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Keine schnelle Einigung im Kita-Tarifstreit in Sicht – GEW nennt Arbeitgeber „verantwortungslos“

MAINZ. Die Fronten im Kita-Tarifstreit sind verhärtet. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spart kurz vor dem nächsten Verhandlungstermin nicht mit Kritik an der Arbeitgeberseite.

Im Tarifstreit um mehr Geld für Erzieher und Sozialarbeiter rechnet die Gewerkschaft Verdi nicht mit einer schnellen Einigung. «Es wird nicht so sein, dass Dienstagmorgen alles erledigt ist. Das wird ein Marathon», sagte ein Verdi-Sprecher in Mainz am Montag. Die Positionen hätten sich zwar angenähert, seien aber trotzdem noch weit voneinander entfernt. Er hoffe jedoch, dass es bis zum Ende dieser Woche zu einer Einigung komme.

Arbeitgeber und Gewerkschaften wollten am Montagabend in Berlin wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Seit drei Wochen wird schon in Kitas gestreikt, in Rheinland-Pfalz und im Saarland nahmen daran laut Verdi am Montag 3000 Beschäftigte teil.

Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter. Das würde laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von im Schnitt zehn Prozent führen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnte auch am Montag eine «pauschale Erhöhung» ab. Verbesserungen solle es nur dort geben, wo sich in den vergangenen Jahren Änderungen bei den Anforderungen ergeben hätten, hieß es in einer Mitteilung. Die VKA kritisierte, dass die Streiks in dieser Woche trotz der laufenden Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die ebenfalls mit am Verhandlungstisch sitzt, kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber als verantwortungslos. «Das vorgelegte Angebot hat mit einer finanziellen Aufwertung dieser Berufe nichts zu tun», sagte der Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer, in Mainz am Montag laut Mitteilung. Damit wäre für die meisten Beschäftigten kein Einkommensplus verbunden. dpa

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