Meidinger kritisiert sinkende Anforderungen: „Das nächste Abitur muss wieder schwerer werden“

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DEGGENDORF. Weniger Sitzenbleiber, mehr Abiturienten, mehr gute Abiturnoten, weniger Schulabbrecher, nach Meinung von Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutsche Lehrerverbands, der einfachste Weg für Politiker um bei den Menschen Zufriedenheit mit dem Bildungssystem herzustellen. Für eine Leistung, für die man vor zehn Jahren die Note 2 bekommen hätte, bekämen Schüler heute eben häufig eine 1. Meidinger setzt dagegen auf “fördern und fordern”.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, kritisiert sinkende schulische Anforderungen im deutschen Bildungssystem. Der Schulleiter eines Gymnasiums im niederbayerischen Deggendorf spricht von einer «Inflation an guten Noten». Man könne bei der Masse an Einser-Abiturienten die wirklich herausragenden gar nicht mehr erkennen, sagte er.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Philologenverband
Kritisiert die «Inflation an guten Noten»: Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Foto: Deutscher Philologenverband
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Die Pisa-Studie habe seinerzeit die Leistungsdifferenz zwischen den Bundesländern deutlich gemacht. 15-Jährige im Bundesland Bremen hinkten Gleichaltrigen in Bayern oder Sachsen im Fach Deutsch um zwei Jahre hinterher. Diese Unterschiede dürften nicht dauerhaft akzeptiert werden. Doch: «Den Politikern fehlt der Mut, mehr Leistung einzufordern und zu sagen: “Das nächste Abitur muss wieder schwerer werden”», sagte Meidinger. «Wir müssen fördern und fordern.»

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Weniger Sitzenbleiber, mehr Abiturienten, mehr gute Abiturnoten, weniger Schulabbrecher – das sei für Politiker in der Vergangenheit scheinbar der einfachste Weg gewesen, um bei den Menschen Zufriedenheit mit dem Bildungssystem herzustellen. Und dieses Ziel lasse sich «unabhängig von Leistung» am schnellsten erreichen, so Meidinger. Schulen stünden schlecht da, wenn sie viele Sitzenbleiber haben. Und so laute die informelle Vorgabe an manchen Schulleiter, die Anforderungen zu senken und weniger Schüler durchfallen zu lassen. «Eigentlich hätte der Weg anders gehen müssen: Was kann ich machen, um die Leistungen der schwächeren Schüler zu heben?»

Das habe sich leider auch bei der Einführung des G8 in Bayern gezeigt. Die Politik habe aus Sorge vor schlechteren Abiturschnitten die Anforderungen gesenkt, etwa die mündliche Prüfung aufgewertet. «Das war natürlich genau der falsche Weg.» Damit wolle er nicht sagen, «dass die Schüler heute nichts mehr können», betont Meidinger. Aber: Für eine Leistung, für die man vor zehn Jahren die Note 2 bekommen hätte, bekämen Schüler heute eben häufig eine 1. Das neue G9 biete die Chance, das wieder zu ändern. (dpa)

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23 KOMMENTARE

  1. Da wüsste man gerne, was das genau bedeuten mag… Ich unterrichte einen Deutsch-Leistungskurs mit 21 Schülern. Meine Klausuren orientieren sich aus vielerlei Gründen seit Beginn der Q1 eng an den Formaten des Zentralabiturs. Das heißt: Themenübergriff, Transferleistungen, 25% Darstellungskompetenz, Beurteilungsfähigkeiten. All das geht definitiv nur auf der Basis von vertieftem Sachwissen. Wenn ein Schüler, wie heute Morgen im Vorabitur, völlig unbekannte Szenen von Lessing und Schiller bekommt mit dem Auftrag, zu prüfen, ob das klassische Literatur ist (und zwar auf der Basis eingehender Konflikt- Dialog- und Sprachanalysen sowie umfangreichen Epochenwissens), dann ist das eigentlich, so meine ich, in etwa die Grenze dessen, was 19-jährige Schüler, die ja allesamt keine Spezialisten sind, leisten können. Sie müssen es über 12-15 Seiten kohärent und regelkonform darstellen. Was bitteschön, Herr Meidinger, ist Ihnen denn da nicht “schwer” genug? Ist das vielleicht “leichter” als mein Deutsch-Abiturauftrag aus dem Jahre 1984: “Analysiere die vorliegende Parabel von Franz Kafka”? Können Sie in mein Büro kommen und es mir konkret erklären? Vielleicht das nächste Mal, BEVOR Sie Interviews geben?

    • Beispiele gefällig:

      zweisprachige Wörterbücher, Abschaffung des fehlerquotienten, mathematik-lk mit weniger Anspruch als der gk aus ihrer Zeit, biologieklausuren, die neuntklässler bestehen können

  2. Das Abi schwieriger machen, das ist die Lösung, das ist “des Pudels Kern!”, und somit fördert man den mittlerweile sehr lukrativen Markt der “wie Pilze aus dem Boden schießenend” Nachhilfe Unternehmen, die z. B. mit “5 weg oder Geld zurück” weben.
    Wieviel Schüler haben bis zum Abi regelmäßig über längere Zeit Nachhilfe? Hier zu gibt es auch schon einige mehr oder weniger fragwürdige statistische Erhebungen.

    Wieviele Schüler aber haben schon in der Grundschule Nachhilfe, um nicht nach der 4. Klasse am Abgrund ihres Lebens zu stehen, wenn es mit dem Übertritt nicht klappt.

    Sollte man nicht zuerst die Möglichkeiten der Grundschulen verändern, nicht das Ende der Schulzeit (ABITUR)schwerer machen? Veränderungen am Ende der Schulzeit sind ja schon gescheitert, siehe G8!
    Das neue G9 bietet die Chance, für wen?

    • Die Grundschulen könnte man wieder auf ihre Kernaufgaben herunterschrauben, wozu aber auch die Aufnahme schulreifer Erstklässler gehören, d.h. die Kindergärten müssen sich qualitativ auch wieder verbessern.

      Ferner muss sich die Verteilung auf die weiterführenden Schulen verändern, was aber im Vorfeld eine Änderung der Gesellschaft erfordert, die seit Jahrzehnten auf “Ohne Abitur hast Du nichts” gepolt wurde. Dann muss man sich aber auch von der durch die OECD gewünschte hohe Akademikerquote verabschieden oder zumindest einige Fachrichtungen auf den Fachhochschulen auch ohne Voll- oder Fachabitur ermöglichen. Wenn das so ist, kann man das Abitur wieder schwerer machen ohne gleichzeitig die Nachhilfeindustrie zu fördern.

      • “Die Grundschulen könnte man wieder auf ihre Kernaufgaben herunterschrauben, wozu aber auch die Aufnahme schulreifer Erstklässler gehören, d.h. die Kindergärten müssen sich qualitativ auch wieder verbessern.”

        FALSCH Herr Lehrer! 5 und setzen!! KiTas haben einen eigenen Bildungsauftrag und sind KEINE “Schulvorbereitungseinrichtung”. Und KiTas arbeit heute schon inklusiv, haben sich ergo an Heterogenität schon gewöhnt. Da muss Schule erst ma hin kommen!!!

        Ich weiß: das böße Wort mit dem großen I ..ion am Ende. 🙂

        Und der Zenzurenfetischismus – dem Sie das Wort reden – war noch nie wirklich kompetenzfördernd. Klar will man im Gymi gern die “Leistungseliten” bilden, Aber, Eliten müssen, schon gar in unserer derzeitigen Welt- und gesellschaftlichen Verfasstheit, sehr kritisch hinterfragt werden. Leistungen, die mit Zensuren daher kommen sind zudem nur die messbare Seite der “Schul-” Welt und ist nicht die ganze Welt
        Letztlich möchte ich Ihnen zum Weiterdenken ein Zitat von Ruth Cohn mit auf den Weg geben:

        “Ich glaube, daß Kinder und Erwachsene ‘etwas leisten’ wollen. Ich glaube, daß das Wort ‘Leistungsdruck’ aufkam, nicht weil Leistung an sich gehaßt wird, sondern fremd‑verlangte Leistung [Leistungen, die nicht mit inneren Bedürfnissen im Einklang stehen. Anm. d. V.]” (Anteilnehmen, S. 156)

        LG

      • @Marco Riemer
        Sie sagen, dass Leistung an sich nicht gehasst wird, sondern nur “fremd‑verlangte Leistung”. Welch tolle Erkenntnis!
        Ich schlage vor, dass jeder, egal, ob Kind oder Erwachsener, tun und lassen kann, was er will und nur etwas leistet, wenn er Lust und Laune dazu hat.
        Zensuren in den Schulen und Unterschiede im Berufsleben wie Rang und Lohn stören da nur. Sie müssen abgeschafft werden.
        Überall wird Lern- und Leistungfreude ausbrechen, weil kein Druck sie mehr behindert.

        • @stillmann

          Ich bitte nochmals oben nachzulesen. Ich meinte nicht! Ich habe zitiert. Zitiert was Ruth Cohn gemeint hat. Aber wenn Sie mich fragen, ob ich es auch so sehe. Klare Antwort: JA

          Ich kann nicht einsehen, ob Sie Lehramt studiert haben. Ich habe Heilpädagogik studiert und weiß aus meinen Seminaren, das – rein lernpsychologisch gesehen – die oben zitierte Meinung von R. Cohn schon im ersten Semester in Entwicklungspsychologie/Lernpsychologie Konsens war.

          “Ich schlage vor, dass jeder, egal, ob Kind oder Erwachsener, tun und lassen kann, was er will und nur etwas leistet, wenn er Lust und Laune dazu hat.”

          Dieser Vorschlag ist eher nicht ernst gemeint von Ihnen, und beruht aus meiner Sicht allenfalls auf eine Menschenbild, das davon ausgeht, das der Mensch nur recht konditioniert werden muss, damit er zum tüchtigen Schüler/Mitmenschen wird. Unterlassen wir diese Konditionierung (Dressur mit Zensuren meinethalben), verwahrlosen die Schüler und bleiben tump-stumpfe und stupide.

          Dem ist aus meiner Sicht nicht so! Aber gern! Wiederlegen Sie – wissenschaftlich nachvollziehbar (also nicht aus lediglich eigener Erfahrung) unter Zugrundelegung eines wissenschaftlich anerkannten Theoriegerüstes ihre Skepsis!

          Bis dahin wünsche ich mir Lehrer und Lehramtsanwärter, die von der Wissbegier und Lernlust der ihnen anvertrauten Kinder zutiefst überzeugt sind. Und mutig genug, bei Kindern, da sie nicht gleich augenscheinlich hervortritt, danach beharrlich zu graben vermögen.

          LG

        • Genau, dann sind wir wieder im sozialistischen System, dass hat ja ganz prima geklappt wie die Geschochte zeigt. Alle werden gleich bezahlt, alle sind gleich und alle können das gleiche leisten. Sowas können nur Kinder von Spät68er von sich geben. Hat ja auch so toll geklappt die antiautoritäre Erziehung. Und von Kindern nichts zu forderm macht sie ja auch extrem glücklich…..Ich kann es nicht mehr hören….

          • Etwas mehr als Polemik hätte ich mir jetzt schon gewünscht. Übrigens, ich bin Jahrgang 67 und in der DDR in die Schule gegangen. Für mich ein Segen, da ich von der ersten Klasse bis zur 10. meine Klassenkameraden kannte und Zensuren, die gabe es bei uns auch – mich eher gehindert haben, mein Potential zu entfalten.

            Es soll auch Menschen geben, die nicht – dem Pawlow’schen Hund entsprechend – gern konditioniert werden wollten. Autonomie zeigt sich auch beim Kind, in einer Art selbststeuerten Lernen. Autonomie vom altgriechischen autonomía = Eigengesetzlichkeit. Da ist die Gesetzlichkeit (oder Druck) vermittelst durch Zensuren nur hinterlich!

        • @Marco Riemer
          Mit Ihrem Menschenbild, das Kinder einschließt, mögen Sie sich selbst wohlfühlen und als Menschenfreund empfinden.
          Sollte es allerdings nicht zutreffen, lässt man (junge) Menschen im Stich, die nicht nach Ihrem Bild gestrickt sind und deren Entwicklung mehr braucht als das Graben nach eigener Wissbegier und Lernfreude.
          Ich glaube an das Motto vom Fordern und Fördern, und Fordern hat nun mal auch etwas mit Druck zu tun, der keinem Lehrer Spaß macht, im Gegenteil.
          Ich wäre auch gern der “liebe” Pädagoge, muss aber zu dem, was ich als notwendig für die Lernentwicklung junger Menschen ansehe, auch Forderungen stellen, also “bösen” Druck ausüben.
          Mein pädagogisches Gewissen und kinderfreundliches Pflichtgefühl sagen mir also etwas anderes als Ihnen.

    • Es ist ein Klischee, den leicht ausufernden Nachhilfeunterricht mit dem dreigliedrigen Schulsystem in Verbindung zu bringen, insbesondere mit dem Übergang aufs Gymnasium. Aber selbst die Bertelsmann-Stiftung gibt zu, dass in manchen Ländern mit einem jener gerühmten einheitlichen Schulsysteme der Anteil der Nachhilfeschüler NOCH höher ist als bei uns, z.B. in Frankreich, Japan, Korea:
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/bertelsmann-studie-zu-nachhilfeunterricht-nachhilfe-ist-teuer-und-hilft-wenig/12881588.html

  3. Der Fehlerquotient… ach Gott. Dessen Abschaffung soll für ein “leichteres Abitur” sorgen? Das ist doch Unsinn… Sprachliche Leistungen gehen im Fach Deutsch zu bis zu 28% in die Note ein. Reicht das immer noch nicht? Wörterbücher. Ein zweisprachiges zu benutzen verbessert doch nicht die Texte oder ihr Verständnis? Hierzulande sind beide erlaubt und warum auch nicht? Es gibt sie doch? Warum sollte in einer Prüfung nicht mit fachspezifischen Werkzeugen gearbeitet werden dürfen, die es im alltäglichen Leben gibt? Das korrekt tun zu können ist Kompetenz. Es mag schon sein, dass früher die intellektuellen Herausforderungen andere waren, weil es viele Instrumente wie bspw. grafikfähige Taschenrechner oder Smartphones samt Apps nicht gab. Aber warum sollte heute, da es sie gibt, auf sie verzichtet werden? In einer völlig veränderten Welt brauchen wir ein verändertes Abitur. Ich habe oben geschrieben, warum sich in einem Fach wie Deutsch die Anforderungen keineswegs verringert haben. Wenn ich mir die Mathematikarbeiten meines Vaters aus den 50er Jahren angucke, kann auch in diesem Bereich da keine Rede von sein, jedenfalls nicht über die Jahrzehnte. Meine Tochter macht gerade Abitur; was die in Philosophie, Erziehungswissenschaft, Biologie oder Sport zu leisten hat, ist erheblich. Im Übrigen gibt es für Schulen so viel Spielraum, über interne Fachlehrpläne und Beschlüsse zur Leistungsbewertung “Anspruch” ohne Ende in die Kurse zu holen.

    • Ich habe auch nichts über den Unterricht an sich geschrieben. Ich habe noch den Standpunkt, meine Schüler zumindest im Leistungskurs zumindest phasenweise das anzudeuten, was sie an der Hochschule erwartet. Das führt zwangsläufig zu viel anspruchsvollerem Unterricht als des das Abitur an sich verlangt.

      Bitte schauen Sie sich mal die Mathearbeiten Ihres Vaters mit einem “algebraischen Auge” an, vorausgesetzt, Sie haben eines. Die Anforderungen haben sich schon aufgrund des Taschenrechners massiv verringert.

      “Es mag schon sein, dass früher die intellektuellen Herausforderungen andere waren, weil es viele Instrumente wie bspw. grafikfähige Taschenrechner oder Smartphones samt Apps nicht gab. Aber warum sollte heute, da es sie gibt, auf sie verzichtet werden?”

      Genau das meine ich mit verringerten Anforderungen. Jeder Hans und Franz kann heute nahezu unabhängig von den intellektuellen Voraussetzungen bei hinreichend viel Fleiß das Abitur bestehen. Zu Zeiten Ihres Vaters war das sicherlich nicht möglich, weil da an den Oberstufen noch nahezu wissenschaftlich gearbeitet werden konnte und wurde. Ich habe mal in einem Hauptschulbuch, Klasse 9, aus dem Jahr 1980 geblättert. Etliche der dort thematisierten Inhalte sind heutzutage selbst am Gymnasium nicht mehr vermittelbar.

      • Stimmt! Aber wenn von den Anforderungen und Leistungen früherer Schüler gesprochen wird, herrscht Unglaube oder es wird auf unmenschlichen Druck (“Rohrstock”) und andere inhumane Mehoden geschlossen.
        Anders darf und kann es ja nicht sein.

    • Sie schrieben oben, dass sich die Anforderungen in Deutsch nicht verringert haben, wobei man das noch immer prüfen müsste im Hinblick auf die Anzahl Bücher, die in der Oberstufe gelesen werden mussten, und inwiefern die Ausgaben für Schüler noch bearbeitet, im Sinne von sprachlich vereinfacht, wurden. Das bedeutet entweder, dass sich die Germanisten sich geweigert haben, das Niveau zu senken oder dass das Niveau schon immer vergleichsweise niedrig war.

      Ergänzung, die Sie je nach Haltung rein sachlich oder herablassend auffassen können:

      Sie müssen auch bedenken, wer heutzutage alles den Deutsch-LK wählt. Dazu zählen selbstverständlich die große Anzahl Schüler, die das Fach wirklich interessiert und darin auch wirklich gut sind. Dazu zählen aber leider auch die Schüler, die sich per Negativ-Auswahl die Leistungskurse auswählen. Wer sich für Naturwissenschaft / Mathematik und Fremdsprache für unbegabt hält (oder es vielleicht auch ist), muss gezwungenermaßen Deutsch wählen, der zweite LK ist aus ähnlichen Gründen häufig Geschichte. Letzteres auch, weil je nach Schulgröße andere Geisteswissenschaften nicht durchgehend als LK zustande kommen.

      Deutsch-Kollegen haben mir mal berichtet, dass sie gerne in Grundkursen arbeiten mit vielen Leistungskurslern aus dem MINT-Bereich, weil diese Schüler gerade dort das Arbeiten gelernt und verinnerlicht haben.

    • Man kann ja gerne alle offensichtlichen Fakten ignorieren! Die Inflation an Einsen ist doch nicht wegzudiskutieren, auch nicht die massenhafte Zunahme an der Vergabe von Studierberechtigungen ohne jegliche Studierbefähigung (siehe Quote an Studienabbrechern). In Schleswig-Holstein ist es fast unmöglich, im Abitur eine mangelhafte Note zu bekommen (bei 6800 Arbeiten weniger als 100), eine 6 hat es im letzten Jahr im Englisch-Abitur im ganzen Bundesland nicht gegeben.

      Und bitte: Was muss man im Sport-Abitur leisten? Auch da ist eine 5 vollkommen unmöglich …

  4. Auszug rp-online.de, 21.02.2018

    Sportlehrer schlagen Alarm

    ….. Was aber auch an gesunkenen Anforderungen liege: “Als ich hier 2013 anfing, musste ein Schüler in meinem ersten Leistungskurs die 1000 Meter noch in 18 Minuten und höchstens 30 Sekunden laufen, um eine Eins plus zu kriegen. Heute genügen 21 Minuten und 15 Sekunden.”

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