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Mehr Praxis im Studium: Lehrerverband warnt vor Mehrbelastung für Betreuer an Schulen

HANNOVER. Die Neuausrichtung des Lehramtsstudiums für Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte („GHR 300“) bewertet der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) nach eigenen Angaben positiv. Es handele sich dabei jedoch zum einen lediglich um die Umsetzung der Kultusministerkonferenzbeschlüsse, die bis auf das Jahr 2003 zurückgehen, und zum anderen entspreche die Trennung des Studiums in eines für Grundschule und eines für Haupt- und Realschule der Realität.

Deutsche Lehrer verdienen am Anfang mehr als ihre europäischen Kollegen (Foto: Wolfra/Flickr CC BY-NC 2.0)

Angehende Lehrer in Niedersachsen sollen nach der neuen Verordnung schon während des Studiums mehr Zeit an Schulen verbringen und praktisch arbeiten. (Foto: Wolfra/Flickr CC BY-NC 2.0)

„Der neue Praxisanteil während des Studiums wird vom VNL/VDR als sehr sinnvoll angesehen. Dieser Praxisteil, der an den Schulen durchgeführt wird, darf aber nicht zu einer weiteren Belastung für die dort lehrenden Lehrkräfte führen. Die in Aussicht gestellten Entlastungen der Lehrkräfte, die eine Studentin oder einen Studenten während der Unterrichtszeit betreuen, erscheinen uns als nicht ausreichend. Hier muss nachgebessert werden“, so Manfred Busch, Landesvorsitzender des Verbands. Die Realität werde zeigen, wie sehr die Praxisphase den Unterrichtsbetrieb an den Ausbildungsschulen belastet.

Von der Zusammenarbeit mit der Hochschule erwartet der Verband auch positive Effekte für die Schulentwicklung vor Ort. Schon jetzt mache sich an Niedersachsens Schulen der Lehrermangel in vielen Fächern schmerzlich bemerkbar. Daher müsse der Lehrerberuf nach dem Studium unbedingt attraktiver gestaltet werden. „Es ist schon jetzt schwierig, für Mangelfächer wie den Naturwissenschaften, aber auch den Fremdsprachen geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden“, so Busch. „Andere Bundesländer locken mit besseren finanziellen Bedingungen, als sie in Niedersachsen gegeben sind. Hier muss sich das Land dringend bewegen, ansonsten sehen wir die Unterrichtsqualität an unseren Schulen gefährdet.“

 

Zum Beitrag: Angehende Lehrer in Niedersachsen sollen in Zukunft fünf Jahre studieren

Ein Kommentar

  1. Für die Neuordnung bzw. die Aufgaben dabei gibt es Anrechnung für die Uni-DozentInnen, für die SeminarleiterInnen, die das begleiten.
    Die Lehrkräfte gehen leer aus, weil sie keine Anrechnung bekommen. Das wurde auch schon vor Jahren angemahnt, das Vorhaben noch mal zurückgestellt, nun wieder vorgelegt, aber eine Änderung hinsichtlich der Anrechnung für Lehrkräfte, die die PraktikantInnen täglich begleiten und auf UB vorbereiten sollen, gibt es nicht.

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