Analyse: Fachbereiche unterstützen Erstsemester unterschiedlich

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GÜTERSLOH. Zu Beginn eines Semesters kommen Studierende mit verschiedenen Voraussetzungen zusammen. Welche Angebote Hochschulen den Erstsemestern zur Unterstützung machen, unterscheidet sich je nach Fach.

Bei der Förderung von Studierenden aus bildungsfernen Familien ist noch Luft nach oben. Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)
Wie Erstsemester aufgenommen werden, hängt vom Fach ab. Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Mit verschiedenen Maßnahmen wollen Hochschulen heute Erstsemester beim Einstieg in das Studentenleben begleiten. Spezielle Vor- oder Brückenkurse gibt es allerdings vor allem für Erstsemester in Studiengängen aus den Bereichen Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft – also den sogenannten MINT-Fächern. Das zeigt eine Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) auf Basis des CHE Hochschulrankings.

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Der Auswertung zufolge bieten fast alle MINT-Fachbereiche (95 Prozent) solche Vorbereitungskurse an, in den Geisteswissenschaften ist es jeder zweite (47 Prozent). Noch seltener stehen Studierenden solche Kurse in den sozialwissenschaftlichen Fachbereichen zur Verfügung (39 Prozent).

Auch bei anderen Maßnahmen zeigen sich in der Analyse Unterschiede. Ein interdisziplinäres Orientierungssemester ist etwa in jedem fünften MINT-Fachbereich möglich (21 Prozent), in den Sozial- und Geisteswissenschaften bietet das nur etwa jeder zehnte Fachbereich an (13 und 8 Prozent).

Unterschiede bei Erstsemestertutorien

Erstsemestertutorien können Studierende bei etwa vier von zehn MINT-Fachbereichen besuchen (45 Prozent). Bei den Sozialwissenschaften sind es etwas weniger (37 Prozent). Für geisteswissenschaftliche Fachbereiche spielen die Tutorien eine noch geringere Rolle (23 Prozent).

Diese Einrichtungen haben hingegen am häufigsten Maßnahmen zur begleitenden Selbstreflexion. Studierende bekommen dieses Angebot an fast jedem dritten geisteswissenschaftlichen Fachbereich (31 Prozent), bei den MINT-Fächern (17 Prozent) und Sozialwissenschaften (26 Prozent) sind es jeweils weniger. Auf individuelle Maßnahmen wie etwa ein persönliches Frühwarnsysteme zur Vermeidung von Studienabbrüchen setzen mittlerweile mehr als der Hälfte aller Fachbereiche.

Die Angaben beruhen auf Befragungen im Rahmen des CHE Hochschulrankings zwischen 2015 und 2017 und umfassen Daten von 642 Fachbereichen an 246 deutschen Hochschulen. dpa

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