen und tun dies heute als Erwachsene in den meisten Fällen wohl immer noch. „Wenn solche Mittel immer wieder über einen langen Zeitraum verabreicht werden, entstehen langfristige Schäden“, erklärt Sylvia Wagner. Entwicklungsstörungen, Hirnschäden und psychische Leiden sind nur einige mögliche Effekte. Wahrscheinlich aber wissen viele der Opfer nicht einmal, dass sie in der Kindheit als Versuchssubjekte missbraucht wurden – weil sie sich nicht erinnern können oder ihnen gegenüber falsche Aussagen gemacht wurden. Sylvia Wagner hat bisher in keinem Fall Belege für die Einwilligung oder Zustimmung von Elternbzw. Erziehungsbevollmächtigten für die Versuche gefunden.

    Mindestens vier Heime in NRW

    [ Foto: Blick auf ein Gebäude der Jugendpsychiatrie in Viersen-Süchteln | Die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Viersen-Süchteln ]

    Sylvia Wagner ist unter anderem auf einen Fachartikel von 1972 über eine Versuchsreihe in der Jugendpsychiatrie Viersen-Süchteln gestoßen. Dort bekamen etwa 30 Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren das Neuroleptikum „Dipiperon“ als Saft verabreicht – angeblich um erhöhte Aggressivität aufgrund von Hirnschädigungen zu behandeln. Zur Verfügung gestellt wurde das Präparat damals vom Pharmahersteller Janssen – heute mit Sitz in Neuss. Das Unternehmen übernahm laut dem Artikel auch die statistische Auswertung der Versuchsdaten.

    Der WDR hat bei Janssen nachgefragt, inwieweit heute Kenntnis über diese Versuche besteht und wie das Unternehmen sich zu Medikamententests an Heimkindern positioniert. Schriftlich teilte Janssen mit, dass man bei einer Recherche in den Unternehmensarchiven keine Informationen dazu habe finden können. „Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und werden weitere Recherchen veranlassen, die uns eine abschließende Bewertung ermöglichen werden.“

    Auftrag vom Bund und Unterstützung vom Land?

    In einem weiteren Heim – vermutlich ein Waisenheim in Düsseldorf – sind laut eines Fachartikels von 1954 mehr als 50 Kinder unter zwei Jahren mit einem Pockenimpfstoff behandelt worden. Im Anschluss führten Ärzte bei einigen der Kinder mehrfach schmerzhafte Knochenmarksuntersuchungen durch, um dabei festzustellen, dass das Knochenmark durch die Impfung geschädigt worden war.

    Der Blick auf die Initiatoren dieses Versuches schockiert: Auftraggeber war das Bundesgesundheitsamt. „Materielle Unterstützung“ kam darüber hinaus vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau des Landes NRW. Die Zuständigkeiten liegen heute anders. Auch ein Arzneimittelprüfgesetz in heutiger Form gab es seinerzeit nicht. Der WDR hat das Bundesgesundheitsministerium und das Landesgesundheitsministerium gefragt, ob sie dieser Vergangenheit der Behörden nachgehen werden. Eine Antwort zur Sache steht bisher noch aus.

    Aufklärung, Entschuldigung und Entschädigung

    Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist mit dem dort angegliederten Landesjugendamt zuständig für die Aufsicht über Heime und Jugendhilfeeinrichtungen. Auf Nachfrage versicherte man hier, dass der LVR seit mehr als 10 Jahren die Lebensverhältnisse ehemaliger Heimkinder aufarbeite. Politik und Verwaltung des LVR seien sich einig, „dass den ehemaligen Heimkindern Gerechtigkeit widerfahren muss“. Im Jahr 2014 sei ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben worden, das auch auf die Medikamentenvergabe blicke. „Diese wird allerdings nicht für alle früheren Kinder- und Jugendpsychiatrischen Abteilungen erfolgen, sondern exemplarisch.“

    Eine sorgfältige Aufarbeitung müsste allerdings wirklich alle Fälle berücksichtigen. Nur so können die Opfer von damals identifiziert werden. Ihnen stehen Entschuldigungen zu genauso wie eine genaue Aufklärung darüber, was damals geschehen ist. Und auch nur, wenn es gesicherte Informationen und Beweise für die Medikamententests gibt, haben die Opfer eine Chance auf Entschädigung.

    ENDE DES ZITATS DER INFORMATION DIESBEZUGLICH ZUR VERFUGUNG GESTELLT VOM VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER e.V.

    Siehe auch das YouTube-Video zu diesem »Medikamententests in Heimen« Thema @ https://www.youtube.com/watch?v=QpTYLyTu_-I&feature=youtu.be (Länge; 12 Min. und 3 Sek.)
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  112. .
    „Fauler Kompromiss für behinderte Heimkinder“?

    Stiftung für [behinderte] Heimkinder soll gegründet werden (hieß es Mitte November 2015). — Diese Stiftung ist jetzt (September 2016) gegründet worden und es gibt jetzt auch eine Webseite dafür.

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat gerade (Mitte September 2016) folgende informative Webseite zu diesem Thema »Stiftung „Anerkennung und Hilfe“« eingerichtet.

    Diese Webseite wurde eingerichtet ungefähr einen Monat bevor der jetzt in aller Munde „EHEMALIGE HEIMKINDER-Medikamentenversuche-Skandal“ erstmalig so richtig ans Licht kam.

    Die Webseite dieser »Stiftung« ist hier zu finden: http://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Stiftung-Anerkennung-und-Hilfe/unterstuetzungsleistungen-der-stiftung-anerkennung-und-hilfe.html;jsessionid=A5A2E68BD308BEC1A12793CB58BE80DB
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  113. Daß man auch an uns westliche Heimkinder herumgedocktert hat, in dem man ihnen Pillen verschrieben hat die sie ruhigstellensollten, habe ich am eignenen Leibe verspürt.
    Was das war habe ich nie erfahren, aber mir war danach immer kotzelend.
    Und die Nonne die mir diese Pillen gegeben hat zuckte nur mit den Schulter.
    Bemerkung : Ist halt so !
    Mit der späteren Entschädigungsgeschichte in Form von 10 000 ,- Euro bin ich bie heute noch nicht fertig.
    Mehr sind denen also etliche gestohlende Kinderjahre nicht wert.
    Ein Armutszeugnis für die Leute die das ausgehandelt haben aber auch für den Staat Deutschland.

  114. .
    Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

    Mindestens diese Politikerin, eine SPD-Politikerin des hessischen Landtags, Dr. Daniela Sommer, sieht es genauso wie der ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/11/09/das-verraeterische-bedauern-der-firma-merck/#comment-7732

    ANFANG DES ZITATS AUS DEM *BUNDESPRESSEPORTAL* VOM 10.11.2016.

    BUNDESPRESSEPORTAL

    Donnerstag, 10. November 2016 11:33

    [ @ http://www.bundespresseportal.de/hessen/10-hessen/dr-daniela-sommer-spd-schockiert-ueber-medikamententests-an-heimkindern-lueckenlose-aufklaerung-unabdingbar.html ]

    Dr. Daniela Sommer: SPD schockiert über Medikamententests an Heimkindern – lückenlose Aufklärung unabdingbar

    (BPP) Zu den aktuellen Presseberichten über Medikamententest an Heimkindern ohne deren Wissen in den 1950er Jahren in Hessen sagte die stellvertretende Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, heute in Wiesbaden:

    „Was über die Medikamententest an Heimkindern in Treysa bekannt geworden ist, schockiert und macht betroffen. Es gibt keinen Grund, an der Richtigkeit der wissenschaftlichen Studie zu zweifeln, die das Unrecht von damals ans Licht gebracht hat. Was seinerzeit im Kinderheim Treysa – und womöglich auch in anderen Heimen – geschehen ist, lässt sich weder rechtfertigen noch entschuldigen. Missbrauch an den Schwächsten der Schwachen kann und darf nicht hingenommen werden, auch wenn er Jahrzehnte zurückliegt. Es ist zynisch, wenn sich die beteiligten Pharmaunternehmen wie Merck darauf zurückziehen, man habe ‚nicht rechtswidrig‘ gehandelt. Und auch der Verweis darauf, dass andere Pharmaunternehmen ebenfalls solche Tests vorgenommen hätten, taugt nicht zur Entlastung.

    Alle damals Verantwortlichen müssen nun ihren Teil zur schonungslosen Aufklärung des Geschehenen beitragen. Und von den beteiligten Unternehmen können die Opfer von damals tätige Reue verlangen: Sie müssen von denen, die ihnen Leid zugefügt haben, entschädigt werden.

    Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag kann sich gut vorstellen, dass der Landtag zu dem Themenkomplex ein Hearing durchführt, bei dem die Betroffenen, die Leitungen der Einrichtungen und die Pharmaunternehmen Stellung nehmen. Das Thema muss öffentlich aufgearbeitet werden, damit das Unrecht nicht vergessen wird.“

    Quelle: spd-fraktion-hessen.de

    ENDE DES ZITATS AUS DEM *BUNDESPRESSEPORTAL* VOM 10.11.2016.
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  115. .
    Zwangsarbeit im Kinderheim in der DDR (1949-1990). Und, erstaunlicherweise darf man diese in der DDR erzwungene Arbeit sogar „Zwangsarbeit“ nennen.
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    ERSTENS.

    Das Leben der Heimkinder in der Deutschen Demokratischen Republik

    QUELLE: Berliner Morgenpost @ http://www.morgenpost.de/politik/article208927127/Zwangsarbeit-im-Kinderheim.html

    ANFANG DES ZITATS DIESER WICHTIGEN REPORTAGÉ AUS DER BERLINER MORGENPOST.

    BERLIN

    Zwangsarbeit im Kinderheim

    Eine neue Studie der Bundesregierung zeigt, wie die DDR Kinder und Jugendliche ausbeuten ließ

    Von Christian Kerl

    09.12.2016, 03:00

    Berlin. Sie wurden schikaniert, geschlagen, eingesperrt und gedemütigt: Hunderttausende Heimkinder in der DDR haben zum Teil gravierendes Unrecht erlebt. Vor allem in Einrichtungen der Jugendhilfe zur „sozialistischen Umerziehung“ herrschten rabiate Methoden, unter denen viele Opfer bis heute leiden. Jetzt belegt eine neue Studie im Auftrag der Bundesregierung besonders schlimme Auswüchse: In den Heimen wurden Kinder und Jugendliche teilweise systematisch zur Zwangsarbeit herangezogen – unter Strafandrohung und ohne ausreichende Rücksicht auf Alter und Gesundheit.

    Sogar als Leiharbeiter in der Industrie wurden Heimkinder eingesetzt: Wenn Betriebe die Leistungen des Fünfjahresplans nicht erfüllen konnten oder für den Westexport produzierten, „wurden Jugendliche von ihren Heimeinrichtungen regelrecht verliehen“. Den erschütternden Bericht hat das Deutsche Institut für Heimerziehungsforschung erarbeitet, er wird am Sonnabend bei einer Fachtagung in Berlin vorgestellt. Dieser Zeitung liegt die Studie „Zwangsarbeit/erzwungene Arbeit in den Einrichtungen der DDR-Jugendhilfe“ in Auszügen bereits vor. Auftraggeber sind das Bundeswirtschaftsministerium und die dort angesiedelte Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke. Die Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete sagt: „Die Studie zeigt ganz deutlich: Die DDR hat es zugelassen, dass Kinder und Jugendliche ausgebeutet wurden.“

    Essensentzug, wenn der Akkord nicht geschafft wurde

    Dass in DDR-Kinderheimen gravierende Missstände herrschten, ist nicht neu. Die Bundesregierung hat deshalb einen „Heimkinderfonds Ost“ für die Opfer aufgelegt, 27.500 Betroffene haben Hilfen beantragt. Parallel wurde ein „Heimkinderfonds West“ geschaffen, weil auch in der alten Bundesrepublik bis in die 70er-Jahre Kinder in manchen Heimen traumatisierende Erfahrungen von Gewalt, Missbrauch und Demütigung machen mussten.

    Doch bei der Aufarbeitung des rigiden DDR-Heimsystems gibt es noch „blinde Flecken“, wie die Ostbeauftragte Gleicke sagt. Unklar war bisher, wie massiv die Arbeitsverpflichtungen waren. Schon frühere Zeitzeugenberichte etwa aus dem Durchgangsheim Bad Freienwalde geben einen Eindruck: „Im Hof war eine Baracke, die vergittert war. Dort stellten wir von Montag bis Samstag Lampenfassungen im Akkord her. Wurde unser Soll nicht geschafft, hieß es für alle Sport oder Bestrafung durch Essensentzug.“

    Aber ob man deshalb von verbreiteter Zwangsarbeit in Kinderheimen reden kann, war unter Experten umstritten – schließlich ist der Begriff Zwangsarbeit durch die Gräueltaten des NS-Regimes vorbelastet. Doch der Abschlussbericht der Forscher lässt jetzt keinen Zweifel: Zum Teil habe es sich sehr wohl um Zwangsarbeit gehandelt – erzwungene Ausbeutung ohne belastbare pädagogische Begründung. Besonders betroffen waren demnach Durchgangseinrichtungen, in denen Kinder vorübergehend untergebracht wurden, aber auch die Jugendwerkhöfe, in die angeblich Schwererziehbare oder „Staatsverleumder“ eingewiesen wurden. Dass in den Heimen Arbeit üblich war, sei dabei nicht durchweg problematisch, heißt es in dem Bericht; verwiesen wird etwa auf einfache Tätigkeiten im Heimalltag.

    Zu den Methoden gehörten aber auch Strafarbeiten wie das Bodenschrubben mit der Zahnbürste oder eben erzwungene Einsätze in Betrieben. Kinder und Jugendliche seien als „Arbeitsreserve“ angesehen worden, dienten in der Industrie zur Erfüllung staatlicher Planvorgaben. „Man baute Jugendwerkhöfe in der Nähe von Industrieanlagen und ließ die Jugendlichen dort arbeiten.“ Die Studie verweist etwa auf das Volltuchwerk im sächsischen Crimmitschau, in dem Jugendliche Sonderschichten leisten mussten. Brisant: Das Werk lieferte Stoffe an große Handelsketten in Westdeutschland – die profitierten, offiziell ahnungslos, von der Zwangsarbeit.

    Die Arbeitsbedingungen waren dabei zum Teil hart. Der Bericht nennt Einsätze im Dreischichtsystem oder auf dem Jugendwerkhof Freital, wo Jugendliche Gefahr liefen, „mit radioaktivem Material in Berührung zu kommen“. Die erzwungene Arbeit habe auch gravierende psychische Folgen für die Betroffenen, erklären die Forscher. Sie plädieren daher dafür, statt von Zwangsarbeit allgemein von Missbrauch zu sprechen. Das schließt spezielle Auswüchse ein: Kinder mussten auch für Privatpersonen arbeiten, heißt es in dem Report. Und: „In einem Fall sind Mädchen als Tanzpartnerinnen an NVA-Kasernen ausgeliehen worden.“

    ENDE DES ZITATS DIESER WICHTIGEN REPORTAGÉ AUS DER BERLINER MORGENPOST.

    Dazu kommentierte der zweite Vorsitzende des »Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VeH e.V.«), Dirk Friedrich, am 09.12.2016, 05:25 auf der Facebook-Seite des Vereins:

    »Die Bundesregierung sollte mal eine Studie der Zwangsarbeit in WEST-Heimen auflegen und die entsprechenden Profiteure – Heimträger, Firmen und Landwirte benennen. – Einen Teufel wird sie tun!«

    Dem kann ich mich nur aunschließen!

    Beim MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK @ http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/ddr-heimerziehung-zwangsarbeit-100.html konnte man zu diesem Thema – d.h. der »DDR-Heimkinder-Zwangsarbeit« – fur kurze Zeit auch einen Leserkommentar abgeben.
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    ZWEITENS.

    Im Original umfasst diese hier wiedergegebene Zusammenfassung einer von Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie insgesamt 8 digitale Seiten.

    QUELLE: http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/Studien/zwangsarbeit-erzwungene-arbeit-in-den-einrichtungen-der-ddr-jugendhilfe,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

    ANFANG DES ZITATS DER ZUSAMMENFASSUNG DER RELEVANTEN STUDIE.

    Zwangsarbeit / erzwungene Arbeit in den Einrichtungen der DDR Jugendhilfe.

    Auszüge und Zusammenfassungen aus dem Abschlussbericht des DIH- Deutsches Institut für Heimerziehungsforschung GmbH
    – eingereicht von Anke Dreier-Horning und Karsten Laudien –

    Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)
    der Beauftragten für die Neuen Bundesländer Iris Gleicke
    Projektnummer 30-15

    Berlin, September 2016

    [DIH -] DEUTSCHES INSTITUT
    FÜR HEIMERZIEHUNGSFORSCHUNG
    gGmbH

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    Zum Forschungsauftrag

    Titel des Forschungsauftrages: „Zwangsarbeit / erzwungene Arbeit in den Einrichtungen der DDR Jugendhilfe.“

    Projektzeitraum: Juli 2015 – Sptember 2016

    Ziel des Forschungsauftrages:

    Mit dem o.a. Auftrag sollen im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchungen die Hintergründe, die Praxis und die Folgen der Zwangsarbeit / erzwungenen Arbeit für die Betroffenen geklärt und eine gesellschaftliche Diskussion über diese besondere Form des Unrechts [in der DDR!] ermöglicht werden. Dabei soll eine umfassende Recherche auf der Grundlage vorhandener Akten, eine Auswertung von Berichten der Betroffenen sowie eine ergänzende Befragung der Betroffenen durchgeführt werden. Die Ergebnisse sollen so aufbereitet werden, dass sie einer gesellschaftlichen Debatte zugänglich sind.

    Veröffentlichung:
    Prof. Dr. Karsten Laudien ist Inhaber des Ethiklehrstuhls an der Evangelischen Hochschule Berlin. Er war/ist 2010 und 2017 Gastprofessor an der Toulouser Universität Jaen Jaurѐs und Erasme, ist Leiter des DIH, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Vormundschaftstag e.V. und Mitglied im Bundesforum Vormundschaft. Er arbeitet als Mitglied im Fachbeirat der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle [der Hilfsfonds Heimerziehung] und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Beiträge zur Ethik und Jugendhilfe.

    Anke Dreier-Horning ist Leiterin des DIH, promoviert an der Universität Rostock im Bereich der Erziehungswissenschaft über die Arbeitserziehung Makarenkos, veröffentlichte in den letzten Jahren Publikationen zur Sozialpädagogik der DDR und arbeitet alsLehrbeauftragte u.a. für Ethik an der Evangelischen Hochschule Berlin.

    Der Untersuchungsgegenstand „Zwangsarbeit im Kontext der DDR-Heimerziehung“
    (Auszug aus dem Forschungsbericht ohne Quellenangaben, S. 17 – 23)

    Die Diskussion, ob der Terminus „Zwangsarbeit“ auch auf Bereiche außerhalb der NS-Zeit angewendet werden kann, bildet in gewisser Weise den „Historikerstreit“ von 1986/87 ab. Ohne diesen hier interpretieren zu wollen oder eine Stellungnahme dazu abzugeben, ging es damals darum, ob die Naziverbrechen als in ihrer Grausamkeit so einmalig aufgefasst werden sollten, das jeder Vergleich, jede Relativierung, und jede Analogisierung abgelehnt werden muss. Jürgen Habermass verurteilte damals den Versuch Ernst Noltes, die sowjetischen Gulags mit den Konzentrationslagern des Dritten Reiches zu vergleichen mit dem 68er Terminus „revisionistisch“.

    Ähnliches kann am Gebrauch des Terminus „Zwangsarbeit“ für die Heimeinrichtungen beobachtet werden. Während vor allem die Betroffenen den Terminus wegen seiner unzweideutigen Wertung verwenden, gibt es z.B. unter Historikern starke Einwände gegen die Wortverwendung. Der Begriff „Zwangsarbeit“ ist auf Grund der Gräultaten der Nationalsozialisten ein vorbelasteter Begriff. Innerhalb der Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung im Besonderen und der Bundesrepublik insgesamt ist die Verwendung daher äußerst umstritten.

    „Zwangsarbeit“ ist nach der heutigen Definition des DUDENs im deutschen Sprachgebrauch eine „mit schwerer körperlicher Arbeit verbundene Freiheitsstrafe“ oder „Arbeit, zu der jemand (widerrechtlich) zwangsverpflichtet, gezwungen wird“. Eine ausschließliche Verwendung für die nationalsozialistische Zeit ist nicht im Begriff angelegt. Das liegt daran, dass das Wort „Zwangsarbeit“ nicht aus dieser Zeit stammt, sondern eine nachträgliche Begriffszuweisung erfahren hat.

    Im Jahre 2000 began eine Bemühung einer in den USA lebenden Opfergruppe, für ihre erzungene Tätigkeit unter dem NS-Regime, entschädigt zu werden. Als Gruppen, die Zwangsarbeit leisten mussten, werden fortan Häftlingsarbeiter, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter aufgezählt. So wurde der Begriff immer ausdrücklicher mit NS-Zeit verbunden und seine heutige Verwendung verdankt sich dem Resultat der poltischen Aktivität einer Opfergruppe.

    Dieser Befund bedeutet für die Aufarbeitung der Heimerziehung der DDR, dass die Verwendung des Begriffs „Zwangsarbeit“ aus historischer Perspektive nicht Gefahr läuft, NS-Unrecht zu relativieren. Der Begriff hat vor der NS-Zeit und auch nach ihr eine Vielzahl von weiteren unrechtmäßigen Arbeitsphänomenen bezeichnet. Unbeschadet der Tasachen, dass die NS-Zwangsarbeiter im gesellschaftlichen Gedächnis einen herausragenden Platz genießen, ist der Terminus Zwangsarbeit nicht exklusiv zu verstehen. Dies bedeutet aber nicht, dass automatisch der Umkehrschluss gilt, dass Arbeitsphänomene in DDR-Kinderheimen, die erzwungen waren, als „Zwangsarbeit“ bezeichnet werden sollten.

    Zusammenfassung einiger Ergebnisse

    Arbeit war in DDR-Kinderheimen üblich. Sie reichte von einfachen Tätigkeiten zur Bewältigung des Heimaltages bis hin zu tatsächlich unter Strafandrohung und unter Arbeitsausbeutungsaspekten erzwungener Arbeit. Wir haben diese Tätigkeiten einerseits aus der Sicht der ehemaligen Heimkinder und heutigen Zeitzeugen dargestellt. Andererseits haben wir diese Phänomene in den zeitlichen und „pädagogischen“ Kontext eingebettet.

    Nicht alle Arbeitsformen waren problematisch. Im folgenden Fall soll nur ein Bruchteil der in den Kinderheimen erzwungenen Arbeitsleistungen vorgestellt werden. Es ist auffallend, dass der Übergang von an sich unproblematischen Arbeiten („Tisch abräumen“) zu prekären Arbeiten sich fließend gestaltete.

    Erstens. „Gesellschaftlich nützliche Arbeit“. Die unter „gesellschaftlich nützliche Arbeit“ aufgezählten Aktivitäten sind von den Zeitzeugen als unbezahlte Arbeitseinsätze aufgefasst worden. Diese Arbeitseinsätze sind zeitlich (sowohl was die Dauer als auch den Zeitpunkt betrifft) unregelmäßig erfolgt. Die Jugendlichen mussten sie zusätzlich zu ihrer „Selbstbedienung“ also über ihre „Ämterdienste“ hinaus in ihrer Freizeit leisten. Dabei kam es in den 1950er und 1960er Jahren vorrangig zu Arbeiten in der Region, z.B. der Mithilfe bei dem Bau von Spielplätzen, Straßen etc. In den 1970er und 1980er Jahren lassen sich vermehrt Einsätze in der Industrie nachweisen. Sie dienen dort als Hilfe zur Erfüllung der staatlichen Planvorgaben. Die Jugendlichen leisteten Sonderschichten in den Betrieben und wurden zu Feuerwehreinsätzen herangezogen.

    Zweitens. Arbeit als Strafe. Die Formen der Strafarbeiten unterschieden sich in den verschiedenen Heimeinrichtungen kaum. Die Arbeiten sollten unangenehm (Toiletten putzen), zeitaufwändig (Aufräumarbeiten), körperlich schwer sein (Flure reinigen und bohnern mit schweren Geräten) und enthielten nicht selten repressive Elemente, die dazu dienten, das Machtverhältnis zu demonstrieren (Auto waschen vom Erzieher, Böden säubern mit der Zahnbürste). Sie wurden von den Betroffenen oftmals als Schikane erlebt, da sie in einem Missverhältnis zu der [zu] bestrafenden Handlungen standen.
    Dabei ist davon auszugehen, dass sich diese Strafarbeiten chronologisch nicht spezifizieren lassen, sondern sich über den gesamten Zeitraum der DDR spannen und dass dies auch unabhängig von den Heimarten gilt.

    Drittens. Berufliche Qualifizierung. Die berufliche Qualifizierung gehörte – dem Anspruch nach – zum Konzept der DDR-Heimeinrichtungen. Trotz anfänglicher Bemühnungen ist es jedoch nicht gelungen in allen Jugendwerkhöfen den Jugendlichen eine Ausbildung zukommen zu lassen. Bei der Bewertung der Arbeit ist es nicht unerheblich, ob die abverlangte Arbeit Teil einer Ausbildung war, oder ob sie ohne jeden Vorteil für das Kind/den Jugendlichen ausgeführt werden musste. Man muss feststellen, dass die Ausbildung der Jugendlichen häufig nur ein Alibi darstellte.
    Insbesondere in den Durchgangseinrichtungen mussten nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder ohne jeden Ausbildungsaspekt zum Teil stumpfsinnige und schwere Arbeiten durchführen. Diese Kinder sind ohne jeden pädagogischen, schulischen oder Ausbildungsgesichtspunkt zu Tätigkeiten gezwungen worden.

    Viertens. Arbeiten in der sozialistischen Produktion. Insbesondere die Jugendwerkhöfe wurden ab 1956 den Anforderungen der DDR-Planwirtschaft angepasst. D.h. man baute Werkhöfe in der Nähe von Industrieanlagen und ließ die Jugendlichen dort arbeiten. Aus ehemaligen „Lehrwerkstätten“ wurden allmählig „Produktionswerkstätten“. Es gab Jugenwerkhöfe, deren Standortwahl vom Votum des betreffenden Betriebes abhängig gemacht wurde.

    Fünftens. Entlohnung. Zumeist sind die Arbeiten entlohnt worden. Das bedeutet aber nicht, dass die Kinder und Jugendlichen ihren Lohn auch erhielten. Einerseits wurde dieser Lohn mit den Aufenthaltskosten der Einrichtung verrechnet. Andererseits erhielten die Werkhöfe den vom Betrieb gezahlten Lohn, den Kindern und Jugendlichen aber wurde nicht dieser Lohn ausgezahlt oder angerechnet, sondern sie erhielten nur einen Teil davon in Form eines Werkhoftarifes, der bei Disziplinverstößen auch gemindert werden konnte. Der einbehaltene Verdienst kam indirekt dem Staatshaushalt zugute. Bei diesem System kam es zu Veruntreuungen.

    Sechstens. Leiharbeit. Jugendliche sind an Betriebe, die die Leistungen des Fünfjahresplanes nicht erfüllen konnten oder für den West-Export produzierten von ihrer Heimeinrichtung regelrecht „verliehen“ worden. Jugendliche wurden für Kommunen, Kreise und Betriebe als Arbeitsreserve angesehen und verwendet. Es gab Betriebe, die aus ökonomischen Gründen in Heimeinrichtungen investierten. In einem Fall sind Mädchen als Tanzpartnerinnen an NVA-Kasernen ausgeliehen worden. Kinder mussten für Privatpersonen arbeiten.

    Siebtens. Arbeitsbedingungen. Jugendliche sind zu Arbeitsleistungen gezwungen worden, die keine genügenden Rücksichten auf Alter und Gesundheit der Kinder und Jugendlichen kannten. Kinder und Jugendliche mussten bei Produktionsengpässen unvorhergesehen Sonderschichten durchführen. Sie mussten im Dreischichtsystem arbeiten. Sie waren im Jugendwerkhof Freital der Gefahr ausgesetzt mit radioaktiven Material in Berührung zu kommen.

    Achtens. Die rechtliche Stellung der Kinder und Jugendlichen. Es bestanden für die Insassen keine realen Möglichkeiten, dem Zwang zur Arbeit rechtlich entgegenzuwirken. Arbeitsverweigerung war derart stark sanktioniert, dass sie keine Option für die Kinder und Jugendlichen darstellte.

    Neuntens. Zwangsbiografien. Die Arbeit war für die Betroffenen häufig in ein allgemeines Zwangssystem eingebunden und hat bei ihnen Schaden hinterlassen, unter denen sie noch heute leiden. Sie hat dazu geführt, dass die Schulbildung abgebrochen werden musste, dass berufsausbildungen nicht stattfanden, dass keine Wahl zu bestimmten Berufen möglich war und dass die zwangsweise erlernten Berufe (zumeist „Teilfacharbeiter“ oder „Anlernberufe“) ungeeignet waren die spätere ökonomische Selbständigkeit zu fördern.

    Zehntens. Zwangsarbeit. Es gibt Fälle bei denen von „Zwangsarbeit“ gesprochen werden kann. D.h. es lässt sich hier keinerlei Bezug zu irgendeinem sinnvollen oder reflektierten pädagogischen System erkennen. Dazu zählen viele Durchgangseinrichtungen. Dazu zählte das Arbeitslager Rüdersdorf und der Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Diese Einrichtungen dienten der Disziplinierung und das Hauptmittel dazu war Strafe und Arbeit.

    Fazit
    (Auszug aus dem Forschungsbericht ohne Quellenangaben, S. 199 – 201)

    Wir haben versucht den Kontext zu entwerfen der den Charakter der Arbeit in den Jugendhilfeeinrichtungen [der DDR!] bestimmt hat und der zugleich auch den Bewertungen der Zeitzeugen gerecht wird.

    Das Phänomen der „Arbeit“ in den Jugendhilfeeinrichtungen der DDR ist immense vielfältig da es unterschiedliche Dimensionen (von Arbeitserziehung bis zur wirtschaftlichen Ausbeutung) und unterschiedliche Formen (Selbstbedienung, Strafarbeit, Berufsausbildung, Leiharbeit, gesellschaftlich nützliche Arbeit etc.) in unterschiedlichen Zeitperioden (als Kontrast die idealistischen frühen 1950er und die wirtschaftsorientierten 1960er Jahre) in unterschiedlichen Heimarten (Normalkinderheime bis zum Jugendwerkhof Torgau) betrifft. Die isolierte Betrachtung des Phänomens „Arbeit“ ohne Berücksichtigung dessen vereinseitigt das Problem.

    Die Voraussetzungen zur Verwendung des Terminus „Zwangsarbeit“ der ausführlich dargestellten Begriffshistorie und der erläuterten ethischen Maßstäbe, die an das Phänomen angelehnt werden, erscheinen im Hinblick auf folgende Formen von Arbeitsverpflichtungen in den Jugenhilfeeinrichtungen von 1949 bis 1989 erfüllt:

    ● die Insassen der Jugendwerkhöfe des Typs I,
    ● die Gruppen von Jugendlichen ab dem 17. Lebensjahr [ * ],
    ● die lediglich für die Erfüllung von Wirtschaft- und Exportplänen gegründeten Gruppen innerhalb von Jugenhilfeeinrichtungen wie z.B. die Mädchengruppe des Knäckewerkes im Jugenwerkhof Burg (siehe Kapitel 6.8 ),
    ● die Verpflichtung der Jugendlichen zu Sonderschichten innerhalb der Produktion neben der regulären beruflichen Qualifizierung z.B. in den Volltuchwerken Crimmitschau (siehe Kapitel 6.11.6 ).

    Diese hier genannten Formen von Arbeitsverpflichtungen erfüllten keine pädagogische Absicht, sondern ziehlten auf die wirtschaftliche Ausnutzung der Arbeitskraft der Kinder und Jugendlichen [ab]. Sie verstießen damit gegen das Verbot der Instrumentalisierung und gingen auch in Hinblick auf die dadurch entstandenen sozialen und psychischen Folgen mit einer Demütigung der Personen einher. Die Betroffenen sahen keine Widerstandsmöglichkeiten und haben sich in diesem Abhängigkeitsverhältnis nicht mehr als Subjekt, sondern als Mittel für fremde Zwecke instrumentalisiert gefühlt. Die geringe Subjektstellung innerhalb der DDR-Pädagogik war – wenn auch nicht die Ursache – so doch zumindest der Närboden für die Entwicklung von Formen wirtschaftlichen Missbrauchs.

    Diese Formen können daher auch als „Zwangsarbeit“ bezeichnet werden. Die Auflistung beansprucht keine Vollständigkeit. Weitere Formen von Arbeitsverpflichtungen, die die genannten Kriterien erfüllen, sind nicht auszuschließen und sollten einer Einzelfallprüfung unterzogen werden.

    Eine Reduzierung des gesamten Phänomens der Arbeit in den Jugendhilfeeinrichtungen [in der DDR!] auf den Begriff der „Zwangsarbeit“ wäre jedoch unzureichend. Die Strukturen der DDR-Jugendhilfe waren mit einem politischen System verschränkt, in dem so wohl dem Erziehungsgedanken wie auch der dazugehörigen Arbeit eine menschheits-konstituierende Funktion zukam. Die komplexe Realität der Gestaltung dieser Idee in den Erziehungseinrichtungen der DDR hatte mit weniger abstrakten Problemen zu tun. Hier gerieten die auch von der Verfassung der DDR formulierten Ansprüche in dem Moment ins Hintertreffen, als die Jugendlichen zum Teil einer nach planwirtschaftlichen Gesichspunkten organisierten Wirtschaft wurden, deren Zugriff sie sich aufgrund der Rechtsunsicherheit ihrer Situation nicht entziehen konnten. Die psychische Wirkung dieser Vereinnahmung auf die Entwicklung der Persönlichkeit der Heranwachsenden ist im Begriff der „Zwangsarbeit“ nicht enthalten. Er erscheint daher zwar für die Charakterisierung bestimmter Formen der Arbeitsverpflichtungen anwendbar, kann jedoch dem Erleben, mit seinen bis heute andauernden Folgen, nicht genügend Rechnung tragen. Der Terminus „Missbrauch“, für dessen Verwendung in den hier geschilderten Zusammenhängen plädiert wird, umfasst nicht nur den Zwangscharakter der Arbeit, sondern inkludiert die psychischen und sozialen Folgeerscheinungen, die im Leben der Betroffenen bis heute sichtbar sind.

    ENDE DES ZITATS DER ZUSAMMENFASSUNG DER RELEVANTEN STUDIE.

    * Volljährigkeit in der DDR lag damals, ab dem 17.05.1950, bei Vollendung des 17. Lebensjahrs/
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    „SLAVE LABOUR“ – Wie wird „Zwangsarbeit“ von den Kirchen selbst definiert? – Lehrmaterial.

    Hingegen der Ablehnung am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010) und in seinem Abschlussbericht vom 10.12.2010, seitens der evangelischen Theologin und Pastorin Antje Vollmer, dass Heimkinder im Nachkriegsdeutschland (WEST!) haben „ZWANGSARBEIT“ verichten müssen, bietet die Evangelische Kirche erst seit dem dritten Quartal des diesigen Jahres im Internet einen Lehrgang an, der auf 40 Seiten genau und detailliert, in Wort und Bild, erklärt was „ZWANGSARBEIT“ ist, und was die verschiedenen FACETTEN VON ZWANGSARBEIT“ sind:

    ANFANG DES ZITATS DER EINLEITENDEN ÜBERSCHRIFT DIESES RELEVANTEN LEHRMATERIALS.

    »Unterrichtsmodule:
    MENSCHENRECHTE UND ZWANGSARBEIT
    mit dem Schwerpunkt
    Zwangsarbeiter der Kirche im Nationalsozialimus
    Empfohlene Fächer:
    Geschichte, Religion,
    Politische Weltkunde, Ethik,
    Empfohlene Klassenstufe: 12/13«

    ENDE DES ZITATS DER EINLEITENDEN ÜBERSCHRIFT DIESES RELEVANTEN LEHRMATERIALS.

    http://www.landeskirchenarchivberlin.de/wp-content/uploads/2016/09/Module.pdf (Länge: insgesamt 40 Seiten; 2.45 MB; anscheinend erst im September 2016 online gestellt)

    Dort wird bestätigt, dass die Begriffe „ZWANGSARBEIT“ und „ARBEIT UNTER ZWANG“, auch für die im 3. Reich erzwungene Arbeit!, durchaus auswechselbar sind; und dass „ZWANGSARBEIT“ sich nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt.

    Obwohl in diesem kirchlichen Lehrgang natürlich auch nicht auf die nachkriegsdeutsche „Fürsorgeerziehung“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Anstalten im WESTEN oder die „Kinder- und Jugendhilfe“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen im OSTEN verwiesen wird.

    Identifiziert jedoch wird diese(r) „ZWANGSARBEIT“ / „ARBEIT UNTER ZWANG“ / „ZWANG ZUR ARBEIT“ und ihre / seine MERKMALE in diesem kirchlichen Lehrmaterial eindeutig alle male!

    Antje Vollmer und viele ihrer christlichen Glaubensschwestern und christlichen Glaubensbrüder täten gut daran sich mal diesem Lehrgang ihrer eigenen Kirche zu unterziehen! – und ich erinnere sie alle hiermit daran am „Zweiten Weihnachtsfeiertag“ 2016.

    ANFANG DES ZITATS DER BEDINGUNGEN UNTER WELCHEN DIESES WICHTIGE LEHRMATERIAL GENUTZT WERDEN DARF.

    ALLGEMEIN: RECHTLICHE HINWEISE:
    Dieses Unterrichtsmaterial in dieser Mappe entstand im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars an der Freien Universität Berlin.
    Die Urheber dieser Mappe, die das Urheberrecht an dieser Mappe für sich beanspruchen, sind Catharina Schwerdtfeger und Natascha Goriwoda.
    Grundsätzlich kann diese Mappe unter der Creative Commons License BY SA ausschließlich in bildungsrelevanten Kontexten vervielfältigt und weitergegeben werden.
    Eine ungefragte Veröffentlichung in weiteren und kommerziellen Publikationen ist nicht gestattet.

    ENDE DES ZITATS DER BEDINGUNGEN UNTER WELCHEN DIESES WICHTIGE LEHRMATERIAL GENUTZT WERDEN DARF.

    Mit „Landeskirchenarchiv, Berlin“ im Linkhinweis ist wohl das „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“ gemeint.

    Übrigens, wie ich gerade feststelle, gibt es aktuell, d.h. am 26.12.2016, erstaunlicherweise, kein einziges Dokument zu den Themen „Heimkinder“, „Fürsorgezöglinge“ und „Heimerziehung“ im „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“.
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  117. .
    Der auf wahren Begebenheiten bassierende Film „FREISTATT“ wird jetzt auch im deutschen Fernsehen gezeigt:

    „FREISTATT“ läuft Freitag, 20. Januar 2017, um 20:15 auf Arte.

    Siehe diesbezüglich: QUELLE: https://www.welt.de/vermischtes/article161284145/Die-schwarze-Paedagogik-in-deutschen-Kinderheimen.html
    .

  118. .
    Nur so viel zum Film FREISTATT der kürzlich erstmalig auch im deutschen Fernsehen (ARD) erschien.

    Das Bethel-eigene Freistatt und der gleichnamige Film.

    Ich, der ich seit dem 17. Juni 2003 sehr, sehr viel im Internet über diese berüchtigte Bethel-eigene Institution „Anstalt Freistatt im Wietingsmoor“ geschrieben und veröffentlicht habe, habe diesen Kinofilm und jetzt auch Fernsehfilm FREISTATT selbst noch nicht gesehen, weiß jedoch haargenau was darin dargestellt wird; habe es selbst ein Jahr lang im Jahre 1963 am eigenen Leibe in „Anstalt Freistatt“ erlebt und erlitten.
    Sie haben mich nicht gebrochen und ich habe mich auch nicht für auch nur einen Moment von diesen Bastarden verbiegen lassen. Dann, eines Tages – eines Abends – im Speisesaal, als ich ungefähr 17½ Jahre alt war, hat man mir vor versammelter Mannschaft mitgeteilt, dass Wort kam vom Hauptjugendamt in Berlin, dass ich nach Australien auswandern dürfe, um mich dort meinen Eltern und drei jüngeren Halbgeschwistern, die schon 2 Jahre zuvor nach Australien ausgewandert waren, anzuschließen.
    Aber erst als ich 44 Jahre später (2006), mit Hilfe des SPIEGEL-Journalisten Peter Wensierski, meine Akte aus „Anstalt Freistatt“ bekam, erfuhr ich warum man mich plötzlich hat ziehen lassen; man befürchtete, dass ich einen Aufstand und Streik organisieren würde / könnte, der das für Bethel lukrative Torfgewinnungs-Geschäftunternehmen Freistatt im Wietungsmoor („die Erziehungsarbeit in Freistatt“) „gefährden“ / „stören“ / „zerstören“ würde / könnte.
    Bei meiner Ausreise aus Deutschland am 23. März 1964 (per Passagiermaschine von Hamburg nach Sydney) war ich 17 Jahre und 9 Monate alt.
    Volljähringkeit in Westdeutschland lag damals erst beim Erreichen des 21. Lebensjahres. Ich bin diesen Bastarden also nur wegen meiner andauernden Rebellion schon so ungefähr 2½ Jahre früher entkommen.
    Übrigens, in dieser Akte war mindestens ein Brief meines Vaters aus Australien an mich in „Anstalt Freistatt“ in Niedersachsen, den ich zum ersten Mal 44 Jahre später (nach dem Tode meines Vaters) sah, den man mir im Jahre 1963 nicht ausgehändigt hatte. – Das Original, ein Luftpostbrief / Aerogramme, das sie sich in 1963 angeeignet haben, obwohl es ihnen nie gehörte, haben sie heute immer noch.
    .

  119. .
    Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

    Nutznießer-Firmen von Heimkinder-Zwangsarbeit müssen zahlen!

    EXTREM WICHTIGES URTEIL !!

    Zitiert wird hier von mir ein schon im Jahre 2014 (Anfang des Jahres 2014) formulierter und vielfach von mir im Internet veröffentlichter Beitrag bezüglich einem extrem wichtigen BUNDESSOZIALGERICHTSURTEIL AUS DEM JAHRE 1963 :

    ANFANG DES ZITATS MEINES BEITRAGS AUS DEM JAHRE 2014.

    Ein für die gesamte Bundesrepublik Deutschland ausserordentlich wichtiges Gerichtsurteil bezüglich den Fürsorgezöglingen in der „HERZOGSÄGMÜHLE“ in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“

    … ein Gerichtsverfahren, dass durch alle Instanzen ging und dass sich über acht lange Jahre dahinzog …

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    Nach 1945: – „Fürsorgeerziehung“ soll keinen Strafcharakter haben und bedeutet weder „Freiheitsentziehung“, noch „Anstaltsunterbringung“ oder „Zwangsarbeit“.

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    Der folgende, hier geschilderte *Rechtsstreit nahm seinen Anfang am 19. Januar 1955* und wurde erst ENTGÜLTIG ENTSCHIEDEN AM 30. JANUAR 1963.

    BUNDESSOZIALGERICHT @ [ Im nächsen Beitrag wird dann auch dieser Link – NUMMER 1 – von mir angegeben werden. ].

    ANFANG DES ZITATS EINES KURZEN AUSZUGS AUS GESAGTEM BUNDESSOZIALGERICHTSURTEIL.

    [ Bundessolzialgericht-Gerichtsurteil vom 30. Januar 1963 ]

    *BSG, 30.01.1963 – 3 RK 36/59*

    In dem Rechtsstreit
    hat der 3. Senat des Bundessozialgerichts
    auf die mündliche Verhandlung vom 30. Januar 1963,
    an der mitgewirkt haben
    Senatspräsident Prof. Dr. Bogs als Vorsitzender,
    die Bundesrichter Dr. Schraft und Dr. Langkeit sowie
    die Bundessozialrichter Blum und Dr. Engels als ehrenamtliche Beisitzer,
    für Recht erkannt:

    Tenor:

    Die Revision des Klägers [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] gegen das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 3. Dezember 1958 wird zurückgewiesen.

    Die Beteiligten haben einander keine außergerichtlichen Kosten des Revisionsverfahrens zu erstatten.

    Gründe

    1 – I.

    Der klagende Verein für Innere Mission e.V. [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] unterhält ein Jugenderziehungsheim, den Fürsorgehof H. [ Herzogsägmühle ] in Schongau/Obb. [ Oberbayern ]. Die beigeladenen 91 Jugendlichen waren dort im Jahre 1955 untergebracht. Sie wurden in den staatlich anerkannten Lehrwerkstätten des Heims für die verschiedensten Berufe als Lehrlinge ausgebildet. 19 von ihnen (die Beigeladenen zu IV. Nr. 1 bis 19) waren durch einen Beschluß des Vormundschaftsgerichts nach § 63 des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt vom 9. Juli 1922 (RGBl I S. 633) i.d.F. des Änderungsgesetzes vom 28. August 1953 (BGBl I S. 1035) – JWG – der Fürsorgeerziehung überwiesen worden. Die weiteren 72 Lehrlinge befanden sich in der Anstalt in freiwilliger Fürsorgeerziehung (Erziehungsfürsorge). 50 von ihnen (die Beigeladenen Nr. 20 bis 69) waren mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten auf Veranlassung behördlicher oder caritativer Einrichtungen (Jugendamt, Gesundheitsamt, Pfarramt, Evangelischer Jugenddienst e.V.), die restlichen 22 (die Beigeladenen Nr. 70 bis 91) nur auf Grund einer Vereinbarung mit den Erziehungsberechtigten im Fürsorgehof [ in Oberbayern ] aufgenommen worden. Den Lehrverhältnissen lag jeweils ein „Anstaltslehrvertrag“ zugrunde, in dem die Dauer der Lehrzeit unter Berücksichtigung bereits nachgewiesener Lehrzeiten festgesetzt war. Im übrigen galten nach dem Lehrvertrag für die Lehrverhältnisse folgende Bestimmungen:

    [ ……… ]

    44

    [ ……… ]

    Wären die beigeladenen Jugendlichen den Insassen von Strafanstalten und Arbeitshäusern gleichzusetzen, die kraft ihrer Unterworfenheit durch die Anstaltsgewalt Arbeiten verrichten müssen, so wäre für ein freies Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis kein Raum. Eine solche Parallele besteht jedoch selbst bei den Jugendlichen nicht, die – wie im vorliegenden Streitfall – nach § 63 JWG a.F. (= § 64 JWG i.d.F. vom 11. August 1961, BGBl I S. 1206) durch Beschluß des Vormundschaftsgerichts der Fürsorgeerziehung überwiesen sind. Der Beschluß des Vormundschaftsgerichts hat keinen Strafcharakter und stellt auch keine Maßnahme der Sicherungsverwahrung dar. Er weist auch nicht den Jugendlichen in eine Fürsorgeanstalt ein, wie oft irrtümlich angenommen wird; würde er eine solche konkrete Regelung treffen, wäre er rechtswidrig (vgl. Bayer. Oberstes Landesgericht zu § 70 RJWG in Samml. von Entscheid des BayObLG in Zivilsachen Bd. 34 S. 426; Potrykus, JWG § 65 Anm. 8 ). Der vormundschaftsgerichtliche Beschluß beschränkt sich vielmehr auf die Anordnung der Fürsorgeerziehung und hat zur Folge, daß das Recht und die Pflicht der Eltern zum Unterhalt, zur Erziehung und zur Beaufsichtigung des Minderjährigen als Teil des den Eltern zustehenden Gesamtpersonensorgerechts kraft öffentlichen Rechts auf die Organe der öffentlichen Jugendhilfe übergeht (vgl. Potrykus aaO § 63 Anm. 19). Mit Recht bezeichnet das LSG den mit der Anordnung der Fürsorgeerziehung verbundenen staatlichen Zwang als in erster Linie gegen die Eltern – nicht gegen den Jugendlichen – gerichtet (vgl. auch Teitge, BABl 1958, 67, 69). Elterliche Rechte werden nach Erlaß des vormundschaftsgerichtlichen Beschlusses weitgehend von der Fürsorgerziehungsbehörde wahrgenommen. Entscheidet sich diese Behörde dafür, die Fürsorgeerziehung in einer „Erziehungsanstalt“ (§ 62 JWG a.F. – jetzt „Heim“, § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F. –) durchführen zu lassen – es kann auch eine „geeignete Familie“ (§ 62 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F.), u.U. sogar die eigene Familie des Minderjährigen (§ 69 Abs. 4 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 2 JWG n.F) sein –, so kann allerdings damit für den Jugendlichen ein Öffentlich-rechtliches Gewaltverhältnis begründet werden, sofern er nämlich in eine mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattete Anstalt eingewiesen wird. Er ist in diesem Falle der Anstaltsgewalt unterworfen – im Grundsatz nicht anders als der Schüler gegenüber der Schule, der Student gegenüber der Universität – und hat den zwingenden Ge- und Verboten der Anstaltsordnung, die auch bestimmte Arbeiten betreffen können, nachzukommen.

    [ Die in der Einrichtung untergebrachten Zöglinge, die „einer Lehre nachgehen“ oder anderweitig „einen Angestelltenberuf anstreben“ stehen in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis; Versicherungspflicht besteht !; vollumfängliche Krankenversicherung / Sozialversicherung ist daher vom Arbeitgeber, der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE zu zahlen ! ]

    Von Rechts wegen.

    veröffentlicht am 30.01.1963

    ENDE DES ZITATS EINES KURZEN AUSZUGS AUS GESAGTEM BUNDESSOZIALGERICHTSURTEIL.

    Direkter Link zu diesem Dokument
    [ Im nächsen Beitrag wird dann auch dieser Link – NUMMER 2 – von mir angegeben werden. ].
    .

    Bezüglich dem damals von der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE betriebenen Jugenderziehungsheim, dem Fürsorgehof Herzogsägmühle in Schongau, Oberbayern, siehe WIKIPEDIA @ [ Im nächsen Beitrag wird dann auch dieser Link – NUMMER 3 – von mir angegeben werden. ].

    ENDE DES ZITATS MEINES BEITRAGS AUS DEM JAHRE 2014.

    QUELLE: Ein Beitrag (vom Do. 27.03 2014 um 02:59 Uhr) im Diskussionsfaden/Thread zum Thema: »Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.« im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ [ Im nächsen Beitrag wird dann auch dieser Link – NUMMER 4 – von mir angegeben werden. ].
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  120. .
    Ehemaliges Heimkind-WEST Boardnutzer »brötchen« (Rainer), im HEIMKINDER-FORUM.DE, im dortigen gleichlautenden Thread » »SCHLARAFFIA MATRATZEN« / »RECTICEL SCHLAFKOMFORT GMBH« – viele männliche Ehemalige Heimkinder West haben DEREN Bekanntschaft machen müssen…«, am 17. Januar 2017, um 21:38 Uhr, weist uns alle dann auch sogleich darauf hin :

    ( Zur eigenen Überprüfung, wo notwendig, diesen Link bitte manuell in ein neues Browser-Fenster eingeben: http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17120-»SCHLARAFFIA-MATRATZEN«-»RECTICEL-SCHLAFKOMFORT-GMBH«-–-viele-männliche-Ehemalig/?postID=434335#post434335 )

    ANFANG DES ZITATS SEINER STELLUNGNAHME.

    Konkret bedeutet das, dass die Diakonie gegen ein Urteil mit gleichem Tenor einer unteren Instanz geklagt hat, die ihnen bereits Zwangsarbeit von Jugendlichen verboten hatte. Daran erkennt man schon, aus welchem Jahrhundert die Strukturen der Diakonie aufgebaut waren, nämlich aus dem wilhelminischen, 19. Jahrhundert.

    Nun wird dieses [ BUNDESSOZIALGERICHTSURTEIL ] Urteil, Anfang 1963, ja überall herum gereicht worden sein, bei der katholischen und evangelischen Kirche, beim LWL, bei der Inneren Mission und den angeschlossenen Unterabteilungen. Im Klartext heißt das, dass all diese Organisationen bewusst gegen geltendes Recht verstoßen haben, das gleiche gilt für diese Firmen, wie Schlaraffia, Bosch, Hella, etc. [ , etc., etc., etc., etc. ]

    Sie haben uns bewusst als rechtlose Kindersklaven ausgebeutet und sie zahlen bis heute keinen einzigen Cent als Wiedergutmachung dafür.

    Ich glaube sicher, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist!

    ENDE DES ZITATS SEINER STELLUNGNAHME.

    Wer wird uns helfen? — Wen schlagt Ihr vor? ( frage ich )
    .

  121. .
    Jetzt gibt es auch, seit dem 01.01.2017 fur Betroffene, die damals als Kinder und Jugendliche in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien untergebracht waren und dort misshandelt und missbraucht wurden, sich bei einer sogenannten »Stiftung Anerkennung und Hilfe« um ein paar Almosen zu bewerben, die von den Taterorganisationen als „Hilfe“ angeboten werden.

    WARNUNG VERZICHTSERKLÄRUNG »Stiftung Anerkennung und Hilfe« !!

    Jetzige Verzichtserklärung bezüglich dem jetzigen Behinderten Fonds (bezüglich dieser jetzigen „Stiftung“):

    DIESE „VERZICHTSERKLÄRUNG“ LAUTET WIE FOLGT: — ANFANG.

    .
    » Einwilligungserklärung für die Stiftung Anerkennung und Hilfe

    [ ……… ]

    Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich mit dem Erhalt der Leistungen auf andere Forderungen aufgrund der Unterbringung, einschließlich der Ansprüche wegen Rentenminderung, gegen die öffentliche Hand und die Kirchen sowie ihre Ordensgemeinschaften und Wohlfahrtsverbände, verzichte. Dieser Verzicht soll auch den Ersatz von Kosten für die Rechtsverfolgung umfassen. [ … ]

    [ ……… ] «

    DAS IST DIE UNBEDINGT ZU BEACHTENDE „VERZICHTSERKLÄRUNG“. — ENDE.
    .

    Alle Antragsteller und Antragstellerinnen müssen diese Verzichtserklärung unterschreiben. Einige haben sie schon unterschrieben (ganz sicherlich nichts wissend und nichts ahnend unterschrieben!).
    .

    Die anfängliche „Verzichtserklärung“ bezüglich dem Fonds Heimerziehung-WEST:

    Mit dem Fonds Heimerziehung-WEST war es genauso in 2011. Dazu hieß es, u.a., im WDR am 02.01.2012, um 06:00 Uhr:
    »Viele Betroffene sind auch erbost über die Verzichtserklärung und diskutieren hitzig in Internetforen. „Ehemalige Heimkinder seid gewarnt“, schreibt User „Martini“, alias Martin Mitchell, auf Heimkinder-Forum.de. „Die Verzichtserklärung ist Täterschutz pur.“ Mitchell, in den 60er Jahren im Heim aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Australien.«
    QUELLE: http://www1.wdr.de/archiv/missbrauch/heimkinder104.html

    Nach einem gemeinsamen Aufruhr und Protest wurde diese „Verzichtserklärung“ dann etwas später, im Frühjahr 2012, gestrichen !!
    .

    Weitere Information zu diesem Thema in den diesbezüglichen Diskussionsforumbeiträgen @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=22&t=177&p=1393#p1370
    .

  122. .
    WARNUNG VERZICHTSERKLÄRUNG Stiftung Anerkennung und Hilfe !!

    Ja, so ist es !!

    Wer diese „Verzichtserklärung“, bezogen auf den OSTEN, unterschreibt, kann später auch keinen StRehaG-Antrag („Strafrechtlichen Rehabilitierungsantrag“) stellen !! — und auch auf keinste andere Weise in Zusammenhang mit seiner „Unterbringung“ im OSTEN Klage gegen irgendjemand erheben !!

    Wer diese „Verzichtserklärung“, bezogen auf den WESTEN, unterschreibt, kann später auch keinen Antrag gemäß dem OEG („Opferentschädigungsgesetz“) stellen !! — und auch auf keinste andere Weise in Zusammenhang mit seiner „Unterbringung“ im WESTEN Klage gegen irgendjemand erheben !!

    Und jeder, weder aus dem OSTEN noch aus dem WESTEN, kann für diese oder jene Zwecke zukünftig „Prozesskostenhilfe beanspruchen“ oder selbstgezahlte „Gerichtskosten und Anwaltskosten zurückerstattet bekommen“ !!

    Wenn die „Verzichtserklärung“ erst einmal unterschrieben ist, wird es zu spät sein !! — ob selbst unterschrieben oder vom Betreuer unterschrieben spielt keine Rolle !!

    Alle damaligen Opfer von Medikamentenversuchen und Medikamentenverabreichungen in OST und WEST, die diese „Verzichtserklärung“ unterschreiben, mit eingeschlossen !!

    Unbedingt alle diesbezüglichen Beiträge in diesem Thread nicht nur einfach mal schnell überfliegen, sondern genau und eingehend studieren: http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=22&t=177

    Und ALL DIES natürlich auch so weit wie möglich an alle anderen weitersagen und weitergeben !!
    .

  123. Es scheint nicht jeder den Sinn eines Diskussionsforums begriffen zu haben, dabei ist es so einfach …

  124. .
    »Stiftung „Anerkennung und und Hilfe“« – Pflicht Betroffene vor dem Unterschreiben einer „Verzichtserklärung“ zu warnen.

    Ich habe auch, zusätzlich, diesbezüglich KONTAKT ÜBER DAS KONTAKTFORMULAR mit der Bundesregierung selbst aufgenommen @ https://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Service/Kontakt/kontaktform_node.html

    ANFANG DES ZITATS MEINER KOMMUNIKATION MIT DEM BUNDESARBEITSMINISTERIUM.

    am Donnerstag, 27. April 2017, um 08:08 Uhr

    BETREFF: »Stiftung „Annerkennung und Hilfe“« „Erfassungsbogen“ / „Verzichtserklärung“ / „Einwilligungserklärung“

    Subject: Verstehen der rechtlichen Bedeutung und Konsequenzen der Unterzeichnung einer Verzichtserklärung. = Understanding the legal significance and consequences of signing a waiver of rights.

    Meine Damen und Herren Entscheidungsträger,

    meine Kontaktaufnahme mit Ihnen bezieht sich auf folgende wichtige Fragen bezüglich den Anträgen auf „Hilfe“, die seit dem 1. Januar 2017 in Zusammenhang mit der »Stiftung Anerkennung und Hilfe« gestellt werden können:

    1.) Warum werden Antragstellerinnen und Antragsteller auf dem „Erfassungsbogen“ genötigt eine Verzichtserklärung zu unterschreiben?

    2.) Warum wird ihnen das einfach so untergeschoben und sie bemerken und verstehen es möglicherweise gar nicht mal?

    3.) Wird dieses Klientel, und in Fällen von hinzugezogenen Betreuern und Vormündern, die keine Anwälte sind, überhaupt verstehen auf was sie da mit ihrer Unterschrift verzichten?

    4.) Versteht das Beratungspersonal, unter denen, es ist anzunehmen, sich ebenso keine Anwälte befinden, zu was die Antragstellerinnen und Antragsteller damit von ihnen genötigt werden zu verzichten?

    5.) Wie viele solcher „Verzichtserklärungen“ / „Einwilligungserklärungen“ sind bisher, von welchen Anlauf- und Beratungsstellen in Bezug auf die »Stiftung „Annerkennung und Hilfe“«, in welchen Bundesländern, schon unterschrieben, eingetrieben worden?

    6.) Ist es von den Errichtern der »Stiftung „Annerkennung und Hilfe“« geplant diese Verfahrensweise auch zukünftig beizubehalten und fortzusetzen?

    Ich bitte um schnellstmögliche Rückmeldung mit aufklärenden Antworten zu diesen wichtigen Fragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Martin MITCHELL

    ENDE DES ZITATS MEINER KOMMUNIKATION MIT DEM BUNDESARBEITSMINISTERIUM.

    Eine Empfangsbestätigung bezüglich diesem meinem Nachfrage-Schreiben, an die Bundesregierung selbst, habe ich bisher nicht erhalten, und all diese meine Fragen wurden natürlich ebensowenig und in keinster Weise von den Entscheidungsträgern beantwortet.

    ABSCHLIEßEND AN DEN LESER: Wer, was dieses Thema betrifft, informiert bleiben möchte, unbedingt regelmäßig alle Beiträge in dem Thread »“STIFTUNG ANERKENNUNG UND HILFE“ nimmt Arbeit auf.«, im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum, nicht nur einfach mal schnell überfliegen, sondern genau und eingehend studieren: http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?f=22&t=177 .

    PS. Und, damit es nicht ignoriert werden kann, geht dieses Schriftstück auch gleichzeitig an viele, viele Nebenempfänger und wird auch weitgehend im Internet veröffentlicht.
    .

  125. .
    Verzichtserklärung ist vom Tisch! – Siehe nachfolgende Benachrichtigung.

    TATSACHE IST, dass eine von wem auch immer offiziell gedruckte „Verzichtserklärung“ / „Einwilligungserklärung“ IRGENDWO IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND eine zeitlang im Antragsprozess verwendet wurde. Wie lange und von wem sie verwendet wurde und wie viele solcher „Erklärungen“ tatsächlich unterschrieben wurden, steht noch nicht fest.
    Vielleicht hat das so genutzte Formular ja auch irgend ein Quellzeichen (links oder echts am unteren Rand) anhand dessen sich feststellen lässt wer es drucken ließ und wann es gedruckt wurde.

    Ich kann jedoch jetzt ALLEN mitteilen, was mir in Antwort auf mein Schreiben vom Dienstag, 30. April 2017, gerade erst mitgeteilt wurde: Die „Verzichtserklärung“ / „Einwilligungserklärung“ ist vom Tisch !! – Niemand verwendet sie mehr !!

    [ Benachrichtigung, wie sich herausstellt, eingegangen in Australien ungefähr eine Stunde vor Mitternacht am Freitag, 12. Mai 2017. – Abgesandt aus Deutschland am Spätnachmittag, Freitag, 12. Mai 2017. ]

    ANFANG DES ZITATS DER BESTÄTIGUNG, DASS DIE „VERZICHTSERKLÄRUNG“ NUN ENDLICH VOM TISCH IST.

    Von:
    SER3-Stiftung-Anerkennung-Hilfe Stiftung-Anerkennung-Hilfe@bmas.bund.de

    An:
    martinidegrossi[a]yahoo.com.au

    Sehr geehrter Herr Mitchell,

    vielen Dank für Ihre Mail vom 30. April 2017 und den damit verbundenen Hinweis auf die Verwendung einer Verzichtserklärung.

    Auch wir mussten feststellen, dass ein vom Lenkungsausschuss nicht genehmigtes Formular von einer Anlauf- und Beratungsstelle verwendet wurde. Diese Praxis wurde umgehend abgestellt.

    Bund, Länder und Kirchen sind sich bewusst und einig darin, dass sie die gemeinsame Verantwortung tragen, das Leid und Unrecht anzuerkennen und den Betroffenen die Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen der Stiftung mit möglichst wenigen Hürden zukommen zu lassen.

    Die Leistungen der Stiftung sind freiwillige Leistungen der Errichter, auf die es keinen Rechtsanspruch gibt. Sie sollen dazu dienen, den Betroffenen eine Anerkennung und finanzielle Unterstützung zu ermöglichen, denen aus unterschiedlichsten Gründen andere Wege zur Entschädigung oder Kompensation ihres Leids nicht offenstehen. Angesichts des Zeitablaufs und der Beweisschwierigkeiten sind die Leistungen für die überwiegende Mehrzahl der Betroffenen auch der einzig mögliche Weg, für das zugefügte Leid und das erlebte Unrecht finanzielle Hilfen zu erhalten. Damit wird die Position der Betroffenen insgesamt gestärkt.

    Die Leistungen der Stiftung können das damalige Leid und Unrecht nicht ungeschehen machen, aber sie sollen dazu dienen, Rechtsfrieden herzustellen.

    Dennoch ist kein Betroffener daran gehindert, andere Ansprüche oder Kompensationsmöglichkeiten zu verfolgen; er muss nicht darauf verzichten, solche Ansprüche geltend zu machen.

    Die freiwilligen Leistungen der Stiftung sollen jedoch nicht zusätzlich zu Leistungen gewährt werden, auf die ein anderweitiger Anspruch besteht oder für die eine Kompensationsmöglichkeit gegeben ist. Es war der Wunsch der Errichter der Stiftung, Doppelleistungen auszuschließen.

    Deshalb haben sie entschieden, sowohl im Hinblick auf finanzielle Leistungen, die von den Kirchen, Orden und konfessionellen Einrichtungen für das erlittenen Leid und Unrecht an Betroffene ausgezahlt wurden als auch im Hinblick auf freiwillige Leistungen aus anderen Fonds eine Anrechnung auf die Leistungen der Stiftung vorzusehen.

    Weiterhin bestimmt die Verwaltungsvereinbarung von Bund, Ländern und Kirchen über die Errichtung der Stiftung, dass die Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen nur Betroffene erhalten sollen, die keine Forderungen aufgrund der Heimunterbringung, einschließlich der Ansprüche wegen Rentenminderung gegen die öffentliche Hand und die Kirchen sowie Ihre Ordensgemeinschaften und Wohlfahrtsverbände, einschließlich deren Mitglieder und Einrichtungen, geltend machen. Dies soll auch den Ersatz von Kosten der Rechtsverfolgung umfassen. Auszahlungen sind grundsätzlich auch möglich, wenn ein solcher Verzicht nicht erfolgt.

    In allen diesen Fällen muss ein Betroffener also damit rechnen, dass dies bei den Stiftungsleistungen berücksichtigt wird.

    Ich hoffe, ich konnte Sie bezüglich Ihrer Befürchtungen beruhigen und versichere Ihnen, dass uns genau wie Ihnen daran gelegen ist, im Sinne der Betroffenen zu handeln.

    Dieses Schreiben wird der Geschäftsstelle der Stiftung und den Anlauf- und Beratungsstellen zur Kenntnis gegeben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Brigitte Karsties

    Vorsitzende des Lenkungsausschusses Stiftung Anerkennung und Hilfe

    ENDE DES ZITATS DER BESTÄTIGUNG, DASS DIE „VERZICHTSERKLÄRUNG“ NUN ENDLICH VOM TISCH IST.

    Trotzdem empfehle ich einem jeden von Euch auch in Zukunft genau aufzupassen was Euch zum Unterzeichnen vorgelegt wird und was Ihr unterschreibt !!

    PS.: Ich habe auch schon dafür gesorgt, dass diese Bekanntgebung jetzt auch auf der Facebookseite des »Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.« (»VEH e.V«) zu finden ist: https://de-de.facebook.com/VEHeV/posts/1037636846336803 (dort eingestellt in den frühen Morgenstunden, am Samstag, 13. Mai 2017 (MESZ)).
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  126. .
    ERSTENS:

    300€ Rente für damalige Heimopfer (aber nicht in der BRD)

    Heimopferrentengesetz (HOG)

    Bundesgesetz betreffend die Rentenleistung für Opfer von Gewalt in Heimen

    Dieses Gesetz existiert seit Mittwoch, 26. April 2017 !!

    Einstimmig vom Österreichischen Parlament beschlossen !!

    Das Gesetz tritt in Kraft am 1. Juli 2017 !!

    Wo? — Ja, nicht in Deutschland, aber in Österreich !!

    Siehe den relevanten Gesetzestext im genauen und vollständigen Wortlaut selbst: » Bundesgesetz betreffend die Rentenleistung für Opfer von Gewalt in Heimen (Heimopferrentengesetz-HOG)« @ https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BNR/BNR_00476/fname_631216.pdf (ingesamt 6 Seiten).

    ÖSTERREICH: 300€ Rente für Misshandelte Heimkinder! – Sind die Deutschen wirklich so unfähig, dass sie SO ETWAS nicht gebacken kriegen ??

    Wo ein Wille, so auch ein Weg !!
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    ZWEITENS:

    300€ Rente für damalige Heimopfer (aber nicht in der BRD)

    Das „Heimopferrentengesetz“ („HOG“) kommt in der Bundesrepublik Deutschland nicht zur Sprache und darüber, dass es gerade einstimmig vom Bundesparlament in Österreich verabschiedet wurde, wird nicht berichtet. Das Thema »300€ Rente für damalige Heimopfer (aber nicht in der BRD)« wird in Deutschland medial und gesamtgesellschaftlich völlig totgeschwiegen.
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    • Es ist wie bei allem anderen was hier in Deutschland passiert, NICHTS Halbes und Nichts Ganzes !
      Selsam in einem Land wie Österreich sind solche Sachen möglich, in Deutschland , macht eine GROKO was sie will , am Bürger vorbei.
      Und dann erwartet von diesem Bürger das er dann CDU oder SPD wählt.
      Ich wähle keine von beiden, so dämlich kann ich NICHT sein.
      Und noch was, sehr schön verschwiegen hat man jegliche Pressemitteilung darüber daß in Österreich dieses Gesetz beschlossen wurde.
      Wenn man aber rechnet wie alt wir ehemaligen alle sind, ich bin jetzt 73, so kann ichz mir vorstellen das das Gestzt vielleicht auch einmal in Deutschland kommt, aber solange verzögert wird bis alle ehemaligen tot sind.
      Denn dann hat man Millionen gespart.
      Wie schon erwähnt : eine Armutszeugnis einer „Demokratie“
      Dafür bekommen unsere sogenannten Volksvertreter alle Jahre wieder ein Diätenerhöung von Mtl. 500 Euro.
      „Wir sind alle so stolz auf diese Regierung“ Ich kann garnicht soviel Kotzen wie ich möchte.
      Ich Grüße aber trotzdem alle die mit mir im Salwator Kolleg Klausheide bei Paderborn waren.

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