Zur Psychologie des Lehrerberufs: Warum Scheitern dazugehört (und Lehrer trotzdem gesundheitlich belasten kann)

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BERLIN. Der Philologenverband hat gerade eine bundesweite Umfrage unter (Gymnasial-)Lehrkräften gestartet, um herauszubekommen, was eigentlich bekannt ist: Lehrerinnen und Lehrer sind im Beruf stark belastet. Das liegt in zahlreichen Herausforderungen begründet, die in den vergangenen Jahren auf die Schulen zukamen – zusätzlich zum ohnehin schon hohen Belastungsniveau: Lehrermangel, Inklusion und die Integration einer sechsstelligen Zahl von Flüchtlingskindern bringen die Kollegien zur Verzweiflung. Es gibt allerdings auch eine Ursache, die im Beruf selbst begründet liegt, warum Lehrer schneller auszubrennen scheinen als Angehörige anderer Berufsgruppen – die Schwierigkeit nämlich, persönliche Erfolge für sich festzuhalten. Drei renommierte Psychologen, Bernhard Sieland, Helmut Heyse und Marcus Eckert, haben sich des Problems angenommen. Ihr Beitrag erschien zunächst in der Zeitschrift „Grundschule“.

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Erfolg ist im Lehrerberuf relativ - damit müssen Lehrerinnen und Lehrer umgehen können. Foto: Shutterstock
Erfolg ist im Lehrerberuf relativ – damit müssen Lehrerinnen und Lehrer umgehen können. Foto: Shutterstock

Erfolgreiches Scheitern

Fehlerfreies Handeln und Erfolge werden in unserer Gesellschaft – zumal in den Schulen – hoch gehandelt. „Alles richtig gemacht!“, scheint das höchste Lob zu sein. Doch es gibt auch in der pädagogischen Praxis fragwürdige Erfolge, „Pyrrhussiege“, deren Preis letztlich viel zu hoch ist.

Die Sehnsucht nach Erfolg führt dazu, dass man diesen selten hinterfragt beziehungsweise evaluiert. Sogar Misserfolge werden lieber geschönt und als Teilerfolge umgedeutet. Als Anlass für eigenes Veränderungslernen werden sie weder wertschätzt noch aufgegriffen.

Die Kunst, neugierig Fehler zu untersuchen und daraus zu lernen, wird zwar hin und wieder –  nicht nur in der Schule –  unter dem Stichwort „Fehlerkultur“ gefordert, ihre Ausübung aber mit großer Skepsis betrachtet oder gar verhindert. Wer dies tut, wird oft als „Nestbeschmutzer“ diffamiert, als könne man ein Erdbeben verhindern, indem man die Seismographen abschaltet. Allenfalls im Fußball werden verlorene Spiele systematisch ausgewertet, um für kommende Spiele daraus Lehren zu ziehen. Nicht wenige Personen, Schulen und Kollegien behaupten, eine positive Fehlerkultur zu haben. Man könnte dies sehr einfach feststellen, indem man prüft, ob die Betroffenen sich trauen, offen über Fehler und was sie daraus gelernt haben, zu berichten.

Gerade bei Lehr- und Lernprozessen sowie bei Entscheidungen für Ziele und Prioritäten gibt es aber eine Menge Fehlermöglichkeiten, die –  mangels geeigneter Analysemodelle –  mehr oder weniger häufig übersehen werden. So müssten zum Beispiel Leistungserfolge genau betrachtet werden, wenn sie trotz schlechter Leistungsvoraussetzungen erzielt wurden. Sofern es in der Schule nur auf Leistungsergebnisse ankommt, deren Zustandekommen aber nicht interessiert, läuft etwas schief. Dasselbe gilt, wenn Leistungserfolge zu schlechten Leistungsfolgen wie Erschöpfung, Entmutigung oder Streit um Urheberschaft führen, die nachfolgende Lern- und Leistungsprozesse belasten.

Die Zeitschrift 'Grundschule'
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Der Beitrag ist der Ausgabe 8 / 2015 der Zeitschrift “Grundschule” mit dem Titel “Meine Erfolge! Wie Sie sich Anerkennung im Beruf verschaffen können” erschienen. Hier lässt sich das Heft bestellen oder lassen sich einzelne Beiträge herunterladen (kostenpflichtig).

Erfolg im Lehrerberuf? Das ist so eine Sache. Ist es doch gar nicht so einfach, die Entwicklung der Schüler auf das eigene Handeln zu beziehen. Grundsätzlich gilt: Erfolg hat zwei Ebenen – eine objektive und eine subjektive -, und mit beiden beschäftigen wir uns im nächsten Heft. So gilt es zunächst mal zu klären: Was sind denn die richtigen Maßstäbe für pädagogischen Erfolg?
Wir lassen uns von Bildungsforschern und Schulpraktikern erklären, mit welchen Instrumenten Lernfortschritte von Schülern sichtbar gemacht werden können. Und dann gibt es noch das persönliche Erfolgserleben: Psychologen zeigen auf, wie wir eine positive Sicht auf die Ergebnisse unserer Arbeit entwickeln können.

Erfolgsfixierung adelt Lehrpersonen oder Schüler als „Gute“ oder „Gewinner“ und grenzt sie gegen die Verlierer ab. Diese machen Fehler, ernten Misserfolge brauchen Hilfe und Beratung und verschwenden Ressourcen.

Handeln ist aber erst dann professionell, wenn es sowohl die Zielerreichung im Auge behält als auch die Wege dahin sowie die unerwünschten Nebenwirkungen. Profis reflektieren – wie gute Schachspieler – schon vor dem Zug unerwünschte Konsequenzen, auch über mehrere Züge hinweg.

Professionelles Handeln kann sich andererseits auch nicht mit unreflektierten Erfolgen begnügen. So kann etwa der impulsive Wutschrei einer genervten Lehrperson diese entlasten und die Schüler kurzfristig ruhig stellen. Der schnelle und kurzlebige Erfolg wird aber mit nicht tolerierbaren Nebenwirkungen erkauft. Unreflektierte Zufriedenheit mit Erfolgen ist auch für die Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung riskant. Ohne professionelles Evaluations-, Change- und Fehlermanagement ist bei den Beteiligten solcher Projekte eine wachsende Unzufriedenheit absehbar.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen Fehlermanagement als kognitiver Reaktion und Bewältigung sowie Misserfolgsmanagement als emotiver Auseinandersetzung. Beides sind Herausforderungen für Lehrpersonen wie für Schüler. Sie sollten als Selbsthilfe vermittelt und als Fremdhilfe angeboten und auch durch organisationale Maßnahmen in der Unterrichtsgestaltung und der Schulentwicklung wirksam werden.

Diese Zusammenhänge können am Beispiel einer ambitionierten Schulleitung beschrieben werden, die einen Schulentwicklungspreis und die damit verbundenen Fördergelder für ihre Schule erreichen will.

  • Sie arbeitet daran, um für Ihre Schule nicht nur die Fördersumme zu gewinnen, sondern auch, um das Schulimage und damit die Identifikation von Lehrpersonen, Schülern und Eltern mit ihrer Schule zu stärken. Die Schulleitung ignoriert in ihrem Eifer die Skeptiker im Kollegium, sondern erprobt verschiedene Strategien, um in der Gesamtkonferenz die Mehrheitsmeinung hinter sich zu bringen. Schließlich erlebt sie einen Abstimmungserfolg und glaubt sich am Ziel.
  • Im Verlauf der Maßnahmen werden die schon vorher erkennbaren Probleme und Nebenwirkungen deutlich sichtbar; das Kollegium droht, sich zu spalten. In der Supervision versteht die Schulleitung möglicherweise, dass der kollegiale Zusammenhalt ein äußerst wichtiges Ziel und ein zerrüttetes Kollegium ein zu hoher Preis für das Fördergeld sind. Sie reflektiert verschiedene Lösungsmuster, um aus diesem Dilemma hinsichtlich ihrer Zieleffektivität und ihrer Nebenwirkungsrisiken herauszukommen, und trifft in der Folge vielleicht bessere Entscheidungen.
  • Je nach Erkenntnistiefe kann sie jetzt auch frühere oder künftige Situationen entsprechend analysieren, die Bedeutung von Skeptikern neu sehen und eventuell bei kritischen Entscheidungen und eigener Unsicherheit mindestens eine Partnersupervision vorschalten.

Das Beispiel zeigt: Mit wachsender Berufspraxis ist nicht automatisch eine Steigerung des Professionalisierungsniveaus verbunden. Primär führt mehr Praxis nur zu einem Zuwachs an Verhaltenssicherheit. Das gilt allerdings auch für unprofessionelles Verhalten. Nur unter bestimmten Bedingungen ist mit einem Zuwachs an Verhaltensqualität zu rechnen.

Oft verhalten sich Dienstherren ähnlich unprofessionell, wenn sie immer neue Anforderungen und Ziel-„Vereinbarungen“ ohne Ressourcenabsicherung und Nebenwirkungscheck durchsetzen.

Die Schule ist ein interaktionsintensiver Ort, verschärft noch durch die Anwesenheitspflicht der Interaktionspartner. Alle Beteiligten bringen aus ihrem Alltag Erfolgs- und Misserfolgserwartungen, Frustrationen, Enttäuschungen mit samt ihrer Art und Weise, damit umzugehen. Gleichzeitig erleben und verarbeiten sie hier neue Erfolge und Misserfolge und nehmen beides mit zurück in ihre privaten Lebenswelten (vgl. Sieland u. a. im Druck).

In der Schule werden vielfältige Motive, zum Beispiel nach Leistung, Wertschätzung, Sicherheit, Kontakt und Macht, befriedigt, bedroht oder frustriert. Dabei haben die verschiedenen Akteure ungleiche Befugnisse und Mittel zur Machtausübung.

Jede Zielvorgabe für Schüler und Lehrpersonen – sei sie selbst gesetzt oder fremdbestimmt – birgt die Gefahr des Scheiterns; und das vor den Augen und in der Bewertung relevanter Bezugspersonen. Das ist angesichts der großen Heterogenität von Schülern und Lehrkräften sowie der Breite, Höhe und Verbindlichkeit der Leistungsansprüche kaum zu vermeiden.

Es gibt eine Reihe von Arbeitsbedingungen in der Schule, die die Wahrscheinlichkeit für Fehler, Misserfolge und Niederlagen steigern.

Für alle Beteiligten gilt:

  • Sie handeln unter hohem Erwartungsdruck. Teilerfolge und Niederlagen geschehen öffentlich im Angesicht von Freund und Feind.
  • Sie agieren in einer Zwangsgemeinschaft und können sich weder die Interaktionspartner noch den Stoff aussuchen.
  • Ihre Interaktionen sind asymmetrisch, wobei die vermeintlich schwächeren (Schüler) mehr Spielräume für Fehlverhalten besitzen.
  • Ihr Arbeitsaufwand sowie die kurz- und langfristigen Ergebnisse und Folgen der Tätigkeit sind oft nicht objektiv messbar. Sie müssen geschätzt werden, wobei Stimmungen und Perspektiven eine große Rolle spielen.
  • Ihre beruflichen und privaten Ziele stehen in Zeitkonkurrenz. Sie haben selten ausreichende Zeit, die für eine gute Erfüllung der Aufgaben erforderlich wäre. Sie haben oft ein schlechtes Gewissen, weil ein großer Teil der Arbeit selbstgesteuert ohne definiertes Zeitkorsett zu erbringen ist.
  • Die Zielerreichung hängt nicht nur von ihnen ab; sie werden aber für Misserfolge anderer verantwortlich gemacht.
  • Ihre Arbeit ist anstrengend und es gibt wenig Fremdverstärkung.

Damit verbundenen sind mehr oder weniger effektive Bewältigungsformen mit ihren emotionalen, interaktionalen und organisationalen Folgen.

Der folgende Vergleich kann vielleicht die Sondersituation in der Lebenswelt Schule anschaulich machen. Zwischen einem Tischler und seinen Brettern bedarf es keiner Kooperation, um etwas aus den Brettern herzustellen. Tischler verfügen über Ziel-, Handlungs- und Ergebniskontrolle ihrer Arbeit. Lehrpersonen können ihre Ziele aber nur erreichen, wenn die Schüler auf einen kooperativen Lehr-Lernverbund eingehen. Sie können Schüler nicht „lernen machen“ und diese sich selbst auch nicht. Schüler brauchen eine Lernbegleitung und sind für ihren Lernprozess verantwortlich.

Faktisch sind alle Mitglieder der Schulgemeinschaft nur mitverantwortlich für die Lehr-Lernprozesse. Sie haben aber oft weder eine Zielkontrolle noch können sie die Wege dahin allein bestimmen und für das Ergebnis keine Garantie übernehmen.

Sigmund Freud (1937) zählte daher den Lehrerberuf (und damit auch die Schülerrolle) zu den „unmöglichen“ Berufen, weil man sich seines ungenügenden Erfolges sicher sein kann. Müsste man nicht deshalb Lehrpersonen und letztlich auch die Schüler als „erfolgreiche Verlierer“ ausbilden?

Hier geht es zur Fortsetzung “Lernen aus Niederlagen”.

Hier lässt sich die Ausgabe 8/2015 der “Grundschule” bestellen oder lassen sich einzelne Beiträge herunterladen (kostenpflichtig). 

Streitfall Dienstunfähigkeit: Wie Sie als verbeamteter Lehrer Ihr Recht bekommen können

Die Autoren

Bernhard Sieland, Professor em. für Psychologie an der Leuphana Universität Lüneburg, ist gelernter Volksschullehrer, Dipl.-Psychologe, Psycho-Therapeut und Supervisor.

Diplom-Psychologe Helmut Heyse war bisw 2001 Referent Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Trier. Danach entwickelte er und leitete er das Projekt Lehrergesundheit Rheinland-Pfalz.

Markus Eckert war bis 2010 Grund-, Haupt- und Realschullehrer – berufsbegleitend studierte er Psychologie. Er ist Mitbegründer des Instituts LernGesundheit (www.lehrergesundheit.eu)

 

Literatur:

  • Freud, S. (1937): Endliche und unendliche Analyse. GW XVI.
  • Heyse, H. (2011): Herausforderung Lehrergesundheit: Handreichungen zur individuellen und schulischen Gesundheitsförderung. Mit Downloadmaterial. Seelze: Klett-Kallmeyer
  • Lauterbach, U. (2007). Lässig scheitern. Das Erfolgsprogramm für Lebenskünstler, München Kösel Verlag.
  • Moldaschl, M. (2010). Zynismus-Controlling. Zur Messung von Nachhaltigkeit und Scheitern im Change. OrganisationsEntwicklung, 4/2010, 19-26.
  • Nieskens, B., Schumacher, L. & Sieland, B. (2014). Gelingensbedingungen für die Entwicklung guter gesunder Schulen. Ein Leitfaden mit Empfehlungen, Checklisten und Arbeitshilfen. Hamburg & Düsseldorf: DAK-Gesundheit & Unfallkasse NRW. Verfügbar unter: http://www.lehrergesundheit.de.
  • Sieland, B., Eckert, M. & Heyse, H. (2015). Stress und Leistungsängste in der Schule bewältigen. In K. Seifried, S. Drewes & M. Hasselhorn (Hrsg.), Handbuch Schulpsychologie. Psychologie für die Schule. Stuttgart: Kohlhammer.
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71 KOMMENTARE

  1. Der Philologenverband mag sich beklagen, aber ehrlich: Die Gymnasien beteiligen sich in einem niedrigen einstelligen Bereich an der Inklusion und an der Integration von Flüchtlingskindern, tönen aber immer lautstark, behaupten, von den beiden Feldern ach so stark belastet zu sein. Dem Philologenverband fehlt das Gespür dafür, wo eine Peinlichkeitsgrenze liegt.

    • Hier sagte man Palim, dass sich jemand, der nicht an einer Grundschule arbeitet, auch kein Urteil über die Arbeit an einer Grundschule erlauben dürfe.

      Demzufolge müsste doch gelten, dass jemand, der nicht an einem Gymnasium arbeitet, sich kein Urteil über die Arbeit an einem Gymnasium erlauben dürfe.

      • Bei einem winzigen Anteil an Inklusions-SuS an Gymnasien kann man aber, ohne die Arbeit selbst zu machen, zu dem Schluss kommen, dass die Gymnasiallehrkräfte von Inklusion weit weniger betroffen sein dürften, als LuL an anderen Schulformen mit mehr inklusiv beschulten SchülerInnen.

        Ein Missverständnis bzw. missverständlich ist aber, dass zu Beginn des Beitrages zwar auf den Philologenverband verwiesen wird, die genannten Psychologen aber in der Zeitschrift “Grundschule” veröffentlicht haben.
        Mit der genannten Umfrage des Philologenverbandes hat dies keinen direkten Zusammenhang, der wurde nur durch den/die Autorin dieses Artikels erstellt.

        • Palim schrieb: “Ein Missverständnis bzw. missverständlich ist aber, dass zu Beginn des Beitrages zwar auf den Philologenverband verwiesen wird, die genannten Psychologen aber in der Zeitschrift “Grundschule” veröffentlicht haben.
          Mit der genannten Umfrage des Philologenverbandes hat dies keinen direkten Zusammenhang, der wurde nur durch den/die Autorin dieses Artikels erstellt.”

          So ist es! Aber das dürfte niemanden verwundern, der jemals auch nur flüchtig zum Thema “Agentur für Bildungsjournalismus” recherchiert hat.

          http://www.agentur-für-bildungsjournalismus.de/

  2. Na ja, als Gymnasiallehrer, der nun eine andere Schulform leitet, erlaube ich mir sehr wohl eine Meinung zu dem, was die Philologen da verzapfen. Aber hallo.

    • In Ihrem speziellen Fall ist das gerechtfertigt, was Sofawolf zum Zeitpunkt seines Kommentars sehr wahrscheinlich nicht wusste.

      Der durchschnittliche Gymnasiallehrer hat (abgesehen von vielleicht dem Referendariat und dort auch nur eingeschränkt) keine Ahnung vom Lehrerdasein an anderen Schulformen. Genauso haben die durchschnittlichen Lehrer anderer Schulformen auch nur den Einblick in “ihre” Schulform.

  3. Irgendwie kann ich die Kommentare unter Artikeln, die sich mit Arbeitsbelastung befassen, immer schwerer ertragen. Wieso müssen sich Lehrkräfte der verschiedenen Schulformen immer gegenseitig in die Knie schießen, anstatt für die gemeinsame Sache zu argumentieren? Als Gymnasiallehrer, der übrigens gerade regelrecht in Klausuren „ersäuft“, vor allem Oberstufe, trotz durchkorrigierter Weihnachtsferien, akzeptiere ich diese ewige Mär von den achso glückseligen Gymnasialbeamten schlichtweg nicht. Im Gegenzug werde ich jedoch den Teufel tun, und anderen Kollegen an Gesamt-, Grund-, Haupt-, Real- oder Berufsschulen jegliche Arbeitsbelastung absprechen. Das ist doch absurd. Ich glaube, nein bin fest davon überzeugt, dass wir Lehrer alle, zwar auf unterschiedliche Art und Weise, überlastet sind. Wenn man nun noch wie im Artikel jeden Schritt oder Handgriff erstmal in Ruhe evaluieren und dann nochmal auf Langfristigkeit prüfen, dann vermutlich nochmal evaluieren und nochmal prüfen,… soll, dann frage ich mich wirklich wo dafür die Zeit herkommen soll. Um nicht missverstanden zu werden, klar, gibt es immer Kollegen/-innen, die, aufgrund welcher Dinge auch immer, eine „ruhige Kugel“ schieben, aber das gibt es ja nun wirklich in jedem Beruf. Wenn ich mir allerdings die letzten Jahre so vor Augen halte, plädiere ich für ein Deputat von 20 Wochenstunden. Nur mal aus „Spaß“ habe ich bei mir selber in der letzten Woche mal die Arbeitszeiten notiert und kam insgesamt auf eine 80h-Woche. Ist das bitte noch normal?! Und das auch noch am glückseligen Gymnasium.

    • Nicht nur Gymnasiallehrer arbeiten in den Weihnachtsferien! Grundschullehrer schreiben in dieser Zeit seitenlange Textzeugnisse. Dürfte zeitlich gesehen kaum einen Unterschied machen.

      • Genau das ziehe ich ja eben nicht in Zweifel! Das ist ja der Punkt, an anderen Schulen sind es halt andere Aufgaben, aber wir alle haben langsam einen zu hohen Workload! Alle gemeinsam, nur auf unterschiedliche Art und Weise, deshalb bringt auch dieses ewige hin und her-schießen nichts. Vonwegen die haben aber mehr zu tun als… stimmt nicht! Wir alle arbeiten am Limit.

        • Da gebe ich Ihnen Recht!
          Ich teile auch Ihre Meinung, dass das Gegenrechnen sinnlos und eigentlich contraproduktiv ist. Allerdings hat es hier im Form schon eine lange Tradition, dass die Grundschule von einigen Gymnasiallehrer ziemlich systematisch verunglimpft und abgewertet wird. Dagegen wehren sich hier ein paar standhafte Grundschullehrer.
          Im übrigen scheint das ein Phänomen dieses Forums zu sein, in meinem Umfeld argumentieren und wertschätzen sich Lehrer aller Schulformen anders mit- und untereinander!

          • Vielen Dank einNachdenklicher und Emil für diese Aussagen. Ich denke genauso. Mir geht es übrigens ebenso: Im meinem Umfeld schätzen sich die Lehrer aller Schularten und gehen wertschätzend und gleichberechtigt miteinander um. Man sieht, dass alle Arbeit am Limit und ähnliche Probleme haben und man gibt sich in den gemeinsamen Treffen sogar gegenseitige Ratschläge bzw. überlegt zusammen.

  4. einNachdenklicher schrieb: “Als Gymnasiallehrer, der übrigens gerade regelrecht in Klausuren ‘ersäuft’, vor allem Oberstufe, trotz durchkorrigierter Weihnachtsferien, akzeptiere ich diese ewige Mär von den achso glückseligen Gymnasialbeamten schlichtweg nicht. […] Nur mal aus ‘Spaß’ habe ich bei mir selber in der letzten Woche mal die Arbeitszeiten notiert und kam insgesamt auf eine 80h-Woche. Ist das bitte noch normal?! Und das auch noch am glückseligen Gymnasium.”

    Vielen Dank für diese realistische Tatsachen-Beschreibung!

  5. Dazu passend geht der neue niedersächsische Kultusminister Tonne auch in Sachen “Abordnung an die Grundschulen” auf die Gymnasiallehrer zu:

    Zitat 1: “Gymnasiallehrer, die nicht zur Sicherung des Pflichtunterrichts an den Grundschulen nötig seien, sollten wieder abgezogen werden, versprach der Minister. ‘Auch die Gymnasien sind längst an ihrer Schmerzgrenze’, betonte er. Der Philologenverband hatte immer wieder kritisiert, dass abgeordnete Lehrer an Grundschulen für Pausenaufsichten oder als Zweitkraft eingesetzt werden, während die Gymnasien Unterricht kürzen müssten […]”

    http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Kultusminister-Tonne-geht-auf-die-Bildungsverbaende-zu

    Zitat 2: “‘Es betrifft besonders die musischen Fächer, aber auch Erdkunde oder Religion’, sagte [Philologen-]Verbandschef Horst Audritz. Seit den Sommerferien wurden nach seinen Angaben 1600 Lehrkräfte von 260 Gymnasien an andere Schulen geschickt, davon knapp die Hälfte an Grundschulen.

    ‘Manche von ihnen wurden nur für Aufsichten eingesetzt’, kritisierte er. So etwas soll laut Tonne im kommenden Halbjahr nicht passieren.”

    https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/kultusminister-tonne-haelt-umstrittenen-lehrerabordnungen-fest-9536822.html

    • Wird wohl daran liegen, dass Musik und Religion auf der Prioritätenliste sehr weit unten liegen. Der Geograph kann am Gymnasium zumindest in der Sek I auch durch Politologen oder Historiker ersetzt werden und wird nicht durchgehend unterrichtet. An der Grundschule ist er ideal für den Sachkundeunterricht. Die Schulleitung hat wahrscheinlich die Anweisung bekommen eine Lehrkraft abzuordnen und sucht sich dann eine entbehrliche aus. Ob das Freiwillige, Motivierte, potenziell Geeignete oder Lästige sind, sei einmal dahin gestellt. Wertschätzung dieser Lehrkräfte durch den Dienstherren (Schulbehörde) sieht auch anders aus.

      Ich finde es aber trotzdem finanziellen Wahnsinn, teure A13-Lehrkräfte für Aufsichten einzusetzen. Andererseits werden die Grundschulen auch kaum wissen, wie sie dafür nicht ausgebildete und möglicherweise nicht wirklich motivierte Lehrkräfte sinnvoll einsetzen sollen. Wirklich freiwillig dürfte sich das kein Gymnasiallehrer antun (sonst hätten sie ja Grundschullehramt studiert).

      • Genau! Was sollen Gymnasiallehrer an Grundschulen? Sie haben keine Ahnung von Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik. Und Grundschule kann eben nicht jeder!!!

    • Aufsichten muss doch jeder machen. An einer kleinen Grundschule ist man damit täglich eingeplant.
      Wenn nun in einer solchen Grundschule 1-3 Lehrkräfte fehlen (von sonst 4-8 LuL), also vielleicht sogar die Hälfte aller LuL, und eine Lehrkraft des Gymnasiums dahin abgeordnet wird, wieso sollte diese keine Aufsichten führen zwischen den Unterrichtsstunden, die erteilt werden?
      Und wenn es eine Ganztagesschule ist und die fehlenden LuL im Ganztag eingesetzt wären “für Aufsichten”, warum sollte diese Aufgabe nicht auch durch eine Sek II-Kraft übernommen werden können?

      Die Zitate vn Audritz hatten wir an anderer Stelle schon stehen.
      Wenn es so viele Gymnasiallehrkräfte betrifft, liegt es vemutlich daran, dass alle nur ein paar Stunden abgeordnet sind und für wenige Stunden oder einen Tag in der Woche dort aushelfen. In den Grundschulen werden entsprechende Fächer mit weniger Stunden für die Abordnung ausgewählt. Die Hauptfächer müssen sich dann die verbliebenen GS-LuL untereinander aufteilen.

      Im Moment ist es aber eher so, dass von den Gymnasien nicht genügend Lehrkräfte in den Grundschulen ankommen.
      Also wird, wie von der CDU vor der Wahl angekündigt, in dieser GRoKo alles gestrichen, was nicht zum Kernunterricht gehört:
      – keinerlei Förderstunden … die es ohnehin nur auf besonderen Antrag für besondere SuS gibt
      – keine DaZ-Stunden … die es auch nur auf besonderen Antrag gibt
      – keine Stunden für die Inklusion (das wäre die Zweitkraft) mit Schwerpunkt Lernen, Emotional-Soziale Entwicklung, Sprache, … die es pauschal über die Grundversorgung gäbe, aber es gibt ja zu wenige LuL dafür. Nur zur Erinnerung: In Nds. gibt es für diese SuS keine Klassen an den Förderschulen mehr.
      – keine Stunden für die Inklusion mit Schwerpunkt Hören, Sehen, Geistige Beeinträchtigung, Körperlich-motorische Entwicklung, … die es bei vorliegendem Gutachten gäbe, aber die Schulen sind viel zu weit weg und Lehrerstunden ja auch keine vorhanden

      Zusätzlich müssen die Grundschulen, die ja keine eigentliche Vertretungsreserve haben, ihre “Vertretungskräfte” dauerhaft für den Unterricht einsetzen. Diese sind keine Lehrer, dürfen keinen Unterricht planen und keine Noten geben. Also planen die Grundschullehrkräfte zu dem sonstigen Unterricht noch den Vertretungsunterricht, schreiben ihn dezidiert auf und legen ihn für die anderen hin.

      Wenn das alles nicht ausreicht, werden Klassen dauerhaft zusammengelegt oder aufgeteilt.
      Nach Hause geht niemand … bisher!

      • Nachtrag:
        Die Stunden für die Sprachförderung im Kindergarten habe ich bei der Auflistung vergessen. Die muss man angesichts des Lehrermangels auch streichen.
        Frühförderung … ein unhaltbarer Luxus!

      • Bleibt die spannende Frage, warum Kultusminister Tonne ganz klar sagt: “So etwas (Gymnasiallehrkräfte werden nur für Aufsichten o.ä. eingesetzt) soll im kommenden Halbjahr nicht passieren.” Er wird seine Gründe haben…
        By the way: Glaubt eigentlich irgendjemand, wir Gymnasiallehrer (z.B. der Nachdenkliche mit seinen gegenwärtig 80 gezählten Stunden) müssten nicht trotzdem Aufsichten, kurzfristige Vertretungen etc. übernehmen?

        • Es war zwischendurch auch die Rede davon, die jetzigen Abordnungen gleich für 18 Monate zu entscheiden, nachdem im Sommer ja 6-monatige beschlossen wurden unter Ausschluss der Personalratsbeteiligung.
          Wenn also gleich für 18 Monate abgeordnet wird, braucht es im Sommer keine neuen.
          Immerhin kam die Ansage der Abordnungen nicht im laufenden Halbjahr, sondern bereits vor Weihnachten… was nicht bedeutet, dass die Verfahren deshalb bereits beendet wären.

          Und wann genau wird in Nds. von G8 auf G9 zurückgestellt, sodass dann vermutlich auf einen Schlag erheblich mehr SekII-LuL auf der Matte stehen müssten?

          • Und was genau hat das jetzt mit der hier diskutierten Aussage des Ministers zu tun, dass die abgeordneten Gymnasiallehrer von den Grundschulen nicht mehr nur für Aufsichten o.ä. eingesetzt werden dürfen, weil sie anderenfalls wieder von dort abgezogen werden?

          • Es hat etwas damit zu tun, dass die Abordnungen möglicherweise im Sommer geringer sein sollen.
            Wenn jetzt Gymnasiallehrkräfte für 18 Monate in die Grundschulen abgeordnet werden, ist die Zahl der Abordnungen im Sommer erheblich geringer – laut Statistik.

          • Es ist völlig egal, ob die Gymnasiallehrer für drei Tage, für 18 Monate oder bis zum Sankt-Nimmerleinstag abgeordnet werden: Nach Aussage von Herrn Tonne dürfen sie in diesen drei Tagen, 18 Monaten oder was auch immer nicht ausschließlich für Pausenaufsichten o.ä. eingesetzt werden. Das ist den (Gymnasial-)Eltern nämlich nicht zu vermitteln, wenn bei deren Kindern im schlimmsten Fall der Deutsch- oder Mathe-Unterricht gekürzt wird.

          • Ja, klar,
            aber den Grundschuleltern ist hervorragend zu vermitteln, dass der Deutsch- und Matheunterricht in der Grundschule durch Vertretungskräfte erteilt werden muss, für den die GrundschulkollegInnen die Vor- und Nachbereitung leisten,
            statt durch Lehrkräfte, weil diese AGs und Förderunterricht am Gymnasium erteilen.

  6. Warum darf es nicht passieren, dass ein Gymnasiallehrer an der Grundschule zu Aufsichten eingesetzt wird? Mich persönlich würde das schon entlasten. Meine Aufsichtszeiten liegen zwischen 100 und 120 Minuten pro Woche plus täglich 15 Minuten vor Schulbeginn, also nochmal 75 Minuten pro Woche. Macht für mich allein 175 Minuten Aufsicht pro Woche mindestens, sprich ca. 3 Zeitstunden plus 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung….

    Wie ist das nochmal in den Gymnasien. Die Kollegen sollen doch froh sein, “nur” Aufsicht übernehmen zu müssen und nicht den Erstunterricht oder Sportunterricht, bei dem sie schnell feststellen, wieviel weniger anstrengend das mit älteren Schülern ist, die allein die Knöpfe finden, Schuhe binden und Geräte aufbauen könne. 🙂

    • Es darf nicht passieren, dass Gymnasiallehrer an den Grundschulen n u r für Aufsichten o.ä. eingesetzt werden, während gleichzeitig an den Gymnasien der Unterricht gekürzt wird. Bei sowas steigen nämlich jedem Kultusminister ganz schnell die Eltern auf’s Dach.

      Wie wär’s denn, wenn die Gymnasiallehrer einfach weiterhin die Aufsichten an den Grundschulen übernehmen – und die Grundschulkolleginnen dafür die Abi-Kurse inkl. Prüfungen?

      • Wenn die Abiturkurse 5 x 30 min in der Woche dauern, warum nicht?
        Sie wissen selbst, dass das ein sehr unsachliche Vorschlag ist, oder???

      • Unterrichtsausfall an den Gymnasien entsteht fachspezifische, z.B. in den Mint-Fächern. In anderen Fächern gibt es nach wie vor zuviel Gymnasiallehrer (im übrigen die einzige Lehrerform, die Überhang hat!!!!). Diese Lehrer können Abgeordneten werden, ohne dass Unterrichtsausfall entsteht, das weiß auch der Minister. Aber das auszusprechen, ist natürlich nicht so öffentlichkeitswirksam. Und Pausenaufsicht hat noch keinem geschadet….

      • Haben Sie ein Beispiel, z. B. eine Pressemeldung, in der sich Eltern nachweislich über Ausfall wegen einer Abordnung an die GS beschweren? Ich habe in der Öffentlichkeit noch keinerlei Beschwerden der Eltern gehört, die aufgrund von Abordnung der Gym. an die Grundschule gekommen sind. Scheint nicht so ein großes Problem zu sein. Vielleicht gibt der Minister da doch ein bißchen eher der Gym-Lobby nach als einem wirklichen Problem.

      • @ Wilma Pause

        Darüber hinaus wirkt auf mich Abordnung für Pausenaufsicht wie Kaffeekochen während des Schülerpraktikums in einem Büro.

  7. Sieht viel aus, trifft ab den Kern nicht!!!,
    Nicht nur, dass vom Ausfall von AG die Rede ist! Wer hat die heute noch?
    Nein, die Artikel beziehen sich fast nur auf Osnabrück!
    Außerdem sind sie von August 2017, berichten also von einem Aufschrei nach der Anordnung,
    aber keinesfalls auf konkrete Erfahrungen, die mit der Abordnung im Laufe der Monate an den Gymmis gemacht wurden.

    Da hätte ich ab mehr erwartet 😉

  8. Übrigens sind 4 von 6 Artikeln aus Osnabrück!
    Scheint doch ein regional sehr begrenztes Problem zu sein.

    Können Sie Ihre These vom Unterrichtsausfall mit Landes weiten Elternprotesten belegen?
    Nein, die hat es nämlich nicht gegeben.

  9. Das ist wieder mal eine typische Emil-“Argumentation”. S i e stellen fest, dass S i e in der Öffentlichkeit noch keine Beschwerden der Eltern in Sachen Abordnungen g e h ö r t haben, setzen dann Ihre persönliche Meinung (bzw. Ahnungslosigkeit) mit einer Tatsache gleich und fordern ein Beispiel dafür, dass sich Eltern über die Abordnungen beschwert haben. Ich liefere Ihnen durch simples Googeln den Beweis dafür, dass ich im Gegensatz zu Ihnen nicht nur eine Meinung habe , sondern von Tatsachen berichte – und Sie relativieren schon wieder. So kann man nicht ernsthaft diskutieren. Sie können übrigens gerne weiter recherchieren und finden entsprechende Berichte nicht nur aus Hemmingen (KGS), Wildeshausen (Gymnasium) und Osnabrück (Außenstelle der Landesschulbehörde, sondern z.B. auch aus Fürstenau (IGS) und diversen anderen Orten. Offensichtlich allemal genug Protest, um die politisch Verantwortlichen in Aufruhr zu versetzen. Nicht umsonst stellt der Kommentator der NOZ ja die Singularität der Tatsache heraus, dass Gymnasial-Eltern sich direkt auf den Weg zur Landesschulbehörde machen, um dort einen blauen Brief zu übergeben. Deshalb schrieb ich von “Eltern, die dem Kultusministerium auf’s Dach steigen”. Das wirkt nämlich! Sie dürfen aber gerne weiter Fakten ignorieren und Ihre persönlichen Meinungen als Wahrheiten verkaufen. Sie dürfen sich nur nicht wundern, wenn Sie dann mit den Realitäten konfrontiert werden.

    • Eltern protestieren, dass AG, Förderunterricht und Ganztagesangebote entfallen oder zusammengestrichen werden – für Gymnasialschüler wohlgemerkt.

      Das kann an Grundschulen keiner beklagen, das gibt es einfach nicht.
      Ich habe schon vorher nicht verstanden, warum an Gymnasien Förderunterricht ausgelobt werden kann, der an Grundschulen nicht gewährt wird, weil hierfür keine Stunden zur Verfügung gestellt werden.

      Der Unterschied ist, dass Gymnasial-Eltern sich laut äußern und wissen, sich Gehör zu verschaffen, während dies an anderen Schulformen weit weniger der Fall ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Unterrichtsversorgung dort nicht miserabel wäre und zu Lasten aller Schulbeteiligter gehen würde.

      Das Floriansprinzip ist ein schlechter Ratgeber. Besser wäre es, mit allen gemeinsam für alle gemeinsam zu sorgen und einzutreten.

      • Genau, die Gymnasial-Eltern protestieren! Das sind im Falle unserer Fünftklässler übrigens exakt jene Eltern, deren Kinder vor ein paar Monaten noch zur Grundschule gingen. Na, fällt was auf?

        • Ja,
          es ist nur ein Bruchteil der Eltern der Grundschüler, schließlich besuchen ja nicht alle Grundschüler im Anschluss ein Gymnasium, sondern die fähigsten, die dann den meisten Förderunterricht angeboten bekommen und merken, wenn dieser gestrichen wird.

          • Palim schrieb: “…schließlich besuchen ja nicht alle Grundschüler im Anschluss ein Gymnasium, sondern die fähigsten…”

            Sehen Sie: Und schon diese Prämisse stimmt eben nicht mehr.

          • Aha.
            Welche Schule wählen denn Ihrer Meinung nach die fähigsten der Grundschüler im Anschluss?

          • Die Grundschüler selbst wählen überhaupt nicht. Die Eltern der Grundschüler versuchen mit allen Mitteln, ihr Kind auf einem Gymnasium anzumelden und zu halten, weil ihnen das vonseiten interessierter Kreise in der Politik seit Jahren eingeredet wird. Den Rest besorgt die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung.

          • Die Schullaufbahnempfehlung war seit ihrer Einführung an der Grundschule IMMER unverbindlich und die Eltern hatten freie Wahl der Schule.
            Ich für meinen Teil kann nicht feststellen, dass besonders viele Eltern ihr Kind unbedingt auf einem Gymnasium halten wollen, aber mir ist bewusst, dass es regional große Unterschiede gibt.
            Eine vielfältig Schullandschaft bietet genügend andere Wege, das Abitur zu erreichen.
            Und dennoch gehören auch die, die sie für weniger fähig einstufen, zu den fähigsten Grundschülern.

            Wenn man dann über solche Proteste und die Parolen des Philologenverbandes täglich vorgeführt bekommt, dass die Lobby der Gymnasiallehrer und die betreffende Elternschaft groß genug ist, um bessere Bedingungen für diese Schulen zu erhalten, und wenn die Gymnasien weiterhin Förderstunden anbieten können, die an anderen Schulformen schon lange gestrichen sind, muss man sich über den Zulauf nicht wundern.
            Eine gleichmäßige Stärkung aller Schulformen wäre vermutlich hilfreich, aber das könnte ja zu Lasten der bisher Bevorzugten gehen.

          • Vielleicht sollten die Grundschul-Kolleginnen mal eine schlagkräftige Interessenvertretung auf den Weg bringen, statt wie schon seit vielen Jahren neidvoll auf den relativ kleinen, aber offensichtlich sehr schlagkräftigen Philologenverband zu schauen (dem ich übrigens nicht angehöre). Stattdessen sympathisieren (zu) viele nach wie vor mit der GEW, die ihre Interessen dann mit Rohrkrepierer-Parolen wie “Streikrecht für die Lehrer” vor die Wand fährt.

        • Ein Helikopterführerschein ist teuer und muss reichlich genutzt werden. Der Flugplatz und die Route spielen keine Rolle, je nach Flugsicherung werden die Manöver aber extremer.

          • @palim

            Die Betonung bei Wilma Pause liegt auf dem “nur”. Neben den Fähigsten gehen mittlerweile auch ein großer Teil der zu Ihrer Schulzeit noch Realschüler auf das Gymnasium.

          • Das Wort “nur” kam bei mir gar nicht vor.
            Und so oder so bleiben es die fähigsten,
            alle anderen wechseln auf andere Schulen.

          • das habe ich auch gesehen, Entschuldigung. Inhaltlich begehen Sie nach wie vor denselben logischen Fehler, dass eben nicht nur die Fähigsten auf das Gymnasium gehen, weil 40-45% eines Jahrgangs viel zu viel für nur “die Fähigsten” ist.

          • Die Betrachtungsweise ist eine andere:
            Sie wollen “nur” die IHRER Meinung nach Geigneten, die Hochbegabten und Überflieger, die mit Enthusiasmus und hoher Motivation allen Fächern teilhaben und alle Anforderungen spielend meistern.

            Wir schicken die “die besten, die wir haben” und die wir durchaus nach 4 Jahren Unterricht und Begleitung für fähig halten, am Gymnasium mitzukommen – OHNE Förderunterricht.

          • nein, es reichen die besten 30% eines Jahrgangs. Hochbegabt sind 2%. Sie empfehlen sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen. Das Problem ist der verbindliche Elternwille, den Sie nur eingeschränkt beeinflussen können.

    • Nein, ich stelle fest, dass Sie Ihre Argumentation nicht mit Fakten untermauern können, lesen Sie doch mal Ihre Artikel durch.
      Und in Folge dessen fangen Sie an, “um sich zu schlagen” und wild drauf los zu schimpfen.
      In einem gebe ich Ihnen allerdings recht – diskutieren kann man so nicht.
      Schönen Tag noch 🙂

      • Emil fragte (22. Januar, 5:34 Uhr): “Haben Sie ein Beispiel, z. B. eine Pressemeldung, in der sich Eltern nachweislich über Ausfall wegen einer Abordnung an die GS beschweren?”

        Wilma Pause antwortete (22. Januar, 6:54 Uhr) u.a. mit folgendem Link, in denen sich diese Zitate befinden.

        „Wir werden bei uns kürzen müssen, um das aufzufangen. Auch wenn das Ministerium etwas Anderes sagt: Der Pflichtunterricht ist nicht gesichert“, macht Schulleiter Dieter Driller-van Loo deutlich. […]
        Thorsten Langner, Vorsitzender des Schulelternrates, kündigt an: „Wir werden uns massiv gegen die Abordnungen stellen.“
        http://www.haz.de/Umland/Hemmingen/Nachrichten/Schulelternrat-der-KGS-Hemmingen-kuendigt-massiven-Protest-gegen-Abordnung-an-Grundschulen-an

        Emil schrieb (22. Januar, 16:31 Uhr): “Da hätte ich ab mehr erwartet”
        (23. Januar, 14:46 Uhr): “Lesen Sie mal weiter unten und in den anderen Artikeln. Da werden Sie sehen, dass Frau Pause immer wieder persönliche Angriffe tätigt. Sachliche Kritik ist selten dabei…”

        • “Wir werden kürzen müssen ” – Zukunft!!,
          Wie ich gesagt habe, ein Aufschrei bei der Verlautbarung, keine Erfahrung, die in der Realität gemacht wurde.
          Wo ist eigentlich Ihr Problem? Sind Sie selbst Abgeordneten und damit unzufrieden? Oder ist Ihre Abneigung gegen Grundschullehrer so groß, dass Sie denen die paar Abordnung einfach nicht gönnen können? Oder was sonst macht es so schwierig zu akzeptieren, dass der Lehrermangel an Grundschulen deutlich größer ist als an Gymnasien?

          • Nein, ich bin nicht selbst “Abgeordneten”. Herr Tonne ist Abgeordneter im nds. Landtag und dort seit Kurzem für das Kultusministerium verantwortlich. Eben dieser Herr Tonne betonte: “Auch die Gymnasien sind längst an ihrer Schmerzgrenze.” Weiterhin zeigte er deutlich, dass er nicht länger gewillt ist, seinen Kopf für eine bestimmte Art der Abordnungen hinzuhalten, die bei Eltern beider Schulformen (Grundschule und Gymnasium) extrem unpopulär ist: die Variante, bei der an den Gymnasien Unterricht gekürzt werden muss, damit Gymnasiallehrer an den Grundschulen als Aufsicht o.ä. verbraten werden. Das will Herr Tonne nach eigenen Worten ab dem kommenden Halbjahr so nicht mehr dulden, was ich gut verstehen kann, haben doch Eltern, wie sie in Osnabrück in der Landesschulbehörde vorstellig wurden, oft genug nicht nur ein Kind an der Grundschule, sondern vielleicht noch eines oder gar zwei am Gymnasium. Das vergessen halt manche: Die Welt dreht sich nicht nur um die Grundschule. Und Gymnasiasten sind auch Schüler, die dasselbe Anrecht auf Unterricht haben wie die Grundschüler. Oder wie es der Elternratsvorsitzende des Gymnasiums Wildeshausen formulierte: “Unseren Kindern wird durch diese Maßnahme das Recht auf umfassende Bildung genommen.” Um diese Fakten drehten und drehen sich meine Postings.

          • Nun, da posiert also ein einzelner Abgeordneter und macht Wind…
            Das zeigt die Bandbreite des Problems! Nicht der Landtag oder viele machen Wind,
            nein, ein Einzelner !
            Er wird es wohl besser wissen als alle anderen.

          • Ja, das sagen andere Eltern auch: Durch den Mangel an Grundschullehrern wird den SuS in der Grundschule – und damit nicht allein den Gymnasiasten, sondern allen anderen auch, das Recht auf umfassende Bildung genommen.
            Schließlich meistern es die Grundschulen ja irgendwie, sodass es keinen Aufschrei gibt,
            und schließlich fällt ja nicht auf, dass Unterricht ausfällt, weil kein Kind früher nach Hause kommt.
            DAS ist der eigentliche Unterschied!

            Da geht es nicht um irgendeinen einzelnen Gymnasiallehrer, der meint, er sei nur zu Aufsichten herangezogen worden und hätte nicht selbstständig unterrichten dürfen, oder der meint, er sei “nur die Zweitkraft” obwohl er im inklusiven Unterricht die Aufgabe der fehlenden Sonderpädagogen hätte übernehmen sollen.

            Da geht es auch nicht um begabte Gymnasialschüler, denen der Förderunterricht oder einzelne Aktivitäten des Ganztagesangebots zusammengestrichen werden, sondern darum, dass Grundschulen über Jahre keinen qualifizierten Unterricht durch Lehrkräfte erteilen können, weil es diese Lehrkräfte nicht gibt.

            Wenn es “nur” darum ginge, dass Gymnasiallehrkräfte “nicht nur für Aufsichten” herangezogen werden sollen, hätten die umliegenden Grundschulen alle Abordnungen bekommen müssen, einige sogar mehrere Vollzeitstellen zu besetzen.

            Aber es ist ja besser, wenn der Grundschulunterricht von Lehrkräften zusätzlich zum üblichen Deputat vorbereitet und von pädagogischen Mitarbeiterinnen dauerhaft gehalten wird.

          • Nein, auch das stimmt wieder mal nicht. Der Kommentar kommentiert den Herrn Tonne, die Abordnung von Gymnasiallehrer ist lediglich in einer Aufzählung von Aspekten zu finden, die derzeit in der Schulpolitik auftauchen.
            Ganz ehrlich, dieses Spiel lässt sich unendlich fortsetzen. Nach wie vor stellt sich jeder Link von Ihnen als nicht korrekt wiedergegeben, zeitlich um Monate veraltet, etc. heraus.

            Ich verhalte mich jetzt mal nach dem Sprichwort “Der Klügere gibt nach”. Jeder hier kann lesen und sich seine eigene Meinung bilden.

          • @WilmaPause
            Ich wusste noch gar nicht, dass Landtagsabgeordnete zur Aufsicht auf Grundschul-Schulhöfen herangezogen werden.
            Finden die den Weg alleine oder können Sie den Link aufs Antragsformular angeben?

          • @ Palim: Ich dachte eigentlich, ich hätte soeben deutlich genug zum Ausdruck gebracht, dass es sich in nicht wenigen Fällen um dieselben Eltern handelt, die sowohl Kinder an der Grundschule, als auch am Gymnasium haben. Insofern geht Ihre eh sehr schwache Argumentation “Das sagen andere Eltern auch.” ins Leere, da es diese “anderen” Eltern in sehr vielen Fällen gar nicht gibt. Und genau das ist aus meiner Sicht der Hauptgrund dafür, dass die Lehrerabordnungen schon von Beginn an so hart kritisiert wurden – von den betroffenen Gymnasiallehrern, von den (oft “deckungsgleichen”) Eltern der Grundschüler und Gymnasiasten und von vielen Medienvertretern.

          • P.S. Emil fragte mich um 17:25: “Sind Sie selbst Abgeordneten und damit unzufrieden?”

            Ich antwortete: “Nein, ich bin nicht selbst ‘Abgeordneten’. Herr Tonne ist Abgeordneter im nds. Landtag und dort seit Kurzem für das Kultusministerium verantwortlich.”

          • Emil schrieb: “die Abordnung von Gymnasiallehrer ist lediglich in einer Aufzählung von Aspekten zu finden, die derzeit in der Schulpolitik auftauchen.”

            Ganz genau! Der Kommentator zählt aber nicht (wie Emil schreibt) “die Abordnung von Gymnasiallehrer” auf, sondern “unsinnige Abordnungen von Gymnasiallehrern an Grundschulen”, wie in der Tat jede(r) nachlesen kann.

          • @ Wilma Pause
            Da SIE ja nur die “unsinnigen Abordnungen” kritisieren, können ja die noch frei verfügbaren Gymnasiallehrkräfte eingestellt werden, sodass genügend Lehrkräfte jetzt für Abordnungen an die Grundschulen eingesetzt werden können und in ein paar Jahren für den zusätzlichen Jahrgang zum erneuten G9.

            Diese Erkennen dann auch den Unterschied zwischen den Gymnasial-Eltern und ganz anderen Eltern und werden lernen, warum die einen gehört werden und die anderen nicht, warum die einen in den Medien eine Stimme erhalten und die anderen nicht.

            Die weiterführenden Schulen werden sich darauf einstellen müssen, dass ihre zukünftigen SuS über Jahre in den Grundschulen Vertretungsunterricht hatten – das komplette Jahr wohlgemerkt.
            Am Gymnasium kann das ja dann im Förderunterricht aufgearbeitet werden.

          • Palim schrieb: “Diese Erkennen dann auch den Unterschied zwischen den Gymnasial-Eltern und ganz anderen Eltern…”

            Ein Satz, der den hier mitlesenden Eltern nochmals sehr klar illustriert, wie sie von der Grundschullehrerin Palim kategorisiert, in Schubladen gesteckt, herabgewürdigt und für unfähig erklärt werden.

          • @Frau Pause 20.57 Uhr
            Schön, dass Sie zugeben, dass die Abordnung von Gymnasiallehrer Nr als Aufzählung auftauchen!
            Schade, dass Sie zuvor um 20.15 Uhr noch versucht haben, die Abordnung wären dezidiert Thema des Kommentars!
            Zitat Pause: “Auch dieser Kommentator thematisiert übrigens dezidiert “unsinnige Abordnungen von Gymnasiallehrern an Grundschulen”.
            Mir wurde beigebracht, das wäre eine Verdrehung von Tatsachen….
            Haben Sie das nötig??

        • “Sagt Emil und alle schmunzeln” an anderer Stelle von Frau Pause
          “Ihre Ahnungslosigkeit” hier weiter von Frau Pause
          Ja, das ist sachliche Kritik, oder nicht?? (Ironie aus)

  10. Die Darstellung konzentriert sich jetzt vornehmlich darauf, dass an den Gymnasien Unterricht ausfällt, weil Gymnasiallehrkräfte an der Grundschule NUR Aufsichten machen würden.
    Das ist doch aber eine absolute Verzerrung.

    Grundschulen fahren ihren Unterricht mit unter 75%, während es AUCH Gymnasien mit einer Versorgung erheblich über 100% gibt/ gab. Warum sollten also Gymnasiallehrkräfte nicht an den Grundschulen aushelfen und dort Unterricht übernehmen oder die anderen Aufgaben der dortigen Lehrkräfte (Aufsichten, Stunden innerhalb der Inklusion).
    Natürlich ist ein Gymnasium mit 110 oder 130% besser ausgestattet. Aber das gilt auch für andere Schulen.

    Im übrigen gab es schon aus anderen BL den Vorschlag, dass man jetzt Gymnasiallehkräfte einstellen könnte, die dann bei er Wiedereinführung von G9 im System zur Verfügung stehen, um den zusätzlichen Jahrgang zu beschulen. Wenn es ab 18/19 einen 11. Jahrgang gibt, wird es wohl 20/21 so weit sein, dass zusätzliche Gymnasiallehrkräfte für den 13. Jahrgang benötigt werden.

  11. ,Fehlende Unterstützung ist für viele Lehrkräfte ein starker Belastungsfaktor‘.
    Fehlende Unterstützung durch wen?
    Wer ist verantwortlich für die Gesundheit der Lehrpersonen? Eine Frage nach Verantwortlichkeit, die praktisch nie gestellt wird im Unternehmen Schule.
    Das Thema ‚Qualität des Arbeitsplatzes Schule‘ ist im Bereich Pädagogik weitgehend unbekannt. Das Thema Burnout im Lehrberuf wird gerne umgangen, trotz enormen finanziellen Folgekosten und höchst destruktiven, traumatisierenden Situationen im Schulalltag. In einem staatlichen Unternehmen, das vor allem Heranwachsende fördern, stärken und begleiten soll.
    In einem Lehrer – Anstellungsvertrag müssten sinngemäss folgende Punkte stehen:
    Der Arbeitgeber/das Ministerium/die Gemeinde ist mitverantwortlich für die Gesundheit der Mitarbeitenden.
    Pensionierung: Im Normalfall erreichen Lehrpersonen die Pensionierung in psychisch und physisch gesundem Zustand.
    Die Anzahl Lehrpersonen, welche die Pensionierung erreichen, ist ein zentrales Qualitätskriterium für den Arbeitgeber ‚öffentliche Schule‘.
    Lehrpersonen haben die Möglichkeit, regelmässige Rückmeldungen zur persönlichen Arbeitsbelastung zu machen und individuelle Verbesserungsvorschläge zu beantragen. Kontrolle durch eine neutrale Instanz.
    Das Phänomen Burnout kann vermutlich nur mit optimierten Rahmenbedingungen reduziert werden. Aussagen wie: Fehlschläge und Misserfolge sind Teil der Arbeit. Sie müssen als normal angesehen werden. Lehrkräfte sollten darauf achten, dass sie Misserfolge nicht gleichsetzen mit einer allgemeinen Unfähigkeit für Erziehungsprozesse – sind nicht zielorientiert, sie versuchen immer wieder, das Problem auf das Individuum zu reduzieren. Mit latenten Schuldzuweisungen, welche das System entlasten. Bachelorarbeit zum Thema:
    http://webopac.fh-linz.at/dokumente/Bachelorarbeit_Schramm.pdf

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