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“Von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten” – und das trotz Lehremangels: GEW beklagt Situation von Junglehrern

MÜNCHEN. Auf der einen Seite massiver Lehrermangel, auf der anderen Seite arbeitssuchend gemeldete Pädagoginnen und Pädagogen – das ist eine Situation, die für die GEW nicht mehr nachvollziehbar ist.

Im Juni haben sich in Bayern rund 2000 Lehrerinnen und Lehrer arbeitslos bzw. arbeitssuchend gemeldet (News4teachers berichtete). Zusätzlich zum bereits bestehenden Lehrermangel an bayerischen Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen weist eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung nach, dass aufgrund eines bevorstehenden Schülerbooms allein für die Grundschulen bis 2025 bundesweit 24.000 zusätzliche Lehrerkräfte nötig sind. Nach Auffassung der GEW müssen endlich Perspektiven für die betroffenen Lehrkräfte geschaffen werden. Dies sei das Gebot der Stunde.

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Der Landesvorsitzende der GEW Bayern, Anton Salzbrunn, sagte dazu heute in München: „Viele nicht verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer hangeln sich seit vielen Jahren von einem befristeten Arbeitsvertrag zum nächsten. Oft sehr kurzfristig erhalten einige von ihnen zum neuen Schuljahr wieder einen neuen befristeten Vertrag. Befristete Arbeitsverhältnisse betreffen dabei oft Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger. Finden die jungen Lehrerkräfte keine Planstelle und bewerben sie sich nicht in anderen Bundesländern, bleibt ihnen oft nichts anderes übrig als Aushilfsverträge anzunehmen. Dies kann nicht einfach so weitergehen!“ “

Für die Bildungsgewerkschaft steht fest: Befristete Arbeitsverträge führten zu Unsicherheit und zu berechtigten Sorgen über Arbeitslosigkeit, Krankheit und die Alterssicherung.

Die Situation an den Grund- und Mittelschulen sei schon jetzt nicht mehr tragbar, hält die Sprecherin der Fachgruppe Grund- und Mittelschulen der GEW Bayern, Ruth Brenner fest und ergänzt: „Eine veränderte Lehrerinnen- und Lehrerausbildung hin zu einer Ausbildung nach den Altersstufen der Schülerinnen und Schüler muss endlich konzeptionell angegangen werden. Zudem müssen deutlich mehr Planstellen geschaffen und die Stellen in der mobilen Reserve so ausgebaut werden, dass diese nicht wieder wenige Wochen nach Schulbeginn völlig ausgeschöpft ist. Nur so kann die Situation langfristig verändert werden.““

Gute Bildungsangebote und guter Unterricht gelängen nur, wenn gut qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer dauerhaft beschäftigt würden. Die GEW fordert: „Schluss mit dem Befristungsunwesen, Entfristung der bisherigen Arbeitsverträge, gute Qualifizierungsangebote für Seiten- und Quereinsteiger und eine Offenlegung aller Bedarfs- und Planzahlen.“  N4t

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