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Wanka widerspricht DGB-Studie: Sie sieht Deutschland bei der Bildung auf ‎gutem Weg

BERLIN. In Abgrenzung von einer kritischen DGB-Studie sieht Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ‎‎(CDU) die schwarz-rote Regierung bei ihren Bildungszielen auf gutem Weg. Sie sagte der «Saarbrücker Zeitung»: «Die Tendenz zeigt in allen ‎Bildungsbereichen klar nach oben.» Wanka widersprach damit der Studie des ‎Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), wonach die Vereinbarungen des Dresdner ‎Bildungsgipfels von 2008 weitgehend verfehlt worden seien.

"Natürlich bleibt noch etwas zu tun": Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

“Natürlich bleibt noch etwas zu tun”: Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

«Bei der Kinderbetreuung und ‎der Weiterbildung ist das Ziel jetzt schon erreicht, bei der Studienanfängerquote sind wir ‎sogar deutlich über Plan», sagte die Ministerin. Außerdem gebe es viel weniger ‎Schulabbrecher und Jugendliche ohne Ausbildung. Wanka räumte ein: «Natürlich bleibt noch etwas zu tun.» Aber alle Zahlen zeigten, dass ‎der Dresdner Gipfel Bildung und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ‎vorangebracht habe.

Nach der Erhebung des Bildungsforschers Klaus Klemm im Gewerkschafts-Auftrag ist rund jeder siebte junge Erwachsene in Deutschland ohne abgeschlossene Berufsausbildung (13,8 Prozent im Jahr 2013). Klemm warf Bund und Ländern vor, vor sieben Jahren selbst gesteckte Bildungsziele teils deutlich zu verfehlen. DGB-Vizechefin Elke Hannack sagte, bei der Bildung sei Deutschland sozial gespalten. Sie forderte einen neuen Bildungsgipfel. Die Kultusministerkonferenz (KMK) betonte, dass es in vielen Bereichen deutliche Verbesserungen gegeben habe, auch noch nicht erreichte Ziele seien teils in Reichweite. «Gleichwohl ist zutreffend, dass es weiterer Anstrengungen bedarf», so ein Sprecher. dpa

Zum Bericht: Studie: Jeder siebte ohne Berufsabschluss – “Regierung verfehlt eigene Ziele”

3 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Ministerin, so geht das nicht!! Der deutschen Kultur entspricht es, die eigene Wirklichkeit als mangelhaft und die Regierungsarbeit als schlecht zu empfinden.

  2. bei Pflege, Metall und Elektro fehlen 10 bis 14% Ausbildungsplätze = mehr Interessenten als Plätze

    bei Berufen die ich als wesentlich unwichtiger einschätze wird ohne Ende auf Halde ausgebildet für Minijobs und Arbeitslosigkeit — Top Ten Berufe Einzelhandelskaufmann und Verkäufer — diese Berufe werden in anderen Ländern durch Future Stores immer mehr verdrängt.

    meine Cousine wurde einmal ausgebildet, arbeiten konnte sie in dem Beruf noch nie. Das Umschulungssystem muss drigend geöffnet und flexibilisiert werden

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