Für Klimaschutz demonstriert – Versetzung gefährdet?

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BERLIN. In Berlin ist nach Kenntnis der Bildungsverwaltung kein Schüler allein wegen der Teilnahme an den Demonstrationen Fridays for Future versetzungsgefährdet. Dazu lägen keine Hinweise vor, sagte ein Sprecher von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Europaweit demonstrieren Schüler für eine bessere Klimapolitik. Foto: Tommi Boom / flickr (CC BY-SA 2.0)

«Die Welt» berichtete am Freitag, dass Schülern, die freitags an Klimaschutz-Demonstrationen teilnehmen, das Sitzenbleiben drohe. Allein an einem Weddinger Gymnasium sollen 13 Schüler betroffen sein.

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Dazu teilte der Scheeres-Sprecher auf Anfrage mit, der Schulleiter habe deutlich gemacht, dass es ihm darum ging, vorsorglich auf Risiken hinzuweisen. «Das ist auch richtig. Aber konkrete Fälle haben wir nicht und wir gehen auch nicht davon aus, dass dies der Grund für eine Nicht-Versetzung ist.» Verwiesen wurde auch darauf, dass Schulen ihren Unterricht auch so steuern könnten, dass Schüler ihre Leistungen erbringen könnten. «Das haben auch Schulen gemacht.» Zudem gebe es Spielräume für Ausnahmen.

Der «Tagesspiegel» schrieb, dass dem Elternausschuss keine entsprechenden Fälle bekannt seien. In Berlin beginnen die Sommerferien am 20. Juni.

Seit Wochen gehen Schüler bundesweit für den Klimaschutz auf die Straße. Auch an diesem Freitag, der aber schulfrei war, wurde in Berlin demonstriert. Zuletzt protestierten vor der Europawahl mehrere tausend Schüler in Berlin gegen die Erderwärmung. dpa

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3 KOMMENTARE

  1. Warum wird diese Frage überhaupt gestellt, wenn die Antwort eine eindeutiges Nein ist? Das ist lediglich Futter für diejenigen, die nur die Überschrift lesen, um dann undifferenziert verbal auf die “Schulschwänzer” einzuschlagen. Dafür sollte news4teachers nicht die Vorlage liefern.

    • Warum sprechen Sie sofort von verbal undifferenziertes Einschlagen auf die “Schulschwänzer” ?
      Es ist eine arrogante Unsitte, immer gleich zu meinen, Andersdenkende seien Einfaltspinsel, wenn sie eine Meinung verträten als man selbst. Nur man selbst wandle im Licht reiner Wahrheit und durchschaue die Dinge bis auf den Grund.
      Mich ärgern solche Stellungnahmen, die jeder Sachlichkeit entbehren und reine Herabwürdigung anderer Meinung sind. In Ihrem Fall sogar schon im Voraus!
      Warten Sie doch erst mal ab, bevor Sie Ihren ersehnten Grund zum Losschimpfen haben.

    • Do drastisch sehe ich das nicht, obwohl ich der Meinung bin, dass der größte Teil der Demonstranten in erster Linie dem Unterricht fernbleiben wollen. Die Versetzung von Greta selbst wäre allerdings gefährdet, weil sie ein ganzes Sabbatjahr einlegen möchte. Für sie persönlich ist das aber nicht wirklich dramatisch, weil sie finanziell ausgesorgt haben sollte.

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