Geldregen: Land verteilt eine Milliarde Euro aus Digitalpakt an Schulen

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DÜSSELDORF. Das nordrhein-westfälische Kabinett hat den Weg für die Auszahlung der Mittel aus dem milliardenschweren Digitalpakt des Bundes freigemacht. Ab 15. September können die Schulträger, aber auch Pflegeschulen und Schulen der Gesundheitsfachberufe Anträge bei den Bezirksregierungen stellen. Das teilte das Schulministerium am Mittwoch mit. NRW erhält aus dem Fünf-Milliarden-Digitalpakt bis 2024 gut eine Milliarde Euro. Das Geld kann eingesetzt werden für besseres Internet, interaktive Tafeln, digitale Arbeitsgeräte und Endgeräte wie Laptops oder Tablets.

Der Startschuss für eine große Investitionswelle in die digitale Ausstattung der Schulen ist gefallen: Shutterstock

Alle Schulträger erhalten ein bestimmtes Förderbudget aus dem Digitalpakt. Einige Beispiele: Köln als größte Kommune bekommt in den nächsten fünf Jahren den Löwenanteil von rund 47 Millionen Euro, Dortmund rund 36 Millionen Euro, Essen knapp 33 Millionen, Duisburg 31 Millionen und Düsseldorf knapp 22 Millionen. Bei der Verteilung der Mittel wurde auch die unterschiedliche Finanzkraft der Kommunen berücksichtigt. Antragsberechtigt sind die Träger von öffentlichen Schulen und privaten Ersatzschulen. 90 Prozent der Projektkosten werden gefördert. Der Eigenanteil der Schulträger beträgt 10 Prozent.

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Zeitgleich will die schwarz-gelbe Landesregierung den Ausbau gigabitfähiger Netze für schnelles Internet vorantreiben. Bis Ende 2022 sollen alle Schulen und Gewerbegebiete daran angeschlossen sein. «Entscheidend bei der Digitalisierung ist, dass sämtliche Vorhaben parallel umgesetzt werden», erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Das Land habe auch die Lehrerausbildung angepasst.

Gebauer sagte, weitere Investitionen müssten folgen. «Die beste Technik von heute wird morgen veraltet sein», erklärte sie. Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW erklärte, die Starthilfe für die Schulen dürfe nicht einmalig bleiben. “Auf die Bearbeitung der Anträge und die Verteilung der Gelder sind wir gespannt. Nach langem Warten müssen die Mittel fair, gezielt und schnell fließen. Digitale Bildung für Kinder darf keine Glückssache des Wohnortes sein“, erklärte VBE-Landeschef Stefan Behlau.

Der VBE weis tzudem darauf hin, dass alle Planungsebenen berücksichtigt werden müssen. Behlau: „Die beste Technik hilft wenig, wenn angemessene Fortbildungen nicht mitgedacht werden oder die nötige Infrastruktur fehlt. Es ist deshalb richtig, dass der Digitalpakt die Infrastruktur im Blick hat. Die Frage der Endgeräte für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler darf dennoch nicht aus dem Blick verloren gehen.“ News4teachers / mit Material der dpa

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