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Ex-Odenwaldschüler wollen Ausstrahlung von „Die Auserwählten“ verhindern

Hier geht es zu der aktuellen Kritik des Films.

KÖLN. Zwei ehemalige Schüler der Odenwaldschule sehen durch die Ausstrahlung des WDR-Dramas „Die Auserwählten“ ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. Sie hätten sich in dem Spielfilm wiedererkannt, der den Missbrauchsskandal an dem Internat fiktional aufarbeiten soll.

Der WDR bestätigte den Eingang eines anwaltlichen Schreibens und will dieses nun juristisch prüfen. Foto: R/DV/RS / flickr (CC BY 2.0)

Der WDR bestätigte den Eingang eines anwaltlichen Schreibens und will dieses nun juristisch prüfen. Foto: R/DV/RS / flickr (CC BY 2.0)

An dem ARD-Drama „Die Auserwählten“ über die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule gibt es Kritik von ehemaligen Schülern. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ sehen zwei Ex-Schüler ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. Beide hätten sich in dem Film wiedererkannt und rechtliche Schritte gegen den Film, der am Mittwoch (20.15) ausgestrahlt werden soll, eingeleitet.

Die Beweislage sei „derart erdrückend“, dass der zuständige WDR-Intendant Tom Buhrow eine Lösung herbeiführen müsse, sagte der Anwalt eines der Schüler dem „Spiegel“. Dem Bericht zufolge erwägt das Opfer des damaligen Missbrauchs notfalls sogar ein gerichtliches Verbot des Films.

Der WDR bestätigte den Eingang eines anwaltlichen Schreibens, in dem es um die Persönlichkeitsrechte von zwei Ex-Schülern gehe. Das Schreiben werde juristisch geprüft. Der Sender verwies am Sonntag darauf, dass der Film eine „rein fiktive Aufarbeitung des Stoffs“ sei. Mehrere Betroffene hätten den Film „als wertvollen Beitrag für den Umgang mit der Vergangenheit an der Odenwaldschule“ bezeichnet. Es werde kein Schüler personalisiert und kein Übergriff gezeigt, sagte eine Sprecherin. (dpa)

zum Bericht: Der Horror eines Missbrauchssystems: ARD zeigt Spielfilm zur Odenwaldschule

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