Linke will Zensuren für Hausaufgaben abschaffen: “Benotung sozialer Herkunft”

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SCHWERIN. Für Hausaufgaben sollte es nach Ansicht der Linken in Mecklenburg-Vorpommerns Schulen künftig keine Zensuren mehr geben. Der Lehrer könne unmöglich feststellen, ob die Leistung wirklich vom Schüler erbracht worden sei und nicht etwa von Oma und Opa, den Eltern oder Freunden, erklärte die Vorsitzende der Oppositionsfraktion, Simone Oldenburg. Die bisherige Praxis verstoße gegen geltendes Recht. Die Vorschriften sähen vor, dass eine zu bewertende Leistung eindeutig einem Schüler zuzuordnen sein müsse.

Oldenburg führt auch soziale Gründe für ihre Kritik an. Mit der Benotung von Hausaufgaben erfolge eine Ungleichbehandlung von Kindern, deren häusliches Umfeld verschieden sei. Die soziale Herkunft werde zum Gradmesser für Bildungserfolg oder Misserfolg, wenn bei dem einen die Familie helfe und bei dem anderen nicht.

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Das Bildungsministerium besteht auf die Einhaltung der geltenden Regeln. Ist die Benotung einer Hausaufgabe angekündigt und wird sie dann nicht abgegeben, bekomme der Schüler ein «ungenügend», weil die Leistung nicht bewertbar war, schreibt das Ministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. dpa

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11 KOMMENTARE

        • Es könnte laut Wikipedia aber auch heißen GFS Genossenschaft für Schweinehaltung, Gesellschaft für Sicherheitstechnik oder GFS Steuer & Wirtschaftsfachschule .

          Der Abkürzungsfimmel

          Der A.Kü.Fi hält sein Versprechen selten,
          allein man sollte ihn mal kräftig schelten,
          was er versprach,
          lange Wörter er gar zerbrach,
          auch in anderen Sprachen,
          man vernahm nur noch der Wörter Lachen,
          hinterließ von Wörtern nur noch Stücke,
          es ist des Aküfis schlimme Tücke,
          zu kürzen, um gar besser zu verstehen ?
          Allein den Sinn der Wörter zu verdrehen,
          gelang ihm dieses,
          um Wörter dann gar schlechter zu verstehen ?
          Man kratzt sich an dem Kopfe gar,
          und fragt sich gar, wie dumm man war,
          zu kürzen,
          um dann der Wörter Sinn, zu stürzen,
          in Abgrund große Tiefen,
          dort andere Wörter ihrem Sinn entliefen,
          um dann zu kürzen auf einzelne Buchstabentöne,
          auf dass der Nächste darunter mächtig stöhne,
          dass er sich kann keinen Reim drauf machen,
          und andere ihn dann gar verlachen,
          gibt du dich dieser Blöße hin,
          fasst dich dann lieber mal an Stirn und Kinn,
          und fragst Dich nach des Wortes verkürztem Sinn.
          Schneidet man die Wörter gar in Stücke,
          hinterlässt dies stets eine semantische Lücke.
          Den Schreiber kannst Du ruhig schelten,
          er lässt dein Unwissen gar nicht gelten.
          Behalf er sich gar im Schnellen,
          die Wörter schrecklich zu entstellen.
          Mir war`s als hörte ich Hunde bellen,
          die selbst vernahmen es mit Unbehagen,
          gings Wörtern derart an den Kragen,
          wollte man sie gar zu Grabe tragen ?
          Doch hört ich sie, es klang gar schauerlich,
          den Inhalt, allein, den entnahm man nicht,
          bei soviel Gleichklang verkürzter Worte,
          sehn ich mich nach dem stillen Orte,
          allein, mir fehlen jetzt die Worte.

  1. Hausaufgaben machen meist nur die, die sie gar nicht nötig hätten.

    Hausaufgaben sollte man eher nicht bewerten, weil man nie weiß, wer sie wirklich gemacht hat Bestenfalls mal als Fleißaufgabe (wenn es Verhaltensnoten gäbe, könnte man das dort honorieren).

  2. War mir nicht klar, dass Hausaufgaben in anderen Bundesländern überhaupt bewertet werden dürfen.
    Wenn ich allerdings eine komplette Unterrichtsstunde dafür opfere, Hausaufgaben zu besprechen, dann kann man sehr wohl diese Stunde auch bewerten, und faktisch kann sich an dieser Unterrichtsstunde auch nur beteiligen, wer seine Hausaufgaben erledigt hat, die anderen bekommen dann halt so die entsprechende Note, oder langfristig dann über die Klassenarbeiten.

    Übrigens wären mir Eltern, die die Hausaufgaben für ihre Kinder machen lieber, als die Eltern, die ich überwiegend habe. Diese Eltern würden sich dann nämlich immerhin um ihre Kinder kümmern, wenn auch nicht pädagogisch sinnvoll.
    Den meisten meiner Eltern ist das in der Regel vollkommen egal, was auch am Thema Ganztagsschule liegt. Die Schüler bekommen bei uns im Unterricht sehr viel Zeit, um einen Großteil ihrer Hausaufgaben bei uns zu erledigen, trotzdem haben häufig nur 1/3 der Schüler diese Aufgaben vollständig.

      • Doch, Hausaufsätze gibt es bei mir noch und ich benote sie auch regelmäßig. Da stehe ich übrigens zu! Ich kenne den Schreibstil meiner SuS und bemerke es sofort, wenn etwas nicht aus ihrer Feder stammt. Es wird in der Schule geübt, geschrieben und formuliert.
        Auch im Fach Kunst kann ich bemerken, ob eine Schülerarbeit aus dessen Hand ist. Man kennt doch seine Pappenheimer….
        Es ist auch prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, wenn mal die Eltern drüberschauen und ihren Kindern Hilfestellungen geben. Auch das weiß ich bei der Bewertung einzuschätzen. Bisher habe ich aber auch nicht erlebt, dass Eltern die Aufsätze der Kinder schreiben. Die haben etwas Besseres zu tun.
        Ein völlig anderer Fall und diskussionswürdig sind da in meinen Augen Referate oder Präsentationen, die wie Klassenarbeiten gewertet und meist zuhause erstellt werden oder sogar Päsentationsprüfungen (die FÜK/ Fächerübergreifende Kompetenzprüfung oder die FIP/ Fachinterne Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung in BaWü; ein Verbrechen an Schüler und Lehrer, eingebrockt seinerzeit von Frau Schawan).
        Wie oft musste ich bei dieser Art von Haus- oder Prüfungsarbeit feststellen, dass die SuS keine Ahnung davon hatten, was sie da präsentieren, weil z.B. die Eltern (meist natürlich bildungsnahe…..) für ihre Kinder malocht haben.
        Das ist in meinen Augen eine von ganz oben gezielt verordnete Chancenungerechtigkeit! Es gibt Schüler, die haben keinerlei Unterstützung von zuhause und es kann hierbei tatsächlich um das Bestehen einer Abschlussprüfung oder ums Sitzenbleiben gehen.
        Im Großen und Ganzen plädiere ich dafür, dass eine solche Art der Leistungsmessung gänzlich abgeschafft werden sollte. Aber die Damen und Herren der Linken regen sich lieber über Kleinigkeiten auf als über diese Art der Leistungsmessung. Warum auch? Hier geht es ja schließlich darum, dass eine (End)note vebessert und geschönt werden kann.

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