Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz verurteilt religiöses Mobbing im Klassenzimmer

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Nach antisemitischen Vorfällen an Berliner Schulen hat die neue Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, religiöses Mobbing in Klassenzimmern verurteilt. «Die Regeln unseres Zusammenlebens klar zu vermitteln, kann nie früh genug anfangen – schon in den Kitas und Grundschulen», sagte sie der «Bild»-Zeitung. «Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.»

Religiöse Symbole wirken auf manche Menschen provozierend. Foto:
Bildarchiv Universität Bielefeld / flickr / CC BY 2.0

Die «Berliner Zeitung» hatte zuvor berichtet, dass ein jüdisches Mädchen an einer Grundschule in Tempelhof von muslimischen Mitschülern bedroht worden sei, weil «sie nicht an Allah glaubt». «Dieser Fall zeigt aber auch, dass wir die Eltern stärker in die Verantwortung nehmen müssen», sagte Widmann-Mauz. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte, wonach jüdische Schüler wegen ihres Glaubens gemobbt wurden.

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Die Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, betonte: «Ich würde wir wünschen, dass es noch mehr Einsatz der muslimischen Communities im Kampf gegen Antisemitismus gibt.» Der Kampf gegen Antisemitismus sei eine gemeinsame Aufgabe.

Der Deutsche Lehrerverband sprach von «einer wachsenden Polarisierung und Verschlechterung der Zustände an Problemschulen in Brennpunkt-Bezirken». Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte dem Blatt: «Das ist Gott sei Dank noch kein flächendeckendes Problem an deutschen Schulen.»

Beispiele fänden sich aber in Ballungsräumen wie Berlin oder dem Ruhrpott. «Auch dort, wo eine einseitige Sozialstruktur besteht oder eine bestimmte Quote an Migranten überschritten wird, kann es verstärkt zu Konflikten kommen.» dpa

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