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Keine Noten mehr an Schleswig Holsteins Grundschulen

KIEL. An den Grundschulen im Norden soll es nach dem Willen der Regierungskoalition künftig keine Noten mehr geben. Verbindliche Elterngespräche sollen außerdem die Schulübergangsempfehlungen ersetzen.

Schleswig-Holsteins Grundschulen sind wie geplant vom neuen Schuljahr an notenfrei. Das Bildungsministerium erließ nun zum August eine entsprechende Verordnung, über deren Kern sich SPD, Grüne und SSW seit Monaten einig sind.

«Ziffernnoten sind weder objektiv und verlässlich, noch differenziert und leistungsmotivierend», sagte Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos). Sie seien nur vordergründig informativ.

«Aus diesem Grund wollen wir an den Grundschulen nun durchgängig die Möglichkeit schaffen, ohne Noten zu arbeiten», sagte Wende. In den Klassen eins und zwei gab es auch bisher nur Berichtszeugnisse. In den Klassen drei und vier sind Noten künftig nur möglich, wenn Schulkonferenzen diese beschließen. Verbindlich waren Noten bisher in der vierten Klasse.

Außerdem hat Wende die Schulübergangsempfehlungen abgeschafft. Sie werden durch einen Entwicklungsbericht und ein verbindliches Elterngespräch ersetzt. «Die Kompetenzraster vermitteln einen differenzierten Blick auf Fähigkeiten, Kenntnisse und Leistungen der Kinder», sagte sie. CDU und FDP lehnen die Pläne ab. Zuvor hatten die «Kieler Nachrichten» über die Verordnung berichtet. (dpa)

zum Bericht: Schleswig-Holstein will Noten an Grundschulen ganz abschaffen – Philologen: „Verrückt“

2 Kommentare

  1. Es wird immer alles nur komplizierter und aufwändiger und am Ende stellt man fest, es gibt genauso viele „gute und schlechte Schüler“, wie es sie immer gab, das heißt, auch diese Idee hat letztendlich nichts gebracht – außer mehr Bürokratie!!!

  2. Nu, man hat ja immer mal wieder die Wahl.

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