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Schülerdaten geraten ins Visier der IT-Konzerne – in Deutschland reagiert die Politik mit der Entwicklung einer bundesweiten Schul-Cloud

Die Daten von Schülern sind für Unternehmen pures Gold. Über Cloudbasierte Plattformen ist es IT-Konzernen beispielsweise möglich, darauf zuzugreifen. Damit Schulen in Deutschland in Zukunft sicher kommunizieren, Daten speichern und Inhalte abrufen können, lässt das Bundesbildungsministerium aktuell eine eigene Plattform entwickeln. Auch einzelne Bundesländer reagieren auf die steigende Nachfrage nach Schul-Clouds – und machen sich intensiv Gedanken um den Datenschutz.

Cloud-Computing stellt Schulen vor Datenschutzprobleme. (c) Nikin – pixabay – CC0 Public Domain

Eine aktuelle Studie aus den USA mit dem Titel „Spying on Students“ macht das Problem anschaulich: IT-Konzerne, so das Ergebnis einer Untersuchung der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation, sammeln Daten von Schülern. „Die Überwachungskultur beginnt schon in der Grundschule“, schreiben die Forscher. Und: Das Problem sei keineswegs auf die USA beschränkt, sondern ein internationales Phänomen.

Auch in Deutschland befürchten Datenschutzbeauftragte den Missbrauch von Schülerdaten. „Ausländische Anbieter können aufgrund ihrer nationalgesetzlichen Regelungen nicht ausschließen, dass die Daten auch durch Sicherheitsbehörden ausgewertet werden. Oder die Anbieter behalten sich selbst vor, die Daten zu eigenen Zwecken zu analysieren, um beispielsweise Werbung zu schalten“, sagt die Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Marit Hansen, im Interview. Das hat in Deutschland die Politik auf den Plan gerufen: In Nordrhein-Westfalen hat das Schulministerium das Portal „Logineo“ entwickeln lassen, das den Schulen des Landes ab September 2017 „eine geschützte Arbeitsplattform für optimale Kommunikation, Organisation und Dateiverwaltung“ bieten soll. Bremen kooperiert bereits mit „itslearning“, einem privaten Anbieter schulischer Netzwerke. Und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Pilotprojekt einer bundesweiten Bildungscloud. lmi (Agentur für Bildungsjournalismus)

Hier geht es zum kompletten Beitrag „Schülerdaten im Visier: Das Ringen um sichere Schul-Clouds“ (den das Schulportal für Verbraucherbildung vom Verbraucherzentrale Bundesverband jetzt veröffentlicht hat).

 

 

Ein Kommentar

  1. Über entsprechende Lernapps können die Unternehmen sogar feststellen, wie schnell jemand lernt. Entsprechend schnelle Lerner werden dann vorgemerkt.
    Schöne neue Lernwelt. Jeder kann nun zwar in seinem eigenen Tempo lernen, allerdings werden nur diejenigen eingestellt, die schnell lernen.

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