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Streiks öffentlicher Dienst: 53.000 Menschen demonstrieren in fünf Bundesländern

FRANKFURT/MAIN. 53.000 im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigte aus fünf Bundesländern haben sich am Dienstag an den Warnstreiks beteiligt. Aufgerufen hatten die Gewerkschaften ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie der Beamtenbund.

Zur zentralen Kundgebung in Hannover kamen 20.000 Menschen aus Niedersachsen und Bremen, in Mainz waren es 17.000, in Saarbrücken 6.000, in Frankfurt a.M. 10.000 Kolleginnen und Kollegen. Aus dem Organisationsbereich der GEW beteiligten sich insbesondere viele Erzieherinnen und Sozialarbeiter an den Aktivitäten. „Mit ihren Aktionen haben die Beschäftigten ein klares Zeichen gesetzt. Sie erwarten, dass sich die Arbeitgeber bewegen und als Verhandlungsergebnis eine deutliche Steigerung der Löhne und Gehälter herauskommt“, sagte GEW-Vorstandsmitglied und Tarifexperte Andreas Gehrke in Frankfurt a.M. Er unterstrich, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gegenüber der Wirtschaft in der Gehaltsentwicklung weiterhin Nachholbedarf hätten. „Auch aus diesem Grund hat der öffentliche Dienst in vielen Bereichen wie bei den Erzieherinnen und Erziehern große Probleme, ausreichend gut qualifizierte Fachkräfte und Nachwuchs zu gewinnen: Diese Berufe müssen besser bezahlt werden, um sie attraktiver zu machen. Wir müssen auch finanzielle Anreize setzen, damit sich mehr junge Menschen für soziale Berufe entscheiden“, betonte Gehrke. „In der vergangenen Woche hat das Statistische Bundesamt gemeldet, dass die Steuerquellen sprudeln. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf, ihren Anteil an dieser positiven Entwicklung zu erhalten.“

Info: Für Mittwoch kündigten die Gewerkschaften Streiks und Demonstrationen unter anderem in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen an. Die dritte und letzte Verhandlungsrunde findet am 31. März/1. April in Potsdam statt. Die Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP sowie die Tarifunion des dbb verlangen 100 Euro Sockelbetrag und 3,5 Prozent mehr Gehalt für die rund 2,1 Millionen bei Bund und Kommunen Beschäftigten sowie die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten.

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