KASSEL. Viele Professoren sind mit der Einführung von Bachelor und Master unzufrieden. Das hat eine Befragung unter Lehrenden im Auftrag der Hochschulrektorenkonferenz ergeben. Von den Professoren an Universitäten finden fast zwei Drittel (64 Prozent), dass die Umstellung nicht gut gelaufen ist. An den Fachhochschulen sind 42 Prozent unzufrieden mit der neuen Struktur.
Die Umfrage wurde vom International Centre for Higher Education Research der Universität Kassel (INCHER-Kassel) durchgeführt. Es befragte im Wintersemester 2011/2012 rund 8200 Lehrende und 5400 wissenschaftliche Mitarbeiter an mehr als 80 Hochschulen. dpa
Zum Bericht: “Zehn Jahre Bologna: Rektoren halten Reform für verfehlt”









Ich hatte Glück noch auf ‘Magister’ studieren zu können. Es gab damals keine Module und ich habe mich selbständig durch meine Studienordnung kämpfen müssen, um mir meine Lehrveranstaltungen dann selbst auszusuchen. Meinen Stundenplan konnte ich mir selbst zusammenbasteln und ich hatte es nur mir selbst gegenüber zu verantworten, wie lange ich wann und wo studiere. Alles, was ich heute von meinen ehemaligen Schülern höre, assoziiere ich mit dem Begriff ‘Lern-Roboter’. Ich hatte immer die Hoffnung, dass ich meine Schüler nach dem Abitur in eine Selbständigkeit entlasse, in der sie sich und ihre Interessen frei entfalten können…
Vieles ist schlechter geworden durch ‘Bologna’ – ist auch etwas besser geworden? War früher tatsächlich alles besser?
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Tom Jork
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