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Deutscher Schulleiterkongress: Messner, Özdemir – und ein echter Zirkus-Direktor

DÜSSELDORF. Der Deutsche Schulleiterkongress präsentiert zu seiner sechsten Auflage wieder prominente Referenten, darunter den Bergsteiger Reinhold Messner, den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir und den Zirkus-Direktor André Sarrasani. Die Kultusministerkonferenz übernimmt die Schirmherrschaft.

War selbst mal Lehrer: Bergsteigerlegende Reinhold Messner. Foto: Promifotos.de / Wikimedia Commons

Bestsellerautoren, Bildungsforscher und ein echter Traumschiff-Kapitän – über 120 Experten aus unterschiedlichen Bereichen diskutieren in Düsseldorf beim sechsten Deutschen Schulleiterkongress (DSLK) vom 23. bis 25. März 2017 mit Schulleitungen aus ganz Deutschland über die Zukunft. Es geht um den Austausch von Ideen, wie die Schule von morgen gestaltet werden kann. Zugesagt haben unter anderem der Bergsteiger (und ehemalige Lehrer) Reinhold Messner, der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir und André Sarrasani, Zirkus-Direktor und Geschäftsführer der Sarrasani GmbH, der über Führungsverantwortung sprechen wird.

Der Deutsche Schulleiterkongress ist die größte Veranstaltung seiner Art in Deutschland. Das Motto des Kongresses lautet: „Schulen gehen in Führung“.  Die Top-Themen sind „Schule als Ort für Erziehung“, „Führungsstrategien“, „Digitale Bildung“ sowie – mit Blick auf die Inklusion und die Integration hunderttausender Flüchtlingskinder – die „Schule der Vielfalt“. Die Moderation übernehmen die Fernsehjournalistin Nina Ruge und der Radiojournalist Lothar Guckeisen.

Die Fernsehjournalistin, Moderatorin und Bestseller-Autorin Petra Gerster („Der Erziehungsnotstand“) spricht über das „Erziehungsziel: Persönlichkeitsentfaltung – so bereiten Sie Ihre Schüler auf das Leben nach der Schule umfassend vor“. Sie sagt: „Bildung ist mehr als Wettbewerbsfähigkeit und das Sammeln von PISA-Punkten und Credit Points. Bildung ist auch etwas anderes als Ausbildung und das Antrainieren marktgängiger Fähigkeiten. Vielmehr ist Bildung die Fähigkeit, die Komplexität unserer Gegenwart zu erfassen, Zusammenhänge zu erkennen und intellektuelle Debatten führen zu können.“ Und dazu gehöre auch kulturelle Bildung – aber vor allem eine „Herzensbildung“, die ebenfalls in der Schule vermittelt werden müsse.

In eine ähnliche Kerbe schlägt der ehemalige Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in seinem Vortrag „Das Leitbild fehlt! Was sich in Familie, Schule und Gesellschaft ändern muss, um Bildung erfolgreich zu gestalten“. Er plädiert für eine „Innovationskultur, in der Ideen entstehen und erfolgreich umgesetzt werden können“. Der Unternehmer Wolfgang Grupp, Inhaber der Textilfirma Trigema, möchte wiederum bei den Schulleitungen darum werben, die Grundlagen für das spätere Berufsleben zu legen. Denn, so der Titel seines Vortrags: „Jeder Schulabgänger verdient eine Chance! Schule und Wirtschaft gemeinsam in der Verantwortung für Deutschland“.

Der Deutsche Schulleitungskongress wird veranstaltet vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) und dem Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland (WKD). „Die Rückmeldungen zeigen uns: Unsere Teilnehmer schätzen ganz besonders die Mischung aus neuen Erkenntnissen der Wissenschaft, Workshops und den Beiträgen von Referenten, die nicht aus dem Bildungsbereich kommen“, sagt Michael Gloss, Mitglied der Geschäftsführung von WKD. Im vergangenen Jahr zog es wieder rund 2000 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum und dem europäischen Ausland ins Kongresszentrum Düsseldorf. Auch in diesem Jahr hat die Kultusministerkonferenz wieder die Schirmherrschaft übernommen. „Das bestätigt die bundesweite Bedeutung des DSLK als führende Fachveranstaltung für Schulleitungen“, erklärt Gloss.

Ein Kommentar

  1. In wie weit helfen ein Bergsteiger und ein Zirkusdirektor bei der Bewältigung von Schulleitungsaufgaben oder können dazu auch nur den Hauch eines Anstoßes geben?

    Dieser „Schulleiterkongress“ selbst scheint eine Zirkusveranstaltung zu sein. Und wer badet es aus? Die Lehrer, die die Schulleiter im Unterricht vertreten müssen, und die Schulleitungsmitglieder.

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