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Grundschullehrer wehren sich: Wir sind nicht schuld am Leistungsabsturz! Dank uns ist die Lage nicht noch schlimmer!

STUTTGART. „Die Schuldzuweisung der Landesregierung an die baden-württembergischen Lehrkräfte für die schlechten Ergebnisse beim IQB-Bildungstrend 2016 weisen wir weit von uns“, sagt Gerhard Brand, Landesvorsitzender des VBE Baden-Württemberg. Der Anlass: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte erklärt, es nütze nichts, nur mehr Geld in die Schulen zu stecken – neue Unterrichtskonzepte müssten her. Mit einer ähnlichen Reaktion auf die Vergleichsstudie sorgte auch die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) für Empörung in den Grundschul-Kollegien.

Sind falsche Lehrmethoden die Ursache für den Leistungsabfall im IQB-Viertklässler-Test? Grundschullehrer wehren sich. Foto: Shutterstock

Sind falsche Lehrmethoden die Ursache für den Leistungsabfall im IQB-Viertklässler-Test? Grundschullehrer wehren sich. Foto: Shutterstock

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind nicht schuld am schlechten Abschneiden Baden-Württembergs im IQB-Bildungstrend 2016. Ganz im Gegenteil: Würden Lehrkräfte nicht in großer Zahl über das geforderte Maß hinaus arbeiten, würde Baden-Württemberg wirklich einen der letzten Plätze im bundesweiten Vergleich einnehmen“, meint VBE-Landeschef Brand – und unterstreicht: „Die Lehrkräfte in Baden-Württemberg arbeiten wirklich mit Herzblut und wollen den Kindern etwas mitgeben und sie gut auf die Zukunft vorbereiten.“

“Mehr Ruhe ins Schulsystem”

Die Grundschüler in Baden-Württemberg hatten – unter anderem im Lesen und in Mathematik – deutlich schlechtere Ergebnisse erzielt als in früheren Studien. Auch im Bundesschnitt lag das Leistungsniveau in fast allen gestesteten Bereichen unterhalb dem der Vorgängerstudie von 2011. Der mittlerweile (bundesweit) gravierende Mangel an Grundschullehrern sei allerdings nicht für das schlechte Abschneiden ursächlich, befand Eisenmann. Sie sagte: „Bayern hat deutlich mehr Schüler, deutlich weniger Lehrer, aber deutlich bessere Ergebnisse“. Dazu meint nun Brand: „Wenn man auf die Schüler-Lehrer-Relation in Bayern verweist, muss man auch sehen, dass es in Bayern gelingt, mehr Ruhe ins Schulsystem zu bringen und die Lehrkräfte dort ihre ganze Kraft in den Unterricht stecken können. In Baden-Württemberg treiben wir aber nun seit Jahren jeden Monat eine andere Sau durchs Dorf, sodass es Lehrkräften erschwert wird, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.“

Eisenmann zum IQB-Debakel: Nur mehr Geld in die Grundschulen zu stecken, nützt nichts – es sind vor allem die Methoden!

„Als Lehrkraft arbeite ich so oft in einem Feld mit vielen Unbekannten“, so Brand weiter. „Das betrifft nicht nur Grundschulen mit der Diskussion um den Fremdsprachenunterricht oder die Abschaffung und teilweise Wiedereinführung der Grundschulempfehlung. Auch Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen oder Haupt- und Werkrealschulen müssen sich oft fragen, wie es mit der eigenen Schule weitergeht.“

Zudem moniert der VBE-Landesvorsitzende, dass Lehrer eine Vielzahl von unterrichtsfremden Aufgaben übernehmen müssten. „Schulcurricla entwickeln, Schulprofile erstellen, Evaluationen durchführen und auswerten, Kooperationen auf vielen verschiedenen Ebenen organisieren und koordinieren, zum Beispiel mit Sportvereinen, Kindergärten, Kirchen, der lokalen Wirtschaft, der Polizei. Das alles, ohne ausreichende Entlastung“, so zählt Brand auf. „Und dann haben wir noch nicht über die Zusatzbelastung durch Inklusion und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund gesprochen. Wir sollten deswegen dringend darüber nachdenken, unsere Lehrkräfte von einigen Zusatzaufgaben zu befreien.“

VBE schreibt einen offenen Brief: Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer – es hilft nicht, Grundschullehrer an den Pranger zu stellen…

Brand: „Angebracht wäre deswegen keine Kritik, sondern ein Dankeschön an die Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg, dass sie es schaffen, Baden-Württemberg trotz Arbeitsüberlastung und einem Arbeitsumfeld mit vielen Unbekannten, im Mittelfeld zu halten.“ Der VBE stellt drei Forderungen, um die Situation – auch kurzfristig – zu verbessern:

  1. “Lehrerinnen und Lehrern muss es ermöglicht werden, sich auf Ihr Kerngeschäft, die Vorbereitung von gutem Unterricht, zu konzentrieren. Lehrkräfte müssen entlastet werden – dazu gehört, dass Zusatzprojekte wie Inklusion oder die Einrichtung einer Ganztagsschule mittels entsprechender zusätzlicher Stellen oder einer Anrechnung auf das Deputat umgesetzt werden.
  2. Den Verantwortlichen in der Bildungspolitik muss es gelingen, endlich wieder Ruhe ins baden-württembergische Schulsystem zu bringen. – Wenn Lehrkräfte langfristig kontinuierlich und in Ruhe arbeiten können, werden sich die Ergebnisse verbessern. Deshalb müssen unnötige Schulstrukturdebatten vermieden werden.
  3. Die Lehrerversorgung muss sichergestellt werden. Auch im Krankheitsfall muss Unterrichtsausfall vermieden werden. – Dafür ist eine 110%-ige Versorgung mit Lehrkräften notwendig, die nach der aktuellen schwierigen Lage eingerichtet werden muss.”

Der VBE in Nordrhein-Westfalen hatte mit einem offenen Brief auf die Ankündigung von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) reagiert, einen „Masterplan Grundschule“ auflegen zu wollen. Der sieht vor, etwa den Einsatz der Methode „Schreiben wie Hören“ begrenzen zu wollen – von einer Verbesserung der Rahmenbedingungen war bislang allerdings keine Rede.

GEW und VBE zum Absturz bei der IQB-Studie: Die Länder haben die Grundschulen vernachlässigt – und das ist jetzt die Quittung!

„Sie vermitteln den Eindruck, die Methoden, mit denen an Grundschulen gearbeitet wird, sind falsch bzw. die Lehrkräfte setzen diese nicht richtig ein und auch das Fach Englisch muss auf die Probe gestellt werden. Gleichzeitig erwecken Sie den Eindruck, die Lösung der Probleme ist gar nicht so schwierig: Wir führen in den Grundschulen in NRW flächendeckend wieder den Fibel-Unterricht ein, dann klappt es wieder besser mit dem Lesen und dem Zuhören“, so heißt es in dem Schreiben. Und weiter: „Sehr geehrte Frau Gebauer, wir vermissen, dass die Politik sich ehrlich macht und ihre Versäumnisse eingesteht. Die Lehrkräfte an den Grundschulen wünschen sich, dass sie in ihrer Professionalität ernst genommen werden und endlich die Gelingensbedingungen bekommen, die sie benötigen, um die gestellten Anforderungen bewältigen zu können.“ bibo / Agentur für Bildungsjournalismus

212 Kommentare

  1. Grundschullehrer

    Es ist allerhöchste Zeit, dass wir Grundschullehrer/innen die skandalösen Arbeitsbedingungen nicht mehr hinnehmen! Es ist für alle Kolleginnen und Kollegen nicht mehr tragbar, dass die Inklusion von Kindern mit Förderbedarf jeglicher Art und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund kostenneutral durchgepeitscht wurde. Von einer 40-Stundenwoche haben wir uns weit entfernt, im Durchschnitt liegen GS-Lehrer bei 50-55 Wochenstunden. Viele, sehr engagierte Kolleg/innen, sind durch die gravierende, gesundheitsgefährdende Mehrbelastung schwer erkrankt. Dies alles bewegt sich in keinem gesetzlich zulässigen Rahmen mehr! Ich erwarte hierzu nachhaltige, gesetzeskonforme Lösungen der verantwortlichen Kultusministerien!

    • Ich bin dafür nicht nur Brandbriefe zu schreiben. Jahrelang ständig neue Anforderungen stellen und das ohne finanziellen Ausgleich. Ich bin es so Leid. Ich arbeite gerne in dem Beruf, ich versuche wirklich im Sinne der Kinder sie voran zubringen und habe das Gefühl mit jedem Regierungswechsel meint der oder die nächste Kultusministerin sie/er müsste wieder alles umreißen. Ich wundere mich, dass die Eltern immer noch die Füße still halten. Unterrichtsaussfall über Wochen, zwei Klassen die von einer Lehrkraft unterrichtet werden, aberwitzige Abordnungen, Inklusionskinder die ihren Status aberkannt bekommen, kurz nach den Sommerferien (weil es ja Geld kostet..).
      Ich bin dafür das alle Grundschullehrer (trotz Streikverbot ) einen Tag die Arbeit niederlegen. Uns den schwarzen Peter zuzuschieben ist das Letzte. Da wird das System zu Tode gespart und die Politiken reden sich wieder raus…..Armes Deutschland,

      • Dass die Eltern die Zustände so passiv hinnehmen wundert mich auch sehr. Das liegt möglicherweise daran, dass sie immer noch den einzelnen Lehrern die Schuld geben. Vieleicht verstehen viele Eltern die Mechanismen der Schulpolitik nicht (oder wollen Sie nicht verstehen, weil so bequemer ist?!)

        • Ich bin Mutter einer 4 Klässlerin und werde einen Brandbrief von Lehrern und Lehrerinnen befürworten. Um zu eine Liste von minimum und gewünschte Arbeitsbedingungen klar zu machen. Auch Streik werde ich befürworten.

      • Grundschullehrer

        Mich wundert es auch sehr, dass die Eltern das hinnehmen. Aber Hand aufs Herz: An der Grundschule haben wir – anders als an den Gymnasien – eben nicht größtenteils Elternhäuser, die über eine gute Vernetzung und Ressourcen verfügen. Ein gutes Drittel “meiner” Eltern hat genug damit zu tun, den Alltag zu bewältigen. An weiteres Engagemant, geschweigedenn schulisches – ist da nicht zu denken. Dazu kommt, wie Emil treffend bemerkt, die Tatsache, dass uns Lehrern immer wieder gebetsmühlenartig und auf unverschämte Art und Weise die Schuld für Entwicklungen gegeben wird, die wir weder in dieser Umsetzung gewollt, noch zu verantworten haben! Damit muss Schluss sein! Ein großer Fehler ist uns aber doch anzulasten: Wir haben viel zu lange die Füße still gehalten und unter Aufopferung unseres Privatlebens und unserer Gesundheit alles hingenommen!

      • “… und habe das Gefühl mit jedem Regierungswechsel meint der oder die nächste Kultusministerin sie/er müsste wieder alles umreißen.” (OlleSchachtel)

        Das Gefühl trügt nicht. Ein Beispiel wie aus dem Bilderbuch war der Regierungswechsel zu grün-rot in Baden-Württemberg. Sogar die ach so progressive ZEIT attestiert, dass das im Chaos zu versinken drohte:

        http://www.zeit.de/2013/51/schule-baden-wuerttemberg-bildungsreform

        Nebenbei erfährt man dort, dass die Landesregierung prognostizierte, bis 2020 würde die Zahl der Schüler um 20 % sinken, weswegen man leider Lehrerstellen streichen müsse. Jetzt plötzlich hat man einen Schülerboom und zu wenige Lehrer. Merkwürdig.

  2. Trotzdem gehören die Anwendung von bebilderten Anlaut-Tabellen, der eigenständige Schriftspracherwerb und Leseerwerb durch den Schüler,also der Spracherfahrungsansatz nach Brügelmann, Lesen durch Schreiben und offene Unterrichtsmethoden in der Grundschule auf den Index.
    Den Damen und Herrren Brügelmann, Brinkmann, Hecker und Barnitzki ist es über den Einfluss des von ihnen dominierten Grundschulverbandes auf die Kultusministerkonferenz der Länder gelungen , ihre Ideen und Zielsetzungen in der Kultusministerkonferenz durchzusetzen. Dem muss ein Ende gesetzt werden.
    Wissenschaftlich fundierte und validierte Methoden, nicht selbstgesteuerte, empirische Erfahrungen, sollen zu Methode werden, damit alle von den Erbebnissen profitieren können.
    Wir brauchen Leitlinien, die einem wissenschaftlichen Standart entsprechen und keine Interessen gesteurte Bildungspolitik, welche den Verlagen oder auch den kruden Ideen einiger Hochschulprofessoren entspringen, denen ganz offensichtlich der praktische und tägliche Bezug zu Schülern fehlt.

    • Grundschullehrer

      Bezüglich des Ansatzes “Lesen durch Schreiben” sollte zunächst mal überprüft werden, wie viele Grundschulen tatsächlich danach arbeiten und ob dieser Ansatz ursächlich am Leistungsabfall etwa im Rechtschreiben beteiligt ist. Zusätzlich sollten – wissenschaftlich – natürlich noch weitere, mögliche Faktoren einbezogen werden. Interessant wäre mal, zu eruieren, wie viele Kinder mittlerweile eingeschult werden, ohne überhaupt schulreif zu sein. Kinder, die sich nicht ausreichend konzentrieren können, nicht über die feinmotorischen Fähigkeiten, einen Stift zu halten, verfügen, gehören auch noch nicht eingeschult! Als GS-Lehrer arbeitet man sich an diesen Kindern ab, ohne die dafür notwendige Unterstützung zu erhalten!

    • @ Axel,

      lese ich etwas von Ihnen (meistens nur den Anfang), geht es immer um Anlauttabellen. 😉 🙂 😀

      Ja, ja, ich weiß schon, lesen Sie etwas von mir, …

      Aber es musste mal raus. 🙂

  3. Die Arbeit mit Anlauttabellen dürfte wohl nicht der Grund für schlechte Mathematikleistungen oder den Bereich Zuhören/Hören sein. Und ich würde auch einmal gerne wissen, wer nur mit Anlauttabellen arbeitet und zwar in so einer Weise wie beschrieben wird.

    • Die Anlaut-Tabellen sind ein Teilbereich des Schüler gesteuerten , Material zentrierten Lernens.

    • Grundschullehrer

      Es ist eben immer einfach, schnell eine Ursache ausgemacht zu haben. Ich bin auch kein absoluter Fan von “Lesen durch Schreiben”, aber die Behauptung, dass durch die Abschaffung dieses Ansatzes alles in Deutsch besser werden würde, halte ich für lächerlich. Der reine Fibelunterricht ist auch kein Allheilmittel und wird von vielen Kollegen – zu Recht – als stupide empfunden. Genau deshalb praktizieren viele Grundschulen ja auch eine Mischung aus beiden Ansätzen, was didaktisch mit Blick auf die heterogene Schülerschaft sinnvoll ist. Es ist immer wieder ein Ärgernis, wenn Politiker fachfremd zu beurteilen glauben, was Lehrkräfte alles falsch machten und welche Ansätze die besten seien. Es ist an der Zeit, die Grundschullehrer/innen in ihrer Profession genauso ernst zu nehmen wie Lehrer/innen anderer Schulformen! Grundschullehrer kann eben nicht jeder – sonst wäre auch keine 6-7-jährige, wissenschaftliche Ausbildung nötig!

      • 6 bis 7 Jahre Studium, um Grundschullehrer zu werden? Seit wann denn das?

        Zur umstrittenen Methode: Natürlich würde nicht alles in Deutsch besser werden, wenn “Lesen durch Schreiben” abgeschafft würde. Was ist das aber für ein Argument? Soll deswegen eine Methode, die unter dem erdrückendem Verdacht steht, Lese- und Rechtschreibschwächen zu produzieren, munter beibehalten werden?
        Ich verstehe sowieso nicht, warum diese Methode noch verteidigt wird. Welche Vorteile bietet sie den Lehrern?
        Mit ihr kann man Schüler gut allein beschäftigen, das ist schon mal was. Wenn dabei aber verrückte Wortschreibungen und -vorstellungen herauskommen, die sich genauso einprägen wie die Technik des Schreibens nach Gehör selbst, muss doch gefragt werden, ob die Nachteile für den Schüler nicht gravierender sind als die Vorteile für den Lehrer.
        Oder gibt es auch Vorteile für die Schüler, von denen ich nichts weiß?

        • Inklusive Vorbereitungsdienst stimmt das so ungefähr schon.

        • “Oder gibt es auch Vorteile für die Schüler, von denen ich nichts weiß?”

          Ja, gibt es.
          LdS bzw. Schreiben nach Gehör bietet Schülern einen sehr frühen Zugang zur Schrift, zur Kommunikation mit Hilfe des Schreibens, zu kreativen Ansätzen und der Erfahrung, dass Schrift Inhalte transportiert, mit denen man sich mitteilen kann, mit denen man Gedanken festhalten, erzählen … kann.
          Dies kann eine große Motivation auslösen, sodass Kinder sich gerne sehr intensiv mit dem Schreiben auseinandersetzen, schöpferisch tätig werden, viel schreiben und lesen und eigene Gedanken ausdrücken und mitteilen.
          Schreiben ist mehr als Rechtschreiben und der Ansatz, früh zu schreiben, steht im Widerspruch dazu, erst dann selbst zu schreiben, wenn man die Rechtschreibung erlernt hat – also erst im Jugendalter, wenn die Kreativität häufig bereits verschüttet ist.

          Dazu ist es schlichtweg unwahr, dass Lehrkräfte ihre Schüler mit irgendwelchen Methoden allein lassen oder in die Irre führen würden oder wollten.
          Auch entwickelt sich eine Lese- und Rechtschreibschwäche m.E.n. nicht aufgrund eines Materials, sondern vor dem Hintergrund einer Wahrnehmungsstörung oder anderer nicht adäquat ausgebildeter Sinnesleistungen, die vorrangig zu therapieren wären, was aber nicht geschieht. Aus diesem Mangel ist es den Kindern nicht möglich, Lesen und Schreiben zu erlernen, sodass sie bald durch Überforderung dazu kommen, die Leistung zu verweigern oder ihr Unwissen zu verschleiern. Dieses Phänomen gibt es auch im Einsatz anderer Materialien.
          Die so gern dargestellte 1:1-Begleitung von Kindern kann in einer großen heterogenen Klasse von einer einzelnen Lehrkraft nicht geleistet werden.

          Die Ausgangslage verschlechtert sich von Jahr zu Jahr rapide und Grundlagen müssen in Klasse 1+2 mühsam erlernt werden, eigenltich bevor mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen begonnen wird. Gleichzeitig hat man mit jüngeren Kindern und vielfältigeren Unterrichtsinhalten aber insgesamt immer weniger Zeit.

          “muss doch gefragt werden, ob die Nachteile für den Schüler nicht gravierender sind als die Vorteile für den Lehrer.”
          Die angeblichen Vorteile für den Lehrer sind bei offeneren Unterrichtsmethoden, dass der Aufwand in der Regel erheblich höher ist, als bei anderen Methoden. Offenere Methoden bieten eine bessere Möglichkeit der Differenzierung, die in heutigen Klassen zwingend notwendig ist, gleichzeitig bedarf es aber auch größerer Vor- und Nachbereitung durch die Lehrkraft.
          Auch kann die Begleitung der SuS in den offeneren Systemen weitaus anstrengender und belastender für die Lehrkraft sein, da vielfältige Anforderungen an sie herangetragen werden.
          Entsprechend wenige Lehrkräfte setzen LdS ein oder nutzen es nur als einen Teil des Unterrichts um o.g. Vorteile zu bieten, ansonsten aber auf andere Materialien zurückzugreifen.

          • Ach ja,
            ein weiterer Vorteil, den ich schon mehrfach dargestellt habe:
            Beim Freien Schreiben zeigt sich sofort, welche Kinder den Aufbau der Schrift bzw. das Schriftsystem verstanden haben oder welche Störungsbilder vorliegen.
            Anhand der Verschriftung von Wörtern kann man deutlich erkennen, ob die Kinder im Bereich der phonologischen Bewusstheit, der visuellen Wahrnehmung bzw. opitschen Differenzierung, der Serialität etc. Schwierigkeiten haben und entsprechende Übungen in den Unterricht mit einfließen lassen.
            Leider muss auch dies immer klassenintern erfolgen.

          • Herzlichen Dank für Ihre Antwort, Palim.
            Aus ihr ergibt sich eine weitere Frage: Muss wegen dieser Diagnosemaßnahmen aber so lange das von Rechtschreibung befreite Freie Schreiben erlernt und praktiziert werden? Genügen dafür nicht max. 4 Wochen?
            Freies Schreiben über längere Zeit (Jahre) scheint mir mehr Unheil anzurichten als durch diagnostische Erkenntnisse und therapeutische Maßnahmen vermieden werden können.
            Findet bei auffälligen Kindern überhaupt Therapie statt oder wird nur registriert für die Akten?

          • “Herzlichen Dank für Ihre Antwort, Palim.”
            Bitte, gerne.

            “Aus ihr ergibt sich eine weitere Frage:”
            “Muss wegen dieser Diagnosemaßnahmen aber so lange das von Rechtschreibung befreite Freie Schreiben erlernt und praktiziert werden? ”
            Mehrfach haben hier etliche Lehrkräfte dargestellt, dass diese Methoden nur von wenigen eingesetzt werden und meist kombiniert werden. Die Praxis ist also in der Regel eine Mischung aus verschiedenen Methoden.
            Selbst in der Theorie schreiben die Vertreter mehrerer Ansätze, dass die Schreibung keineswegs generell udn immer so stehen bleiben soll und muss. Man kann manches stehen lassen, man kann auch deutliche Grenzen ziehen.

            “Genügen dafür nicht max. 4 Wochen?”
            Man kann Aufgaben dieser Methoden immer wieder mit einfließen lassen. Die von Ihnen vorgeschlagenen 4 Wochen halte ich für völlig unrealistisch, wenn es die ersten 4 Wochen sein sollten. Da ist in der 1. Klasse etwas ganz anderes dran – nämlich ankommen, eingewöhnen, erste Inhalte, aber auch sehr viel Abläufe, Regeln, Umgang etc. erlernen. Auch etwas wie “ein AB abheften” muss man mit Kindern in Klasse 1 üben!
            Diejenigen, die die Methode in einer Mischung anbieten, nutzen über das erste oder auch zweite Schuljahr verteilt immer mal wieder Anlässe zum Freien Schreiben, aber eben auch anderes zum Erlernen der Buchstaben, zum Lesen und Schreiben.
            Andere, die sehr offen arbeiten, setzen vorrangig das Freie Schreiben ein, ergänzen es aber durch Übungen aus anderen Werken.
            Jemanden, der die Kinder über Jahre einfach machen lässt, kenne ich nicht.

            “Findet bei auffälligen Kindern überhaupt Therapie statt …”
            Die Förderung in der Schule läuft
            a) im Rahmen des Unterrichts, während alle anderen Kinder auch anwesend sind.
            b) im Rahmen des Förderunterrichts ggf. in kleinen Gruppen, wenn Schulen denn überhaupt Stunden dafür erhalten. Dies ist je nach Bundesland und Region sehr unterschiedlich.
            c) im Rahmen der Inklusion mit den Stunden der Förderschullehrkräfte, sofern die Schulen überhaupt dafür Stunden bekommen – siehe Unterrichtsversorgung und b) und Erlasse, zu welchen Bedingungen Inklusion überhaupt erfolgt
            d) im Rahmen von Unterricht mit Migranten, sofern… siehe c) und b)

            Natürlich kann man bei manchen Bereichen Eltern bitten, mit ihren Kindern gezielt zu üben, Hinweise geben oder sogar Materialien anraten oder zur Verfügung stellen.

            Desweiteren kann man Eltern auf Auffälligkeiten ansprechen und sie bitten, Ärzte zu konsultieren. Dies kann man nicht erzwingen.
            Auch kann man Ärzte nicht dazu bringen, bestimmte Diagnosen zu stellen und schon gar nicht, Therapien zu verschreiben, schließlich müssen sie mit ihrem Budget haushalten. An dieser Stelle habe ich sehr schlechte Erfahrungen vorzuweisen und würde mir ein komplett anderes System wünschen, bei dem zeitnah Hilfe in Form von Therapien zur Verfügung steht.

            “oder wird nur registriert für die Akten?””
            In den Akten wird dies auch dokumentiert.
            Neben einer Übersicht schreibt die Lehrkraft einen Förderplan, indem die Verdachtsmomente oder begründeten Störungen aufgeführt sind, Ziele eingesetzt werden und konkrete Maßnahmen einzutragen sind, die mit dem Kind durchgeführt werden sollen, um es zu fördern.
            Diese Maßnahmen müssen sich aber am Förderrahmen (s.o.) orientieren.
            Der Förderplan muss in angemessenen Abständen evaluiert und dann entsprechend neu aufgesetzt werden.

        • Grundschullehrer

          Hier kursiert viel Halbwissen: Grundschullehrerausbildung – Beispiel Thüringen: 3 Jahre wissenschaftliches Bachelorstudium + 2 Jahre Masterstudium mit begleitenden Schulpraktika+ 1,5 Jahre Referendariat mit Abschluss 2. Staatsexamen. Permanente, begleitende Prüfungen und Unterrichtsbesuche. Die Grundschullehrerausbildung hat sich gewaschen. Menschen, die etwas anderes denken, nach dem Motto “Quereinsteiger in die Grundschule” oder “Lehrer kann jeder” vergrößern das Problem und sorgen dafür, dass unsere Kinder in der nächsten IQB-Studie noch weiter absacken. Es müssen mehr ausgebildete Grundschullehrer/innen (Studium + Referendariat) eingestellt werden, um den derzeitigen Herausforderungen adäquat zu begegnen.

          • Palim,ein Vater,et all

            Freies Schreiben wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von Fritz Ganzberg und Wilhelm Scharrelmann eingeführt.
            Allerdings scheiterte diese Methode, da die Schüler keinen strukturierten Satzbau bilden konnten und durch die Fehlerhäufung sich für die Schüler negative Schullaufbahnen entwickelten.
            Für die Erfinder hatte der unkritische Einsatz der Methode ein gerichtliches Nachspiel.
            Palim, es ist einfach lächerlich von Ihnen diese alten Kamellen als erforderliche Methode darzustellen , um “Diagnosen” im Schriftspracherwerb stellen zu können. Das gelingt an Hand von Diagnosediktaten, welche die spezifischen Fehlermögllichkeiten aufdecken viel genauer und systematischer, als das freie Schreiben dieses ermöglicht.
            Vielleicht sollten sie sich einmal an Prof. Schönweiß von der Uni- Münster wenden. Der hat da nämlich ganz andere Ansichten und er unterstützt die Schulen hier in Westfalen bei der systematischen Anwendung von Rechtschreibprogrammen und mit Hilfe von Diagnosediktaten.
            Diese Diktate ermöglichen einen direkten Ansatz und die schwerpunktmäßige Bearbeitung einzelner Problemfelder der Schüler.

          • Mir wäre lieber, die Lehrerausbildung wäre weniger wissenschaftlich und dafür mehr praxisbezogen und -näher.
            Die wissenschaftlichen Experten sollten statt Ideologen in der Bildungspolitik die entscheidende Rolle spielen, aber nicht in der Klasse im Umgang mit den Schülern.
            Da braucht es andere Qualitäten, die keineswegs geringer und unwichtiger einzuschätzen sind sind als Wissenschaftsköpfe. Im Gegenteil, sie sind weitaus wertvoller.
            Insofern gehen Ihre Ausführungen über die qualitativ ach so hochwerrtige, wissenschaftliche Lehrerausbildung an mir vorbei.

            Ich habe die Vorstellung, dass Lehrer viel natürlichen Draht zu Kindern haben müssen, viel Intuition und Bauchgefühl, viel von dem, was “gesunder Menschenverstand” genannt wird und viel Mut, anzuleiten und sich durchzusetzen. Lauter Eigenschaften, die mit Wissenschaft wenig zu tun haben.
            Solchen Lehrern traue ich tatsächlich zu, dass die Schüler bei der nächsten IQB-Studie nicht noch weiter absacken. Sie haben jene Fähigkeiten, die über bloße Wissenschaftskenntnis hinausgehen und jeden Euro mehr als wert sind, den der Staat für ihre Arbeit bezahlt.

          • Ach, das sagte man schon zu meiner (Ausbildungs-)Zeit und seither sind etliche Jahre vergangen, aber auch vieles ist geschehen in Richtung mehr Praxisbezug. Dass man nun gar nichts mehr inhaltlich lernen soll, kann ja auch nicht die Lösung sein.

            Die Uni-Ausbildung ist der Theorieteil (ja, könnte gekürzt werden), Vorbereitungsdienst / Referendariat (scheint leider gekürzt worden zu sein) ist der Praxisteil.

            Das kommt mir gerade so vor wie die Kinderlosen-Diskussion. Alle paar Jahre wieder beschwert sich jemand, dass die Kinderhabenden für die Kinderlosen die Rente zahlen usw. Dann wird was beschlossen, womit die Kinderlosen “geschröpft” werden, aber nach 3 Jahren beginnt die Diskussion von vorne. Kinderlose (ich bin keiner) zahlen auch alles mit, was Kinderhabende und Kinder in Anspruch nehmen, z.B. das gesamte Bildungswesen usw.

          • Herr Schönweiß aus Münster hat auch schönes Material, das man kaufen kann, dass aber für die Arbeit in der Grundschule absolut ungeeignet ist, da es mit Wortmaterial arbeitet, das den Kindern kein Begriff ist. Da kann es noch so gut sprachwissenschaftlich strukturiert sein, es hilft leider nicht. Und auch bei diesem Material besteht die Gefahr, dass es zur AB-Flut und sich-selbst-überlassendem-Lernen kommt oder aber zur 1:1-Situation beim Üben zu Hause, die in der Schule so nicht gegeben sein wird.

            Am Ende soll immer alles wissenschaftlich und empirisch geprüft sein, andere Methoden sind es aber ebenso wenig. Die Aussage eines Professors, der an der Uni lehrt, gilt als “Wahrheit”, die einer ebenfalls studierten Lehrkraft, die sich neben der Fachwissenschaft zusätzlich auch mit Psychologie und Pädagogik auseinander gesetzt hat und außerdem Jahrzehnte lang täglich mit Kindern arbeitet, aber nicht. Da frage ich mich, wer das Expertenwissen hat.
            Und ja, die Lehrkraft probiert auch mal etwas aus. Das muss der Prof doch aber auch machen, wenn er etwas Neues entwickelt hat, vorab und auch, wenn er empirische Daten sammeln will.
            Die Lehrkraft wird immer mit dem Blick auf ihre Klasse(n) überlegen, ob etwas Neues gelingen kann, wie und unter welchen Abwandlungen oder Veränderungen dies geschieht. Dabei ist sie nicht an Versuchsreihen gebunden, sondern am Lernprozess ihrer SuS interessiert.

            Es sollen keine “alten Kamellen” sein, aber auf Silben basiertes Üben ist auch alt … ich habe es am Wochenende im Museum in einem Leselernbuch aus der Zeit der Reformation gesehen … es sah so ähnlich aus wie meine Lese-AB 🙂 Das schmälert aber den Nutzen von neueren oder anders gearteten Materialien nicht.

            Letztlich sind Lehrkräfte so gut ausgebildet, DAMIT sie Lehrwerke beurteilen und Materialien für die Bedürfnisse gezielt auswählen und einsetzen können. Auf einem Vortrag heute Abend hieß es, dass genau das die pädagogische Arbeit der Lehrkraft sei: verschiedene Materialien für verschiedene Kinder, die in verschiedenen Entwicklungsstufen stehen, ohnehin verschieden sozialisiert sind und auf verschiedene Weise einen Zugang zum Lernen finden.

          • Es handelt sich um großflächig erprobte,standartisierte Messverfahren zur Erfassung der Fähigkeiten des Schriftspracherwerbs unterschiedlicher Leistungfähigkeiten von Schülern, welche von einer sehr viel größeren Anzahl an Schülern angewandt wurde als bei ihrenl.
            Bei Ihrem Vorgehen werden die meisten
            orthographischen Probleme der Schüler gar nicht erfasst.
            Dementsprechend wird gar nicht erfasst, in welchen Bereichendie Schüler noch Probleme haben,um diese dannspezifisch zu fördern.
            Dementsprechend lehne ich Ihre Methode abundverfahre wiedie regionalen Schulen im Münsterland.

          • “Bei Ihrem Vorgehen werden die meisten
            orthographischen Probleme der Schüler gar nicht erfasst.”
            Aha.
            Sie generalisieren eine meiner Aussagen und bewerten meine diagnostischen Fähigkeiten, ohne sich je einen Eindruck verschafft zu haben. Aber es stimmt. Mein Unterricht ist weder großflächig noch ein standardisiertes Messverfahren.
            Ob ich persönlich in der Lage bin, die Probleme der SchülerInnen in kürzester Zeit zu erfassen und entsprechend zu fördern und zu fordern, entscheidet sich täglich neu an jedem Kind.

            “Dementsprechend lehne ich Ihre Methode abundverfahre wiedie regionalen Schulen im Münsterland.”
            Tatsächlich muss ich niemandem eine Methode aufdrücken oder anpreisen, ich bin nicht an eine einzelne Methode oder ein einzelnes Material gebunden und muss auch kein Material verkaufen. Lehrkräfte sind frei in der Wahl der Methoden udn weitestgehend der Materialien, das macht sie unabhängig und lässt eine kritische Auseinandersetzung mit jeglichem Material zu.

            … Sie nutzen die angeblich weit verbreiteten Methoden eines Professors an der Uni, der zuvor womöglich nie Lehrer war und glauben an das über den Prof vertriebene Material, das großflächig erprobt wird und wissenschaftlich ausgewertet, da Sie sich deshalb einen analysierten Zugang zu Schrift und Schreiben versprechen? Im Münsterland? bisher haben Sie immer geschrieben, Sie würden Sommer-Stumpenhorst ablehnen.

          • Machen Sie Ihre Arbeit, wie Sie meinen es richtig zu machen.

          • Palim

            “Herr Schönweiß arbeitet mit einem Material, welches den Kindern kein Begriff ist,” sagten Sie Palim.
            Meinen und den meisten Kindern mit einem bürgerlichen Hintergrund sind die Worte schon ein Begriff, den Kindern mit einem fremdsprachlichen Hintergrund ,sowie aus einer an Sprache armen Umgebung schon.
            Dieser Satz von Ihnen bestätigt aber unsere Zweifel an den eigenständigen Methoden des Schriftspracherwerbs der Kinder, da der reformpädagogisch orientierte Lehrer anscheinend nicht mehr seiner Funktion als Vermittler der Deutschen Sprache in Wort und Schrift nachkommt ,und die Schüler diesen erforderlichen Wortschatz für einen erfolgreichen Schulbesuch sich gar nicht mit diesen reformpädagogischen Methoden selbstständig erarbeiten können.
            Diese bleiben in ihrem sprachlichen Umfeld gefangen und haben nur geringe Chancen sich über Bildung einen Aufstieg zu erarbeiten.
            Damit erklären sich auch die schlechten Ergebnisse von Kindern mit einem türkischen Migrationshintergrund und der anderer Kinder mit einem ähnlichen.
            Somit sind diese Reformpädagogischen Methoden bildungsfeindlich und abzulehnen.

          • einer an Sprache armen Umgebung schon gar nicht.

        • ein Vater

          Lesen Sie sich einmal den Kommentar von “Wenerus” von heute , den 18.10.17 um 14 Uhr 03 durch. Da erfahren Sie ein wenig mehr, die Einordnung dieser Methoden durch kompetente Professoren wie Oelkers, Thomé Spitzer,Güntürkün, Bredel Röber etc. und dann mal googeln bei diesen Professoren.

      • Sie haben völlig recht!

  4. Es ist verständlich, dass Grundschullehrer sowas sagen. Ohne ihre jetzige Arbeit wäre alles vielleicht noch schlimmer. Womöglich haben sie auch Recht damit.

    Das muss man genauer untersuchen.

    Letztendlich ist es aber immer so: Lernen die Kinder etwas wegen oder trotz des jeweiligen Lehrers. Wie können wir das herauskriegen?

    • Oft genug lernen die Kinder ja auch etwas trotz oder wegen eines Lehrers nicht. Hmmm …

    • Grundschullehrer

      Laut Frau Eisenmann ist der Lehrer der wichtigste Faktor für den Schulerfolg der Kinder. Wieso streben dann die Kultusminister danach, Quereinsteiger einzustellen? Das ist ein Widerspruch. Für den Schulerfolg ist ein fachlich und pädagogisch fundiert ausgebildeter Lehrer (also einer, der eine akademische Lehrerausbildung durchlaufen und ein 2. Staatsexamen hat) ein notwendiger, aber noch kein hinreichender Faktor. Was nützt den Kindern der beste Grundschullehrer, wenn die Klasse aus 28 Schülern besteht (davon 6 Förderkinder, 5 Kinder mit Migrationshintergrund) und er den ganzen Brocken aus Inklusion und Integration täglich immer wieder allein den Berg hinauf wuchten muss? Realistisch ist es unter der derzeitigen, desaströsen, Rahmenbedingungen auch für den engagiertesten Lehrer nicht mehr möglich, die Kinder ausreichend zu fördern! Es ist die Aufgbe der Kultusministerien, dafür zu sorgen, dass alle Kinder wieder eine Chance auf schulische Förderung und die Zuwendung des Lehrers haben! Dafür müssen sie die Rahmenbedingungen schaffen! Bildlich gesprochen hat uns der Brocken aus Inklusion und Integration längst erdrückt!

      • Nein, das ist kein Widerspruch.

        Ich stimme zu, dass der Lehrer der wichtigste Faktor für den Schulerfolg der Kinder ist. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, nämlich die schulische Seite. Auf der anderen Seite sind die Eltern. Ohne die Eltern sind wir Lehrer oft fast machtlos und erreichen nichts, naja, fast nichts.

        Quereinsteiger / Seiteneinsteiger sind keine Analphabeten und keine Hilfsarbeiter. Sie haben auch Wissen und Kenntnisse und sogar Berufserfahrung (außerhalb der Schule). Sie brauchen weniger fachliche Qualifizierung, das lernen wir (merken wir uns) oft auch erst, wenn wir es unterrichten. Sie brauchen vor allem Methodik und Didaktik. Das kann man auch lernen, indem man es tut und aus seinen Fehlern lernt, aber das wäre dann zu sehr auf Kosten der Schüler, die man hat, bis man es kann.

        Wenn es heißt, dass der Lehrer (schulseitig) der wichtigste Faktor ist, dann geht es um die Gesamtpersönlichkeit des Lehrers und nicht so sehr darum, ob er studiert hat oder nicht!

      • Wenn der Lehrer “der wichtigste Faktor” ist, kann man sich bei solchen Studien fein rausziehen und dem Lehrer alles in die Schuhe schieben.

        Natürlich ist die Persönlichkeit des Lehrers wichtig, aber dennoch gebe ich Grundschullehrer recht, dass der Lehrer unter den widrigsten Umständen leider nicht mehr in der Lage sein kann, den Unterricht entsprechend zu gestalten.
        Das Bild mit dem Brocken und dem Berg ist wirklich bestechend!

        • Der Widerspruch im deutschen Schulsystem derzeitiger Prägung ist, dass auf Altershomogenität gesetzt wird und dafür eine Leistungsheterogenität inkauf genommen wird.

          Aus meiner Sicht würden altersgemischte Klassen mit Schülern mit annähernd gleichem Leistungsvermögen bessere Voraussetzungen für eine gemeinsame Beschulung bieten. Wird der Altersunterschied Mehra ls 2 bis 3 Lebensjahre) innerhalb einer solchen Gruppe zu groß, müssen eben zwei Parallelklassen geschaffen werden, in denen der Altersunterschied eben nicht größer als 2 Jahre ist.

          • statt Leistungsfähigkeit wäre Leistungsbereitschaft das bessere Kriterium. Bei den heutigen Anforderungen reicht Wollen völlig aus.

      • “Wieso streben dann die Kultusminister danach, Quereinsteiger einzustellen? Das ist ein Widerspruch.” (Grundschullehrer)
        Das ist überhaupt kein Widerspruch, es ist nackte Not. Man hat einfach im Moment nicht genügend viele examinierte Lehrer. Sowie es wieder genügend viele davon gibt, sind die Quereinsteiger abgemeldet. Aber die schon in den Schulen Tätigen wid man nicht einfach rauswerfen, das wollen Sie hoffentlich nicht vorschlagen.
        Das ist ein sogenannter “Schweinezyklus”: Erst hat man nicht genügend viele Lehrer und stellt deshalb Quereinsteiger ein. Dann schafft man mehr Studienplätze und wirbt für das Lehramtsstudium. Dann hat man irgendwann genügend viele, und die Laufbahn ist für Jahre verstopft. Man rät vom Lehramtsstudium wieder ab. Dann gibt’s arbeitslose Lehrer (wie in den 1980er Jahren), bis es schließlich viele Jahre später wieder einen Mangel gibt. Dann geht alles von vorne los.
        Warum macht man das so? Man hat offenbar eine panische Angst davor, mal ein paar mehr Lehrer zu beschäftigen als unbedingt gebraucht werden. Sonst könnte man das (mit dem gesunden Menschenverstand) ausgleichen. Aber unsere Schulbürokratie tickt anders. Da gibt es ein Planstellendenken.

  5. Kind hat guten Frontalunterricht 1., 2. Klasse, HH. Schnelle Lernfortschritt. Effizient. Schreiben nach Gehör (und deren Ärger von Kind, dass sie so doof schreiben musste, scheint ein Muss von HH Schulaufsicht derzeit gewesen zu sein) war nicht mehr als 1 Monat dort, gab eine kurze Prüfung und dan normale Rechtschreibung. Diese tolle Lehrin ist nun in Rente. So weit die ich von der Schulaufsicht in HH verstehe, hat sie alles falsch gemacht (sie sollte das Wissen nicht so einfach vermitten, da die Kinder müssen individualisiert lernen lernen sollten.

    3. Klasse (und jetz auch 4. Klasse) reform Pädagogik, auch HH. Rechtschreibung oft nicht korrigiert (wenn überhaupt was geschrieben wird, gabs manchmal deutlich mehr malen als schreiben für mein Kind) Klasse war sehr verzögert und heruntergedummt (nicht die Kinder, sondern Unterricht). Lernfortschritt meines Kindes in DE und MA nur ausserhalb der Schule. 4. Klasse bis Datum gleich. 2 verschwendeten Jahren.

    Wenn die Kinder heutzutage zu heterogene um zusammen zu lehren sind, dann bitte Schulmorgens nach akademisch Zweck (Lernstand und Neigung oder was Lehreinnen für akademsiche Zweck als nützlich halten) statt politische Korrektheit oder Kita Sozialisation Zweck in Gruppen von circa 25 Kindern pro Lehrerinnen (oder was die Lehrinnen für Richtig halten) teilen. Bitte nicht mehr diese mit Absicht so heterogene wie möglich (Kind hat MA in einem Zimmer mit Kinder IQ Rechnen von circa 75 bis zu über 130) Kinder in gleichen Zimmer um politische Korrekt zu sein.

    Bin ausländische Mutter. Bin OK damit, Kind in einen anderen Zimmer also ein bio Deutsch Kind ist, solang dass die Kinder gelehrt sind, und nicht vorwiegend Aufgaben verteilt sind um leise allein auszufüllen. Ich kann selbst Aufgaben Hefte (ganz besser zu mein Kind passende) von Amazon kaufen, Kind braucht eine Lehrerin die lehrt schulmorgens statt eine Heftausfüllung Babysitterin. Kind kann mit den Bio Deutsch Kindern Nachmittags/WE spielen auch wenn es in DE nicht mit den Bio De Kinder akademisch aushalten kann.

    Leztes Schuljahr musste Kind MA auf Deutsch durch lehrer-schmidt.de anschauen zu Hause lernen. Dieses Schuljahr auch wird sie in der Schule 0 in Mathe ausser Frust durch extrem Zeitverschwendung Schulmorgens beigebracht.

    • Ich finde es erschreckend, wie Sie über Ihre Tochter und die anderen Kinder in dieser Klasse sprechen. Es zeigt mir, wie wenig die Gesellschaft bei der Integration und Inklusion mitgenommen wird…
      …und bei Bildung im Allgemeinen, da viele Menschen offenbar davon ausgehen, dass Unterricht so zu sein hat, wie sie es selbst noch aus dem eigenen Unterricht erinnern – nur dass die wenigsten Erinnerungen an die Grundschule haben. Auch ist mir unverständlich, warum sich alles in der Welt entwickeln darf, nur der Unterricht nicht. Wollen wir auch im Verkehr, der Technik, der Medizin, der Digitalisierung zurück in die Zeit, in der wir selbst Kind waren?

      Eltern fordern eine 1:1-Betreuung für ihr eigenes Kind mit den allerbesten Bedingungen, alle anderen Kinder und deren Bedürfnisse oder Möglichkeiten sind zweitrangig.
      Soziales Lernen oder der Umgang innerhalb heterogener Gruppen sind für diese Eltern zweitrangig, schließlich sehen auch sie selbst nur ihre eigenen Bedürfnisse ohne Rücksicht auf andere. Gleichzeitig sollen sich alle zum Wohl des eigenen Nachwuchses anpassen und anstrengen.

      Tatsächlich können Sie sich vermutlich kein Bild darüber machen, welchen IQ die Kinder in der Klasse Ihres Kindes haben. Selbst wenn, kann ich Ihnen bestätigen, dass es möglich ist, in einem Klassenraum Kinder mit unterschiedlichem IQ zu beschulen, ebenso wie man Kinder unterschiedlicher Herkunft, finanzieller Absicherung oder familiärer Situation beschulen kann.
      Im übrigen sind es nicht die Lehkräfte, die Schüler in Klassen einteilen oder die sich überlegen, wen sie wie am nächsten Tag beschulen möchten. Lehrkräfte unterrichten die Kinder, die an ihren Schulen eingeteilt sind.

      • meiner Meinung nach fordert die mama nicht mehr als einen leistungsorientierten und lehrerzentrierten Unterricht, also genau den, den deutschland zu dem Wohlstand gebracht hat, den es heute noch hat.

        • Ich möchte für meine Tochter was für sie funktioniert, nämlich Frontalunterricht. Frontalunterricht macht ihr sogar Spaß und sie geniesst die Gesellschaft mit der Lehrein und den anderen Kindern.
          Sport, Musik und Sogar Englischunterricht geht noch ohne Kontrovers Frontal mit viele Lehrerin Input.
          Meine Tochter lernt in einer kompetenzorientiete individuslisierte selbsgesteuertes inklusion Klasse nicht und sie weiter in solche eine Klasse zu zwingen ist einen Verstoss gegen ihre Recht auf Grundbildung.

          Ich möchte keine 1-1 Betreuung für meine Tochter. Sie war in der 24 Kinder in einem Zimmer mit einer Lehrerin vor 2 Jahren in dann vor einem Monat für eine Hospitationwoche glücklich und war neue Kentnisse in beiden Fallen dort beigebracht.

          Besonders andere ausländische Mütter die ich kenne in denen zu Hause kaum Deutsch gesprochen wird wünschen mehr Frontalunterricht mit Schulbüchern (statt nur Arbeitshefte oder PC Arbeit die keine strukturiete Lehrinout erhalten) hinaus in der Schule.

          Nicht wenig einheimische Mütter die ich kenne sind sehr entauscht mit dem Niveau von was in Reform Unterricht gemacht wird und haben ihre Arbeitszeiten enteweder reduziert oder ganz auf Einkommen verzichten um die Lehrerin Rolle Nachmittags regelmässig zu übernehemen, ich meine nicht so dass die Kinder in Bayern guten Noten fürs Übertritt bekommen sondern nur so dass deren deutsch Grundkenntniss in Briefschreibung z.B., in der Grundschulzeit beigebracht bekommen.

          Mit Gruppieriung innerhalb einer Schule in den Kernfächern mehr nach mindestens alle Kinder in Mathe 4 Zimmer wirklich Mathe 4 bereit
          , z. B., dann werden weniger Eltern ihren Kindern von öffentlichen Schulen raus nehmen müssen oder lehrer-schmidt.de anschalten müssen.

          Wenn aber für andere Kinder die besser in kompetenzorientierte individualisierte selbstgesteuertes inklusion unterricht zu recht kommen, habe ich nichts dagegen, ich wünsche dass die weiter so machen dürfen.

          Meiner Tochter leidet aber noch zurzeit enorm unter der Ideologie die sie verbietet, die Lernumgebung die sie braucht, um Grundbildung in der Schule zu erhalten. Diese Ideologie ist uns finanziel auch enorm belastend, ist auch eine sehr hoch Steuergeld Verschwendung in der Falle meiner Tochter, und risst unsere Familie.

          Frontalunterricht mit viel Gespäche und alle Kinder machen das gleich findet meine Tochter sozial, und sie findet die selbsgestuertes kompetenzorientiertes individualisierte inklusion Mathe und Deutch Unterrich einsam und eine grosse Zeitverschendung und ist sehr frustriert und schwänzt den Unterricht.

          Deswegen wüsche ich nur dass nicht alle Frontalunterricht Klassen zerstört wird, einige Kinder brauchen solche Klassen noch.

          Einige Kinder können Penizillin nich nehmen, einige können selbstgesteuertes individualsiertes kompentenzorientiertes inklusion Unterricht nicht ertragen.

          Ich sehe in HH, dass manche Schulen mit absicht so heterogene wie möglich Klassen bilden, auch wenn es genug Kinder in der Schule gibt, die homogener zu gruppieren.

          In deutsch Schulbildung sind manche Reforms eine deutliche Verschlimmerung / Katastrophe für manche Kinder die eine Lehrerin die mit Schulbücher hinaus lehrt brauchen und Freud und Geborgenheit daran haben.

          • “In deutsch Schulbildung sind manche Reforms eine deutliche Verschlimmerung / Katastrophe für manche Kinder …” (Hamburg Mama)
            Ja, seit Jahrzehnten wird am deutschen Schulwesen herumreformiert, vieles wird eingeführt und später wieder abgeschafft, oder es wird abgeschafft und später wieder eingeführt (Beispiel: G8 und G9). Die Schulministerien fühlen sich dazu verpflichtet, denn sonst könnte man sie ja abschaffen. Das passende deutsche Wort dafür lautet: “Verschlimmbesserung”.

  6. @Palim: Wenn man nur ein einzelnes Kind oder eine Handvoll vor sich hat, hat man wohl mit jeder Methode Erfolg (ich meine AvL damit).

  7. @Palim
    Sie schreiben: “Auch ist mir unverständlich, warum sich alles in der Welt entwickeln darf, nur der Unterricht nicht (…) Soziales Lernen oder der Umgang innerhalb heterogener Gruppen sind für diese Eltern zweitrangig…”
    Doch, der Unterricht darf und muss sich sogar entwickeln! Keiner hat etwas dagegen.
    Viele kritisieren aber zu Recht, wenn er in eine Richtung läuft, die Sorgen macht, weil die Schüler immer unfähiger werden – nicht zuletzt auf dem von Ihnen hervorgehobenen Gebiet des sozialen Lernens, das sowohl den Umgang mit anderen als auch mit sich selbst betrifft.

    Entwicklungen sind nicht zwangsläufig gut. Das weiß jeder; es sei denn, er huldigte einem Fortschrittsglauben, der automatisch besser findet, was ein neueres Datum trägt.
    Bei jeder Entwicklung kommt es aufs Ergebnis an und mit ihm sieht es nun mal nicht rosig aus. Deswegen sollten kritische Vergleiche mit früheren Bildungswegen und Lernergebnissen nicht nur gestattet, sondern geboten sein.
    Die Augen zu verschließen und sich auf schöne Parolen und Verheißungen zu verlassen in der Hoffnung, sie würden eines Tages doch noch wahr, hat nichts mit einem gesunden Verständnis von Entwicklung und Fortschritt zu tun, sondern mit ideologischer Versteifung, die – wenn alle Stricke reißen – das Heil nur noch in mehr Geld sieht.
    Irrtümer und Fehler werden nicht dadurch besser, dass Lehrer immer mehr Hilfe brauchen und sich das Schulwesen zu einem Paradies für Arbeitsbeschaffung entwickelt.

    • Ursula Prasuhn
      Dank für den guten und prägnanten Kommentar.

      Emil
      Frau Prasuhn ist eine sehr erfahrene Grundschullehrerin, die all die Veränderungen und Neuerungen im Grundschulunterricht der letzten dreißig Jahre begleitend erleben und erfahren durfte. Und gerade sie dürfte am ehesten die Unterschiede im erfolgreichen Unterrichten zwischen den Methoden kennen gelernt haben.
      Und da wird man sich so manches mal entsetzt die Haare gerauft haben.
      Zwischen den Zeilen zu lesen und derart zu schreiben ist leider auch nicht mehr jedem gegeben.

      • Die letzten 30 Jahre erfahren? Das wäre dann ab 1987 bis heute. Da haben Sie falsch recherchiert oder sich verrechnet, AvL.

      • ysnp
        Sie haben recht, ich korrigiere mich.
        Seit 1980 betreibt der “Lord Valdemort” der deutschen Grundschuldidaktik, von der damaligen ” Marx und Murks” Universität Bremen aus, sein zerstörerisches Handwerk der Skelettierung des deutschsprachigen Schriftsprach- und Leseerwerbs ,mit seinen unheilvollen Auswirkungen auf unsere Kinder.

      • Ich bezog mich auf Ihre Äußerungen über Frau Prasuhn, AvL.

        • Warum so geheimnis- und andeutungsvoll, ysnp?

          Nach ca. 40 Dienstjahren an der Grundschule bin ich seit einiger Zeit pensioniert und war am liebsten Klassenlehrerin in den ersten beiden Schuljahren – übrigens sehr zum Wohlgefallen meiner Kolleginnen, die fast ausnahmslos ältere Kinder bevorzugten und darum immer dankbar waren, wenn sie meine Schüler nach Klasse 2 übernehmen konnten.

          Den Anfangsunterricht mit seiner Grundlagenvermittlung fand ich viel spannender und erfüllender als den Unterricht in den nächsten beiden Schuljahren. Allerdings war ich auch dort unterwegs – vorwiegend als Fachlehrerin für Mathematik.
          In Klasse 1 und 2 faszinierten mich am meisten der Lese- und Schreiblehrgang. Ich erlebte den Wandel von Methoden bis hin zum “Lesen durch Schreiben”, doch blieb ich im Großen und Ganzen jenem Weg treu, den ich vor allem durch Erfahrung als besonders solide und erfolgreich anzusehen gelernt hatte.

          Ich hoffe, Ihre Andeutungen mit etwas Leben erfüllt zu haben.

          • Ich wollte nicht persönlich werden, Frau Prasuhn, ich wollte allerdings richtig stellen. Sie haben ein Buch herausgegeben und in diesem Zusammenhang kann man im Netz Ihren beruflichen Werdegang nachlesen. Deshalb wollte ich AvL darauf hinweisen, dass er mit seinen “letzten 30 Jahren” nicht ganz richtig lag. Jetzt haben Sie es ja selbst richtig gestellt. Es ist ein Unterschied, ob man seit Ende der 60iger oder seit Mitte/ Ende der 80iger im Schuldienst ist/war. 🙂

          • Dank Frau Prasuhn für den kurzen, aber sehr aufschlussreichen Bericht.
            Es fehlt leider im Anfangsunterricht von Persönlichkeiten von ihrem Schlage.

      • Erfahren heißt noch lange nicht gut!!!
        Und da sie recht konfus redet, ist es wahrscheinlich gut, dass sie aus dem Dienst ist.

        • „Knurre nicht, Pudel! Wir sind gewöhnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh’n…” (Goethe)

          • Tja, ich denke an die armen I-Männchen, die gezwungen sind einer Lehrerin ehemaliger Generationen zuzuhören, wie sie schwadroniert was früher War. Nicht umsonst sind Kinder, Eltern und Kollegen bis auf wenige Ausnahmen immer sehr froh, wenn der “letzte” Schultag da ist….

            Im übrigen tun mir alle leid, die nach ihrem Beruf nichts anderes zu tun haben, als sich immer noch mit der Vergangenheit zu beschäftigen.

          • Warum diese Gehässigkeit, Emil? Fühlen sich die heutigen Lehrer dermaßen in Frage gestellt, dass sie ihre Vorgänger mit Dreck bewerfen müssen, um die eigenen Leistungen besser zur Geltung zu bringen?
            Ich kann mir keinen Berufsstand vorstellen, der so handelt und obendrein unsere Kinder über soziale Tugenden belehren soll oder will.

          • Emil

            Sie verhalten sich ätzend.

          • ein Vater

            Ich weiß aus direkten persönlichen Berichten von den Brüchen zwischen diesen Lehrergenerationen in NRW. und da sollte man sich einmal an die Seminarleiter wenden, welche überwiegend über nur rudimentäre Erfahrungen verfügen und sich dann noch Referenten wie Norbert Sommer-Stumpenhorst zu sich einladen.

          • F.H.
            Eine gute Antwort auf eine unreflektierte Sprache.

        • Emil
          Frau Prasuhn ist nicht “schrullig”, sondern eine sehr erfahrene und gute Grundschullehrerin. Und das unterstreiche ich noch einmal.
          Es ist sehr schade , dass in ihrem Berufszweig nicht auf die Erfahrungen und Kenntnisse der Vorgängergeneration wert gelegt wird oder man auch zurückgreifen konnte.
          Es ist aber für mich erklärbar durch den gewollten Bruch der neuen Pädagogik gegen die vorherige,wobei sich ersterer von ihren Vorgängern radikal lösen wollte, begründet durch eigene negative Erfahrungen einer autoritären Erziehung in der eigenen Kindheit dieser Reformer.
          Diese Lehrer vor Ihnen hatten noch eine umfassende Allgemeinbildung und Erfahrungen mit den schulpolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen sammeln können.
          Leider wurde ein Bruch zwischen Ihnen und diesen erfahrenen Grundschullehrern und Ihnen durch wen auch immer gelegt.
          Derartiges gibt es in keinem anderen Berufszweig.

          • Das stimmt so nicht. Eine Änderung in allen Schultypen wird immer durch neue Lehrpläne verursacht, an die sich Lehrer – die alten wie die jungen – zu halten haben. Das ist ihr Rahmen. Ehemalige Lehrer haben einfach nicht die letzten Lehrplanänderungen mitgemacht.
            Dass Lehrer zu ihrer Zeit engagiert ihren Beruf gelebt haben, bestreitet auch niemand. Man kann auch gern über lang bekannte Konzepte und deren heutige Tauglichkeit diskutieren. Es bleibt die Frage, ob man den Stil, den man vor 30-40 Jahren hatte, bei der Schülerschaft heute noch anwenden kann. Ich sage nein. So geht es heute nicht mehr, denn die Schüler sind anders geworden.
            Einen Bruch, wie Sie ihn als Außenstehender vermuten, habe ich nie erlebt. Eine unterschiedliche Allgemeinbidlung zwischen jüngeren und älteren Lehrern ist mir in meiner ganzen Schulpraxis noch nie aufgefallen.

          • ysnp
            In ihrem Umfeld in Bayern wohl nicht. Ich kenne mehrere ältere Lehrerinnen, die sich dem äußeren Druck auf ein Umstellung ihrer Methodik nicht beugen wollten und das Handtuch warfen.

          • Woher wissen Sie das? Haben Sie sie je vor der Klasse erlebt? Oder entnehmen Sie Ihr Urteil der Selbstdarstellung?
            Wie auch immer, es ändert nichts ….

        • Milch der frommen Denkungsart

          Konfus ist Ihr Satzbau.

    • Was hier für ein Quatsch trompetet wird. Die Schüler werden nicht “immer unfähiger”. Übrigens auch nicht in Fragen des sozialen Lernens: Die Gewaltkriminalität ist deutlich gesunken – gerade unter Jugendlichen.

      Die Welt ist eine komplett andere als vor 40-50 Jahren. Der Migrantenanteil in den Grundschulen lag früher bei nahe null, heute bei 40 Prozent. Behinderte wurden weggesperrt. Wenn einer nichts lernte, war das auch nicht schlimm; auch für Analphabeten gab es schließlich Arbeitsplätze. Apropos Analphabeten – heute gilt: Analphabeten sind ca. 13 Prozent der 18-29-Jährigen, 15% der 30-49-Jährigen, 16 Prozent der 50-64-Jährigen.

      Der Anteil steigt mit dem Lebensalter, und die älteren gehen auf die Kappe Ihrer Lehrergeneration, Frau Prasuhn. Da wäre ich mit oberschlauen Ratschlägen an jüngere Kolleginnen und Kollegen mal ein bisschen zurückhaltender. Im Gegenteil: Wie wäre es mal mit Anerkennung?

      Ein Großteil der Kinder heute wächst zweisprachig auf – wie sieht’s denn mit den Fremdsprachenkenntnissen Ihrer Generation aus, Frau Prasuhn? Eher erbärmlich. Tatsache ist auch: Noch nie waren so viele junge Menschen in Deutschland in Arbeit, und zwar in qualifizierter Arbeit (nicht wie früher mit einem Hilfsarbeiteranteil von 50 Prozent und drüber).

      Diese Selbstgerechtigkeit, mit der Sie, Frau Prasuhn, über die Kinder von heute und ihre Lehrerinnen und Lehrer herziehen, ist kaum erträglich. Natürlich gibt es heutzutage Probleme in den Schulen, die allerdings mit den Rezepten von 1960 – einer Zeit also, in der es weder Computer noch Handys noch Alleinerziehende gab, dafür viel Gewalt in den Familien (Prügelstrafe!) – nicht zu lösen sind.

      Sie sagen, “kritische Vergleiche mit früheren Bildungswegen und Lernergebnissen sollen nicht nur gestattet, sondern geboten sein”. Dann vergleichen wir doch mal – Wissenschaftler haben’s getan. Und siehe da: Nichts war früher besser. Außer Ihre Arbeitsbedingungen, Frau Prasuhn.

      Hier nachzulesen: http://www.news4teachers.de/2016/09/frueher-war-die-bildung-besser-von-wegen-deutsche-schueler-waren-schon-immer-nur-mittelmaessig/

      • Anna

        Ich kann Ihre Kritik an der Unterrichtspraxis von Förderschulen durchaus verstehen und nachvollziehen. Es ist vielfach so, dass man in den Förderschulen gar keine gehobenen Ziele an die betreuten Schüler stellt und dann nur einfachste Ziele , wie zum Beispiel die Fähigkeiten wie Einkaufen zu können, an diese Schüler gestellt werden.
        Ziel ist es diese auf ein “Arbeitsleben” in Behindertenwerkstätten zu erreichen, wobei der Staat sich an der Finanzierung dieser Menschen ein Leben lang beteiligen muss.
        Inklusion in die Gesellschaft ist also gar nicht das Ziel dieser Schulen für geistig Beeinträchtigte Menschen, Menschen mit einer Trisomie, Menschen mit einem niedrig getesteten IQ, mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen.
        Wäre es nicht erstrebenswert in diesem Bereich Fortschritte für die betroffenen Personengruppen zu erreichen. Man kann fast jedem Menschen das Lesen und Schreiben beibringen. Nicht aber mit den reformpädagogischen Ansätzen.

      • Milch der frommen Denkungsart

        @Anna:

        Nein, nicht die Jugend ist per se unfähiger geworden, sondern sie wurde vielmehr durch jene schöpferische, einer Abrißbirne gleichenden Zerstörung, der durch pharisäische Wohlfühlfrontkämpfer wie Sie nun lang’ genug das Wort geredet wurde, in der Entfal-tung ihres Potentials empfindlich beschnitten ! Daß nämlich fortwährende Erleichterung wie Relativierung offenkundiger Mißstände statt positiv verstandener Zumutung niemals eine Förderung der Entwickliung, sondern stets nur ein rattenfängergleiches Verleiten zur Oberflächlichkeit nach sich zieht, können Sie, die sie ansonsten doch genüßlich in Statistik schwelgen, angesichts der jüngsten IQB-Studie doch nicht seriös wegerklären; darüber kann Ihre letztlich augenwischende Prügel für die ältere Lehrergeneration nur einen böswilligen Blinden hinwegtäuschen: In der Tat aber versündigen Sie sich an der Emanzipation unserer Jugendlichen, indem Sie deren Bequemlichkeit befördern, die be-reits Immanuel Kant als Hauptquelle für menschliche Unmündigkeit erkannt hat (in Ihren Augen aber gewiß auch so ein überkommener “alter Hut”).
        Nein, es sind nicht die Lehrer, die anzuklagen wären, sondern jene Schnapsideenbren-ner, die mittlerweile schon in Gestalt von sog. “Schlafforschern” ihre kruden Ideen in
        die Schulen injizieren und – noch unheilbringender – deren Jünger !
        Noch eine abschließende Anmerkung: Einen Migrationshintergrund als Ursache für Bil-dungsprobleme vorzuschützen, ist letztlich nichts anderes als eine verbrämte Diskrimi-nierung.

        • Wie wahr!
          und herzlichen Dank für den Kommentar!

        • Chapeau, Milch der frommen Denkungsart.

          So stilistisch einwandfrei schreiben kann hier nur eine Person.
          Dies meinte ich mit dem Sinn zwischen den Zeilen und da wird es für viele schwierig, aber umso interessanter und lesenswerter ist der Kommentar.

        • 1. “Einen Migrationshintergrund als Ursache für Bil-dungsprobleme vorzuschützen, ist letztlich nichts anderes als eine verbrämte Diskrimi-nierung.” Ist es natürlich nicht, weil es dabei um sprachliche (und nicht kulturelle) Hindernisse für den Schulerfolg geht – kann doch keiner bestreiten, dass Kinder, die zweisprachig aufwachsen, eine größere Lernleistung erbringen müssen, und dass die, die zu Hause kein Deutsch sprechen, mehr Schwierigkeiten mit der in der Schule verlangten Bildungssprache haben.

          2. Früher – vor 50 Jahren – wurde Ihrer Meinung nach das Potenzial der Schüler mehr erschlossen als heute? Ich darf mal lachen.

          Wie groß waren vor der Bildungsexpansion der 70er/80er Jahre die Anteile von Arbeiterkindern an den Gymnasien/Hochschulen? Wie viele Bildungskarrieren wurden trotz ungünstiger sozialer Rahmenbedingungen befördert? Null? Oder doch ein paar mehr?

          Auch Sie sollten mal von Ihrem hohen altphilologischen Ross herunterkommen: Eine handverlesene Kinderschar, die von zu Hause jede Unterstützung hat, zum Abschluss zu bringen, ist eine verdammt leichte Übung – verglichen mit dem, was es pädagogisch bedeutet, Begabungen dort zu fördern, wo die Bedingungen schwierig sind.

          • Grundschullehrer

            “Eine handverlesene Kinderschar, die von zu Hause jede Unterstützung hat, zum Abschluss zu bringen, ist eine verdammt leichte Übung – verglichen mit dem, was es pädagogisch bedeutet, Begabungen dort zu fördern, wo die Bedingungen schwierig sind.” Sie bringen es auf den Punkt!

          • Milch der frommen Denkungsart

            @Bernd:

            Auf einem hohen Ross sitzend Schüler lieber ebendort hinauf-befördern zu wollen als sie einer Denivellierung auszusetzen, sie in den Laufstall der Verhätsche-lung einzusperren und ihnen im Brustton des Mitleids einzusug-gerieren, falls sie denn auf die Nase fielen, läge dies nur an der Ungunst der Verhältnisse, deren unverdiente Opfer sie seien, ist nun in meinen Augen keine be-sondere Herausforderung, viel- mehr eine pädagogische Banke-rotterklärung.

            @ Grundschullehrer:

            Indem Sie sich durch mich offenbar am Revers gepackt fühlen, kann ich nur vermuten, dass Sie im Lichte jenes üblen Zeugnisses durch die IQB etwa sanft das schlechte Gewissen be-schlichen hat.

          • Bernd

            Nennen Sie dann einmal Zahlen und die regionale Verteilung der “Arbeiterkinder” mit Abitur von damals, denn die gab es.
            Allerdings hing es auch vom Elternhaus ab und der Überredungskunst der Lehrer ab,ob diese begabten Kinder der Unterschicht ein Abitur ablegen konnten und dann auch noch ein Studium beginnen konnten oder wollten.Da mussten schon die Eltern hinter stehen.Ich kann Ihnen viele Beispiele aus dem eigenen Umkreis nennen.
            Aber nichts desto trotz, hat sich denn die Abhängigkeit davon, ein zum Studium befähigendes Abitur abzulegen in der Abhängigkeit von der sozialen Herkunft auch heute noch nicht geändert.
            Besonders Schüler mit Migrationshintergrund, welche nicht aus Akademikerkreisen abstammen ,scheitern im heutigen Schulsystem, und das , obwohl , oder vielleicht gerade deshalb, weil heute die eigen initiativen, Schüler gesteuerten Methoden im Material zentrierten Grundschulunterricht dominieren.
            Da schnitten die damaligen Migranten aus der Türkei, Spanien, Griechenland,Jugoslawien, sowie die Spätaussiedler aus Polen und Russland deutlich besser ab als heute.Die hatten befähigende Schulabschlüsse.
            Sie werden dann auch wieder schreiben, dass die Quote der Abiturienten heute bei 50 % liegt. Na toll, aber auf welchem Niveau, denn wir waren früher alle dümmer, denn es gab kaum 1,0 Abiturienten. Da waren bei 150 Absolventen 2 dabei, während heute eben mal 50 dabei sind, verbinden mit einer deutlichen Dskrepanz zwischen sehr guten und sehr schlechten Abschlüssen.

          • “Der bildungspolitische Aufbruch seit Mitte der 60er Jahre schlägt sich in einer anhaltenden Expansion im Realschul- und Gymnasialbereich nieder. Die Hauptschule, die 1950 noch von 87,3% der Schüler besucht wurde (1960: 78,5%), ist 1970 nur noch für 71,2% der Schüler attraktiv. Der Anteil der Realschüler stieg von 2,8% (1950), über 6,5% (1960) auf vorerst 9,7% (1970). Das Gymnasium wurde 1950 von 8,6% der Schüler, 1960 von 12,8% und 1970 bereits von 15,5% besucht. Dies ist Ausdruck des stark gewachsenen Bildungsbewusstseins der Eltern, die für ihre Kinder bessere Schulabschlüsse anstreben. Mit der enormen Zunahme der Abiturienten wächst der Druck auf die Hochschulen. Die Zahl der Studienanfänger hat sich von 7,9% eines Jahrgangs im Jahr 1960 auf 15,4% 1970 fast verdoppelt.”

            Quelle: https://chroniknet.de/extra/zeitgeschichte/1970-bildungsexpansion-und-schulreform-in-der-bundesrepublik/

            Nochmal: 1960 besuchten fast 80 Prozent der Kinder die Hauptschule – versuchen Sie damit mal, eine High-Tech-Exportwirtschaft wie die deutsche anno 2017 am Laufen zu halten.

          • Natürlich ist es eine verbrämte Diskriminierung, wenn Bildungsprobleme, die seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch sind, plötzlich den Migranten als Ursache ans Bein gebunden werden.

            “Früher – vor 50 Jahren – wurde Ihrer Meinung nach das Potenzial der Schüler mehr erschlossen als heute? Ich darf mal lachen.”
            Das dürfen Sie. Dumm ist nur, dass man unbequeme Wahrheiten nicht weglachen kann.

            “Begabungen dort zu fördern, wo die Bedingungen schwierig sind.”
            Ja, das ist eine Herkulesaufgabe, die von edlen Sprücheklopfern wie Ihnen allerdings mehr geliebt wird als von überlasteten Lehrkräften.

          • Wo äußern sich denn Ihre Bildungsprobleme, die seit Jahrzehnten angeblich auf dem Vormarsch sind?

            Die deutsche Wirtschaft ist auf den Weltmärkten erfolgtreich wie nie, die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht – und die Unternehmen werden meist nicht von 70-Jährigen geführt und betieben. Offenbar sind die Idiotenschüler der letzten Jahrzehnte doch nicht so doof, wie Sie meinen. Zum Steuern einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt reicht’s gerade noch.

          • die von Ihnen genannten idiotenschüler sind zum großen Teil noch nicht im Beruf.

            lesetipp danisch.de

            dort sehen sie, was die idiotenschüler nach ihrem schmalspurbachelor alles anrichten können.

          • Bernd 21.10., 10:37 – zu Ihrer Quelle betreffend die Bildungsexpansion.

            Dort steht ein wunderbares Zitat zur Halbwertszeit von politischen Absichtserklärungen:

            “Zwar hatte man sich am 27. November 1969 in der Kultusministerkonferenz (KMK) mit den CDU-regierten Ländern darauf geeinigt, die Gesamtschule zunächst nur als Schulversuch einzuführen, in ihrem am 4. Juni 1970 verabschiedeten Bericht zur Bildungspolitik fordert die Bundesregierung jedoch Gesamtschule und Gesamthochschule als Regelfall.”

            Aus heutiger Sicht ist das grotesk: Die Gesamtschule exstiert noch, aber sie hat sich nicht so gut bewährt wie man das dachte. Keine spur von “Regelfall”. Die Gesamthochschule ist gar völlig verschwunden. Die letzten Gesamtschulen sind klammheimlich in Universitäten umgewandelt worden, und die letzten damals berufenen sog. “B-Professoren” (ein Mittelding aus Uni-Professor und Fachhochschullehrer) sind inzwischen pensioniert.

        • @Bernd
          Ja, noch ist die deutsche Wirtschaft sehr erfolgreich.
          Wollen Sie aber ernsthaft behaupten, dies verdanke sie den Schul- und Hochschulabgängern jüngster Vergangenheit?
          Jede Wirtschaft lebt vom soliden Wissen und Können früherer Jahrgänge und nicht von Anfängern, die erst noch Fuß fassen und sich beweisen müssen.

          Und falls Sie auch das nicht wissen: Immer mehr Firmen sind an älteren, gut ausgebildeten und von hoher Arbeitsmoral geprägten Mitarbeitern interessiert. Jugend ist nicht mehr Trumpf – und das hat seinen Grund.

          Hören Sie also auf, die florierende Wirtschaft ständig als Beweis für eine immer besser werdende Schulbildung heranzuziehen. Wirtschaft und Schule zeigen ihre Früchte nicht zeitgleich, sondern um Jahre – wenn nicht gar Jahrzehnte – versetzt.

          • Sie treffen es auf dem Punkt. Ich denke aber, dass es mindestens 20 Jahre dauert, bis sich Schulreformen voll auf die Wirtschaft auswirken (Schulzeit der “reformierten” Schüler, deren Berufsausbildung und deren Arbeit im Beruf an wirkender Stelle, also in Vorständen, Gewerkschaften usw.).

            Da die Kritik an der aktuell produzierten Schülerware immer lauter wird, erwarte ich mit einer der nächsten Lehrplanreformen, vielleicht schon im Lehrplan für G9-neu, eine Rückkehr zu mehr und tieferem Fachwissen. Das wird zwar vielen Schülern nicht gefallen, den diversen Genderfans sowie den Annas, Georgs, Bernds, Grundschullehrern und wie sie nicht alle hier bei n4t heißen aber umso weniger. Die Genderologen an den Universitäten und in der Politik werden sich zwar dagegen wehren, jedoch gibt es immer mehr wissenschaftliche Veröffentlichungen, die den ganzen Genderismus, Neo-Feminismus usw. als das entlarven, was er wirklich ist, nämlich unlegitimierten Quatsch.

          • Frau Prasuhn hat sich nach meinem Dafürhalten hier stets sehr vernünftig und maßvoll geäußert. Das kann man nicht von allen Diskussionsteilnehmern sagen. Daher verstehe ich überhaupt nicht dieses zu beobachtende (zum Teil hasserfüllte) Herumhacken auf Frau Prasuhn. Man muss nicht in allem einer Meinung sein. Schulreformen werden immer kontrovers diskutiert – schon vor knapp 100 Jahren, als nach dem 1. Weltkrieg die Schule ins Visier politischer Parteien geriet.

          • XXX
            Es wird aber nach einer Umstellung mindestens 10 Jahre dauern, bis sich die Leistungen in den Ergebnissen ablesen lassen, siehe David Heller Sahlgrens Untersuchung.
            Darauf können ich und andere hier und heute nicht warten.
            Man bringt die eigenen Kinder zügig in eine selbstsichere Lese- und Schreibfähigkeit und steuert danach nur noch unterstützend mit.

          • Die deutschw Wirtschaft – das ist vor allem der Mittelstand und nicht die größten 10 DAX-Unternehmen – lebt von den Facharbeitern.

            Seit Jahren stellen diese Firmen in erster Linie Schulabgänger mit dem MSA ein, weshalb die Hauptschulen ja auch auf der kw-Liste stehen. Ansonsten wird der akademische Nachwuchs durch Trainee-Programme und projektfinanzierte Stellen gesiebt. Die Bachelor-Absolventen landen somit auf Stellen in der Hierarchieebene der Meister bzw. Techniker.
            In den kaufmännischen Abteilungen ist heute schon zu beobachten, dass Positionen, die früher mit Kaufleuten mit IHK-Abschluss oder Abschluss einer HöHa besetzt worden sind, mit BWL-Absolventen besetzt werden. Das ist auch Folge der Auslagerung einfacher Buchungstätigkeiten nach Süd-Ost-Europa.

            Schwierig wird die Rekrutrierung von Nachwuchskräften allenfalls für das Handwerk. Hier wird es einen Verdrängungswettbewerb geben. Ich kenne Regionen in Deutschland, da sind viele kleinere Unternehmen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe bereits heute überwiegend in der Hand von zugewanderten Mitbürgern aus dem vormaligen Jugoslawien und der Türkei. Aus meiner Sicht die beste Möglichkeit sich zu integrieren.

          • Was denn jetzt, Frau Prasuhn? Ihnen zufolge ist doch das deutsche Schulwesen seit Jahrzehnten im Niedergang – nämlich seit offenere Lehrmethoden, die Gesamtschule und das ganze andere Teufelszeug der 68-er Einzug in die Schulen gehalten haben.

            Jetzt plötzlich fällt Ihnen auf: Geht ja zeitlich gar nicht zusammen mit der guten Performance der deutschen Wirtschaft – und plötzlich wird der Bildungsniedergang in die jüngste Zeit verlegt. Dann kann der aber logischerweise gar nichts mit den Schulreformen und der Bildungsexpansion seit den 70er Jahren zu tun haben – die sind eben schon deutlich älter.

            “Jugend hat nicht mehr Trunpf” – wie kommen Sie auf einen solchen Quatsch? Wurden früher 18-Jährige gleich zu Vorstandsvorsitzenden ernannt – aber das geht jetzt “nicht mehr”, weil die heutigen halt zu doof sind? Werden die jungen Menschen heute in so großer Zahl nur deshalb eingestellt, damit die Ü60-Belegschaft etwas zu lachen hat?

            Nochmal zur Erinnerung: Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht – und noch nie waren die Berufe, in denen diese jungen Menschen beschäfigt werden, so qualifiziert und anspruchsvoll und international ausgerichtet wie heute. Wer kümmert sich denn wohl um die rasant voranschreitende Digitalisierung in den Betrieben, ohne die die Unternehmen heute überhaupt keine Chance mehr hätten?

            Freuen Sie sich über jeden einzelnen erfolgreichen Schulabgänger (statt sie hier immer wieder abzuqualfizieren): Die bezahlen nämlich Ihre Pension.

  8. ??? Was wollen Sie eigentlich sagen? Ihr Kommentar ist sehr allgemein und “etwas” konfus. Mag ja an mir liegen, aber es ist völlig unklar, was Sie meinen….

  9. Grundschullehrer

    Ich möchte mal zugespitzt sagen, dass die Bildungspolitik mit ihrer Ressourcenverweigerung in der Grundschule dafür sorgt, dass sozialer Aufstieg auch in Zukunft weiter von der Herkunft abhängt!

    • Grundschullehrer
      Nicht eine unausgereifte Methodik in ihrer Anwendung auf die dafür ungeeigneten Personengruppen von Schülern ?
      Würden Sie Motoren aus Holz konstruieren? Nicht einmal Leonardo da Vinci hätte derart groteskes versucht.

      • Grundschullehrer

        Die Grundschule braucht die personellen und materiellen Ressourcen, um methodendifferenziert der heterogenen Schülerschaft gerecht zu sein, wenn Sie wissen, was ich meine.

      • Wieso unterstellen Sie Grundschullehrerinnen und -lehrern eigentlich immer wieder, sie wären zu dämlich, um zu unterrichten? Die Kolleginnen und Kollegen versuchen nicht “Motoren aus Holz” zu bauen – sondern arbeiten reflektiert (wie zum Beispiel die Beiträge von Palim in diesem Forum wunderbar anschaulich machen) mit einer Variation von Methoden. Die kennt ein Theoretiker und Autodidakt wie Sie allenfalls aus ideologischen Diskussionen, in denen sich Pädagogik-Populisten in der dogmatischen Ablehnung von diesem oder jenem gegenseitig überbieten.

        Es gibt nicht DIE Lehrmethode – Kriterien für guten Unterricht können Sie bei Helmke nachlesen, der die Hattie-Studie vorweggenommen hat. Es gebt dabei um effiziente Klassenführung, aber auch um ein lernförderliches Unterrichtsklima (“konstruktiver Umgang mit Fehlern”!), um Strukturierung und Klarheit, um “intelligentes Üben” (statt sturem Pauken), um “Passung” (also sensiblem Umgang mit Heterogenität), aber auch um vielfältige Motivierung. Last but not least: “Angemessene Variation von Methoden”: “Sowohl zu geringe (‘Monokultur’) als auch zu starke Variation sind problematisch.”

        Quelle: http://dms-portal.bildung.hessen.de/elc/fortbildung/kuns/kuns_b1/helmke/GuterUnterricht-PADAGOGIK02_06.pdf

        • Anna

          Den Pokal gebe ich gerne an Sie weiter.
          Hervorragend geschult im didaktischem Allerlei und ideologisch geschult sind doch Sie.
          Stures Pauken will einer ihrer Vordenker und nicht ich.
          Der nennt das sogar Lernstube Buffelstübchen. Sie wissen sowieso nicht wie wir hier erfolgreich arbeiten.
          Sie können doch unterrichten , wie sie möchten, solange ihre offenen Unterrichtsformen Anwendung finden, denn sonst gibt es eine negative Rückmeldung oder sie bestehen gar nicht ihre Prüfungen als Referendare.
          Eine schleichende Indoktrination findet bereits während des Studiums statt, und man wird nichts gegenteiliges gegenüber den Leitern der Seminare vertreten, um zu bestehen.

          • Nun klagen Sie immer, es gäbe keine Studien und halten Hattie an manchen Stellen hoch, dann gibt es einen Artikel von Helmke und als Antwort gibt es von Ihrer Seite nur Kritik an der Ausbildungssituation.
            “Pädagogik-Populisten mit dogmatischer Ablehnung” trifft es wirklich gut.

            Zur Ausbildung und den Studienseminaren:
            Methodenvielfalt ist ein Ziel. Das stimmt.
            Und diese muss man zeigen. Das war vor 30 Jahren auch nicht anders als heute. Seminarleiter äußern heute wie damals, was sie gerne noch sehen möchten. Da gibt es unterschiedliche Anforderungen und auch diese werden häufiger geändert, im Kern sind sie aber gleich: die Referendarin muss sich vielfältig präsentieren.
            Man kann nicht allein gänzlich offene Lernsituationen in den annähernd 20 bewerteten Unterrichtsbesuchen zeigen, ebenso wie man nicht nur frontale Situationen zeigen kann. Es gibt die Aufforderung, offenere Methoden zu zeigen, ebenso wie die Kritik, man habe dank offener Formen von der Lehrperson ja “nichts gesehen”… eine Kritik, die ich ungerechtfertigt finde, da die Lehrperson die offene Form mit den Schülern erarbeitet, das Material vorbereitet und während des Unterrichts die Schüler unterstützt hat. Hintergrund ist dann aber, dass die Seminarleiterin die Referendarin gerne auch im Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag o.a. erleben würde. Als EINE mögliche Methode – nicht als alleinige.

            In Ihrer Ausbildung kann man doch als “Spezialist für Erkältungskrankheiten” auch keine Prüfung bestehen, oder? Da braucht es doch auch “medizinisches Allerlei” – um Ihren abwertenden Begriff aufzugreifen.

            Wie häufig haben Sie im Studienseminar hospitiert, einen Unterrichtbesuch oder eine Prüfung gesehen, dass Sie sich darüber ein Urteil erlauben könnten?
            Und wie häufig wird Ihnen “schleichende Indoktirnation” vorgeworfen, da auch Sie ein Studium absolviert haben, sich Aussagen von Professoren und Pharmareferenten aussetzen? Oder sind Sie über jeglichem Zweifel erhaben, weil Sie sich ans Handbuch gehalten haben?

          • Ich habe keinen Einfluss auf den Einkauf der verwendeten Medikamente oder der medizinischen Geräte.
            Die Anästhesieverfahren sind standartisiert und weitgehend vorgegeben.
            Entsprechend konnte die Anästhesie bedingte Letalität von 64/100.000 um 1950 auf 0,4/1000.000 bei steigender Morbidität des Patientenkollektivs gesenkt werden.
            Wenn man einen Facharzttitel erlangen will, so muss man einen bestimmten Leistungskatalog an Leistungen dokumentiert nachweisen. Man erhält vom Ausbilder, dem Chefarzt ein Qualifikationszeugnis, in dem die erlernten Verfahren und die Person beschrieben sind.
            Eine Prüfungskomission aus drei Ärzten nimmt dann die Prüfung ab.
            Es werden evidenzbasierte Standarts abgefragt, fragen zur Therapieansätzen etc.
            Es existieren keine widersprüchlichen Verfahren in den Einzelfächern. Die Fachgesellschaften arbeiten International an standartisierten , multizentrischen Studien mit.
            Unterstützer von Seiten der Industrie müssen benannt werden.
            Zur Zeit herrscht ein enormer Kostendruck auf den Krankenhäusern.
            Ich habe genug Arbeit um die Ohren und darf mich auch noch sehr intensiv um schulische Belange meiner Kinder kümmern.
            Vielen Dank auch dafür. Und ich bin nicht der einzige Vater , der sich ärgert.
            So und jetzt hauen Sie noch einen unangenehmen Kommentar raus.

          • Wenn man einen 2. Staatliches Lehrerexamen erlangen will, muss man einen bestimmten Katalog an Leistungen dokumentieren und nachweisen. Man erhält vom Seminar ein Qualifikationszeugnis, nachdem man 1 1/2 bis 2 Jahre regelmäßig überprüft und bewertet wurde, theoretische Ausarbeitungen, alltägliche Arbeitsproben sowie praktische Prüfungen abgelegt hat. Unterschiedliche Verfahren sind zu erlernen und in Theorie wie Praxis zu beherrschen.

            Die Prüfungskomission besteht je nach Bundesland aus mehreren Lehrkräften mit Zusatzqualifikation (Seminarleiter, Schulleiter) und ggf. auch Dezernenten (ebenfalls ehemalige Lehrkräfte) und auch hier wird Theorie wie Praxis gefragt. (Vielleicht gibt es auch noch andere, mir unbekannte Zusammensetzungen.)

            Kostendruck? In der Schule? Unbekannt: die Lehrkräfte kaufen schon, was Ihnen zu Ihrer Arbeit fehlt. Vielleicht sollten auch Sie einen nicht unerheblichen Teil Ihres Gehaltes in die Sanierung Ihrer Arbeitsstätte stecken?
            Genug Arbeit um die Ohren? In der Schule? Unbekannt: die Lehrkräfte machen die Arbeit schon, egal, wie viele unbezahlte Überstunden sie ableisten müssen. Vielleicht sollten auch Sie einen nicht unerheblichen Teil Ihrer Lebenszeit in unbezahlte Mehrarbeit an Ihrer Arbeitsstätte stecken?
            Medizinische Belange der Angehörigen, Kinder oder Kollegen und daraus resultierende persönliche Belastung? Bekannt: aber darüber würde ich hier keine Auskunft erteilen. Allerdings wäre es von Vorteil, einen medizinischen Beratungsdienst konsultieren zu können, der Fachsprache aus Arztberichten so erläutert, sodass ich schulische Belange schneller darauf abstimmen kann. In Zukunft werden Lehrkräfte vermutlich in ihrer Ausbildung Inhalte der Medizin lernen müssen, um dem Förderbedarf ihrer SchülerInnen angemessen begegnen zu können.

            Ebenso, wie es viele Menschen gibt, die sich über Ärzte ärgern, gibt es auch Menschen, die sich über Lehrkräft ärgern. Dies resultiert aus Erwartungen und Enttäuschungen hinsichtlich der Tätigkeit wie der Kommunikation.
            Mir persönlich bleibt, die Eltern zu bitten, mit mir ins Gespräch zu treten. Ich kann meine Vorgehensweise für Eltern unterschiedlicher Vorbildung erläutern und auch die Vor- und Nachteile von Methoden darlegen, aber man kann als Eltern nicht erwarten, dass eine Lehrkraft ohne Rücksicht auf Kenntnisse aus Ausbildung und jahrzehntelanger Erfahrung den Unterricht zu Gunsten Einzelner umstellt, ohne zudem auf sämtliche andere Belange und Bedingungen einzugehen.
            Das würden Sie in Ihrem Beruf auch nicht tun und auf Grund dessen würde ich Sie in diesem Bereich nicht als unfähig darstellen.

        • Die Nr 1 der wirkungsvollsten U Faktoren. War schon vorher bekannt. Man findet aber einen guten Überblick bei dem Autor

  10. mississippi

    Warum schreiben Sie nicht Ihre eigenen Erfahrungen mit Eltern nieder.
    Ich weis weder wie Sie unterrichten , noch wie Sie arbeiten und es betrifft mich auch nicht.
    Allein ich sehe hier vor Ort die Ergebnisse gescheiterter Methoden aus dem Elfenbeinturm von Leuten, die nie unterrichtet haben, wie Sommer-Stumpenhorst und Brügelmann.
    Und das reicht mir schon um beurteilen zu können und erkennen zu können, was falsch läuft.
    Beziehen Sie und ihre “Kampfgenossinnen ” doch nicht jedwede Kritik aus sich.
    Die Ergebnissen von NRW sind nun einmal wieder wie erwartet katastrophal und nicht allein den Kindern mit Migrationhintergrund geschuldet.
    Meine Kinder haben alle einen Migrationshintergrund, eine Tochter wird inklusiv beschult, aber wir bringen alle weiter.
    Ich finde mich in ihrem Bericht nicht wieder.Meine Kinder sind gut erzogen , respektieren ihre Lehrer, und haben mit Hilfe meines Parallelunterrichts mit anderen Methoden , als den derzeitig angewandten , automatisiert Lesen und Schreiben gelernt, und das weitgehend fehlerfrei mit den Fähigkeiten problemlos eigenständig zu schreiben.
    So, und Sie können alle so weiter verfahren wie bisher. Es interessiert mich nicht die Bone mehr.

    • Wenn ich das richtig verstehe, sind sie Arzt und nicht vom Fach und genau das wird Ihnen vorgeworfen, richtig? Ich bin der Meinung, dass ein gesundes Maß an Einmischung genau richtig ist. Es ist schade, dass das Engagement der Eltern – und hier besonders das aus den akademischen Kreisen – einen so hohen Einfluss auf den Erfolg der Kinder hat, aber solange das so ist, bleibt einem ja gar nichts anderes übrig.

    • “Es interessiert mich nicht die Bone mehr.” Dann hoffe ich mal, Herr von Lintig, dass Ihre Kinder in Ihrem “Parallelunterricht”, ohne den sie ja nicht Lesen und Schreiben gelernt hätten, eine bessere Orthografie zeigen als Sie in Ihren von Rechtschreibfehlern gespickten Posts hier. (Nach welcher Methode haben Sie denn gelernt, möchte man da fragen – und ein umgehendes Verbot fordern).

      Und Ihre Kinder respektieren ihre Lehrer? Von Ihnen haben Sie das dann aber nicht gelernt – denn Sie respektieren Lehrer und ihre beruflichen Kompetenzen “nicht die Bohne”.

      • Die wenden die richtigen Grapheme an,beim Eingangstest war bis auf die Substantivierung der Verben (beim Telefonieren, zum Laufen) alles richtig.
        Außerdem schreiben sie in der lateinische Ausgangsschrift flüssig, können automatisiert lesen und dementsprechend Textinhalte gut erfassen und wiedergeben und lernten nach der Silben-analytischen Methode (Mildenberger-ABC der Tiere) das Schreiben,das Lesen mit dem Kieler Leseaufbau und dem LUKA-Leselernbuch.
        Und zu der Lehrerin hatte ich bis zum Schluss ein gutes Verhältnis, was man von den anderen Eltern nicht behaupten kann. Schließlich freut sich doch ein jeder Lehrer über erfolgreiche Schüler und verbucht zu recht diesen auch für sich.
        Nun versuchen Sie mal diese Methoden zu verbieten, denn diese befinden sich im Aufwind und wiesen in den vergleichenden Untersuchungen deutliche Vorteile zur Rechtschreibwerkstatt des Norbert Sommer-Stumpenhorst auf.

  11. Nach eingängiger Lektüre muss ich schon sagen, dass hier echt mit harten Bandagen gekämpft wird. Ich denke nicht, dass die verteufelten Anlauttabellen der Ursprung allen Übels sind; was nicht heißt, dass ich das befürworte, aber der Knackpunkt ist doch ein andere und der zieht sich durch alle Schulformen hindurch. (Ich beziehe mich nur auf NRW) Man hat besonders den Geisteswissenschaften und Sprachen eigentlich jedweden messbaren Anspruch genommen. Ich verstehe ja, dass Druck alleine der falsche Weg ist, die SuS sollen schließlich keine Angst vorm Unterricht bekommen und gerne in die Schule gehen, aber ich denke auch, dass ein klares, ein sichtbares Ziel den SuS Motivation geben kann. Derzeit ist es doch so, dass man eigentlich ohne schreiben zu können und mit ein bisschen BlaBla in der Somi, durchs Abi kommen kann und man sich als SuS irgendwann selber fragt, was man da eigentlich macht?

    • Invictus
      Warum verhilft man den Schülern nicht in den ersten zwei Schuljahren durch direkte Anleitung und Anwendung der Hauptgrapheme und später der Orthographeme , zu korrekten Schreibungen, sowie durch direkte , strukturierte Leselernübungen in Gruppen oder auch einzeln zur eigenständigen , automatisierten Lesefähigkeit.
      Diese bebilderten Anlaut-Tabellen als Lese- und Schreibhilfen sind ohne Gegenkontrolle in unkritischer, eigenständiger Anwendung und ohne Instruktion ein Graus in ihrer Wirkung auf die Rechtschreibkompetenz der Schüler. Es entstehen kryptische Wortruinen ohne einen Bezug zu einem systematischen Verständnis einfachster Rechtschreibstrategien.
      Da heben die Lehrer in den weiterführenden Schulen vielleicht mal etwas zu lachen, im Prinzip werden orthographische Kenntnisse gar nicht oder nur rudimentär vermittelt. Und die Schreiber setzen sich dem Gespött ihrer Mitmenschen aus.Das ganze kann man natürlich auch noch pervertiren, wenn man einfachste Satzkonstruktionen mittels Konjunktionen nicht vermittelt.Dann schreiben die Schüler nur einfachste Sätze.
      Noch eintöniger wird dann die Vermeidung der Vermittlung von Satzanfängen, Wortfeldern oder ganzer Satzgefüge.Sollen die Schüler sich das auch noch alles selbst beibringen.Diese Methoden des eigenständigen Schriftsprach- und Leseerwerbs sind ganz einfach ineffektiv, fehlerträchtig und frustrierend .
      Egal, ich ziehe hier mein Ding durch, und die Kinder sehen ihre Erfolge und sind stolz und selbstsicher,während andere sich noch bis in die neunte Klasse mit ihren Fehlerpotentialen herumschlagen werden und sich wohl selten zu guten Schreibern entwickeln werden.

      • Ich selbst habe nicht anhand dieser Tabellen zu schreiben gelernt – Jahrgang ’83 -, von daher sind da Ihre Erfahrungen deutlich näher an der Praxis als meine. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich ab der zweiten Klasse vier Diktate je Halbjahr geschrieben habe (Klassenarbeiten) und ab der vierten dann drei Diktate und einen Aufsatz und das ist jetzt auch noch nicht soooooo lange her. Schon abgefahren, wie schnell sich das verändert hat.

      • “…während andere sich noch bis in die neunte Klasse mit ihren Fehlerpotentialen herumschlagen werden und sich wohl selten zu guten Schreibern entwickeln.”

        So ist es. “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr” oder nur schwer.

      • @AvL
        Ich lese ja jetzt schon fast jahrelang Ihre immer gleichen Aussagen mit und ich habe daraus einen Eindruck gewonnen, aus dem heraus ich – mich nicht in dem Bundesland auskennend – folgende konkrete Fragen an Sie stelle:

        a) Seit wann arbeitet NRW mit der Methode LdS so wie Sie die Methode schildern?
        b) Gibt es in ganz NRW überwiegend selbstgesteuerten Unterricht, wo sich Schüler etwas selbst beibringen müssen, ohne dass etwas eingeführt wird?
        c) Wie viel Prozent der Grundschulen in NRW verwenden die Methode LdS?
        d) Wie viel Prozent der Grundschulen in NRW machen selbstgesteuerten Unterricht, wo Schüler sich selbst überlassen sind und sie wenig Unterstützung erfahren?
        e) Beziehen sich Ihre Aussagen verstärkt auf die Umgebung von Münster oder auf das gesamte Bundesland?

        • Braucht es eine Beantwortung dieser Fragen, um eine Methode zu verurteilen, bei der die Schüler nach Gehör zu schreiben lernen und damit meist falsch?

          Ist ein Übel akzeptabel, wenn man seine Verbreitung herunterspielt oder darauf verweist, dass es ja oft nicht reinrassig praktiziert werde, sondern nur in verdünnter Form?

          Warum wird diese Methode überhaupt immer wieder in Schutz genommen, obwohl ihre Gefahren bekannt sind und es andere gibt, die nicht unter dem Verdacht nachhaltiger Lese- und Schreibbeeinträchtigung stehen?

          • Sie lesen das durch Ihre Brille. Meine Fragen waren neutral gemeint, weil mich der ungefähre Prozentsatz interessiert.
            So, wie AvL schreibt, könnte der Leser meinen, diese Methode wird in fast jeder Grundschule in NRW und darüber hinaus in der reinen Form praktiziert.
            Über diese Methode zu diskutieren, ist etwas anderes. Aber da wünsche ich mir Mitdiskutanten, die wirklich die Methode so praktizieren, wie AvL beschreibt. Hier hat sich bisher noch keiner als absoluter Verfechter dieser Methode geäußert, sondern nur klare Gegner und welche, die kleine Bereiche in der Methode sehen, die man daraus verwenden kann, z.B. die Anlauttabelle als Ergänzung für die Guten. Aber das ist etwas ganz anderes als wenn man diese Methode in der reinen Form praktiziert.
            Ich selbst kann mir keine Meinung darüber bilden, weil ich diese reine Methode nie praktiziert habe und diese bei uns so oder so nicht praktiziert wird. Es werden auch bei uns Elemente daraus verwendet, aber eben die Anlauttabelle nur für die guten Leser. Das hat niemandem geschadet. In By wird früh auf die Rechtschreibung geachtet. Außerdem arbeiten wir und ich nehme an – andere BL auch – schon ab dem 2. Schuljahr mit einem altersgemäßen Wörterbuch für z.B. selbst geschriebene Texte.

          • Ja, es braucht die Beantwortung dieser Fragen!

            Eine Methode ist nicht per se ungeeignet, es gibt viele Möglichkeiten sie einzusetzen und zum Erfolg oder Misserfolg zu führen. Ebenso kann man auch mit anderen Methoden das Ziel verfehlen. Stimmen von z.B. Schulleiterinnen, die darlegen, dass an den Schulen seit Jahren erfolgreich mit dieser Methode gearbeitet wird und die Leistungen den Anforderungen entsprechen, werden gar nicht gehört, in Abrede gestellt, als voreingenommen oder indoktriniert abgetan.
            Die Einnahme eines Medikamentes kann für viele Menschen bedrohlich sein, für andere aber heilsam. Dennoch käme man nicht generell zu der Aussage, niemand dürfe je das Medikament einsetzen. Und manchmal muss man auch da Nebenwirkungen in Kauf nehmen, bis man etwas Besseres gefunden hat oder eine Besserung eingetreten ist. Als Gegenargument kommt an dieser Stelle der Verweis auf die Studien, aber Methoden der Schule können nicht an Mäusen oder Zellkulturen getestet werden, dennoch sind Innovationen sowohl in der Medizin als auch in der Pädagogik notwendig. Und es sind gerade die engagierten und umsichtigen Lehrkräfte, die sich angesichts der veränderten Schülerschaft immer wieder auf die Suche nach Neuem begeben, selbst Material anpassen oder erstellen und damit Kinder mit in den Blick nehmen, die bisher zu kurz gekommen sind oder scheitern mussten. Mir persönlich sind kaum Lehrkräfte bekannt, die unreflektiert Arbeitshefte abarbeiten lassen und keine, die die Kinder sich selbst überlassen. Selbst wenn Kinder sich allein mit Materialien beschäftigen, schließlich kann eine Lehrkraft nicht unentwegt und gleichzeitig neben jedem Kind sitzen und beim Arbeiten zuschauen – das könnte sie noch nie -, heißt das doch nicht, dass man sich als Lehrkraft keinen Überblick verschaffen würde, die Ergebnisse nicht beachten würde, keine Schlussfolgerungen ziehen würde.
            Im übrigen würde man sich bei Medikamenten oder z.B. Impfstoffen auch nicht allein auf die scheinbare Expertise eines Impfgegners verlassen, sondern immer verschiedene Darstellungen und Studien von Gegnern UND Befürwortern in den Blick nehmen, um am Ende zu einem Urteil kommen, das die meisten als vorläufig und nach bestem Wissen und Gewissen gefällt anerkennen würden.

            Zudem sind die gestellten Fragen gerade die, die nach Einsatz und Verbreitung fragen und damit hinterfragen, ob die allgemein schlechten Ergebnisse dieser Methode angelastet werden können. Stellt sich heraus, dass nur 3% mit dieser Methode arbeiten, bleibt doch die Frage unbeantwortet, warum so viele andere Ergebnisse ebenfalls niederschmetternd sind. Ysnp nutzt die Methode gar nicht, sie muss sie nicht verteidigen. Aber als Lehrkräfte haben wir ein Interesse daran, zu wissen, was wirklich zur Verschlechterung geführt hat oder was eben konkret in anderen Ländern besser oder schlechter läuft. Es ist interessant sich über Ländergrenzen hinaus auszutauschen und von anderen Bedingungen zu erfahren, wobei die Vielfalt in den Blick kommt und das Schulsystem eines anderen Landes nicht allein auf 2-3 allseits bekannte Unterschiede reduziert bleibt.
            Sich einseitig auf eine einzelne Methode einzuschießen, ist einfach und kostengünstig, aber wenig hilfreich. Ich verstehe die Beweggründe von AvL, aber in der allgemeinen Diskussion greift es mir zu kurz, weil es einer schnellen Ausrede und Aktionismus gleichkommt, damit sich niemand ernsthaft mit einem unterfinanzierten und gleichzeitig mit Aufgaben überfrachtetem Schulsystem beschäftigen muss.

          • ysnp
            Beim Verbotsantragsverfahren im Düsseldorfer Landtag, ich meine es war 2013, gegen diese Methode ,wurde diese Methode diese Methode LDS als wichtiges und erhaltenswertes Element der geladenen Gutachter aufgeführt.
            Die Gutachter , waren bis auf Frau Prof. Agi Schründer-Lenzen allesamt Befürworter der Methode, darunter zwei ausgesuchte Lehrerinnen, die ebenso ,wie Herr Prof. Brügelmann, Frau Prof. Brinkmann und der Verbandsvositzende vom Grundschulverband-NRW, allesamt die Bedeutung von LDS unterstrichen und für einen Methodenmix aussprachen.
            Ihre Kollegin aus Niedersachsen versucht hier ständig die Verbreitung der Methode herunterzuspielen, ebenso die fatalen Auswirkungen auf den Schriftsprach- und Leseerwerb.

          • “Ihre Kollegin aus Niedersachsen versucht hier ständig die Verbreitung der Methode herunterzuspielen, ebenso die fatalen Auswirkungen auf den Schriftsprach- und Leseerwerb.”

            Genau darauf zielen ysnps Fragen von oben ab, die Fragen nach der Verbreitung und dem Einsatz der Methode.
            Aus meiner Sicht geht es um eine realistische Einschätzung und weder um ein Herunterspielen, noch um ein Aufbauschen.

          • @Palim
            Wenn die Methode LDS unverzichtbar wäre, um Kindern das Lesen und Schreiben (wenn auch in fragwürdiger Form) beizubringen, könnte ich Ihren Kommentar besser verstehen.

            Genauso könnte ich verstehen, wenn es auf dem Gebiet der Medizin für irgendein Leiden nur ein einziges Medikament gäbe, das trotz erheblicher Nebenwirkungen aber eingesetzt wird und werden muss, weil Verzicht noch schlimmer wäre als Benutzung.

            Diese Not durch ein Fehlen von Alternativmethoden gibt es aber beim Lesen- und Schreibenlernen nicht. Warum also nicht ganz auf diese Methode verzichten? Mir leuchtet ihre Verteidigung einfach nicht ein.

        • Fragen Sie beide doch im NRW-Kultusministerium nach oder stellen Sie sich doch die Gegenfragen, wo diese keine Anwendung finden.
          Ihre Vergleiche mit einer Medizin sind schon abenteuerlich.
          Da werden nämlich vor der Einführung der neuen Medikamente, diese einem sehr teuren und langenwierigen Untersuchungsverfahren unterzogen.
          Das lief bei LDS und anderen Methoden anders. Da wurden der großflächige Einsatz gleich zum Ernstfall. Das wäre in der Medizin undenkbar.

          • Zugegeben, im Bereich der Medizin kennen Sie sich sicherlich besser aus als ich. Ich habe ja auch einen anderen Beruf erlernt.

            Bevor neue Medikamente einer Prüfung unterzogen werden, werden sie entwickelt..
            Bevor neue Methoden veröffentlicht oder irgendwo eingesetzt werden, gibt es Lehrkräfte, die auf diese Ideen kommen und sie einsetzen. Finden sie diese erfolgreich, verfolgen sie den Weg weiter. Das kann man z.B. bei silbengestützen Materialien erkennen, die von mehreren Seiten wiederentdeckt und wieder einbezogen wurden, ohne dass die einzelnen Lehrkräfte voneinander wussten.

            Ich kann keinen großflächigen Einsatz erkennen. Die Gegenfrage, wo diese Methode (LdS) bzw. diese Methoden (für mich sind es verschiedene) keine Anwendung finden, ist schnell beantwortet: nicht bei ysnp – bis auf die von ihr genannten Ausnahmen,
            nicht bei mir in der Umgebung – bis auf die dargelegten Ansätze,
            nicht bei mississippi – das sind 3 unterschiedliche Regionen, weit weg vom Münsterland.
            Darum stellen wir ja die Frage, ob es sein kann, dass LdS oder Sommer-Stumpenhorst in Reinkultur im Münsterland in sämtlichen Grundschulen eingesetzt wird, sodass es zu Ihrem Eindruck kommt.

            Und zur Frage, warum man auf diese Alternativen nicht gänzlich verzichten sollte: Wenn ich einen Nutzen für einzelne sehe, kann ich diesen für ebendiese SuS gewinnbringend einsetzen. Und das tue ich.

          • LDS ist dann aber eher eine Medizin , die Takus entspricht.

          • “Takus hat sich im Bereich der empfohlenen Dosierungen als gut verträglich erwiesen.”
            “Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.”

            “Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.”
            “Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.”
            “Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.”

          • Lesen Sie mal bei den Nebenwirkungen nach.

          • Habe ich.
            Ist es deshalb ausgeschlossen, dass dieses Medikament eingesetzt wird?

            Wie sieht es mit Präparaten mit Methylphenidat aus, deren Einsatz wohl ähnlich umstritten ist wie LdS?

          • Methylphenhydat ist bei bei ADHS/ADS unter laufender ärztlicher Kontrolle geeignet die Aufmerksamkeit zu steigern. Es wirkt aber auch appetithemmend , kann Kopfschmerzen auslösen und den Blutdruck steigern,Schlaflosigkeit bei Überdosierung oder zu später Einnahme bewirken.

          • Ich kann den Beipackzettel lesen und das meiste ist mir ohnehin bekannt, da ich mich damit als Lehrkraft beschäftigen muss.

            Die Verordnung ist dennoch umstritten. Deutlich wird in Leitlinien gesagt, dass die medikamentöse Behandlung allein nicht ausreichend ist, es somit zumindest begleitend Therapien braucht.
            An dieser Stelle, wie generell beim Verordnen von Therapien, wird aber lieber gespart, da dies ja zu Lasten des ärtzl. Budgets geht.

            Ebenso, wie der Einsatz von Medikamenten nicht unumstritten ist und man Vor- und Nachteile abwägen muss, muss man es bei Methoden auch machen.
            Ähnlich, wie Sie einen Groll auf die haben, die LdS unreflektiert einsetzen und scheinbar Kinder allein lassen, habe ich ihn gegen die, die Medikamente einsetzen, ohne andere Ansätze in den Blick genommen zu haben und scheinbar Kinder allein lassen.

            Dennoch muss ich den Einsatz eines Medikamentes oder einer Methode nicht kategorisch ablehnen. Die Welt ist nicht so schwarz-weiß, wie hier gerne dargestellt wird.

          • Ganz ehrlich, das ist doch Quatsch!

            Es mag sein, dass Münster als Unistadt mit vielen Grundschulen auf diesen Zug aufgesprungen ist. Lesen durch Schreiben ist aber schon weit mehr als 30 Jahre alt!

            Ich wohne in NRW und in Reinform haben das allenfalls einzelne Schulen als Methode genutzt. Es ist völlig übertrieben so zu tun, als ob das weit verbreitet 9gewesen wäre!!!

            Der Klassiker in NRW War früher die Umi-Fibel, heute eher Tinte oder ABC der Tiere, dazwischen auch Bausteine. Alle vier Lehrerkollegium sind unendlich weit weg von Brüggelmann und Co.

          • Tinto und Lehrwerke sollte es heißen ….

          • Brauchen Sie tatsächlich Ehrlichkeit, um einem Meinungsgegner vorzuwerfen, er rede Quatsch?
            Ich vermute eher Lust auf Beschimpfen und Rechthaben.

          • Was war noch gleich Ihre inhaltliche Aussage????

  12. ysnp

    Ich bin erst seit Ende 2016 hier im Netz und alles lesenswerte über die Methoden und deren Verbreitung erfahren Sie auf der Ihnen bekannten Seite http://www.grunschulservice. des ehemaligen Lehrers Jansen.
    Da haben Sie dann gleich Informationen vom Fachmann.
    Mir reicht schon hier vor Ort die Methode, dem Heimatort eines Norbert Sommer-Stumpenhorst.
    Und hier ist Feuer unter dem Dach.

  13. Axel von Lintig: “Es fehlt leider im Anfangsunterricht von Persönlichkeiten von ihrem Schlage.”

    Woher wissen Sie das? Hören Sie doch endlich auf mit Ihren pauschalen Beschuldigungen. Wir haben hier alle schon unendlich viel mehr Kindern das Lesen und Schreiben beigebracht als Sie zu Hause am Familientisch. Davon zu sprechen, dass Ihre Kinder einen Migrationshintergrund haben, nur weil Ihre Frau Polin ist, finde ich ….mir fehlen die Worte.

    • Wenn seine Kinder mehrsprachig aufwachsen, finde ich es als Lehrerin eine wichtige Information.
      Ebenso sehe ich es mit Beeinträchtigungen gleich welcher Art. Ich möchte darüber von Eltern informiert werden. Immer wieder halten Eltern solche Informationen lieber zurück, weil sie meinen, die Kinder würden dann von Lehrkräften in eine Ecke gedrängt, ein Vorurteil, das einen vorsichtig werden lässt.
      Falschinformationen (“Mit meinen Kindern spreche ich NUR Deutsch!” “Mein Kind kann kein Französisch.”) beeinträchtigen die Einschätzung der Lehrkraft und verhindern, dass man sich entsprechend kümmert oder mögliche Komplikationen von vorn herein bedenkt.

      Ich kenne Frau Prasuhn nicht, kann ihren Unterricht nicht beurteilen und werte ihre Aussagen als welche, die sie zu ihrem Unterricht vor knapp 20 Jahren erteilt hat. Sehr viele Kolleginnen sagen, dass die Veränderungen ab 2000 begannen, nach und nach mit ständig neuen Aufgaben. Auch ich kann keinen Bruch erkennen, wohl aber eine stetige Veränderung durch Anforderungen seitens der Schülerschaft und Vorgaben seitens der Ministerien, vieles zieht sich, offenbar gesteuert über die KMK, quer durch alle Bundesländer. (LdS gehört für mich nicht dazu.)

      Eltern kommen häufig mit den Vorstellungen von Unterricht in die Schule, die sie selbst erlebt haben, wobei sie den Unterricht in der Grundschule meist gar nicht mehr erinnern – von ein paar Ausflügen oder Aktionen abgesehen.
      Es ist ein bisschen so, als würde man als Erwachsener nach 30 Jahren in ein Landschulheim fahren, in dem man als Viertklässler mit seiner Grundschulklasse war: es gibt dort immer noch Betten und einen Speisesaal, aber etliches wird anders sein als vor 20 oder 30 Jahren. Oder als würde jemand anbieten, einen mit dem Auto nach Hause zu bringen und man soll plötzlich in ein 25-jähriges Auto einsteigen, obwohl man selbst einen Jahreswagen fährt.

      Während wir die Veränderungen von Jahr zu Jahr erleben und uns manchmal fragen, wie es vor 5 oder 10 Jahren oder z.B. vor der Einführung der Inklusion war und vieles bald vergessen, weil der Alltag anderes zeigt und wir täglich reagieren müssen, bleiben die Erinnerungen der Außenstehenden quasi konserviert.

      Natürlich passen dann die geäußerten Vorstellungen von Lehrkräften aus der Zeit viel besser zu den eigenen Vorstellungen, nicht aber zu dem, was wir tagtäglich im Beruf erleben.

      • Mit Verlaub, Palim, wenn Sie mich nicht kennen, sollten Sie von meiner Dienstzeit auch nicht behaupten, sie läge 20 Jahre zurück.
        Abgesehen davon, dass die Jahre noch immer einstellig sind, frage ich mich allmählich, was hinter dem Interesse steckt, meine Meinung durch solche Angaben aufs Altenteil zu schicken und anzudeuten, man rede ja nur Zeugs, das überholt sei und nicht mehr in die heutige Zeit passe.

        Ich denke, dieser Umgang mit vermutlich unerwünschter Meinung ist bequem und nicht ganz fair, obwohl ich Ihnen zustimme, dass sich die Veränderungen an den Schulen überschlagen.

        An diesem Punkt setzt meine Kritik an: Es wird viel zuviel verändert zwecks angeblicher Verbesserung und nicht zu wenig, wie manche hier behaupten. Eine Reform jagt die andere, was nicht nötig wäre, wenn die Maßnahmen hinhauten und mehr von Sachverstand als von Aktionismus getragen würden. Immer wieder muss korrigiert, nachgebessert und sogar gegenreformiert werden.

        Hier vermisse ich eine deutlichere Kritik seitens der Lehrerschaft, die sich und ihre Schüler für meinen Geschmack zu bereitwillig für Duftmarken verheizen lässt, die Parteien, Lobbygruppen oder notorische Weltverbesserer als unabdingbar in die Schulen hineintragen und damit Zeit und Kraft für die Kernaufgaben vergeuden.

        Es wird zwar über Rahmenbedingungen und Begleitumstände geklagt, im Grundsatz aber oft zugestimmt, so als wäre es ein Akt der Unmoral, Neuerungen skeptisch zu betrachten, die laut Aufschrift immer nur Gutes beinhalten und die Lehrer mit einer weiteren ehrenvollen Aufgabe betrauen.

        • “Es wird viel zuviel verändert zwecks angeblicher Verbesserung und nicht zu wenig, wie manche hier behaupten. Eine Reform jagt die andere … Immer wieder muss korrigiert, nachgebessert und sogar gegenreformiert werden.”

          Genau das trifft den Kern der Dinge: Es wird reformiert um des Reformierens willen, und das auch noch im Rhythmus der Landtagswahlen. Irgendwelche “spinnerten” rot-grün-linken Pädagogen denken sich was neues aus, und sofort wird es eifrig in die Tat umgesetzt. Hinterher wird dann zurückgerudert.
          Wie war das doch gleich mit G8 und G9 ?

          • “Wie war das doch gleich mit G8 und G9 ?”

            Sie sollten sich mal ansehen, welche Landesregierung in welchem Land dies oder das umgesetzt hat.
            Jede – egal welches Parteibuch dahinter stand.
            Gleiches gilt für eine Menge anderer Änderungen.

            Es geht gar nicht um die Ausrichtung einer Partei, sondern darum, dass bundesweit die gleichen Änderungen vollzogen werden. Dies betrifft etliche Themenbereiche: Sprachstandserhebung, G8/9, RealschulePlus – oder wie auch immer es heißt, Empfehlungen am Ende der Grundschule – inzwischen werden sie ersetzt durch protokollierte Elterngespräche, Dokumentationen, Konzepte, Kompetenzorientierung, Inklusion, …

          • Die Reformfreudigkeit nahm ihren Anfang in den 70 er Jahren des letzten Jahrhunderts und es wurden, wie Frau Prasuhn es oben schon beschrieben hat ständig etwas an den Strukturen, den Lerninhalten, den Methoden,Prüfungsinhalten , der Lehrmittelfreiheit,den Arbeitszeiten oder den Lerninhalten verändert.Das begann in den Stadtstaaten NRW und Hessen und griff dann sukzessive auf andere Bundesländer über.
            Allerdings wurde die jeweilige Neuerung direkt zum Ernstfall, und die Veränderungen erfolgten ohne eine Testphase mit größeren Vergleichsgruppen und ohne valide wissenschaftliche Begleitung und Rückmeldung durch die betroffenen Lehrern, quasi als Bevormundung durch die Bildungspolitiker.Da traten dann schon einmal Parteifreunde im Parlament auf, um für bestimmte Methoden im Parlament zu werben.
            Ich konnte nie verstehen , wie man ohne den Rat so erfahrener Lehrer derartige Entscheidungen von politischer Seite treffen konnte.
            Man wird gut beraten sein, jetzt keine Schnellschüsse ohne die Beratung mit qualifizierten Fachleuten, der Lehrer,aber auch der Elternvertreter zu treffen.

          • Palim 22.10., 20:03

            Ich hatte nicht behauptet, dass die Parteien selbst die Ideen dazu entwickeln. Sie folgen oft unisono dem Zeitgeist. Aber die Idee zu G8 stammt jedenfalls nicht von konservativen Pädagogen, soweit ich weiß. es waren eher neoliberale Technokraten, die Deutschland an den Rest der Welt angleichen wollten. Gleiches gilt wohl für die Kompetenzorientierung. Reformen im Rhythmus der Landtagswahlen konnten wir zumindest kürzlich in NRW und SH beobachten (zurück zu G9). Auch Bayern ging zu G9 zurück.
            Aber wenn Leute wie Peter Fratton zu offiziellen Beratern der grün-roten Landesregierung in BW avancieren konnten (heute gilt Fratton als Scharlatan), dann stimmt eben etwas nicht, und man kann schon von “Spinnern” sprechen:

            http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gemeinschaftsschule-die-rolle-von-peter-fratton-bei-der-schulreform.515d4d95-8082-4fbf-969f-f6a5a8b7c0a5.html

        • Als Sie schon unterrichtet haben (soweit das aus den Kommentaren zurückzurechnen ist), gab es noch die Mengenlehre und Kinder wurden (live erlebt!) in den Schulen geschlagen.

          Gott sei Dank verändert sich Schule!

          Ich wünsche Ihnen, nun im Pensionsalter neue Inhalte und Hobbys zu entdecken, die Schule können (und sollten) Sie jetzt getrost den aktiven Lehrern überlassen. Und keine Sorge, auch die können denken und entscheiden, wie angemessen unterrichtet wird – heutzutage….

          • Sie stellen hier , ebenso wie andere es schon taten die Schulzeit der mittleren 60 bis 80er Jahre hin als wäre damals das Schlagen von Schülern ein gängiges Mittel gewesen. So war das nicht und durch ständige Wiederholung wird diese Behauptung auch nicht wahr.
            Diese Zeiten haben teilweise unsere Eltern erlebt und einige dieser Reformpädagogen.
            Herr von Hentig wurde von seinem Vater als fünfjähriger vom 5 eterturm gestoßen.Allerdings galt bei jener Generation das Schlagen als gängiges, aber für mich nicht vertretbares Erziehungsmittel.
            Herr Brügelmann hat wahrscheinlich ordentlich etwas einstecken müssen. Daher erklärt sich für mich auch der radikale Umbruch, den diese Herren in der Schulpädagogik gesetzt haben.

          • Ich weiß nicht, was andere hier schon getan haben, ich habe von meinen Erlebnissen i der Schulzeit erzählt. Und ob Sie wollen oder nicht, damals wurde bei uns geschlagen, und zwar regelmäßig.
            Dass Sie versuchen, persönliche Erinnerung als Lüge darzustellen, sagt viel über Sie selbst aus, ändert aber an den Fakten nichts.

            Ich weiß auch nicht, was Sie damit beweisen wollen….

          • Frau Prasuhn wird wie alle damaligen Lehrer geradezu von der Mengenlehre “begeistert” gewesen sein.Die wurde auch gegen Widerstände durchgesetzt.
            Und Lehrer wie Frau Prasuhn, Milch der frommen Denkungsart und andere wären nicht auf die Idee gekommen ihre Schüler zu schlagen. Das waren Respektspersonen, die auch uns respektierten.
            Es gab bei Fehlverhalten ein Gespräch mit dem Schüler, teilweise unter Einbeziehung eines Vertrauenslehrers oder auch des Rektors. Und es gab Benachrichtigungen an die Eltern,und davor hatte man Angst.
            Wir hatten Lehrer, von denen wir motiviert wurden.
            Denn damals wusste man schon, dass Lernen nur mit einem persönlichen Erfolg erst Spaß bringt.Ich wurde nach einer bestandenen Nachprüfung in Deutsch vom Deutschlehrer motiviert in den Literaturkurs zu gehen,und Verbesserungen im Schreibstil wurden bewusst hervorgehoben und man erhielt Tipps und Unterstützung in menschlicher und schulischer Weise.

          • Milch der frommen Denkungsart

            @Emil:

            Nun, gottgegeben oder eines Dankes wert waren und sind jene nimmer enden wollenden Baustellen wohl kaum, die eifernde Bil-derstürmer in ihrer Reformbesoffenheit in jüngerer Vergangenheit
            in den Schulen aufgerissen hatten; zu schlechter Letzt gerieren sich deren Anhänger wie Sie als bockige Pubertierende, die einen offen-kundigen Fehltritt selbst im Angesicht augenfälligen Scheiterns einzu-räumen sich weigern.
            Daher sollte auch ein solch dynamisch-juveniler Aktivposten, der Sie ja sind, sich Herbert Bonewitzens Appell zu eigen machen:
            “Ehret die Alten, eh’ sie erkalten !”

          • Emil
            Wo habe ich den geschrieben, dass Sie lügen. Ich habe lediglich eigene Erfahrungen beschrieben. Ich wuchs in protestantischen Gegenden auf und vielleicht hatten wir Glück. Unsere Eltern wären den Lehrer aber angegangen.

          • Manchen ist nicht wichtig, was Sie geschrieben haben, sondern was unterstellt werden kann, dass Sie es geschrieben hätten.
            Sich dagegen zu wehren lohnt nicht.
            Außerdem fällt diese dummdreiste Masche den Lesern auf und wird in der Regel zum Eigentor.

          • ZITAT: “Ehret die Alten, eh‘ sie erkalten !”

            Klingt aber ein bisschen makaber, nicht wahr?!

            🙂 🙂 🙂

          • @ g.h.,

            oder wie man sagt: Jeder stellt sich dar, so gut er kann.

          • “Ehre die Alten, eh sie erkakten” ist gut, zeigt es doch auf, dass alles endlich ist!
            @Lintig, Kommentar von 20.31 und 21.41 Uhr:
            ” Behauptungen, die nicht wahr sind” , sind Lügen!
            Und jemand, der von Behauptungen spricht, redet auch nicht von seinen eigenen Erfahrungen. …

          • @Lintig 21.22 Uhr
            Es ist schon interessant, wie Sie über andere berichten. Waren Sie dabei? Oder behaupten Sie das einfach mal? Oder – in Anlehnung an Milch – unterstellen Sie, wie andere früher gewesen sind?
            Da gehe ich mit g.h.: Anderen fällt das auf und das wird zum Eigentor . …

          • Emil

            Eine erlernte,automatisierte Lesefähigkeit ermöglicht es einem danach mit dem Arbeitsspeicher Sinn entnehmend Texte zu verstehen, auch größere Texteinheiten.Jeder bildet oder programmiert sich selbst, Methoden ,welche darauf hinzielen fördern den Prozess der Verschaltungen zwischen der Sehrinde, der Hörbahn und der für Koordination( Schreibeschrift) im Raum.Schüler,welche sich den Weg selbst suchen müssen haben es schwerer,lernen langsamer und ohne Anleitung fehlerbehaftet( z.B.Betonung deutscher Endsilben).
            Besser geeignet sind direkte Hilfen und standartisierte Übungen .
            Diese werden von Brügelmann und Co abgelehnt(siehe dessen “Gutachten” über das Intra-Akt-Plus-Konzept), weil diese Methoden nicht in sein ideologisches Konzept passen.
            Irgend wann fällt alles ,was man anderen antat auf einen selbst zurück.

          • Emil
            Sie verhalten sich wie ein erblindeter Boxer, der sich in einem Ringkampf wähnt,nicht ahnend die Situation zu verkennen und blindwütig auf all seine vermeintlichen Gegner einschlagend, plötzlich feststellen muss, das er ein Einrichtungshaus zerlegt hat.

          • Beantworten Sie doch einfach die Frage, anstatt ständig von irgendwas anderem zu reden. Machen unsere Politiker such, deshalb hört denen auch keiner mehr zu….

          • “Schüler, welche sich den Weg selbst suchen”, haben es nicht nur schwerer, Herr v. Lintig, sondern können auf ihren selbstentdeckten Abwegen stehen- und stecken bleiben. Ihnen sind dann Lese- und Schreibtätigkeiten dermaßen erschwert, dass sie ihnen ausweichen. Diese Vermeidungshaltung hat hohen Einfluss auf ihr Leben, nicht nur das Berufsleben.

          • Emil
            Dann lesen Sie noch einmal den kurzen Kommentar von g.h.

            Reni

            Stimmt,selbstentdeckendes Lernen endet zu oft in einer Sackgasse.
            Ohne Führung durch den gut geschulten Lehrer sowie gezielte Förderung durch diesen geht es eben nicht.Am Anfang viel und dann sukzessive weniger Hilfen.

          • Immer noch keine Antwort…

            Es ist hier ein probates und häufig angewandtes Mittel der selbsternannten Experten, auf Fragen, die sie nicht beantworten wollen mit Geschwafel abzulenken.
            Wie sagte noch g.h.: “Diese dummdreiste Masche fällt auf und wird in der Regel zum Eigentor”.
            Tja, wo er recht hat, hat er recht….

          • g.h
            Sie haben mit ihrer Einschätzung recht. Es ist eben nicht jedem es gegeben, gelesenes zu verstehen.

          • Jetzt sprechen Sie zumindest mal von sich selbst!
            Zur Erinnerung, die Frage lautet, ob Sie dabei waren, als Frau Prasuhn gegen die Mengenlehre War, ob Sie dabei waren als Milch in den 70ern unterrichtete, ….Oder ob Sie diesen unterstellen, wie sie gewesen sein könnten ( keiner der beiden hat sich selbst geäußert).
            Woher nehmen Sie Ihre Informationen über die Anderen hier.

            Ist doch eigentlich nicht so schwer zu beantworten, oder (Lesefähigkeit vorausgesetzt)?

          • @Emil
            Fragen Sie auch mal, ob Ihnen noch jemand zuhört?
            Überlassen Sie es doch den Diskussionsteilnehmern, was sie sagen wollen und welcher Meinung sie sind. Verhörmethoden und biestige Reaktionen sind nur weniger Leute Geschmack.

            Berichten Sie lieber (natürlich nur, wenn Sie möchten!) von Ihren einstmals nur vage angedeuteten Anstrengungen und Erfolgen im Unterricht von Flüchtlingskindern. Das stieße in einem Lehrerforum sicher auf Interesse. Sie könnten Erfahrungen und Tipps weitergeben und auf Fragen praxisnah antworten.

            Mich persönlich würde vor allem Genaueres zum Erlernen des mündlichen und schriftlichen Gebrauchs der deutschen Sprache interessieren. Wie fangen Sie an und wie gehen Sie weiter vor?

          • Ausgesprochen gerne! Allerdings wüsste ich nicht, wo das hier hinpasst. Ist anscheinend nicht wirklich gefragt. Haben Sie eine Idee, wo das thematisch passt?

            Was Ihre anderen Äußerungen betrifft, widerspreche ich. Hier wird derart oft willkürlich unterstellt und aufs Geratewohl behauptet, dass ich es tatsächlich wichtig finde darauf hinzuweisen. Muss ja sonst keiner lesen.

          • Das mit dem bösen Unterstellen und willkürlich Behaupten sieht bekanntlich jeder gern nur beim anderen, aber nicht bei sich selbst. Sind Sie sicher, dass Sie da frei sind von allen Sünden und nicht auch eigene Fehler auf Meinungsgegner projizieren?

            Aber zu Ihrer Frage: Wenn Sie googeln, finden Sie bei n4t einige Artikel, in denen Flüchtlingskinder eine Rolle spielen.
            Z.B. : http://www.news4teachers.de/2017/07/mit-66-jahren-ploetzlich-deutschlehrer-pensionaer-kehrt-ins-klassenzimmer-zurueck-und-unterrichtet-fluechtlingskinder/

          • Sehr geehrter Emil,

            News4teachers bringt immer wieder Erfahrungsberichte von Lehrern aus ihrer praktischen Arbeit – etwa diesen hier: http://www.news4teachers.de/2017/01/fluechtlingskinder-sofort-in-regelklassen-aufnehmen-erfahrungsbericht-eines-grundschullehrers-es-geht/

            Wenn Sie selbst einen Beitrag mit Ihren Erfahrungen verfassen möchten, können Sie sich gerne mit der Redaktion in Verbindung setzen: redaktion@news4teachers.de

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Super, danke!
            Ich habe den Artikel gerade überflogen, vieles kommt mir bekannt vor. Ich lese nochmal in Ruhe und schaue dann, ob ich noch sinnvolles und/oder andere Aspekte beitragen kann!

          • Das können Sie bestimmt! Der Artikel eines anderen deckt nie die eigenen persönlichen Erlebnisse, Aspekte und Erfahrungen ab.
            Mich würde freuen, wenn Sie noch möglichst viel hinzufügen würden. Bei Ihnen könnte bei Bedarf auch nachgefragt werden, was sonst nicht so ohne Weiteres geht.

          • Danke für’s Mut machen, ich habe nämlich gerade mächtig Respekt davor. Ich schlafe mal ne Nacht drüber.

          • Ehret die Lebenden bevor sie sterben.

        • Gut, gehen wir davon aus, sie liegt “einstellig” zurück, also etwa 2008.
          Die Bildungsstandards für Ma und D wurden 2006 herausgegeben.
          G8 wurde eingeführt und Inhalte aus Klasse 5+6 in die Grundschulen verschoben.
          Neue kompetenzorientierte Curricula erschienen nach 2006 und mussten in allen Fächern umgesetzt werden, was die nachfolgende Inspektion in meinem Bundesland überprüfte, gleiches gilt für unzählige Konzepte.

          Die Inklusion wurde danach in den Schulen verpflichtend umgesetzt – je nach Bundesland etwas früher oder später. Damit einhergehend unterrichten Lehrkräfte der Grundschule Kinder mit unterschiedlichsten Förderbedarfen und schreiben die Gutachten zu einem Großteil, sowie laufende Dokumentationen und Förderpläne, sie sind für unterrichtsimmanente Förderung zuständig und erhalten so gut wie keine Unterstützung dabei.

          Natürlich kann ich mich über diese Mehrarbeit beklagen. Und sicherlich kann ich Neuerungen skeptisch betrachten, ich komme aber nicht umhin, diese Aufgaben zu erledigen, da ich mich der Kinder nicht entledigen kann und alles weitere vorlegen muss.
          Im übrigen: Nicht jede Lehrkraft, die Elemente von LdS oder anderen Methoden in den Unterricht integriert, arbeitet unkritisch und unreflektiert.

          Ob sich mein Anfangsunterricht seit 2006 verändert hat? Ja und nein.
          Vieles habe ich beibehalten, zu einer radikalen Änderung oder gar einem Schnitt oder dem Verwerfen von grundlegenden Konzepten kam es nicht. Aber ich muss Kinder mit noch mehr unterschiedlichen Beeinträchtigungen berücksichtigen, habe daraufhin z.B. Lautgebärden einbezogen habe, noch mehr Visualisierungen eingesetzt etc. Differenziert war der Unterricht vor 2006 schon und die Anforderungen in den Curricula waren in dieser Hinsicht eher eine Bestätigung dessen, was im Unterricht längst Einzug gehalten hatte. Eben eine stetige Veränderung entsprechend der veränderten Schülerschaft.
          Wie ich bereits sagte: Während man im System steckt, bemerkt oder erinnert man die weitgreifenden Änderungen nur noch zum Teil, weil man sich in einer ständigen Entwicklung und Anpassung befindet.

          • @ AvL: Was wollen Sie eigentlich mit Ihrem überheblichen Verhalten erreichen?

          • @ missis.,

            mir ist Axel bis jetzt nicht als überheblich, sondern als ausgesprochen sachlich aufgefallen und als jemand, der sehr engagiert gegen die Anlauttabelle bzw. falsche Rechtschreiberlernmethoden wettert.

            Nun ja, haben wir eben alle so unser “Steckenpferd”. 🙂

          • @ Axel (ZITAT): “Sie stellen hier , ebenso wie andere es schon taten die Schulzeit der mittleren 60 bis 80er Jahre hin als wäre damals das Schlagen von Schülern ein gängiges Mittel gewesen. So war das nicht und durch ständige Wiederholung wird diese Behauptung auch nicht wahr.”

            Das ist unbestreitbar richtig !!! (was Axel sagt)

          • @sofawolf
            mir ist Herr von Lintig ebenfalls in der von Ihnen beschriebenen positiven Weise aufgefallen.
            Was er sagt, empfinde ich überhaupt nicht als überheblich oder unhöflich. “Engagiert” ist der treffende Ausdruck, aber seit wann ist das negativ? Gerade uns Lehrern ist es doch wichtig, als engagiert zu gelten.

          • @ mississippi

            Man kann zwar darüber streiten, ob die Ausrichtung von Herrn AvL auf den Kampf gegen Schreiben durch Gehör nach Lesen bei so gut wie jedem Artikel nicht doch etwas einseitig ist. Aber wie Sabine es schrieb, ist er sehr engagiert. Außerdem sorgt er sich um die Zukunft seiner Kinder / Verwandten / Klienten / Patienten. Sicherlich war früher nicht alles besser, aber die Schüler waren pflegeleichter und erzogener, der Lehrplan hatte den Namen noch verdient, wobei Mengenlehre in der Grundschule doch etwas sehr weit geht. Keine verpflichtende Division im allgemeinen Fall (der “Rattenschwanz”) in der Grundschule und zweisprachige Wörterbücher in der Abiturprüfung gehen im Gegensatz dazu aber _viel_ zu weit.

          • Sofawolf,Sabine,Knut
            Danke.
            Mir gefallen besonders gut die sehr pointierten Kommentare von Milch der frommen Denkungsart ,denn das ist echte Kunst im Umgang mit der Deutschen Sprache auf höchstem Niveau und einen derartig gelungenen Umgang mit unserer Sprache trifft man selten.
            Es gelingt M. ohne Herabsetzung anderer eigentlich das wichtigste zwischen den Zeilen zu verstecken.

    • Mir nicht.Es gibt diese nämlich noch, nur sind diese sehr verunsichert.

      • @ AvL: Sind Sie eigentlich schon in Rente? Meine Schwester ist auch Ärztin, aber sie hätte nie so viel Zeit, sich auf Lehrerseiten herumzutreiben und allen zu sagen, wie es geht.

        • mississippi
          Was ich mache ist meine Sache. Ihre Schwester steht wahrscheinlich auch nicht in der Situation vier Kinder durch ein durch permanente Reformen abgewirtschaftetes Schulwesen steuern zu müssen, in dem selbst altgediente Lehrer so langsam an ihre Grenzen geraten.

          zu Emil : Ich habe oben auch eigene Erfahrungen beschrieben und wollte bezüglich Frau Prasuhn und Milch der frommen Denkungsart nur meinen Eindruck vermitteln,dass diese auf Grund ihrer hier vermittelten sprachlichen Reife ,nicht dem Typ Lehrer entsprechen, welcher Kinder schlägt.

          • Warum nicht gleich so? Da hätten Sie sich Ihre umfangreichen Diskreditierungen sparen können. Um es mit Ihren Worten zu safgen: ja, ja, das mit dem sinnentnehmenden Lesen von Fragen ist nicht ganz einfach, gelle??.
            (Sorry, aber das konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen).

          • Ich hätte auf g.h. hören sollen.

    • mississippi

      In NRW wird allen Kindern, die Eltern mit einem Migrationshintergrund haben selbstverständlich die Sprache dieses Elternteils als Sprachkurs über 2 Stunden/Woche angeboten. Und unsere Kinder gelten als Kinder mit Migrationshintergrund, genauso wie Russlanddeutsche, Rumänen,Araber, Türken etc-
      Das Sie das nicht wissen macht mich sprachlos, oder Sie leben in einem Ort ohne Menschen mit einem Migrationshintergrund.

      • Auch hier ist die Einteilung von Bundesland zu Bundesland verschieden, die Wahrnehmung übrigens auch und die Vorgaben ändern sich laufend.
        Nicht jedes Kind, das Eltern anderer Herkunftssprachen hat, darf in jedem Land als “Kind mit Migrationshintergrund” gelten oder gar Ansprüche geltend machen.
        Herkunftssprachlichen Unterricht gibt es bei weitem nicht überall.
        Die Förderung in Deutsch wird gerne auf die ersten 1-2 Jahre in Deutschland beschränkt.
        Ändert man die Zählung und erhöht man die Hürden (Konzepte, Anträge, Nachweise), verändert sich auch sofort der Anspruch auf Unterricht und damit die Unterrichtsversorgung.

  14. Dann besteht mehr als die Hälfte meiner Freunde aus Migranten.

  15. D.H. die Kinder sprechen zu Hause deutsch, sonst müssten sie die Sprache des Elternteils ja nicht in einem Sprachkurs lernen. War früher auch besser. Meine Freunde haben noch die Muttersprache dieses Elternteils zu Hause gelernt. Früher waren eben auch andere Eltern 🙂

  16. Lieber Herr von Lintig,
    freuen Sie sich mit mir. Die FDP in Hamburg fordert ein endgültiges Verbot von „Lesen durch Schreiben“.
    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article169917073/FDP-fordert-Verbot-von-Lesen-durch-Schreiben.html

    Ihnen möchte ich ausdrücklich dafür danken, dass Sie hier trotz einiger Anfeindungen immer wieder mutig, klar und fundiert auf die Gefahren dieser Methode hinweisen. Ich will auch nicht verhehlen, dass mich der Ärger auf Sie von Grundschullehrerseite nicht verwundert.
    Einer meiner beiden Söhne leidet bis heute, obwohl seine ersten Schuljahre längst vorüber ist, an den Nachwirkungen dieser Methode. Vor Jahr und Tag habe ich darüber schon mal bei n4t geschrieben.

    Wir haben versucht, ihm zu helfen und auch damals der Lehrerin unsere Sorgen über seine groben Fehler und schwer lesbaren Sätze mitgeteilt. Sie beruhigte uns jedoch und meinte nachsichtig lächelnd, wir sollten uns besser nicht einmischen. Das gehöre zur modernen Methode und richtige Rechtschreibung käme noch. Die Methoden änderten sich eben und wir dürften sie nicht mit unserer eigenen Schulzeit vergleichen.

    Unser Sohn wird voraussichtlich seinen Weg machen, doch wir hadern noch immer damit, dass er sich mit allem Schriftlichen schwer tut und wir das hätten verhindern können, wenn wir uns nicht von „modern“ hätten blenden lassen.

    • … und die FDP-Schulministerin Gebauer, die ein Verbot früher immer wieder gefordert hatte, will die Methode nun nur noch “begrenzen” (was immer das heißen mag).

      So ist das, wenn man sich – in die Verantwortung gekommen – sachlich mit den Dingen beschäftigt; dann ist die Welt eben plötzlich nicht mehr nur Schwarz und Weiß.

      • PS. Glauben Sie ernsthaft, Mutter, dass Ihr Sohn sich nur deshalb mit allem Schriftlichen schwertut, weil eine diabolische Lehrerin ihn zum Versuchskaninchen für “moderne Methoden” auserkoren hat und ihn nicht hundert Mal dieselben Wörter von der Tafel hat abschreiben lassen?

        Wie sieht’s denn mit den schriftlichen Leistungen der anderen Kinder in der Klasse aus? Können die alle nicht schreiben?

        • Nein, die Lehrerin war nicht diabolisch, sondern ansonsten sehr gut und im Lesen- und Schreibenlernen auch nur Verführte, wie ich mir nachträglich klargemacht habe. Ansonsten wären wir mehr auf der Hut gewesen.
          Mit dem Lesen und den eigenschriftlichen Leistungen der anderen Kinder in der Grundschulklasse sah es nicht viel besser aus. Dennoch bekamen mein Sohn und die anderen Kinder befriedigende bis sehr gute Beurteilungen.
          Lesen war nicht sinnerfassendes Lesen, sondern nur die Fähigkeit, Wörter nach Anlauttabelle zu entziffern und Wörter nach der Gehörtabelle zu schreiben. Über der Entzifferung einzelner Wörter verloren die Kinder die Aussage ganzer Sätze, vor allem, wenn sie länger waren.
          Aber ich denke, Ihnen ist an der Wahrheit nicht gelegen. Ihr Kommentar legt mir die Vermutung nahe.

          Heute ist mein Sohn in einer Klasse, in der die schriftlichen Leistungen der anderen Kinder deutlich besser sind als seine. Durch ansonsten gute Leistungen droht ihm rein schulisch momentan jedoch keine Gefahr.
          Eine Gefahr sehe ich mehr durch die Nachteile in seinem weiteren Leben.

          • Ich vergaß, Sie zur Sicherheit darauf hinzuweisen, dass mein Sohn heute längst in einer weiterführenden Schule mit anderen Klassenkameraden ist, die zum Großteil nicht “Lesen durch Schreben” gelernt haben. Sie sind ihm, was Schriftliches anbelangt überlegen, komischerweise aber nicht im Fremdsprachenbereich.
            In den naturwissenschaftlichen Fächern, vor allem in Mathe und Physik, wirkt sich seine Schwäche glücklicherweise kaum nachteilig aus.

          • Mutter
            Damit Ihr Sohn Sinn erfassend Lesen lernt ist es sinnvoll, dass er sich die Buchstaben bzw Silben-Lautbeziehung sukzessive mit ihrer begleitenden Hilfe beibringt.
            Man erlernt sukzessive automatisiertes Lesen durch Abspeicherung der Silben in der Sehrinde im Hinterkopf in Verbindung mit einer synaptischen Verbindung zur akustischen Hörrinde im Langzeitgedächtnis.
            Das gelingt zum Beispiel mit Silbentabellen nach dem Kieler Leseaufbau. Ich würde das jeweils über maximal 5 Minuten täglich praktizieren, dass er Silben laut auf einem Silbenteppich liest , auf den Sie ein Blatt mit einem ausgeschnittenen Sichtfenster legen,sodass immer nur eine Silbe gesehen wird . Er prägt sich die Silbe in der Sehrinde ein und spricht dazu die Silbe sich laut vor.Dabei sollten Sie dann zuerst mit den Silben der Stufe 1 beginnen, d.h.offene Silben mit den dehnbaren Konsonanten.Dabei ist es aber sinnvoll nicht in der selben Reihe zu bleiben, da er sonst ohne visuell zu lesen aus dem Gedächtnis auf die nächste Silbe schließen kann.
            Abwechselnd werden dann Wörterlisten des Kieler Leseaufbaus gelesen, welche silbiert gegliedert sind und keine visuellen Hilfen bieten.Insgesamt sind das 15 Stufen. Die Lesegeschwindigkeit wird schneller und flüssiger, da die Silben im Langzeitgedächtnis wiedererkannt werden . Mit dem nun freigewordenen Arbeitsspeicher kann sich der Leser auf den Inhalt des Textes konzentrieren.
            Meiner ältesten Tochter habe ich durch das so erfolgte automatisierte Lesen mit dem Kieler Leseaufbau das Sprechen beigebracht.
            Als Material habe ich dazu den Kieler Leseaufbau bei meinen Kindern verwandt.Wenn Sie wünschen ziehe ich Kopien ab und übersende Ihnen diese.
            Es geht auch mit dem Intra_Akt-Plus-Konzept von Jansen,Streit,Fuchs.
            Damit habe ich allerdings noch nicht gearbeitet.Wir schaffen das jetzt aber für den Vorschulbereich an.

        • Anna
          Sorgen Sie bitte dafür das eine strukturierte Vermittlung der korrekten Haupt- und Orthographeme gelingt und vermitteln Sie bitte die korrekte Phonem-Graphem-Beziehung.
          Nicht jedem ist die didaktische Fähigkeit der Vermittlung von Wissen gegeben, und Kindern die Verantwortung für eigenständiges Lernen schon in den frühesten Schuljahren zu übertragen, bedeutet für viele eine kognitive Überforderung.
          Versuchen Sie sich einmal selbstständig Russisch mit einer Anlaut-Tabelle beizubringen.

          • Gutes Beispiel. Chinesisch finde ich noch viel besser, weil es keine Buchstabensprache ist und die Zeichen ohne viel wiederholende Übung wie in früheren Zeiten mit der Fibel kaum zu lernen sind.

          • Hatte ich zuerst auch im Sinn. Das lernt man aber eh nur richtig , wenn man zwischen dem 14 und 16 .Lebensmonat diese chinesischen Laute gehört hat.

          • Unterrichten Sie auch Chinesisch – neben Ihrem umfangreichen Engagement für die deutsche Sprache?

        • Wahrscheinlich genauso bescheiden, so war das nämlich fast überall. Treffen untaugliche Methoden auf schlecht geschulte Lehrer, so entwickelt sich das ganze zum schriftsprachlichen Supergau.

      • Mutter

        Als gewählter SchulministerMmnister kann man nicht einseitig seinen Vorstellungen nachgehen, sondern versuchen aufklärerisch auf Veränderungen hin zu wirken, ohne große Widerstände aller Beteiligten auszulösen.
        Man trifft nämlich schon bei Ankündigungen von geplanten Veränderungen auf erhebliche Widerstände von missmutigen Anhängern dieser verkorksten Pädagogik gegen das Kind,die sich gegen alle Widerstände und aufgeklärte Vernunft in ihrem sektiererischen Gebaren ,sich unbeirrbar an ihren Methoden klammern, gewiss der Tatsache, dass sie diese geschädigten Kinder später nicht mehr wieder sehen werden, und die Verantwortung für die Vermittlung der deutschen Sprache in Wort und Schrift , auf nachfolgende Lehrer,eines der vielen Nachhilfeinstitute und oder deren Eltern übertragen können.Da wird dann sich selbst eingeredet und den betroffenen Eltern und den politischen Verantwortungsträgern erklärt, dass dieser “natürliche” Prozess des Schriftspracherwerbs bis zum Ende der neunten Klasse anhält, worüber die erstaunten Eltern sich verwundert die Augen reiben, und aus ihrem gutgläubigen Tiefschlaf jäh herausgerissen werden, ob dieser kryptischen Schreibkünste ihrer Kinder, welche nichts an geistiger, sprachlicher oder unterhaltsamer Spirualität vermitteln.
        Man stellt die eigene Lehrmittelfreiheit über das Wohl der Kinder,und derartiges ohne eine Einbeziehung der Eltern ,wäre in der Medizin undenkbar, eine ineffektive Behandlung, welche einer homöopathischen Therapie gleichkäme, Arnika bei schweren Stürzen.Das wäre es noch.
        Sie können bei dieser Gattung Mensch nicht auf aufgeklärte Vernunft hoffen, nein Sie stecken mitten in einem mittelalterlichen Disput von fanatischen Anhängern neuen Schulpädagogik.

        • Zeile 1 Schulminister
          Zeile 22 einer

        • … besonders, weil die Bäume dieser neuen Schulpädagogik keine Früchte tragen oder zumindest nicht in der Quantität und Qualität, wie die verheißungsvolle Verpackung versprach, und die Verfechter dieser neuen Pädagogik gerade die Geldtöpfe davon schwimmen sieht oder fürchtet. Mit mehr als Verpackung können sie ja nicht aufwarten, wissenschaftlich legitimiert sind die Werbeaufdrucke nicht. Einen signifikanter Mehrwert im Verhältnis zum zweifellos vorhandenen Mehraufwand im Vergleich zu althergebrachten Schulpädagogik gibt es auch nicht.

          • Didaktische Lehrstühle haben aber kaum Möglichkeiten Drittmittel einzusammeln. Bleibt also nur der Umweg über Studien oder Unterrichtskonzepte und Methoden. Verdient wird dann an den Materialien …

            Der Blödsinn, der gemacht wird, ist doch, dass von obersten und oberen Schulbehörden mittels der Kernlehrpläne Methoden vorgegeben werden. Sinnvoller ist es zu definieren, welche Ziele in welchen Jahrgängen auf welchem Level erreicht werden sollen. Alles Andere ist dan Sache des lehrenden Personals, das sich in Fachkonferenzen schulbezogen abstimmen kann und muss. Allein lehrerzentrierte Methoden sind genauso wenig zielführend wie ein Übermaß an Freiarbeit, welches ja nur die fehlenden personellen Ressourcen in der Lehrerversorgung für allzu große und deshalb äußerst heterogene Klassen kaschieren soll.

            Ich brauche keine Doppelsteckung, ich will Klassen- und Kursfrequenzen von höchstens 16 SuS, dann klappt nämlich auch die Binnendifferenzierung.

          • dickebank: “Didaktische Lehrstühle haben aber kaum Möglichkeiten Drittmittel einzusammeln.”

            Das stimmt nicht, siehe hier (die finanzierenden Institutionen stehen dabei):

            https://www.ph-freiburg.de/mathe/forschung0/forschung-kernprojekte.html

            xxx: “… besonders, weil die Bäume dieser neuen Schulpädagogik keine Früchte tragen oder zumindest nicht in der Quantität und Qualität, wie die verheißungsvolle Verpackung versprach,…”

            Meine volle Zustimmung. Aber in der Bibel heißt es doch: “An den Früchten sollt ihr sie erkennen”.

          • Na, dann vergleichen Sie das doch einmal mit Lehrstühlen im Bereich Maschinen-, Anlagenbau oder Elektrotechnik …

          • dickebank: “Na, dann vergleichen Sie das doch einmal mit Lehrstühlen im Bereich Maschinen-, Anlagenbau oder Elektrotechnik …”

            Das können Sie so nicht vergleichen. Die Ingenieure brauchen teure Geräte, Computer, Maschinen, Versuchsanlagen, ganze Hallen davon etc., nicht nur Doktorandenstellen. Auch die Medizin braucht und bekommt viele Drittmittel.

            Sie können das nur mit den (übrigen) Geisteswissenschaften vergleichen in den entsprechenden Fakultäten. An etlichen Orten haben die Didaktiker heute relativ hohe Drittmittel, vielfach vom BMBF, vielfach für empirische Untersuchungen. Und sie sind Mitglieder in staatlichen Kommissionen usw. Das macht sie ja so einflussreich …

          • Doch, ich kann.

            Ingenieurwissenschaften finden am besten auf einem Blatt Papier statt. Dazu ‘nen Bleistift und einen Rechenschieber – meinetwegen auch einen TR.

        • Fragt sich sehr, wer hier fanatisch ist – und komplexe Phänomene monokausal zu erklären versucht. Eine Lehrerin, die eigentlich “sehr gut” ist (worin denn eigentlich?) – bei der die ganze Klasse nicht Lesen und Schreiben lernt, was aber niemandem in der gesamten Grundschulzeit auffallen soll. Dann ergänzen Sie noch, dass solche Lehreropfer bis zum Ende der neunten Klasse nicht nur schlecht in Rechtschreibung sind – sondern dass es ihnen auch an “geistiger, sprachlicher oder unterhaltsamer Spirualität” mangelt (was immer das sein soll).

          Und alles wegen “Schreiben wie Hören”? Diese Geschichte soll ich glauben? Dazu würde ich gerne mal die Version der betroffenen Lehrerin hören.

          Die Hattie-Studie heißt “Visible Learning” – warum wohl? Weil es Hattie darum geht, deutlich zu machen, worauf es im Unterricht ankommt – nämlich darum, dass die Lehrerin/der Lehrer Lernprozesse aufmerksam beobachtet und das Unterrichtsgeschehen sinnvoll entsprechend steuert. Es gibt wohl auch schlechte Lehrerinnen und Lehrer, wie es in jedem Beruf schlechte Vertreter, auch schlechte Ärztinnen und Ärzte, gibt. Es kann durchaus sein, dass sich eine einzelne Lehrerin in eine Methode verbeißt – ohne auf den Effekt bei ihren Schülerinnen und Schülern zu achten. Das gilt aber für jede Methode. Und schlechte Lehrer werden Sie nicht verbieten können, ebenso wenig wie schlechte Ärzte.

          Einmal mehr wird bei Ihnen deutlich, Herr von Lintig, für wie bescheuert Sie die meisten Lehrerinnen und Lehrer halten (“Sie können bei dieser Gattung Mensch nicht auf aufgeklärte Vernunft hoffen”) – ungeachtet der Tatsache, dass Sie in diesem Forum von vielen Grundschullehrerinnen anschaulich und mit viel Geduld geschildert bekommen haben, dass die Unterrichtswirklichkeit ganz anders aussieht als wie Sie sie sich vorstellen. Fragt sich wirklich, wer hier fanatisch ist.

          • Anna

            Sie versuchen mich wieder durch ihre verletzenden Äußerungen über Lehrer ihrerseits zu diskreditieren.Unterstellen Sie mir nicht derartiges gesagt zu haben.

          • Sie haben es geschrieben – in Ihrem Post von 10.38 Uhr (falls Sie sich nciht erinnern).

          • Hattie,der bietet einen sehr guter Ansatz ,um die Unwirksamkeit offener Unterrichtsmethoden aufzuzeigen.

          • Auch hier gilt: So schlicht ist die Welt nicht.

            “Der “Offene Unterricht” landet bei Hattie auf Platz 133 von 138 und scheint vor dem Hintergrund der umfangreichen Reformbemühungen seit mehr als 40 Jahren den Aufwand nicht Wert. Grundlage für das Ergebnis bei Hattie sind allerdings vier schon lange bekannte angloamerikanische Metaanalysen, die sich auf Untersuchungen frühestens aus den siebziger Jahren beziehen. Die Datenbasis ist also schon weit über 40 Jahre alt und bekannt – und bezieht die ganzen Reformbemühungen und Konzeptentwicklungen mit ihrem Paradigmenwechsel6 von der Unterrichtsmethode hin zur neuen Rollenverteilung seitdem nicht ein (Peschel 2002; 2003; Bohl/Kucharz 2010).”

            Dazu kommt das Problem, dass die Frage, was überhaupt “offene” Lernformen sind, nicht so einfach zu beantworten ist. Auch Hattie selbst relativiert seine Ergebnisse entsprechend: “In vielen Studien wird festgestellt, dass zwar häufig die Architektur des Klassenzimmers offen ist, aber dies noch lange keine Garantie dafür ist, dass in diesem Klassenzimmer auch die Prinzipien offener Formen des Lehrens Anwendung finden.” (Hattie 2013, 105).

            So “weist Hatties Vorstellung eines “Visible Learnings” hohe Übereinstimmung mit ansonsten als offen geltenden Konzepten wie z.B. dem Dialogischen Lernen nach Gallin und Ruf (1992) auf (Peschel 2002, 2003). Man kann also genauso wenig einen wünschenswerten Frontalunterricht schlechtem Offenen Unterricht gegenüberstellen wie einen guten Offenen Unterricht schlechtem Frontalunterricht. Aber man kann Hatties Zusammenstellung dazu nutzen, den eigenen Unterricht kritisch zu überprüfen. Mehr kann quantitative Forschung sowieso nie leisten, denn sie gilt nie für das einzelne Kind oder den einzelnen Lehrer.”

            Quelle: https://visible-learning.org/de/2013/06/mr-hattie-und-der-offene-unterricht/

          • Anna
            Sie extrahieren Inhalte aus Texten anderer, die dort nicht stehen.
            Meinungen andersdenkender werden von Ihnen bewusst durch Umdeutungen deskreditiert. Ihre Masche ist hier bereits anderen auch schon aufgefallen.

  17. Milch der frommen Denkungsart

    @AvL:

    Merci !

    • Wofür – fürs Lehrerbashing? Oder dafür, dass es “nur” gegen Grundschullehrerinnen und -lehrer geht?

      • Alle Gegenmeinung werten Sie als Feindschaft oder Bashing und versuchen so, sie unappetitlich und ablehnugswürdig zu machen.

        Wer die Inklusion skeptisch sieht, ist Behindertenfeind, der ausgrenzen und abschieben will.
        Wer die Flüchtlings- bzw. Einwanderungspolitik als zu unbegrenzt, ungeornet und chaotisch bezeichnet, ist Rassist oder Fremdenfeind.
        Wer den politischen Islam mit seiner Scharia kritisiert oder gar ablehnt, ist Islamhasser und Muslimfeind.
        Wer die Genderideologie (genannt “Wissenschaft”) ablehnt, ist Frauenfeind oder Feind sexueller Minderheiten.
        Wer an der zeitgenösischen Bildungspolitik bzw. -ideologie Kritik übt, ist Reaktionär und Fortschrittsfeind.
        Wer moderne Lehrmethoden kritisiert, ist Lehrerfeind.

        Wer es noch einfacher haben will, bezeichnet all diese “Feinde” als Rechtsradikale oder Nazis. Irgendwie passt das immer.

        • …und wer jammern will, findet auf die Art immer einen Grund.

          Leiden Sie unter Verfolgungwahn? Ich habe nichts davon geschrieben.

          • Ich denke, dass die Fülle Ihrer Kommentare zu den von PP genannten Stichworten und Themen durchaus das hergibt, was er über Ihren Umgang mit anderer Meinung und deren Vertretern sagt.
            Die von PP aufgeführten Unterstellungen und Anklagen empfinde ich geradezu als Ihr Grundkonzept.

        • @ PP.

          das haben Sie gut gesagt. Das ist ja eine der Methoden, um Meinungen anderer abzuqualifizieren, wenn einem die Argumente ausgehen. Dann ist der Andersdenkende immer “der Böse”, der anders denkt, nur weil er böse ist.

      • Milch der frommen Denkungsart

        Ach, Anna, Sie kandarenbissiger Bukephalos – ich darf mich doch noch über ein Kompliment freuen !?

        • Ein Kompliment, über die sich die Annas, Bernds und Georgs ärgern ist doch noch viel schöner ;-).

          • Zu verachten ist auch nicht die Ehre, als meinungsgegnerisches Schwergewicht wahrgenommen und mit Giftpfeilen bedacht zu werden.

          • Hat hier irgendeins von Euch Gespenstern auch einen Inhalt beizutragen?

          • Dafür ist doch ANNA da. Alos für den Inhalt. Da haben wir gar keine Ahnung von.

          • Betrachten Sie nochmal Ihre Frage an Milch der frommen Denkungsart und deren Gegenfrage, Anna.
            Alle, die sich geäußert haben, sind auf die Inhalte eingegangen und haben dazu selbst eine inhaltliche Meinung geäußert.
            Vielleicht liegt da eine Verwechslung vor und es stört Sie etwas anderes als fehlender Inhalt.

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