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Vandalismus auf Schulhöfen nimmt in den Sommerferien zu – Schulen rüsten auf

HANNOVER. In den Sommerferien ist auf den Schulhöfen tote Hose. Das zieht immer wieder randalierende Jugendliche an. Vor allem Jungs kommen aus Langeweile und Zeit im Überfluss auch schon mal auf dumme Ideen. Einige Schulen ergreifen deswegen bereits Maßnahmen, wie der folgende Bericht aus Niedersachsen zeigt.

Vandalismus an Schulen nimmt während der Ferien zu. Foto: pixabay

Vandalismus an Schulen nimmt während der Ferien zu. Foto: pixabay

Eine zerstörte Schulfassade in Adendorf, entleerte Feuerlöscher in einer Wolfsburger Sporthalle, eine demolierte Tischtennisplatte auf dem Schulhof in Lingen. In der Ferienzeit häufen sich die Meldungen von mutwillig beschädigten Schulgebäuden. Allein in der ersten Ferienhälfte meldeten die Polizeiwachen im Land mehr als 15 Fälle von Vandalismus.

Tatsächlich sei festzustellen, dass Einbrüche in Schulen überwiegend in der unterrichtsfreien Zeit vorkämen, bestätigt die Stadt Hannover. «Zur Schulzeit ist einfach die Entdeckungsgefahr größer», erklärt Thomas Figge von der Polizei Wolfsburg, der den Trend ebenfalls beobachtet hat. In den Ferien hingegen stünden Schulgebäude leer und seien meist unbewacht.

Jugendliche demolieren Schulneubau

Die Täter sind Figge zufolge oft ehemalige Schüler oder zumindest Jugendliche im schulfähigen Alter, deshalb gelten Motive wie Schulfrust als wahrscheinlich. Auch aus den Zahlen des Landeskriminalamtes (LKA) über Sachbeschädigungen an Schulen geht hervor, dass die Tatverdächtigen der vergangenen fünf Jahre zu mehr als 98 Prozent Kinder und Jugendliche waren.

Eine erkennbare Häufung von Vandalismus in den Sommermonaten ist in der LKA-Statistik für die Jahre 2015 und 2016 nicht zu erkennen. Trotzdem lässt sich daraus lesen, dass Schüler in der Ferienzeit gezielt an den geschlossenen Schulen randalieren – denn die Fälle aus den übrigen Monaten können auch Sachbeschädigungen im regulären Schulalltag einschließen.

Auf der Jagd nach Diebesgut seien die Randalierer selten, sagt Figge. In der Mehrzahl der Fälle gehe es lediglich um Verwüstung oder Zerstörung. Einige Schulen setzen mittlerweile Video-Überwachung ein oder entwickeln andere Sicherheitskonzepte, um abzuschrecken und Randalierer besser identifizieren zu können. dpa

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