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Schulpsychologen fürchten Stellenstreichungen in Hessen

WIESBADEN. Die hessische Landesregierung will bei den 15 staatlichen Schulämtern 40 Stellen streichen. Davon könnten auch Schulspychologen betroffen sein. Schon jetzt betreut ein Psychologe 150 bis 200 Einzelfälle im Jahr, doch solche Fallzahlen seien nicht sehr aussagekräftig, befindet Bildungsminister Lortz.

In Hessen muss derzeit jeder Schulpsychologe im Schnitt 20 Schulen mit rund 8500 Schülern betreuen. Dies geht aus einer Antwort von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine SPD-Anfrage im Landtag hervor. Insgesamt gibt es 92 Stellen in Hessen, die sich 106 Schulpsychologen teilen. Zahlen zum geplanten Stellenabbau wollte Lorz nicht nennen. Einsparvorschläge würden derzeit in der Bildungsverwaltung geprüft.

Schüler in psychischen Notlagen benötigen professionelle Unterstützung. Foto: Texas A&M University-Commerce Marketing Communications Photography/flickr (CC BY 2.0)

Schüler in psychischen Notlagen benötigen professionelle Unterstützung. Foto: Texas A&M University-Commerce Marketing Communications Photography/flickr (CC BY 2.0)

Schwarz-Grün will bei den 15 staatlichen Schulämtern, denen auch die Schulpsychologen unterstehen, 40 Stellen bis 2017 streichen. Die Schulpsychologen stünden bei der Umorganisation mit Sicherheit nicht an erster Stelle bei Einsparungen, hatte zwar das Kultusministerium im Februar erklärt. Bei Einsparungen gehe es aber auch um deren Bereich, wurde zugleich eingeräumt. Der Berufsverband der Schulpsychologen befürchtet, es könnten bis zu 15 Stellen wegfallen.

Die SPD-Abgeordnete Kerstin Geis verwies in der Kleinen Anfrage darauf, dass jeder Schulpsychologe im Jahr 150 bis 200 Einzelfälle bearbeiten müsse. Solche Fallzahlen seien nicht sehr aussagekräftig, meinte dagegen Lorz in der Antwort. Es gebe die unterschiedlichsten Anfragen mit variierendem Aufwand. (dpa)

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