WIEN. Nach einem Regierungsvorschlag sollen Österrreichs Lehrer, unabhängig von ihrer Schulform, zukünftig 24 Stunden pro Woche unterrichten, Fortbildung in ihrer Freizeit besuchen und ein Basisgehalt von 2.420 Euro bekommen.

Das berichtet die Internetseite „Standard.at“. Seit 1948 gelten in Österreich unterschiedliche Dienstrecht-Regeln für die unterschiedlichen Schulformen und deren Lehrkräfte: Bisher werden einerseits sogenannte Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs- und Polytechniklehrer gleich behandelt und andererseit die sogenannten Bundeslehrer, die etwa an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen unterrichten.
Die neuen Regeln sollen für Junglehrer ab 2013/2014 gelten. Darüber hinaus dürfen sich zukünftig alle Lehrer „Professor“ nennen. Das war bisher Bundeslehrern vorbehalten.
Offenbar macht sich Österreichs Bildungsministerin mit dem Vorschlag nicht nur Freunde: Im Internetforum des „Standards“ wird er heiß disktiert und unter anderem als „Gehaltskürzungsprogramm“ bezeichnet. Ein anderer Leser schreibt „wenn die Gewerkschaft dem zustimme, hat sie es verdient, dass eine neue gegründet wird“. nin
(26.5.2012)