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Dortmunder Grundschüler werden trotz Unterrichtsausfall versetzt

DORTMUND/ARNSBERG. Nachdem massiver Unterrichtsausfall die Versetzung von 20 Zweitklässlern einer Dortmunder Grundschule gefährdet hat, nimmt nun die Bezirksregierung Arnsberg die blauen Briefe zurück.

Die Schüler einer Grundschulklasse aus Dortmund, die monatelang unter massivem Unterrichtsausfall gelitten haben, können jetzt doch alle ins dritte Schuljahr versetzt werden. Die «blauen Briefe» für 15 der Schüler seien für ungültig erklärt worden, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg.

Die meisten der 20 Schüler haben erhebliche Lücken, nachdem die Klassenlehrerin ausgefallen war. Die Schüler erhielten vier Monate lang nur rund 50 Prozent Unterricht. Nach Elternprotesten schritt die Schulaufsicht ein. Die Schulleitung setzte eine Ersatz-Lehrerin ein. Den Stoff konnten die meisten aber nicht mehr aufholen.

Die Bezirksregierung plant nun gemeinsam mit der Schulleitung und der Dortmunder Schulaufsicht Förderprogramme, damit alle Schüler die Defizite bis ins nächste Schuljahr hinein aufholen können. Sollte ein Kind dennoch schlechte Aussichten haben, könnten Eltern und Schule in einer Einzelfallentscheidung auch gemeinsam eine Wiederholung beschließen, sagte der Sprecher der Bezirksregierung. (dpa)

(30.06.2013)

zum Bericht: Unterrichtsausfall gefährdete Versetzung von fast ganzer Klasse

Ein Kommentar

  1. ich finde es allmählich immer kurioser, welche Sachen inzwischen „massiv“ genannt werden. Müsste langzeitiger Unterrichtsausfall nicht eher „hohl“ sein?

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