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Flüchtlings-Integration zum Spartarif: Sprachkurs-Lehrer protestieren gegen schlechte Bezahlung

HANNOVER. Aus Protest gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen sind Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrer am Mittwoch in den Mittellandkanal gesprungen. «Die Integration geht baden», lautete das Motto der Aktion, zu der das Aktionsbündnis „Deutsch als Fremdsprache“ Hannover aufgerufen hat. Die freiberuflich oder angestellt tätigen Lehrer unterrichten überwiegend Flüchtlinge in Sprachkursen. Das Bundesinnenministerium habe zwar die Mindestvergütung in Integrationskursen zum 1. Juli auf 35 Euro erhöht, teilten die Organisatoren mit. Allerdings hätten viele Bildungsträger die Honorare nicht angehoben, wenn die Kurse vom Land oder von Kommunen gefördert werden.

Das Bündnis warnte vor einer Zweiklassengesellschaft der Lehrkräfte. Vor ihrem Sprung in den Mittellandkanal forderten die Honorarkräfte auf einem Banner: «Integration ist unser Job. Aber bitte fair statt prekär!». Eine Lehrerin trug ein Plakat mit der Aufschrift: «Ich habe einen 5-Wochen-Vertrag … und das seit 10 Jahren.» dpa

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