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Tipps für den Besuch auf der Frankfurter Buchmesse: Was zwei Könige anzieht, dürfte auch Lehrkräfte interessieren

FRANKFURT/MAIN. Die Frankfurter Buchmesse – ab heute für Fachbesucher geöffnet, am Wochenende auch für die Öffentlichkeit – ist  mit mehr als 7.100 Ausstellern aus 104 Ländern und rund 275.000 Besuchern die größte Buchmesse der Welt. Darüber hinaus bietet sie Bildungsinteressierten ein breites Programm. Was ist davon für Lehrkräfte und Schüler besonders interessant? Wir haben uns schlau gemacht.

Eröffnung des Ehrengast-Pavillons durch den niederlänischen König Willem-Alexander sowie das belgische Königspaar Mathilde und Philippe. Foto: Frankfurter Buchmesse / Alexander Heimann.

Eröffnung des Ehrengast-Pavillons durch den niederlänischen König Willem-Alexander sowie das belgische Königspaar Mathilde und Philippe. Foto: Frankfurter Buchmesse / Alexander Heimann.

Die Ehrengäste: „Dies ist, was wir teilen” – unter diesem Motto treten das belgische Flandern und die Niederlande als Ehrengäste der Buchmesse auf und präsentieren, was sie verbindet: Die niederländische Sprache, eine gemeinsame Kultur- und Literaturgeschichte sowie die Nähe zur Nordsee. Im Ehrengast-Pavillon können die Besucher den Blick über den Horizont schweifen lassen, Illustratoren bei der Arbeit über die Schulter schauen oder in  die Welt der Virtual Reality eintauchen. Rund 70 Autoren aus Flandern und den Niederlanden kommen nach Frankfurt – mit im Gepäck besonders viele Kinder- und Jugendbücher sowie Graphic Novels (Forum, Ebene 1, Ehrengast-Pavillon). Und: Der niederländische König Willem-Alexander sowie das belgische Königspaar Mathilde und Philippe (die die Buchmesse eröffneten) waren auch schon da.

Die Kinder- und Jugendbuchverlage: In Halle 3.0 findet man neben den großen deutschen Kinderbuchverlagen wie Carlsen, Oetinger, Thienemann-Esslinger, Loewe, Beltz, Magellan, Egmont, Ravensburger, Tessloff, Arena und vielen anderen mittleren und kleinen Verlagen auch zahlreiche Verlage aus anderen Ländern, die einen Einblick in die lokale Buchproduktion bieten. An den Ständen der Internationalen Jugendbibliothek, des Arbeitskreises für Jugendliteratur und am Stand des International Board on Books for Young Children (IBBY) direkt gegenüber des Kinderbuch-Zentrums  bekommt man nationale und internationale Fach-informationen zum Thema Kinder- und Jugendbuch. Auf der Kids Stage im Kinderbuch-Zentrum (K 139)  finden von Mittwoch bis Freitag Fachveranstaltungen und Preisverleihungen statt. Und wer sich für den Beruf des Illustrators interessiert, bekommt entsprechende Informationen im Illustrators Corner (K 153).

Das Klassenzimmer der Zukunft: Wie lernen Schüler in den nächsten Jahrzehnten? Wie verändert sich die Arbeit von Lehrkräften? Perspektiven – bis hin zu interaktiven „Lernexpeditionen“  für die „Forscher“ in den Klassenzimmern – verspricht diese Sonderschau, bei der auch Workshops und Materialien für Lehrkräfte angeboten werden. Thematisch geht’s um Geheimnisse des Wattenmeers, die indonesische Küche, „Coding live“ (also Programmieren) sowie die journalistische Arbeit, anschaulich gemacht durch  Comiczeichner, Illustratoren und Autoren. Diese Themen bietet das Klassenzimmer der Zukunft 2016 konkret: Naturwissenschaften, Robotik/Coding, Digitale Kunst, Next Generation Storytelling (journalistische Formate), Welt der Sinne (unter anderem: Schüler kochen für Schüler mit indonesischen Chefköchen am FoodExplorer-Stand in Halle 3.1 K 94). Das Klassenzimmer der Zukunft ist in Halle 4.2 A 86 zu finden.

Das Forum Wissenschaft und Bildung: Die Zukunft des Unterrichts, Elterngespräche und die Digitalisierung in der Schule sind nur einige Beispiele für spannende Vorträge im Forum Wissenschaft & Bildung. Während der gesamten Buchmessewoche wird hier eine Vielfalt an Themen geboten. Die Talk-Bühne ist in Halle 4.2, Stand C 96, zu finden.

Lernen und Entdecken: Bei den großen deutschen Schulbuchverlagen wie Cornelsen und der Westermann-Gruppe lassen sich Schulbücher für Mathematik, Deutsch und viele andere Fächer anschauen. Andere Verlage zeigen Materialien und Bücher zur Förderung und/oder zum Selbstlernen. Neben den klassischen Schulbuchverlagen stellen dort auch die Organisationen der „Politischen Bildung“ aus. So kann man sich am Stand der Bundesbank über den Geldfluss informieren und bei der Bundeszentrale für politische Bildung mit Büchern über Politik, fremde Länder und Kulturen eindecken. Der Bereich „Lernen und Entdecken“ ist in Halle 3.1 zu finden.

Die Bundeszentrale für politische Bildung:  „Wie macht man Politik? Was ist eine Demokratie? Und wie wird man eigentlich Bundeskanzler/-in? …“ Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet jede Menge Bücher, Magazine, Online-Angebote und Spiele, die Politik erklären. Bei Interesse lassen sich Materialien direkt vor Ort bestellen oder Zeitschriften kostenfrei abonnieren. Die Bundeszentrale für politische Bildung befindet sich in Halle 3.1, C 11.

Das „Litcam Kulturstadion“: „Fußball trifft Kultur“ heißt ein erfolgreiches Bildungsprojekt. Daran anknüpfend gibt es im „Kulturstadion“ nicht nur eine umfangreiche Fußballbuch-Ausstellung, sondern es geht auf der Bühne unter dem Motto „Tor zur Bildung“ auch um die Themen Fußball und Bildung, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Integration. Fürs Wochenende versprechen die Veranstalter fußballerische Highlights in Kooperation mit der DFB-Kulturstiftung. Das „Litcam Kulturstadion ist in Halle 3.1, Stand B 34, zu finden.

„Bücher sagen willkommen“: Verlage zeigen ihre „Deutsch als Zweit-/Fremdsprache“-Titel und Mehrsprachiges. Außerdem werden Informationen zur (sprachlichen) Arbeit mit Flüchtlingen und zu den Herkunftsländern geboten. Die Sonderschau ist in Halle 3.1, C 14, zu finden.

Azubistro: Das Azubistro ist traditionell die Anlaufstelle für den Branchennachwuchs. Dort treffen sich Auszubildende  und Berufseinsteiger zum Kaffeetrinken und entspannten Plaudern. Jeden Tag finden abwechslungsreiche Lesungen mit namhaften Autoren bekannter Verlage statt. In lockerer Atmosphäre werden Bücher signiert und man kann mit seinen Lieblingsautoren ins Gespräch kommen. Außerdem informiert der mediacampus frankfurt, wie der Einstieg in die Buchbranche gelingt und beantwortet alle Fragen rund um Aus- und Weiterbildung. (Halle 4.1, A 89).

Studium rund ums Buch: Am Stand von „Studium rund ums Buch“ versammeln sich sieben der branchenbezogenen Studiengänge von Hochschulen aus Erlangen, Leipzig, Mainz, München und Stuttgart. Mit Studenten und Professoren der Hochschulen können sich die Auszubildenden und Abiturienten in lockerer Atmosphäre persönlich über das Studium und seine Anforderungen austauschen. Zudem werden viele spannende Veranstaltungen zu Buch- und Verlagsthemen sowie dem Einstieg in die Buchbranche stattfinden. (4.1 B 93)

Drucken à la Gutenberg: Gerade im digitalen Zeitalter interessant: Am Stand des Gutenberg-Museums Mainz können Schüler am großen Nachbau der berühmten Gutenberg-Presse selbst drucken. Nicht nur eine historische, sondern eine überaus sinnliche Erfahrung, versprechen die Veranstalter. (Halle 4.1, N 31)

Gourmet Gallery: Für alle, die Essen und Kochen toll finden, gibt es die Gourmet Gallery. Hier finden Shows mit internationalen Spitzen- und TV-Köchen zu allerlei kulinarischen Themen statt. Auch an den Ausstellerständen und Aktionsinseln gibt es viel zu entdecken: Exotische und regionale  Spezialitäten, Schokolade, Gewürze, verrückte Bäcker, rebellische Küchenprofis und vieles mehr. Am FoodExplorer-Stand kochen Schüler für Schüler –  eine Aktion des Klassenzimmers der Zukunft. Die Gourmet Gallerie findet sich in Halle 3.1, K 94–140, L 83–L 135.

Ein Kommentar

  1. die aktuelle Entwicklung in der Bildungspolitik setzt eine immer früher einsetzende Selbstständigkeit aller Schüler voraus (individuelle Lernzeit mit ggf.Förderung, Dalton-Schule, Module). die ist bei vielen vorhanden, gerade bei denen, die von den Eltern darauf vorbereitet wurden (Einhalten von Regeln, Durchhaltevermögen, generell Interesse usw.). Bei vielen anderen aber auch nicht (Helikoptereltern, fehlende Erziehung, Narzissmus, diverse Inklusionsarten usw.).

    Insofern hat die Autorin aus ihrer Sicht durchaus recht, sie gehört also zu der von mir zuerst genannten Gruppe.

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