IG Metall kündigt Kampagne „Revolution Bildung an“

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FRANKFURT. Die IG Metall fordert einen grundlegenden Umbau des Bildungssystems in Deutschland. Vorstandsmitglied Detlef Wetzel kündigte an, das Thema auch in den Bundestagswahlkampf einzubringen. Das Bildungssystem biete zu wenig und sei sozial ungerecht, erklärte der Zweite Vorsitzende der größten deutschen Einzelgewerkschaft anlässlich eines Kongresses der IG-Metall-Jugend.

Wetzel verlangte laut Mitteilung einen grundlegenden Umbau: «Wir brauchen ein Modell, das lebenslanges Lernen ermöglicht, mit dem Recht auf Fortbildung und auf bezahlte Freistellung für die berufliche Weiterqualifizierung.» Immer noch entscheide die Herkunft der Kinder über die soziale und berufliche Zukunft, kritisiert die Gewerkschaft.

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IG Metall-Vize Detlef Wetzel
IG Metall Vize-Chef Wetzel. fordert eine grundlegende Bildungsreform: Foto: IG Metall / Flickr (CC BY-NC 2.0)

So begönnen 83 Prozent der Akademikerkinder ein Studium, während es bei Nichtakademikern nur 23 Prozent seien. Immer kürzere Ausbildungszeiten führten zu mehr Stress, und die Qualität der Ausbildung leide.

IG-Metall-Bundesjugendsekretär Eric Leiderer verlangte höhere Bildungsinvestitionen des Staates wie auch der Wirtschaft. Er kündigte eine Kampagne mit dem Titel «Revolution Bildung» und ein «Bildungsmanifest» an, das die Forderungen versammele. «Die Politik hat in den letzten Jahren versagt. Sie hat zugelassen, dass immer mehr Menschen abgehängt werden», so Leiderer. (dpa)

(09.03.2013)

IG Metall Jugend zum Start der Kampagne Revolution Bildung (Facebook)

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