Volkshochschulen fordern mehr Unterstützung – konkret: auch einen Digitalpakt

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BERLIN. Die Volkshochschulen wünschen sich in ihrem Jubiläumsjahr mehr Unterstützung von der Politik. Die rund 900 Weiterbildungseinrichtungen könnten mehr tun zur «Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen, wenn sie dazu die notwendigen Finanzmittel bekommen würden», sagte der Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV), Ulrich Aengenvoort, am Mittwoch in Berlin. Er verwies auf die Rolle der Volkshochschulen bei den Themen Integration, Spracherwerb und Alphabetisierung. «90 Prozent aller Alphabetisierungsmaßnahmen in Deutschland finden in Volkshochschulen statt.»

Die Volkshochschulen feiern in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen. Logo: Deutscher Volkshochschulverband

Der DVV-Direktor forderte zudem einen Digitalpakt für Weiterbildung, so wie es auch einen Digitalpakt für die Schulen gibt. Darüber stellen Bund und Länder mehr als fünf Milliarden Euro bereit, damit die Schulen sich eine moderne technische Ausstattung zulegen können. Das ist nach Ansicht des DVV auch an den Volkshochschulen nötig. In Deutschland müssten für Millionen Menschen, besonders ältere, digitale Kompetenzen vermittelt werden, sagte Aengenvoort. «Da können Volkshochschulen viel tun.» Es reiche nicht, wenn man nur an die Kinder und Jugendlichen denke, sondern man müsse bei dem Thema auch die Erwachsenen berücksichtigen.

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Der DVV feiert in diesem Jahr 100 Jahre Volkshochschulen. Die Einrichtungen bekamen 1919 in der Weimarer Republik Verfassungsrang. Nach Verbandsangaben ist das Interesse an Kursen ungebrochen. Pro Jahr bieten die Volkshochschulen rund 700 000 Veranstaltungen mit 18 Millionen Unterrichtsstunden an und verzeichnen rund 9 Millionen Kurs-Teilnahmen. dpa

Volkshochschulen fordern Vermittlung digitaler Kompetenzen

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