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Forderung nach Reform des Bachelor-Studiums: Hochschulen wollen weg von starren Zeitvorgaben

BERLIN. Das sechssemestrige Bachelor-Studium hat nicht den besten Ruf. Es sei arg knapp bemessen und zu verschult, außerdem werde die gewünschte Auslandsmobilität blockiert. Doch bald könnte sich etwas ändern.

Steht das Bachelor-Studium vor einer Reform? Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Steht das Bachelor-Studium vor einer Reform? Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Angesichts weit verbreiteter Kritik am dreijährigen Bachelor-Studium in Deutschland dringt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) auf durchgreifende Reformen. «Es sollte künftig keine starre staatliche Vorgabe für eine Gesamtstudienzeit Bachelor und Master von zehn Semestern mehr geben», sagte der Präsident des Dachverbandes für 268 Hochschulen, Horst Hippler, der Deutschen Presse-Agentur.

Sechs Semester bis zum Bachelor-Abschluss (also drei Studienjahre) ließen vor allem an den Universitäten kaum Raum «für die nötige erste Orientierung, für Blicke über das eigene Fach hinaus, für Praktika oder Auslandssemester. Vor allem wer mit dem Bachelor in den Beruf starten will, sollte aber entsprechende Möglichkeiten im Studium gehabt haben», forderte Hippler.

Die Kultusministerkonferenz der 16 Bundesländer (KMK) müsse vor allem auf Flexibilisierung achten. «Die Weiterentwicklung des Studiums ist eine Daueraufgabe – nicht erst nach Bologna», sagte Hippler mit Blick auf den 1999 in der norditalienischen Stadt gestarteten europäischen Harmonisierungsprozess für Studiengänge und -abschlüsse.

HRK und KMK wollen bald ein gemeinsames Reformpapier vorlegen. Diese Vereinbarung zwischen Hochschulen und Ländern sollte eigentlich schon im Mai fertig sein, nun dürfte sie Anfang bis Mitte Juli präsentiert werden. Das Papier werde «in den nächsten Tagen von der KMK verabschiedet», sagte KMK-Generalsekretär Udo Michallik auf Anfrage.

Bachelor-Kritik kommt aus der Wirtschaft, aber auch von Studenten und Hochschulen. Die Reformpläne sehen beispielsweise einen Verzicht auf Noten zu Beginn des Bachelor-Studiums vor. «Auch die Hochschulen wollen ihren Part übernehmen und die vorhandenen Spielräume besser nutzen», etwa bei der Notenpraxis, versicherte HRK-Chef Hippler.

Von den bundesweit etwa 320.000 erfolgreichen Universitäts- und Fachhochschulabsolventen im Jahr 2014 erreichten 70 Prozent einen Bachelor als Erstabschluss, heißt es im neuen Bericht «Bildung in Deutschland» des Bundesbildungsministeriums und der KMK. Von Werner Herpell, dpa

Fragen und Antworten

Warum soll es Änderungen am Bachelor-Studium geben?

Die Reformer wollen teils harscher Kritik begegnen, die es schon seit der Einführung im europaweiten «Bologna»-Prozess gibt. Mit dem 1999 in der norditalienischen Stadt vereinbarten System führt ein Studium zu den international anerkannten Abschlüssen Bachelor und Master. Seither wird der auf sechs Semester angelegte Bachelor gern geschmäht – als gerade mal dreijähriges «Schmalspurstudium», als «zu verschult» durch Vorgaben, zu eng getaktet und mobilitätsfeindlich. Einige Schwachpunkte wollen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) jetzt ausräumen.

Um wie viele Bachelor-Studenten geht es in Deutschland?

Um sehr viele. 2014 erreichten von etwa 320.000 Universitäts- und Fachhochschulabsolventen 70 Prozent einen Bachelor als Erstabschluss. Wie der Mitte Juni veröffentlichte Bericht «Bildung in Deutschland» zeigt, werden immer weniger Diplom- und Magisterprüfungen abgelegt, das Staatsexamen spielt mit etwa 15 Prozent Anteil noch bei Medizin und Jura sowie in einigen Ländern fürs Lehramt eine größere Rolle. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes streben drei Viertel der 2,7 Millionen Studenten in einen Bachelor- oder Master-Studiengang. «Bologna», die Reform für kürzere Studienzeiten, europaweite Vergleichbarkeit von Abschlüssen und mehr studentische Mobilität, ist also in Deutschland voll angekommen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass gut jeder Vierte (28 Prozent) sein Bachelor-Studium abbricht.

Was könnte konkret anders werden im Studienverlauf?

Die anvisierten Reformen sollen dafür sorgen, dass Studierende mehr Freiräume erhalten. Die «Übersättigung mit Inhalten» im knapp bemessenen Bachelor-Studium müsse aufhören, sagt HRK-Vize Holger Burckhart. Er stellt sich das so vor: «Generellere Studienangebote in den ersten beiden Semestern», fachliche Orientierung im dritten und vierten, Vertiefung im fünften Semester – dann sollen die Studenten entscheiden, ob sie einen Abschluss machen und als Bachelor in einen Beruf gehen oder aber weiterstudieren wollen. Um Druck vom Kessel zu nehmen, sollte nach dem Willen der Bachelor-Reformer in den ersten beiden Semestern auf Noten verzichtet werden, «Bestanden» oder «Nicht bestanden» reiche aus. Anfängliche Leistungen würden dann nicht in die Endnote einfließen – eine Erleichterung für viele Studenten.

Soll ein Studium dann insgesamt länger dauern?

Das kalkulieren die Hochschulen ein. «Es sollte künftig keine starre staatliche Vorgabe für eine Gesamtstudienzeit Bachelor und Master von zehn Semestern mehr geben», sagt HRK-Chef Horst Hippler im Gespräch. Von dem Karlsruher Physik-Professor ist eine ironische Spitze überliefert: «Ein Bachelor in Physik ist nie im Leben ein Physiker.» Hippler geht es um Entschleunigung zugunsten von mehr Studienqualität und -tiefe: Lediglich drei Jahre bis zur Bachelor-Prüfung – das lasse doch kaum Raum «für die nötige erste Orientierung, für Blicke über das eigene Fach hinaus, für Praktika oder Auslandssemester».

Wie sind die Berufsaussichten von Bachelor-Studenten?

«Bachelor-Absolventen machen Karriere», sagt klipp und klar die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Die Arbeitslosenquote von Fachhochschulabsolventen liegt bei etwa drei Prozent, unter Uni-Absolventen sind es sogar nur rund zwei Prozent. Auch der Bildungsbericht 2016 belegt: Wer als Bachelor in den Beruf geht, hat meist gute Chancen. «Zwei Drittel der Bachelors von Universitäten und drei Viertel aus Fachhochschulen, die nach dem Bachelor erwerbstätig werden, sind (…) etwa ein Jahr nach dem Studium in Positionen tätig, für die ein Hochschulabschluss erforderlich ist.» Die Praxistauglichkeit ist aber umstritten. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat ermittelt, dass schon etwa jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) Bachelor-Absolventen beschäftigt (2010: 13 Prozent). Laut Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags waren 2015 jedoch nur 47 Prozent der Betriebe mit ihren Bachelor-Zugängen zufrieden.

Wie geht es jetzt mit dem Reformschub weiter?

Im nächsten Wintersemester ändert sich im Uni-Alltag wohl noch gar nichts. Eine Vereinbarung zwischen Hochschulen und Ländern sollte eigentlich im Mai fertig sein, doch dann sahen die Kultusminister noch Nachbesserungsbedarf. Im Juli dürfte es nun aber soweit sein: «Das Papier ist final mit der Hochschulrektorenkonferenz abgestimmt und wird in den nächsten Tagen von der KMK verabschiedet», sagte KMK-Generalsekretär Udo Michallik Ende Juni. Wie schnell es zur konkreten Umsetzung an den Hochschulen kommt, bleibt abzuwarten.

 

15 Kommentare

  1. Egal wie lange ein Bachelor-Studium dauert, es ist und bleibt ein besseres Vordiplom. Daran ändern Praxis- und / oder Auslandssemester überhaupt nichts.

    • Das sehe ich anders.
      Zu Diplomzeiten hatte man wesentlich mehr Freiheiten als im Bachelorstudium. Mir tun die Studenten leid, die unter schwereren Rahmenbedinungen und Vorgaben fast ein komplettes Diplomstudium in ihr Bachelorstudium gedrückt bekamen.

      • Junggeselle – eben nicht Meister.

        In der Übersetzung:
        Bachelor – even not master.

        btw jeder Techniker hat ein fundierteres Fachwissen als ein Backelohr of engeneering.

        Zu Diplom-Zeiten wurrde mir mein akademischer Grad mit der Berechtigung verliehen, diesemn auch als Master of Engeneering zu führen. Die anderen, denen es wie mir erging, wissen genau, warum wir auf dieses Recht dankend verzichtet haben.

        • Sorry, aber sie haben keine Ahnung wovon sie sprechen. Gegen den Bachelor/Master ist das Ing./Inf. Diplom echt Eierschaukeln, aber ich habe auch mal so gedacht wie Sie.

          • Das Studium wird sicherlich noch immer anspruchsvoll sein, zumal der Zeitdruck und die begrenzte Anzahl Fehlversuche das Ganze nicht einfacher machen. Über die inhaltliche Tiefe von Bachelor-Arbeiten kann man hingegen streiten. Z.B. wurde habe ich eine 30-seitige Bachelorarbeit über die Cardanischen Formeln schnell ergooglen können. Dieses Thema, evtl. mit etwas weniger Beweis, lässt sich auch als schulische Facharbeit behandeln.

          • Sie sollten ihre Erfahrungen nicht an Einzelbeispielen festmachen, denn bei den Abschlussarbeiten wird vieles individuell geregelt. Wenn das, wie in dem von ihnen geschilderten Fall, bei der Bachelor Thesis gilt, dann galt das an dieser Uni, Fakultät, Prof. auch zu Diplomzeiten.

            Wenn, dann müssen sie wirklich inhaltlich vergleichen. Das bedeutet, dass sie das Curriculum von Diplom- mit dem zu Bachelorzeiten (gleiche Uni vorausgesetzt) vergleichen. Sie werden feststellen, dass sich dieses Curriculum kaum verändert hat, außer dass es jetzt „Module“ heißt und mehr davon pro Semester bearbeitet werden müssen, ohne die Vorteile des Diplomstudiums z.B. Prüfungen schieben oder sich Zeit für eine Hammerklausur freischaufeln, das Studium kann nicht so lange verlängert werden bis man alles „abgearbeitet“ hat (automatische Fristfünfen) und das Beste: im Bachelor/Master haben die Studenten sogar weniger Versuche eine Prüfung zu bestehen.

            Also noch einmal, die Inhalte sind ziemlich gleich. Die Tiefe ist ziemlich gleich. Jedoch wurden die Rahmenbedingungen massiv verschärft.

          • Doch, das mache ich, da ich die Studienpläne kenne.
            Die Zahl der Prüfungen in den Ing-Wissenschaften ist nämlich nicht gestiegen. In anderen Studienfächern sieht das allerdings anders aus.
            Die Zahl der Wochenstunden in den Ing-Wissenschaften hat sich ebenfalls nicht erhöht, geändert hat sich tlw. die Anwesenheitspflicht. Die bestand früher eigentlich nur für „Labore“ (praktische Übungen).

            Mit den anderen Fächern hat man das gleiche gemacht, was in den Ing-Wissenschaften schon früher üblich war, sie wurden in „Scheinstudiengänge“ umgewandelt. Jeder „Furz“ muss durch eine Prüfung bewertet und für jeden „Schiss“ ein Schein erlangt werden.
            Die Prüfungszeiträume liegen dann in den Semesterferien, wobei ein Teil der Prüfer inerhalb des Prüfungszeitraumes seinen Jahresurlaub macht, also nicht während der gesamten Zeit zur Verfügung steht. So drängeln sich dann 5 bis 6 Prüfungen in den letzten beiden Wochen des Prüfungszeitraumes.

            Nur zur bis in die 80er geltenden Prüfungsordnung, die nicht studienbegleitend war, will auch niemand zurück. Damals ist man in allem doppelt geprüft worden. Erst mussten die Semesterabschlussklausuren geschrieben werden, wenn dann alle Scheine z.B. in Mathe oder TM erbracht waren, durfte sich der student zur Vorexamensprüfung im gleichen Fach anmelden. Das Vorexamen musste dann innerhalb eines Jahres in allen Fächern abgelegt werden. Nur bei den Vorexamensklausuren gab es die Vorschrift, dass sie nur einmal wiederholt werden durften. Die Semesterabschlussklausuren durfte man so oft versuchen, wie man wollte. Dafür waren die Vorexamensklausuren erst dann nicht bestanden, wenn die mündlichen Prüfungen, die nach den schriftlichen (lediglich Vorauswahl) nicht bestanden worden waren.
            Wer also schriftlich bestanden hatte, musste nicht in die „eigentliche“ mümdliche Prüfung. Wer in der mündlichen Prüfung eine ausreichende Leistung erbrachte, obwohl er schriftlich nicht bestanden (nb) hatte, war also durch.

            Also Heulen aufhören, es war früher nicht besser oder schlechter, nur anders.

          • @dickebank

            „Die Zahl der Prüfungen in den Ing-Wissenschaften ist nämlich nicht gestiegen. In anderen Studienfächern sieht das allerdings anders aus.“

            Da widerspreche ich. Die zu absolvierenden Fächer (jetzt Module) lagen im Diplomstudiengang bei ca. 5-6 pro Semester, jetzt liegen sie bei 6-8.
            Da es auch nicht mehr, so wie früher im Diplom, so einfach ist Module zu schieben, kommen noch die Zweitversuche hinzu, wenn man beim ersten Mal nicht bestanden hat.

            „Die Zahl der Wochenstunden in den Ing-Wissenschaften hat sich ebenfalls nicht erhöht, geändert hat sich tlw. die Anwesenheitspflicht.“

            Zum Einen entspricht die angegebene theoretische SWS-Anzahl nicht einmal halbwegs den wirklich zu erbringenden SWS (aber wann war das schon jemals anders?) und zum Anderen hat sich durch die Erhöhung der Anzahl um gut 2 Module, im Vergleich zum Diplom, der zeitliche Aufwand sehr wohl erhöht.

            Nehmen wir aber doch einfach nur einmal die von ihnen vorgeschlagene Argument der Anwesenheit. Besteht die Anwesenheitspflicht, da werden sie mir Recht geben, werden die Studenten auch an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Ich weiss ja nicht wie sie das als Diplomer früher gemacht haben, aber ich habe die Zeit von der fehlenden Anwesenheitspflicht gerne zur Vorbereitung auf schwere Prüfungen oder für Hausaufgaben verwendet, andere um dringend benötigtes Geld verdienen zu können. Das kommt nun aber als zusätzlicher Aufwand noch oben drauf.

            „Erst mussten die Semesterabschlussklausuren geschrieben werden, wenn dann alle Scheine z.B. in Mathe oder TM erbracht waren, durfte sich der student zur Vorexamensprüfung im gleichen Fach anmelden.“

            Scheine gibt es heute nicht mehr, aber früher konnte man die teilweise anstatt der Prüfungen (bei LA-Studenten ging das zumindest) als Leistungsnachweis erbringen.
            Wo sie das mit allen Scheinen ansprechen. Früher konnten sie sich auch die Zeit nehmen, die sie ganz individuell brauchten, um alle Schein zu machen. Heute wird ihnen das Bafög gestrichen oder sie gleich exmatrikuliert, wenn sie nicht im Zeitplan bleiben. Die Regel von 13 Semestern im Informatikstudium anstatt der anvisierten 10 (soviel auch zu der theoretischen Angabe von SWS) im Curriculum gibt es heute so nicht mehr, da sie wahlweise mittlellos oder exmatrikuliert werden.

            „Also Heulen aufhören, es war früher nicht besser oder schlechter, nur anders.“

            Ich heule nicht, weil ich kein Grund dazu habe, denn ich hatte das Glück unter einfacheren Studienbedingungen studieren zu dürfen, denn ein Diplomstudium war einfacher als ein heutiges Bachelor-/Masterstudium, auch wenn das einige meiner Mitdiplomanden (ja ja, ich weiss) nicht wahr haben wollen.

          • Von Ing-Wissenschaften und den Studienbedingungen seit den 80ern des letzten Jahrhunderts bis heute haben Sie – wie Sie ausführlich darlegen – keinen blassen Schimmer.

            Ing-Wissenschaftler haben damals schon angemerkt, dass sie gerne ihren Urlaub verbrächten zu den Studienbedigungen anderer Studiengänge.

  2. @mmeier

    danke für die — abgesehen von der abschlussarbeit — Bestätigung meines Kommentars. das naturwissenschaftliche Studium war schon immer so verschult wie heute. die „anderen“ Studiengänge hatten ihre Probleme mit der Umstellung von entspanntem Seminar auf stressige Schule.

    • „danke für die — abgesehen von der abschlussarbeit — Bestätigung meines Kommentars. das naturwissenschaftliche Studium war schon immer so verschult wie heute.“

      Keine Ahnung was sie damit meinen, denn ich habe nie etwas mit Geisteswissenschaften am Hut gehabt, ausser den lehramtsobligatorischen Pädagogikveranstaltungen (aber das fällt ja auch wiederum unter die Sozialwissenschaften) und da ist mir nur aufgefallen, dass diese wesentlich einfacher und mit weniger Aufwand verbunden waren.

      „die “anderen” Studiengänge hatten ihre Probleme mit der Umstellung von entspanntem Seminar auf stressige Schule.“

      Für die Geisteswissenschaftler sollte es keine allzu großen Mühen machen, wenn sie nun 2 Hausarbeiten im Semester mehr abgeben müssen, dafür haben sie weiterhin im laufenden Semester ja in den seltensten Fällen wöchentlich Hausaufgaben abzugeben, die darüber entscheiden, ob sie überhaupt zu den Prüfungen zugelassen werden.

      • gerade die hausaufgaben sind das verschulte.

        • Die gab es aber auch schon zu Diplomzeiten.
          Man sollte auch nicht den Fehler machen und glauben, dass diese ähnlich gelagert wären wie Schulhausaufgaben. Zumindest ich würde Schülern keine Hausaufgaben aufgeben, deren einziges Ziel es zu sein scheint die Schüler frustrieren zu wollen 😀

          Soweit ich mich noch erinnern kann, waren die Hausaufgaben an der Uni in vielen Fächern um etliches schwerer als die abschließende Prüfung (wobei man das ja auch wieder argumentieren könnte mit: Zweck erfüllt).

          • aus meinem eigenen ma/ph-studium kann ich all das bestätigen. wir schreiben also durchweg nicht aneinander vorbei. zu meiner zeit mussten die diplomphysiker aber noch die fünf mathevorlesungen der hauptfach-mathematiker zzgl. 2x mathematische hilfsmittel für physiker hören, heute sind es vier vorlesungen für nebenfächler. das ist schon einmal weniger als zu meiner zeit. einfacher möglicherweise auch, weil damals viel weniger gerechnet werden brauchte/durfte/konnte als in den nebenfachveranstaltungen.

          • Jede Uni regelt das Curriculum ja selbst, so dass sich das Studium von Hochschule zu Hochschule unterscheidet.

            Ich habe das gerade einmal mit meiner alten Uni verglichen und da gibt es die gleichen Matheveranstaltungen im Curriculum wie im Diplomstudium (4 x Analysis, 1 x Math. Meth., 1 x Lin. Alg.).
            Erstaunlich finde ich allerdings, dass es im Bachelor weniger CP gibt als im Diplom (SO 98), beispielsweise bekommt das Grundpraktikum eigene CP, im Bachelor sind die mit in der Gesamtveranstaltung enthalten.

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