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Deutscher Schulleiterkongress: Lernen von Auma Obama – und einem Geheimdienstexperten

DÜSSELDORF. Was können Schulleiter von einem Ex-Geheimagenten lernen? Zum Beispiel, wie man gängige Schüler-Typen erkennt und am besten auf sie eingeht. Bei ihrem Jahrestreffen wollen deutsche Schulchefs auch Tipps von der Schwester des amerikanischen Präsidenten mitnehmen.

Die Soziologin Dr. Auma Obama referiert am Freitag auf dem Deutschen Schulleiterkongress. Foto: Auma Obama

Die Soziologin Dr. Auma Obama referiert am Freitag auf dem Deutschen Schulleiterkongress. Foto: Auma Obama

Lernen mit Laune, pädagogische Führung mit Biss, Schutz der Schüler vor Cybermobbing – beim Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf wird kein Thema ausgespart. Zum fünften Mal kommen in Düsseldorf rund 2000 Lehrer sowie internationale Experten aus weiten Teilen der Gesellschaft zusammen, um Schulleiter für ihre vielfältigen Aufgaben zu wappnen. Hauptrednerin am offiziellen Eröffnungstag ist am Freitag (4. März) die Soziologin Auma Obama – Schwester des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Sie will über «Lebenslust statt Lebensfrust» referieren.

Ihre Botschaft hat sie im Kongress-Info vorab zusammengefasst: «Die jungen Menschen sollen verstehen, dass sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen sollen. Sie merken dann, dass sie – wenn sie selbst mitwirken – viel mehr erreichen können.» Dafür brauchten sie zwar Unterstützung. Am Ende müssten Sie aber begreifen lernen: «Du bist deine Zukunft.»

Hirnforscher und Erziehungswissenschaftler berichten über jüngste Erkenntnisse, wie in den Hirnen der «Generation Laptop» am nachhaltigsten Unterrichtsstoff verankert werden kann. Der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth liegen andere Themen am Herzen: «Migration, Integration, Inklusion in der Schule leben», heißt ihr Vortrag. Über Inklusion will auch der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht auf einem mit Bildungspodium diskutieren.

Der dreitägige Kongress, der schon ab Donnerstag mit einem Vorprogramm zu Arbeitsgruppen einlädt, hat aber auch ganz Ungewöhnliches im Programm. So unterrichtet etwa Ex-Geheimagent und Kriminalist Leo Martin Schulleiter in der «Kunst, Menschen zu lesen». Die Mission des «deutschen 007»: Typische Persönlichkeitsprofile aufzeigen und mit dem passenden Führungs- und Kommunikationsstil verbinden. Sein Motto: «Man muss Menschen rühren, nicht schütteln.»

Auch heikle Themen werden nicht ausgespart: Eine Schulinspektorin aus dem Bildungsministerium in Wien referiert über «Schlechte Lehrer – ein schulisches Tabu?» Der Direktor eines Schweizer Bildungsinstituts will die deutschen Schulleiter mit einem «Abgesang auf gängige Lehr-und Lernillusionen» konfrontieren. Der provokante Titel seines Vortrags: «Die Schule schwänzt das Leben.»

Veranstalter des Kongresses unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz sind der Bundesverband Bildung und Erziehung und der Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer. dpa

Zum Bericht: Wie bringt man das Gehirn von Schülern zum Lernen? Was Hirnfoscher auf dem Deutschen Schulleiterkongress verraten

Ein Kommentar

  1. Klugscheißerkongress scheint es ja eher zu treffen.
    Eine Frau Obama, die doch nur deshalb da spricht, weil ihr Bruder berühmt ist, Ex-Geheimdienstagenten, Rita Süssmuth und Oberklugscheißer Precht.
    Welcher ernstzunehmende Lehrer hört sich das den an? Und wieso haben Schulleiter, die ihren Job Ernst nehmen (kein Rechtschreibfehler, ich bin aus S-H.), für so einen Unfug Zeit?

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