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Sächsischer Erzieherverband: 90 Prozent befürworten unbefristeten Streik

RADEBEUL. Bei der Urabstimmung innerhalb des Sächsischen Erzieherverbandes im Sächsischen Lehrerverband sprachen sich eigenen Angaben zufolge 90 Prozent der Mitglieder für unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen aus. Im dbb beamtenbund und tarifunion, Spitzengewerkschaft des Erzieherverbands, stimmten 97 Prozent der Befragten einem unbefristeten Streik zu, so die Erziehervertreter in einer Pressemitteilung.

„Das Ergebnis der Urabstimmung zeigt die Kampfbereitschaft der sächsischen Erzieherinnen und Erzieher“, sagt Simone Hagedorn vom Sächsischen Erzieherverband (SEV). Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden hatten die Gremien des dbb beamtenbund und tarifunion das Scheitern erklärt und die Urabstimmung beschlossen. In Zusammenarbeit mit den anderen Gewerkschaften werde der SEV nun die weitere Streikplanung angehen, heißt es in dem Schreiben.

In der laufenden Tarifauseinandersetzung seien die Arbeitgeber bisher nicht bereit gewesen, ein Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaften zu unterbreiten. Sie lehnten nach wie vor eine generelle Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst ab. Stattdessen habe die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) „Vorschläge“ für punktuelle Verbesserungen unterbreitet. Damit seien sie weit hinter den Erwartungen der sächsischen Erzieherinnen und Erzieher zurückgeblieben. Somit gebe es vorerst keine Grundlage für weitere Gespräche.

Seit Februar haben der Sächsische Erzieherverband mit seiner Spitzengewerkschaft dbb und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bereits bei fünf Terminen über eine bessere Wertschätzung der Arbeit im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes verhandelt. Im Kern geht es dem SEV zufolge dabei um die verbesserte Zuordnung der einzelnen Berufsgruppen zu Gehaltsgruppen.

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