Anti-Diskriminierungsbeauftragte: Nikab-Verbot an Uni (und Schulen?) nicht haltbar

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KIEL. Das Vollverschleierungsverbot in Lehrveranstaltungen an der Kieler Universität ist nach Auffassung der Anti-Diskrimierungsbeauftragten des Landes ohne Rechtsgrundlage. «Das vorliegende Verbot per Richtlinie ist nach meiner Bewertung so nicht haltbar», sagte Samiah El Samadoni am Freitag in Kiel. Auch an den Schulen Schleswig-Holsteins soll ein Vollverschleierungsverbot erlassen werden, hatte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) unlängst angekündigt.

Vollverschleierung ist an der Uni Kiel seit Kurzem verboten. Foto: Justin Hall / flickr / CC BY-SA 2.0

«Rechtlich ist ein Verschleierungsverbot als Eingriff in die Religionsfreiheit nach Artikel 4 Grundgesetz tatsächlich nur durch oder aufgrund eines Gesetzes möglich», erläuterte El Samadoni. Beispielsweise enthalte das bayerische Hochschulgesetz eine solche Regelun. Aber in Schleswig-Holstein fehlt ein solches Gesetz – und es ist äußerst fraglich, ob die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen ein solches erlassen würde.

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Die Anti-Diskriminierungsbeauftragte betonte außerdem, sie könne die Argumentation der Uni für das nach einem Einzelfall erlassene Verbot nicht nachvollziehen. Begründet wurde die Richtlinie mit der Einschränkung der für die Lehre erforderlichen offenen Kommunikation durch den Gesichtsschleier. Nach Ansicht des Uni-Präsidiums beruht diese nicht nur auf dem gesprochenen Wort, sondern auch auf Mimik und Gestik. Gerade in Vorlesungen sei die Kommunikation aber fast immer frontal und einseitig, sagte El Samadoni. Eine mündliche Leistung der Studierenden werde auch ­ anders als in der Schule ­ nicht benotet.

Fraglich sei auch, ob ein Einzelfall wie an der Kieler Uni Anlass für eine gesetzliche Regelung sein sollte oder ob nicht andere Lösungswege durch den Dialog gefunden werden könnten. Eine zum Islam konvertierte Studentin hatte in einer Lehrveranstaltung einen Nikab getragen, bei dem lediglich die Augen der Trägerin sichtbar bleiben. El Samadoni kritisierte, der Streit um ein Verbot biete eine öffentliche Plattform für unterschiedlichste Interessengruppen, denenen es lediglich um eine Eskalation der Auseinandersetzung gehe.

Bildungsministerin Prien hatte das Verbot der Uni zum Anlass genommen, ihrerseits ein Vollverschleierungsverbot für Schulen anzukündigen. Einen Fall an einer Schule in Schleswig-Holstein gibt es aber nicht. News4teachers / mit Material der dpa

 

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37 KOMMENTARE

  1. Hallo, ich würde gerne von ausgerechnet einem Diskriminierungsbeauftragten Herrn El Samadoni wissen, wie er denn es sähe, wenn jemand hörgeschädigt ist und vom Mund ablesen muss, um einem Gespräch folgen zu können sieht, wie dort dann seine Einstellung zu dem Verschleierungsverbot stünde. Für mich ist es dann eine Diskriminierung aufgrund meiner Behinderung, wenn ich dem Unterricht nicht folgen kann, nur weil jemand nicht in der Lage ist sich zu öffnen und sich verstecken zu müssen unter dem Schleier. Es scheint mir sehr offensichtlich, dass diese Frau es darauf abgesehen hat , es zu provozieren. Denn es gibt viele Frauen mit muslimischen Glauben auch hier in Deutschland und sie tragen keinen solchen Schleier. Ein Kopftuch ist ja schon Anzeichen genug, aber in meinen Augen, darf ja nach ganz strengen Regeln kein Teil des Gesichts sichtbar sein, weshalb auch ein Kopftuch nicht den Glauben entsprechend handeln würde. Und wenn man ein Kopftuch erlauben müsste, dann müsste man auch Nikab und Burka erlauben. Dies kann aber in Schulen und Uni eben zu einer weiteren Diskriminierung führen. Diese Studentin kann ja ihren Glauben ausüben in ihren eigenen Räumen oder in der Moschee, wie alle anderen Gläubigen auch. Sie ist dahin konvertiert, ist nicht einmal streng gläubig erzogen, wie kann sie es für Gut heißen, sich so verstecken zu wollen oder gar müssen.

    Es wäre nett, wenn dieser Diskriminierungsbeauftragte sich dieser Studentin annehmen würde , um herauszufinden warum dieser Sinneswandel so derart stattgefunden hat. Es stecken bestimmt andere Gründe dahinter, als nur die Glaubensrichtung geändert zu haben, weil der Gott nun den Namen Allah trägt oder wie immer so ein Gott heißen möge. Am Ende ist es egal , es gibt nur einen Gott und der hat nun mehrere Namen. Das kann ich akzeptieren, aber nicht, dass ich mich nun nach den Regeln des jeweiligen einzelnen Menschen handeln muss. Wenn diese Studentin sich mit mir unterhalten will, wie will sie das tun? Das soll sie mir mal beantworten. Ich bin eine Frau und darum ginge es in ihren Räumen, aber was, wenn sie einen Sohn hätte, der nicht oder schlecht hören kann… Wie funktioniert das dann und bekäme dieser dann auch die Bildung, die ein gesunder junge Mann auch erhalten würde, eine Tochter, hätte es dann noch schwerer. Und das findet sie gut, das muss sie mir bitte begründen, DAnke…

  2. In dem Artikel wird erwähnt, dass die Augen der Studentin zu sehen waren. Warum wird dann ein Bild gezeigt, auf dem eine Person abgebildet ist, deren gesamtes Gesicht verschleiert ist? Dies ist irreführend und für die Diskussion dieses Themas höchst problematisch! Bitte ersetzen Sie das Foto durch eine adäquate Darstellung!

    • Bemerken Sie nicht, was das “unnatürliche” Bild ausdrücken soll? So kann eine Vollverschleierung in Wirklichkeit gar nicht aussehen, weil die Frau “blind” durch die Gegend stolpern würde.
      Das Photo sehen nur Leute als irreführend und problematisch an, die Bilder nicht zu “lesen” wissen.
      Außerdem: Was bringt es, wenn ich bei einer Gesichtsverschleierung nur noch die Augen einer Person sehe?

      • Wenn ich mit Menschen spreche, schaue ich ihnen vor allem in die Augen. Die Augen als Fenster zur Person – daher stellt es einen sehr großen Unterschied dar, ob ich die Augen sehen kann oder nicht.

        • Und was ist mit der Mimik, die genauso bedeutsam für die nonverbale Kommunikation ist. Wie soll man da ein normales Gespräch führen?
          Ebenso werden Menschen mit einer Taubstummheit von der Kommunikation ausgeschlossen, da ein Ablesen der Sprache von den Lippen verhindert wird.

          Im Vordergrund steht aber wohl eher die Geste der Provokation, da die Verschleierung nicht die eigentliche Grundlage dieser Religion bildet, sondern eher als ein Vehikel der Unterdrückung von Frauen in diesen autoritären, von Männern geprägten Gesellschaften dient.
          Frauen sind in diesen gesellschaftlichen Gruppen einem enormen Druck ausgesetzt, sich entsprechend zu verhüllen, da sie sonst Gefahr laufen von den Brüdern, Vätern oder Ehemännern verstoßen oder misshandelt zu werden.
          Diese Studentin unterstützt mit ihrer öffentlich zur Schau getragenen Verschleierung die Diskriminierung von Frauen.

      • Doch. Sie müssen nur in der Bildergalerie suchen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass all diese Frauen und Mädchen das aus absolut freien Stücken tun und nicht, weil ihnen das vom Kleinkind an als notwendig und richtig eingetrichtert wurde.

        • Das Bild oben in diesem Beitrag hier bei 4teachers zeigt aber eben keinen Niqab.
          Das war mir direkt aufgefallen, weil ich mir die verschiedenen Arten, einen Schleier zu tragen, schon vorher bei anderen Urteilen angesehen hatte.

          Für mich macht es einen Unterschied, ob man das Gesicht, nur die Augen oder gar nichts sehen kann. Wenn es, wie in diesem Fall, um das Tragen eines Niqab geht, sollte auf dem Bild ein solcher zu sehen sein.

      • Vielen Dank für den hilfreichen Link, der sehr zur dringend notwendigen Differenzierung in der Debatte beiträgt. Vielleicht hilft dies ja auch der Redaktion. 🙂

        • Für mich geht es um Ja oder Nein zur Gesichtsverschleierung. Nur so macht eine Debatte Sinn. Wer allerdings Lust hat auf ellenlanges Palaver um Nuancen oder auch Lust auf ständige Beschäftigung der Justiz mit “Differenzierungen”, mag das gut finden und unterstützen.
          Meine Zustimmung hat das nicht.

          • Es muss doch aber benannt sein, ob es um den Schleier an sich geht oder darum, das Gesicht zu bedecken.
            Ein Niqab bedeckt das Gesicht, bis auf die Augen. Beim Bild oben im Artikel sind nicht einmal diese zu sehen.

          • Man kann’s auch übertreiben, Palim. Gesichtsverhüllung ist bei uns nun mal verboten, auch wenn es Augenschlitze gibt oder die Verhüllung kurz unter den Augen aufhört.
            Ins Gesicht gehört nichts Vertuschendes. Ich bin es leid, dass bei uns aus guten Gründen Verbotenes mit religiösen oder sonstigen weltanschaulichen Erklärungen relativiert und unterlaufen wird.

          • wo fängt die “vertuschende” maskerade an und wo hört sie auf? sollten schminke und insbesondere botox dann nicht auch aus “guten gründen” beizeiten verboten werden oder ist dies lediglich nicht mehr gewöhnungsbedürftig?

          • @Bettina
            “Ich bin es leid, dass bei uns aus guten Gründen Verbotenes mit religiösen oder sonstigen weltanschaulichen Erklärungen relativiert und unterlaufen wird.”

            Was genau ist denn verboten?

          • Berichtigt mich, aber gibt es ein Vermummungsverbot nicht nur bei Demonstrationen und Menschenansammlungen? Ansonsten dürfte ja auch kein Motorradfahrer einen Integralhelm mit Verspiegelung tragen oder diesen Wärmestrumpf mit den Augenschlitzen.

        • der verweis auf ein vermummungsverbot hat sich in diesem religiösen kontext somit als irrelevant gezeigt, da es allein für demos gilt. es gibt auch ein uniformverbot, gilt aber ebensowenig für verschleierung.

          folgender link zur geschichte vom schleier verhilft zu etwas mehr hintergrundwissen https://de.wikipedia.org/wiki/Schleier neu war mir u.a., dass der schleier in einigen glaubensinstitutionen auch von mönchen getragen wird: wie ist dieser fakt in der hiesigen allgemein angemahnten vorherrschenden patriarchalischen unterdrückung zu verstehen? sind mönche demnach auch religiöse opfer männlicher dominanz oder dürfen sie ihre verschleierung nur tragen, weil sie keine frauen sind und ihnen somit das recht auf eine unabhängige, selbstständige auswahl ihrer optischen präsentation in der öffentlichkeit anerkannt wird?

          • Ihr Beispiel mit den Mönchen disqualifiziert sich selbst, weil Sie dafür entweder weit in die Vergangenheit oder in den Osten Europas reisen müssen. Beides hat mit dem Deutschland der Gegenwart nichts zu tun. Darüber hinaus hat das Leben eines Mönchs mit einem patriarchaischen Lebensstil mal so überhaupt nichts zu tun.

          • ihnen, xxx, empfiehlt sich der link zur historie des schleiers, da es weder dem umgang mit dieser thematik noch ihnen schadet, über den eigenen tellerand zu schauen: die gegenwart wird auch weiterhin ein produkt der vergangenheit sein, sie lässt sich keinesfalls auf einen nationalen kontext reduzieren.
            ihrer ansicht nach ist der einfluss des patriarchats offenbar nur dann geltend zu machen, wenn es um weibliche entscheidungen von verhüllung geht.

          • “Darüber hinaus hat das Leben eines Mönchs mit einem patriarchaischen Lebensstil mal so überhaupt nichts zu tun.”

            Nicht? Hm.
            Was genau war noch mal der Papst und wie nennt man die Spitzen der orthodoxen Kirche? Wie viele Frauen standen letztes Mal zur Wahl?
            Wer spendet der Ordensschwester die Eucharistie und wer nimmt ihr die Beichte ab?

          • Wenn man aber viele Jahrzehnte zurückgehen und sich viele tausend Kilometer von Deutschland entfernen muss, um ein Argument für die eigene Position zu finden, ist das schon sehr schwach, wenn ich gleichzeitig innerhalb Deutschlands aktuelle Argumente für meine Position finde.

            Die Gegenwart ist ein Produkt der Vergangenheit, da gebe ich Ihnen recht. Aber nicht nur ich habe nur wenig Interesse daran, ein mittelalterliches Frauenbild in das eigentlich westlich aufgeklärte Deutschland einzuführen.

          • Palim, in Deutschland spielen der katholische und der orthodoxe Glaube keine nennenswerte Rolle (mehr). Wer gläubig sein möchte, darf das gerne sein, wer darauf verzichten möchte, darf das ebenfalls. Daher laufen auch Ihre Beispiele ins Leere.

          • Und das am Aschermittwoch!
            Wenn das alles nicht wichtig ist, können wir die konfessionellen Schulen auch schließen.

          • Wenn Sie Ihre Kinder auf eine konfessionelle Schule schicken wollen, steht Ihnen das frei. Wenn nicht, dann ebenfalls. Sie wissen aber ganz genau, dass die Kirche in Deutschland längst nicht mehr den Stellenwert hat wie Scharia-ähnliche Zustände im muslimischen Glauben und Recht, und dass ich mich auf diesen Stellenwert beziehe. Sie haben die Freiheit, nicht die Pflicht.

            Wegen mir kann man gerne den Religionsunterricht durch einen konfessionslosen Ethikunterricht ersetzen, der die Werte vermittelt, nach denen wir in Deutschland bzw. dem aufgeklärten Abendland leben wollen. Wem das zu locker ist, kann gerne in der Freizeit religiöser leben, jedoch ohne Mitmenschen anderer Meinung dafür zu kritisieren. Das gilt ebenfalls für Familienmitglieder, speziell Töchter.

  3. In der islamischen Welt dokumentiert der Grad der Verschleierung das Frauenbild der vorherrschenden Religionsrichtung. Frauen, die sich ohne Kopfbedeckung zeigen, werden negativ sexualisiert. Im strengen Bild werden selbst Haare und Gesicht als sexueller Reiz wahrgenommen. Männer sehen Frauen als ihr Eigentum an und dieses Eigentum darf kein anderer Mann in der Öffentlichkeit sehen.
    Frauen und Mädchen haben in den stark männerdominierten Gesellschaften so gut wie keine Chance gegen diese “Tradition” vorzugehen.

    Auch in Deutschland gibt es solche Familien, die innerhalb der Familie so leben. Auch diese Mädchen sind entsprechend erzogen überzeugt von dem Kopftuch und müssen in der Öffentlichkeit ihren Kopf bedecken. Manche machen es freiwillig, andere unfreiwillig.

    Wollen wir dieses Frauenbild im aufgeklärten Europa? Wer meint, dass die Verschleierung die persönliche Freiheit stärke, der verkennt, dass er einen Anteil daran hat, dass Frauen auf lange Sicht auch wieder bei uns verstärkt diskriminiert werden, weil eben das oben geschilderte Frauenbild dahintersteckt.

    • Ich finde es auch sehr paradox, dass das Tragen eines Kopftuchs in den arabischen Ländern als Unterdrückung, hier in Deutschland oder Westeuropa als Freiheit gewertet wird.

    • ysnp: Noch vor einem Jahr hätte Ihr Beitrag hier wütende Reaktionen von “Bernd” alias Redaktion wegen “islamophober Islamhasser”, AfD usw. zur Folge gehabt. Manche Leute nehmen ja das GG in Anspruch für die Rechtmäßigkeit einer ungehinderten religiösen Indoktrination durch Islam-Funktionäre.

      • Das glaube ich nicht, Cavalieri, denn ich denke, Bernd kann meine Beiträge schon richtig einschätzen.
        Ich schrieb meinen Beitrag übrigens auch aus dem Eindruck heraus, den ich in der Realtität als Touristin in solchen Ländern wahrgenommen und der uns von Einheimischen so vermittelt wurde. Frauen sind dort immer noch im Vergleich zu europäischen Ländern mit wenigen Rechten ausgestattet und ihren Männern, Vätern oder Brüdern ausgeliefert, je nach Fortschritt in dem betreffenden Land oder der Denkweise in der Familie. Gewisse Fernsehsendungen, die ich mir bewusst angesehen habe, z.B. ein Bericht über Musiker im Iran, bestätigen den Eindruck. Außerdem kenne ich ein Beispiel einer Familie in Deutschland, wo es eben genau so passiert.

        Mein Beitrag hat ebenso etwas mit der Gleichberechtigung der Frau zu tun. Es ist für mich ärgerlich und etwas harmloser ausgedrückt, bedauerlich, dass noch in den 80igern für die Gleichberechtigung gekämpft wurde und doch einiges in der damaligen Gesellschaftsstruktur erreicht wurde und inzwischen das, für das die Frauenrechtsbewegung eintrat und hinter deren Grundidee jede moderne Frau stand, langfristig durch solche Aktionen zurückgedreht wird. In den 80igern und 90igern hätte niemand der Frauenrechtsbewegung diese Forderung unterstützt.

        • Außerdem möchte ich noch ergänzen:
          Sie haben an meinen Beitrag von 16:03 noch zusätzlich Ihre eigene Interpretation dazugehängt.

    • “Die Sozialwissenschaftlerin de Féo warnt jedoch davor, den Nikab als Zeichen der Unterdrückung von Frauen zu sehen. In ihren Studien hätte keine der Frauen angegeben, den Schleier zu tragen, weil sie etwa von ihrem Mann oder ihrem Vater dazu gezwungen worden war. Ungefähr 90 Prozent der Frauen seien alleinstehend.

      Zudem würde ein Großteil der Männer die Gesichtsverschleierung ablehnen. Es sei schwer für die verschleierten Frauen, einen Mann zu finden, der dies akzeptiere. Einige der Frauen hätten auch sexuellen Missbrauch erlebt und sähen in eine Verschleierung die Möglichkeit, sich effektiv den Blicken von Männern zu entziehen. Auch als feministisches Symbol, selbst über den Körper bestimmen zu können, würde der Nikab von vielen gewertet. Inzwischen bestünde etwa die Hälfte der Nikabträgerinnen aus Frauen, die zum Islam konvertiert wären, nahezu die gesamte andere Hälfte stamme aus Familien, die sich wenig oder gar nicht religiös verhalten hätten.”
      https://www.spektrum.de/news/verhuellung-in-der-forschung/1626560

      • Warum wohl zwang der IS die Frauen in den besetzten Gebieten eine Verschleierung zu tragen ? Wie betrachtet eine derartige islamistische männliche Bevölkerung wohl die Frauen ? Wie kann man sich als Frau im hier und heute freiwillig einer derartigen Verschleierung unterziehen ?

      • Fragen Sie einmal die Jesidinnen was diese von einer Vollverschleierung halten !
        Dieser ganze perverse Mist gehört an das Licht der Öffentlichkeit für was ein radikaler Islamismus steht und wer dafür zuständig ist, nämlich der internationale Gerichtshof in Den Haag !

        • Warum wohl sind Frauen in der YPG nicht verschleiert, wehren sich gegen die Einflussnahme von Erdogans islamistische Revolution, die die Rechte der Frauen wieder einschränken will ?

          • In arte läuft im Moment ein Bericht über Jesidinnen, die im Irak ein derartiges Martyrium der Versklavung in Verbindung mit einem Genozid ertragen mussten, derartigen archaisch denkenden Männern sich ausgesetzt sahen, und da ist es geradezu lächerlich, über den Ausschluss einer Provokateurin an einer Uni zu diskutieren, die sich erdreistet, eine nahezu Vollverschleierung in Form einer Nikap, als Ausdruck ihrer Religionsfreiheit zu feiern .
            Irgendwo müssen Grenzen gezogen werden.

  4. Und auch hier nochmal unabhängig von meiner eigenen Meinung die Frage:
    Welchen Job die betroffenen Person denn später ausführen sollen? Ich kenne keinen einzigen Job, der Verschleierung zulassen könnte.
    -In Berufen wie Bauarbeiter, Handwerker, Machaniker usw. würde es aus Sicherheitsgründen nicht gehen.
    -In Berufen mit Kundenkontakt würde niemals jemand einen mit Vollverschleierung einstellen, das hat auch wenig mit Diskriminierung o.ä. zu tun, da auch Leute mit gut sichtbaren Tattoos z.B. in der Regel nicht genommen werden.

    Es würde eigentlich nur der öffentliche Dienst verbleiben, den man dann im Zweifel darauf verklagen könnte.

    Und auch noch einmal meine zweite Frage: Wer garantiert in Prüfungen, dass der Kandidat unter dem Schleier wirklich die entsprechende Person ist? Soll dann erst eine weibliche Kollegin in einem Raum kontrollieren, wer sich unter dem Schleier befindet? Das finde ich als Mann dann diskriminierend.

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