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Facebook-Verbot zwischen Lehrern und Schülern in Rheinland-Pfalz jetzt offiziell

MAINZ. Lehrer und Schüler als Freunde oder Lernpartner auf Facebook? Das ist in Rheinland-Pfalz nicht mehr erlaubt. Ab sofort gilt dort wegen Datenschutzbedenken: kein Kontakt via Facebook.

Der Umgang mit Facebook ist für Lehrer in Rheinland-Pfalz nun tabu, dienstlich jedenfalls.  Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Der Umgang mit Facebook ist für Lehrer in Rheinland-Pfalz nun tabu, dienstlich jedenfalls. Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

Der Kontakt zwischen Lehrern und Schülern über das Netzwerk Facebook ist in Rheinland-Pfalz jetzt offiziell tabu. Das gab der Landesdatenschutzbeauftragte Edgar Wagner in Mainz bekannt. Damit sollen Freundschaften über Facebook ebenso nicht mehr möglich sein wie das Nutzen des Netzwerks als Lernplattform.

Die Trennung von Schule und Privatem sei auch deshalb nötig, weil der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule mit dem Geschäftsmodell von Facebook – einer Auswertung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke – nicht zu vereinbaren sei, erklärte Wagner. Zum Austausch zwischen Lehrern und Schülern gebe es Alternativen wie die kostenlose Lernplattform «lernenonline».

Das Bildungsministerium habe die Schulen mit einem Zusatz zu einem Handbuch und mit einem Merkblatt darüber informiert, sagte Ministeriumssprecher Wolf-Jürgen Karle. Das Verbot sei eine «dringende Empfehlung». Damit droht keine Ordnungswidrigkeit. Die Lehrergewerkschaft VBE und die Landesschülervertretung hatten sich zu dem Facebook-Verbot im Juli skeptisch gezeigt. Sie sind der Meinung, dass Lehrer selbst über ihre Kommunikation entscheiden sollten.

Baden-Württemberg schränkt den Einsatz Sozialer Netzwerke für Schulen bereits ein. Sachsen hatte im Sommer erklärt, es gebe entsprechende Pläne. In Schleswig-Holstein sollen Lehrer bereits seit Ende 2012 die Netzwerke nicht mehr nutzen, um Schulausflüge zu planen oder Noten mitzuteilen. Andere Länder setzen darauf, dass Lehrer sich auch ohne feste Vorgaben angemessen in Sozialen Netzwerken bewegen. dpa

Zum Bericht: Mehrere Bundesländer arbeiten an Facebook-Regeln für Lehrer

 

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