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IQB-Ranking: Nach dem (erneut) schwachen Abschneiden Berlins fordern Elternvertreter mehr Lehrer für die Bundeshauptstadt

BERLIN. Berliner Neuntklässer sind in Deutsch und Englisch bundesweit mit am schlechtesten. Elternvertreter machen die Bildungspolitik des Senats dafür verantwortlich.

Doof, aber sexy? Die Bundeshauptstadt landet bei Bildungsrankings immer wieder hinten. Foto: Stefan Schopohl / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Doof, aber sexy? Die Bundeshauptstadt landet bei Bildungsrankings immer wieder hinten. Foto: Stefan Schopohl / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Nach dem schlechten Abschneiden Berlins beim IQB-Ländervergleich der Schulen hat der Landeselternausschuss mehr und besser ausgebildete Lehrer gefordert. «Solange der Anteil der qualifizierten und hochmotivierten Lehrkräfte nicht erhöht wird, werden wir in Berlin weiter die rote Laterne mittragen» teilte der Ausschuss am Samstag mit. Trotz vieler kleiner Maßnahmen in den letzten Jahren habe sich am schlechten Abschneiden der Berliner Schüler bei derartigen Tests kaum etwas geändert.

Um die Qualität des Unterrichts zu verbessern, müsse den Schulen Zeit gegeben werden, die eigene Arbeit zu evaluieren. Außerdem sollten Berater zur Verfügung gestellt werden, forderten die Elternvertreter. Außerdem kritisiert der Ausschuss, dass Unterrichtsvertretungen oft zu Lasten von Förderstunden gingen, weil zu wenig Lehrer da seien. Sinnvoll wäre eine Vertretungsreserve von mindestens zehn Prozent. Diese solle aus «echten Lehrkräften» bestehen und nicht aus Budgets. Vertretungslehrer müssten außerdem in den Fächern fortgebildet werden, die sie unterrichten.

Anlass der Kritik war eine am Freitag vorgestellte Studie, nach der die Berliner Neuntklässler in Englisch und Deutsch bundesweit mit am schlechtesten abschnitten. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte erklärt, es gebe dringenden Handlungsbedarf. Das beginne bei den Schulgebäuden und reiche bis zu den Lehrkräften. Beim Schulbau, der Bezahlung von Grundschullehrern und dem Ausbau der Lehramts-Studienplätze werde die Hauptstadt «die nächsten Schritte gehen», versprach sie. dpa

Zum Gastbeitrag: Eine Analyse – Nach 20 Jahren SPD-Bildungspolitik wird in Berliner Schulen mehr gefördert als gefordert

5 Kommentare

  1. Berlin verkommt immer mehr. Die Politik die nicht mehr Willens ist etwas zu tun und die Polizei die immer mehr kapituliert (Kottbusser Tor, Görlitzer Park etc). Jedes Jahr 40.000 Einwohner mehr. In den Brennpunkten will keiner mehr arbeiten. Berlin ist mittlerweile so fett und träge, dass es nicht mehr vor und zurück kommt. Berlin wird mehr und mehr zum Sumpf. Gottseidank lebe ich nicht in der Nähe von Berlin.

  2. Die Statistik-Experten könnten sich ja mal den Spaß erlauben und die Folgen der (in der Volksabstimmung abgelehnten) Fusion von Berlin mit Brandenburg bei den Bildungsergebnissen durchrechnen, ebenso die Fusion von Bremen mit Niedersachsen und Hamburg mit Schleswig-Holstein. Die Schüler sind dann kein Gramm intelligenter, man kann nur die Eigenheiten der Großstadt in einem Flächenland verstecken.

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