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„Tastatur ist ein großer Segen“: Rot-rote Regierungskoalition will über bessere Förderung der Schreibmotorik von Kindern gar nicht erst reden

POTSDAM. Grundschullehrer für die Probleme der Schreibmotorik sensibilisieren und ihnen Wege zur Förderung aufzuzeigen, dazu sollte der brandenburgische Landtag nach dem Willen der CDU-Fraktion ein Modellprojekt auf den Weg bringen. Doch die Mehrheit der Abgeordneten will nicht einmal weiter über das Thema debattieren.

„Die Tastatur ist ein Segen“? Von wegen – Lasst den Kindern bloß das Handschreiben!

Die CDU-Fraktion ist mit ihrer Initiative für eine bessere Handschrift in den Schulen gescheitert. Mit den Stimmen der rot-roten Koalitionsfraktion im Landtag wurde auch eine weitere Debatte darüber in den Ausschüssen abgelehnt. Die CDU wollte die Landesregierung auffordern lassen, ein Modellprojekt zu entwickeln, um eine bessere Förderung der Schreibmotorik in Kitas und Grundschulen anzubieten. Eine Umfrage unter Lehrkräften vom Deutschen Lehrerverband und dem Schreibmotorik Institut, Heroldsberg, hatte ergeben, dass sich die Lehrer mit großer Mehrheit eine bessere Frühförderung wünschen. Auch 78 Prozent der Lehrkräfte in Brandenburg sehen, dass sich die Handschrift ihrer Schüler in den vergangenen Jahren verschlechtert habe. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Umfrage im Auftrag der CDU-Fraktion des Landtags in Potsdam.

Viele Schüler könnten nicht mehr beschwerdefrei schreiben, meint die brandenburgische CDU und fordert daher eine feinmotorische Förderung bereits im Vorschulalter. Foto: ruthsteiner / flickr (CC BY-SA 2.0)

Viele Schüler könnten nicht mehr beschwerdefrei schreiben, meint die brandenburgische CDU und fordert daher eine feinmotorische Förderung bereits im Vorschulalter. Foto: ruthsteiner / flickr (CC BY-SA 2.0)

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) ficht das nicht an. Er sagte: «Die Tastatur ist kein Fluch, sondern ein großer Segen». Trotzdem sei die Handschrift wichtig. Die Lehrer im Land wüssten aber bereits um die Bedeutung der Schreibschrift. Die Grünen erklärten, die Rolle der Handschrift in der Bildung sei innerhalb der Wissenschaft hoch umstritten. In Norwegen sei sie vom Lehrplan genommen worden.

Der CDU-Abgeordnete Gordon Hoffmann erklärte dagegen, es gehe nicht um einen Gegensatz von Handschrift und dem Schreiben mit dem Computer. Vielmehr sei die Handschrift Grundlage, um sich auch in der digitalen Welt zurechtzufinden. News4teachers / mit Material der dpa

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