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Staatsministerin Aydan Özoğuz betont: „Sprache ist der Schlüssel“ – und freut sich über neue Ideen dank neuer Technik

Eine bundesweite Kooperation zur Sprachförderung von Kindern hatte ihren Auftakt in Berlin: Der AWO-Bundesverband und die Microsoft Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ wollen ab jetzt zusammenarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration durch Sprache.

Sprache ist der Schlüssel: Zur Auftaktveranstaltung „Integration durch Sprache“ betonten Staatsministerin Aydan Özoğuz, Astrid Aupperle (Leiterin Gesellschaftliches Engagement der Microsoft Deutschland GmbH) und Selvi Nadu (Vorstand AWO Bundesverband) gemeinsam die Bedeutung von Sprachförderung für Kinder. Foto: Microsoft Deutschland

„Was kann Sprache bewirken?“ Diese Frage stellte Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement der Microsoft Deutschland GmbH, zu Beginn der Auftaktveranstaltung „Integration durch Sprache“. Die Antwort gaben ihr die zehn anwesenden Kinder: Sprache kann bewirken, dass zehn Vorschüler eine Stunde lang in eine andere Welt eintauchen und kaum mitbekommen, wie um sie herum Fotos gemacht und Reden gehalten werden oder die Staatsministerin Aydan Özoğuz über die Bedeutung von Sprachförderung redet.

Für die Schlaumäuse-Initiative von Microsoft ist die Kooperation mit dem AWO-Bundesverband ein großer Schritt in der Integrationsarbeit. „Unsere Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern die besten Chancen für ein erfolgreiches Leben und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“, so Astrid Aupperle. In Reaktion auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen wurde die Schlaumäuse-App deshalb für Kinder mit Fluchthintergrund weiterentwickelt und ist seit Oktober 2016 auch auf Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar.

Bald soll es die App außerdem nicht nur für Tablets, sondern auch für Handys geben, damit die Kinder auch von zu Hause – im Idealfall gemeinsam mit ihren Eltern – auf die Schläumäuse zugreifen können. „Wir wollen Kinder und Familien dort abholen, wo sie sind“, erklärte Astrid Aupperle auf Nachfrage. Deswegen steht bei der Sprachlernsoftware außerdem der spielerische Aspekt im Vordergrund: Die Kinder müssen zusammen mit dem Schlaumäusen die Sprache retten, indem sie die vielen kleinen Spiele und Aufgaben erfolgreich absolvieren. Selvi Naidu, Vorstandsmitglied des AWO-Bundesverbandes, begrüßt die Zusammenarbeit, denn: „Unsere Einrichtungen verstehen sich als zentrale Orte der Integration, an denen Kinder über kulturelle und soziale Grenzen hinweg gemeinsam spielerisch lernen.“

Özoğuz: „Endlich entstehen Ideen“

Zur Bekanntgabe der Kooperation erläutert Staatsministerin Özoğuz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Bedeutung von Sprache für Bildung und Integration: „Sprache ist der Schlüssel für Bildung, Teilhabe und Integration in der Gesellschaft und kann nur erfolgreich gelingen, wenn Sprachbarrieren ab- und Sprachkompetenzen aufgebaut werden.“ Jahrzehntelang sei nur darüber gesprochen worden, wie wichtig die deutsche Sprache sei, die Sprachbildung sei dann aber häufig vom Zufall abhängig gewesen. „Ich freue mich, dass nun neue Ideen entstehen und dafür neue Technik genutzt wird“, so die Staatsministerin.

Aus diesem Gedanken heraus finanziert die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge auch das Projekt handbookgermany.de. Auf dieser Webseite werden bestehende Informationsangebote für geflüchtete Menschen vorgestellt und gebündelt. Die Schlaumäuse-App wird dort ebenfalls aufgeführt. „Wir wollen erreichen, dass die Kinder die deutsche Sprache mit Spaß lernen und gleichzeitig die Zweisprachigkeit als Gewinn sehen.“ Immerhin hätten 600.000 tausend Kinder einen Asylantrag gestellt – das Potenzial, das in diesen Kindern steckt, dürfe nicht ungenutzt bleiben.

Insgesamt nutzen inzwischen mehr als 12.000 Kindertagesstätten und Schulen die Software, die sich an Kinder zwischen fünf und neun Jahren richtet.

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