75 Prozent der Siebtklässler wollen ein Jahr länger lernen: Hohe Nachfrage nach neunjährigem Gymnasium

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MÜNCHEN. Der Andrang auf die um ein Jahr verlängerte «Mittelstufe plus» ist offenbar deutlich größer als bislang angenommen. Nach Angaben des Bayerischen Philologenverbands wollen sich bis zu 75 Prozent der Siebtklässler im kommenden Schuljahr für die neunjährige Gymnasialzeit entscheiden. Damit liege das tatsächliche Interesse an der «Mittelstufe plus» etwa doppelt so hoch wie vom Kultusministerium angenommen. Darüber hatten am Mittwoch auch mehrere Medien berichtet.

Im Landtag gab es darüber Streit. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sprach von «Panikmache». Genaue Anmeldezahlen für die «Mittelstufe plus» lägen noch gar nicht vor. Die Anmeldefrist endet in zwei Wochen. Die CSU will zunächst die Pilotphase abwarten. 47 Schulen sollen das neue Modell ab Herbst erproben. Danach könne man überlegen, ob das neunjährige Gymnasium ausgeweitet werde, erklärte der Abgeordnete Otto Lederer.

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Kritik kam von den Freien Wählern. Jedem Schüler, der an der um ein Jahr verlängerten «Mittelstufe plus» teilnehmen will, müsse das auch möglich sein, forderte FW-Fraktionschef Hubert Aiwanger. Stattdessen würden zahlreiche Schüler abgewiesen, weil viele Schulen nicht genug Kapazitäten hätten. Nach Ansicht der Freien Wähler brauchen die Schulen für die Umsetzung der Pilotphase mehr Geld und zusätzliche Lehrerstellen. dpa

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