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GEW fordert zum Weltlehrertag: Reform der Ausbildung

ESSEN. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt anlässlich des „Weltlehrertages“ am 5. Oktober weitere Reformen in der Lehrerausbildung an. Lehrerkräfte sollen besser auf die Anforderungen des schulischen Alltags vorbereitet werden und mehr Kompetenzen für Inklusion, den Umgang mit heterogenen Schülergruppen und in der Schul- und Unterrichtsentwicklung erwerben. Zugleich unterstützt die GEW eine Kampagne der Bildungsinternationale mit dem Motto „Gemeinsam für gute Bildung – bessere Bildung für eine bessere Welt“.

„Lehrende müssen unterstützt werden, die Anforderungen inklusiver Bildung und multiethnischer Schulklassen erfolgreich umsetzen zu können. Dafür muss insbesondere die Ausbildung reformiert, aber auch die Fort- und Weiterbildung ausgebaut werden. Die Pädagoginnen und Pädagogen müssen besser darauf vorbereitet werden, mit der sozialen und kulturellen Vielfalt der Kinder und Jugendlichen umzugehen“, forderte die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Dorothea Schäfer in Essen. Inklusion sei mehr, als Kinder, junge Menschen und Erwachsene mit Behinderungen in die Bildungseinrichtungen zu integrieren.

Mit Blick auf die laufende Evaluation des Lehrerausbildungsgesetzes erwartet die GEW Nachbesserungen in der universitären und zweiten, schulpraktischen Phase. Schäfer verlangte, die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer an den Universitäten und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung zu professionalisieren und dafür mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen. An den Universitäten mangele es nach wie vor an Experten für Fachdidaktik und Bildungswissenschaften. Das Ausbildungspersonal benötige mehr Zeit für die individuelle Beratung der Referendare. Schäfer betonte: „Alle Schülerinnen und Schüler haben Anspruch auf bestmöglich ausgebildete Lehrkräfte.“ Der auf 18 Monate verkürzte Vorbereitungsdienst sorge bei den Referendaren für Stress und Probleme.

Anlässlich des Weltlehrertags hat die Bildungsinternationale (BI) unter dem Motto „Gemeinsam für gute Bildung – bessere Bildung für eine bessere Welt“ eine Kampagne gestartet. Als Mitgliedsorganisation der BI unterstützt die GEW den Vorstoß. Die BI ist der internationale Dachverband von rund 400 Bildungsgewerkschaften aus 170 Ländern. Sie vertritt weltweit fast 30 Millionen im Bildungswesen Beschäftigte.

Der Weltlehrertag wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober gefeiert. Die UNESCO, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die BI haben ihn ins Leben gerufen. Der 5. Oktober ist für die internationale Bildungsbewegung ein herausragendes Datum: 1964 haben UNESCO und ILO die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ angenommen. Zum ersten Mal war es damit gelungen, in einem internationalen Konsens den Status des Lehrberufs in der Gesellschaft und die Verpflichtung der Politik zur Sicherung ausreichender Arbeits- und Lebensbedingungen für Pädagoginnen und Pädagogen festzuschreiben.

 

2 Kommentare

  1. NEIN!! nicht schon wieder, nicht noch mehr Reformen!

  2. Als langjähriger Praktikumslehrer:
    An der Uni Passau, Fachbereich kath. Theologie und andere, gibt es seit langem eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Uni. So soll es sein!
    Wünschenswert wäre noch eine Einbindung der Praktikumslehrer in den Stundenplan der Uni, also pro Semester ein oder zwei Vorlesungen der Praktikumslehrer für die Studenten, so dass diese wirklich optimal vorbereitet ins Praktikum gehen.
    Eigene Unterrichtserfahrung ist durch nichts zu ersetzen!
    rfalio

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